Interview: So war’s auf der IAA 2015

Wenn Auto, dann vernetzt – so könnte man den Trend zusammenfassen, den die diesjährige Internationale Automobilausstellung IAA aufzeigt. Die explosionsartige Entwicklung der Szene schlug sich zum ersten Mal in der Eröffnung einer gesamten Messehalle zum Thema nieder, der “New Mobility World” in Halle 3.1.  Hier  präsentieren sowohl etablierte als auch junge Unternehmen innovative Mobilitätskonzepte, die das vernetzte Fahrzeug maßgeblich prägen werden. Malte Windwehr, Head of Communications und Verantwortlicher für den IAA-Auftritt  der Vimcar GmbH in Frankfurt, teilt hier seine Eindrücke zur IAA 2015 und spricht über persönliche Highlights.

Hallo Malte, Vimcar war 2015 zum ersten Mal auf der Internationalen Automobil Ausstellung vertreten. Ein großes Event für ein so junges Unternehmen?

Definitiv. Zumal wir gleich in zwei Bereichen Präsenz gezeigt haben: In der Digital Infrastructure Zone demonstrierten wir das kleinste und gleichzeitig wohl größte Steuerspargerät – unseren OBD-Stecker – direkt in einem Audi A3, sozusagen “zum Anfassen”. Am Fahrzeug konnte man sich persönlich davon überzeugen, wie spielend leicht die Hardware im Fußraum angebracht und anschließend “vergessen” werden kann, weil sie ihre Arbeit im Hintergrund selbstständig erledigt. Gleichzeitig konnten wir in der Start Up Zone mit Presse, Kunden und anderen Gründern über unsere Services ins Gespräch kommen.

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Daniel Dancs aus dem Geschäftskundenteam und der Serviervorschlag für 2750 Euro Steuerersparnis.

Was um alles in der Welt haben Vibratoren mit dem Thema Steuernsparen zu tun?

Zur IAA hatten wir eine besondere Neuigkeit mitgebracht: Die Analyse unserer User-Daten hat ergeben, dass unsere Nutzer mit dem Fahrtenbuch jedes Jahr im Schnitt 2750,- Euro sparen. Das ist ein Haufen Geld und wir wollten mit einem Augenzwinkern zeigen, wie viel Freude man damit haben könnte. Großer Dank gebührt dabei unseren Kollegen von Amorelie, die uns für den Spaß netterweise Ausschussware ausgeliehen hatten. Dem Ernst der Sache tat das keinen Abbruch und wir konnten gute Gespräche mit Journalisten führen, die vielleicht ohne den Stunt nicht auf uns aufmerksam geworden wären.

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Malte Windwehr, Vimcar Head of Marketing, beim morgendlichen Presse-Briefing.

Konntet ihr außerhalb der Start Up Zone ein paar Eindrücke sammeln?

Klar! Wir waren mit  fünf Leuten vor Ort und hatten Gelegenheit, den diesjährigen Connected-Car Innovationen der Autohersteller genau auf den Zahn zu fühlen. Viel Zeit war aber nicht, denn parallel waren wir noch beim “Fleet Solutions Day” von Autoflotte und auf dem CarIT-Kongress mit eigenen Präsentationen vertreten.

Gab es ein ganz besonderes Highlight für Dich?

Oh ja. Ich hätte auf einem E-Motorrad fast den Telekom-Pavillon umgenietet! Man konnte viele Prototypen auf der Messe ausprobieren, aber diese Beschleunigung war unfassbar. Spaß beiseite: Wir haben mehrere sehr spannende Kooperationsgespräche geführt, über die wir in den kommenden Monaten hoffentlich auch mehr erzählen können.

Wie fällt die Bilanz von Vimcar aus? Kommt Start Ups die wachsende Bedeutung der Car Connection Services auf der IAA zu Gute?

Die “New Mobility World” ist ein Schritt in die richtige Richtung und keine Sekunde zu spät. Wir fühlen uns vom VDA sehr gut unterstützt und haben das Gefühl, dass der Dialog mit den Autoherstellern in den kommenden Monaten an Fahrt aufnehmen wird. Jedoch ließ sich bei einem Gang über die Messe auch nicht ganz der Eindruck verhindern, dass es in Sachen zukunftsweisender, digitaler Technologien auf der Straße noch deutlich mehr Marketing-Show als echte Produkte zu sehen gibt. Die PS-Show war vielerorts weiterhin im Fokus, Big Player wie Tesla oder Google waren derweil gar nicht erst gekommen – das sollte die Industrie nachdenklich stimmen.

Vielen Dank!

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