Nur eine Nummer im System? Recruiting bei Vimcar

Johannes ist der Neue im Team Human Resources und als Recruiter zuständig für den gesamten Bewerbungsprozess. Trotz seiner kurzen Zeit bei Vimcar packt er bereits ordentlich mit an. Bei Bewerbungsgesprächen weiß er die richtigen Fragen zu stellen und mit analytischem Blick sorgt er dafür, dass Vimcar weiter wächst. Massenabfertigung mag er nicht, denn ein guter Bewerbungsprozess holt Qualität ins Haus. Wir haben Vimcars Herrn der Fragen nun selbst einmal ins Kreuzverhör genommen.

Zur HR kam Johannes durch sein Psychologie-Studium. Ihm wurde schnell klar, dass er sich den klassischen Weg eines Psychologen als Therapeut nicht vorstellen kann. Viel interessanter fand er die Psychologie am Arbeitsplatz: “ Ich persönlich glaube, dass die Interessen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gar keine gegensätzlichen sind — wenn man es geschickt macht. Dann ist es quasi eine Win-Win-Situation.” Ins Personalwesen einzusteigen war für ihn deshalb ein logischer Schritt. “Am meisten Spaß macht mir Talent Acquisition, weil es dort darum geht, Beziehungen zu pflegen und aufzubauen, und das zu Leuten, die du bis dahin noch gar nicht kanntest. Es geht viel darum, neue Personen für Vimcar zu begeistern und herauszufinden, wer sie sind und was sie bewegt.” Das sind die Sachen, die dem Psychologen von Vimcar jeden Tag aufs Neue Spaß machen — das Potenzial aus den Bewerbern herauszukitzeln.

Einen typischen Alltag gibt es für Johannes nicht wirklich. Seine Aufgaben unterscheiden sich von Tag zu Tag: Einmal ist da das klassische Bewerbungsverfahren, der Kontakt mit den Interessenten und auch noch das Ausarbeiten der Strategie für die Talent Acquisition bei Vimcar. Zusammen mit anderen Fachabteilungen überlegt Johannes genau, was Vimcar gerade braucht: Welche neuen Positionen kommen und welche noch offenen Positionen müssen verändert werden?
“Wir planen für jede neue Stelle eine Strategie und legen fest, welches Angebot wir Bewerbern überhaupt machen können. Hinzu kommt die direkte Ansprache von Kandidaten via LinkedIn und das Candidate-Management. Das bedeutet, dass ich gemeinsam mit anderen Kollegen überlege, wie Bewerber Vimcar wahrnehmen und wie wir ihre Erfahrungen noch weiter verbessern können.”, erklärt Johannes.

Zwischen standardisierten Prozessen und zwischenmenschlichen Beziehungen

Ein Start-Up wie Vimcar wächst schnell und die hohe Kunst ist es, die guten Prozesse vom Anfang, den frischen “Start-Up-Charme”, beizubehalten und trotzdem mit der Unternehmensgröße Schritt zu halten.“ Bis Ende des Jahres wollen wir von 75 auf mindestens 100 Mitarbeiter wachsen.” Vimcar hat hohe Ziele und das bedeutet, dass bisherige Vorgehensweisen analysiert und standardisiert werden müssen.

“Es ist uns wichtig, dass der Interessent eine Wertschätzung erfährt.” Johannes legt aus diesem Grund großen Wert darauf, dass die Prozesse fair gestaltet sind und Rückmeldungen zügig versendet werden. Im Endeffekt ist es ja auch der Bewerber, der die Entscheidung trifft, ob er überhaupt bei uns arbeiten möchte. Johannes’ Job ist es also nicht nur auszufragen, sondern zudem einen guten Überblick über das Unternehmen Vimcar zu liefern. Aktuell ist eine der größten Herausforderungen der HR-Abteilung, die Start-Up Energie nicht zu verlieren und trotzdem die Prozesse zu standardisieren. Johannes hat das Ziel datengetrieben zu arbeiten und dafür muss eine valide Datengrundlage her, die nur mit einheitlicher Methodik gesammelt werden kann. Das an sich ist schon eine heikle Aufgabe: Jede Frage muss passend ausgewählt werden, um auch das über den Bewerber herauszufinden, was wirklich relevant ist. Nur dann können überhaupt sinnvolle Schlüsse gezogen werden.

Geheimtipps vom Herrn der Fragen: Das ist der Weg zum Job

Auf die Frage, welche Fragen er gerne in Bewerbungsgesprächen stellt, muss Johannes erst einmal schmunzeln, doch dann verrät er gerne mehr: “Wir standardisieren weniger die genauen Fragen als die Themengebiete, die wir dann mit kontextbasierten Fragen behandeln. Es ist uns dabei wichtig, dass sich der Ablauf zu jeder Zeit wie ein gutes Gespräch und weniger wie ein Ausfragen anfühlt.” Zu den Themen, die im Bewerbungsprozess bei Vimcar abgefragt werden, zählen die fachliche Eignung, Motivation, das Verhalten im Umgang mit Führung und die Konfliktfähigkeit. Ganz konkret fragt unser neugieriger Recruiter beispielsweise wie bei dem letzten Arbeitgeber die Feedback-Gespräche gelaufen sind, welche Kritik die Führungskraft dem Bewerber gegenüber geäußert hat und ob diese Kritik nachvollziehbar war. Für den Bewerber ist das zwar relativ einfach zu beantworten, doch uns als Unternehmen liefert die Antwort einen Vorgeschmack über die Einstellung des Bewerbers zur Konfliktfähigkeit.

Und was ist nun der perfekte Bewerber für Vimcar?
“Ich glaube der perfekte Bewerber zeigt uns, dass er richtig Bock auf diese Firma und auf das, was er in der Position, auf die er sich bewirbt, machen wird. Ich persönlich finde eigentlich Bewerber am besten, die sich super vorbereiten, und gleichzeitig selbstbewusst im Gespräch auftreten. Die uns ganz genau sagen, was sie wollen und was nicht. Das erleichtert es uns einzuschätzen, ob es eine gute Passung zwischen unserem Angebot und den Erwartungen des Bewerbers gibt. Schwierig ist es mit Bewerbern, die sich wenig über uns informiert haben und die keine wirkliche Vorstellung davon haben, was die tägliche Arbeit in dieser Position bedeutet.”
Der Tipp zum Schluss ist: “Es braucht kein Anschreiben und keine fancy Formatierung im Lebenslauf. Ein übersichtlicher, kurzer Lebenslauf, der sagt ‘Okay, den laden wir zum Gespräch ein’, reicht völlig aus.”

Vor einem Bewerbungsgespräch bei Vimcar braucht man also ganz und gar keine Scheu zu haben. Eine gute Vorbereitung ist der erste Schritt zum Erfolg und letztendlich bleibt da nur die Frage: Warum passt Du zu Vimcar – und warum passen wir zu Dir.
Eine Übersicht über die einzelnen Schritte des Bewerbungsprozess bei Vimcar kann hier nachgelesen werden.

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