Online-Kurs: UVV im Fuhrpark – Pflichten und Durchführung

Dauer:45 Minuten
Ort:Online
Sprache:Deutsch

Allgemeine Informationen:

Sie verwalten in Ihrem Job hauptberuflich oder als Nebentätigkeit Fahrzeuge? Dann sind Sie für die Überprüfung der Unfallverhütungsvorschriften zuständig! Informieren Sie sich jetzt über Ihre Verantwortung und nehmen Teil an dem kostenlosen E-Learning Kurs. Die Schulung erklärt Ihnen, was die Unfallverhütungsvorschriften sind. Gleichzeitig erfahren Sie, welche Maßnahmen Sie als Fahrzeugverwalter treffen müssen.

Sie erhalten nach der Anmeldung eine E-Mail mit dem Zugang zu dem Kurs. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, kostenlose Materialien herunterzuladen. Diese unterstützen Sie in der alltäglichen Fahrzeugverwaltung.

Alle UVV Vorlagen:

Um die Unfallverhütungsvorschriften zu erfüllen, muss der Fahrzeugverwalter im Unternehmen Protokolle erstellen. Diese dokumentieren, dass die Fahrer in die Gefahren eingewiesen wurden. Geschieht ein Unfall und es ist kein Protokoll vorhanden, kann der Fahrzeugverwalter für die Schäden haften. Laden Sie die kostenlosen Vorlagen herunter, um die UVV ordnungsgemäß zu protokollieren.

  • Vorlage zur Erstunterweisung: Bei der Übergabe eines Firmenwagens muss der Fahrer in das Fahrzeug in die Gefahren eingewiesen werden. Die Unterweisung muss für die Unterlagen dokumentiert werden, denn sonst kann bei einem Unfall der Fahrzeugverwalter im Unternehmen für Schäden haften.
  • Protokoll zur jährlichen Fahrerunterweisung: Neben der Erstunterweisung müssen Fahrer einmal im Jahr zu den Unfallverhütungsvorschriften unterwiesen werden. Auch die jährliche Unterweisung muss protokolliert werden.
  • UVV Checkliste zur täglichen Fahrzeugkontrolle: Firmenwagenfahrer müssen das Fahrzeug täglich vor Fahrtantritt auf Schäden und Mängel kontrollieren. Damit keine Punkte vergessen werden, hilft die kompakte Checkliste.
  • Protokoll für die jährliche Fahrzeugkontrolle: Neben der täglichen Fahrzeugkontrolle muss mindestens einmal im Jahr das Fahrzeug durch einen Sachkundigen kontrolliert werden. Auch diese Kontrolle muss für die Unterlagen protokolliert werden.
  • Formular für die Führerscheinkontrolle: Wer Mitarbeiter ohne Führerschein ein Firmenauto fahren lässt, haftet bei Unfällen mit. Protokollieren Sie deswegen, dass die Führerscheine kontrolliert wurden.
  • Dienstwagenüberlassungsvertrag: Mit dem Dienstwagenüberlassungsvertrag können Sie vertraglich festlegen, wie die Fahrer ihre Firmenwagen behandeln sollen. So können Sie z. B. verhindern, dass der Wagen durch Dritte genutzt wird.

Kursinhalte des Online Kurs UVV:

  • Kapitel 1: Einführung in die Unfallverhütungsvorschriften
  • Kapitel 2: Pflichten & Konsequenzen
  • Kapitel 3: Fahrer Erstunterweisung nach UVV
  • Kapitel 4: Jährliche Fahrerunterweisung nach UVV
  • Kapitel 5: Täglicher UVV-Check von Fahrzeugen
  • Kapitel 6: Jährlicher UVV-Check von Fahrzeugen
  • Kapitel 7: Outro

Melden Sie sich jetzt für die kostenfreie Online-Schulung an!

Die Dozentin:

Lernen Sie die Moderatorin Annemarie Lasner kennen. Sie ist bereits seit vielen Jahren Teil von Vimcar und damit eine der führenden Expertinnen für Fragen rund ums Fahrtenbuch und Rechtssicherheit im Fuhrpark. Als Expertin erklärt sie Ihnen verständlich und genau, welche Pflichten Sie als Fahrzeugverwalter haben. Keine Sorge, sie wird Sie dabei nicht langweilen, sondern Ihnen hilfreiche Tipps zur Umsetzung geben!

Haben Sie trotz Online-Kurs noch offene Fragen? Dann schreiben Sie uns unter boxenstopp@vimcar.com. Unsere Experten freuen sich, Ihnen alle weiteren Fragen zu beantworten.

Einblick in den Online Kurs UVV:

FAQ

Ist die Online-Schulung kostenpflichtig?

Nein, die Online-Schulung und alle Materialien auf der Lernplattform Vimcar Boxenstopp sind kostenfrei für Sie!

Wie kann ich mich anmelden?

Füllen Sie einfach das Anmeldeformular auf dieser Seite aus. Sie erhalten daraufhin alle weiteren Informationen direkt in Ihr Postfach per E-Mail.

Wie lange dauert der Kurs? 

Sie können sich die Zeit frei einteilen. Insgesamt erhalten Sie Kursmaterial über 45 Minuten. Sie entscheiden aber, wann Sie die Module durchgehen.

UVV-Urteile — mit Bußgeldern kommen Sie noch glimpflich davon

Am Arbeitsschutz sollte nicht gegeizt werden. Verstöße gegen die UVV werden streng geahndet, denn immerhin geht es im Ernstfall um das Leben der Mitarbeiter. Folgende Konsequenzen kann ein UVV-Urteil haben:

Rechtliche Konsequenzen bei Vernachlässigung der UVV

Arbeitsschutz ist für jeden Beschäftigten aber auch jeden Arbeitgeber aus Kosten- und Sicherheitsgründen essentiell. Die Themen Arbeitsunfälle, Arbeitsschutz und Unfallversicherung sind durch zahlreiche Verordnungen festgelegt. Die Basis bildet für die Gesetze und Regelungen bildet das Arbeitschutzgesetz (ArbSchG). Unfallverhütungvorschriften, die von den Berufsgenossenschaften und dem DGUV gemeinsam verabschiedet werden, ergänzen das ArbSchG. Nicht nur Angestellte betrifft die UVV, sondern vor allem Arbeitgeber, denn diese sollten das Regelwerk der UVV befolgen.Diese UVV betreffen nicht nur die Angestellten, sondern sind vor allem für den Arbeitgeber ein Regelwerk, das befolgt werden sollte. Die UVV betreffen jeden Bereich der Arbeitswelt und das macht die Möglichkeit, wenn auch nur ausversehen, dagegen zu verstoßen besonders hoch.
Dabei ist es nicht nur der Sicherheit wegen wichtig, die UVV zu beachten  — Verstöße gegen die UVV führen zu innerbetrieblichen Konsequenzen, Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro gemäß § 58 DGUV Vorschrift 70 i.V.m. § 209 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. oder sogar zu Freiheitsentzug.

Hartes UVV-Urteil bei Vernachlässigung der Aufsichtspflicht

Verstöße gegen die UVV können halb so schlimm oder aber sehr schwerwiegend sein. Verletzte oder sogar verstorbene Menschen, sind das Schlimmste was passieren kann. Tragisch ist es insbesondere dann, wenn die Unfälle aus Fahrlässigkeit geschehen und mit befolgten UVV verhindert worden wären.
Bei schwerwiegenden Unfällen wird nach dem Strafgesetzbuch Recht gesprochen.

§ 222 des Strafgesetzbuch besagt beispielsweise:

Die Jenigen, die durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursachen, werden mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafen bestraft.

So wurde auch ein Urteil des Landgericht Osnabrück im Jahr 2014 wie folgt gefällt:

Einer junger Auszubildender starb im Zusammenhang mit einem tödlichen Arbeitsunfall wegen Fehlens einer funktionstüchtigen Lichtschrankenanlage an einer computergestützten Glaskantenschleifmaschine. Der Geschäftsführer entfernte die Sicherheitsvorkehrung aus Kostengründen, da die Maschine so weniger Ausschuss produzierte. Man sprach die Geschäftsführer der fahrlässig Tötung schuldig und verurteilte sie jeweils zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe. Weitere beteiligte Mitarbeiter und die Gewerbeaufsicht mussten Bußgelder zahlen.

Aus diesem Urteil ist folgendes zu lernen:

  1.  Der Arbeitgeber muss Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten fortlaufend nach den UVV gewährleisten, sonst verstößt er gegen das Gesetz. In dem genannten Fall hat der Arbeitgeber die Aufsichtspflicht verletzt, aufgrund dessen kam es zu einer fahrlässigen Tötung.
  2. Der Arbeitgeber muss die Kosten für die Arbeitsschutzmaßnahmen tragen, nicht die Beschäftigten.
  3. Arbeitgeber können mit Arbeitnehmern keinen Verzicht auf Arbeitsschutz vereinbaren.
  4. Staatliche Behörden haben über die Einhaltung zu wachen.

UVV Vorschriften und Konsequenzen im Fuhrpark

Gerade der Unternehmensfuhrpark ist nicht vor Gefahrenquellen gefeit. Fahrzeuge bergen bei einer mangelnden oder fehlenden Einweisung ein hohes Gefahrenpotenzial. Die UVV Vorschrift 70 hält die Faktoren fest, die der Arbeitgeber bei Fahrzeugen im Betrieb beachten sollte und sieht eine entsprechende Fahrerunterweisung vor.

Es gibt viele Schnittstellen zu Straßenverkehrssicherheit. Es können daher auch zivil-, versicherungs- und strafrechtliche Folgen drohen. Kommt es zu einem Verkehrsunfall wird nicht nur der Fahrer, sondern meist auch der Fahrzeughalter belangt. Kann dieser dann nicht nachweisen, dass die Fahrerunterweisung und andere Punkte der UVV Vorschriften eingehalten wurden, drohen Bußgelder und rechtliche Konsequenzen. Arbeitgeber können die sogenannte Halterhaftung zwar auf eine andere Person im Unternehmen übertragen, allerdings muss diese ausreichend geschult sein. Ist dies nicht der Fall, haftet wieder die Geschäftsführung. Im schlimmsten Fall mit einer Haftstrafe für Fahrlässige Tötung, wenn er seine Mitarbeiter nicht über die Gefahren aufgeklärt und es dadurch durch einen tödlichen Unfall auf dem Betriebsgelände oder im Straßenverkehr kommt.

Ein Beispiel aus dem Fuhrpark:

Das Landgericht Demold verurteilte 2008 einen Fuhrparkleiter, weil dieser gemeinsam mit dem Werkstattleiter für die Verkehrsunsicherkeit eines Lkw mit defekten Bremsen verantwortlich war. Als dieser im Einsatz war, kam es zu drei Toten. Der Fuhrparkleiter war dafür verantwortlich, da er die Warnung des Werkstattleiters zu den defekten Bremsen ignorierte.

Selbst eine Unterweisung ist oft nicht genug. Der Fuhrparkverantwortliche ist selbst dann strafrechtlich mitverantwortlich für den Unfall, wenn der Mitarbeiter zwar über die entsprechende UVV Vorschrift Bescheid wusste, aber trotz der Kenntnis darüber, dass er sich in Gefahr bringt, seine Arbeitsleistung fortführt — beispielsweise indem er ein bekanntermaßen defektes Fahrzeug nutzt. Pflicht des Fuhrparkverantworlichen wäre es hier, das Fahrzeug aus dem Betrieb zu nehmen.

Pflichten der Beschäftigten

Meist ist der Arbeitgeber im Fokus der UVV, aber auch Arbeitnehmer und Angestellte, haben nach dem Pflichten wenn es um den Arbeitsschutz geht. Auch hier bildet das Arbeitsschutzgesetz die Grundlage für Vorgaben, die den jeweiligen UVV vertiefen:

§ 15 ArbSchG – Pflichten der Beschäftigten

(1) Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen. Entsprechend Satz 1 haben die Beschäftigten auch für die Sicherheit und Gesundheit der Personen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen bei der Arbeit betroffen sind.

Verstößt ein Arbeitnehmer gegen das Arbeitsschutzgesetz oder spezifische UVV Vorschriften, können je nach Schwere des Verstoßes Geldbußen, Strafen, Schadenersatz oder arbeitsrechtliche Konsequenzen bis zu einer fristlosen Kündigung alles drohen.

Über UVV informieren

Die UVV erscheinen oftmals als Stolperfalle, eigentlich sind sie aber praktische Leitregeln, an denen sich Funktionsträger und Sicherheitsbeauftragte in Betrieben orientieren können. Befolgt der Arbeitgeber die UVV- Vorschriften ist der Arbeitsalltag sicherer und im Zweifel drohen keine rechtlichen Konsequenzen. Informieren Sie sich vorab über die Gefahren in Ihrem Unternehmen und wie Sie Ihre Mitarbeiter unterweisen können. Nur so sind Sie rechtlich abgesichert.

Um einen Überblick über die Unfallverhütungsvorschriften zu erhalten, können Sie den kostenlosen Online-Kurs durchführen. Sie erfahren in diesem, welche Pflichten Arbeitgeber und Fuhrparkleiter haben. Gleichzeitig erhalten Sie praktische Tipps und Tricks zur richtigen Umsetzung. Melden Sie sich in wenigen Minuten für den Kurs an!