Definition Fuhrpark

Als Fuhrpark werden alle Fahrzeuge und Transportmittel in einem Betrieb bezeichnet. Es zählen nicht nur die PKWs oder LKWs, sondern auch die Fahrzeuge in einem Lager wie ein Gabelstapler dazu. Ein von mehreren Fahrern genutztes Fahrzeug ist ein Poolfahrzeug. Ist das Auto einem einzelnen Mitarbeiter zugewiesen, ist die Rede von einem Dienstwagen. Außerdem kann ein kleiner Fuhrpark bereits bei zwei Fahrzeugen anfangen und mit Hunderten von Wagen in der Größe wachsen. Oftmals ist auch die Rede von der Flotte, die ähnlich wie bei der Luftflotte oder Schiffsflotte die Gesamtheit der Fahrzeuge betrachtet. Die Verwaltung des Fuhrparks kann durch unterschiedlichste Mitarbeiter erfolgen. Im Allgemeinen wird die Verwaltung durch das sogenannte Fuhrparkmanagement durchgeführt.


Fuhrpark: Alle Fahrzeuge auf einen Blick

Aus der Vogelperspektive ist ein Fuhrpark, der aus einer Vielzahl an Trucks und Pkws besteht, zu sehen.

Der Begriff Fuhrpark ist schnell erklärt, denn gemeint ist hier die Gesamtheit aller Fahrzeuge in einem Betrieb. Fahrzeuge spiegeln nicht nur den klassischen Dienstwagen wider, sondern beinhalten beispielsweise auch Lastkraftwagen, Gabelstapler und Bagger. Sowohl Geschäftsführer als auch Mitarbeiter nutzen Firmenwagen. Dabei können nicht nur Einzelpersonen, sondern auch mehrere Mitarbeiter Fahrzeuge nutzen. In diesem Falle ist die Rede von einem Poolfahrzeug. Der Fuhrpark ermöglicht den Angestellten mobil unterwegs zu sein und ihre Arbeit ohne Probleme auszuführen.

Flottenmanagement: Das zeichnet einen guten Fuhrpark aus

Nicht nur bei wachsenden Fahrzeugzahlen, sondern auch schon bei einem eher kleinen Fuhrpark, kommen allerlei administrative und rechtliche Aufgaben auf. Dazu zählt nicht „nur“ die Verwaltung der Fahrzeute. Zum Fuhrparkmanagement gehören auch Organisation, Planung und strategische Führung des Fuhrparks. Das Ziel ist den Fuhrpark langfristig wirtschaftlich-, kosten und prozessoptimiert aufzustellen. Das vorhandene Budget und die Ressourcen müssen gut überlegt eingesetzt werden. Gleichzeitig bedeutet das die richtige Steuerung aller Fahrzeuge oder Transportmittel, um die Mobilitätsansprüche der Mitarbeiter und Unternehmensleitlinien zu gewährleisten. Flottenmanagement beinhaltet also auch Mobilitätsmanagement. Alternative Fortbewegungsmittel, flexible Konzepte und neuste Technologien schaffen neue Transportmöglichkeiten. Gleichzeitig verändert sich das Verhalten und Bewusstsein der Angestellten. Sie möchten aus einer Reihe an Transportmitteln wählen und flexibel und schnell Fahrzeuge buchen. Der Fuhrparkverantwortliche ist also nicht nur die Verwaltungsaufsicht, sondern auch Mobilitätsmanager. Außerdem muss er auch die gesetzlichen Regelungen wie Halterhaftung, Unfallverhütungsvorschriften und Führerscheinkontrolle beachten, da sonst Abmahnungen folgen.

Wer ist der Fuhrparkverantwortliche?

Wem die Aufgaben des Fuhrparkmanagements zugeteilt sind, ist nicht genau festgelegt. Je nach Größe des Fuhrparks sieht die Lösung anders aus. Ist die Flotte klein und umfasst nur zwei oder drei Fahrzeuge, übernimmt gerne einmal die Geschäftsleitung oder die Assistenz das Flottenmanagement. Oft haben die Angestellten, die sich um die Flotte kümmern eigentlich eine andere Jobbeschreibung: Personalleiter, Disponenten, Sachbearbeiter, Lagerleiter, Logistiker, Mechaniker und vieles mehr. Nicht immer ist durch die Berufsbezeichnung ersichtlich, dass die Person die große und aufwändige Aufgabe der Fuhrparkleitung übernimmt. Bei großen Fuhrparks mit hunderten von Fahrzeugen ist der Zeitaufwand für das Flottenmanagement deutlich größer. Ein engagierter Fuhrparkleiter ist notwendig. Seine Aufgaben umfassen alle Bereiche und Themen rund um die Flotte. Bei Betrachtung der Menge an Fuhrparkthemen und notwendigem Expertenwissen ist es nicht verwunderlich, dass schnell eine Vollzeitstelle entsteht.

Die grüne Flotte

Im Fuhrpark-Kontext fällt immer öfter auch der Begriff “Grüne Flotte”. Doch was genau ist eine grüne Flotte? Es gibt keine eindeutige Definition, doch lässt sich bereits ahnen, dass es hier um Nachhaltigkeit im Fuhrpark geht. Das bedeutet genau: eine umweltfreundliche Flotte im Unternehmen zu implementieren. Ein Beispiel ist der Umstieg von Diesel oder Benziner auf Elektrofahrzeuge oder das Anbieten von neuen Mobilitätskonzepten wie CarSharing. Flexible Mobilitätskonzepte schaffen Anreize für die Angestellten, Fahrzeuge gemeinsam zu nutzen und so den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Themen, die Sie nachhaltig in Ihrem Fuhrpark optimieren können, sind folgende:

  • Fahrzeugbeschaffung sowie Fahrzeugzubehör
  • Mobilitätsmanagement
  • Fahrerschulungen zum Fahrstil
  • Nachrüstlösungen

Mit diesen Hilfen wird Flottenmanagement zum Kinderspiel

Schulungen und Seminare helfen Neueinsteigern im Fuhrpark-Geschäft dabei, sich mehr Wissen anzueignen und halten auch für alte Hasen gute Tipps bereit. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Workshops, bei denen sich Angestellte zu zertifizierten Flottenmanagern ausbilden lassen können. Die DEKRA Akademie bietet in Kooperation mit dem Bundesverband Fuhrparkmanagement neben Zertifizierungskursen auch Weiterbildungen zu Themen wie Dienstwagenüberlassung, Kostenrechnung und Controlling oder Rechtsgrundlagen an. Mittlerweile bietet das Internet umfangreiches, kostenloses Material an. So können Sie von vorgefertigten Formularen bis hin zu hilfreichen E-Books Wissen selbst anreichern. Ein Beispiel von einem E-Book zum Thema Datenschutz im Fuhrpark finden Sie hier. Die Nutzung von Formularen hilft bei Routineprozessen und einer sauberen Dokumentation für die Akten. Zudem können digitale Flottenlösungen bei der Analyse und dem Reporting im Fuhrpark unterstützten und Kosten eindämmen. Die Software hilft dabei einzelne Kostenkategorien nachzuvollziehen und mögliche Ausreißer zu erkennen.