Verbrenner-Ausstieg: Was planen die Hersteller?

Bis zum Jahr 2035 soll nach Vorschlägen der EU-Kommission Schluss mit herkömmlichen Fahrzeugantrieben sein. Der Ausstieg vom Verbrennungsmotor rückt näher. Noch ist kein endgültiger Beschluss gefasst, doch viele Länder begrüßen das Verbrennungsmotor-Verbot und propagieren den Umstieg auf E-Antriebe. Höchste Zeit für die Automobilhersteller wie Audi und VW den Verbrenner-Ausstieg vorzubereiten. Auch für den Fuhrpark sind die Pläne interessant.

Verbrenner-Verbot: Was ist geplant?

Ab 2035 sollen nach Willen der EU-Kommission keine Verbrennermotoren mehr verkauft werden dürfen. Die Pläne für mehr Klimaschutz sind umfangreich und umfassen auch andere Bereiche, beispielsweise die Flugmobilität: Unter anderem soll eine Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge eingeführt werden. Das entsprechende Gesetzespaket mit dem Titel „Fit for 55“ soll die europäische Wirtschaft darauf vorbereiten, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent zu verringern. Nicht nur die EU leitet solche Vorhaben in die Wege, auch die USA bringt bereits Maßnahmen auf den Weg, um Mobilität klimafreundlicher zu gestalten. So kündigte der Bundesstaat Kalifornien bereits im September 2020 an, herkömmliche Fahrzeugantriebe bis 2035 zu verbieten.

Ende des Verbrenners

Folgen für die Automobilindustrie

Das Verbrennungsmotor-Verbot hat weitreichende Folgen für die Automobilindustrie: Konkret bedeutet es nämlich, dass Fahrzeuge kein Gramm CO₂ mehr ausstoßen dürfen. Das gelingt heute auf dem breiten Markt ausschließlich mit E-Autos. Diese gehören zwar für die meisten Hersteller bereits zum Portfolio, nehmen vielfach jedoch noch eine Nischenposition ein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Noch sind die wenigsten Batterien auf längere Strecken ausgelegt, zumal es an flächendeckenden Ladesäulen fehlt, insbesondere auf Autobahnen. Alternative Antriebstechniken sind jedoch bislang nicht ausgereift genug, um Vollelektrofahrzeugen ernsthaft Konkurrenz machen zu können. Das E-Auto ist damit nach aktuellem Stand der Zukunftsträger der Autobauer.

Wie bereiten die Hersteller den Verbrenner-Ausstieg vor?

Obwohl bisher weder in Europa noch in den USA der Ausstieg vom Verbrennungsmotor vollkommen realisiert wurde, deutet vieles darauf hin, dass er Wirklichkeit wird. Zahlreiche EU-Länder, unter anderem Dänemark und die Niederlande, fordern dies seit Jahren. Und die Hersteller reagieren.

Die Vorhaben der Hersteller im Überblick

  • VW plant einen schrittweisen Übergang: Im Jahr 2030 soll jeder zweite Neuwagen mit elektrischem Antrieb ausgeliefert, bis 2035 die letzten Verbrenner für den europäischen Markt gebaut werden. 
  • Auch Audi hat zum Verbrenner-Ausstieg konkrete Pläne: Die Entwicklung von Benzin- und Dieselantrieben sowie Hybriden soll ab 2026 gestoppt werden.
  • BMW war 2013 der erste deutsche Autobauer, der ein Vollelektrofahrzeug vorstellte. Der Umstieg hin zu CO2-Neutralität soll in München bereits 2023 beginnen. Bis 2030 besteht nach Willen der Unternehmensführung die Hälfte der Flotte aus E-Autos.
  • Mercedes ist nach Unternehmensangaben bereit, bis 2030 in allen Marktbereichen Elektrofahrzeuge anzubieten.
  • Ford geht schrittweise vor: Ab 2026 sollen zunächst alle Modelle als Plug-in-Hybride oder Vollelektro-Variante angeboten werden, vier Jahre später als rein elektrisch angetriebene.
  • Mini bringt nach heutigem Stand bereits 2025 den letzten Verbrenner auf den Markt. Ab Anfang der 2030er Jahre bietet die BMW-Tochter dann ausschließlich E-Fahrzeuge an, wie ein Unternehmenssprecher verlauten ließ.
  • Opel teilt mit, dass bereits 2021 neun Vollelektroautos auf den Markt kommen sollen. Ab 2028 plant der Hersteller das endgültige Aus für den Verbrenner.
  • Renault, ebenfalls ein Pionier in Sachen E-Mobilität, will den Verkaufsanteil von Vollelektromodellen bis 2030 auf 90 Prozent steigern.
  • Porsche will bis Ende der 2020er-Jahre auf 80 Prozent E-Antrieb-Quote kommen. Eine Ausnahme ist der Kult-Sportwagen Porsche 911, der nach wie vor konventionell betrieben werden soll, und zwar mit synthetischem Treibstoff.

Was bedeutet der Verbrenner-Ausstieg für Fuhrparks und Flottenfahrzeuge?

Die Pläne der EU-Kommission braucht dem Fuhrparkmanagement nach heutigem Stand keine Sorge zu bereiten: Erstens, weil bislang noch keine festen Beschlüsse gefasst wurden, und zweitens, weil ältere Fahrzeuge Bestandsschutz genießen. Das Verbrenner-Verbot gilt nur für Neuwagen – bereits zugelassene Wagen sind nicht betroffen und dürfen weiterhin im Verkehr bleiben.

Chancen der E-Mobilität

Es kann für Unternehmen mit Fuhrpark dennoch sinnvoll sein, den Verbrenner-Ausstieg zum Anlass zu nehmen, die Flotte sukzessive auf E-Antrieb umzustellen, nicht nur aus Gründen der Klimaneutralität: Elektrofahrzeuge verursachen im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen weniger Kosten. Die mitunter höheren Anschaffungsaufwendungen – die letztendlich stark vom Modell und den zu erwartenden Subventionen abhängen –, amortisieren sich durch geringere Antriebskosten. Insbesondere für große Betriebe kann es interessant sein, in selbst erzeugte Stromanlagen zu investieren, etwa in Form von Solartechnik. Kosten für Reparaturen und Wartungen fallen vielfach ebenfalls geringer aus. Die bislang bestehenden Nachteile, wie geringere Reichweiten, dürften bis zum Verbots-Stichtag weniger relevant sein. Schon heute gibt es Akkus, die mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern aufwarten – und bereits jetzt sind Fahrzeuge angekündigt, die es auf die doppelte Reichweite bringen sollen.

Fahrerraum eines Elektrofahrzeug.

Mit Leasingrechner zu mehr Klarheit

Ob Elektrofahrzeuge kostengünstiger für den Fuhrpark sind, lässt sich am besten über einen Kostenvergleich ermitteln. Mithilfe des TCO-Leasingrechners geschieht der Vergleich in wenigen Minuten. Nachdem die Felder ausgefüllt sind, zeigt dieser an, welches Fahrzeuge – ob Verbrenner oder E-Auto – kostengünstiger ist. 

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Emobilität – FahrerInnen frühzeitig mit einbeziehen

Unternehmen, die ihre Fuhrparks elektrifizieren, werden häufig mit Attributen wie innovativ, modern und nachhaltig in Verbindung gebracht. Damit die Umstellung auf Elektromobilität reibungslos gelingt, sollten auch die FahrerInnen von der neuen Technik überzeugt – und im besten Fall auch gleich geschult werden, mit den E-Fahrzeugen richtig umzugehen. Wir haben die besten Argumente, Vorteile und Tipps zusammengestellt. 

Keine Frage, die Automobilbranche steht vor einem Umbruch. Mit der aufgestockten Förderung beim Kauf von Elektrofahrzeugen soll in Deutschland die Verkehrswende angeschoben werden: Weg vom Verbrenner, hin zu klimafreundlichen Alternativen. Richard Damm, Präsident des Kraftfahrtbundesamts (KBA), stellt die Prognose auf, dass spätestens im Jahr 2030 ungefähr sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeugen zugelassen sein werden. Auch Fuhrparks sammeln bereits seit einiger Zeit Erfahrungen mit E-Fahrzeugen in ihrer Flotte. Das ist gut für die Umwelt und für das Image des Unternehmens. Doch bevor so eine weitreichende Umstellung ins Haus steht, sollten bezüglich Emobilität FahrerInnen mit ins Boot geholt werden. Wie man sie am besten von der neuen Technik überzeugt und auch schult, erklären wir hier.

Einordung und Aufklärung über Emobilität bei FahrerInnen

Beziehen Sie Ihre Belegschaft von Anfang an mit in die Planung ein. Erklären Sie Ihre Beweggründe, fragen Sie sie nach Ideen und Wünschen. SkeptikerInnen, die Vorbehalte gegen das Thema Elektromobilität haben, laden Sie zu einer Probefahrt ein. Das Fahrerlebnis, die Beschleunigung, die unglaubliche Ruhe im Innenraum, all das sind ganz neue Erfahrungen, die Ihre FahrerInnen neugierig machen und vielleicht sogar überzeugen werden.

E-Mobilität ist komplex, denn sie umfasst eine Vielzahl von Systemen, die es zu neu zu koordinieren gilt. Angefangen von der Disposition, über das Reichweitenmanagement, bis hin zum Ladezustand – eine verlässliche Software kann hier für eine Entlastung sorgen. 

Ein Vorteil, den man unbedingt unterstreichen sollte: Das lästige Sammeln und Zuordnen von Tank-Quittungen entfällt. Eine vollautomatische Abrechnungslösung für sämtliche Ladevorgänge der E-Fahrzeuge reduziert Bürokratie- und Papierkram.

Einordnung Emobilität FahrerInnen

Nachhaltigkeit und Angebotssteigerung

„Ja, aber wie klimafreundlich sind Elektrofahrzeuge wirklich?“ Diese Frage fällt früher oder später in jedem Gespräch zum Thema E-Mobilität. Die Antwort: Tatsächlich kann die Produktion eines Elektroautos doppelt so viel Energie benötigen wie die eines Verbrenners. Werden die Auto- und Zellfabriken mit Ökostrom betrieben, schrumpft diese Zahl jedoch erheblich. Laut einer aktuellen Studie der Universität Eindhoven weisen Elektroautos – je nach Batteriegröße – nach 30000 bis 60000 Kilometern eine bessere Ökobilanz auf als Verbrenner. Werden die Energiespeicher künftig recycelt, können die Stromer ihren Vorsprung noch ausbauen.

Darüber werden sich Ihre FahrerInnen freuen: Die Auswahl an Elektro- und Hybridfahrzeugen nimmt schnell zu. Früher hatten viele Marken nur einen einzigen Stromer im Programm, mittlerweile wird meist die gesamte Modellpalette elektrifiziert. Bis 2025 investiert allein die deutsche Automobilindustrie insgesamt 150 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien, vor allem Elektromobilität und Digitalisierung. Und dann wird es optisch bald kaum einen Unterschied mehr zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen geben. 

Schulungen Emobiliät FahrerInnen

Schulungen zur Emobilität für FahrerInnen

Elektrofahrzeuge und Elektrohybride werden teils mit sehr hohen elektrischen Spannungen betrieben. Personen, die an sogenannten Hochvolt-Fahrzeugen arbeiten, setzen sich dabei größeren Gefahren aus. Unternehmen sollten daher ihre Mitarbeitenden entsprechend schulen lassen. Sie sollten in Lage sein, anfallende elektrotechnische Arbeiten zu beurteilen, mögliche Gefährdungen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Dafür gibt es eine Reihe von Weiterbildungs-Angebote von Dekra, TÜV und dem VDI.

Ladeinfrastruktur schaffen

Reichweitenangst ist noch immer die größte Sorge bei Elektro-Einsteigern. Beim Umstieg auf eine elektrische Flotte ist vor allem eine Frage entscheidend für die Praktikabilität: Wie, wo und wann werden die Elektroautos geladen? Stellen Sie auf dem Gelände genug Lademöglichkeiten zur Verfügung und informieren Sie Ihre Mitarbeitenden, dass es derzeit einen Zuschuss für private Wallboxen in Höhe von 900 Euro gibt. Besteht ein Mietverhältnis, muss der Hauseigentümer der Installation zustimmen. Zum Jahresende soll aber eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes in Kraft treten, die klärt, dass Eigentümer kein Veto mehr gegen eine Wallbox einlegen können. Zusätzlich läuft bereits der „Masterplan Ladeinfrastruktur“, demzufolge die Bundesregierung bis 2030 eine Million öffentlicher Zapfstellen für Strom schaffen will.

Hier finden Sie einen Checkliste zur Erstellung einer Ladeinfrastruktur in Ihrem Fuhrpark:

Checkliste Ladeinfrastruktur

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E-Auto Batterie – Darauf sollten Fuhrparkleiter achten

Was der Tank für ein gewöhnliches Auto ist, stellt der Akku für ein Elektroauto dar: Er ist die Komponente, die den Motor mit der erforderlichen Energie versorgt. Damit spielt der Akku die wichtigste Rolle im Bereich der Elektromobilität, denn die Kapazität bestimmt die Reichweite eines Elektroautos. Worauf man bei der Anschaffung, Pflege und Nutzung eines Akkus achten muss? Erklären wir hier. 

E-Auto Batterie oder Akku?

Wie heißt es denn nun? Mal wird bei E-Fahrzeugen von Akku gesprochen, dann wieder von Batterie. Richtig ist beides. Jeder Akku ist eine Batterie, aber nicht jede E-Auto Batterie ist auch ein Akku. „Batterie“ ist der Oberbegriff für Energiespeicher. Kann dieser wieder aufgeladen werden handelt es sich nicht nur um eine Batterie, sondern auch um einen Akku. Warum Akkus bei Elektrofahrzeugen so einen wichtigen Stellenwert haben? Sie sorgen zusammen mit dem Stromverbrauch für die so wichtige Reichweite.

Warum ist die E-Auto-Batterie so teuer?

Der Akku ist noch immer die teuerste Komponente eines E-Autos, der Kaufpreis liegt im Durchschnitt zwischen 5000 und 10000 Euro. Grund dafür sind die relativ aufwendigen Produktionsprozesse. Zudem entsteht bei Akkus mit Lithium-Ionen eine höhere Brandgefahr, daher werden beim Verbauen eines solchen Akkus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen benötigt.

Lithium-Ionen Elektroauto Akku

Stichwort Lithium-Ionen-Akkus: An ihnen führt derzeit im Bereich E-Autos kein Weg vorbei. In den Neunziger Jahren wurden sie erstmals für Digitalkameras, Handys und Notebooks verwendet. Auch heute noch verwendet Tesla für seine Autos Lithium-Ionen-Akkus, die ähnlich auch in Laptops verbaut werden. Warum ist Lithium so begehrt? Es ist das leichteste Metall von allen und erlaubt das Speichern von sehr hohen Energiemengen. Darüber hinaus zeigen Lithium-Ionen-Akkus von allen vorhandenen Technologien mit 90 bis 95 Prozent den höchsten Wirkungsgrad und damit den geringsten Energieverlust.

Weitere E-Auto Batterie Alternativen

Aber auch das kann sich schnell ändern, denn derzeit werden diverse Elektroauto Batterie-Alternativen entwickelt: So arbeitet Samsung an Feststoff-Akkus. Die neuartige SALD-Technologie der deutschen Fraunhofer-Institute und der staatlichen niederländischen Forschungseinrichtung The Netherlands Organisation (TNO) soll mithilfe spezieller Atom-Beschichtungen Reichweiten jenseits der 1000 Kilometer in greifbare Nähe rücken. Ein Forschungsinstitut aus Taiwan hat einen intelligenten Akku entwickelt, der vom Fahrverhalten lernt und seine Kapazität so deutlich besser ausnutzen kann. Die chinesische Great-Wall-Motors-Tochter SVOLT und General Motors (GM) arbeiten an einer kobaltfreien E-Auto-Batterie.

E-Auto Akku – mieten oder kaufen?

Händler bieten beim Kauf eines E-Fahrzeugs häufig an, das Auto ohne Akku zu kaufen und die zugehörige Batterie mittels Leasing-Vertrag zu mieten. Dadurch verringert sich der oft hohe Anschaffungsbetrag, hat jedoch eine monatliche Rate für den Akku zur Folge.

Bei der Miete werden oft Leistungsfähigkeit (also Speicherkapazität), Pannenservice und ein Austausch bei einem Defekt garantiert. Beim Kauf gibt es eine Haltbarkeitsgarantie über mehrere Jahre oder eine gewisse Anzahl gefahrener Kilometer. Bei einem möglichen kostenlosen Austausch während einer Miete bleibt der Wiederverkaufswert des E-Autos höher. Doch gilt: Je höher also die jährliche Laufleistung, desto höher der Preis für die Batteriemiete. Fazit: Wer die finanzielle Rate verkraften kann, sollte die Elektroauto Batterie leasen. Soll das Fahrzeug lange Zeit fahren oder irgendwann gebraucht verkaufen werden, ist eine Anschaffung inklusive Elektroauto Akku sinnvoll.

E-Auto Batterie

Richtige Handhabung für E-Auto Batterie

Auf die Lebensdauer des Akkus bei einem E-Auto haben verschiedene Faktoren Einfluss. Darauf sollten Sie achten:

1) Regelmäßige Wartung des E-Auto Akkus

Der Akku sollte einmal im Jahr von geschulten Kfz-Mechatronikern geprüft und gereinigt werden. Dazu gehört, den Akku von Staub, Schmutz und Korrosion zu befreien.

2) Keine extremen Temperaturen 

Die Akkumulatoren sind in einem E-Auto thermisch isoliert verpackt. Trotzdem können extreme Bedingungen wie Kälte (unter -20°C) oder extreme Hitze (über +40°C) die Leistung und Lebensdauer eines Akkus verringern. Im Sommer sollte ein schattiger Parkplatz und im Winter eine Garage zur Verfügung stehen.  

Laden E-Auto Akkus

3) Richtiges laden der E-Auto Batterie

Bekannt ist die Faustregel, dass der Ladezustand des Akkus bei einem E-Auto zwischen 20 und 80 Prozent liegen sollte. Extreme Ladestände setzen unterdessen die Lebensdauer des Energiespeichers herab. An der Autobahn den Wagen mal schnell an einer Supercharger-Station laden? Perfekt für Langstrecken. Jedoch sind diese Schnellladevorgänge für den Akku auch schädlich und sollten deshalb nicht ausschließlich genutzt werden. Der Wagen sollte so oft wie möglich über Nacht an einer Wechselstrom-Wallbox geladen werden. Diese sogenannte „Schnarchladung“ dauert zwar länger, ist aber schonender.

4) Bewusstes und vorausschauendes Fahren

Genau wie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gibt es Fahrweisen, die einem E-Auto schaden können. Dauerhaftes Fahren mit Höchstgeschwindigkeit oder häufiges extremes Beschleunigen verkürzen die Lebensdauer des Akkus.

Entsorgung alter E-Auto Akkus

Im Durchschnitt hält der Akku eines E-Autos acht bis zehn Jahre. Wenn das Ende naht, ist der Elektroauto Akku keinesfalls gänzlich unbrauchbar. Es bedeutet nur, dass die Kapazität herabgesetzt ist. Der zugeführte Strom kann dann nur noch zu 70 bis 80 Prozent gespeichert werden, was häufiges Laden erfordert. Da die Energiespeicher noch anderweitig verwendbar sind, gibt es für ausgediente E-Auto Batterien inzwischen einen großen Markt. Immer mehr Akkus landen nach ihrem Einsatz in Elektroautos im „Second Life“, also als stationärer Speicher für Privathaushalte, aber auch zusammengeschaltet als Großspeicher in Gebäuden und Fabriken. Das „zweite Leben“ kann durchaus zehn weitere Jahre lang dauern. 

Erst danach werden Akkus recycelt. Dabei werden derzeit vor allem Aluminium, Stahl und Kunststoffe aus Gehäusen und Komponenten der Akkus zurückgewonnen. Das Recyceln der weitaus wichtigeren Rohstoffe im Akku ist derzeit noch sehr teuer.  

Gut zu wissen: Bis 2030 sollen nach Berechnungen der Denkfabrik „Agora Energiewende“ rund zehn Prozent des Batterie-Rohstoffbedarfs durch Recycling gedeckt werden.

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Elektroauto laden – Anbieter und Systeme

E-Autos gibt es viele. Neben unterschiedlichen Fahrzeugtypen finden Interessierte auch eine Vielzahl an Ladetechniken und Abrechnungssystemen vor. Welches ist das E Auto mit größter Reichweite, wie unterscheidet sich die Ladeleistung von Elektroautos im Vergleich und welche Steckertypen und Ladesysteme gibt es? Und kann man ein Elektroauto an eine Steckdose mit Starkstrom anschließen? Eine Übersicht.

Elektroauto Reichweite im Vergleich: Ladesäulen und Systeme

E-Autos sind im Kommen. Doch muss unterwegs die Ladesäule angesteuert werden, sehen FahrerInnen sich zahlreichen verschiedenen Systemen gegenüber. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Kosten und Abrechnungssysteme, aber auch in Sachen Leistung. Dazu kommen verschiedene Ladekabel und Steckersysteme.

Symbol eines Elektroautos auf einem Parkplatz.

Die wichtigsten Anbietern von Ladesäulen in Deutschland sind ADAC e-Charge, ChargeNow, EnBW, E.ON Drive und New Motion. Sie sind teilweise nur für bestimmte Nutzergruppen ausgelegt. So ist der ADAC e-Charge Tarif ausschließlich für Mitglieder des Automobilclubs zugelassen. Die Abrechnung erfolgt nach Kilowattstunden.

ChargeNow richtet sich an Nutzer eines e-BMW, weitere Fahrzeugtypen und Anbieter sind über verschiedenen Kooperationen zugelassen. Die Batterieladung wird pro Minute abgerechnet. Ladestationen von EnBW sind für alle E-Auto-FahrerInnen zugelassen. Es erfolgt eine kilowattgenaue Abrechnung, je nach Typ der Ladesäule mit oder ohne Grundgebühr: Standardsäulen sind davon befreit, Viellader zahlen sie und profitieren dafür von niedrigeren Kilowattpreisen.

E.ON Drive ist bundesweit weit verbreitet. Nach Zahlung einer Grundgebühr erfolgt in der Regel eine Abrechnung nach Kilowattstunden. Der Zugang ist über eine App möglich.

Wie schnell ein Fahrzeug wieder voll fahrbereit ist, hängt auch von der Ladeleistung ab. Wie unterscheidet sich die Ladeleistung von Elektroautos im Vergleich? Hier gibt es bei den Fahrzeugtypen teilweise signifikante Unterschiede. So weist etwa der BMW i3 eine übliche Ladeleistung von 3,7 kW auf, ein A3 e-tron 55 bringt es auf 11 kW, ein Hyundai Ioniq Elektro auf 7,2 kW.

Und wie schlagen sich die Elektroautos im Reichweiten-Vergleich? Auch darauf hat die Ladeleistung von Elektroautos im Vergleich hohen Einfluss: Der kleinste BMW i3 ist knapp 200 Kilometer vollelektrisch unterwegs, der Audi A3 e-tron 55 schafft rund 400, der Hyundai Ioniq knapp 300 Kilometer.

Checkliste zur Implementierung einer Ladeinfrastruktur im Fuhrpark - So beginnen Sie mit der Umsetzung:

Checkliste Ladeinfrastruktur E-Autos

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Elektroautos laden – Steckdose genügt? Steckertypen im Vergleich

Das Elektroauto laden doch welchen Anbieter wählen? Wer das Elektroauto laden / an die Steckdose anschließen möchte, benötigt ein passendes Kabel. Es gibt in Deutschland grundsätzlich zwei Typen: Mode-2 und Mode-3. Das Mode-2-Kabel dient üblicherweise dazu, das E-Auto über die Haushaltssteckdose mit Energie zu versorgen, etwa in der hauseigenen Garage. In der Regel liefern die Hersteller es mit. Eine ICCB (in-cable control box) übernimmt die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromanschluss.

Einblick in eine Tiefgarage.

Das Mode-3-Ladekabel koppelt das Fahrzeug mit einer öffentlichen oder privaten Ladestation. Hier sind zwei Steckertypen möglich: der einphasige Typ-1-Stecker und der dreiphasige Typ-2-Stecker. Letzterer ist in Europa verbreitet und erlaubt an öffentlichen Stationen Ladeleistungen bis zu 43 Kilowatt (kW), an privaten maximal 22 Kilowatt. Noch mehr Power liefern Combo-Stecker für den Typ 2. Sie unterstützen bis zu 170 kW. Tesla hat mit dem Supercharger ein eigenes System entwickelt. Es basiert auf den Typ-2-Stecker und erlaubt eine extra schnelle Stromversorgung: Innerhalb von rund 30 Minuten wird die Batterie zu 80 Prozent aufgeladen – und das kostenlos.

Der Typ-1-Stecker wird insbesondere im asiatischen Raum verwendet. Fest angebrachte Stecker dieses Typs sind in Deutschland eher unüblich. Sollte doch einmal eine solche Ladesäule angesteuert werden, etwa im Ausland, koppelt man das Fahrzeug mit einem Mode 3-Ladekabel von Typ 2 auf Typ 1.

Kann man ein Elektroauto an eine Steckdose mit Starkstrom anschließen? Im Prinzip ja: Eine CEE-16-Dose, auch Starkstrom- oder Baustromanschluss genannt, kann eine günstige Alternative zur Wallbox oder Ladestation sein. Empfohlen wird es jedoch aufgrund Überlastungsgefahr nicht, das Elektroauto an einer Steckdose mit Starkstrom aufzuladen.

Neben dem Stecker ist auch die Art der E-Auto Batterie wichtig. Hier ist es ratsam, sich vor dem Kauf zu informieren. Teilweise ist es möglich, Batterien zu mieten statt diese zu kaufen. 

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Kostenvergleich: Elektroauto vs. Verbrennungsmotor

Die Preise von Elektroautos sind dank Kaufprämien und Förderungen im Tiefflug. Vielfach kosten Fahrzeuge mit Stromanschluss weniger als solche mit Verbrennungsmotor. Auch die Folgekosten bewerten viele als geringer, etwa hinsichtlich des Verbrauchs von Elektroautos. Doch stimmt das vor dem Hintergrund realer Energie- und Anschaffungskosten wirklich? Ein Kostenvergleich Elektroauto versus Verbrennungsmotor deckt auf, ob FahrerInnen mit einem Elektrofahrzeug günstiger fahren und welche Unterschiede es in der Versicherung von E Autos gibt.

Anschaffung von Elektroautos – Preise im Vergleich

Blick in ein Autohaus.

Der Kaufpreis von Elektrofahrzeugen unterscheidet sich je nach Modell erheblich. Grundsätzlich sinken die Preise zunehmend, während der Kauf für eine immer breitere Nutzergruppe attraktiv wird. Ein Grund dafür sind die stetig verbesserten Batterien, die hohe Reichweiten bei starker Leistung liefern.

Die Preisunterschiede zwischen Elektroautos und Benzinern beziehungsweise Dieselfahrzeugen schrumpfen. Zieht man die vom Staat erteilten Umweltprämien ab, sind viele Stromfahrzeuge sogar günstiger als vergleichbare Verbrenner. Je nach Modell winken bis zu 9.000 Euro, teils vom Staat, teils geben HerstellerInnen einen Betrag dazu. Stichwort HerstellerIn: Zum Kaufpreis kommen weitere Aufwendungen wie zum Beispiel eine Ladesäule. Ein Basismodell schlägt im Durchschnitt mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche. Die Kosten übernehmen vielfach ebenfalls HerstellerInnen, darüber hinaus steuert der Staat seit November 2020 um die 50 Prozent und maximal 900 Euro dazu.

Ersparnisse lassen sich jedoch nicht für alle Fahrzeugklassen nutzen. Der Vergleich lohnt immer. So weist der ADAC etwa darauf hin, dass einige Modelle trotz hoher HändlerInnenrabatte und Zuschüssen vom Staat noch immer kostspieliger in der Anschaffung sind als die Pendants mit Verbrennungsmotor. Allerdings sind die reinen Elektroauto Preise nicht allein entscheidend.

Steuererleichterung bis 2030

Denn Vorteile winken auch vom Fiskus: Bis 2030 bleiben Elektroautos von der Steuerpflicht befreit. Darüber hinaus beträgt der geldwerte Vorteil von umweltfreundlichen Firmenfahrzeugen nur 0,5 statt 1 Prozent des Bruttolistenpreises. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahr 2022 für Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft wurden.

Keine Unterschiede im Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor gibt es bei der Versicherung. Hier sind unter anderem die Schadenfreiheitsklasse und das Alter des Fahrers oder der Fahrerin wichtig, nicht die Antriebstechnik. Die Kosten für die Versicherung von E-Autos sind damit in die „Sparbilanz“ nicht mit einzuziehen.

Nutzungskosten im Vergleich: vom Verbrauch bis zu den Wartungskosten von Elektroautos

Anstatt die nächste Tankstelle steuern BesitzerInnen eines Elektrofahrzeugs eine Ladesäule an. Abermals haben sie im Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor die Nase vorn. Im Durchschnitt benötigt ein E-Auto auf 100 Kilometer rund 15 kWh Energie. Bei einem mittleren Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunden kommt man folglich auf rund 4,50 Euro. Ein benzinbetriebenes Fahrzeug verbraucht auf 100 Kilometern im Durchschnitt 5,5 Liter. Vor dem Hintergrund stetig steigender Spritpreise – Stichwort CO2-Steuer – lässt sich ein mittlerer Preis von rund 1,50 Euro pro Liter annehmen. Das ergibt Kosten in Höhe von 8,25 Euro. Ergo: Beim Verbrauch ist ein Elektroautos sparsamer.

Nachteile von Verbrenner

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor verfügt über wesentlich mehr Verschleißteile, dazu kommen Aufwendungen etwa für Ölwechsel. Die Wartungskosten eines Elektroautos liegen Berechnungen des Instituts für Automobilwirtschaft (ifa) circa 30 Prozent unter denen für vergleichbare Benziner und Diesel. Im Schnitt können BesitzerInnen eines E-Autos einen hohen dreistelligen Betrag im Jahr einsparen.

Bei Neufahrzeugen ist der Wertverlust in den ersten Jahren der Nutzung besonders groß. Doch gilt das auch für E-Autos? Nicht unbedingt. Vor allem zeigen sich deutliche Unterschiede in den einzelnen Modellen. Insbesondere Kleinwagen wie zum Beispiel der Renault Zoe oder der Nissan Leaf verzeichnen rapide Preissenkungen innerhalb der ersten drei Jahre. Im Falle von Nissan können sie mehr als 60 Prozent betragen. Anders sieht in der Ober- und Luxusklasse aus. Ein Tesla Model S verliert gerade einmal knapp 30 Prozent an Wert.

Wertverlust von Elektroautos

Nahaufnahme von Werzeug.

Vergleicht man den Wertverlust von Elektroautos, mit dem von Verbrennern liegen beide Klassen in etwa gleichauf. Allerdings kommt bei den Stromfahrzeugen die etwas geringere Attraktivität auf dem Gebrauchtmarkt hinzu. Vor dem Hintergrund von staatlichen Prämien und Händlerrabatten ist der Kauf aus zweiter Hand in vielen Fällen weniger interessant als der eines Benziners oder Diesels.

Dreh- und Angelpunkt des Wertverlusts von Elektroautos ist zudem die Batterie. Deren nutzbare Kapazität sinkt mit zunehmender Nutzungsdauer. Dabei macht der Akku rund ein Drittel des Kaufpreises aus. Die Anzeige der tatsächlichen Restkapazität kann den Wertverlust mindern, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass eine gebrauchte Batterie weniger Reichweite bringt.

Interessant für Unternehmen, die Elektroautos als Firmen- und Poolfahrzeuge einsetzen, ist nicht zuletzt die Nutzungsdauer. Die Abschreibungsfrist von Firmen-Pkw beträgt laut Finanzverwaltung sechs Jahre. Das gilt für E-Autos ebenso wie für solche mit Verbrennungsmotoren.

Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor, was ist günstiger für den Fuhrpark?

Unterm Strich sind die Gesamtkosten für E-Autos niedriger. Zieht man staatliche und HerstellerInnenprämien, HändlerInnenrabatte sowie Zuschüsse für Ladeboxen heran, sparen Unternehmen bereits beim Kauf. Die geringeren Kosten setzen sich bei den Steuern sowie Betriebsaufwendungen fort – Stichwort Stromverbrauch versus Benzinkosten – und reichen bis hin zu geringeren Wartungsintervallen. Diese kosten nicht nur Geld, sie binden auch Ressourcen, wenn Fahrzeuge für die Dauer der Wartung ausfallen.

Excel-Rechner zum Kostenvergleich

Um den Vergleich einmal selbst durchführen, können Sie folgenden Rechner nutzen. Dieser berechnet die Leasingkosten sowie daraus resultierenden Gesamtkosten, die für die jeweiligen Fahrzeuge entstehen. Geben Sie einfach ein Verbrennerfahrzeuge vs einem Elektroauto ein, und berechnen das kostengünstigere Fahrzeug. 

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Elektro vs Verbrenner Rechner
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BAFA Förderung für Elektroautos – diese Zuschüsse für E-Autos gibt es

Der Kauf von Elektroautos kann die Liquidität von Unternehmen belasten. Zu vergleichsweise hohen Kaufpreisen kommen Aufwendungen für Ladesäulen und deren Einbau. Mit der staatlichen Förderung für Elektroautos lassen sich diese Kosten signifikant senken. Vor dem Hintergrund geringerer Folgekosten wird die Anschaffung von E-Autos so auch für den Fuhrpark interessant. Welche Zuschüsse für E-Autos gibt es und wie lassen sie sich geschickt kombinieren?

Förderung für E-Autos: So holen sich Unternehmen den Umweltbonus

Fahrzeug steht in einem Autohaus.

Elektroautos sind teuer: Der Listenpreis von Neufahrzeugen ist in der Regel höher als der von vergleichbaren Benzinern und Dieselautos. Um Kaufanreize zu setzen und die Verbreitung von E-Autos zu fördern, winken Subventionen. Zum einen verspricht sie der Staat in Form der Umweltprämie, zum anderen leisten die Hersteller einen Teil der Förderung für ein E-Auto.

Die Umweltprämie war in der ursprünglichen Fassung bis 31. Dezember 2021 begrenzt. Die Bundesregierung hat sie mit Beschluss vom 17. November 2020 verlängert und verdoppelt. Sie gilt nun bis Ende 2025. Für Käufer und Käuferinnen von E-Autos bedeutet das: Sie können den Antrag für die Förderung des Elektroautos auch über das Jahr 2021 hinaus beantragen.

Für Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von weniger als 40.000 Euro beträgt die Förderung der Regierung bis zu 6.000 Euro. Dazu kommt der Herstelleranteil von weiteren 3.000 Euro. Insgesamt winken so 9.000 Euro Kaufprämie als Maximalwert.

Die staatliche Förderung für das Elektroauto reduziert sich bei steigendem Nettolistenpreis. Beträgt dieser zwischen 40.000 und 65.000 Euro, winken 5.000 Euro Bundesanteil und 2.500 Euro Herstelleranteil – insgesamt also 7.500 Euro.

Auch Hybridfahrzeuge sind in der Bundes- beziehungsweise BAFA E-Auto-Förderung inkludiert. Der Zuschuss für diese E-Autos beträgt maximal 6.750 Euro bei Fahrzeugen mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro: 4.500 vom Staat, 2.250 vom Hersteller. Hybridautos mit einem Nettolistenpreis von maximal 65.000 Euro erhalten 3.750 plus 1.875 Euro und damit im Ganzen 5.625 Euro.

Die BAFA E-Auto Förderung kann von Privatpersonen ebenso wie von Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereinen beantragt werden. Dasselbe gilt für die Herstellerförderung.

Förderungen für Ladesäulen

Weitere Kosten fallen für die Ladesäule an. Sie können mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche schlagen. KäuferInnen von E-Autos sollten diese mit einplanen – allerdings auch eine entsprechende Förderung. Diese hat der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) im Oktober 2020 beschlossen. KäuferInnen einer privaten Ladestation auf dem eigenen oder gemieteten Grundstück erhalten einen Zuschuss für ein E-Auto in Höhe von 900 Euro. Interessant für Fuhrparkverantwortliche kann unter Umständen auch das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ der Bundesregierung sein. Unter anderem erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 4.000 Euro für den Kauf und die Montage einer öffentlich zugänglichen Ladesäule mit bis zu 22 kW Kapazität.

Außerdem könnte es hilfreich sein, E-Auto Batterien als Mietmodell zu nutzen anstatt diese zu kaufen. 

Nahaufnahme einer Ladesäule.

Der Antrag für die staatliche Förderung von Elektroautos: So funktioniert's

Für Fuhrparkverantwortliche besonders interessant ist allerdings die Umwelt- beziehungsweise Innovationsprämie. Der Antrag für die Förderung von Elektroautos – auch als „Innovationsprämie“ bekannt – erfolgt über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Wichtig: Das Fahrzeug muss zuvor erworben und zugelassen worden sein. Der Zuschuss für das E-Auto kann dann innerhalb eines Jahres beantragt werden. Dieser erfolgt in einem vollelektronischen Verfahren, sprich, ausschließlich online.

Die staatliche Förderung für Elektroautos wird für bis zu 500 modellgleiche Fahrzeuge erteilt werden – was für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark interessante finanzielle Anreize bietet. In diesem Fall ist ein Sammelantrag zu stellen. Die Daten werden dann automatisch per FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) abgerufen. Das vereinfacht den Vorgang erheblich und senkt die Hürde für die Beantragung der BAFA Förderung für Elektroautos.

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Total Cost of Ownership bei Elektrofahrzeugen – wie wird er ermittelt?

Elektroautos sind gefragt. Aber lohnt sich die teure Anschaffung oder sollte man besser beim Verbrenner bleiben? Die TCO (Total Cost of Ownership) hilft, einen Überblick zu gewinnen – denn es kann durchaus sein, dass ein E-Auto trotz eines höheren Preises durch geringere Kosten bei Wartung, Steuern und Kraftstoff am Ende günstiger ist.

Elektroauto oder Verbrenner – welches Fahrzeug ist auf Dauer günstiger?

Immer mehr Unternehmen stehen vor der Frage: Elektroautos, ja oder nein? Die teuren Anschaffungskosten sprechen oft erstmal dagegen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind jedoch die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, die TCO (Total Cost of Ownership). Hierbei werden alle Aspekte der späteren Nutzung betrachtet (wie Energiekosten, Reparatur und Wartung). Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Ausgaben bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Kann also sein, dass ein Stromer trotz eines höheren Preises unter dem Strich günstiger ist als ein Verbrenner. Welche Faktoren bei der Ermittlung der TCO eine Rolle spielen, erklären wir hier.

Anschaffungskosten

Je nach Modell muss man bei einem E-Fahrzeug im Vergleich zum Verbrenner rund 5000 bis 10.000 Euro Aufpreis einplanen. Das kann sich aber schon bald ändern: Wesentlicher Kostentreiber beim Elektroauto ist die im Unterboden verbaute Batterie des Fahrzeugs. 2010 lagen die Batteriekosten noch bei rund 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh), 2015 waren es gut 300 Euro, heute kostet ein Akku pro kWh nur noch gut 100 Euro. Für die Jahre zwischen 2022 und 2024 erwarten mehrere Studien und Experten dank abermals gesunkener Akkupreise sogar, dass die Preise von Elektroautos und Verbrennern gleichziehen — sogar ohne staatliche Unterstützung. 

Förderungen für den Kauf von E-Autos

Die Politik unterstützt schon länger den Kauf von Stromern, bereits seit 2016 gibt es die bundesweite Förderung bei der Anschaffung eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. Mit diesem „Umweltbonus“ können bis zu 9000 Euro vom Listenpreis vieler Elektroauto-Modelle abgezogen werden. Bei vielen E-Auto-Modellen gleicht die staatliche Förderung sogar den Aufpreis zu einem vergleichbaren Verbrenner aus. Auch bei der Steuer kann gespart werden: Bei einem Dienstwagen muss der Fahrer private Fahrten mit dem Wagen als sogenannten „geldwerten Vorteil“ versteuern. Bei Elektrofahrzeugen gilt seit 2020 ein verminderter Steuersatz von nur noch 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises. Benziner oder Diesel-Fahrzeuge werden steuerlich dagegen weiterhin mit 1 Prozent belastet. Je nach Fahrzeugmodell liegt die jährliche Ersparnis beim Stromfahrzeug im mittleren dreistelligen bis deutlich vierstelligen Bereich. Erfahren Sie hier mehr zu der Firmenwagenversteuerung von Elektroautos.

Kraftstoff- und Energieverbrauch

Was den Verbrauch und die Kosten für den Treibstoff bzw. Strom angeht, so fahren Elektroautos günstiger: Ein gängiges E-Fahrzeug verbraucht auf 100 km gut 15 kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent je kWh. Ein vergleichbarer Benziner braucht 5,5 Liter auf 100 km (ausgehend von einem durchschnittlichen Benzinpreis von rund 1,30 Euro). Das ergibt bei einer Fahrtstrecke von 15.000 Kilometern im Jahr: 675 Euro Verbrauchskosten für das Elektroauto und 1072 Euro für den Benziner. Bei größeren und schwereren Fahrzeugen fällt die Ersparnis des E-Autos sogar noch höher aus. 

Ladestation

Die Kraftfahrzeugsteuer

Für die Berechnung der KFZ-Steuer spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Die Motorart, der Hubraum und auch der CO2-Ausstoß. Für E-Autos gilt das nicht: Bis zum Jahr 2030 sind neu zugelassene Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit.  

Das neue Klimapaket der Bundesregierung sorgt in den kommenden Jahren sogar für noch höhere Kfz-Steuern und Spritpreise. Die Steuerbelastung wird deutlich steigen, vor allem dann, wenn der Verbrenner mehr als 95 g/km CO2 ausstößt. Je mehr Emissionen, desto teurer. Für große und schwere SUV oder PS-starke Sportwagen etwa steigt die Steuer auf deutlich mehr als 500 Euro pro Jahr. Auch das Tanken wird in Zukunft teurer werden, da die CO2-Bepreisung schrittweise erhöht werden soll (CO2-Steuer). 

Wartung und Service

Regelmäßige Wartung und Pflege sind wichtig, damit man lange Freude an seinem Fahrzeug hat. Beim Benziner fallen darunter z.B. der Motorölwechsel oder die Erneuerung der Bremsflüssigkeit. Da Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor deutlich mehr Verschleißteile haben als solche mit Elektromotor, fallen die Reparatur- und Wartungskosten höher aus.

Insgesamt liegen die Wartungskosten für E-Mobile laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen um rund 35 Prozent unter denen von Autos mit Verbrennungsmotor. Nach acht Jahren summiert sich der Kostenvorteil den Experten zufolge etwa bei einem Kleinwagen auf rund 1.300 Euro.  

Der Restwert

Am Ende stellt sich natürlich die Frage nach dem Restwert. Um diesen zu bestimmen, braucht man eine gute Fahrzeug- und Marktkenntnis, um alle relevanten Informationen zu berücksichtigen. Privatpersonen können hierzu sachkundige Quellen wie z.B. den ADAC, DAT oder Schwacke befragen. Der zunehmend durch staatliche Subventionen unterstützte Boom der Elektromobilität lässt den Wiederverkaufswert laut Experten etwas sinken.  

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Mit dem folgenden Leasingrechner können Sie die Gesamtkosten sowie Leasing-, Betriebs- und Wartungskosten von verschiedenen Fahrzeugen vergleichen. Der Rechner hilft Ihnen dabei zu ermitteln, ob ein Elektro- oder Verbrenner-Fahrzeug günstiger für Sie wäre.

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Fazit

Dass ein Großteil der Elektroauto-Modelle preislich mit Verbrennern mithalten kann, liegt in erster Linie an den staatlichen Förderungen. Bei manchen aktuellen Modellen mag es zwar ein paar Jährchen dauern, bis sie die Preisdifferenz zum Verbrenner aufgeholt haben. Andere Modelle allerdings rechnen sich (vor allem mit dem noch bis Ende 2021 gültigen, 9000 Euro schweren Umweltbonus) sogar schon ab dem ersten Tag.  

Wer es ganz genau wissen will und vielleicht schon ein konkretes Modell im Blick hat, findet im Autokosten-Rechner des ADAC eine ergiebige Informations- und Kostenübersicht. In etlichen Fällen geht das Elektroauto als Kostensieger hervor. Der ADAC kommt übrigens zu folgendem Fazit: „Damit die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch ohne Subventionen noch besser ausfällt, müssen die Kaufpreise weiter sinken und dürfen nur geringfügig über denen eines vergleichbaren konventionellen Modells liegen.“

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Laden oder Tanken? Warum sich ein E-Auto finanziell lohnen kann

Schon seit einiger Zeit lautet die Königsfrage nicht mehr Diesel oder Benziner, sondern E-Fahrzeug oder Brenner? Trotzdem sind E-Autos noch immer nicht in der Diskussion angekommen. Das liegt hauptsächlich am Anschaffungspreis, der trotz staatlichem Umweltbonus noch immer deutlich höher als der von Autos mit Verbrennungsmotoren ist. Aber abgerechnet wird zum Schluss: Im Fünfjahresvergleich können die Stecker-Modelle punkten. Bei Haltung und Wartung haben Elektromobile nämlich durch geringere Kosten die Nase vorn.

Elektromobilität – nur etwas für grüne Besserverdiener?

Bis Ende 2025 profitieren Neuwagenkäufer noch von der Elektro-Kaufprämie (bis zu 9000 Euro) und einer Vergünstigung bei der Mehrwertsteuer. Dass der Kauf noch immer ungleich teurer ist, liegt unter anderem an den geringeren Stückzahlen in der Produktion und den Kosten der Batterie.

Weniger Aufwand bei der Wartung

Der Akku ist das teuerste Bauteil im E-Auto, hat aber je nach Hersteller einen Garantiezeitraum von bis zu acht Jahren. Wer zusätzlich darauf achtet, ein Fabrikat zu erwerben, bei dem defekte Zellmodule einzeln ausgetauscht werden können, tut auch nach Ablauf der Garantie was fürs Portemonnaie und die Umwelt. Denn dann ist es nicht nötig, die Batterie komplett zu ersetzen. Weiterer Pluspunkt unter der Haube: Im Elektromotor stecken weniger verschleißanfällige Teile als in einem Verbrenner. 

Kein Getriebe, keine Keil- oder Zahnriemen, kein Kühler oder Kraftstofffilter – Reparaturen sind deswegen viel seltener nötig und damit ist die Wartung im Schnitt 35 Prozent günstiger als beim Diesel oder Benziner. Die Bremsen verschleißen langsamer, da der Elektromotor zusätzlich zu den mechanischen Bremsen auch vom Elektromotor gedrosselt wird – das schont die Beläge. Ein ausgeklügeltes und effizientes System: Die vom Motor dabei erzeugte Energie lädt gleichzeitig den Akku auf. 

Ölwechsel, Auffüllen der Kühlflüssigkeit und Abgasuntersuchung fallen ebenfalls weg. Auf Service kann aber auch ein E-Auto nicht verzichten. Je nach Hersteller wird jährlich oder alle zwei Jahre eine Inspektion zur Erhaltung des Garantieanspruchs fällig. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf  der Elektronik. Die Ladezyklen der Batterie werden ausgelesen, um die Lebensdauer einschätzen und Spontanausfälle vermeiden zu können.

Geringere Betriebskosten

Vergleicht man die Betriebskosten, die durch Tanken und Aufladen entstehen, liegt die Elektrovariante mit durchschnittlich 6 Euro pro 150 Kilometer weit unter dem Verbrauch eines Verbrennungsmotors, der im Schnitt 12 Liter Kraftstoff auf dieser Strecke verlangt – je nach Spritvariante kommen dann mindestens 15 bis 17 Euro zusammen.

Auch bei der Kfz-Steuer sind E-Auto-Besitzer auf der Sonnenseite. Bis zu zehn Jahre lang sind die Neuzulassungen, die bis 2025 auf die Straße kommen, von der Abgabe befreit. Anschließend lockt noch immer eine Ermäßigung um die Hälfte. Beides gilt sowohl für gekaufte als auch für geleaste Wagen. Und bei Dienstwagen fallen bei Privatnutzung nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil bei der Steuererklärung an, bei E-Autos mit einem Wert von über 60000 Euro sind es 0,5 Prozent. Wenn der Arbeitgeber auf seinem Gelände Gratisaufladungen anbietet, sind diese steuerfrei.

Lediglich bei den Beiträgen für die in Deutschland für alle Autos vorgeschriebene Haftpflichtversicherung herrscht Gleichheit zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb, denn die richtet sich nach Typ und Schadensfreiheitsklasse und der Region, in der das Auto angemeldet ist. Ein Vergleich der Angebote ist trotzdem ratsam: Einige Versicherer bieten Sonderkonditionen für Elektrofans, die Batterieschäden nach Ablauf des Garantiezeitraums absichern.

Broschüre zur Versteuerung von E-Dienstwagen herunterladen & mehr erfahren!

Zusätzlich zu der Elektro-Kaufprämie gibt es steuerliche Vorteile, die E-Dienstwagenfahrer/-innen erhalten. Wie die Firmenwagenversteuerung von Elektroautos funktioniert und was Fahrer/-innen dabei beachten müssen, erfahren Sie hier. 

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Fazit

Die Wartungs- und Betriebskosten amortisieren also tatsächlich auf längere Sicht die erhöhten Anschaffungskosten, zumindest so lange Kaufpreis und Nutzung staatlich gefördert werden. Der leise Konkurrent der Verbrennungsmotoren ist eine Überlegung wert für diejenigen, die mit einer Reichweite von im Schnitt 300 bis maximal 600 Kilometern pro Ladezyklus gut auskommen – und das sollte wohl für einen Großteil der Autofahrer genügen.

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Nachhaltigkeit im Fuhrpark – Was Fuhrparkleiter 2021 angehen sollten

Wer seine Flotte für die Zukunft rüsten möchte, kommt nicht um das Thema Umweltschutz herum. Welche neuen, klimafreundlichen Alternativen gibt, was für Maßnahmen aktuell gefördert werden und wie wichtig es ist, auch die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen – erklären wir hier.

Trend in Richtung nachhaltiger Fuhrpark

Rund ein Viertel aller Treibhausgasemission in Deutschland werden vom Verkehr verursacht. Um die Erderhitzung zu stoppen, müssen diese Werte schnellstmöglich auf null sinken – bis spätestens 2050 lautet das Ziel der Bundesregierung. Klimaschutz ist also das Gebot der Stunde, doch nicht nur die Umwelt profitiert davon: Ökologisches Wirtschaften verbessert auch das Image einer Firma, senkt die Kosten und optimiert das Ergebnis. Natürlich spielt der Fuhrpark hier eine wichtige Rolle, da er die CO2-Bilanz eines Unternehmens nach wie vor massiv beeinflusst. Das Gute ist: Das Bewusstsein für die Situation ist da, viele Fuhrparkmanager/-innen haben ihre Flotte bereits umweltfreundlich aufgestellt. Was kann man noch tun, um 2021 so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften? 

Auf E-Mobilität umsteigen

Der Fördertopf für den Kauf oder das Leasen eines neuen Elektrofahrzeugs oder eines jungen gebrauchten Stromers ist auch für 2021 gut gefüllt. Für Fahrzeuge, die Unternehmen bis zum 31. Dezember 2021 erstmalig zulassen, gibt es die bekannte Innovationsprämie mit dem verdoppelten Bundesanteil. Liegt beispielsweise beim Kauf eines Stromers der Nettolistenpreis des Wunschautos unter 40.000 Euro, beträgt der staatliche Förderanteil jetzt 6.000 Euro. Der Herstelleranteil von 3.000 Euro bleibt bei der Innovationsprämie unverändert.

Diesen staatlichen Umweltbonus kann man auch mit anderen Fördermaßnahmen kombinieren. Zum Beispiel gibt es eine neue Richtlinie, bei der beim Leasing die Höhe der Förderung abhängig von der Leasingdauer gestaffelt wird. Leasingverträge mit einer Laufzeit ab 23 Monaten erhalten weiterhin die volle Förderung. Bei kürzeren Vertragslaufzeiten wird die Förderung entsprechend angepasst.

Neuanschaffungen auf den Prüfstand stellen

Autos mit hohem Spritverbrauch sind nicht nur schlecht für die Luft, sondern auch für die Brieftasche: So gelten seit dem 1. Januar 2021 für erstmals zugelassene Pkw neue Kfz-Steuertarife, die den CO2-bemessenen Teil der Steuer betreffen. Damit will das Bundesfinanzministerium deutliche Anreize für innovative klimaschonende Mobilität schaffen. Nicht betroffen von der Änderung sind bereits zugelassene Fahrzeuge. 

Ab 2021 sind die Autohersteller außerdem verpflichtet, den Realverbrauch der Fahrzeuge an die EU-Kommission zu übermitteln. Deshalb ist die Software „On-Board Fuel Consumption Meter“ (OBFCM) ab 2021 für alle erstmals zugelassenen Pkw Pflicht (leichte Nutzfahrzeuge ab Anfang 2022). OBFCM misst beim klassischen Verbrenner den Spritverbrauch, beim Stromer hält es den Energieverbrauch fest und beim Hybrid-Fahrzeug beide Werte.

Offen für Alternativen sein

Je flexibler eine Flotte aufgestellt ist, umso besser für die Umwelt und die Stimmung der Mitarbeiter. Neben Bahn oder E-Roller kommt jetzt ein neues klimafreundliches Verkehrsmittel ins Spiel: das E-Lastenfahrrad. Am 1. März startete das Bundesumweltministerium (BMU) ein Förderprogramm speziell für eine saubere City-Logistik mit E-Lastenbikes und Mikro-Depots. Letztere dienen zur Zwischenlagerung und zum Umschlag von Sendungen auf Lastenräder, mit denen die Zustellung „auf der letzten Meile“ emissionsfrei erfolgt. Insbesondere große Logistik-Unternehmen, Baumärkte, Möbelhäuser, mittelständische Unternehmen und Lieferdienste sollen sich angesprochen fühlen.   

Auch die Mitarbeiter überzeugen

Am Anfang ist es natürlich für alle spannend, neue E-Fahrzeuge auszuprobieren. Wenn sie kurz darauf aber schon nicht mehr genutzt werden, bringt das dem Fuhrpark keinen Bonus in Sachen Nachhaltigkeit. Schulungen (wie diese von der DEKRA) können helfen, die neuen Techniken richtig anwenden zu lernen. Ein weiterer Anreiz wären Belohnungen für Mitarbeiter, die Fahrgemeinschaften bilden, Autos gemeinsam nutzen oder auf alternative Transportmittel wie öffentliche Verkehrsmittel oder das Dienstrad zurückgreifen. Und immer daran denken: Wenn der Vorgesetzte selber mit einem Spritfresser vorfährt, während die Mitarbeiter für Green-Fleet, Nachhaltigkeit und Downsizing begeistert werden sollen, ist das nicht gerade ein leuchtendes Vorbild. 

Jetzt Broschüre zu der Förderung von Nachhaltigkeit mit einer Fuhrparksoftware herunterladen!

Eine Möglichkeit, im Fuhrpark die Nachhaltigkeit zu fördern und z. B. den CO2-Verbrauch zu reduzieren, ist der Einsatz einer Fuhrparksoftware. Die Software deckt den Kraftstoffverbrauch für einzelne Fahrzeuge und die gesamte Flotte auf. Gleichzeitig zeigt ein automatisches CO2-Reporting die Auswirkungen von nachhaltigen Maßnahmen auf. 

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Mit Klimaschutzprojekten CO2-Emissionen ausgleichen

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge auszugleichen. Die von Dekra Business Assurance unterstützte Initiative „Project Climate“ errechnet zum Beispiel die Luftverunreinigung auf Grundlage des jährlichen Spritverbrauchs, der im Fuhrparkmanagement-System des Unternehmens festgehalten ist. Diese Emissionen werden dann durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen, die den Ausbau regenerativer Energien fördern und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Eine offizielle Klimaplakette bescheinigt den Teilnehmern Klimaneutralität – was sich wiederum imagemäßig auszahlt. Zahlreiche Unternehmen sind bereits Klimapartner des Projekts, darunter der Tiefkühlproduktehersteller Frosta, das Chemieunternehmen Dr.  Schnell, das Umwelt-Taxi München oder die Verkehrsgesellschaft Belzig.

Auf dem neuesten Stand bleiben

Ist der Reifendruck optimal? Wird der Luftfilter regelmäßig gereinigt? Ist das Navi auf dem aktuellsten Stand? Auch wenn für Wartung und Check-ups manchmal ein bisschen Geld investiert werden muss, zahlt sich das am Ende aus. Sie sparen beim Spritverbrauch, haben länger Freunde an Ihren Fahrzeugen – und die Umwelt freut es auch. 

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