Unternehmensgründung – Von diesen Förderungen profitieren Gründer

Erster Schritt: Beratungsförderung

Zusammen geht alles einfacher. Deshalb ist es absolut sinnvoll, sich von einem erfahrenen Experten beraten zu lassen. Alleine für die Erstellung eines Businessplans erleichtern die Experten den Start erheblich. Doch nicht nur das: Beratungsangebote erhöhen laut vieler Studien die Erfolgsaussichten einer Gründung deutlich. Das Beste daran ist, dass sich der Staat an den Beratungsleistungen beteiligt. Beraterhonorare übernimmt der Staat bis zu einem gewissen Rahmen. Die Höhe der Beratungskosten ist je nach Bundesland unterschiedlich: Während in Bayern z. B. bis zu 70 Prozent der Beratungskosten zurückerstattet werden, zahlt Sachsen-Anhalt bis zu 90 Prozent. Weitere Infos finden Sie hier.

KfW-Kredite

Eine der wichtigsten Anlaufstellen dürfte die KfW-Bank sein. Sie bietet Unternehmen, die bereits länger tätig sind, geförderte Kredite an, die genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: Diese Konditionen der Kredite liegen unter denen, die Hausbanken anbieten. Sie sind zinsgünstiger, bieten tilgungsfreie Anlaufjahre und Eigenkapital müssen Unternehmer auch nicht aufweisen.

ERP-Gründerkredit – Universell

Auch ein Angebot der KfW-Bank: Der ERP-Gründerkredit richtet sich an Gründer, die frisch auf dem Markt einsteigen. Mit dem ERP-Gründerkredit – Universell fördert die KfW-Bank:

  • Existenzgründer und Unternehmens­nachfolger
  • Freiberufler
  • Junge mittelständische Unternehmen, die noch keine 5 Jahre am Markt tätig sind
  • Für Investitionen im Ausland: auch Tochtergesellschaften solcher Unternehmen und Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung im Ausland

Gründungszuschuss für ALG-Empfänger

Wer in Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) hineingerutscht, aber dennoch ein eigenes Unternehmen aufbauen möchte, liegt mit dem Gründungszuschuss richtig. Für Empfänger von ALG I dient er als finanzielle Unterstützung in der anstrengenden und in der Regel verlustreichen Gründerphase der Selbstständigkeit. Um sich wirtschaftlich abzusichern, erhält der Gründer bis zu 15 Monate lang einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro.

Einstiegsgeld für ALG II-Empfänger

Ein ähnliches Paket existiert für ALG II-Empfänger, das sogenannte Einstiegsgeld. Diesen Zuschuss können Empfänger des ALG II beantragen, die sich selbstständig machen möchten. Im Gegensatz zum Gründungszuschuss wird das Einstiegsgeld jedoch maximal 24 Monate lang gezahlt – und die Höhe der Förderung wird individuell bemessen.

High-Tech Gründerfonds

Der High-Tech Gründerfonds (HTG) investiert gezielt in junge High-Tech-Unternehmen in Deutschland. Neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der KfW-Bankengruppe investieren auch große Industrieunternehmen in den über 800 Millionen Euro schweren Fonds. Der Fonds investiert entweder allein oder mit Partnern mittels Wandeldarlehen oder über den Kauf von Unternehmensanteilen. Im ersten Fall stellt der HTGF dem Hightech-Start-up bis zu 600.000 Euro in einer Kombination von Eigenkapital und Wandeldarlehen zur Verfügung und erwirbt dafür 15 Prozent der Unternehmensanteile. Finanzierungen bis weit über eine Million Euro sind möglich. Daneben unterstützt der High-Tech Gründerfonds die Start-ups mit seinem Team und einem umfangreichen Netzwerk, bestehend aus Investoren, Experten, erfahrenen Managern, Mehrfachgründern sowie Scouts. Infos gibt es hier.

INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

Das Förderprogramm sollen junge Unternehmen bei der Suche nach einem Kapitalgeber unterstützen und private Investoren zur Bereitstellung von Wagniskapital angeregen. Rund 20 Prozent der investierten Summe erhalten die Investoren anschließend durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zurückerstattet – jedes Investment wird demzufolge zu einem Fünftel vom Staat bezuschusst. Wer als Start-up gefördert werden möchte, muss vorher ein Antrag beim BAFA stellen. Weitere Informationen finden Sie hier.

EXIST - Gründerstipendium

Das EXIST-Gründerstipendium richtet sich an Studierende sowie Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen. Auch Mitglieder außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und Gründerteams können sich für das Stipendium bewerben. Für maximal ein Jahr erhalten die Gründer Gelder aus dem Fördertopf. Die genaue Förderung teilt sich so auf:

  • Promovierte Gründer/innen 3.000 Euro/Monat
  • Absolventen mit Hochschulabschluss 2.500 Euro/Monat
  • Technische/r Mitarbeiter/in 2.000 Euro/Monat
  • Studierende 1.000 Euro/Monat
  • Kinderzuschlag: 100 Euro/Monat pro Kind
  • Sachausgaben: bis zu 10.000 Euro für Einzelgründungen (bei Teams max. 30.000 Euro)
  • Coaching: 5.000 Euro

Weitere Informationen gibt es hier.

Business Angels

Nicht nur staatliche Investoren mischen bei der Finanzierung von Gründern mit, sondern auch Privatpersonen wie die Business Angels. Sie investieren in vielversprechende junge, innovative Unternehmen mit ihrem privaten Vermögen. Zusätzlich stellen sie als aktive Wagniskapitalgeber dem Unternehmen ihr Know-how sowie ihr Netzwerk zur Verfügung. Die Investition erfolgt bereits in einer sehr frühen Phase, meist während oder kurz nach der Gründung. Im Gegenzug erhalten die Business Angels Anteile an dem Unternehmen. Bei der Suche nach einem Business Angel unterstützt Sie beispielsweise das Business Angels Netzwerk Deutschland. Infos dazu gibt es hier.

Mikromezzaninfonds

Eine Situation, die viele Gründer kennen: Wegen mangelnder Sicherheiten finden viele Gründer und junge Unternehmer kaum eine Bank, die Sie bei der Realisierung Ihrer Vorhaben unterstützt. Hier kommt der Mikromezzaninfonds ins Spiel. Durch Mezzaninfinanzierungen wird die Eigenkapitalbasis von kleinen Unternehmen um bis zu 50.000 Euro gestärkt. Dadurch werden die Chancen, einen weiteren Kredit zu erhalten, deutlich erhöht. Der Fonds richtet sich in erster Linie an Betriebe, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet oder von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden.

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