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Unterjährige Unterweisung - wann ist sie sinnvoll?

Hoang Tam Pham | November 8, 2022

Die jährliche Schulung der UVV Fahrerunterweisung ist im Fuhrpark gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings kann es sich auch ergeben, dass die Intervalle verkürzt werden müssen. Dann wird eine unterjährige UVV-Unterweisung erforderlich. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Unternehmen wissen, dass Sie ihre gewerblich genutzten Fahrzeuge mindestens einmal pro Jahr durch eine befähigte Person auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen lassen müssen. Diese Intervalle für eine UVV Unterweisung sollten alleine deshalb genutzt werden, weil sie ein Mittel zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes im Unternehmen sind und gleichzeitig MitarbeiterInnen schulen. Nur so lassen sich Gefahren im Arbeitsumfeld erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um diesen Gefahren entgegenzuwirken. Den Rahmen dafür bilden das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie die Regelungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Für den Bereich des Fuhrparks hat die DGUV mit der DGUV Vorschrift 70 weitere Regelungen aufgestellt.

Unterweisung nach Dringlichkeit

Intervalle können zwischen zwei Unterweisung Terminen jedoch durchaus auch kürzer ausfallen. Anlässe für unterjährige Unterweisungen können die Einstellung neuer MitarbeiterInnen, aber auch eine Änderung der Tätigkeit sein – dabei kommt es immer auf die jeweilige Situation an. Eine halbjährliche Unterweisung muss gesetzlich durchgeführt werden, wenn folgendes zutrifft:

Unterjährige Unterweisung
  • § 28, Absatz 2 des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG): „Die Unterweisungen sind in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber halbjährlich, zu wiederholen.“
  • § 20, Absatz 1 der Druckluftverordnung (DruckLV): „Die Belehrungen sind in angemessenen Zeitabständen, mindestens in Abständen von sechs Monaten, zu wiederholen.“
  • § 63, Absatz 1 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV): „Die Unterweisung ist erstmals vor Aufnahme der Betätigung oder vor dem erstmaligen Zutritt zu einem Kontrollbereich durchzuführen. Danach ist die Unterweisung mindestens einmal im Jahr zu wiederholen.“

Freiwillige Gründe für kürzere Unterweisungsintervalle

Wie oben bereits erwähnt, gibt es weitere vielfältige Gründe für eine halbjährliche Unterweisung im Unternehmen, aus denen eine Verkürzung sinnvoll sein kann. Sie sollte in diesen Situationen erfolgen: 

  • Bei Einstellung neuer MitarbeiterInnen
  • Bei neuen Aufgabenfeldern der MitarbeiterInnen
  • Vermehrten Unfällen
  • Auf besonderem Wunsch

 

Unterjährige Unterweisungen bei neuen Aufgaben

Immer dann, wenn Bewegung in die Besetzung des Personals kommt, oder Aufgaben neu verteilt werden, lohnt es sich zu handeln. Zum Beispiel, wenn Mitarbeiter vom Innen- in den Außendienst wechseln. Eine Unterweisung im Umgang mit dem neuen Dienstfahrzeug ist dann auf jeden Fall erforderlich. Auch die Änderung des Beschäftigungsfeldes zieht eine unterjährige Unterweisung nach sich – etwa bei einem Wechsel von Pkw auf Lkw.

Viele Unfälle, mehr Unterweisungen

Sollten MitarbeiterInnen explizit nach unterjährigen Unterweisungen fragen, liegt der Handlungsbedarf auf der Hand. Dazu zählt auch, wenn vermehrt Unfälle und damit Schäden an den Firmenwagen entstehen. Allgemein gilt: Die Gefährdungsbeurteilung im Unternehmen sollte für die jeweiligen Arbeitsbereiche und Arbeitsplätze regelmäßig geprüft werden. Nur so lassen sich neue situationsbedingte Risiken und Gefahren dauerhaft reduzieren. Bei neuen Anforderungen lohnt es sich also, Unterweisungen je nach Anlass zu wiederholen. Ein Paradebeispiel für ständig neue Anpassungen der Gefährdungsbeurteilung ist die Corona-Pandemie. Flexibilität und Änderungen der Abläufe müssen und sollen Unternehmen weiterhin berücksichtigen – und Mitarbeiter dementsprechend geschult werden.

Unfall ohne Unterweisung

Halbjährige Unterweisungsintervalle – so funktioniert es

Die Corona-Pandemie hat neue, flexible Arbeitsformen geschaffen. Dank Optionen wie Homeoffice müssen Verantwortliche für den Fuhrpark umdenken, denn hier gilt es, die Art der Durchführung der Unterweisung exakt zu planen. Schließlich sollte sie den jeweiligen Situationen angepasst werden. Für die Mitarbeitenden sind Termine vor Ort zu planen, denn gerade Unterweisungen lassen sich in der Regel nur durch Präsenzveranstaltungen abdecken. Nicht jeder Mitarbeitende ist zu jeder Zeit verfügbar – Flexibilität bei der Terminvergabe ist also angesagt. Fuhrparkverantwortliche sollten dabei beachten, dass Unterweisungen stets zeitnah zu erfolgen sind. Konkret bedeutet es: Unterweisungen müssen grundsätzlich bei der Einstellung oder vor Beginn einer neuen Tätigkeit stattfinden. Nur so lässt sich gewährleisten, dass jeder Mitarbeiter vor dem Start seiner neuen Tätigkeit rechtssicher unterwiesen wird.

Online Unterweisungen: schneller und flexibler

Natürlich geht die halbjährliche Unterweisung auch deutlich bequemer – online in Form eines E- Learning-Systems. Hier kann die Unterweisung mit weitaus geringerem Aufwand durch Mitarbeitende durchgeführt werden und lässt sich so besser in den Unternehmensalltag integrieren. Für das Fuhrpark- oder Personalmanagement bedeutet diese Option einer Schulung eine deutliche Entlastung. Verantwortliche wählen nur die notwendigen Unterweisungen im jeweiligen E- Learning Tool aus und hinterlegen die Unterweisungsintervalle im System. Diese Intervalle können bei akutem Bedarf jederzeit und individuell verändert werden.

Bei Unterweisungen gilt immer Dokumentationspflicht

Dokumentationspflich Unterweisung

Nicht vergessen: Unterweisungen müssen immer schriftlich dokumentiert werden. Unübersichtlich kann es werden, wenn zu den jährlich durchzuführenden Unterweisungen halbjährliche Unterweisungen hinzukommen. Wie bereits geschrieben, ist das abhängig davon, ob die unterjährige Unterweisung per Gesetz vorgeschrieben oder anlassbezogen erforderlich ist. Wie immer ist die Art und Weise der Dokumentation dabei entscheidend. Empfehlenswert sind digitale Dokumentationsmöglichkeiten, die etwa direkt mit dem E-Learning-System für die Durchführung der Unterweisung verknüpft sind. Hier werden Aufgaben automatisch durch das Unterweisungssystem durchgeführt.

Bei Unterweisungen gilt immer Dokumentationspflicht

Die Art und Weise der Unterweisung ist prinzipiell freigestellt. Es ist sicherzustellen, dass Fuhrparkverantwortliche die Inhalte in verständlicher Form zugänglich machen. Da aber nicht immer das Fachwissen zur Durchführung oder die Zeit auf FahrerInnen-Seite vorhanden ist, gibt es auch Online-Unterweisungen. Das Fahrpersonal kann dann die Unterweisung flexibel per Smartphone oder PC durchführen.

Avrios: Die digitale Evolution der UVV-Unterweisungen

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Avrios führt UVV-Unterweisungen in eine neue Ära der Digitalisierung. Der nächste Abschnitt zeigt auf, wie die Plattform traditionelle Prozesse neu definiert und das Fuhrparkmanagement effektiver gestaltet.

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Mehr zu Unfallverhütungsvorschriften

UVV für Zweiräder - Das muss beachtet werden

In den letzten Jahren erfreuen sich Dienstfahrräder, insbesondere E-Bikes und Pedelecs, auch bei Angestellten immer größerer Beliebtheit. Von Schutzkleidung über Führerscheinkontrolle bis hin zur UVV-Unterweisung  – worauf Fuhrparkleiter beim Einsatz von „Dienst-Bikes“ achten müssen.

Mikromobilität ist weiter auf dem Vormarsch. Besonders in Großstädten steigen immer mehr Menschen auf Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes um. Unternehmen können sich freuen: MitarbeiterInnen starten ausgeglichener in den Tag und bleiben fit. Dazu kommt, dass vergünstigte Konditionen und Steuervorteile nachhaltige Mobilität für die Angestellten erschwinglich machen. Doch wie sehen die gesetzlichen Regelungen für all diese Gefährte aus? Und was muss der Fuhrparkleiter im Rahmen seiner Fürsorgepflichten und speziell bei der UVV Prüfung der E-Bikes beachten?

UVV Zweiräder - Wie ist der Ablauf?

Leitkegel am Straßenrand. UVV bei E-Bikes werden geübt.

Die Fahrerunterweisung nach UVV ist rechtlich verbindlich vorgeschrieben. Und ja, das gilt nicht nur für Dienstwagen und Poolfahrzeuge, sondern auch für „Dienst-Bikes“. Im Rahmen des UVV Check fürs Fahrrad muss sichergestellt werden, dass die FahrerInnen körperlich und technisch in der Lage sind, ein zweirädriges Fahrzeug zu bedienen und verkehrssicher zu beherrschen. So bringt das Fahren mit schnelleren Gefährten im öffentlichen Straßenverkehr durchaus einige Gefahren mit sich – oft wird hier die eigene Geschwindigkeit unterschätzt. Zudem ist es wichtig, die Verkehrsregeln wie zweiradspezifische Gefahrenzeichen zu kennen.

Unabhängig von der Art des Zweirads und der Antriebsart ist eine Unterweisung des Arbeitnehmers bereits nach DGUV Vorschrift 1 durchzuführen. Das gilt jedoch nur, wenn das Zweirad für Dienstfahrten, also betrieblich veranlasste Fahrten, eingesetzt wird. Fahrten von zu Hause zum Arbeitsplatz und zurück zählen nicht dazu.    

Die Fahrrad UVV bzw. UVV für E-Bikes beinhalten auch, dass im Rahmen einer Ersteinweisung der Fahrzeugtyp und seine Eigenheiten erklärt werden, sollten FahrerInnen mit der neuen Technologie noch nicht vertraut sein. Danach sollten regelmäßige wiederkehrende Fahrunterweisungen folgen.

Fahrrad, E-Bike oder Pedelec – was ist der Unterschied?

Ob Elektro-Räder unter die berufsgenossenschaftliche Vorschrift für Fahrzeuge, die DGUV Vorschrift 70, fallen und daher die jährlich durchzuführende Sachkundigenprüfung benötigen, hängt von bestimmten Faktoren ab. Hier ein kurzer Überblick: 

„E-Bike“ ist ein Oberbegriff für alle Zweiräder, die mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Dazu zählen Pedelecs 25, Pedelecs 45, Elektrofahrräder, Elektromofas, aber auch Elektrokleinkrafträder und Elektromotorräder. Auch mehrspurige Fahrräder mit elektrischem Antrieb fallen unter diese Bezeichnung.

Hund sitzt in einem Lastenrad - UVV Fahrrad

Pedelec 25 und Pedelec 45

Pedelec 25 steht dabei für Pedal Electric Cycle und ist ein Fahrrad mit integriertem Elektroantrieb. Sein Motor unterstützt das Treten bis maximal 25 km/h mit bis zu 250 Watt. Zusätzlich kann das Pedelec 25 mit einer Anfahr- beziehungsweise Schiebehilfe ausgerüstet sein, die ohne eine Pedalbewegung eine Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h zulässt.

Ein Pedelec 45 unterstützt das Treten bis maximal 45 km/h mit einer Motorleistung bis 500 Watt. Es wird auch S-Pedelec genannt, wobei das „S“ für Speed steht. S-Pedelecs brauchen eine Zulassung in Form eines Versicherungskennzeichens, einer Haftpflichtversicherung, einer Helmpflicht und einer Fahrerlaubnis der Klasse AM (Roller) und der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein. Außerdem ist das Fahren auf Radwegen untersagt.

E-Bikes

E-Bikes fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Sobald die Bikes eine Geschwindigkeit von mehr als 6 km/h ohne Treten erreichen, gelten Sie nicht mehr als Fahrräder. Hier handelt es sich um Kraftfahrzeuge. Das bedeutet, dass mindestens ein Versicherungskennzeichen und eine Mofa-Prüfbescheinigung oder bei leistungsstärkeren Bikes eine Fahrerlaubnis der entsprechenden Klasse erforderlich ist. Erreichen sie eine Geschwindigkeit über 20 km/h, sind sie automatisch helmpflichtig.

UVV E-Bikes

Wann gilt die UVV für Zweiräder?

Die UVV gilt dann, wenn ein Fahrzeug aus eigener Motorkraft eine Geschwindigkeit von mehr als 8 km/h erreicht - unabhängig von seiner Einordnung als Kraftfahrzeug. Werden höhere Geschwindigkeiten als 8 km/h nur durch Tretunterstützung (wie zum Beispiel bei Pedelecs) erreicht, dann findet die UVV keine unmittelbare Anwendung.

Nicht zu vergessen: Bei führerscheinpflichtigen Gefährten muss die Fuhrparkleitung auch hier regelmäßig die Fahrerlaubnis kontrollieren

UVV Schutzkleidung

Wichtig: Schutzkleidung tragen

Für Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs (ohne Zulassung/Kennzeichen) besteht in Deutschland auch nach den UVV fürs Fahrrad bislang noch keine Helmpflicht. Jedoch ist es wegen der erheblichen Gefahr von Kopfverletzungen anzuraten, auch bei diesen Zweirädern einen angemessenen Schutzhelm bzw. Fahrradhelm zu tragen.

Der Arbeitgeber kann das für dienstliche Fahrten aus Arbeitsschutzgründen vorschreiben. Im Einzelfall ist die Wahl der angemessenen Schutzbekleidung aber vom jeweiligen Zweiradtyp abhängig. Hier sollte man sich ggf. im Zweirad-/Motorrad-Zubehörfachhandel beraten lassen.

Für S-Pedelecs gibt es eine Helmpflicht. Allerdings ist im Gesetzestext bis dato nur von der Pflicht, einen „geeigneten Schutzhelm“ zu tragen die Rede. Wenn man es genau nimmt, schließt dies die normalen Fahrradhelme aus. Denn diese werden lediglich mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h getestet – viel zu wenig für S-Pedelecs, die bis zu 45 km/h schaffen. Will man auf der sicheren Seite sein, dann sollte man auf einen Helm mit einer ECE-R-22.05-Zertifizierung achten. 

Mit Avrios zur nahtlosen UVV-Compliance

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Avrios bietet eine nahtlose Integration der UVV-Unterweisungen in das digitale Fuhrparkmanagement. In den nächsten Zeilen wird erläutert, wie die Plattform den Prozess vereinfacht und gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen gewährleistet.

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Kosten der UVV Prüfungen im Fuhrpark

Die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften sehen regelmäßige Prüfungen vor. Diese Prüfungen sind für alle Betriebe verpflichtend. Die bei den Prüfungen zur Unfallverhütung entstehenden Kosten sind vergleichbar gering, der Nutzen ist dafür umso höher. In folgendem Artikel erhalten Betriebsinhaber und FuhrparkleiterInnen Informationen zu den Chancen und Risiken im Bereich der UVV und einen Überblick über die Kosten einer UVV Prüfung.

Im Artikel erfahren Sie:

  1. UVV-Prüfungen sind Pflicht: Sie gewährleisten Arbeitssicherheit und Einsatzbereitschaft von Maschinen und Fahrzeugen.
  2. Variable Kosten: Je nach Fahrzeugtyp variieren die UVV-Prüfkosten (z.B. Stapler: 30-80 Euro, Fahrzeuge: 15-110 Euro).
  3. Digitale UVV-Lösungen: Fuhrparkverantwortliche nutzen Online-Tools für effiziente Prüfungen und Unterweisungen.

UVV Prüfungen Kosten und Chancen

Gewerbetreibende haben die Pflicht, gewerblich genutzten Fahrzeuge nach § 57 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Fahrzeuge“, ehemals BGV D 29, durch Sachverständige auf den betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.

Als SachverständigerIn zählt in diesem Zusammenhang die Person, die durch ihre Berufsausbildung, die entsprechende Berufserfahrung sowie die zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel, Maschinen oder Fahrzeuge verfügt Arbeitsmitteln verfügt.

Zur Prüfung sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Bedienungsanleitung
  • Technische Unterlagen
  • Prüfbuch
  • Aufbauanleitung

UVV Prüfung die Kosten

Wie hoch genau die Kosten der UVV Prüfung liegen, hängt von den zu untersuchenden Fahrzeugen oder Maschinen ab. Entsprechend umfänglich ist die Preisliste der UVV Prüfungen, die von der Hebebühne bis zum Sattelschlepper alle möglichen Maschinen und Fahrzeuge abdecken muss.

Beispiele für die UVV Kosten in verschiedenen Bereichen:

  • Stabler zwischen 30 und 80 Euro
  • Hebe- & Arbeitsbühnen zwischen 30 und 120Euro
  • Fahrzeuge zwischen 15 und 110 Euro
  • Kran zwischen 30 und 120 Euro
  • Hebezeuge & Lastaufnahmemittel zwischen 25 und 70 Euro
  • Baumaschinen zwischen 40 und 80 Euro

Für FuhrparkleiterInnen empfiehlt es sich die UVV der Fahrzeuge gleich mit der Hauptuntersuchung und, wenn angesagt, mit der Inspektion zu verbinden. Die HU und UVV Prüfung Pkw Kosten liegen in dem Zusammenhang ca. zwischen 30 bis 50 Euro pro Kraftfahrzeug.

Ein Anbieter für Prüfungen nach UVV ist DEKRA. Sie bietet verschiedene Leistungen zur Sicherheitsprüfung von Arbeitsmitteln nach BetrSichV und Vorschriften der DGUV an, beispielsweise UVV Fahrzeugprüfung durch Sachkundige.

UVV Kosten der Fahrerunterweisung

Neben der Fahrzeugkontrolle durch einen Sachkundigen, gibt es die UVV Erstunterweisung und jährliche Fahrerunterweisung. Bei der Erstunterweisung muss der FahrerInnen vor der Fahrzeugübergabe in die Gefahren des Fahrzeugs unterwiesen werden. Zusätzlich müssen die Fahrer mindestens einmal jährlich zu den Gefahren geschult werden. 

Achtung: FuhrparkleiterInnen oder ArbeitgeberInnen müssen die Unterweisungen protokollieren. Geschieht ein Unfall, muss nachgewiesen werden, dass das Fahrpersonal zu den Gefahren aufgeklärt wurden. 

Die Fahrerunterweisung ist relativ aufwendig, da die FahrerInnen umfangreich zu den verschiedenen Gefahren und Situationen zum Fahrzeug geschult werden müssen. Daher gibt es die Möglichkeit, die Fahrerunterweisung durch einen Anbieter digital durchzuführen. Die FahrerInnen werden automatisch an die Prüftermine erinnert und können die Schulung online absolvieren. Dadurch garantierten die Fuhrparkverantwortlichen, dass alle wichtigen Informationen übermittelt wurden. Gleichzeitig können sie im System nachvollziehen, welche MitarbeiterInnen ihre Prüfung schon durchgeführt hat und bei wem diese aussteht. Der Vorteil einer digitalen Fahrerunterweisung: Nach erfolgreich durchgeführten Prüfung werden automatische Protokolle erstellt. Dadurch sichert das Unternehmen sich bestmöglich ab. Welche UVV Kosten hierbei auf den Betrieb zukommen, ist abhängig von der eingesetzten Lösung. Eine Möglichkeit bietet der Einsatz einer Fuhrparksoftware an. 

Mit digitaler UVV Prüfung Kosten sparen​

Viele Fuhrparkverantwortliche nutzen digitale Lösungen, um die UVV Prüfung durchzuführen. Das Fahrpersonal wird mit dem Online Tool digital unterwiesen, sodass die Arbeit auf FuhrparkleiterInnen Seite abfällt. Der Vorteil für die MitarbeiterInnen ist, dass sie die Unterweisung und Prüfung flexibel vom Computer oder Smartphone aus durchführen können. Fuhrparkverantwortliche hingegen stellen damit sicher, dass keine UVV Themen vernachlässigt werden und die Dokumentation der Unterweisung rechtssicher ist. Häufig sind UVV Unterweisungen Teil einer Fuhrparksoftware, die weitere Fuhrparkaufgaben automatisieren kann. 

Avrios: Partner für digitale UVV-Unterweisungen

Avrios Fuhrparksoftware

Avrios ermöglicht die einfache Durchführung der UVV-Unterweisungen auf digitalem Wege. Im nächsten Abschnitt wird erörtert, wie die Plattform den Unterweisungsprozess optimiert und das Fuhrparkmanagement verbessert.

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Prüfzeitpunkte​

Geprüft werden muss laut §10 der BetrSichV zu verschiedenen klar definierten Zeitpunkten. Diese sind:

  • direkt nach der Montage
  • unmittelbar vor der ersten Inbetriebnahme
  • bei Neumontage oder Ortswechsel von Maschinen
  • nach besonderen Ereignissen, wie Unfall, größeren Reparaturen
  • nach längerem Stillstand
  • jährliche Prüfung nach DGUV 100-500

Darüber hinaus ist es vorgeschrieben, dass Maschinen oder Fahrzeuge mit einem Typenschild zur eindeutigen Identifikation ausgestattet sind.

Kosten UVV Prüfung durch Sachkundigen
Ein Sachkundiger prüft das Fahrzeug gemäß der UVV.

Inhalte der UVV Prüfung​

Es handelt sich bei den Prüfungen um von den Berufsgenossenschaften, in Rücksprache mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, festgelegte Standards die sowohl dem Gesundheits-, als auch dem Arbeitsschutz dienen. Sie sind analog zu den ehemaligen BG-Vorschriften zu betrachten.

Die Unfallverhütungsvorschriften beinhalten

  • Maßnahmen und Einrichtung, die ein Unternehmer zur Unfallverhütung durchzuführen hat, sowie die Art und Weise, wie die Einhaltung dieser Maßnahmen innerbetrieblich sichergestellt werden.
  • Arbeitsmedizinische Maßnahmen und Untersuchungen, insbesondere wenn die auszuführenden Tätigkeiten mit arbeitsbedingten Gefahren für Leben und Gesundheit von Versicherten oder Dritter verbunden sind, sowie die Anforderungen an den durchführenden Mediziner.
  • Die Sicherstellung von Erste Hilfe Einrichtungen und deren Überwachung.
  • Maßnahmen, die ein Unternehmer zur Erfüllung der sich aus dem Gesetz über Sicherheit am Arbeitsplatz ergebenden Pflichten zu ergreifen hat.
  • Die Festlegung der Zahl von Sicherheitsbeauftragen, die nach § 22 SGB VII bereitzustellen sind.

UVV Prüfungen und Kosten – mehr als nur eine lästige Pflicht​

Die UVV Prüfungen sind dabei deutlich mehr als lästige Pflichten. Sie gewährleisten die Arbeitssicherheit und erhöhen die Einsatzbereitschaft der zu prüfenden Maschinen. Darüber hinaus ist derjenige, der seine Fahrzeuge regelmäßiger Kontrollen unterzieht auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Wer seine gewerblichen Fahrzeuge jedoch keiner UVV Prüfung unterzieht begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 209 Abs. 3 SGB VII, die sowohl als fahrlässig wie sogar als vorsätzlich geahndet werden kann. Der Bußgeld Katalog sieht in diesem Fall Bußgelder zwischen 2.500 Euro und bis zu 10.000 Euro.

Alles zu den Unfallverhütungsvorschriften

FAQ zum Thema Fuhrparkmanagement und UVV-Prüfungen

1. Was sind UVV-Prüfungen und warum sind sie wichtig?

UVV-Prüfungen sind regelmäßige Prüfungen gemäß den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften. Sie gewährleisten die Arbeitssicherheit und sind für alle Betriebe verpflichtend.

2. Wer gilt als Sachverständiger für UVV-Prüfungen?

Als Sachverständiger gilt die Person, die durch ihre Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln, Maschinen oder Fahrzeugen besitzt.

3. Wie variieren die Kosten für UVV-Prüfungen?

Die Kosten hängen von den zu untersuchenden Fahrzeugen oder Maschinen ab. Beispielsweise können die Kosten für Stapler zwischen 30 und 80 Euro und für Fahrzeuge zwischen 15 und 110 Euro liegen.

4. Was ist die UVV Fahrerunterweisung und warum ist sie wichtig?

Neben der Fahrzeugkontrolle gibt es die UVV Erstunterweisung und jährliche Fahrerunterweisung. Fahrer müssen vor der Fahrzeugübergabe und mindestens einmal jährlich zu den Gefahren geschult werden. Diese Unterweisungen müssen protokolliert werden.

5. Wie können digitale Lösungen im Fuhrparkmanagement helfen?

Digitale Lösungen ermöglichen es, UVV-Prüfungen und Unterweisungen effizienter durchzuführen. Sie bieten Flexibilität für Mitarbeiter und sorgen für eine rechtssichere Dokumentation der Unterweisungen.

UVV Prüfung von Firmenwagen: Alles, was Sie wissen müssen

Die UVV Prüfung von Firmenwagen gehört zu den wichtigsten Fuhrparkpflichten. Für die Betriebsfahrzeuge reichen Reifenwechsel und regelmäßige Hauptuntersuchungen nicht aus. Gemäß der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) müssen auch regelmäßige Fahrzeugkontrollen und Unterweisungen des Fahrpersonals erfolgen. 

Im Artikel erfahren Sie:

  1. Bedeutung der UVV Prüfung: Die UVV Prüfung für Pkws dient der Prüfung, ob Fahrzeuge verkehrssicher sind. Außerdem sind die Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten.
  2. Inhalt der UVV Prüfung: Eine Prüfung der Verkehrs- und der Arbeitssicherheit des Fahrzeugs findet statt.
  3. Rechtliche Aspekte und Dokumentation: Die ordnungsgemäße Durchführung und Dokumentation der UVV Prüfungen schützt Unternehmen vor rechtlichen Konsequenzen.

Was wird bei der UVV Prüfung von Firmenwagen geprüft?

Grundsätzlich ist in Fahrzeugkontrollen und Fahrerunterweisungen zu unterteilen, wenn es um die UVV Prüfung von Firmenwagen geht. Der Spitzenverband gewerblicher Berufsgenossenschaften (DGUV) schreibt die Prüfungen vor. Bewertet wird die Verkehrs- und Arbeitssicherheit des Fahrzeugs.

Sachverständige Prüfer untersuchen die Firmenfahrzeuge und führen eine Reihe von Tests durch. Die Kontrolle dient zur Sicherheit des Fahrpersonals sowie Verkehrs. Zusätzlich müssen im Fuhrpark sogenannte Unterweisungen durchgeführt werden. Bei einer Unterweisung erhalten die Mitarbeiter eine Schulung in den Umgang mit dem Fahrzeug. Außerdem wird auf mögliche Gefahren im Umgang hingewiesen.

Übersicht der UVV Prüfung von Firmenwagen

Die UVV Prüfungen für Firmenfahrzeuge mit allen wichtigen Inhalten sind in der DGUV Vorschrift 70 geregelt. Ausgenommen sind von der UVV Fahrzeugkontrolle unter anderem Fahrzeuge, die eine Spitzengeschwindigkeit von weniger als 8 km/h erreichen. Dazu zählen beispielsweise Straßenwalzen oder Bagger. Ansonsten gilt die Vorschrift für alle Fahrzeuge, die eine Firma ihren Beschäftigten zur Verfügung stellt.

An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht über die vier wichtigsten UVV Prüfungen:

  1. Tägliche UVV Prüfung des Pkws durch Fahrer

Laut DGUV Vorschrift 70 sind alle Nutzer eines Firmenfahrzeugs dazu verpflichtet, das Fahrzeug beim Arbeitsantritt zu kontrollieren. Bewährt haben sich dafür Checklisten zur täglichen Fahrzeugkontrolle, die sich im Handschuhfach des Fahrzeuges deponieren lassen. Bei jeder Übergabe sind zum Beispiel die Funktionsfähigkeit der Beleuchtungsanlage, Füllstände von Motoröl, Kühlflüssigkeit, Kraftstoff und die ordnungsgemäße Sicherung von Ladungen sowie der Reifen zu überprüfen. Außerdem ist zu prüfen, ob Warnwesten, Verbandskasten und Warndreiecke vorhanden und intakt sind.

  1. UVV Fahrerunterweisungen

Die Unfallverhütungsvorschriften sehen regelmäßige Unterweisungen des Fahrpersonals vor. Vor der ersten Nutzung eines Fahrzeugs muss eine Unterweisung stattfinden. Themen der Erstunterweisung sind Schutzmaßnahmen, Vorschriften und mögliche Gefahrenquellen. Zu unterweisen ist regelmäßig in das Verhalten bei schlechter Witterung, bei Unfällen und in den Umgang mit Ablenkungen im Straßenverkehr. 

  1. Jährliche UVV Prüfung des Fahrpersonals

Die jährliche UVV-Prüfung soll das Fahrpersonal durch eine intensive Unterweisung vor Unfällen schützen. Fuhrparkverantwortliche können die Schulung in Seminaren vor Ort durchführen. Es kann aber auch eine digitale Unterweisung stattfinden. Wichtig ist eine umfassende Dokumentation der Prüfung.  

  1. Die UVV Auto Prüfung durch einen Sachverständigen

Gewerblich genutzte Fahrzeuge sind einmal pro Jahr von Sachverständigen zu kontrollieren. Diese UVV Fahrzeugkontrolle durch Sachverständige kann in Autohäusern oder im Rahmen der Hauptuntersuchung durchgeführt werden. Bestandteil der Kontrolle ist unter anderem eine ordnungsgemäß funktionierende Fahrzeugtechnik und arbeitssicheres Zubehör. Der Sachverständige dokumentiert die Ergebnisse der Prüfung schriftlich.

Wie schützt die Dokumentation der verschiedenen UVV Prüfungen das Unternehmen?

Die Prüfung der UVV für Firmenfahrzeuge dient einerseits dem Aufdecken möglicher Schäden oder Mängel an den Betriebs- und Arbeitsmitteln. Zusätzlich gilt die Dokumentation durch einen sachkundigen UVV Prüfenden als rechtssicheres Dokument. Im Schadenfall kann sich das Unternehmen dadurch vor hohen Schadensersatzforderungen schützen. Durch ordnungsgemäße Dokumentation können Unternehmen nachweisen, dass sie als Arbeitgeber ihren Pflichten jederzeit nachgekommen sind. Ein durch den Arbeitsunfall eingetretener Schaden ist damit nicht auf ein Versäumnis auf Seiten des Unternehmens zurückzuführen. Die Dokumentation der verschiedenen UVV Prüfungen ist daher von besonderer Bedeutung für den Fuhrpark.

UVV Prüfung Firmenwagen

Wer muss die UVV durchführen?

Bei einer Delegation durch die Geschäftsleitung an die Fuhrparkleitung gehört die UVV Prüfung der Fahrzeuge zu den Pflichten des Fuhrparkmanagements. Die Fuhrparkleitung haftet für Verstöße gegen die Gesetze. Eine Einhaltung der UVV Prüfungen ist daher besonders wichtig. Welche Fahrzeuge einer UVV Dienstwagen Prüfung unterliegen, wird durch die DGUV Vorschrift 70 klar geregelt.

Neben der Kontrolle der Führerscheine und der vollumfänglichen Fahrerunterweisung gehört die jährliche Fahrzeugprüfung nach UVV zu den Pflichten im Fuhrparkmanagement. Aufgabe des Fuhrparkleiters ist die Überprüfung der Sicherheit der Fahrzeuge. Dafür ist der Fahrer verpflichtet, sein Fahrzeug beim Arbeitsantritt oder Übergabe zu kontrollieren. Die Fuhrparkleitung sollte für die tägliche UVV Fahrzeugkontrolle Checklisten zur Verfügung stellen. Dadurch gelingt die Dokumentation der Überprüfung schneller und effizienter.

UVV bei Firmenwagen: Wie oft muss sie durchgeführt werden?

Alle Unternehmen mit einem Fuhrpark sind verpflichtet, die UVV Prüfung für Fahrzeuge mindestens einmal im Jahr durchzuführen. Zusätzlich sind regelmäßige Führerscheinkontrollen und Fahrerunterweisungen nach UVV zu beachten.  

Innovation im Fuhrpark: Digitale UVV Unterweisungen

Bisher mussten UVV Unterweisungen persönlich stattfinden und waren mit Zeit- und Organisationsaufwand verbunden. Digitale UVV Unterweisungen wie die Lösung von Avrios stellen hingegen eine echte Innovation im Fuhrpark dar und reduzieren den Zeit- und Arbeitsaufwand für Fuhrparkleiter enorm.

Folgende Details zeichnen digitale UVV Unterweisungen aus:  

  • Unterweisung findet flexibel digital statt und lässt sich von einem internetfähigen Endgerät abrufen
  • Es ist ersichtlich, wer die Unterweisung abgeschlossen hat und wer nicht
  • Neue Inhalte lassen sich ebenfalls einfach in die Schulung einarbeiten
  • Ein allgemeiner Termin vor Ort ist nicht erforderlich

Vorteil der elektronischen UVV Fahrzeugprüfungen

Elektronische UVV Fahrerunterweisungen gehen mit verschiedenen Vorteilen einher.

Die wichtigsten Vorteile auf einem Blick:

  • Automatische Erfassung aller Teilnehmer
  • Frühzeitige Benachrichtigung für den nächsten Termin der Teilnehmer
  • Ein Abruf der UVV Schulung ist mit jedem Endgerät möglich
  • Oft kann Online der Zeitpunkt der Unterweisung bestimmt werden
  • Wissensstand lässt sich mit einem kurzen Test abrufen
  • Eine automatische Bestätigung der Durchführung
  • Effizient, zeitsparend und hilfreiches Tool für Fuhrparkleiter/ Teilnehmer
  • Erspart aufwendige Terminfindung für Schulungen vor Ort

Digitale UVV-Unterweisungen mit Avrios

Die digitale Umsetzung der UVV-Unterweisungen durch Avrios repräsentiert einen innovativen Schritt im Fuhrparkmanagement. Mit Avrios ist die Fahrerunterweisung über ein textbasiertes E-Learning Modul effizient umsetzbar. Die Unterweisung findet digital und automatisch statt. Eine Einladung der Fahrer für einen Termin vor Ort ist damit nicht mehr erforderlich. Außerdem entfällt die zeitaufwendige Vorbereitung und Dokumentation der Unterweisung. Fuhrparkleiter gewinnen Zeit für andere Aufgaben.

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UVV Prüfung Firmenwagen

Hintergrund der UVV Prüfung von Firmenwagen

Die UVV Prüfungen im Fuhrpark entspringen nicht aus dem Verkehrsrecht, sondern gehen aus dem staatlichen Arbeitsschutzgesetz hervor. Das Unfallversicherungsgesetz wurde erstmalig im Jahre 1884 erlassen. Dieses hat Berufsgenossenschaften dazu berechtigt, Vorschriften zu erlassen und Kontrollen durch Experten durchzuführen. So bezieht sich die Hauptuntersuchung, die vom TÜV und anderen technischen Prüfstellen durchgeführt wird, sich auf die Umweltverträglichkeit, Vorschriftsmäßigkeit und Verkehrssicherheit von Fahrzeugen. Bei den UVV Prüfungen geht es jedoch in erster Linie um Themen der Verkehrssicherheit.

Die Unfallverhütungsvorschriften unterstützen damit möglichst die Sicherheit am Arbeitsplatz. Befindet sich der Arbeitsplatz hinter dem Steuer eines Firmenfahrzeuges, fällt auch dieser unter die Regelungen der UVV. Bei der UVV Prüfung von Dienstwagen geht es also nicht um deren technische Funktionstüchtigkeit, sondern um den Schutz der Mitarbeiter am Arbeitsplatz und die Betriebssicherheit des Fahrzeuges.

UVV Prüfung Firmenwagen

Alle Gesetze zu den UVV Prüfungen auf einen Blick

In einem Fuhrpark gelten die Unfallverhütungsvorschriften (UVV), wovon die DGUV Vorschrift 70 die wichtigste ist. Die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) erlässt Regeln und Vorschriften, deren Einhalten von den Aufsichtsdiensten der UV-Träger überprüft wird. An dieser Stelle finden alle Gesetze zu den UVV Prüfungen auf einem Blick mit kurzer Erklärung.

Die Vorschrift befasst sich mit den Fahrzeugen, die der Arbeitgeber seinen Beschäftigten zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich um alle Fahrzeuge. Es ist egal ob es sich um einen zugewiesenen Firmenwagen, um ein Poolfahrzeug oder einen Wagen handelt, der für private Zwecke genutzt werden kann (§ 1 Abs. 1 DGUV Vorschrift 70). Ausgeschlossen von der Regel sind aber Privatfahrzeuge, die geschäftlich genutzt werden (§ 1 Abs. 2 Nr. 12 DGUV Vorschrift 70).

  • 57 DGUV Vorschrift 70 BGV d29

Die Erwartungen an die Sicherheit der Autos sind in den Richtlinien der Berufsgenossenschaft BGV „Fahrzeuge“ (BGV D 29) festgelegt. Diese sind für alle Besitzer von gewerblichen Fahrzeugen zwingend. Nach §57 Abs. 1 der BGV D 29 ist ein Unternehmen verpflichtet Fahrzeuge nur im Bedarfsfall, mindestens aber einmal im Jahr, auf ihre Zustandssicherheit prüfen zu lassen. Dabei werden sowohl die Verkehrs- als auch die Arbeitssicherheit bewertet. Die Prüfung muss durch einen Sachkundigen stattfinden.

  • 36 DGUV 70 BGV d29

Die Angestellten sind verpflichtet, vor Fahrtbeginn das Fahrzeug auf die Betriebssicherheit zu überprüfen. Das Fahrzeug darf erst genutzt werden, wenn alles einwandfrei funktioniert. Mängel sind dem Verantwortlichen sofort zu melden. Eine weitere Nutzung des Fahrzeugs ist bis zur Beseitigung der Mängel nicht vorgesehen.  

  • 35 DGUV 70

Laut dieser Regel ist das Unternehmen verpflichtet, seine Angestellten in die Führung der Fahrzeuge zu unterweisen. Die Unterweisung muss vor der ersten Fahrt und einmal im Jahr durchgeführt werden. Die Durchführung ist von der prüfenden Person schriftlich zu dokumentieren.

Video zu den UVV Prüfungen im Fuhrpark

FAQ zur UVV Prüfung von Firmenwagen

1. Was beinhaltet eine UVV Fahrzeugprüfung?

Bei der UVV Prüfung von Firmenwagen untersuchen die Prüfer, ob ein Fahrzeug verkehrs- und arbeitssicher ist. Sachverständige prüfen dafür im Rahmen einer gültigen Prüfung verschiedene vorgeschriebene Kriterien.

2. Welche Gesetze gelten bei den UVV Prüfungen?

Die Unfallverhütungsvorschrift ist im Sozialgesetzbuch SGB VII, § 15 festgehalten. Die Regeln selbst erlassen die Berufsgenossenschaften und Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, wie in der DGUV Vorschrift 70.

3. Welche Fahrzeuge brauchen eine UVV Prüfung?

Die UVV Prüfung gilt für alle Fahrzeuge, die ein Unternehmen seinen Angestellten zur Verfügung stellt. Ausgenommen sind Privatfahrzeuge, die auch geschäftlich genutzt werden.

4. Ist eine UVV Prüfung von Firmenwagen Pflicht?

Ja, die UVV Prüfung von Firmenwagen ist Pflicht und ist mindestens einmal im Jahr durchzuführen.  

5. Wer muss die UVV Prüfung durchführen?

Die jährliche UVV Prüfung am Fahrzeug darf nur durch sachkundige Personen durchgeführt werden.

Alles zum Thema UVV im Fuhrpark