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Wie macht man den Fuhrpark sommerfest?

Hoang Tam Pham | July 12, 2021
Der Winter wird von AutofahrerInnen gefürchtet – dabei gibt es auch im Sommer Situationen, die besonderes Fähigkeiten und Extra-Knowhow erfordern. Wie man den Fuhrpark sommerfit macht, welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind und warum es wichtig ist, die FahrerInnen auch für den Einsatz bei heißen Temperaturen zu schulen. Keine Frage, Autofahren im Sommer macht Spaß. Wenn man den warmen Fahrtwind genießt und weder Schnee noch Eisregen für überraschende Rutschpartien sorgen, lässt es sich relativ sorglos über die Straßen gleiten. Doch auch diese Jahreszeit stellt Fuhrparks vor spezielle Herausforderungen: Worauf im Sommer geachtet werden muss und warum es sinnvoll ist, die FahrerInnen auch für die heißen Monate extra zu schulen:

Den Fuhrpark sommersicher machen

Sobald das Thermometer steigt, sollten die Sommerreifen aufgezogen werden. Durch die härtere Gummimischung und das spezielle Laufflächenprofil punkten sie mit mehr Fahrstabilität, weniger Abrieb auf warmem Asphalt und besseren Bremseigenschaften. Dazu kommt, dass der Rollwiderstand geringer ausfällt als bei Winterreifen, dadurch sinken der Lärmpegel aber auch der Kraftstoffverbrauch.   Neben der Funktionsfähigkeit der Außenbeleuchtung samt Bremslichtern und Blinker sollte der Füllstand der Brems- und Kühlflüssigkeit gecheckt werden. Denn besonders bei Hitze ist eine funktionierende Klimaanlage Gold wert. Wichtig ist auch eine regelmäßige Wartung des Pollenfilters. Ist er verdreckt, wirkt sich dies negativ auf die Leistung der Klimaanlage aus.

Klimaanlage richtig einstellen

Vor Fahrtantritt immer erstmal bei geöffneten Türen und Fenstern für Durchzug sorgen. Erst danach kommt die Klimaanlage zum Einsatz, zunächst auf Umluft. So kühlt das Auto schneller ab, da keine heiße Luft von außen zugeführt wird. Der Luftstrahl sollten nur auf bekleidete Körperpartien gerichtet werden. Bläst die kalte Luft direkt auf nackte Haut, drohen Erkältungen und Muskelzerrungen. Generell sollte der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur maximal sechs Grad betragen. Sonst droht beim Aussteigen der Hitzeschock.

Vorsicht bei Starkregen

Vor allem bei anhaltender Trockenheit ist das Parken auf abgeernteten Feldern, Wiesen oder in Wäldern keine gute Idee. Heiße Katalysatoren und Auspuffanlagen können dort schnell Brände auslösen. Außerdem sollte man bei starker Hitze das Volltanken seines Fahrzeugs vermeiden. Benzin und Diesel dehnen sich bei Wärme aus und wenn der Tank bis zum Rand gefüllt ist, droht er überzulaufen. Dadurch steigt das Brandrisiko. Sprit, der aus dem Tankdeckel tropft, kann außerdem zu Lackschäden führen.  Wer sein Auto in der prallen Sonne parkt, muss nicht nur mit einem glühenden Lenkrad rechnen, sondern auch mit Elektronikschäden. Durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung im Fahrtwind können sich in den Platinen Haarrisse bilden. Der Ausfall von Steuergeräten droht. Daher: Im Zweifel immer einen Sonnenschutz hinter die Windschutzscheibe klemmen. Starkregen Sommer

Straßenschäden im Blick haben

Nicht nur Eiseskälte setzt den Straßen zu, auch bei zu hohen Temperaturen entstehen Schäden: Spurrillen durch verformten Teer etwa sind im Sommer keine Seltenheit. Bei Straßen, die nicht aus Asphaltfahrbahnen bestehen, steigt zusätzlich das Risiko des Blow-Up-Effekts. Hierbei löst sich die Betonoberfläche auf und es entstehen Risse und Löcher in der Fahrbahn.

Absolute No-Gos bei starker Hitze

Tanken im Sommer Vor allem bei anhaltender Trockenheit ist das Parken auf abgeernteten Feldern, Wiesen oder in Wäldern keine gute Idee. Heiße Katalysatoren und Auspuffanlagen können dort schnell Brände auslösen. Außerdem sollte man bei starker Hitze das Volltanken seines Fahrzeugs vermeiden. Benzin und Diesel dehnen sich bei Wärme aus und wenn der Tank bis zum Rand gefüllt ist, droht er überzulaufen. Dadurch steigt das Brandrisiko. Sprit, der aus dem Tankdeckel tropft, kann außerdem zu Lackschäden führen.  Wer sein Auto in der prallen Sonne parkt, muss nicht nur mit einem glühenden Lenkrad rechnen, sondern auch mit Elektronikschäden. Durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung im Fahrtwind können sich in den Platinen Haarrisse bilden. Der Ausfall von Steuergeräten droht. Daher: Im Zweifel immer einen Sonnenschutz hinter die Windschutzscheibe klemmen.

Flipflops? Besser nicht

Sonnenbrillen sollten nicht nach Style, sondern nach dem Tönungsgrad ausgesucht werden. AutofahrerInnen sollten dabei auf die sogenannten Blendschutz-Stufen achten: Die Stufen 0 bis drei sind am Steuer okay – sie absorbieren bis zu 92 Prozent des Lichts. Noch dunklere sind für den Straßenverkehr nicht geeignet. Am besten greift man zu braunen, grauen oder graugrünen Gläsern. Blaue Gläser und krasse Orange- und Rottöne hingegen verwässern die Wahrnehmung der Farben Rot und Gelb.  Und: Flipflops oder nackte Füße sind zwar nicht verboten, aber trotzdem nicht verkehrssicher. Kommt es zum Beispiel durch ein unerwartetes Bremsmanöver zu einem Unfall, droht unter Umständen ein Bußgeld, zudem kann die Versicherung Ärger machen.

Für regelmäßige (Trink-)Pausen sorgen

Bei längeren Fahrten sollten die FahrerInnen öfter mal eine Pause einzulegen. Und natürlich das Trinken nicht vergessen. Eiskalte Drinks sind übrigens kontraproduktiv – sie erzeugen eine Gegenreaktion des Körpers, um den hohen Temperaturunterschied auszugleichen. Folge ist ein zusätzlicher Flüssigkeitsverlust. Lieber verdünnte Säfte, lauwarme Kräutertees oder Wasser trinken.

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Der Beginn der Eiszeit: 11 Tipps für das Auto im Winter

Winterliches Wetter macht die Straßen zur Rutschpartie und es ist Zeit die Firmenwagen gegen die Kälte zu wappnen. Egal ob das eigene Fahrzeug oder gleich ein ganzer Fuhrpark — jedes Gefährt, das auch bei kälteren Temperaturen auf den Straßen unterwegs ist, muss zunächst auf Wintertauglichkeit geprüft werden. Mit diesen Tipps bringen Sie ihren Fuhrpark durch den Winter:

Die 11 Tipps für mehr Sicherheit

1. Winterreifen

Ein wintertaugliches Fahrzeug muss mit Winterreifen ausgestattet werden. Bei einem Neukauf sollte auf das “Alpine”-Symbol geachtet werden. Entscheiden Sie sich dafür, die alten Winterreifen doch noch einmal auszuführen, ist es dringend notwendig die Profiltiefe zu prüfen. Eine Profiltiefe von weniger als 4mm ist nur noch bedingt für den frostigen Straßenverkehr tauglich. Zudem sind Winterreifen, die älter als 10 Jahre sind, grundsätzlich nicht empfehlenswert.

2. Schneeketten

Sie oder Ihre MitarbeiterInnen sind im Mittelgebirge oder Alpenraum unterwegs? In diesem Fall sind Schneeketten eine unverzichtbare Ergänzung.

Schneeketten am Reifen im Winter

3. Gummidichtungen

Gummidichtungen – beispielsweise an Karosserie, Türen und Kofferraum – können bei mangelnder Pflege schnell brüchig werden. Durch Frost und Kälte können Schäden entstehen. Damit alle Zwischenräume weiterhin optimal abgedichtet sind, ist es wichtig, die Dichtungen regelmäßig zu pflegen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Anweisungen auf dem Pflegeprodukt.

Person überprüft den Ölstand vom Fahrzeug

4. Die Autobatterie

Die Autobatterie ist besonders kälteempfindlich. Der Akku sollte vor Wintereinbruch geprüft und gegebenenfalls aufgeladen oder ausgetauscht werden. Bei Kurzstrecken wird die Autobatterie besonders stark in Anspruch genommen. Achten Sie darauf, nur die wirklich notwendigen Stromquellen im Auto einzuschalten – also bei einer sehr kurzen Strecke, die Heizung auch mal auszulassen.

5. Motoröl

Der Ölcheck sollte im Winter besonders gründlich erfolgen. Mit sinkenden Temperaturen kann es zu höheren Drehzahlen kommen. Aufgrund dessen steigt der Ölverbrauch an.

6. Kühlanlage

Ein weiterer sinnvoller Tipp für die Autofahrt im Winter betrifft die Kühlanlage. Sie benötigt vor den Kälteperioden besondere Pflege. Es empfiehlt sich ein Frostschutzmittel anzuwenden, sonst droht ein Motorschaden.

7. Scheibenwischanlage

Mit dem Winter kommen meist erst einmal Regen und Nässe. Umso wichtiger ist dann, dass die Scheibenwischanlage einwandfrei funktioniert. Die Reinigungsflüssigkeit sollte aufgefüllt und mit Frostschutzmittel ergänzt werden. Eine Nachfüllflasche im Gepäck ist empfehlenswert.

8. Beleuchtungsanlage

Auch das Licht ist nun nötiger denn je. Der Winter ist nicht umsonst die dunkelste Jahreszeit. Bevor sie im Dunkeln tappen, lohnt es sich, die Beleuchtungsanlage noch einmal ausgiebig zu checken.

9. Bremsen

Aquaplaning und Eis machen die Straßen zur Rutschbahn. Die Bremsen sollten insbesondere im Winter überprüft und im besten Fall von ExpertInnen getestet werden.

Auto fährt auf nasser Fahrbahn

10. Tipps für die FahrerInnen

Jetzt kann es losgehen! Einige Tipps sind jedoch auch noch vor oder während der Autofahrt im Winter zu beachten. Vor dem Losfahren sollte das Auto vollständig von Eis und Schnee befreit sein: Also am besten das Dach abkehren und die Scheibe mit dem Eiskratzer freikratzen. Den Motor sollten Sie nicht im Stand warmlaufen lassen und die Heizung am besten vor dem Losfahren einschalten. Um einer Rutschpartie vorzubeugen, sind ruckartige Lenkbewegungen während dem Fahren zu vermeiden. Bremsen Sie vorsichtig. Kommt das Fahrzeug dennoch ins Schleudern, sollten Sie auskuppeln und behutsam gegenlenken. Wenn Lenken nicht mehr hilft: vollbremsen!

Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, ist es immer gut, eine gewisse Ausstattung im Fahrzeug dabei zu haben. Wir empfehlen zusätzlich zum notwendigen Erste-Hilfe-Set: Eiskratzer, Besen, Handschuhe, Abdeckfolie, Frostschutzmittel, Starthilfekabel, Schneeketten, gefüllter Reservekanister, warme Decke, Schaufel und Taschenlampe. 

11. Unterweisung der FahrerInnen

Ein Stift und Blatt Papier

Wird Ihr Fahrzeug von mehreren Personen genutzt, müssen alle FahrerInnen entsprechend zum Fahrverhalten im Winter unterwiesen sein. Besonders in Fuhrparks ist dies ratsam, denn im Falle eines Unfalls werden im Zweifel die FuhrparkleiterInnen zur Verantwortung gezogen. 

Die Protokollierung der Unterweisung ist wichtig um zu beweisen, dass die Unterweisung durchgeführt und die FahrzeugfahrerInnen informiert wurden. Für das richtige Dokumentieren sind vorgefertigte Formulare eine Hilfe. Laden Sie alle notwendigen Vorlagen und Formulare für die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften hier herunter:

So machen Sie Ihr Auto winterfest

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Werkstattrahmenvertrag

Sicherheit durch den Werkstattrahmenvertrag

Volle Kostenkontrolle sowie Sorgenfreiheit versprechen Servicepakete oder Werkstattrahmenverträge. Doch wann ist es sinnvoll einen Rahmenvertrag zu schließen? Und was sollten Kunden beachten? Es ist doch schön, wenn sich der Kunde um nichts mehr kümmern muss. Auf diesem Vertrauen bauen die Werkstattrahmenverträge auf, die böse Überraschungen bei Reparaturen vorbeugen sollen. Das Prinzip ist klar: Bereits im Vorfeld soll die allgemeine Verfahrensweise bei Reparatur- und Wartungsaufträgen geregelt werden. So kann etwa eine Wertgrenze für eine erforderliche Reparaturfreigabe durch den Fuhrparkverantwortlichen vereinbart werden. Reparaturaufträge unter einer gewissen Wertgrenze müssen vom Fuhrparkmanagement nicht mehr erteilt oder freigegeben werden. Zusätzlich deckt der Werksattrahmenvertrag in der Regel die Durchführung sämtlicher Inspektionen und Wartungsdienste gemäß den Herstellervorgaben ab, inklusive Lohn sowie den meisten Ersatzteilen. Ob nun einzelne Bausteine oder komplette Service-Flatrate – es kommt immer auf den Einzelfall an und die Bedürfnisse an. 

Qualitätsvereinbarungen abschließen

Neben Wertgrenzen kann es sich auch anbieten, Qualitätsvereinbarungen für Ersatzteile zu vereinbaren. In so einem Vertrag verpflichtet sich die Werkstatt dann, nur Originalersatzteile des jeweiligen Fahrzeugfabrikats zu verwenden. Zusätzlich werden in Rahmenverträgen auch weitere Dienstleistungen geregelt. Dazu zählen die Bereitstellung von Werkstattersatzwagen oder ein Hol- und Bringdienst, Radwechsel und Reifenlagerung sowie eine kostenlose Innen- und Außenreinigung bei Inspektions- und Reparaturarbeiten. Weiterhin gelten die Übernahme der Gebühren für die Hauptuntersuchung und der darin enthaltenen Abgasuntersuchung als Bestandteil dieser Servicekomponente.

Pannenservice - nicht immer lohnend

Wer in einen Unfall verwickelt ist, freut sich über schnelle und unbürokratische Hilfe. Deshalb scheint der Nutzen eines Pannenservice, der oft im Rahmenvertrag angeboten wird, durchaus sinnvoll. Auf der anderen Seite verursacht dieser Baustein aber zusätzliche Kosten. Deshalb sollte man vorab prüfen, ob die fahrzeugnutzenden Mitarbeiter nicht Mitglied in einem Automobilclub sind.

Service Flatrates

Große Hersteller und Werkstatt-Ketten bieten auch pauschale Wartungsverträge an, die für die gesamte Flotte einen festen monatlichen Betrag vorsehen. Doch die Berechnung dieser Komponente lässt sich nicht pauschal für jeden PKW vorhersagen. Der Preis der „Service-Flatrates“ berechnet sich anhand des Umfangs, des Fahrzeugmodells sowie der Vertragslaufzeit und Laufleistung. Häufig sind die Pakete fahrzeuggebunden und können beim Wiederverkauf den Wert steigern. Sie sind interessant, weil sie mehr Sicherheit bieten als die Werksgarantie bzw. -gewährleistung. Der Kunde lehnt sich entspannt zurück und muss weder Angebote von Werkstätten vergleichen noch Angst vor teuren Reparaturen haben. Häufig beinhalten die Pakete zusätzlich eine Garantieverlängerung beinhalten. Beim Wiederverkauf eines Autos mit Service-Flatrate winkt so ein deutlich höherer Preis.

Welche Componente ist ratsam?

Da gibt es kein Pauschal-Urteil für alle Fälle, weil sich jedes Angebot in seiner Variationsbreite deutlich unterscheidet. Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Teure Reparaturen fallen bei Neuwagen in der Regel erst später an. Und so gibt es bei Service-Flatrates eigentlich nur den Vorteil, sich um wirklich nichts mehr kümmern zu müssen. Inspektionen ohne Flatrate oder einzelne selbstbestimmte Komponenten im Rahmenvertrag sind in vielen Fällen wesentlich günstiger. Allerdings kann sich der preisliche Nachteil über einen längeren Zeitraum reduzieren: Nämlich dann, wenn teure Getriebeölwechsel oder neue Bremsen anliegen. Wer jedoch seine Kosten möglichst weit reduzieren möchte, verzichtet lieber auf die scheinbar so attraktiven Full-Service-Angebote.

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Tipps für die Fuhrpark Hygiene

Keime wie Viren, Bakterien oder Pilze befinden sich auf fast allen Gegenständen. Die meisten Keime sind für den Menschen allerdings harmlos und rufen keine Krankheiten hervor. Es gibt aber auch Keime, die den Menschen gesundheitlich angreifen und schon durch einen einfachen Händedruck oder gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden können. So können auch die Fahrzeuge im Fuhrpark schnell zu Krankheitsbeschleunigern werden. Durch die gemeinsame Fahrzeugnutzung werden die Krankheitserreger einfachen und schnell übertragen. Vor allem bei gemeinschaftlich genutzten Firmenwagen, wie den im Corporate Carsharing eingesetzten Poolfahrzeugen, ist es wichtig, Hygienemaßnahmen zu ergreifen und so die Mitarbeiter vor Krankheitserregern zu schützen. Welche Hygienemaßnahmen ergriffen werden können und welche Konsequenzen das für den Fuhrpark und die Fahrer hat, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Warum ist Hygiene im Fuhrpark wichtig?​

Firmenwagen tragen dazu bei, Krankheitserreger zwischen den Mitarbeitern zu verbreiten. Bei einem zeitgleichen Ausfall von mehreren Mitarbeitern können die krankheitsbedingten Kosten dadurch exponentiell ansteigen. Pro Jahr kostet die krankheitsbedingte Abwesenheit der eigenen Mitarbeiter deutsche Unternehmen durchschnittlich eine Summe von rund 130 Milliarden Euro. Das entspricht jährlichen Kosten von 3.600 Euro pro Arbeitnehmer. Davon sind 2.400 Euro allein darauf zurückzuführen, dass die Mitarbeiter trotz Krankheitsfall am Arbeitsplatz erscheinen. Umso wichtiger ist es, dass sich Arbeitnehmer bei einem Krankheitsfall zuhause auskurieren und soziale Kontakte meiden. Es ist daher wichtig, die Firmenwagen mit den richtigen Methoden und Reinigern sauber zu halten und so für eine keimfreie Fahrt zu sorgen. Was gilt es also bei der Fahrzeugreinigung zu beachten?

Zum einen ist es wichtig, vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein regelmäßiges Waschen der Hände sowie das Husten und Niesen in die Armbeuge sind Pflicht. Bei der Nutzung einer Zapfsäule an der Tankstelle ist es ratsam, die ausliegenden Schutzhandschuhe zu verwenden. Diese schützen sowohl vor Keimen als auch vor dem giftigen Kraftstoff. Zudem sollte der Dienstwagen regelmäßig gelüftet und desinfiziert werden, um Krankheitserreger abzutöten.
Bei der Desinfektion des Dienstwagens sollte darauf geachtet werden, dass sämtliche Oberflächen im Wagen großflächig eingesprüht werden und dem Desinfektionsmittel Zeit zum Einwirken gegeben wird. Vor allem die Oberflächen, die häufig mit den Händen berührt oder angehustet werden könnten, sollten gründlich gereinigt werden. Dazu zählen natürlich das Lenkrad inklusive aller Knöpfe, der Touchscreen, der Schaltknauf, die Mittelkonsole, die Handbremse, die Sonnenblenden, das Handschuhfach, die äußeren und inneren Türgriffe sowie die Gurte. Auch die Entriegelungen für die Motorhaube und der Tankdeckel sollten regelmäßig desinfiziert werden. Zum Abwischen des Mittels empfiehlt es sich, ein Mikrofasertuch zu benutzen, da diese materialschonend agieren und so das Wagen-Interieur nicht beschädigt wird.

Welche Desinfektions- oder Reinigungsmittel genau benutzt werden sollten, hängt von der Art des Erregers ab. Das Robert-Koch-Institut rät zum Beispiel in Bezug auf das Virus Covid-19 auf Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsgrad “begrenzt viruzid” oder auch “begrenzt viruzid plus” - also gegen behüllte Viren - zurückzugreifen. Im Normalfall reicht es aber auch aus, haushaltsübliche Reinigungsmittel oder gängige Cockpitreiniger zu verwenden.

Infografik zum Tragen einer Maske im Auto

Fuhrparksoftware Fleet Admin

Um die Hygiene im Fuhrpark zu garantieren und regelmäßige Reinigungen zu dokumentieren, hilft eine Fuhrparksoftware. In der Software kann der Fahrzeugverwalter oder Mitarbeiter alle durchgeführten Reinigungen in der digitalen Fahrzeugakte festhalten. Die nächsten Termine werden einfach als Aufgaben hinterlegt, sodass der Fahrzeugverwalter rechtzeitig an diese erinnert wird. Eine integrierte Fahrzeugbuchung hilft außerdem dabei, die Fahrzeuge und Mitarbeiter einfach zu koordinieren. Fällt ein Fahrer krankheitsbedingt aus, kann das Fahrzeug einfach über das Tool an einen anderen Mitarbeiter übergeben werden. Gleichzeitig hilft das dabei, nachzuvollziehen ob ein Fahrzeug vor der Weitergabe desinfiziert werden muss. Eine Fuhrparksoftware hat weitere hilfreiche Funktionen z. B. zur Kostenkontrolle und Stammdatenverwaltung.

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Was gilt es bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen zu beachten?

PoolfahrzeugeWer regelmäßig mehrheitlich genutzte Fahrzeuge, wie zum Beispiel Poolfahrzeuge nutzt, weiß über den häufig schlechten Zustand dieser Fahrzeuge Bescheid. Da es sich um keine personengebundenen Fahrzeuge handelt, gehen die Mitarbeiter relativ unsorgsam mit diesen Fahrzeugen um. Vermüllte und verdreckte Innenräume sind keine Seltenheit. Es ist daher ratsam, seine Mitarbeiter dazu aufzufordern die Poolfahrzeuge sauber zu halten und alle unnötigen Gegenstände aus dem Auto zu entfernen. Das minimiert nicht nur den Putzaufwand, sondern reduziert auch die 

Oberflächen, auf denen sich potentielle Krankheitserreger festsetzen könnten. Darüber hinaus ist vor allem bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen eine regelmäßige Desinfektion der Oberflächen absolut notwendig. Studien zeigen, dass zum Beispiel ein Virus wie Covid-19 bis zu 3 Tage auf Kunststoffflächen überleben kann. Es empfiehlt sich, dass der Fuhrparkleiter für Poolfahrzeuge Desinfektionsmittel bereitstellt und die Mitarbeiter dazu anhält, die kritischen Stellen vor und nach der Fahrt zu desinfizieren. Nur so kann eine Virenübertragung verhindert und die bestmögliche Fuhrpark-Hygiene ermöglicht werden.

Interview mit dem Unternehmen clean protect

Um mehr zu dem Thema "Fuhrpark-Hygiene" und einer professionellen Umsetzung zu erfahren, haben wir den Geschäftsführer Julian Janzen des Hamburger Unternehmens clean protect interviewt. Das Unternehmen ist seit 2012 in der Beratung zum Hygienemanagement tätig. Zu den Kernaufgaben- und leistungen von clean protect fallen: Hygienedienstleister, Hygienemanagement, Schulungen, Beprobungen,  Desinfektions- und Reinigungsdienstleistung sowie Fachhandel.

Inwiefern spielt das Thema Hygiene für Unternehmen mit Fuhrpark eine Rolle?

Zunächst ist es natürlich davon abhängig inwieweit Hygiene und im weitesten Sinne auch Sauberkeit eine Rolle spielt. Als Dienstleister im Bereich Hygiene ist uns das natürlich sehr wichtig, um auch in der Öffentlichkeit und beim Kunden einen entsprechenden Eindruck zu hinterlassen. Unsere Mitarbeiter sind angehalten ein sauberes Fahrzeug zu führen - nicht nur von außen, sondern auch von innen.

Welche Unternehmen beraten Sie zu dem Thema Fahrzeughygiene?

Hauptsächlich sind das Rettungsdienste und Krankentransportunternehmen, aber auch ambulante Pflegedienste, Bestatter und Kundenbetreuer aus dem Vendingbereich zählen dazu. Bei einigen Rettungsdiensten sind unsere Mitarbeiter in der routinemäßigen Fahrzeugdesinfektion eingesetzt, welche einmal in der Woche durchgeführt werden muss.

Was sind die größten Herausforderungen von Unternehmen, diese Hygienevorschriften einzuhalten?

In den meisten Fällen steht und fällt das Umsetzen mit dem eingesetzten Personal. Bei einigen unserer Kunden findet aber derzeit auch ein Generationswechsel statt, wo man merkt, dass ein Umdenken da ist. Ein Umdenken insofern, dass „haben wir schon immer so gemacht“ überdacht und hinterfragt wird. Dann kommen meist wir ins Spiel, da wir als Hygienedienstleister dem Kunden alles aus einer Hand bieten können.

Wie können Unternehmen die Hygiene in den Fahrzeugen garantieren?

Durch professionelle Unterstützung und Umsetzung des Hygienemanagementsystems. Nicht nur das Vorhalten der Vorschriften ist wichtig (Hygieneordner), sondern gerade die Umsetzung der, durch den Gesetzgeber vorgeschriebenen, Maßnahmen muss gewährleistet sein. Wir schulen die Mitarbeiter vor Ort und setzen das theoretisch Gelernte direkt in die Praxis um.

Gibt es bestimmte Maßnahmen, die Mitarbeiter selbst bei der gemeinsamen Fahrzeugnutzung treffen sollten?

Im besten Fall hinterlässt ein Mitarbeiter das Fahrzeug sauber und ordentlich. Man kann natürlich sagen, dass man das Fahrzeug so hinterlassen sollte wie man es gerne vorfinden möchte, jedoch gibt es davon aber auch unterschiedliche Auffassungen. Bei regelmäßigen Kundenkontakt ist eine Händedesinfektion des Mitarbeiters zu empfehlen und gegebenenfalls ein Flowpack zur Kontaktflächendesinfektion für z. B. Lenkrad, Türgriffe etc.

Was sollten Fahrer bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen beachten, um die Verbreitung von COVID einzudämmen und wie kann das Unternehmen hierbei unterstützen? Gibt es Vorschriften vom Gesetzgeber, die dabei eingehalten werden müssen?

Um das Risiko einer Infektion zu minimieren ist im nicht medizinischen Bereich gründliches Händewaschen schon oftmals ausreichend. Regelmäßiges reinigen der sogenannten Kontaktflächen kann man hier empfehlen, da durch die Mechanik schon viele Keime von den Flächen gewischt werden. In kritischeren Bereichen wie z. B. bei Rettungsdiensten oder in der ambulanten Pflege gibt es regelmäßige Desinfektionen, welche in betrieblichen Hygieneplänen geregelt werden müssen. Diese Unternehmen müssen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes einen Hygieneplan vorweisen.

Können Unternehmen bereits bei der Vergabe von Dienstwagen bestimmte Hygiene-Maßnahmen durchführen? Es macht Sinn bei der Beschaffung von Neufahrzeugen dem Mitarbeiter klare Regeln an die Hand zu geben. Ein ordentlicher, sauberer Umgang ist nicht für jeden Mitarbeiter selbstverständlich, bzw. jeder hat eine andere Auffassung davon, was genau sauber bedeutet.   Welche praktischen Tipps helfen dem Fuhrparkleiter dabei, die Sauberkeit bei den Fahrern durchzusetzen? Wie eben schon drauf eingegangen sind Regeln ein guter Weg zu einem sauberen Fuhrpark. In der jetzigen Zeit kann man nur mit ständigen Kontrollen, Vorleben von Regularien und dem Gespräch mit dem Mitarbeiter ein angemessenes Ergebnis erzielen. 

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