Vorlage zur Gefährdungsbeurteilung

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Die Gefährdungsbeurteilung im Fuhrpark gehört zu den Pflichten des Arbeitgebenden. Sie kann Unfälle verhindern und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil eines vollständigen Arbeitsschutzes. Dennoch wird sie im Fuhrpark oftmals nicht oder nicht richtlinienkonform – etwa mithilfe der BGW Gefährdungsbeurteilung – durchgeführt. Das kann unliebsame Folgen haben und das nicht nur finanziell. Unterlässt man die Gefährdungsbeurteilung für Fahrzeuge und weitere Arbeitsmittel, kann dies als Verletzung der Fürsorgepflicht gelten.

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Gefährdungsbeurteilung im Fuhrpark: Über die Notwendigkeit der Maßnahmen

Die Gefährdungsbeurteilung von Pkw und anderen Fahrzeugen ist ein wichtiger Teil eines umfassenden Risikomanagements. Das Ziel ist es, Unfälle und Schäden am Fahrzeug sowie der Mitarbeitenden zu verhindern. Was viele nicht wissen: Sobald Dienstfahrzeuge jeglicher Art zur Verfügung gestellt werden, ist die Gefährdungsbeurteilung der Fahrzeuge Pflicht, und zwar von allen. Es zählen nicht nur Lkw oder Kleinbusse für den Transport von Gütern oder Serviceeinsätze dazu, sondern auch Firmenautos, selbst wenn diese teilweise privat zur Verfügung stehen.

Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung von Lkw und Pkw sollten potenzielle Gefährdungen und Belastungen ausgeschlossen werden. Sämtliche Maßnahmen, die dahingehend getroffen werden, müssen dokumentiert werden. Diese variieren je nach Art, Größe und Branche des Unternehmens stark und reichen von der Fahrzeugkontrolle bis hin zu dem Vorhandensein von Schutzausrüstungen. Teilweise überschneidet sich die Gefährdungsbeurteilung mit den Unfallverhütungsvorschriften (UVV), geht allerdings noch darüber hinaus.

Üblicherweise erfolgt eine Gefährdungsbeurteilung in Fuhrpark in sieben Schritten:

  1. Identifikation der Beteiligten
  2. Erfassung der ausgeübten Tätigkeiten und Einsatzgebiete
  3. Ermittlung potenzieller Gefährdungen und Belastungen (Risikoanalyse)
  4. Festlegung von Maßnahmen und Zielen
  5. Durchführung der Maßnahmen
  6. Prüfung der Wirksamkeit
  7. Fortschreibung der Beurteilung

Hilfestellung bei der Durchführung gibt unter anderem die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Die BGW Gefährdungsbeurteilung geht gemäß der genannten sieben Schritte vor und vereinfacht damit die gesetzlich notwendige Dokumentation wesentlich.

Wer übernimmt die Aufgabe?

LKW stehen nebeneinander.

Der gesamte Prozess der Gefährdungsbeurteilung von Lkw und Pkw kann aufwendig sein. So stellt sich die Frage, wer verantwortlich ist, dass sie lückenlos durchgeführt wird. Nach Paragraf 13 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) muss es eine „verantwortliche Person“ geben, die notwendige Maßnahmen erkennt und die Durchführung sicherstellt. In der Regel ist dies die Fuhrparkleitung. Das ist auch sinnvoll: Schließlich hat diese bereits einen umfangreichen Überblick über die vorhandenen Fahrzeuge und potenzielle Gefahren.

Welche Maßnahmen sind zu treffen?

Die tatsächlichen Gefährdungen fallen in jedem Unternehmen anders aus. So kann in einem eine Gefahr vom Transportgut an sich ausgehen, während es in anderen Betrieben ausreicht, die Ladung ausreichend zu sichern. In der Regel ist eine Gefährdungsbeurteilung für Lkw Fahrer umfangreicher als in Fuhrparks, die ausschließlich aus Firmenwagen bestehen, die auch privat genutzt werden.

Grundsätzlich gehören unter anderem diese Details zu einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung von Lkw und Pkw:

  • Sicherung des Transportguts gegen Verrutschen, Wegrollen oder Verlust
  • Vorhandensein bestimmter Ausrüstung (zum Beispiel für die Absperrung von Bereichen oder Sicherheitskleidung)
  • Konfiguration des Fahrzeugs mit sicherheitsrelevanter Ausstattung
  • Führerscheinkontrolle inklusive Feststellung der Fahrberechtigung von bestimmten Fahrzeugen
  • Fahrerunterweisung
  • Zustand des Fahrzeugs

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Die Gefährdungsbeurteilung für Lkw Fahrer umfasst darüber hinaus häufig weitere Maßnahmen. So wird etwa festgestellt, ob eine spezielle Navigationssoftware für Lkw vorhanden ist und die gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten eingehalten werden.

Notwendigkeit zur regelmäßigen Durchführung

Eine Gefährdungsbeurteilung wird im regelmäßigen Turnus durchgeführt, bewährt hat sich ein Jahreszyklus. Die getroffenen Maßnahmen sollten fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Der Vorgang ist damit ein laufender Prozess, der nicht zuletzt aktuelle Ereignisse, technische Innovationen oder Gesetzesänderungen mit einbeziehen muss. So entscheiden bei der Gefährdungsbeurteilung von Pkw mit Elektroantrieb andere Faktoren, als bei einem mit herkömmlichen Antrieb. Auswirkungen auf den Arbeitsschutz hatte im Frühjahr 2020 auch die Einführung der Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Die Fuhrparkleitung hatte im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung dafür Sorge zu tragen, dass diese auch in Dienstfahrzeugen beziehungsweise auf dem Firmengelände einzuhalten war.

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Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung stellt die Beurteilung möglicher und vorhandener Gefahren in einem Betrieb und eines Arbeitsplatzes dar. Jeder Angestellte hat den Anspruch auf einen sicheren Arbeitsplatz. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber rechtlich vorgeschrieben. Die Verantwortung und Aufgaben sind in dem sogenannten Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) festgelegt. Genaueres erläutert die Vorschrift 1 des Regelwerks der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Thema Unfallverhütung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Die Gefährdungsbeurteilung soll dabei helfen, mögliche Gefahren im Berufsalltag vorausschauend zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Prävention zu treffen. Sie ist somit die Basis des betrieblichen Arbeitsschutzes und essentiell für die Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmern.

Konkrete Vorschriften zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung gibt es nicht. Letztlich ist die Beurteilung von dem jeweiligen Betrieb und Arbeitsplatz abhängig, da diese unterschiedliche Ansprüche und Gefahren haben können. Grundsätzlich ist die Ermittelung und Beurteilung der Gefahren sowie die Definition von Maßnahmen und deren Durchführung vorgeschrieben. Die regelmäßige und anlassbezogene Überprüfung darf dabei nicht zu kurz kommen.

Die zentralen Fragen, die sich jeder Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung stellen sollte:

  1. Was kann die Sicherheit meines Teams gefährden?
  2. Welche Tätigkeiten können mein Team gefährden?
  3. Durch welche Maßnahmen kann ich die Sicherheit und den Gesundheitsschutz meiner Angestellten ermöglichen?

Beispiele möglicher Maßnahmen der Gefahrenprävention sind Reparaturen, das Aufsetzen betrieblicher Vorschriften, Warnhinweise, ausreichende Pausen und die Unterweisung in die Unfallverhütungsvorschriften.

Die Dokumentationspflicht der Gefährdungsbeurteilung

Nach dem Paragraf 6 Absatz 1 des Arbeitsschutzgesetz (ArBSchG) besteht die Pflicht, die Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren. Das gilt vor allem bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten. Strikte Vorgaben zu der Art der Unterlagen gibt es dabei nicht, Sie haben die Möglichkeit diese digital oder analog zu dokumentieren. Wichtig ist, dass das verfasste Dokument das Ergebnis der Beurteilung, die darauf gestützten Maßnahmen sowie das Ergebnis der Überprüfung wiedergibt.

Verantwortlich für die Gefährdungsbeurteilung ist der Arbeitgeber, der auch für die Unterweisung in die Gefahren und die Unfallverhütungsvorschriften zuständig ist. Er hat zwar die Möglichkeit die Unterweisung auf einen Angestellten, wie zum Beispiel einen Betriebsarzt, zu übertragen. Trotzdem muss er die Maßnahmen dokumentieren lassen und gegebenenfalls überprüfen. Insgesamt hat der Arbeitgeber die Freiheit, die Art und den Umfang der Beurteilung selbst festzulegen. Wichtig ist dabei jedoch, dass für Firmenfahrzeuge die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 70 gilt. Die Vorschrift gibt vor, wie Firmenfahrzeuge eingesetzt werden.

Die Gefährdungsbeurteilung bei Fahrzeugen

Bei Betrieben mit mehreren und verschiedenen Fahrzeugen sind gerade diese eine vielseitige Gefahrenquelle. Die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung muss besonders streng erfolgen. Denn es droht eine Strafe wenn nicht alle Mitarbeiter, die mit den Fahrzeugen arbeiten, die Risiken kennen. Da in vielen Betrieben meist nicht nur PKW in Betrieb sind können beispielsweise auch Gefährungsbeurteilungen für LKW Fahrer, Gabelstabler oder Flurförderfahrzeuge relevant sein. Zu beachten ist weiterhin, dass gerade im Winter neue Gefahren hinzukommen. Der Arbeitsschutz im Winterdienst kann noch zu neuen Herausforderungen führen. Kurz: Insbesondere ein Fuhrpark erfordert eine genaue Beurteilung von Situationen und Risiken im Umgang mit Fahrzeugen sowie eine entsprechende Fahrerunterweisung.

Halten wir fest: Die Gefährdungsbeurteilung ist Chefsache und hat Dokumentationspflicht! Sie muss regelmäßig und bei Bedarf durchgeführt werden.

Allgemeine Tipps zur Gefährdungsbeurteilung

  1. Der Arbeitgeber weist bereits beim Einstellen eines neuen Mitarbeiters oder bei einem Arbeitsplatzwechsel diesen auf die Gefahren und notwendigen Maßnahmen hin.
  2. Zu bestimmten Anlässen wie z.B. dem Kauf neuer Maschinen, einer  Prozessänderung oder im schlimmsten Fall nach Auftreten eines Unfalls, sollte die Gefährdungsbeurteilung wiederholt werden.
  3. Je penibler, umso sicherer: Manche Gefahren sind nicht offensichtlich, sondern treten nur unter bestimmten Bedingungen (z.B. Gefährdungsbeurteilung Winterdienst) auf.
  4. Aus rechtlichen Gründung ist eine Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung sowie die Aufbewahrung dieser notwendig.
  5. Sobald sämtliche Gefahren festgestellt sind, muss der Arbeitgeber das Wissen im Rahmen einer Unterweisung an die Mitarbeiter weitergeben.

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