BAFA Förderung für Elektroautos – diese Zuschüsse für E-Autos gibt es

Der Kauf von Elektroautos kann die Liquidität von Unternehmen belasten. Zu vergleichsweise hohen Kaufpreisen kommen Aufwendungen für Ladesäulen und deren Einbau. Mit der staatlichen Förderung für Elektroautos lassen sich diese Kosten signifikant senken. Vor dem Hintergrund geringerer Folgekosten wird die Anschaffung von E-Autos so auch für den Fuhrpark interessant. Welche Zuschüsse für E-Autos gibt es und wie lassen sie sich geschickt kombinieren?

Förderung für E-Autos: So holen sich Unternehmen den Umweltbonus

Fahrzeug steht in einem Autohaus.

Elektroautos sind teuer: Der Listenpreis von Neufahrzeugen ist in der Regel höher als der von vergleichbaren Benzinern und Dieselautos. Um Kaufanreize zu setzen und die Verbreitung von E-Autos zu fördern, winken Subventionen. Zum einen verspricht sie der Staat in Form der Umweltprämie, zum anderen leisten die Hersteller einen Teil der Förderung für ein E-Auto.

Die Umweltprämie war in der ursprünglichen Fassung bis 31. Dezember 2021 begrenzt. Die Bundesregierung hat sie mit Beschluss vom 17. November 2020 verlängert und verdoppelt. Sie gilt nun bis Ende 2025. Für Käufer und Käuferinnen von E-Autos bedeutet das: Sie können den Antrag für die Förderung des Elektroautos auch über das Jahr 2021 hinaus beantragen.

Für Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von weniger als 40.000 Euro beträgt die Förderung der Regierung bis zu 6.000 Euro. Dazu kommt der Herstelleranteil von weiteren 3.000 Euro. Insgesamt winken so 9.000 Euro Kaufprämie als Maximalwert.

Die staatliche Förderung für das Elektroauto reduziert sich bei steigendem Nettolistenpreis. Beträgt dieser zwischen 40.000 und 65.000 Euro, winken 5.000 Euro Bundesanteil und 2.500 Euro Herstelleranteil – insgesamt also 7.500 Euro.

Auch Hybridfahrzeuge sind in der Bundes- beziehungsweise BAFA E-Auto-Förderung inkludiert. Der Zuschuss für diese E-Autos beträgt maximal 6.750 Euro bei Fahrzeugen mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro: 4.500 vom Staat, 2.250 vom Hersteller. Hybridautos mit einem Nettolistenpreis von maximal 65.000 Euro erhalten 3.750 plus 1.875 Euro und damit im Ganzen 5.625 Euro.

Die BAFA E-Auto Förderung kann von Privatpersonen ebenso wie von Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereinen beantragt werden. Dasselbe gilt für die Herstellerförderung.

Förderungen für Ladesäulen

Weitere Kosten fallen für die Ladesäule an. Sie können mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche schlagen. KäuferInnen von E-Autos sollten diese mit einplanen – allerdings auch eine entsprechende Förderung. Diese hat der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) im Oktober 2020 beschlossen. KäuferInnen einer privaten Ladestation auf dem eigenen oder gemieteten Grundstück erhalten einen Zuschuss für ein E-Auto in Höhe von 900 Euro. Interessant für Fuhrparkverantwortliche kann unter Umständen auch das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ der Bundesregierung sein. Unter anderem erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 4.000 Euro für den Kauf und die Montage einer öffentlich zugänglichen Ladesäule mit bis zu 22 kW Kapazität.

Außerdem könnte es hilfreich sein, E-Auto Batterien als Mietmodell zu nutzen anstatt diese zu kaufen. 

Nahaufnahme einer Ladesäule.

Der Antrag für die staatliche Förderung von Elektroautos: So funktioniert's

Für Fuhrparkverantwortliche besonders interessant ist allerdings die Umwelt- beziehungsweise Innovationsprämie. Der Antrag für die Förderung von Elektroautos – auch als „Innovationsprämie“ bekannt – erfolgt über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Wichtig: Das Fahrzeug muss zuvor erworben und zugelassen worden sein. Der Zuschuss für das E-Auto kann dann innerhalb eines Jahres beantragt werden. Dieser erfolgt in einem vollelektronischen Verfahren, sprich, ausschließlich online.

Die staatliche Förderung für Elektroautos wird für bis zu 500 modellgleiche Fahrzeuge erteilt werden – was für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark interessante finanzielle Anreize bietet. In diesem Fall ist ein Sammelantrag zu stellen. Die Daten werden dann automatisch per FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) abgerufen. Das vereinfacht den Vorgang erheblich und senkt die Hürde für die Beantragung der BAFA Förderung für Elektroautos.

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