Kostenvergleich: Elektroauto vs. Verbrennungsmotor

Die Preise von Elektroautos sind dank Kaufprämien und Förderungen im Tiefflug. Vielfach kosten Fahrzeuge mit Stromanschluss weniger als solche mit Verbrennungsmotor. Auch die Folgekosten bewerten viele als geringer, etwa hinsichtlich des Verbrauchs von Elektroautos. Doch stimmt das vor dem Hintergrund realer Energie- und Anschaffungskosten wirklich? Ein Kostenvergleich Elektroauto versus Verbrennungsmotor deckt auf, ob FahrerInnen mit einem Elektrofahrzeug günstiger fahren und welche Unterschiede es in der Versicherung von E Autos gibt.

Anschaffung von Elektroautos – Preise im Vergleich

Blick in ein Autohaus.

Der Kaufpreis von Elektrofahrzeugen unterscheidet sich je nach Modell erheblich. Grundsätzlich sinken die Preise zunehmend, während der Kauf für eine immer breitere Nutzergruppe attraktiv wird. Ein Grund dafür sind die stetig verbesserten Batterien, die hohe Reichweiten bei starker Leistung liefern.

Die Preisunterschiede zwischen Elektroautos und Benzinern beziehungsweise Dieselfahrzeugen schrumpfen. Zieht man die vom Staat erteilten Umweltprämien ab, sind viele Stromfahrzeuge sogar günstiger als vergleichbare Verbrenner. Je nach Modell winken bis zu 9.000 Euro, teils vom Staat, teils geben HerstellerInnen einen Betrag dazu. Stichwort HerstellerIn: Zum Kaufpreis kommen weitere Aufwendungen wie zum Beispiel eine Ladesäule. Ein Basismodell schlägt im Durchschnitt mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche. Die Kosten übernehmen vielfach ebenfalls HerstellerInnen, darüber hinaus steuert der Staat seit November 2020 um die 50 Prozent und maximal 900 Euro dazu.

Ersparnisse lassen sich jedoch nicht für alle Fahrzeugklassen nutzen. Der Vergleich lohnt immer. So weist der ADAC etwa darauf hin, dass einige Modelle trotz hoher HändlerInnenrabatte und Zuschüssen vom Staat noch immer kostspieliger in der Anschaffung sind als die Pendants mit Verbrennungsmotor. Allerdings sind die reinen Elektroauto Preise nicht allein entscheidend.

Steuererleichterung bis 2030

Denn Vorteile winken auch vom Fiskus: Bis 2030 bleiben Elektroautos von der Steuerpflicht befreit. Darüber hinaus beträgt der geldwerte Vorteil von umweltfreundlichen Firmenfahrzeugen nur 0,5 statt 1 Prozent des Bruttolistenpreises. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahr 2022 für Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft wurden.

Keine Unterschiede im Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor gibt es bei der Versicherung. Hier sind unter anderem die Schadenfreiheitsklasse und das Alter des Fahrers oder der Fahrerin wichtig, nicht die Antriebstechnik. Die Kosten für die Versicherung von E-Autos sind damit in die „Sparbilanz“ nicht mit einzuziehen.

Nutzungskosten im Vergleich: vom Verbrauch bis zu den Wartungskosten von Elektroautos

Anstatt die nächste Tankstelle steuern BesitzerInnen eines Elektrofahrzeugs eine Ladesäule an. Abermals haben sie im Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor die Nase vorn. Im Durchschnitt benötigt ein E-Auto auf 100 Kilometer rund 15 kWh Energie. Bei einem mittleren Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunden kommt man folglich auf rund 4,50 Euro. Ein benzinbetriebenes Fahrzeug verbraucht auf 100 Kilometern im Durchschnitt 5,5 Liter. Vor dem Hintergrund stetig steigender Spritpreise – Stichwort CO2-Steuer – lässt sich ein mittlerer Preis von rund 1,50 Euro pro Liter annehmen. Das ergibt Kosten in Höhe von 8,25 Euro. Ergo: Beim Verbrauch ist ein Elektroautos sparsamer.

Nachteile von Verbrenner

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor verfügt über wesentlich mehr Verschleißteile, dazu kommen Aufwendungen etwa für Ölwechsel. Die Wartungskosten eines Elektroautos liegen Berechnungen des Instituts für Automobilwirtschaft (ifa) circa 30 Prozent unter denen für vergleichbare Benziner und Diesel. Im Schnitt können BesitzerInnen eines E-Autos einen hohen dreistelligen Betrag im Jahr einsparen.

Bei Neufahrzeugen ist der Wertverlust in den ersten Jahren der Nutzung besonders groß. Doch gilt das auch für E-Autos? Nicht unbedingt. Vor allem zeigen sich deutliche Unterschiede in den einzelnen Modellen. Insbesondere Kleinwagen wie zum Beispiel der Renault Zoe oder der Nissan Leaf verzeichnen rapide Preissenkungen innerhalb der ersten drei Jahre. Im Falle von Nissan können sie mehr als 60 Prozent betragen. Anders sieht in der Ober- und Luxusklasse aus. Ein Tesla Model S verliert gerade einmal knapp 30 Prozent an Wert.

Wertverlust von Elektroautos

Nahaufnahme von Werzeug.

Vergleicht man den Wertverlust von Elektroautos, mit dem von Verbrennern liegen beide Klassen in etwa gleichauf. Allerdings kommt bei den Stromfahrzeugen die etwas geringere Attraktivität auf dem Gebrauchtmarkt hinzu. Vor dem Hintergrund von staatlichen Prämien und Händlerrabatten ist der Kauf aus zweiter Hand in vielen Fällen weniger interessant als der eines Benziners oder Diesels.

Dreh- und Angelpunkt des Wertverlusts von Elektroautos ist zudem die Batterie. Deren nutzbare Kapazität sinkt mit zunehmender Nutzungsdauer. Dabei macht der Akku rund ein Drittel des Kaufpreises aus. Die Anzeige der tatsächlichen Restkapazität kann den Wertverlust mindern, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass eine gebrauchte Batterie weniger Reichweite bringt.

Interessant für Unternehmen, die Elektroautos als Firmen- und Poolfahrzeuge einsetzen, ist nicht zuletzt die Nutzungsdauer. Die Abschreibungsfrist von Firmen-Pkw beträgt laut Finanzverwaltung sechs Jahre. Das gilt für E-Autos ebenso wie für solche mit Verbrennungsmotoren.

Kostenvergleich Elektroauto Verbrennungsmotor, was ist günstiger für den Fuhrpark?

Unterm Strich sind die Gesamtkosten für E-Autos niedriger. Zieht man staatliche und HerstellerInnenprämien, HändlerInnenrabatte sowie Zuschüsse für Ladeboxen heran, sparen Unternehmen bereits beim Kauf. Die geringeren Kosten setzen sich bei den Steuern sowie Betriebsaufwendungen fort – Stichwort Stromverbrauch versus Benzinkosten – und reichen bis hin zu geringeren Wartungsintervallen. Diese kosten nicht nur Geld, sie binden auch Ressourcen, wenn Fahrzeuge für die Dauer der Wartung ausfallen.

Excel-Rechner zum Kostenvergleich

Um den Vergleich einmal selbst durchführen, können Sie folgenden Rechner nutzen. Dieser berechnet die Leasingkosten sowie daraus resultierenden Gesamtkosten, die für die jeweiligen Fahrzeuge entstehen. Geben Sie einfach ein Verbrennerfahrzeuge vs einem Elektroauto ein, und berechnen das kostengünstigere Fahrzeug. 

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