E-Auto Batterie – Darauf sollten Fuhrparkleiter achten

Was der Tank für ein gewöhnliches Auto ist, stellt der Akku für ein Elektroauto dar: Er ist die Komponente, die den Motor mit der erforderlichen Energie versorgt. Damit spielt der Akku die wichtigste Rolle im Bereich der Elektromobilität, denn die Kapazität bestimmt die Reichweite eines Elektroautos. Worauf man bei der Anschaffung, Pflege und Nutzung eines Akkus achten muss? Erklären wir hier. 

E-Auto Batterie oder Akku?

Wie heißt es denn nun? Mal wird bei E-Fahrzeugen von Akku gesprochen, dann wieder von Batterie. Richtig ist beides. Jeder Akku ist eine Batterie, aber nicht jede E-Auto Batterie ist auch ein Akku. „Batterie“ ist der Oberbegriff für Energiespeicher. Kann dieser wieder aufgeladen werden handelt es sich nicht nur um eine Batterie, sondern auch um einen Akku. Warum Akkus bei Elektrofahrzeugen so einen wichtigen Stellenwert haben? Sie sorgen zusammen mit dem Stromverbrauch für die so wichtige Reichweite.

Warum ist die E-Auto-Batterie so teuer?

Der Akku ist noch immer die teuerste Komponente eines E-Autos, der Kaufpreis liegt im Durchschnitt zwischen 5000 und 10000 Euro. Grund dafür sind die relativ aufwendigen Produktionsprozesse. Zudem entsteht bei Akkus mit Lithium-Ionen eine höhere Brandgefahr, daher werden beim Verbauen eines solchen Akkus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen benötigt.

Lithium-Ionen Elektroauto Akku

Stichwort Lithium-Ionen-Akkus: An ihnen führt derzeit im Bereich E-Autos kein Weg vorbei. In den Neunziger Jahren wurden sie erstmals für Digitalkameras, Handys und Notebooks verwendet. Auch heute noch verwendet Tesla für seine Autos Lithium-Ionen-Akkus, die ähnlich auch in Laptops verbaut werden. Warum ist Lithium so begehrt? Es ist das leichteste Metall von allen und erlaubt das Speichern von sehr hohen Energiemengen. Darüber hinaus zeigen Lithium-Ionen-Akkus von allen vorhandenen Technologien mit 90 bis 95 Prozent den höchsten Wirkungsgrad und damit den geringsten Energieverlust.

Weitere E-Auto Batterie Alternativen

Aber auch das kann sich schnell ändern, denn derzeit werden diverse Elektroauto Batterie-Alternativen entwickelt: So arbeitet Samsung an Feststoff-Akkus. Die neuartige SALD-Technologie der deutschen Fraunhofer-Institute und der staatlichen niederländischen Forschungseinrichtung The Netherlands Organisation (TNO) soll mithilfe spezieller Atom-Beschichtungen Reichweiten jenseits der 1000 Kilometer in greifbare Nähe rücken. Ein Forschungsinstitut aus Taiwan hat einen intelligenten Akku entwickelt, der vom Fahrverhalten lernt und seine Kapazität so deutlich besser ausnutzen kann. Die chinesische Great-Wall-Motors-Tochter SVOLT und General Motors (GM) arbeiten an einer kobaltfreien E-Auto-Batterie.

E-Auto Akku – mieten oder kaufen?

Händler bieten beim Kauf eines E-Fahrzeugs häufig an, das Auto ohne Akku zu kaufen und die zugehörige Batterie mittels Leasing-Vertrag zu mieten. Dadurch verringert sich der oft hohe Anschaffungsbetrag, hat jedoch eine monatliche Rate für den Akku zur Folge.

Bei der Miete werden oft Leistungsfähigkeit (also Speicherkapazität), Pannenservice und ein Austausch bei einem Defekt garantiert. Beim Kauf gibt es eine Haltbarkeitsgarantie über mehrere Jahre oder eine gewisse Anzahl gefahrener Kilometer. Bei einem möglichen kostenlosen Austausch während einer Miete bleibt der Wiederverkaufswert des E-Autos höher. Doch gilt: Je höher also die jährliche Laufleistung, desto höher der Preis für die Batteriemiete. Fazit: Wer die finanzielle Rate verkraften kann, sollte die Elektroauto Batterie leasen. Soll das Fahrzeug lange Zeit fahren oder irgendwann gebraucht verkaufen werden, ist eine Anschaffung inklusive Elektroauto Akku sinnvoll.

E-Auto Batterie

Richtige Handhabung für E-Auto Batterie

Auf die Lebensdauer des Akkus bei einem E-Auto haben verschiedene Faktoren Einfluss. Darauf sollten Sie achten:

1) Regelmäßige Wartung des E-Auto Akkus

Der Akku sollte einmal im Jahr von geschulten Kfz-Mechatronikern geprüft und gereinigt werden. Dazu gehört, den Akku von Staub, Schmutz und Korrosion zu befreien.

2) Keine extremen Temperaturen 

Die Akkumulatoren sind in einem E-Auto thermisch isoliert verpackt. Trotzdem können extreme Bedingungen wie Kälte (unter -20°C) oder extreme Hitze (über +40°C) die Leistung und Lebensdauer eines Akkus verringern. Im Sommer sollte ein schattiger Parkplatz und im Winter eine Garage zur Verfügung stehen.  

Laden E-Auto Akkus

3) Richtiges laden der E-Auto Batterie

Bekannt ist die Faustregel, dass der Ladezustand des Akkus bei einem E-Auto zwischen 20 und 80 Prozent liegen sollte. Extreme Ladestände setzen unterdessen die Lebensdauer des Energiespeichers herab. An der Autobahn den Wagen mal schnell an einer Supercharger-Station laden? Perfekt für Langstrecken. Jedoch sind diese Schnellladevorgänge für den Akku auch schädlich und sollten deshalb nicht ausschließlich genutzt werden. Der Wagen sollte so oft wie möglich über Nacht an einer Wechselstrom-Wallbox geladen werden. Diese sogenannte „Schnarchladung“ dauert zwar länger, ist aber schonender.

4) Bewusstes und vorausschauendes Fahren

Genau wie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gibt es Fahrweisen, die einem E-Auto schaden können. Dauerhaftes Fahren mit Höchstgeschwindigkeit oder häufiges extremes Beschleunigen verkürzen die Lebensdauer des Akkus.

Entsorgung alter E-Auto Akkus

Im Durchschnitt hält der Akku eines E-Autos acht bis zehn Jahre. Wenn das Ende naht, ist der Elektroauto Akku keinesfalls gänzlich unbrauchbar. Es bedeutet nur, dass die Kapazität herabgesetzt ist. Der zugeführte Strom kann dann nur noch zu 70 bis 80 Prozent gespeichert werden, was häufiges Laden erfordert. Da die Energiespeicher noch anderweitig verwendbar sind, gibt es für ausgediente E-Auto Batterien inzwischen einen großen Markt. Immer mehr Akkus landen nach ihrem Einsatz in Elektroautos im „Second Life“, also als stationärer Speicher für Privathaushalte, aber auch zusammengeschaltet als Großspeicher in Gebäuden und Fabriken. Das „zweite Leben“ kann durchaus zehn weitere Jahre lang dauern. 

Erst danach werden Akkus recycelt. Dabei werden derzeit vor allem Aluminium, Stahl und Kunststoffe aus Gehäusen und Komponenten der Akkus zurückgewonnen. Das Recyceln der weitaus wichtigeren Rohstoffe im Akku ist derzeit noch sehr teuer.  

Gut zu wissen: Bis 2030 sollen nach Berechnungen der Denkfabrik „Agora Energiewende“ rund zehn Prozent des Batterie-Rohstoffbedarfs durch Recycling gedeckt werden.

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.