Elektroauto beim Laden

 

Alle Informationen zur Versteuerung von Elektrofahrzeugen finden Sie übersichtlich in unserer Broschüre zu diesem Thema.
Diese können Sie sich im PDF-Format kostenlos herunterladen: Broschüre zur Firmenwagenversteuerung.

 

Der Umstieg auf einen elektrisch betriebenen Firmenwagen ist aus Umweltschutzgründen immer häufiger ein Thema. Da die Fahrzeuge oftmals in der Anschaffung teurer sind als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, kommt es häufig zum Zögern. Der Gesetzgeber unterstützt die umweltfreundliche Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor, indem er bei der Versteuerung des Firmenwagens Vorteile für die Nutzer schafft. Den geldwerten Vorteil von Elektrofahrzeugen können Sie entweder über die 1-Prozent-Methode oder über das Fahrtenbuch versteuern. Zum Ausgleich für die höheren Anschaffungskosten, kommt es jedoch bei der Berechnung des geldwerten Vorteils und damit der zu zahlenden Steuerlast bei beiden Varianten zu einer Minderung.

Übersicht:

Regelung für E-Autos bis 31.12.2018

Möchte der Fahrzeugnutzer den tatsächlichen und individuellen Nutzungswert seines Fahrzeugs per Fahrtenbuch berechnen, muss er bei der Anschaffung eines Elektroautos die Anschaffungskosten des Batteriesystems bei der Ermittlung der Gesamtkosten herausrechnen. So entsteht ein reduzierter geldwerter Vorteil und folglich eine geminderte Steuerlast.

Beispielrechnung bei Fahrtenbuch

Frau Otto hat sich 2016 ein Elektroauto als Firmenwagen angeschafft, den sie auch privat nutzt. Die Anschaffungskosten liegen bei 37.000€. Sie entscheidet sich für die Fahrtenbuchmethode. Der Anteil der Privatfahrten beträgt 20%. Die gesamte Fahrleistung beläuft sich auf 40.000km. Der einfache Arbeitsweg beträgt 20km. Ihr Steuersatz beträgt 40%.

  1. 16 (kwH) x 350 Euro (Minderung pro kHw)
    = 5.600 Euro Minderung durch die Anschaffungskosten der Batterie
  2. 37.000 Euro (auf glatte Hunderter abgerundeter Bruttolistenpreis) – 5.600 Euro (errechnete Minderung) = 31.400 Euro 
    → gesamte Minderung des Geldwerten Vorteils
  3. 31.400 Euro (Gesamtminderung) : 6 Jahre ( erwartete Nutzungsdauer) 
    = 5.233,33 Euro ( jährlicher Abschreibungsbetrag)
  4. Verrechnung mit zusätzlichen Kosten, wie beispielsweise Versicherungen:
    1.100 Euro (Versicherungskosten) + 900 Euro (Stromkosten) + 5.233,33 Euro (errechneter jährlicher Abschreibungsbetrag)
    = 7.233,33 Euro (Gesamtkosten)
  5. Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten:
    7.233,33 Euro : 40.000 km = 0,18 Euro/km
  6. Berechnung des geldwerten Vorteils:
    (20% x 40.000 km x 0,18 Euro) + (220 Arbeitstage x 2 x 20km Arbeitsweg x 0,18 Euro) = 3.024 Euro
  7. Berechnung der Steuerlast:
    3.024 Euro x 40% = 1.209,6 Euro 
  8. Jährliche Steuerlast: 1.210 Euro

Minderung des Bruttolistenpreises bei der 1-Prozent-Methode

Entscheidet sich der Fahrzeugnutzer für die Versteuerung über die 1-Prozent-Methode, erfolgt die Berechnung des geldwerten Vorteils über den Bruttolistenpreis. Im Falle eines Elektroautos können Sie den Bruttolistenpreis um die Kosten für das Batteriesystem mindern. Bei einer Anschaffung des Autos bis 2013 wird pro kWH der Betrag von 500 Euro multipliziert und vom Bruttolistenpreis abgezogen. Allerdings gibt es einen Höchstbetrag – die Minderung darf maximal 10.000 Euro betragen. Bei allen E-Autos, die ab 2014 angeschafft wurden, wird die Minderung pro kWH jährlich um 50 Euro gekürzt und der Höchstbetrag verringert sich jährlich um 500 Euro. Im Kalenderjahr 2016 beträgt die Minderung pro kWH folglich noch 350 Euro bei einem Höchstwert von 8.500 Euro, im Jahr 2017 wären es 300 Euro bei einem Höchstwert von 8.000 Euro und so weiter.

Bitte beachten Sie: Eine Minderung kann grundsätzlich nur dann erfolgen, wenn die Kosten für das Batteriesystem im Bruttolistenpreis enthalten sind.

Beispielrechnung mit der 1-%-Methode

Sabine hat sich 2016 ein Elektroauto als Firmenwagen angeschafft, den sie auch privat nutzt. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs liegt bei 46.320 Euro und der Batterieverbrauch bei 16 kwH. Die Minderung des Listenpreises berechnet sich wie folgt:

  1. 16 (kwH) x 350 Euro (Minderung pro kHw)= 5.600 Euro Minderung durch die Anschaffungskosten der Batterie
  2. 46.300 Euro (auf glatte Hunderter abgerundeter Bruttolistenpreis) – 5.600 Euro (errechnete Minderung)
    = 40.700 Euro
  3. 1% von 46.300 Euro sind 407 Euro

→ das Ergebnis sind 407 Euro, die als geldwerter Vorteil monatlich versteuert werden müssen

ein Taschenrechner liegt auf einem Notizblock
Wer einen Firmenwagen nutzt, sollte die Versteuerung nach der 1-%-Methode und dem Fahrtenbuch vergleichen.

Fazit – welche Methode lohnt sich?

Als Fazit aus beiden Rechnungen bleibt zu sagen, dass sich das Führen eines Fahrtenbuchs bei Elektroautos lohnt, sofern Sie Ihren Dienstwagen überwiegend betrieblich nutzen. Dies unterscheidet sich nicht von einem benzin- oder dieselbetriebenen Auto. Die höheren Anschaffungskosten des batteriebetriebenen Fahrzeugs werden pauschal gemindert und ein finanzieller Nachteil ausgeschlossen. Wer ein Fahrtenbuch führen möchte, kann dies also auch bei einem Elektrofahrzeug ohne Bedenken tun.

Wann lohnt sich die Pauschalversteuerung?

Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs ist die Basis für die Berechnung des geldwerten Vorteils. Die pauschale Versteuerung kann sich also für Sie rechnen, wenn Sie ein günstiges Modell fahren. Auch wenn Sie Ihren Wagen häufig privat nutzen, kann es sein, dass sich diese Methode für Sie rechnet. Denn: Grundlage für die Fahrtenbuchmethode ist die tatsächliche private Nutzung. Sind Sie also häufig privat mit dem Dienstwagen unterwegs, kann diese Versteuerungsmethode teurer werden.

Tipp: Bevor Sie sich für die Pauschalversteuerung entscheiden, sollten Sie unbedingt nachrechnen – Ein nachträglich ausgefülltes Fahrtenbuch akzeptiert das Finanzamt nämlich nicht.

Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?

Bei der Versteuerung über die Fahrtenbuchmethode werden nur die tatsächlich gefahrenen Privatfahrten zugrunde gelegt. Sind Sie also überwiegend beruflich mit dem Firmenwagen unterwegs, lohnt sich ein Fahrtenbuch fast immer. Das Gleiche gilt für Fahrzeuge mit einem relativ hohen Bruttolistenpreis oder einer hochwertigen, werkseitig eingebauten Sonderausstattung.

Tipp: Auch, wenn Sie Fahrtenbuch führen, können Sie sich bis zur Abgabe der Steuererklärung für die Pauschalversteuerung entscheiden. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn Sie doch mehr Privatkilometer als geplant gefahren sind und die 1% Methode deshalb für Sie günstiger ist.

Regelung für E-Autos ab 2019 bis 2022

Umweltfreundliche Dienstwagen werden ab sofort von der Bundesregierung mit einer Steuersenkung belohnt. Der geldwerte Vorteil beläuft sich somit auf 0,5 % des Bruttolisten- oder Anschaffungspreises. Zuvor bekamen Elektrofahrzeuge nur eine minimale Steuerminderung. Nach der alten Regelung wird der Bruttolistenpreis für bis zum 31.12.2018 angeschaffte Firmenwagen um 500 Euro pro Kilowattstunde (kWh) der Batteriekapazität gemindert. Die Minderung erhöht sich bei den in Folgejahren angeschafften Kraftfahrzeugen um jeweils 50 Euro pro kWh.

Mit der neuen Regelung ändert sich jetzt die Bemessungsgrundlage. Wird der Dienstwagen gemäß der 1-%-Methode versteuert, muss ab sofort nur noch 0,5 % des Listenpreises versteuert werden. Ähnliches gilt für das Führen eines Fahrtenbuches. Für die Berechnung der Abschreibung wird der halbierte Anschaffungspreis verwendet.

Voraussetzungen für die Steuersenkung

Um die Steuersenkung für ein Elektroauto zu erhalten, müssen Sie folgende Richtlinien erfüllen:

  • Das Elektro- oder Hybridauto wird in dem Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft, gemietet oder geleast.
  • Hybridfahrzeuge müssen extern aufladbar sein und dürfen keine Mild-Hybrid-Fahrzeuge sein.
  • Hybridwagen dürfen nicht mehr als 50 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro gefahrenen Kilometer ausstoßen oder die Reichweite bei einem rein elektrischen Antrieb muss mindestens 40 Kilometer betragen. 

Achtung: Haben Sie Ihr Fahrzeug vor dem 01. Januar 2019 angeschafft, gilt die alte Regelung bezüglich der Versteuerung von Elektroautos. Wie die Berechnung des geldwerten Vorteils erfolgt, erfahren Sie im oberen Teil des Artikels.

E-Autos

Elektrofahrzeuge werden entweder ausschließlich durch Elektromotoren, aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern oder aus mechanischen beziehungsweise elektrochemischen Energiespeichern gespeist.

Plug-In-Hybride

Plug-In-Hybride können ihren Akkumulator extern über das Stromnetz oder über den eingebauten Verbrennungsmotor laden. Sie werden auch Steckdosenhybrid genannt.

Versteuerung nach der 1-%-Regelung

Die pauschale 1-%-Methode schreckte Firmenwagenfahrer in der Vergangenheit davon ab, auf ein Elektroauto umzusteigen. Da die elektrischen Fahrzeuge bisher einen hohen Bruttolistenpreis hatten, fiel der geldwerte Vorteil groß aus. Bei Fahrzeugen, die zwischen 2019 und 2022 angeschafft werden, halbiert sich nun automatisch der Bruttolistenpreis bei der Berechnung. Gleiches gilt auch bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils für Fahrten zwischen der Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte sowie Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung. Jedoch bleibt die Richtlinie weiterhin gleich, dass bei der pauschalen Methode der tatsächliche Anschaffungspreis keine Rolle spielt. Haben Sie Ihr Fahrzeug mit einem erheblichen Rabatt erhalten oder gebraucht gekauft, hat das keine Auswirkung auf die Berechnung. Anders verläuft hierbei die Ermittlung nach der Fahrtenbuchmethode. Mehr Informationen hierzu finden Sie im unteren Bereich des Artikels.

Beispielrechnung bei der 1-%-Regelung

Herr Müller hat sich Anfang des Jahres 2019 ein neues Elektroauto gekauft. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs beträgt 68.600 Euro. Der Arbeitsweg von Herr Müller beträgt bei einfacher Strecke 20 km. Regulär ist 1 % des Bruttolistenpreises und 0,03 % des Bruttolistenpreises pro Kilometer der einfachen Strecke zum Betrieb (Arbeitsweg) fällig. Durch die neue Regel, ändert sich die Steuerlast nun auf 0,5 % des Bruttolistenpreises, wodurch dieser 34.300 € beträgt. Auch für die Berechnung des Nutzungswertes zwischen Wohnung und Arbeitsplatz verwendet Herr Müller jetzt den halbierten Listenpreis. 

Daraus ergibt sich folgende Rechnung gemäß der pauschalen Methode:

Schritt 1: Berechnung des pauschalen jährlichen Nutzungswerts:
12 Monate x 0.5 % x 68.600 € = 4.116 €
Schritt 2: Berechnung des jährlichen Nutzungswert der Fahrten von Wohnung zu Arbeitsplatz:
12 Monate x 0,03 % x 34.300 € x 20 km = 2469.6 €
Schritt 3: Ergebnis pauschaler Nutzungswert:
4.116 € + 2469.6 € = 6585.6 €
Schritt 4: Berechnung Steuerlast:
Bei einem Steuersatz von 40 % zahlt Herr Müller weitere 2634.24 Euro Steuern im Jahr.

Hinweis:

Sofern Unternehmer zwischen 2019 und Ende 2030 einen E-Dienstwagen ganz ohne Kohlendioxidemission anschaffen und dessen Bruttolistenpreis nicht mehr als 40.000€ beträgt, müssen sie für die Berechnung des geldwerten Vorteils sogar nur noch ein Viertel des Bruttolistenpreises zugrunde legen. Dafür sorgt ein neues Gesetz. Dieses verlängert im Übrigen unter bestimmten Voraussetzungen auch die genannte Förderung von E-Autos über das Jahr 2022 hinaus bis zum Ende des Jahres 2030.

Versteuerung durch das Fahrtenbuch

Die neue Regelung bezieht sich auch auf das Führen eines Fahrtenbuches. Obwohl sich der Bruttolistenpreis für Elektro- und Hybridfahrzeuge bei der Berechnung halbiert, kann sich für viele weiterhin das Fahrtenbuch lohnen. Anders als bei der pauschalen Methode wird nämlich nicht der Listenpreis, sondern die tatsächlichen Anschaffungskosten berücksichtigt. Somit werden ab sofort die Kauf-, Leasing– oder Mietaufwendungen halbiert. Dadurch verringern sich die Kosten für die Abschreibung des Fahrzeugs immens.

Beispielrechnung bei dem Fahrtenbuch

Herr Müller hat sich mit dem Kauf des Elektroautos im Januar 2019 zugleich für das Führen eines Fahrtenbuches entschieden. Der tatsächliche Anschaffungspreis des Fahrzeugs beruht sich auf 55.000 Euro. Für die Berechnung dürfen Sie den Preis nun halbieren, sodass der Anschaffungspreis auf 27.500 Euro sinkt. Der Anteil der privat gefahrenen Kilometer an den Gesamtkilometern beträgt sich bei Herrn Müller jährlich auf 20 %. Die gesamte Fahrleistung umfasst 40.000 Kilometer, die jährlichen Arbeitstage 220 und der einfache Arbeitsweg ist weiterhin 20 km. Der Steuersatz beträgt 40 %.

Aus den Informationen ergibt sich folgende Ermittlung des geldwerten Vorteils:

Schritt 1: Berechnung der Fahrzeugkosten:
Die Berechnung der jährlichen Fahrzeugkosten setzt sich aus der Summe der Abschreibung, des hälftigen Anschaffungswerts, der Betriebskosten, Fixkosten und Werkstattkosten zusammen.
Abschreibung: 4.584,25 (16.67 % des hälftigen Anschaffungswerts)
Betriebskosten: 967 Euro (z. B. Kraftstoff)
Fixkosten: 1.204 Euro (z. B. Versicherungen)
Werkstattkosten: 630 Euro (z.B. Reparaturen)
Summe: 7.385,25 Euro
Schritt 2: Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten:
7.385,25 Euro / 40.000 km Fahrtleistung = 0,18 €/km
Schritt 3: Berechnung des geldwerten Vorteils:
(20 % x 40.000 km x 0,18 €) + (220 Arbeitstage x 2 x 20 km Arbeitsweg x 0,18 €)
= 3.024 €
Schritt 4: Berechnung der Steuerlast:
3.024 € x 40 % = 1209.6 €
Bei der Fahrtenbuchmethode fällt eine Steuerlast von 1209.6 Euro im Jahr an.

Wem das manuelle Führen eines Fahrtenbuches zu aufwendig ist, kann auf ein elektronisches Fahrtenbuch umsteigen. Hier ändert sich trotz Elektrofahrzeug nichts an den Vorgaben. Wichtig ist, dass Sie sich bei dem Anbieter informieren, ob das digitale Fahrtenbuch mit dem Elektro- oder Hybridfahrzeug kompatibel ist.

Weitere Vorteile bei Elektroautos als Firmenwagen

Befreiung der Kfz-Steuer​

Um die Nachfrage anzukurbeln, hat sich die Regierung weitere Vorteile ausgedacht. So werden reine Elektroautos bei der Erstzulassung bis Ende 2020 außerdem für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Regel gilt auch rückwirkend für Erstzulassungen ab dem 18. Mai 2011 und umgerüstete Altfahrzeuge.

Umweltprämie für E-Autos

Außerdem gibt es einen Umweltbonus bis zum 30. Juni 2019, der von der Bundesregierung und Industrie finanziert wird. Eine Kaufprämie von 4.000 Euro für Elektroautos und eine Prämie von 3.000 Euro für Plug-In-Hybride werden bei einem Bruttolistenpreis von bis zu 60.000 Euro gewährt. 
Die Prämie wirkt sich jedoch nicht auf die Firmenwagenversteuerung aus. Lesen Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Förderung auf der Seite des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. 

ein Elektroauto wird geladen

Achtung: Seit dem Klimapaket hat sich diese Regel geändert.

Die Erhöhung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge bis Ende 2025 ist eine weitere Maßnahme, um die Verbreitung von E-Autos zu fördern. Die Europäische Kommission, die dem Vorhaben zustimmen musste, hat hierfür grünes Licht gegeben.

Der Umweltbonus wird für rein elektrische Fahrzeuge von 4.000€ auf 6.000€ und für Plug-In Hybride von 3.000 € auf 4.500 € steigen. Die Förderung gilt für Fahrzeuge bis zu einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000€.

Über einem Nettolistenpreis von 40.000€ bis maximal 65.000€ beträgt der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge 5.000€ und für Plug-In-Hybride 3.750€.

Ferner wird die bestehende Förderung um eine Kaufprämie für junge Gebrauchtfahrzeuge ergänzt. Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass sie keine Einwände gegen die neue Förderung hat.

Anreize für Arbeitgeber

Arbeitgeber können nun die Nutzung von Elektroautos steuerfrei fördern. Hier gilt das Aufladen von Privatfahrzeugen oder Firmenautos, die auch privat genutzt werden dürfen. Außerdem ist es wichtig, dass der Arbeitnehmer den geldwerten Vorteils des Firmenwagens nicht nach der 1-%-Regelung sondern nach dem Fahrtenbuch versteuert. 

Achtung: Seit dem Klimapaket hat sich diese Regel geändert.

Für das Laden des Dienstwagens im Unternehmen fallen weiterhin weder Lohnsteuer- noch Sozialversicherungsbeiträge an. Der Gesetzgeber hat diesen Vorteil nun bis einschließlich 2030 verlängert. Lädt der Mitarbeiter das Fahrzeug zuhause oder trägt die Kosten dafür, kann der Arbeitgeber die Kosten steuer- und sozialversicherungsfrei über einen Pauschalbetrag erstatten. Hier gilt: Gibt es eine Lademöglichkeit im Unternehmen, darf der Arbeitgeber 20 € für E-Autos und 10€ für Hybride zuschießen. Kann der Mitarbeiter nur zuhause laden, dürfen 50€ beziehungsweise 25€ dazu bezahlt werden. Leistet der Arbeitgeber keinen Beitrag, darf der geldwerte Vorteil gemindert werden.

Private Ladestationen

Wer sein Auto z. B. lieber zuhause über eine Ladestation auflädt, die in der Privatgarage steht, kriegt die Kosten vom Finanzamt erstellt. Überlassen Unternehmen die Ladestationen kostenfrei oder verbilligt, bleibt das Gehaltsextra steuerfrei.

Achtung: Seit dem Klimapaket hat sich diese Regel geändert.

Ladevorrichtungen die dauerhaft an Mitarbeiter überlassen werden, müssen mit lediglich 25% versteuert werden. Auch die Möglichkeit der Pauschalversteuerung hat der Gesetzgeber bis Ende 2030 verlängert. Ist die Überlassung nur vorübergehend, bleibt sie hingegen weiterhin lohnsteuerfrei. Die Bundesregierung hat in Bezug auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur im gewerblichen Bereich weitere Förderungen angekündigt.

Weitere Senkung der Firmenwagensteuer

Die Regierung hat zudem eine weitere Senkung der Firmenwagensteuer für E-Autos ohne CO2-Ausstoß mit einem Bruttolistenpreis von unter 40.000 € verabschiedet. Für die Pauschalversteuerung bedeutet das, dass bis 2030 nur 25% des Bruttolistenpreises versteuert werden müssen. Mit einem Fahrtenbuch muss dann nur ein Viertel der Kauf-, Leasing- oder Mietaufwendungen versteuert werden. Ferner hat die Bundesregierung die Regelungen für die Förderung von Plug-In Hybriden angepasst. Ab 2022 müssen Hybride, um in den Genuss der halbierten Bemessungsgrundlage zu kommen, mindestens 60 km (ab 2025: 80km) elektrisch fahren können. Alternativ gilt die Halbierung der Bemessungsgrundlage weiterhin, sofern der Hybrid maximal 50 Gramm CO2 pro km ausstößt.

Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Lieferfahrzeuge

Zusätzlich dürfte auch die Senkung von Stromkosten und die Verteuerung von Benzin und Diesel die Stromer attraktiver machen. Mit dem Jahressteuergesetz 2019 hat die Bundesregierung für den Zeitraum (2020 bis Ende 2030) eine Sonderabschreibungsmöglichkeit im Jahr der Anschaffung für rein elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge beschlossen. Sie gilt auch für bestimmte E Lastenfahrräder.

Und was ist mit Elektrofahrrädern?

Betriebliche Fahrräder und Elektrofahrräder sollen ebenfalls in den Jahren 2019 bis 2022 gefördert werden. Wichtig ist hierbei, dass das Fahrrad verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug eingestuft wird. Dies erfolgt beispielsweise, wenn das Elektrofahrrad schneller als 25 Kilometer pro Stunde fährt. Ab sofort sieht das Einkommensteuergesetz die Steuerfreiheit für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrads vom Arbeitgeber vor.
Das bedeutet: Nutzen Sie Ihr Arbeitsfahrrad auch privat, entsteht hierfür kein geldwerter Vorteil.

ein E-Bike
E-Bikes können von verschiedenen Anbietern wie z. B. Uber gemietet werden.

Die Broschüre zum kostenlosen Download

Hier finden Sie alle relevanten Informationen zur Versteuerung von E-Dienstwagen zusammengefasst im PDF-Format. So können Sie jederzeit darauf zurückgreifen und sie bei Bedarf mit Ihren Kollegen teilen. 

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