Steuersparjahr 2019

Fliegender Wechsel: So können Sie zum Jahresende auf ein Fahrtenbuch umsteigen

Der Jahreswechsel rückt näher und neben guten Vorsätzen kommt auch das Thema Firmenwagenversteuerung auf. Denn: Nur zum Jahresende kann von der 1%-Methode auf ein Fahrtenbuch umgestiegen werden.

Die Privatnutzung eines Firmenwagens muss versteuert werden. Dabei kann zwischen der 1 %-Methode und dem Fahrtenbuch gewählt werden. Die Versteuerungsmethode zu wechseln, also von der 1%-Methode auf ein Fahrtenbuch umzusteigen, ist grundsätzlich nur zum Jahreswechsel möglich. Ein unterjähriger Wechsel ist nicht möglich. Diese Regelung ist durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20.03.2014 festgelegt. Diese Einschränkung soll Spartricks vermieden, sodass es beispielsweise nicht möglich ist, für Zeiträume, in denen das Fahrzeug besonders häufig privat genutzt wurde, die 1%-Methode anzuwenden und in den anderen Fahrtenbuch geführt wird.

Ausnahme: Fahrzeugwechsel

Unterjähriges Umsteigen ist nur dann möglich, wenn ein Fahrzeugwechsel, beispielsweise durch Neukauf, bevorsteht. Dann kann auch auf ein Fahrtenbuch umgestiegen werden, wenn zuvor pauschal versteuert wurde. Der Chef hat Einwände? Lassen Sie sich nicht sofort abschrecken, denn wie ein Firmenwagen versteuert wird, darf der Chef nicht festlegen. Details zum diesem Thema können Sie hier nachlesen.

Doch lieber Fahrtenbuch? Die finale Entscheidung zum Jahreswechsel

Die endgültige Entscheidung darüber, welche Versteuerungsmethode bei Ihrem Fahrzeug angewendet werden soll, kann noch bei der Einreichung der Steuererklärung beim Finanzamt getroffen und geändert werden. Sie können also – auch wenn Sie ein Fahrtenbuch geführt haben – zu diesem Zeitpunkt noch angeben, dass der Privatanteil der Fahrten doch per 1%-Methode versteuert werden soll. Nicht möglich bleibt dies bei einer betrieblichen Nutzung von weniger als 50 Prozent. Ist dies der Fall, gelten formlose Aufzeichnungen als Nachweise der Nutzung — im besten Falle führen Sie hier also Fahrtenbuch.

Rückt das Jahresende näher, ist es also wieder Zeit für die Steuerfrage. Die Wahl zwischen der 1%-Methode und dem Fahrtenbuch muss neu überdacht und rechtzeitig getroffen werden. Vimcar hilft gerne, die Entscheidung leichter zu machen und berät gerne, ob ein Fahrtenbuch für Sie die passende Lösung ist.

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