3G Abschaltung: Was Fuhrparkverantwortliche wissen müssen

3G Sendeanlage Mobilfunkmast

Im Sommer 2021 kommt das endgültige Aus für UMTS, auch 3G-Netz genannt. Mobilfunkanbieter mehrerer Länder stellen die Versorgung ein und geben so Frequenzbereiche für die Nachfolgetechnologien LTE (4G) und 5G frei. Wer sich bisher auf ältere Datendienste und Telematik-Endgeräte verlassen hat, steht nun vor einem Problem: Veraltete Technologien, die auf das UMTS-Netz angewiesen sind, funktionieren nach der Abschaltung nicht mehr. Fuhrparkverantwortliche und Telematik-NutzerInnen müssen jetzt handeln, um auch nach der 3G Abschaltung noch Connected-Car-Services, digitale Fahrtenbücher und Echtzeit-Navigation nutzen zu können.

Warum die Abschaltung des 3G Netzes?

Mit der Einführung des 3G-Netzes im Jahre 2000 wurde der Grundstein für eine schnelle Datenübertragung und mobiles Internet gelegt. Seitdem hat sich unser Nutzungsverhalten  jedoch grundlegend geändert: Mit dem Siegeszug des Smartphones ist das 3G-Netz an seine Grenzen gestoßen und eine größere Bandbreite wurde erforderlich. Obwohl UMTS in den 2010er Jahren ständig ausgebaut und weiterentwickelt wurde, konnte es mit seiner geringen Datenübertragungsrate von maximal 42 Megabit pro Sekunde den steigenden technischen Anforderungen nicht gerecht werden.

Seit 2010 gibt es daher das 4G-Netz (LTE). Es ist dem 3G-Netz mit einer Datenrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde weit überlegen. Der neueste Mobilfunkstandard, das 5G-Netz, schafft in der Theorie sogar eine Internet-Geschwindigkeit von bis zu 10.000 Megabit pro Sekunde. Um eine schnellere und effizientere Datenübertragung bundesweit sicherzustellen, sollen die bisher vom UMTS-Netz belegten Frequenzen künftig für den Ausbau der 4G- und der 5G-Netze verwendet werden. 

Smartphone Navigation

Die Bundesnetzagentur plant, bis Ende 2022 eine Mobilfunkgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde für 98 Prozent der deutschen Haushalte zu gewährleisten. Will Deutschland dieses Ziel erreichen, muss es die digitale Infrastruktur im Land verbessern und kommt daher an der 3G Abschaltung nicht vorbei.

Warum wird nicht das ältere 2G Netz abgeschaltet?

Das 2G-Netz, oder auch GSM-Netz genannt, wird in Deutschland vorrangig für Telefonie, SMS und und einfache M2M Kommunikation genutzt. Es bietet eine Flächenabdeckung von nahezu 100% und stellt somit eine Art Grundversorgung dar. Denn in vielen Teilen Deutschlands muss nach wie vor auf das GSM-Netz zurückgegriffen werden, da es noch keine flächendeckende Abdeckung mit schnelleren Standards gibt. 

Aus diesem Grund ist seitens der Mobilfunkanbieter auch nicht geplant, das 2G-Netz in absehbarer Zukunft abzuschalten. Besonders ältere Endgeräte nutzen dieses Netz, da sie häufig nicht LTE kompatibel sind. Der eCall – der seit 2018 von der Europäischen Union vorgeschriebene, automatische Notruf für Kraftfahrzeug – benö­tigt ebenfalls den älteren 2G-Netz­stan­dard.

In einigen anderen Ländern verhält es sich jedoch anders: Hier gibt es durchaus Überlegungen, das 2G-Netz abzuschalten. Die Swisscom, der größte Mobilfunkbetreiber der Schweiz, hat ihr GSM-Netz beispielsweise bereits im April 2021 abgestellt.

Person ohne Netzverbindung

Wann erfolgt die UMTS Abschaltung?

Die 3 größten Mobilfunkanbieter Deutschlands planen die 3G Abschaltung bis spätestens Ende 2021. Vodafone- und Telekom-KundInnen können bereits seit dem 30. Juni 2021 nicht mehr auf das 3G-Netz zugreifen. Auch die Telefónica (O2) will den Mobilfunkstandard bis zum 31.12.2021 auslaufen lassen. Dies geschieht schrittweise und ist über einen längeren Zeitraum geplant: Bereits zum 1. Juli erfolgte die 3G Abschaltung für die ersten 500 Standorte, ab 14. Juli folgten weitere 1.000.

Was bedeutet die 3G Abschaltung für Telematik-NutzerInnen?

Von der 3G Abschaltung sind alle Menschen betroffen, die ein nicht LTE-fähiges Endgerät nutzen, welches bei der Ausführung von Diensten auf eine schnelle Datenverbindung angewiesen ist. Das kann beispielsweise ein Smartphone sein, auf dem Social Media oder ein Instant-Messaging-Dienst wie WhatsApp genutzt wird – aber die UMTS Abschaltung betrifft eben auch viele Telematik-Endgeräte.

Beherrscht die im Pkw oder Lkw verbaute Funktechnik nur 3G, funktionieren Remote- und Telematik-Dienste nach der Abschaltung nicht mehr, da keine Internetverbindung hergestellt werden kann. Dies kann sogar in jüngeren Fahrzeugmodellen der Fall sein, da auch hier noch häufig ein UMTS-Modem verbaut wurde.

Pkws und Lkws, welche Connected Services nutzen und noch nicht mit 4G-Funkmodulen arbeiten, müssen aufgerüstet werden oder weichen je nach Hersteller und Dienst auf das 2G/GSM-Netz aus.

Was Fuhrparkverantwortliche beachten müssen

Besonders im Fuhrpark kann die 3G Netz Abschaltung eine Herausforderung darstellen: Das digitale Fuhrparkmanagement funktioniert häufig mittels einer Management-Software oder einer App-Lösung. Diese ermittelt per GPS die technischen Daten der Flotten-Fahrzeuge sowie deren Zustand. Häufig kann die Software auch die zurückgelegte Route tracken und mittels Algorithmus Vorschläge zur Auftragserteilung geben.

Viele dieser Softwarelösungen und Endgeräte, die die Fuhrparkverwaltung durch Automatisierungsprozesse vereinfachen, funktionieren noch über das UMTS-Netz. Wer also die Vorteile des digitalen Fuhrparkmanagements weiterhin nutzen will, sollte seine Telematik-Dienste beizeiten überprüfen und gegebenenfalls an den Stand der Technik anpassen. Gerade veraltete Geräte können von der 3G Abschaltung betroffen sein und müssen im schlimmsten Fall komplett ausgetauscht werden.

3G für Connected Car Services

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Die Software-Lösungen und Geräte von Vimcar arbeiten über das 2G/GSM-Netz und sind somit nicht von der UMTS Abschaltung betroffen. Das 2G/GMS-Netz verfügt über eine vollständige Netzabdeckung von nahezu 100 Prozent und ist somit sehr zuverlässig. Die Fuhrparksoftware Vimcar Fleet nutzt GPS-Funktionen, um die tägliche Fahrzeugverwaltung zu vereinfachen und die Abläufe im Fuhrpark zu optimieren. Sie wollen mehr erfahren? Laden Sie jetzt die Broschüre herunter!

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