Fahrzeug nach einem Unfall mit einem Schaden an der Frontseite.

Wenn es kracht, ist ein funktionierendes Schadenmanagement viel wert. Welche Abläufe dabei zu beachten sind und wie sie Geld sparen können, lesen Sie hier.

Rund 1.500 Euro kostet heute ein Schaden mit Versicherungsbezug durchschnittlich. Dieser Preis lässt sich aber drücken, wenn der Vorgang über eine professionelle Schadensteuerung läuft. Im Kasko-Fall um etwa 330 Euro und im Kfz-Haftpflicht-Fall immerhin um 430 Euro. Damit kann der Flottenmanager viel Geld sparen. Wie aber soll ein Unternehmen ein umfassendes Risiko- und Schadenmanagement am besten regeln? Mit einer Abteilung im eigenen Unternehmen, die über die volle Kontrolle des Risiko- und Schadenmanagements verfügt? Das allerdings wäre sehr aufwendig. Oder die Schäden lieber komplett von den Versicherungen oder Leasinggebern abwickeln lassen? Das wiederum wäre ziemlich teuer. Schadenmanagement ist in jedem Fuhrpark ein unumgänglicher Prozess. Wichtig ist ein effizientes Schadenmanagement mit standardisierten Prozessen. Doch welche Schritte fallen bei einem Schaden an? Und welche Profi-Tipps sollten Verantwortliche verinnerlichen? Wir wissen es.

Umfassende Schadensaufnahme

Unmittelbar nach einem Unfall sollte eine Aufnahme des Schadens bei den Unfallbeteiligten erfolgen. Das ist wichtig, weil alle Informationen zur Regulierung des Unfalls benötigt werden. Am besten anhand von Checklisten, die eine möglichst vollständige Informationsbasis abdecken.

Schnelle Meldung des Schadens

Als nächstes wird der Schaden schnellstmöglich bei den Versicherern der Beteiligten gemeldet – telefonisch oder über das Internet. Im Rahmen der Abwicklung erfolgen unter anderem eine Deckungsprüfung und die Kommunikation mit der Versicherung der Gegenseite. Eventuell erfolgt der Einsatz von Gutachtern.

Organisation der Reparatur

Wer bereits über ein großes Netz an Partnern verfügt, beschleunigt die Reparatur des Unfallfahrzeugs. Nach Abstimmung des Reparaturtermins sollte der Fortschritt der Arbeiten nicht aus den Augen gelassen werden, damit der Fertigstellungstermin eingehalten wird.

Mobilität ermöglichen

Ohne Firmenwagen verliert das Unternehmen seine Präsenz. Damit der Dienstwagenfahrer mobil bleibt, sollten Carsharing-Fahrzeuge, Mietwagen oder interne Poolfahrzeuge eingesetzt werden.

Controlling beachten 

Wenn ein Unfall passiert, dann gibt es jede Menge in der Nachbearbeitung zu tun. Neben der Kontrolle sowie Freigabe, stehen Prüfung von Kostenvoranschlägen und Rechnungen im Fokus. Für die komplexen Schritte sollten Fuhrparkmanager Prozesse und Zuständigkeiten rechtzeitig festlegen. Wer eine klare Richtlinie verfolgt, handelt effizient und schafft für alle Seiten Transparenz im Schadenmanagement.

Totalschaden oder Reparatur: Was soll ich tun?

Eine Frage, die schwer zu beantworten ist. Denn was mit einem Leasingfahrzeug nach dem Unfall passiert, hängt maßgeblich vom Schaden ab. In erster Linie geht es um die Frage, ob es sich um einen Total- oder Reparaturschaden handelt. Bevor man Schäden überhaupt reparieren lässt, benötigt der Verantwortliche eine Freigabe vom Leasinggeber. Kostet die Reparatur nämlich mehr als einen gewissen Prozentsatz des Wiederbeschaffungswerts, so kann der Leasingvertrag beendet werden. Der tatsächliche Wiederbeschaffungswert ist oft niedriger als der kalkulatorische Restwert.

Smart Repair – eine Möglichkeit

Bei kleineren Schäden kann sich Smart Repair (Small Middle Area Repair Technologies) lohnen. Mit Smart Repair lassen sich viele Bereiche des Autos ohne Demontage reparieren. Mit speziellen Methoden könnten kleinen Schäden professionell behoben und die Rechnung um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Ein Sachverständiger hilft bei der Entscheidung, ob und welche Schäden behoben werden sollten. Aber Achtung: Werden Reparaturen unsachgemäß ausgeführt, könne das negativen Einfluss auf die Rückgabeverhandlungen haben. Reparaturen sollten deshalb ausschließlich von Profis durchgeführt werden.

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