Schadenmanagement im Fuhrpark

Mit dem Thema Schadenmanagement muss sich jeder Fuhrparkleiter früher oder später auseinandersetzen. Je nachdem wie hoch der Fahrzeugschaden ist und ob dieser aus Eigen- oder Fremdverschulden entstand, kann die Schadenabwicklung viel Zeit und Geld kosten. Was Sie alles bei dem Schadenmanagement beachten müssen und welche Präventionsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier. 

Maßnahmen zur Prävention von Unfällen

Im besten Fall sollten Fahrer Unfälle und Fahrzeugschäden verhindern. Allerdings ist nicht jeder Unfall vermeidbar, denn auf die anderen Straßenverkehrsteilnehmer hat man keinen Einfluss. Trotzdem gibt es eine Vielzahl an Maßnahmen, die Fuhrparkleiter aktiv angehen können.

Fahrer zu Gefahren schulen

Ein Fahrzeug, das von den Mitarbeitern im Arbeitsalltag genutzt werden darf, zählt zum Teil des Arbeitsplatzes. Gemäß der Unfallverhütungsvorschriften muss der Fuhrparkleiter die Fahrer in dessen Gefahren unterweisen. Folgende UVV Richtlinien gelten:

  1. Die Erstunterweisung der Fahrer muss vor dem ersten Fahrtantritt und bei der Fahrzeugübergabe erfolgen. → zum Artikel und Protokoll zur Erstunterweisung

  2. Die jährliche Fahrerunterweisung erfolgt mindestens einmal pro Jahr und schult die Fahrer  zu den verschiedenen Gefahren im Verkehr. → zum Artikel und Protokoll zur jährlichen Fahrerunterweisung

  3. Gleichzeitig sollten die Fahrer zu den Richtlinien der Ladungssicherung informiert werden. → zum Artikel zur Ladungssicherungzum Ladungssicherungsrechner

  4. Alle Informationen zum Thema UVV finden Sie gesammelt in unserem Kurs: UVV Online Kurs.

Fahrerschulung

Achtung: Bei Elektrofahrzeugen und beim Carsharing muss auch die UVV eingehalten werden:

Artikel UVV bei Carsharing

Artikel Gefährdungsbeurteilung und Fahrerunterweisung bei E-Autos

Nutzen Sie eine Excel Vorlage, um die Schäden zu dokumentieren und analysieren. Hier finden Sie die Vorlage dazu:

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Excel Vorlage Schadenmanagement

Steigerung der Fahrersicherheit

Zusätzlich gibt es eine Reihe an Maßnahmen, die der Fuhrparkleiter angehen sollte, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten:

Fahrzeugkontrollen zur Sicherheit

Es gibt eine Vielzahl an Vorschriften, die im Fuhrpark eingehalten werden müssen. Dazu zählen unter anderem Fahrzeugkontrollen, als auch die Schulung der Mitarbeiter. 

  1. Ohne sie darf das Fahrzeug nicht auf die Straßen: die Hauptuntersuchung. Dabei muss der Fuhrparkleiter die Untersuchung nicht selbst durchführen, sondern übergibt diese an den TÜV
  2. Gemäß der UVV müssen Fahrzeuge einmal jährlich durch einen Sachkundigen auf Schäden- und Mängel überprüft werden. Die jährliche Fahrzeugkontrolle muss dabei protokolliert werden.
  3. Neben der jährlichen Kontrolle sind auch die Fahrer zu einer täglichen UVV  Fahrzeugkontrolle verpflichtet. Die Kontrolle hilft frühzeitig Schäden und Mängel zu erkennen sowie das Fahrzeug verkehrssicher zu halten. 
Fahrzeug bei Kontrolle
Sicherheitsgurt

Sichere Fahrzeuge

Dank neuester Technologien gibt es eingebaute Hilfsmittel in Fahrzeugen, die Unfälle vorbeugen können:

Die Schadenabwicklung

Am Unfallort

Ist ein Unfall erst einmal geschehen, ist es entscheidend, schnell zu handeln. Wichtig ist, dass der Fuhrparkleiter die Fahrer bereits in der Fahrerunterweisung zu dem richtigen Verhalten am Unfallort geschult hat. Das Wissen sollte zusätzlich regelmäßig aufgefrischt werden, z. B. mit Leitfaden und Vorlagen, die der Fahrer ggf. im Handschuhfach verstauen kann. Ein vorgefertigter Unfallbericht hilft dabei, alle wichtigen Informationen zum Schaden aufzunehmen.

Artikel & Materialien:

Leitfaden zur Schadenabwicklung

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Die Fahrzeugreparatur

Der Fuhrparkleiter muss nun die Schadensabwicklung angehen und den Schaden bei der Versicherung melden sowie die Reparatur in Auftrag geben. Unsere Tipps zu den verschiedenen Schritten:

  1. Alle wichtigen Schritte zur Schadenabwicklung kompakt zusammengefasst → zum Artikel So wickeln Sie Unfälle richtig ab 
  2. Von Reparaturkosten über Wertminderung bis hin zur Schadensminderungspflicht, in folgendem eBook erfahren Sie alles zu der Schadenabwicklung eBook Verkehrsunfall – was nun? 
  3. Ab wann lohnt sich eine Flottenversicherung und was muss dabei beachtet werden? zum Artikel Kfz-Flottenversicherung
  4. Ob die Reparatur bei einer freien Werkstatt oder Vertragswerkstatt die bessere Lösung ist, hängt von dem Vertrag ab. → zum Artikel Freie Werkstätten vs. Vertragswerkstätten
  5. Bei der Werkstattwahl sollte der Fuhrparkleiter Angebote überprüfen, Laufleistungsbegrenzungen beachten uvm. → Checkliste Werkstattauswahl
  6. Bevor eine Reparatur in Auftrag gegeben wird, sollte ein Kostenvoranschlag eingeholt und überprüft werden → Wissenswertes zum Kostenvoranschlag
  7. Ob die Auszahlung des Unfallschaden sinnvoll ist und was dabei beachtet werden muss, erfahren Sie hier.  zum Artikel Unfallschaden auszahlen lassen
  8. Muss nur eine Windschutzscheibe ausgetauscht oder repariert werden, eignet sich folgendes Formular → Formular zur Reparatur/zum Austausch einer Windschutzscheibe
  9. Bei kleinen Schäden kann Smart Repair eingesetzt werden. → zum Artikel Smart Repair

Das 1x1 des Schadenmanagements

Bei dem Thema Schadenmanagement gibt es einige Begriffe und Grundlagen, mit denen sich ein Fuhrparkleiter vertraut machen sollte. Unsere Zusammenfassung:

  1. Risiko- und Schadenmanagement: In diesem Artikel erhalten Sie eine Einführung in die Thematik. 
  2. Risiko- und Schadenmanagement – rechtliche Grundlagen: Zum Schadenmanagement gehört auch die Einhaltung  rechtlicher Vorschriften wie die Fahrerunterweisung.  
  3. Grüne Versicherungskarte: Bei Fahrten ins Ausland dient die Grüne Versicherungskarte als Versicherungsnachweis.
  4. Nutzungsausfall: Wenn ein Firmenwagen vorübergehend nach einem Unfall nicht genutzt werden kann, ist die Rede von einem Nutzungsausfall. 
  5. Schadenfreiheitsklasse: Die SF Klasse zeigt auf, wie viele Jahre der Versicherte unfallfrei gefahren ist. 
  6. Schadenquote: Eine hohe Schadenquote resultiert in hohen Versicherungsprämien.
  7. Unfallgutachten: Bei manchen Unfällen ist ein Unfallgutachten, das von einem Kfz-Sachverständigen erstellt wird, nötig.
  8. Schadenregulierer: Das Einstellen eines Schadenexperten kann dabei helfen, den Fuhrparkleiter zu entlasten.

Effizientes Schadenmanagement

Im Schadenmanagement müssen Fahrzeugverwalter kleinteilige Prozesse abwickeln und sich mit verschiedenen Akteuren auseinandersetzen. Hier gibt es an vielen Stellen Potenzial zur Optimierung.

Kosten sparen & Prozesse vereinfachen

Um das Schadenmanagement langfristig zu verbessern, hilft die regelmäßige Schadenanalyse und Prozessvereinfachung. Beides ist nicht ganz einfach, kann jedoch durch den Einsatz von einer Fuhrparksoftware gelöst werden:

Software Schadenmanagement

Broschüre zur Fuhrparksoftware Vimcar Fleet

Möchten Sie mehr dazu erfahren, wie eine Fuhrparksoftware im Alltag hilft? In folgender Broschüre erhalten Sie einen Einblick in die möglichen Funktionen.

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Fahrzeuge schützen

Ein Aspekt bei dem Risiko- und Schadenmanagement, der oft übersehen wird, ist das Thema Diebstahlschutz. Geschieht ein Fahrzeugdiebstahl, sind der Ärger und die Kosten groß. In 1 von 3 Elektrohandwerksbetrieben wird ein Fahrzeug gestohlen. Welche Möglichkeiten es zum Fuhrparkschutz gibt, erfahren Sie hier: GPS Diebstahlschutz im Fuhrpark.

Neben einem Fahrzeugdiebstahl gibt es auch die Gefahr des Tankbetrugs. Um diesen zu verhindern, lohnt sich der Einsatz von Tankkarten und deren Integration in einer Fuhrparksoftware. Der PIN kann so nur für den Fahrer sichtbar in einer App dargestellt werden, sodass ein Tankbetrug schwierig wird.

Weitere Artikel zur Fuhrparkverwaltung