Schadenquote

Die Schadenquote ist für Versicherungen eine wichtige betriebswissenschaftliche Kennzahl: Sie macht ihre Leistungsfähigkeit direkt messbar und hilft so dabei, festzustellen, welcher Anteil der Mitgliedsbeiträge direkt in Versicherungsleistungen fließt. Die Schadenquote hat allerdings auch einen maßgeblichen Einfluss auf das Fuhrparkmanagement: Eine hohe Quote hat teurere Versicherungsprämien zur Folge. Ziel ist es, sie zu senken, auf diese Weise Kosten zu sparen und die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen.

Was ist eine Schadenquote?

Zur Berechnung der Schadenquote setzt man die Prämieneinnahmen eines Versicherungsvertrages mit allen angefallenen Aufwendungen für Schäden an Fahrzeugen in Relation. Oder kurz gesagt: Die Schadenquote im Fuhrpark errechnet sich aus den Schadenaufwendungen in Relation zu den Beiträgen. So lässt sich aus Sicht der Versicherung erkennen, wie rentabel ein Vertrag ist.

Das Problem an der Sache: Mit steigenden Schäden erhöht die Versicherung die Prämie. Das kann für das Unternehmen teuer werden. Ziel ist es, die Schadenquote im Fuhrpark zu senken.

ADAC begutachtet einen Unfallwagen
Eine hohe Schadenquote bringt eine hohe Versicherungsprämie mit sich.

Die Schadenquote berechnen und senken

Um die Schadenquote zu berechnen, teilt man den Schadenaufwand durch den verdienten Beitrag und multipliziert diesen Wert mit Hundert. Angenommen die Versicherungsbeiträge betrugen innerhalb eines Jahres 2.500 Euro und es wurden Schäden in Höhe von 1.500 Euro bezahlt. Folgende Rechnung wird aufgestellt:

1.500,- Euro / 2.500,- Euro * 100 = 60 Prozent Schadenquote für den Fuhrpark.

Eine Quote von 100 Prozent ist für die Versicherung nachteilig. Sie sagt aus, dass diese mehr Kosten übernommen hat als der Versicherungsnehmer eingezahlt hat. Die Folge für das Unternehmen können hart sein: im schlimmsten Fall zieht ein solcher Fall eine Kündigung seitens der Versicherung nach sich. Es gilt daher, die Quote niedrig zu halten.

Wie kann die Schadenquote im Fuhrpark gesenkt werden?

Unfälle lassen sich nicht voraussehen. So ist auch die Höhe des Schadens Zufall: Rammt ein Mitarbeiter mit dem Firmenwagen ein anderes Auto, hängt es stark vom Wert dieses Fahrzeugs ab, welche Leistungen die Versicherung zahlt. Oberstes Gebot, die Quote zu senken ist es daher, die Häufigkeit von Unfällen zu senken. Das hat nicht nur Vorteile für die Versicherung, die weniger beziehungsweise idealerweise gar nichts zahlen muss. Bei einem Schaden übernimmt auch das Unternehmen in vielen Fällen zahlreiche Aufwendungen: Selbstbehalte, Verdienstausfälle und die Zeit, die für die Unfallregelung investiert werden muss, kosten bares Geld.

Um zu erkennen, ob es tatsächlich „zu viele“ Schäden gibt, ist es wichtig, die aktuelle Schadenquote von der Versicherung zu erfahren sowie weitere Parameter, wie die betroffenen Fahrzeugkategorien und Ursachen. Eine Analyse deckt auf, welche Maßnahmen das Unternehmen ergreifen kann und sollte. Zu diesen können Fahrsicherheitstrainings, Schulungen oder unter Umständen sogar ein Wechsel der Fahrzeuge gehören, falls es in einer Klasse besonders viele Auffälligkeiten gibt.

Ausblick: Berechnung der Schadenquote als Baustein für das Risikomanagement

Die Schadenquote zu berechnen und damit auch Ursachen für Unfälle aufzudecken, gibt wertvolle Informationen über potenzielle Risikofaktoren für die Mitarbeiter. So kann ein Ergebnis sein, dass Außendienstler häufig zu schnell fahren und so Unfälle auslösen – eine Reduktion der täglichen Termine ist eine mögliche Lösung. Schäden, die durch einen unsachgemäßen Umfang mit dem Fahrzeug herrühren, ziehen eventuell Nachschulungen nach sich.

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