Schadenfreiheitsklassen für Autofahrer: Günstig ohne Unfall

Wer defensiv und damit ohne Crash fährt, zahlt weniger Versicherungsbeiträge: So kommen Unternehmen in eine bessere Schadenfreiheitsklasse (SF). Firmen mit wenigen Fahrzeugen können mit einem Kleinflottentarif sogar noch mehr sparen.

Prinzipiell zahlt sich eine defensive Fahrweise bereits dadurch aus, dass es weniger Verschleiß gibt und der Kraftstoffverbrauch sinkt. Aber auch die Versicherungsprämie bleibt niedrig, wenn die Fahrzeuge des Fuhrparks ohne Unfälle durch den Verkehr tuckern. Das liegt an der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) – sie gibt die Anzahl der Jahre ohne Unfall an. Mit jedem schadenfreien Jahr wird man eine Schadenfreiheitsklasse höhergestuft. Dabei zählt jedes Kalenderjahr, in dem der Versicherungsnehmer sechs Monate eine Kfz-Versicherung hatte und keinen Schaden gemeldet hat.

Höhere Schadenfreiheitsklasse bedeutet weniger Beiträge

Ausgebranntes Auto

Die Berechnungsgrundlage ist simple. Je höher die Schadenfreiheitsklasse, desto höher auch der vom Versicherer gewährte Schadenfreiheitsrabatt. Das bedeutet einen niedrigeren Beitragssatz für den Versicherungsnehmer. Etwas verwirrend könnte sein, dass für die Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung jeweils eine eigenständige Schadenfreiheitsklasse vergeben wird. So können die Klassen sich differenzieren. Etwa dann, wenn in einer der Versicherungen ein Schaden reguliert wurde. Und es gibt die Ausnahme der Teilkaskoversicherung, bei der es keine Schadenfreiheitsklassen gibt.

Rückstufung bei Schadenfall

Angenommen ein Fahrer baut einen Unfall, der über Kfz-Versicherung reguliert wird, bedeutet das die Zurückstufung in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse. Der Grad der Zurückstufung hängt von aktuellen SF-Klassen ab, ist zudem von Anbietern unterschiedlich geregelt. Hier helfen die Rückstufungstabellen. Eine Rückstufung der SF-Klasse lässt sich aber auch vermeiden:

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  • Wer innerhalb von einem Jahr die Entschädigung nach Schadenabschluss zurückerstattet, dessen Vertrag als wird als schadenfrei behandelt.
  • Die Selbstübernahme lohnt sich immer, wenn die Entschädigung geringer ist als die zu erwartende Beitragserhöhung durch die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse.
  • Keine Rückstufung mit Rabattschutz: Ein einzelner Schaden führt bei Rabattschutz nicht zur Rückstufung. Erst mit dem zweiten Schaden erfolgt die Rückstufung nach den Rückstufungstabellen. Und zwar so, als wäre nur ein Schaden eingetreten.

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