Lastmanagement

Wenn im Gebäude stromintensiv gearbeitet wird und gleichzeitig die Ladestationen mehrere Autos synchron füllen, entstehen unweigerlich Lastspitzen – und das Überschreiten der Netzkapazität ist teuer. Wer viele Ladestationen hat, kommt deswegen um ein Lastmanagement nicht herum.

Flexibel bleiben – Lastmanagement spart Zeit und Geld

Sobald die Netzauslastung an ihre Grenze kommt und die Kapazitäten überschritten werden, greift das Lastmanagement ein. Es ist in der Lage, den Energiebezug gezielt zu steuern und sorgt dafür, dass die Ladestationen genau so viel Strom beziehen, wie die Kapazität des Stromnetzes zum jeweiligen Zeitpunkt hergibt. Ein anderer Begriff für diese Steuerung ist Demand Side Management (DSM). Um dieses nutzen zu können, benötigen Sie eine smarte Ladestation.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Arten des Lastmanagements: das statische und das dynamische.

Das statische Lastmanagement

Die simpelste Form ist das statische. Die Summe des Strombezugs wird dabei zwischen den Ladepunkten aufgeteilt, darf aber die gesetzte Obergrenze nicht überschreiten. Diese wiederum hängt vom verfügbaren Netzanschluss ab. Wenn also etwa ein Maximum von 45 Kilowattstunden zur Verfügung steht, werden diese auf die genutzten Ladestationen gleichmäßig verteilt. Je nachdem, wie viele Stationen zur selben Zeit genutzt werden, kann es also sein, dass alle Autos langsamer geladen werden, weil nicht die optimale Leistung abgegeben werden kann. Das kostet Zeit und wirkt sich damit gegebenenfalls auf die Effizienz des ganzen Unternehmens aus.

Das dynamische Lastmanagement

Im Gegensatz dazu ist beim dynamischen Lastmanagement die verfügbare Energie für die Ladepunkte variabel und richtet sich flexibel nach aktuellem Gebäudeverbrauch und der jeweiligen Tageszeit. Dazu braucht es einen intelligenten Stromzähler oder einen Zähler für eine registrierende Leistungsmessung (RLM) – ein sogenanntes Smart Meter. Das misst im Viertelstundentakt den Verbrauch des gesamten Standortes und kann so schnell und intelligent reagieren: Ist der Stromeinsatz im Gebäude gering, können derweil die E-Autos schneller und mit höherer Ladeleistung ‚getankt‘ werden. Damit nutzen Sie immer das volle Potenzial Ihres Netzanschlusses. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, ausgewählte Ladepunkte zu priorisieren. Autos, die wenig Standzeit auf dem Gelände haben oder häufiger genutzt werden, können dort dann bevorzugt und schneller geladen werden. Andere Fahrzeuge, die nicht unmittelbar wieder zum Einsatz kommen müssen, warten dann ein wenig länger auf den Ladestrom oder werden mit einer geringeren Ladeleistung versorgt. Mit der passenden Software haben Sie obendrein stets einen Überblick über alle Verbräuche und können die Kapazitäten steuern. Mit der lässt sich dann letztlich auch der Verbrauch jederzeit akkurat abrechnen.

So bleibt die Ladung effizient und Ihr Unternehmen umgeht die Kostenfalle der Überschreitung der Netzkapazität. Eine sehr gute Lösung – denn der Energieverbrauch ist je nach Tageszeit günstiger. Die verfügbare Kapazität wird je nach Spitzen- oder Nebenzeit optimal ausgerichtet, das spart in vielen Fällen bares Geld.

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