Blick durch eine Glaskugel in die Zukunft des Fuhrparks

Wie die mobile Zukunft aussieht, weiß niemand genau. Fest steht aber, dass neue Antriebsmöglichkeiten und Mobilitätskonzepte ein stärkeres Umweltbewusstsein prägen. Für den Fuhrpark selbst kann das kostengünstigere und nachhaltigere Beschaffungsmöglichkeiten bedeuten. Welche Herausforderungen auf Sie zukommen, erfahren Sie hier. 


Neue Zeiten, neue Aufgaben. Das aktuelle Rollenbild des Fuhrparkleiters wird sich zukünftig maßgeblich verändern. Dank des technischen Forstschritts, der Digitalisierung und der Variationsbreite der Fortbewegungsmittel nimmt er immer mehr die Rolle des Mobilitätsmanagers ein. Zum einen wünschen sich Mitarbeiter individuelle, auf sie zugeschnittene Angebote der Mobilität. Das kann vom klassischen Bereitstellen eines Dienstwagens, von Dienstfahrrädern, Carsharing-Modellen bis zum Zuschuss eines Jahrestickets zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel reichen. Zum anderen muss sich der Fuhrparkleiter auf technische Innovationen einlassen. Neue Antriebsmöglichkeiten wie Elektro- und Hybridmotoren, Leichtfahrzeuge und self-driving Cars bereichern zum Teil jetzt schon den Fuhrpark. Die Arbeit wird durch diese Aufgaben für die Verantwortlichen anspruchsvoller und komplexer. Aber welcher Mix und welche Möglichkeiten bieten sich für den Fuhrpark der Zukunft an?

Effiziente Elektroautos für positive Umweltbilanz

Die Deutsche Post DHL Group hat es vorgemacht: Einen großen Teil des Fuhrparks haben sie auf sogenannte Streetscooter umgestellt. Das sind Elektrofahrzeuge, die auf kürzeren und mittleren Strecken unterwegs sind. Gerade für kleinere Fuhrparks oder für Kurzstrecken kann das Umstellen auf Elektrofahrzeuge Sinn machen. Hinzu kommt, dass es für Elektroautos attraktive Prämien gibt, die zur zusätzlichen Minimierung der Flottenkosten beitragen.

  • Die Kfz-Steuer wird für den Zeitraum von zehn Jahren ausgesetzt, sofern das E-Auto noch bis zum 31. Dezember 2020 zugelassen wird. Anschließend gilt eine Ermäßigung von 50 Prozent für reine Elektrofahrzeuge.
  • Mitarbeiter müssen das kostenlose Auftanken ihrer eigenen Elektrofahrzeuge mit Strom nicht mehr versteuern. Arbeitgeber brauchen die Energiemenge nicht mehr messen und berechnen, der bürokratische Aufwand verringert sich.
  • Eine Steuerbefreiung gilt für das Laden eines E-Autos als Firmenfahrzeug, Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass ein Fahrtenbuch geführt wird. 
  • Umweltbonus für die Anschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen, der bei der BAFA gestellt werden muss. Die Prämie beträgt vorrausichtlich bis zum 31. Dezember 2019 immerhin 3.000 Euro für Hybridfahrzeuge und 4.000 Euro für Elektroautos.

Das sind nur einige Förderungsmöglichkeiten, die Unternehmen bei der Umstellung auf oder Anschaffung von Elektrofahrzeugen nutzen können. Damit die Implementierung einer Ladeinfrastruktur leichter fällt, können Sie folgenden Leitfaden nutzen. 

Intelligente Mobilitätsbudgets für zufriedene Mitarbeiter

Immer häufiger wünschen sich Arbeitnehmer, ihre Mobilität selbst zu bestimmen und flexibel auszuwählen. Das gelingt mit intelligenten Mobilitätsbudgets, bei denen sich Mitarbeiter die passenden Transportmittel individuell aussuchen: Egal, ob Dienstfahrrad, Carsharing oder doch ein klassischer Dienstwagen. Angebote hat die Boston Consulting Group in Zusammenarbeit mit Sixt unter dem Namen „Mobility as a Service“ umgesetzt. Belmoto Mobility wiederum bietet eine Prepaid Karte mit einem breiten Partnerangebot an. Dabei wählen Mitarbeiter aus den Dienstleistern aus und buchen diese flexibel. Unternehmen können so nicht nur die Emissionen, sondern auch die Fuhrparkkosten senken – und auch die Mitarbeiter sind zufrieden.

Corporate Carsharing für sinnvolle Auslastung

Ein weiterer wichtiger Baustein eines modernen Fuhrparks ist Corporate Carsharing. Bei diesem Mobilitäts-Modell geht es um die optimale Auslastung der Fahrzeuge bei gleichzeitiger Senkung der Kosten im Fuhrpark. Statt pro Abteilung Fahrzeuge anzubieten, sind alle Fahrzeuge für alle Mitarbeiter reservierbar – und das stundenweise und teilweise auch für private Fahrten. Pool- und Carsharinglösungen lohnen sich also, wenn Mitarbeiter regelmäßig ein Fahrzeug benötigen, jedoch nicht so oft wie einen eigenen Firmenwagen. Der Vorteil: Insgesamt sind weniger Fahrzeuge notwendig, aufwendige Rückgabeprozesse entfallen und die Gesamtkosten reduzieren sich. Auch öffentliche Carsharing-Angebote sind eine Option. Sie machen jedoch nur für Unternehmens Sinn, die einen zentralen Firmensitz haben und flexibel in der Fahrzeugnutzung sein wollen.

Mikromobilität für kurze Strecken

Elektrischer Tretroller steht auf der Straße an einem Zaun.
Tretroller als Alternative zum Auto im Fuhrpark.

Neben klassischen Beschaffungsmethoden empfiehlt es sich als Fuhrpark neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Eine davon wäre die Mikromobilität. Darunter versteht man elektrisch angetriebene Kleinstfahrzeuge, die alternativ zu herkömmlichen Transportmitteln genutzt werden. Elektrofahrräder, E-Scooter oder Segways sind emissionsfrei und leise. Da die Fahrzeuge klein und platzsparend sind, bieten sie vor allem in Großstädten ein flexibles Fortbewegungsmittel. Für was man sich auch entscheiden sollte, in jedem Fall gilt: Der perfekte Fuhrpark der Zukunft ist ein Mix aus allen Möglichkeiten.

 

 

Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing