Zapfsäulen

Eine Erhebung des statistischen Bundesamtes zeigt, dass 2017 insgesamt etwas über 38 Milliarden Liter PKW-Kraftstoff verbraucht wurden. Bezieht man zudem den durchschnittlichen Spritverbrauch ein, bei Dieselfahrzeugen sind das 7 Liter, bei Benzinern 7,8 Liter auf 100 km, wird deutlich: Im Betanken der Fahrzeuge steckt großes Sparpotential. Ein bewährtes Mittel, um kostengünstig das eigene Auto zu betanken, stellen Tankstellenvergleichsseiten dar. Doch wie sinnvoll ist der Tankstellenvergleich? Welche Vergleichsseiten eignen sich optimal für Schnäppchenjäger? Und gibt es Faustregeln, die den Tankvorgang erleichtern? Diese Fragen sollen im Laufe des Artikels beantwortet werden.

Wie sinnvoll ist der Tankstellenvergleich?

Kraftstoffpreise variieren und das nicht nur im Laufe des Tages, sondern auch bei Tankstellen in direkter Umgebung zueinander. Das ist bestimmt jedem schon einmal aufgefallen. Spätestens dann, wenn an Tankstelle A zu teuer getankt wurde und einem dies erst beim Vorbeifahren an Tankstelle B schmerzlich bewusst geworden ist. Um diesen Ärger künftig zu vermeiden, ist ein Tankstellenvergleich auf alle Fälle sinnvoll. Wer sich vor dem Tankvorgang gut informiert, kann bares Geld sparen. Der Tankstellenvergleich ist somit für Privatpersonen interessant, doch auch im Hinblick auf die Kostenersparnis eines Fuhrparks bietet er einen hohen Mehrwert.

Achtung: Zu große Umwege sollten dennoch vermieden werden. Unnötig gefahrene Kilometer mindern die Kostenersparnis, zusätzlich sollte die Umweltbelastung nicht außer Acht gelassen werden.

Welche Tankstellenvergleichsseiten eignen sich für Schnäppchenjäger?

Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die einen Tankstellenvergleich ermöglichen. Eins haben sie gemeinsam: Die dargestellten Preise sind aktuell. Denn Tankstellenbetreiber sind dazu verpflichtet, die Preise für den Sprit in Echtzeit an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zu übermitteln. Da sich die Preise mehrmals am Tag ändern, ist es ratsam nicht von zuhause aus nach den günstigsten Tankstellen zu suchen, sondern dies unterwegs kurz vor dem Tankvorgang zu erledigen, natürlich nur bei ausgeschaltetem Motor. Im Folgenden stellen wir drei kostenlose Vergleichsanbieter vor:

  • Der ADAC bietet zahlreiche Informationen und nützliche Tipps rund ums Autofahren. Auch die Spritpreise verschiedener Tankstellen können auf der Webseite des ADAC verglichen werden. Über einen Filter kann ausgewählt werden, welche Kraftstoffart verglichen werden soll. Zusätzlich bietet der ADAC die Möglichkeit nach Ort, Umkreis oder Route zu filtern. Für unterwegs gibt’s die App “ADAC Spritpreise”.
  • Die Smartphone-App “Clever tanken” erfreut sich großer Beliebtheit. Das Besondere: Die Auswahl der Kraftstoffsorte ist sehr spezifisch. Neben Super E10, Diesel und Erdgas kann u. a. auch nach Wasserstoff oder Bioethanol gefiltert werden. Zusätzlich informiert die App den Fahrer durch Push-Benachrichtigungen, sobald eine Tankstelle in der näheren Umgebung den Kraftstoff zu einem zuvor selbst festgelegten Tiefpreis anbietet. Diese App zeigt außerdem die Standorte von Elektroladesäulen an. Kleiner Nachteil: Die kostenlose Version der App finanziert sich über Werbung, die während der Nutzung durch Banner eingeblendet wird.
  • Unsere dritte Empfehlung ist die App “Mehr tanken”. Auch hier ist die Kraftstoffauswahl sehr spezifisch und Elektroladesäulen werden angezeigt. Zusätzlich haben die Nutzer die Möglichkeit Preisaktualisierungen selbst zu melden.

3 Faustregeln rund ums Tanken

  • Der ADAC verrät: Am günstigsten sind die Spritpreise zwischen 18 und 22 Uhr. Am teuersten wird das Tanken in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr, wenn sich ein Großteil der Bevölkerung auf den Weg zur Arbeit macht.
  • Tankquittungen im Fuhrpark verursachen ein unübersichtliches Zettelchaos. Abhilfe schafft hier die Nutzung von Tankkarten. Der große Vorteil: Nicht nur die Bearbeitungszeit der Belege wird drastisch reduziert, durch das Verwenden von Tankkarten kann auch Tankbetrug aufgedeckt und in Zukunft vermieden werden.
  • Benzin oder Diesel? Jeder Fahrzeugführer weiß in der Regel welcher Kraftstoff für das eigene Auto geeignet ist. Kommt es dennoch zu einer Verwechslung muss schnell reagiert werden, um Schäden am Wagen zu verhindern. Was im Ernstfall zu tun ist, erfahren sie hier.

Diese Artikel beschäftigen sich mit der Kostenersparnis im Fuhrpark:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on xing

Mehr tipps

wb_incandescent

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.