Fahrsicherheitstraining schützt den Fuhrpark und spart Geld

Im Straßenverkehr gibt es einige Situationen, die FahrerInnen im Alltag nicht üben können. Damit sie immer sicher ans Ziel kommen, bietet sich ein Fahrsicherheitstraining an. Geschult wird, wie man den Wagen auch unter schwierigen Bedingungen steuert. Hier wird ebenfalls geschult, welche Regeln sich hinter der Straßenverkehrsordnung verbergen.

Mehrwert von Fahrsicherheitstrainings

Klar, fast jeder denkt, perfekt Autofahren zu können. Falls mal etwas schiefläuft oder der Verkehr stockt sind natürlich immer die anderen Schuld. Welche Rolle das eigene Auto im Leben spielt, dokumentiert eine große Umfrage der „Auto Bild“. Ohne ein eigenes Auto könnte ich nicht leben, sagten immerhin 65,4 Prozent. Ebenso kurios ist die Aussage, dass 41,9 Prozent behaupten, sie fahren lieber mit dem Auto in die Waschstraße, als dass sie zum Friseur gehen. Das Auto ist also ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Ein Grund, warum die Sicherheit an erster Stelle stehen sollte. Auch wenn es manch routinierte AutofahrerInnen nicht hören möchten: Fahrsicherheitstraining ist nicht nur etwas für FahranfängerInnen. Nur hier lässt sich die richtige Reaktion in Gefahrensituationen trainieren – für die man im Alltag dann gerüstet ist. Und das gilt grundsätzlich für alle FahrerInnen, die beruflich unterwegs sein müssen.

Gefahrensituationen erlernen

Schon Mal eine Vollbremsung auf nasser Fahrbahn gemacht? Oder bei hoher Geschwindigkeit Slalom gefahren? Vermutlich nicht. Denn dafür gibt es im öffentlichen Raum kaum Möglichkeiten. Bei einem Fahrsicherheitstraining übt man genau diese Situationen und kann auf einem Übungsgelände auch Grenze überschreiten. Angeboten werden die Kurse über große Autoclubs wie ADAC, ACE oder AvD sowie von Dekra, Deutsche Verkehrswacht oder TÜV. Das FahrerInnentraining wird nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) durchgeführt und hat damit bei allen Anbietern einen identischen Lehrplan. Laut DVR unterstützen die meisten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ArbeitgeberInnen bei der Durchführung von Sicherheitstrainings. Durch das Fahrsicherheitstraining können sie zusätzlich sparen: Einige Versicherungsunternehmen gewähren KundenInnen Rabatte, wenn sie an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen haben.

Gefahrensituation Stop-Schild

Von Vollbremsung bis Lenktechnik

Beim Fahrtraining wird das Bewusstsein dafür geschärft, Gefahren frühzeitig zu erkennen und durch vorausschauende Fahrweise zu vermeiden. Zu den Bestandteilen eines Fahrsicherheitstrainings gehören:

  • Lenktechnik
  • Slalomfahren
  • Gefahren- und Zielbremsung
  • Kurven fahren
  • Restgeschwindigkeitsermittlung und Bremswegschätzung 
  • Ein theoretischer Teil über die Fahrzeugphysik und die Unterstützung durch Fahrhilfen wie ABS, ESP und weitere Fahrassistenzsysteme

 

Lehrer steht neben Fahrzeug beim Fahrsicherheitstraining

Fahranalyse der FahrerInnen

Im Fahrsicherheitstraining simulieren die LehrerInnen dann verschiedene Gefahrensituationen, die auch im Straßenverkehr auftreten können. Steigungen und Gefälle gehören ebenso dazu wie Wasser auf der Fahrbahn, um bei Aquaplaning und beim Ausbrechen des Fahrzeugs richtig zu handeln. Ebenso zählen sogenannte Eco-Trainings dazu, die Tipps zum energiesparenden Fahren enthalten. Dafür wird das Fahrverhalten der FahrerInnen analysiert.

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Fahrsicherheitstraining ist steuerlich absetzbar

Wenn ein Unternehmen dem eigenen Personal die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining ermöglicht, darf dieses die Kosten in unbegrenzter Höhe als Betriebsausgaben verbuchen. Ob das Fahrsicherheitstraining jedoch bei den MitarbeiterInnen zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führt, hängt vom Einzelfall ab:

  • Sofern ein direkter Bezug zur beruflichen Tätigkeit besteht – etwa bei AußendienstmitarbeiterInnen – ist das Fahrsicherheitstraining in voller Höhe steuerfrei. Hier unterstellt das Gesetz, dass das eigenbetriebliche Interesse im Vordergrund steht – ArbeitnehmerInnen also keinen persönlichen Vorteil und somit keinen Arbeitslohn erlangt.
  • Besteht dieser Bezug nicht und es besteht lediglich privates Interesse an einem Fahrsicherheitstraining, muss alles über der Freigrenze von 44 Euro pro Monat versteuert werden. In diesen Fällen kann das Unternehmen allerdings eine pauschale Steuer in Höhe von 30% übernehmen (§ 37b EstG).

Schadenquote im Fuhrpark wird durch FahrerInnentraining reduziert

Neben der Erhöhung der FahrerInnensicherheit ergeben sich auch für das Unternehmen Vorteile. So kommt nach dem Fahrsicherheitstraining seltener zu Schäden oder Unfällen an den Fahrzeugen. Sinkt die Schadenquote sinken langfristig auch die Kosten des Fuhrparks. Denn dadurch lassen sich Versicherungssummen einsparen, da diese im Flottenbereich in Teilen auf Basis der Schadenquote berechnet werden. Zusätzlich trägt das Fahrtraining zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei. Trotz anfänglicher Investitionen ist das Fahrsicherheitstraining also eine sinnvolle Maßnahme.

Schadensquote Fuhrpark

Laden Sie hier die Studie zum Fahrverhalten herunter und erfahren Sie, wie Sie die Fahrsicherheit Ihrer FahrerInnen erhöhen können!

Die Studie zum Fahrverhalten hilft Fuhrparkverantwortlichen, die größten Unsicherheitsfaktoren im Alltag der FahrerInnen zu erkennen und zu beseitigen. Ein durchdachtes, regelmäßiges Fahrsicherheitstraining dient der Unfallprävention, schützt die MitarbeiterInnen und spart letztlich einiges an Kosten. Die Studie gibt einen Überblick über das Fahrverhalten in Deutschland, deckt die größten Unsicherheitsfaktoren auf und zeigt, wie die betriebliche Schadensstatistik verbessert werden kann. 

Studie Fahrverhalten Deutschland

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