ein lächelnder Fahrer im Flottenfahrzeug

Leistung soll sich lohnen – und die lässt sich am besten durch Belohnung dauerhaft erreichen. Aber wie muss ein Bonussystem aufgebaut sein, um die gewünschte Motivation zu erreichen? Und wie wichtig ist Fahrermotivation für ein Unternehmen?

Man muss mit den richtigen Leuten zusammenarbeiten, sie achten und motivieren. Dauerhafter Efolg ist nur im Team möglicht!"

Das wusste schon Textil-Unternehmer Klaus Steilmann. Aus einer kleinen Näherei in Wattenscheid formte er den zeitweise größten Bekleidungskonzern in Europa mit weltweit mehr als 100 Werken, über 18.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,8 Milliarden Mark zu Beginn der neunziger Jahre. Große Motivation ist also eine der entscheidenden Triebfedern für engagierte Mitarbeiter. Und diese Motivation basiert nicht nur auf dem Gehalt. Spaß an der Arbeit, guter Teamgeist, Wertschätzung durch die Chefs – aber auch finanzielle Boni spielen eine entscheidende Rolle. Nur so lassen sich Firmen erfolgreich führen.

Fahrer stehen im Zentrum

Die Fahrer stehen im Zentrum und repräsentieren die Firma. Dabei darf nicht vergessen werden, dass gerade sie maßgeblich zum Erfolg beitragen. Ob nun Kraftstoffverbrauch, CO² Ausstoß, oder Fahrsicherheit – wer Fahrer proaktiv mitnimmt, stärkt die Eigenverantwortlichkeit und sorgt damit für ein besseres Klima im Geschäft, das sich im besten Fall durch reduzierte Kosten bemerkbar macht. Doch wie lassen sich die Mitarbeiter am besten motivieren? Ein Weg wäre, ein Bonussystem zu gestalten, das sich an der momentanen Ertragslage des Unternehmens orientiert. Surft die Firma auf einer Erfolgswelle, gibt es auch mehr Geld für die Fahrer. Doch auf viele Faktoren haben Mitarbeiter selbst kaum einen Einfluss. Deshalb darf das Prämienkonzept weder zu abstrakt sein noch sollte es zu viele subjektive Bewertungseinflüsse haben. Stattdessen sollten maximale Transparenz und objektive Maßstäbe das Gerüst für ein funktionierendes Prämiensystem bilden.

Fordern und fördern

Im Fokus des Prämiensystems steht die Senkung der Betriebskosten. Das betrifft den Spritverbrauch und den Materialverschleiß genauso wie etwa Schäden bei Unfällen durch Unachtsamkeit. Wer sich um seinen Firmenwagen kümmert, der soll auch davon profitieren. Konkret bedeutet das: Schäden müssen so schnell wie möglich bei dem Verantwortlichen oder der Werkstatt gemeldet werden, damit der Dienstwagen nicht unnötig auf dem Hof steht. Lohn dieser Sorgfalt könnte eine festgesetzte Prämie pro Fahrer und Monat sein. Bei selbst verschuldeten Unfällen oder Verletzung der Sorgfaltspflicht wird die Prämie einen Monat lang nicht ausgezahlt. Umsicht und Sorgfalt zu belohnen gelingt nachweislich mit Prämien oder zusätzlichen Urlaubstagen immer noch am effektivsten.

Motivation durch Belohnung

Eine britische Traditionsmarke setzt ebenfalls auf das Prinzip der Belohnung. So will Jaguar zukünftig Autofahrer, die ihre Daten teilen, in Form einer Gutschrift auf die fahrzeugeigene Smart Wallet belohnen. Die Gutschrift kann dann beispielsweise zum Laden an einer Ladesäule oder zum Begleichen von Parkgebühren genutzt werden. Der Grund: Jaguar selbst kann über dieses Programm mehr über das Verhalten seiner Kunden erfahren und dem Ziel von null Emissionen, null Unfällen und null Staus einen Schritt näherkommen. Auch hier gilt: Wer vorausschauend fährt, profitiert direkt und schnell von seinem eigenen Verhalten. Das Ziel eines Bonuskonzepts muss es sein, die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihr Fahrverhalten zu optimieren und dies auch zu belohnen. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dem Fahrer ergänzende Schulungen anzubieten, falls er diese zur Verbesserung des Fahrstils benötigt.

Vorsicht bei der Steuer

Wer seine Mitarbeiter mit Prämien motivieren möchte, sollte dafür allerdings auch wissen, was der Fiskus hinterher als geldwerten Vorteil wertet und was nicht. Bei zusätzlichen Geld- oder Sachprämien, die über die fest vereinbarten Leistungen hinausgehen, können Steuern und Sozialabgaben anfallen. Es empfiehlt sich, die steuerlichen Auswirkungen der Zuwendungen stets im Vorfeld zu prüfen. Nur so ist gewährleistet, dass der Fiskus die Prämien hinterher nicht als geldwerten Vorteil wertet. So gelten Geldprämien prinzipiell als Arbeitslohn und sind immer steuerpflichtig. Barzuschüsse können hingegen zu sogenannten „begünstigten Leistungen“ abgabenfrei sein. Dazu gehört etwa ein Kindergartenzuschuss oder Kurse im Rahmen der Gesundheitsvorsorge. Wichtig ist am Ende, dass das Geld auch wirklich beim Fahrer landet.

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