Lohnt sich ein Elektroauto als Firmenwagen?

Elektroauto als Firmenwagen beim Laden

Elektroautos als Firmenwagen sind nicht nur umweltschonend, sie profitieren auch durch eine reduzierte Last der Steuern. Wann sich der Umstieg auf E-Autos lohnt, hängt jedoch von der jeweiligen Situation ab.

„Mit der Förderung der Elektromobilität können wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verringerung der Abhängigkeit vom Erdöl leisten“, sagte Olaf Scholz noch als deutscher Bundesminister der Finanzen. Mittlerweile scheint es so, dass die Unternehmen beginnen, sich dies zu Herzen zu nehmen. Elektroautos werden immer mehr zu einer praktikablen Option, wenn es um Firmenflotten geht. Große wie kleine Unternehmen investieren in Elektroautoflotten. Kein Wunder: Elektroautos sind außerdem emissionsfrei, was sie zu einer umweltfreundlichen Option macht und zum Ziel Deutschlands beiträgt, seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Darüber hinaus haben einige deutsche Städte Beschränkungen für die Nutzung von Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen eingeführt oder planen dies, sodass ein elektrischer Firmenwagen immer freie Fahrt hätte.

Das Umdenken zu mehr Ökologie macht sich in der aktuellen Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) bemerkbar: Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2022 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. 827.321 hybridangetriebene Pkw (+9,6 %) erreichten einen Anteil von 31,2 Prozent, darunter bildeten 362.093 Plug-in-Hybride (+11,3 %) einen Anteil von 13,7 Prozent. 470.559 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 17,7 Prozent eine Steigerung von +32,2 Prozent auf. Das hat positive Auswirkungen auf die Umwelt: Die CO₂-Emission der Pkw ging 2022 um -7,7 Prozent weiter zurück, im Durchschnitt auf 109,6 g/km (Vorjahr: 118,7 g/km).

Wie viel kostet mich ein E-Auto als Firmenwagen?

Aber lohnt sich die Investition wirklich, oder handelt es sich nur um eine teure Modeerscheinung? Werfen wir einen Blick auf die Fakten. Zunächst einmal: Wie viel kostet ein Elektroauto als Firmenwagen? Laut einer Studie des International Council on Clean Transportation aus dem Jahr 2018 liegen die durchschnittlichen Kosten für ein Elektroauto rund 8.000 US-Dollar über denen eines herkömmlichen Autos. Das mag nach viel klingen, aber die Betriebskosten können deutlich niedriger sein als bei einem konventionellen Auto, da Elektroautos billiger in der Wartung und im Kraftstoffverbrauch sind. Solange Vergünstigungen in der Besteuerung greifen – etwa für den Weg zur Arbeit, aber auch für die private Nutzung – kann sich ein elektrisches Auto auf jeden Fall lohnen. 

Geldwerter Vorteil bei Elektoautos als Firmenwagen

Wenn ein Firmenwagen auch privat genutzt wird, muss der dadurch entstandene finanzielle Vorteil versteuert werden, auch bekannt als geldwerter Vorteil. Es gibt zwei Möglichkeiten, dies zu tun: 

  • Fahrtenbuch-Methode: Bei der Verwendung eines Fahrtenbuchs muss jede Fahrt dokumentiert werden und alle Kosten, die vom Arbeitgeber getragen werden, müssen nachgewiesen werden. Der Preis pro gefahrenen Kilometer wird dann berechnet und mit der privat gefahrenen Strecke multipliziert, um den geldwerten Vorteil zu ermitteln, der in der Steuererklärung angegeben werden muss. 
 
  • Pauschalversteuerung: Bei der Pauschale Versteuerung muss man auf das Fahrtenbuch verzichten, aber jeden Monat einen Prozentsatz des Bruttolistenpreises, der von der Art des Antriebs abhängt, um zu versteuernden Einkommen hinzufügen. Rabatte und günstig erworbene Gebrauchtfahrzeuge oder Autos mit Tageszulassung werden bei der Berechnung des geldwerten Vorteils nicht berücksichtigt. Dienstwagen mit Elektro-Antrieb werden mit gerade einmal dem Viertel, also 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert. Und für einen Plug-in-Hybrid als Firmenwagen gilt unter bestimmten Umständen immerhin die 0,5-Prozent-Regel.
 

Mit dem Elektro-Firmenwagen-Rechner von Vimcar können die steuerlichen Folgen des geldwerten Vorteils im Zusammenhang mit einem Elektroauto als Firmenwagen einfach dargestellt werden:

Wann lohnt sich ein Elektroauto als Firmenwagen nicht mehr?

Die Antwort auf diese Frage hängt weitgehend von der finanziellen Situation des Unternehmens ab. Ein E-Firmenwagen kann für Firmen viele Vorteile haben, wie geringere Kraftstoffkosten, reduzierte Emissionen und staatliche Anreize. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen es sich nicht lohnen kann, einen E-Firmenwagen in die Flotte aufzunehmen.

 

Ein wichtiger Faktor ist die Reichweite der Elektroautos. Wenn die geplante Nutzung des Fahrzeugs regelmäßige längere Strecken über die Reichweite des Fahrzeugs hinaus erfordert, ist es unsinnig, einen E-Firmenwagen zu kaufen. Auch die Anschaffungskosten spielen eine Rolle. Obwohl es staatliche Anreize gibt, können die Anschaffungskosten für ein Elektroauto immer noch höher sein als die für ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. 

 

Ein anderer Faktor wäre die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten. Wenn ein Unternehmen in einer Gegend ansässig ist, in der es keine Lademöglichkeiten gibt, kann es sich nicht lohnen, einen E-Firmenwagen zu kaufen, da es für die Mitarbeiter schwierig sein kann, das Fahrzeug aufzuladen. Und wer sich überlegt, für eigene Lademöglichkeiten in Form einer Wallbox zu sorgen, muss trotz möglicher staatlicher Förderungen in die Strom-Infrastruktur investieren. In jedem Fall sollten Unternehmen die spezifischen Bedürfnisse ihrer Flotte und ihres Betriebsumfelds sorgfältig gegeneinander abwägen, um zu entscheiden, ob ein E-Firmenwagen die richtige Wahl ist.

Wie lange gilt die 0,25%-Regelung für Elektroautos?

Elektroauto Firmenwagen beim Laden

Die 0,25 %-Regelung für Elektroautos gilt in Deutschland für E-Autos, die ab dem 1. Januar 2019 erstmals als Firmenwagen genutzt wurden – und läuft noch bis zum 31. Dezember 2030. Diese Regelung sieht vor, dass Unternehmen, die Elektroautos kaufen, verminderte Steuern zahlen müssen. Das bedeutet, dass Unternehmen durch die Investition in Elektroautos viel Geld sparen können. Wird der elektrische Firmenwagen jedoch an mehr als 47 Tagen im Jahr auch für den Arbeitsweg genutzt, muss dieser zusätzlich versteuert werden. Anstelle der üblichen 0,03 Prozent werden bei E-Fahrzeugen nur noch 0,0075 Prozent des Listenpreises pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke fällig.

Wann lohnt sich ein Hybridfahrzeug als Firmenwagen?

Ein Hybridfahrzeug als Firmenwagen kann sich in verschiedenen Situationen lohnen. Einer der größten Vorteile ist die höhere Effizienz im Vergleich zu reinen Benzin- oder Dieselmotoren, was zu niedrigeren Kraftstoffkosten führen kann. Darüber hinaus können Hybridfahrzeuge in bestimmten Gebieten von Steuervorteilen und anderen Vergünstigungen profitieren. Ein weiterer Vorteil von Hybridfahrzeugen ist die Möglichkeit des emissionsfreien Fahrens, wenn der Akku aufgeladen ist. Dies kann besonders für Unternehmen von Interesse sein, die eine grüne und nachhaltige Imagepflege anstreben. Ein Hybridfahrzeug kann sich auch dann lohnen, wenn die meisten Fahrten innerhalb einer Stadt stattfinden. Denn dann wird der Elektromotor häufig zum Antrieb genutzt und der Benzinmotor nur bei Bedarf zugeschaltet.

 

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Anschaffungskosten für Hybridfahrzeuge in der Regel höher sind als die für vergleichbare Fahrzeuge mit herkömmlichen Motoren. Daher sollten Unternehmen sorgfältig die potenziellen Kosteneinsparungen gegen die höheren Anschaffungskosten abwägen, um zu entscheiden, ob es sich lohnt.

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Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Elektroautos für Firmenflotten immer interessanter werden, und die 0,25 %-Regelung für Elektroautos in Deutschland macht sie noch attraktiver. Es ist jedoch wichtig, vor der Investition in eine Elektroautoflotte die finanzielle Situation des Unternehmens und den Fahrbedarf zu berücksichtigen, da die Anschaffung nicht für jeden rentabel ist. Für Unternehmen, die über einen großen Fuhrpark verfügen, könnte die Investition in eine Elektroflotte sehr kosteneffizient sein, während Hybridfahrzeuge für Unternehmen, die keine langen Strecken zurücklegen müssen, die beste Option darstellen.

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