Ein geldwerter Vorteil entsteht, wenn ein Angestellter einen Firmenwagen auch privat nutzen darf. Entscheidet sich der Fahrer gegen die exakte Versteuerung der Privatfahrten durch ein Fahrtenbuch, muss dieser die 1-%-Regelung nutzen. Für die Berechnung gilt der Bruttolistenpreis eines Fahrzeugs. Beim Listenpreis handelt es sich um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Die wird selbst dann als Versteuerungsbasis verwendet, wenn der Dienstwagen kein Neuwagen ist. Die Berechnung mit dem inländischen Bruttolistenpreis gilt auch für Gebrauchtwagen, geleaste Firmenwagen oder Importe. Der eigentliche Anschaffungswert des Autos spielt dabei keine Rolle.

Wie findet man den Bruttolistenpreis heraus?

Den Neupreis der aktuellen Modelle aller gängigen Automobilhersteller finden Sie zum Beispiel in der Datenbank des ADAC. Der sicherste Weg ist aber sich direkt an den Autohändler zu wenden, der einem das Auto verkauft hat. Vertragshändler der großen Deutschen Marken geben darüber hinaus oft eine schriftliche Bestätigung heraus, die man dem Finanzamt vorlegen kann. In einigen Fällen ist der Bruttolistenpreis nicht mit der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers gleichzusetzen. Verfügt ihr Dienstwagen über Sonderausstattung, können hier weitere Kosten auf Sie zukommen.

Spezialfall Sonderausstattung

Innenausstattung eines Fahrzeuges im Bezug auf dessen Bruttolistenpreis.
Eine teure Sonderausstattung kann teilweise den Bruttolistenpreis erhöhen.

Zuerst die gute Nachricht: Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils bleiben Überführungskosten und Kfz-Zulassungsgebühren außen vor. Auch die Kosten für nach der Zulassung eingebaute Ausstattung werden dem Listenpreis nicht zugerechnet. Allerdings gilt das nicht für werkseitig eingebaute Sonderausstattung. Die Kosten für Autoradio, Diebstahlsicherung und Navi werden also auf den Bruttolistenpreis draufgeschlagen. Ein Autotelefon oder ein zweiter Satz Reifen fallen jedoch nicht ins Gewicht.

Der Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage für die 0,03% Regelung

Auch für die Versteuerung der Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte wird der Listenpreis des Firmenwagens als Bemessungsgrundlage herangezogen. Die Erhöhung des geldwerten Vorteils beläuft sich bei der pauschalen Versteuerung auf 0,03 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer pro Monat. Das gilt auch dann, wenn der Fahrer den Firmenwagen z.B. krankheitsbedingt mal nicht bewegt. Wird der Firmenwagen für die Strecke zwischen Wohnung und erster Arbeitsstätte prinzipiell weniger als an 15 Tagen im Monat genutzt, wird über die sogenannte Tagespauschale versteuert. Dabei findet eine Einzelbewertung der tatsächlich gefahrenen Kilometer statt. Je Entfernungskilometer werden 0,002% des Bruttolistenpreis dem geldwerten Vorteil zugerechnet und müssen wie das Gehalt versteuert werden.

Kostenlose Broschüren

Möchten Sie mehr zum Thema Bruttolistenpreis und den Einfluss auf die Firmenwagenversteuerung erfahren? In den Broschüren erhalten Sie einen Einblick in die 1-%-Methode und das Fahrtenbuch. Da die Versteuerung bei Dienstwagen und Poolfahrzeugen anders berechnet wird, empfiehlt es sich, beide Broschüren herunterzuladen. 

die Broschüre zur Firmenwagenversteuerung

die Broschüre zu der Firmenwagenversteuerung von Poolfahrzeugen

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