Risiko- und Schadenmanagement

Unterstützung durch Dienstleister und Fuhrparkmanagement Software hilft beim Risiko- und ­Schadenmanagement, wenn es an Know-how fehlt. Allerdings müssen Unternehmen wissen, welche Eckdaten wichtig sind.

Das sollten Fuhrparkleiter wissen

Die Flottenbetreiber planen aktuell massive Investitionen. Das zumindest besagt der Indikator für das Flottenwachstumspotenzial in Deutschland, der von vier Prozent im Jahr 2018 auf 13 Prozent in diesem Jahr signifikant gestiegen ist. Dieser Indikator zeigt die Differenz zwischen dem Anteil der Unternehmen, die eine Zunahme der Flottengröße erwarten, und dem Anteil der Betriebe, die einen Rückgang erwarten.

Ein Grund für den Aufschwung ist der anhaltende Fachkräftemangel, der Firmen vermutlich ermutigt, mehr Zusatzleistungen für Mitarbeiter anzubieten. Deshalb wachsen die Flotten – und damit auch die Unfälle. Doch um die Schäden zu managen, fehlen teilweise Mitarbeiter sowie Know-how. Das beginnt bereits mit einer sachgerechten Lenkung und Dokumentation nach Eintritt eines Unfalls oder Schadens. Oft fehlt gerade an dieser Stelle eine Zusammenarbeit zwischen Versicherern und Kfz-Herstellern. Doch nicht alle Versicherer nehmen in Kfz-Haftpflicht- und Kaskoschutz sämtliche Risiken unter Vertrag. Hinzu kommen Risiko-Branchen, die im Vergleich deutlich höhere Prämien zahlen müssen. Wer seinen Fuhrpark also rechtssicher und intelligent verwalten möchte, muss viel beachten. Von der Fahrzeugbuchung über die elektronische Führerscheinkontrolle bis hin zur Fahrzeugortung gibt es keine Grenzen.

Schlechte Schadenquote erfordert ein vernünftiges Risikomanagement

Risikomanagement soll also alle betriebswirtschaftlichen Risiken messen und steuern. Mit dem eindeutigen Ziel, die Schaden- bzw. Unfallquote und die damit verbundenen Aufwendungen für Versicherungen zu senken. In erster Linie sind das Ereignisse, die das Unternehmen gefährden. Deshalb ist ein lückenloses Risikomanagement für Fuhrparkleiter ein Muss. Schon der Überblick an Versicherungen und Tarifen fällt schwer: So gibt es bei den Bausteinen der Versicherungen Mehrprämien für Innenraum-, Brems-, Betriebs- und Bruchschäden. Diese Zuschläge können bis zu 70 Prozent betragen. Und es geht weiter bis zur Fahrer-Schutz-Versicherung, die den Personenschaden des Fahrers nach einem selbst verschuldeten Unfall deckt, sowie Schmerzensgeld zahlt. Ebenso wichtig ist, dass die Kaskoversicherung bei Fahrfehlern Abzüge wegen grober Fahrlässigkeit ausschließt. 

Risikomanagement beginnt beim Fahrzeugkauf

eine FlotteBereits beim Kauf der Flottenfahrzeuge gehört das Risikomanagement dazu. Technisch sollten die Fahrzeuge auf dem neuesten Stand sein – Einparkhilfen, Spurhalteassistenten und Kollisions- oder Müdigkeitswarner gehören zur Standardausrüstung jedes Firmenfahrzeugs. Aber auch die Mitarbeiter sollten ins Risikomanagement eingebunden werden. Schulungen bilden dabei ebenso wichtige Eckpfeiler des Systems wie Nutzereinschränkungen oder Anreizsysteme – wie die Einführung von Bonussystemen bei schadenfreiem Fahren. Zu den weiteren rechtlichen Pflichten eines Fuhrparkverantwortlichen gehören die regelmäßige Führerscheinkontrolle, Fahrzeugprüfung, wie auch Fahrerunterweisung. Risikomanagement heißt, stets am Ball zu bleiben. So dynamisch sich der Markt entwickelt, so gezielt und schnell müssen Verantwortliche des Fuhrparks darauf reagieren. Nur wer das verinnerlicht, kann die Unfall-Ursachen mit dem Dienstwagen richtig analysieren. Dazu zählen Beschädigungen an Fahrzeugen sowie deren Häufigkeit bzw. Ursachen zu dokumentieren und präventive Maßnahmen einzuleiten.

Digitalisierung hilft beim Schadenmanagement

Auch die Digitalisierung bietet viele Chancen für das Flottenmanagement. Sie hilft, Prozesse weiter zu optimieren und die Durchlaufzeit im Schadenmanagement zu verringern. Telematik-Anwendungen ermöglichen ein umfassendes Reporting und eine Kontrolle der Fahrer. So lässt sich das Fahrverhalten analysieren und kann optimiert werden. Auch Verstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Beschleunigungs- und Bremsmanöver werden aufgezeichnet.

Dafür benötigen Unternehmen eine entsprechende Software. Die Anforderungen an sie ist klar definiert: Die Software sollte Unterlagen sammeln, auslesen und die erfassten Daten so aufbereiten, dass zur Bearbeitung des Schadenfalls alles zur Verfügung steht. Diese Art der Digitalisierung bietet die Chance, Prozesse im Flottenmanagement bei steigender Transparenz weiter zu optimieren. Etwa Telematiksysteme, die Unfälle erkennen und melden oder die digitalisierten Freigabe-, Werkstatt- und Abrechnungsprozesse erleichtern. Fuhrparkmanager müssen beim Einsatz der digitalisierten Telematik-Lösungen allerdings genau abwägen, ob sie die gesamte Kontrolle, Transparenz und Effizienz durch die Datenverwertung wollen. So kann der Fahrer zur gläsernen Person werden. Doch dieses Problem haben Telematik-Anbieter längst erkannt. Sie versuchen den Dienstwagenfahrern zumindest eine gewisse Kontrolle über ihre Privatsphäre im Auto zu bieten.

Die richtige Fuhrparksoftware für Ihr Unternehmen auszuwählen, ist gar nicht so einfach. Deswegen ist es ratsam, verschiedene Anbieter zu vergleichen, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Laden Sie folgende Anleitung herunter, um den Entscheidungsprozess zu erleichtern.

Alles zum Thema Risiko- und Schadenmanagement