Reifenlabel

Das Reifenlabel ist eine einheitliche Kennzeichnung der Europäischen Union auf Kraftfahrzeugreifen, die dem Käufer eine bessere Vergleichbarkeit unter den verschiedenen Modellen ermöglicht.

Das Reifenlabel - Bedeutung, Nutzen und individuelle Unterschiede

Das EU Reifenlabel wurde bereits 2012 eingeführt und zeigt eine Klassifizierung von Kraftfahrzeugreifen. Dabei werden genaue Angaben über die Kraftstoffeffizienz, die Nassbremseigenschaften und den Geräuschpegel angezeigt und in Kategorien von A bis G eingeteilt. Hier ist A die bestmögliche und G die schlechteste Einstufung.

Um eine möglichst hohe Vergleichbarkeit zu schaffen, sind auf dem EU Label für Reifen folgende Kriterien genauer beschrieben:

1. Rollwiderstand

Diese Eigenschaft trifft eine Aussage über die Ersparnis von Kraftstoff in Bezug auf den Reifen. In dieser Kategorie gibt es die Einteilungen von A bis C und E bis G. D wird hier nicht genutzt. Vergleicht man einen Reifen der Klasse A mit einem aus der letzten Klasse G, erhält man eine Ersparnis des Kraftstoffes um bis zu 9 %. Heutzutage fallen fast alle auf dem Markt angebotenen Reifen unter die Kategorie B oder C. Zudem ist zu erwähnen, dass die individuelle Kraftstoffersparnis nicht genau abgeschätzt werden kann, da andere fahrzeugspezifische Eigenschaften diese Zahl verändern können.

2. Nassbremseigenschaften

Diese Kategorie beschreibt die Haftung der Reifen auf nassem Untergrund. Dies kann einen direkten Einfluss auf die Sicherheit haben und Unterschiede von 30 % des Bremsweges ausmachen. Auch hier werden einzelne Klassen nicht verwendet. So werden die Reifen in Klassen von A bis D und E bis F eingeteilt. Nimmt man beispielsweise einen Reifen der Klasse A und vergleicht ihn mit einem Reifen der Klasse F, können erhebliche Unterschiede von mehreren Metern auftreten. Aber auch hier sind fahrzeugspezifische Eigenschaften mit im Spiel und haben Einfluss auf das Bremsverhalten.

Nahaufnahme eines Reifenprofils
Das EU Reifenlabel enthält u. a. Angaben über den Geräuschpegel der Kraftfahrzeugreifen.

3. externes Rollgeräusch

Um die Stärke des Außengeräusches darzustellen, zeigt dieses Symbol einen Reifen mit drei Viertelringen. Dabei gilt: je weniger Ringe angezeigt sind, desto leiser ist das Rollgeräusch des Reifens. Ist auf dem Symbol nur ein Ring zu sehen, so bedeutet dies, dass der Reifen die seit 2016 gültigen Grenzwerte um mehr als 3 Dezibel unterschreitet. Bei zwei Ringen werden diese Grenzwerte eingehalten oder um maximal 3 Dezibel unterschritten. Bei drei Ringen hält der Reifen die Grenzwerte ein, die bis zum Jahr 2016 gültig waren.

Neben dem beschriebenen Symbol gibt es außerdem die genaue Angabe der gemessenen Lautstärke. Desweiteren sind die Grenzwerte der Reifen nicht für alle Reifen gleich. Sie sind abhängig von der Reifenbreite und der Reifenart. Stimmen bei unterschiedlichen Reifen die Klassifizierung der Nasshaftung und des Rollwiderstands überein, sollte immer der leisere Reifen aufgewählt werden. Allerdings kann ein geringes Rollgeräusch nicht immer gleichgesetzt werden mit einem niedrigen Innengeräusch.

Fazit

Das Reifenlabel der EU ist eine gute Methode unterschiedliche Reifen miteinander zu vergleichen. Es zeigt schnell verständlich und übersichtlich die wichtigsten Eigenschaften eines neuen Reifens und bringt einige Vorteile mit sich. Mit Hilfe des Labels kann beispielsweise Geld beim Verbrauch gespart werden, die Sicherheit erhört und das Fahrgeräusch verringert werden. Es lohnt sich also, das Reifenlabel und die Bedeutung der einzelnen Symbole zu kennen und vor dem Kauf die Eigenschaften der verschiedenen Reifen zu vergleichen.

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