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Tipps zur Stammdatenpflege im Fuhrpark

Stammdatenpflege: Vorsprung und Übersicht im Fuhrpark durch digitale Lösungen

Wer seine Stammdaten richtig pflegt, bildet die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen. Sie sind wesentlich, um Geschäftsprozesse zu optimieren. Digitale Lösungen helfen, die Übersicht über komplexe Abläufe im Fuhrpark zu behalten – und letztlich Kosten zu sparen.

Unsere Welt verändert sich durch die Digitalisierung in rasendem Tempo: Die Internet-Wachstumsstatistik von Statista zeigt, dass im Januar 2021 4,9 Milliarden aller Menschen das Internet nutzen. Das sind 62,5 Prozent der Weltbevölkerung. Im Jahr 2020 betrug das übertragene Datenvolumen allein in den deutschen Mobilfunknetzen insgesamt rund 3,97 Milliarden Gigabyte. Gleichzeitig bedeutet diese Datenflut – die sich auch in Unternehmen ständig erhöht – immer neue Herausforderungen. Wie gehe ich rechtskonform mit den sensiblen Informationen um? Wie kann ich sie synchronisieren? Und wie läuft die Verwaltung und Organisation? Viele Unternehmen vertrauen vermehrt auf IT-Unterstützung. Auch im Fuhrpark gewinnt das digitale Management von Daten zunehmend an Bedeutung.

Stammdatenpflege ist der Schlüssel zum Erfolg

Stammdaten spielen im Management des Fuhrparks eine Schlüsselrolle. In der Regel sollten sie alle wesentlichen Informationen enthalten, die für die Fachabteilung und das Unternehmen relevant sind. Dazu zählen u.a. Infos über Fuhrpark, GeschäftspartnerInnen und MitarbeiterInnen. Diese hochkarätigen Daten spielen zusammen eine Schlüsselrolle bei allen internen sowie geschäftlichen Aktivitäten und werden langfristig benötigt. Ein grundsätzliches Problem: Häufig sind die Daten nicht korrekt gepflegt. Doch, wenn zunächst falsche oder ungültige Daten aussortiert und neu recherchiert werden müssen, kostet das einen enormen Zeitaufwand. Einer entsprechenden Software-Lösung wie Vimcar Fleet vereinfacht den Aufwand der Organisation. Bei der Synchronisierung von Stammdaten geht es nicht nur um Geschwindigkeit – vor allem geht es um saubere Daten und damit um beste Qualität.

Vier Tipps zur Stammdatenpflege

  • Immer die Datenqualität sicherstellen.
  • Einheitlicher Datensätze mit Struktur bilden 
  • Eine Data-Governance-Strategie etablieren
  • Stets die EU-DSGVO einhalten

Von Adressen bis zum Führerschein: Diese Daten sind wichtig

Nur bereinigte Daten sind wertvolle Informationsressourcen. Auf der Basis hochwertiger Daten können Verantwortliche für den Fuhrpark die richtigen Entscheidungen treffen und nachhaltig agieren. Sind die Daten verifiziert und strukturiert, erhalten FuhrparkmanagerInnen zuverlässige und aktuelle Stammdaten. Mit dem digitalen Fuhrparkmanagement verwalten Sie ohne Aufwand Ihre gesamte Fahrzeugflotte. Zu den Kerndaten im Fuhrpark zählen:

  • Erfassung der Führerscheine
  • Speicherung der Mitarbeitendendaten
  • Intervalle der Führerscheinkontrolle
  • Rechnungen und Belege
  • Erfassung der Tankkosten oder Kilometerstände
  • Einhaltung der UVV
  • Kapazitäten und Transporteigenschaften 
  • Benötigte Berechtigungen
  • Allgemeine Daten
  • Servicetermine wie Werkstatt oder TÜV
  • Versicherungsverträge
  • Schadensmeldungen und Unfallberichte
  • Leasingverträge
Stammdatenpflege

Hat man diese Infos in ein Datenmanagement-System eingepflegt, sind alle Daten zu den Fahrzeugen sofort abrufbar. Egal, ob es sich um ein kleines Team, ein mittelständisches Unternehmen oder ein Konzern mit deutschlandweit verteilten Standorten handelt. Sämtliche Daten stehen überall und jederzeit zur Verfügung.

Alle Daten im Blick – digitale Lösungen helfen FuhrparkleiterInnen

Wachsenden Aktenberge, eine Flut an E-Mails und ständiger Termindruck: FuhrparkmanagerInnen stehen täglich unter Druck. Der Einsatz eines Dokumentenmanagementsystems kann sie dabei entlasten und sich zu einer Hilfe im Kampf gegen ineffektives Arbeiten entwickeln. Viele zeitraubende Fuhrparkaufgaben lassen sich durch die digitale Dokumentenverwaltung erheblich vereinfachen und transparenter machen. Aber nicht nur das: Zusätzlich können die täglichen Arbeitsaufgaben rund um den Fuhrpark des Betriebes viel effizienter gestaltet werden. Von Rechnungen und Belegen über die tägliche Erfassung der Tankkosten oder Kilometerstände sowie die Führerscheinkontrolle – dank digitaler Dokumentenverwaltung wird alles in den Stammdaten des jeweiligen Fahrzeugs gespeichert. Niemand muss sich mehr durch zahllose Papierkopien in hunderten von Aktenordnern kämpfen. Alle Abteilungen von der Buchhaltung über das Controlling bis zur Geschäftsleitung haben darauf Zugriff. 

Digitale Verwaltung – ein immenser Vorteil im Wettbewerb

datenverwaltung

„Das Bewusstsein für eine effiziente Nutzung der Ressource Firmenwagen ist durch die Krise deutlich gestiegen“, sagte Vimcar-Geschäftsführer und Gründer Andreas Schneider. Dennoch wagen viele Unternehmen noch nicht den Sprung in die Digitalisierung. Dabei gibt es einige sinnvolle Argumente für die die Digitalisierung der Fahrzeugdokumente im Betrieb. Vom Zeitpunkt der Digitalisierung an stehen alle mit dem Fahrzeug verbundenen Daten mit nur einem Klick zur Verfügung. Das zahlt sich vor allem im Schadenfall aus. Lästiges Suchen nach Versicherungsbedingungen oder Werkstatt-Telefonnummern entfällt – dafür ist alles sofort mit einem Abruf sichtbar. Ein modernes Dokumentenmanagementsystem kann jedoch noch viel mehr. Sind alle Dokumente des Fahrzeuges digital erfasst, erinnert das System z.B. auch an Werkstatttermine, das Ablaufdatum von Leasingverträgen oder an die so wichtigen Führerscheinkontrollen.

Dokumentenmanagementsystem und Stammdaten – schneller effizient

Lösungen wie Vimcar Fleet helfen dabei, alle wichtigen Unternehmensdokumente zentral an einem Ort zu bündeln. Die Dokumentenverwaltung samt digitaler Akte ermöglicht Schnittstellen zu Buchhaltung, Controlling, Geschäftsleitung und anderen Abteilungen. Der Vorteil: Jeder Zugriffsberechtigte ist auf dem gleichen Informationsstand – und damit ist ein effektives Arbeiten sowie schneller Zugriff auf Informationen gesichert. Das Fazit fällt eindeutig aus: Digitale Prozesse ermöglichen eine schnellere und effizientere Verwaltung als analoge Variationen. Zudem bieten sie viele ungeahnte Möglichkeiten der Flottenverwaltung und lassen sich ständig modifizieren. Aber das mächtigste Werkzeug bringt nichts, wenn es nicht korrekt zum Einsatz gebracht wird. Deshalb ist die korrekte Stammdatenpflege  so wichtig.

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Fleet Admin Broschüre auf Laptop geöffnet

Regelungen zur Visumspflicht und die Beschäftigung von ausländischen Lkw-FahrerInnen

Laut Statistik hatten 2019 fast 200.000 Lkw-FahrerInnen aus Drittstaaten wie der Ukraine, Belarus oder Kasachstan eine EU-Arbeitserlaubnis. Doch was müssen Betriebe wissen über Visumspflicht, Ausbildung und rechtliche Verpflichtungen? Wir klären auf!

Es ist mittlerweile ein gewohntes Bild auf deutschen Autobahnen. Osteuropäische Trucks fahren dicht an dicht über den Asphalt. Nach Schätzungen haben sie im EU-weiten Transport etwa 40 Prozent des Marktes übernommen. Allein die Maut-Statistiken des Bundesamtes für Gütertransport zeigen, dass 33 Prozent aller Lkw auf deutschen Straßen in osteuropäischen Ländern zugelassen sind. Gelenkt werden sie zunehmend von Lkw-FahrerInnen aus Ländern außerhalb der EU, die in der EU arbeiten. Von 2018 bis 2019 ist die Zahl der Fahrerbescheinigungen um fast 50.000 auf rund 199.000 hochgeschnellt.

Fahrerbescheinigung für fünf Jahre

Die EU-Fahrerbescheinigung soll eine wirksame Kontrolle ermöglichen, ob FahrerInnen aus Drittländern rechtmäßig beschäftigt und dem für die Beförderung verantwortlichen Verkehrsunternehmer zur Verfügung gestellt werden. Diese gelten für fünf Jahre. Nach fünf Jahren Beschäftigungszeit können FahrerInnen eine Niederlassungserlaubnis beantragen. 

Dafür gelten die allgemeinen Bestimmungen nach § 9 AufenthG. Experten warnen jedoch vor großer Missbrauchsgefahr wegen unzureichender Kontrollen. Sowohl die technische Qualifikation wie auch die gesundheitliche Eignung der FahrerInnen wird nicht immer geprüft – das kann die Verkehrssicherheit gefährden. Ganz vorne dabei beim Ausstellen der Fahrerbescheinigungen: Polen und Litauen. Dahinter rangierten 2019 Spanien, Slowenien und Lettland.

FahrerInnen aus dem Ausland

FahrerInnen aus Osteuropa

Der Kampf um ausländische Fachkräfte ist groß, die Bezahlung dagegen häufig gering. Die FahrerInnen kommen vorwiegend aus der Ukraine, Belarus, Moldawien, Russland oder Kasachstan. Auch für sie stellt die Tätigkeit im Güterfernverkehr grundsätzlich eine Erwerbstätigkeit dar. Im Übrigen gilt dies auch bei Kurzaufenthalten. Grundvoraussetzung für die Entsendung von LKW-FahrerInnen nach Deutschland ist zunächst, dass der Arbeitgeber im Besitz einer EU-Fahrerbescheinigung ist.

Visumpflicht nach Aufenthaltsdauer

Visumspflicht Internationale FahrerInnen

Die Erforderlichkeit eines Visums richtet sich stets nach der geplanten Dauer des Aufenthalts in Deutschland. Die Unterteilung von Mitarbeitenden aus Drittstaaten ist dabei klar strukturiert:

  • Bei einem Aufenthalt in Deutschland von mehr als 90 Tagen innerhalb von 12 Monaten wird grundsätzlich ein Visum gem. § 20 Abs. 1 Nr. 1 a) BeschV benötigt.
  • InhaberInnen eines polnischen Aufenthaltstitels sind für Aufenthalte bis zu 90 Tagen pro Halbjahr in Deutschland von der Visumspflicht befreit.
  • Bei einem Aufenthalt in Deutschland von bis zu 90 Tagen innerhalb von 12 Monaten wird hingegen kein Visum benötigt. Eine Sonderregelung gibt es für reine Transitfahrten. Ist der Fahrende aus bestimmten Staaten, so gilt hier ein maximaler Aufenthalt von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen. Eine aktuelle Liste der entsprechenden Staaten finden Unternehmen im Anhang II zum Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ). Die Regelungen beziehen sich ausschließlich auf Firmen mit Sitz innerhalb der Europäischen Union.

Arbeiten in Deutschland als BerufskraftfahrerIn

Anders als bei den Visa-Bestimmungen sind die Anforderungen für eine Beschäftigung in Deutschland nicht so hoch. Auch ohne formale Ausbildung dürfen FahrerInnen für LKW oder Kraftomnibusse beschäftigt werden. Dazu müssen folgende Bedingungen für die Aufnahme einer Beschäftigung erfüllt werden.

  • FahrerInnen besitzen die hierfür erforderliche EU- oder EWR- Fahrerlaubnis der Klasse C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE.
  • Zusätzlich müssen sie die (beschleunigte) EU- oder EWR-Grundqualifikation zum Fahren bestimmter Fahrzeuge für den Güter- und Personenkraftverkehr nachweisen. 
  • Wenn FahrerInnen die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates, eines EWR-Vertragsstaates oder der Schweiz besitzen und die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, können sie eine Beschäftigung im Güter- oder Personenkraftverkehr aufnehmen. 
  • Wer nicht die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates, eines EWR-Vertragsstaates oder der Schweiz besitzt, kann bei Erfüllung der oben genannten Voraussetzungen als Berufskraftfahrerin oder Berufskraftfahrer arbeiten. Und zwar dann, wenn die Bundesagentur für Arbeit (BA) der Erteilung des erforderlichen Aufenthaltstitels nach §19c Abs.1 AufenthG für diese Beschäftigung zugestimmt hat (§ 24a Abs. 1 BeschV )

Unterlagen müssen mitgeführt werden

Das Fahrpersonal muss die Unterlagen nach Absatz 1 Satz 2 während der gesamten Fahrt mitführen und Kontrollberechtigten auf Verlangen zur Prüfung aushändigen. Ganz wichtig: Werden die erforderlichen Unterlagen (Arbeitsgenehmigung, EU-Fahrerbescheinigung, Aufenthaltsgenehmigung, Duldung, Pass, Passersatz, Ausweisersatz) nicht mitgeführt, können das Bundesamt für Güterverkehr sowie sonstige Kontrollberechtigte die Weiterfahrt solange untersagen, bis die erforderlichen Unterlagen vorgelegt werden.

Unterlagen mitführen

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So klappt die Kommunikation mit internationalen FahrerInnen

Viele Nationen, unterschiedliche Sprachen: Besonders die Kommunikation mit ausländischen Lkw-FahrerInnen verläuft häufig schleppend. Dank Apps verbessern sich die Arbeitsbedingungen. Fuhrparkverantwortliche verhindern so Missverständnisse und erleichtern die Dokumentation der abgeschlossenen Arbeitsschritte.

Immer mehr Mitarbeitende aus dem Transportgewerbe kommen aus den unterschiedlichsten Ländern. Sprachbarrieren sind vorprogrammiert und machen FahrerInnen zum Schwachpunkt der Lieferkette. Das erschwert nicht nur eine verständliche Kommunikation, sondern auch den dazu gehörenden Datenaustausch. Dabei kommt es beim Güterverkehr auf Effizienz und Geschwindigkeit an. 

Doch wie lässt sich eine reibungslose Kommunikation am besten gewährleisten? Natürlich könnten Mitarbeitende für FahrerInnen mehrsprachige Protokolle zum Lieferprozess bereithalten. Im direkten Kontakt wäre das sinnvoll. Rollt der Lkw erstmal vom Hof ist der Lenkende bei akuten Fragen auf sich selbst gestellt. Dann sollten Unternehmen auf digitale Helfer setzen. Denn Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Unternehmenskultur. Besonders in einem internationalen Team ist es enorm wichtig, proaktiv und offen zu kommunizieren.

Digital ist besser

Virtuelle Kommunikation gehört in Zeiten der Globalisierung zum Daily Business der meisten Unternehmen. Ohne sie wären internationale Firmen nicht konkurrenzfähig. Transportunternehmen vertrauen deshalb zunehmend Bordcomputern und Apps. Sie vereinfachen den Fluss der Kommunikation und Transportplanungen erheblich – genauso wie sie Abläufe flexibler gestalten. Besonders Bildübersetzer per App können LKW-FahrerInnen verschiedener Nationalitäten die Kommunikation untereinander erleichtern. Anstatt radebrechend englisch zu sprechen, können sie durch Symbole auf dem Smartphone ihre Anliegen signalisieren. 

Digitale Kommunikation FahrerInnen

Über Messenger-Dienste wie WhatsApp halten sie in Chat-Gruppen nicht nur mit dem Disponenten, sondern auch untereinander Kontakt. Da diese während des Arbeitsalltags mit immer komplexeren Anforderungen im Cockpit kämpfen müssen, können mobile Hilfsmittel auch in diesen Punkten eine echte Erleichterung sein. Denn aktuelle Apps übersetzten die Arbeitsanweisungen auch in die benötigte Fremdsprache.

Bessere Kommunikation, mehr Effizienz

Da viele Nachfragen zwischen Lenkendem und der Disposition entfallen, liegt die volle Aufmerksamkeit auf dem fließenden Verkehr, der zunehmend mehr Konzentration erfordert. Die Position des Lieferfahrzeugs sowie die Ankunftszeit beim Kunden hat die Zentrale mittels Live-Karte immer im Blick. Aber nicht nur das: Auch die gesamte Auftragsabwicklung, etwa durch den Austausch von Daten zur Kontrolle des Auftragsfortschritts. Viele Kommunikationssysteme docken an bestehende Rechnerstrukturen von Speditionsunternehmen an. Das verbessert die Effizienz im Endeffekt erheblich. Mobile-Workflow-Management-Lösungen verhindern Unsicherheiten und leiten durch die anstehenden Aufgaben.

Ohne Schulung Zeit sparen

Kommunikation mit FahrerInnen

Ein weiterer Vorteil der digitalen Apps – KraftfahrerInnen werden Schritt für Schritt durch ihre Aufgaben geführt. Das alles geht ohne langwierige Schulungen. Sämtliche Anliegen bewältigen sie in kurzer Zeit mühelos. Die Apps zeigen Workflows in allen erdenklichen Sprachen an und helfen so, Abläufe reibungslos zu gestalten. Zusätzlich sorgen präzise Vorgaben dafür, dass die Prozessqualität steigt. Denn sie beschreiben jeden Arbeitsschritt so umfangreich wie nötig und dokumentieren seine Ausführung. 

Und sollte mal ein überraschender technischer Defekt den Lkw lahmlegen, kann der Fahrer zudem mit der Disposition chatten, falls es zusätzlichen Abstimmungsbedarf gibt. Das gilt auch im Falle von Unfällen und den Abwicklungen vor Ort. Automatische Übersetzungsfunktionen sorgen dafür, dass dabei sowohl der Fahrer als auch der Disponent jeweils in ihrer Muttersprache schreiben können.

Transparente Verständigung

Die Grundvoraussetzung für gute Kommunikation im Team ist ein gemeinsames Ziel. Das sollten Verantwortliche für den Fuhrpark immer im Kopf haben. Dazu gesellt sich eine klare Aufgabenverteilung und eine strukturierte Kommunikation und Abgleichung darüber, was passiert. Mobile Workflow Management vereinfacht viele Aufgaben von Lkw-Fahrern – ganz besonders die Abstimmungen zwischen den Mitarbeitenden. Mobilen Apps übernehmen im Lkw die Statuskommunikation für sie und errechnen automatisch ihre voraussichtliche Ankunftszeit. 

Der größte Vorteil der digitalen Abläufe: Arbeitsanweisungen in Fremdsprachen und die automatische Übersetzung von Chats erleichtern die Verständigung mit ausländischen Fahrern. Weil sie sich diese Tools zudem simpel bedienen lassen, machen sie ihren AnwendernInnen oft Spaß. Eine Win-win-Situtaion für alle Beteiligten. Denn Fuhrparks, die unkomplizierten Lösungen einsetzen, verbessern die Arbeitsbedingungen ihrer Fahrer und können begehrte Fachkräfte so leichter von sich überzeugen.

Kommunikation mit FahrerInnen im Fuhrpark

Wir Menschen kommunizieren rund um die Uhr miteinander. Trotzdem kommt es vor allem im Job immer wieder zu Missverständnissen, die Mitarbeitende und auch die Fuhrparkverantwortlichen frustrieren können. Welche Stolperfallen lauern und welche Tipps und Tools helfen, den Informationsaustausch zu verbessern, erklären wir hier.

Frust im Fuhrpark vermeiden

Die Fahrzeuge können noch so perfekt aufgestellt, die Mitarbeitenden motiviert und gut geschult sein – wenn die Kommunikation nicht klappt, läuft es in keinem Fuhrpark rund. Besonders bei Projekten, die mit der Einführung neuer Prozesse verbunden sind, ist die transparente Vermittlung ein wichtiger Faktor. 

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem das richtige Timing und die Art und Weise des Dialogs: Wenn FahrerInnen völlig überraschend von „Das machen wir jetzt so“-Ansagen überrollt oder wenn sich bei ihnen das Gefühl einschleicht, nicht ernst genommen zu werden, steigt der Frustrationspegel. Auf der anderen Seite ärgern sich Fuhrparkverantwortliche, wenn ihre Änderungsvorschläge nicht umgesetzt werden. Der Schlüssel ist die richtige Kommunikation – wenn die reibungslos funktioniert, profitiert das gesamte Unternehmen davon. Folgende Punkte sind dabei wichtig.

1. Auf Augenhöhe kommunizieren

Tauschen Sie sich mit den NutzerInnen Ihres Fuhrparks nicht nur über Regeln und Vorschriften aus. Schaffen Sie Vertrauen, indem Sie auch über andere Themen sprechen. Fragen Sie, wie die FahrerInnen mit einem Fahrzeugmodell oder der Werkstatt zufrieden sind. 

So fördern Sie den Informationsaustausch untereinander und erhalten wichtige Anregungen, die bei der Erstellung einer neuen Car-Policy von Nutzen sein können. Und: Begegnen Sie allen KollegInnen mit Freundlichkeit und Respekt. Nur wenn alle höflich und ehrlich miteinander umgehen, lassen sich Konflikte schnell lösen und Intrigen, Lästereien oder gar Mobbing finden erst gar keinen Nährboden.   

Fuhrpark Kommunikation

2. Das „Wie“ macht den Unterschied

Die Welt wird immer digitaler. Smartphones, E-Mails und Chat-Programme sind längst ein fester Bestandteil für den täglichen Austausch im Job. Doch je nach Situation eignen sich gewisse Kommunikationsmittel besser. Wichtige Gespräche sollten nicht schriftlich geführt werden, sondern persönlich. Chat-Programme hingegen eignen sich für spontane Erinnerungen. Für die Organisation von Terminen oder die Verteilung von Informationen empfehlen sich im Job E-Mails. Wer seinen Mitarbeitenden komplexe Themen vermitteln möchte, der kann auch professionelle Online- und Offline-Tools zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel E-Learning-Angebote oder Tutorials.

3. Nonverbale Kommunikation

Fahrer Kommunikation

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, hat der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick einmal gesagt. Das bedeutet: Überall, wo wir auf andere Menschen treffen, findet Kommunikation statt – ob wir nun miteinander reden oder nicht. Ein großer Teil passiert über unsere Körpersprache,  dazu gehören Gesichtsausdrücke, Körperhaltung oder stimmliche Merkmale. 

Das sollte man immer im Hinterkopf behalten – und beispielsweise darauf achten, ob man in einem Gespräch die Arme verschränkt oder ob man Blickkontakt hält. Auch der Ton ist entscheidend. Wollen Sie bei Mitarbeitenden die Wichtigkeit von Regeln und Vorschriften verdeutlichen, muss dies auch in einem angemessenen Ton erfolgen.

4. Reaktionen im Affekt vermeiden

Manchmal geht es ganz schnell. Eine Person sagt etwas, was eine andere persönlich trifft, es folgt die Retourkutsche und der Streit eskaliert. Solche Situationen lassen sich vermeiden: Man nimmt eine kritische Aussage oder Frage zur Kenntnis und zieht sich für eine Weile zurück. Wenn man dann nicht mehr so emotional geladen ist, können Missverständnisse rational und sachlich geklärt werden. Ein guter S.O.S.-Trick: Achten Sie auf Ihre Atmung. Menschen atmen schnappartiger, wenn sie aufgeregt sind. Und in gestresstem Zustand wird konstruktive Kommunikation schwierig. Um einen ruhigeren Puls zu bekommen, lohnen sich Atemübungen.

5. Veränderungen effizient umsetzen

Angenommen, die Geschäftsführung will einen neuen Leasinggeber für den Fuhrpark einführen. Das bedeutet: Neue Prozesse, an die sich alle erst einmal gewöhnen müssen. Mit dem richtigen Change Management lassen sich Veränderungen gut umsetzen. Der Begriff stammt aus der Unternehmensberatung und gilt als dort als wichtiges Handwerkszeug. Mehr als ein halbes Dutzend Modelle gibt es auf dem Markt. Sie alle eint der Ansatz, Veränderungen in einem Unternehmen mit System und Methode anzugehen. Als äußerst erfolgsversprechend gilt das „5-Phasen-Modell Krüger“: Es beschreibt die einzelnen Schritte und Maßnahmen, die für erfolgreiche Wandlungsprozessen in Unternehmen notwendig sind. Dazu gehören die Initialisierung, die Konzeption, die Motivation, die Umsetzung und die Verstetigung.

5. Konstruktive Feedback-Kultur einführen

Regelmäßiges FahrerInnen-Feedback kann die Motivation steigern oder Verhalten korrigieren. Und umgekehrt ist das Feedback „von unten nach oben“ wichtig für Führungskräfte, um Probleme zu erkennen. Ein Feedback-Gespräch sollte ein freiwilliges Angebot und eine Chance sein, sich selbst besser kennenzulernen.

Tipps für das Verteilen von Feedback:

  • Die Kritik soll konkret und aktuell sein
  • Negative Punkte am besten jeweils zwischen zwei positive packen
  • Verallgemeinerungen vermeiden
  • Authentisch und ehrlich bleiben
  • Konstruktive Verbesserungsvorschläge machen
Feedback Gespräch

Tipps fürs Annehmen von Feedback:

  • Aufmerksam zuhören und Unklarheiten klären
  • Bei Meinungsverschiedenheiten die eigene Sicht formulieren, ohne sich zu verteidigen
  • Nicht allzu schnell antworten, um zu emotionale Reaktionen zu vermeiden

Jetzt Ratgeber zum Fahrverhalten für FahrerInnen herunterladen!

Der Ratgeber enthält Tipps zum sicheren Fahrverhalten und erleichtert so die Kommunikation zwischen FuhrparkleiterInnen sowie FahrerInnen im Alltag. Das Aufstellen von Richtlinien für das Fahrverhalten schützt die FahrerInnen und hilft dabei, ein stressfreies Arbeitsklima zu schaffen. Der Ratgeber kann entweder digital mit den FahrerInnen geteilt oder ausgedruckt und im Handschuhfach sicher verstaut werden. 

Ratgeber zum Fahrverhalten

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Leitlinien für Kontrollen durch Polizei und BAG

Niemand wird gern kontrolliert. Aber so, wie FahrerInnen sich an die Regeln Ihres Arbeitgebers halten müssen, sind auch die MitarbeiterInnen von Polizei und dem Bundesamt für Güterverkehr verpflichtet, ihre Aufgaben zu erledigen. Kontrolle muss also sein. Damit sie möglichst zeitsparend ohne Komplikationen vonstatten geht, haben wir einen kleinen Leitfaden zusammengestellt.

Wie lassen sich Kontrollen vermeiden? Am besten, indem FahrerInnen, Fahrzeuge und Ladung gar nicht erst auffallen. Wer sich immer an die Verkehrsregeln hält, Ladung stets mit voller Konzentration nach der Ladungssicherungscheckliste sichert und penibel Fahr- und Pausenzeiten einhält, hat gute Karten für eine freie Fahrt. Aber nicht immer folgen Kontrollen aufgrund einer Auffälligkeit, manchmal werden schlichtweg Stichproben gemacht. Damit diese nicht unnötig aufhalten, sollten diese Unterlagen immer griffbereit vorliegen:

  • Führerschein und Fahrzeugpapiere
  • Ausweispapiere
  • Nachweis über Lenk- und Ruhezeiten
  • Ladeliste
  • Genehmigungen, falls erforderlich – z. B. Ausnahmegenehmigung für Sonntagsfahrten
  • Gefahrgutunterlagen
BAG Kontrolle

Sind alle Ausweise und Formulare vorhanden und in Ordnung, stehen die Chancen gut, dass das Procedere schnell abgeschlossen ist. Wer sich dabei kooperativ verhält, spart Zeit und Nerven. Schließlich machen hier alle ihren Job, und mit Freundlichkeit macht es allen mehr Spaß. 

Dokumentieren statt sprechen

Gibt es etwas zu beanstanden, ist es wichtig, möglichst nur die verpflichtenden Angaben zu machen: Basisdaten zur Person, zum Unternehmen, zu Ladung. Mehr nicht!

Zum Sachverhalt sind Aussagen weder nötig noch sinnvoll. Gut gemeinte Ausreden, fadenscheinige Begründungen oder Schuldzuweisungen sind unbedingt zu unterlassen. Andererseits darf aber auch auf keinen Fall ein mündliches oder schriftliches Schuldeingeständnis erfolgen. Kurzum: Wenn es Probleme gibt, die sich offensichtlich nicht schnell und eindeutig lösen lassen, ist höchste Vorsicht geboten. Einfach gesagt: Weniger sprechen, dafür mehr dokumentieren. Entweder schriftlich, noch besser aber mit Fotos aus verschiedenen Perspektiven, damit der Vorfall auch später von Menschen, die nicht anwesend waren, beurteilt werden kann.

Werden seitens Polizei oder BAG Mängel festgestellt, ist es richtig und wichtig, Fotos zu machen – etwa von einer bemängelten Ladungssicherung. Diese Fotos können dazu führen, dass sich im Falle eines daraus folgenden Rechtsstreits das Gericht nicht auf Aussagen verlassen muss, sondern sich selbst ein Bild machen kann. Im besten Fall lässt sich mit dem Fotomaterial beweisen, dass kein erheblicher Mangel sondern eine Lässlichkeit vorlag. Eine Fotodokumentation kann erhebliche Kosten sparen. 

Und bitte nicht vergessen: Nach jeder Kontrolle, ob mit oder ohne Beanstandung, sollten ArbeitgeberInnen oder Fuhrparkleitende über den Vorfall informiert werden. Bei Mängelfeststellung bitte sofort! Werden bei Kontrollen erhebliche Vergehen festgestellt, leiten Behörden ein Anhörungsverfahren ein. Hier kann sich anwaltlicher Rat auszahlen.

Alles eine Sache der Vorbereitung

Werden Verwarnungsgelder fällig, lohnt es sich oft, sofort zu bezahlen – natürlich niemals ohne Quittung! Damit lässt sich in vielen Fällen die Einleitung eines Verfahrens vermeiden. Nur wer sich ganz sicher ist, sich keines Vergehens schuldig gemacht zu haben, sollte die sofortige Zahlung verweigern. Das führt allerdings generell zu einem Ordnungswidrigkeitenverfahren. 

FuhrparkmanagerInnen sollten ihre FahrerInnen darauf hinweisen und im Voraus schon klären, welches Verhalten in einem solchen Fall gewünscht ist. Im Zweifel hilft eine sofortige Kontaktaufnahme noch während der Kontrolle.

Bußgelder hingegen haben immer ein Verfahren zur Folge und können nicht umgehend gezahlt werden. Dazu werden im Anschluss an die Kontrolle Fragebögen an alle Beteiligten verschickt, die innerhalb einer festgesetzten Frist an die zuständige Behörde zurückgehen müssen.

Kurzum: Kontrollen lassen sich nicht vermeiden – und Fehler passieren auf beiden Seiten, bei FahrerInnen und Bediensteten von Polizei und BAG. Wichtig ist es, im Falle des Falles alles Notwendige vorzeigen zu können und zu wissen, wie man sich verhält. Das alles sollte also geklärt sein, bevor sich FahrerInnen ans Steuer setzen.

Polizeikontrolle

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FahrerInnen-Recruiting: Tipps gegen Personalmangel

Gutes Personal ist Mangelware? Tatsächlich hat der Wirtschaftsbereich Logistik seit einigen Jahren schon mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Höchste Zeit also, mehr Menschen für den Beruf zu begeistern und auszubilden. Denn ohne funktionierenden Transport steht die Wirtschaft buchstäblich still.

Jedes Jahr gehen laut Erhebungen gut 40000 BerufskraftfahrerInnen in Rente und es kommen gerade mal 16000 neue FahrerInnen jährlich dazu. Da ist Kreativität gefragt, um erfolgreich Fachleute zu werben und ans eigene Unternehmen zu binden.

Leider ist der Ruf der BerufskraftfahrerInnen nicht mehr der Beste. Das ist nicht nur ein Imageproblem. Die Arbeitsbedingungen sind oft aufreibend und schrecken ab. Von Trucker-Romantik keine Spur, wenn der Termindruck so stark ist und die Parkplatzsituation unterwegs so schlecht, dass Pausenzeiten nicht eingehalten werden können. Hinzu kommt: Junge SchulabgängerInnen, die vielleicht Interesse an diesem Beruf hätten, scheiden aus Altersgründen meist erst einmal aus. Wer aber zwei oder mehr Jahre auf den Job warten muss, findet unterwegs oft eine Alternative. Und FahrerInnen aus dem nichteuropäischen Ausland, die vielleicht interessiert wären, scheitern hierzulande oft an den Sprachkenntnissen, die für die IHK-Prüfung häufig nicht ausreichen. 

Es gilt also, an einigen Stellschrauben zu drehen. Ein moderner Ausbildungs-LKW auf dem neuesten Stand der Technik und mit Komfort für die Pausenzeiten könnte sich bezahlt machen: Solch ein Fahrzeug schafft einen Anreiz und zeigt, wohin die Reise gehen könnte – zu mehr Anerkennung, besseren Arbeitsbedingungen und größerer Sicherheit auf den Straßen.

Wertschätzung und Work-Life-Balance

Immer wichtiger bei der Berufs- und Stellenauswahl ist auch die Work-Life-Balance. Wenn die Arbeitsbedingungen auch ein zufriedenstellendes Familienleben, ausreichend Zeit für Regeneration und Freizeitgestaltung ermöglichen, wird der Beruf für mehr Menschen attraktiv. Letztlich ist es eine Win-Win-Situation, denn: Zufriedene MitarbeiterInnen werden seltener krank und engagieren sich im Beruf mehr als solche, die permanent gestresst und unzufrieden sind. 

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor: Die Mund-zu-Mund-Propaganda. Gute Arbeitsbedingungen sprechen sich in der Branche rum und sind oft erfolgreicher als teure Stände auf Jobmessen oder Stellenanzeigen in den führenden Jobbörsen.

Wertschätzung ist wichtig: Wer sich anerkannt fühlt, der bleibt. Ein moderner, gepflegter Fuhrpark ist ein Anreiz. Arbeitgeber, die die Kosten für  Qualifizierungslehrgänge übernehmen und Termine dafür organisieren, zeigen, dass Ihnen die Qualität der Arbeit ihrer FahrerInnen wichtig ist. 

Wenn es möglich ist, ordnen Sie Ihren FahrerInnen Stammfahrzeuge zu. Wer seinen Arbeitsplatz (im vorgegebenen Rahmen) selbst gestalten kann und ggf. sogar in Wohnortnähe abstellen kann, fühlt sich wohler. Neben einem angemessenen Gehalt zeigen auch Veranstaltungen wie Sommer- oder Weihnachtsfeiern Anerkennung. Ein gutes Miteinander sorgt für ein Betriebsklima, das man nicht wechseln möchte – und für das man auch im Gespräch mit KollegInnen fremder Betriebe an Rastplätzen oder in Online-Foren gern Werbung macht.

LKW FahrerInnen Recruiting

Internationales Recruiting

Eine Überlegung wert ist das Anwerben von MitarbeiterInnen aus dem europäischen Ausland. Seit der Umstellung auf den Fahrerqualifizierungsnachweis ist die Einstellung von FahrerInnen, die ihre Berufskraftfahrerqualifikation außerhalb Deutschlands erworben haben, leichter geworden. 

Für große Unternehmen lohnt sich dabei der Weg über Personalagenturen, die sich auf die Vermittlung von BerufskraftfahrerInnen spezialisiert haben. Denn diese Rekrutierung ist zwar kostspielig – aber je nach Vereinbarung muss nur gezahlt werden, wenn dadurch erfolgreich Arbeitsverträge geschlossen werden konnten. Wenn die Möglichkeit besteht, den AnwärterInnen in der jeweiligen Muttersprache für den Job wichtige Schulungen anbieten zu können und sie mit Deutschkursen zu unterstützen, wäre auch die Einstellung über EU-Grenzen hinaus ein denkbarer Weg.  

Und noch ein wichtiger Punkt: Niemals im Blick auf das Recruiting neuer Angestellter die Betriebsangehörigen vergessen! Wer das Gefühl hat, dass für die Neuen mehr getan wird als für das bestehende Personal, wird unzufrieden – und hat zurzeit und auch in Zukunft einen großen Markt für eine Bewerbung zur Verfügung.

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Fahrerqualifizierungsnachweis – ein Überblick

Seit dem 23.5.2021 ersetzt der Fahrerqualifizierungsnachweis schrittweise die Eintragung im Führerschein mit dem bisherigen Schlüssel 95. Doch was ändert diese neue Bescheinigung für FahrerInnen, Unternehmen und FuhrparkmanagerInnen genau?

Ohne Grundqualifikation und regelmäßige Weiterbildung rollt für BerufskraftfahrerInnen schon seit 2006 nichts. Die Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrerqualifitakationsgesetz (BKrFQG) soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und zugleich den Umweltschutz verbessern. Denn neben den tätigkeitsbezogenen Fertigkeiten wird dabei vorausschauende Fahrweise vermittelt, die nicht nur der Sicherheit sondern auch der Optimierung des Kraftstoffverbrauchs dient. 

Bislang waren diese Qualifikationen im Führerschein als Schlüsselzahl 95 ersichtlich. Seit Mai 2021 wird der Schlüssel stattdessen im Fahrerqualifizierungsnachweis eingetragen. (Die Eintragungen im Führerschein bleiben natürlich bis zu ihrem Ablauf gültig!)

Hinzu kommt jetzt, dass ein Berufskraftfahrerqualifikationsregister eingeführt wurde. Dort wird erfasst, ob die FahrerInnen einen Fahrerqualifikationsnachweis (FQN) besitzen und von wem er ausgestellt wurde, wann und wo die Prüfungen für Grundqualifikation und Weiterbildungen abgelegt wurden – und auch, ob es Gründe für den nachträglichen Entzug des Fahrerqualifizierungsnachweises gibt. Klingt sehr bürokratisch, steigert aber auch die Anerkennung der BerufskraftfahrerInnenweiterbildung in den EU-Mitgliedsstaaten, korrigiert widersprüchliche Vorschriften und erleichtert die Ausstellung für ausländische Führerscheine. Anerkannt ist das Berufskraftfahrerqualifikationsrecht nicht nur in der EU, sondern auch in EWR-Vertragsstaaten und in der Schweiz.

Wer braucht den FQN?

Den Nachweis benötigen BerufskraftfahrerInnen, die LKW über 3,5 Tonnen oder Linien- bzw. Reisebusse führen, also die Fahrerlaubnisklassen D1, D1E, D, DE, C1, C1E, C und CE. Gültig ist er jeweils fünf Jahre. Ausgenommen sind diejenigen, die ihre Fahrerlaubnisklassen im Personenkraftverkehr vor dem 10.9.2008 oder im Güterkraftverkehr vor dem 10.9.2009 erworben haben. Diese FahrerInnen müssen weiterhin alle fünf Jahre Weiterbildungsmaßnahmen im Umfang von 35 Unterrichtsstunden nachweisen.

Fahrschulen und Ausbildungsbetriebe müssen sich nun rechtzeitig um eine staatliche Anerkennung als Ausbildungsstätte bemühen, um auch weiterhin anerkannte Qualifizierungsmaßnahmen im Sinne des BKrFQG anbieten zu können. Stichtag ist der 22.12.22 

Auch wenn alles im Berufskraftfahrerqualifikationsregister hinterlegt ist und der FQN sowohl ein Foto des Inhabers und persönliche Daten sowie Fahrerlaubnisklassen enthält: Den Führerschein ersetzt der FQN natürlich nicht, er ergänzt ihn nur.

LKW Fahrerin

Wo gibt es den FQN?

Der FQN muss in der Regel bei der Führerscheinstelle des Wohnortes beantragt werden. Dazu braucht es den gültigen Personalausweis, ein Lichtbild (biometrisch, wie für den Personalausweis oder Reisepass), den gültigen Führerschein (mit der eingetragenen Schlüsselzahl 95) oder die Qualifizierungsnachweise (IHK-Prüfungszeugnis, Modulbescheinigungen einer anerkannten Ausbildungsstätte). Die Kosten hierfür zurzeit: Antragsprüfung 15,80 Euro plus Gebühren für Ausstellung und Versand 11,70 Euro (Aufschlag für  Expressverfahren 5,40 Euro) – ca. 30 Euro also.

Was passiert, wenn der FQN nicht vorliegt?

Beim Fahren ohne gültigen FQN hingegen wird ggf. ein hohes Bußgeld fällig. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, nicht nur die Führerscheine, sondern auch die Fahrerqualifizierungsnachweise regelmäßig zu kontrollieren – und auch ihm droht ein hohes Bußgeld, wenn nachweisbar ist, dass er eine Fahrt angeordnet oder zugelassen hat, obwohl keine Qualifikation der FahrerInnen vorlag.

Stress lass nach! Was BerufsfahrerInnen wirklich hilft

Zeitdruck, Stau, Parkplatzmangel und veraltete Navigationssysteme – damit plagen sich viele BerufsfahrerInnen Tag für Tag. Fuhrparkverantwortliche können ihnen dabei helfen, die speziellen Herausforderungen des Berufsalltags zu meistern.

Machen wir uns nichts vor: BerufsfahrerInnen haben Stress. Das gehört zum Jobprofil. Und so gut auch alles geplant und vorbereitet wird – immer wieder gibt es Unwägbarkeiten auf der Straße. Andere VerkehrsteilnehmerInnen müssen ebenso im Blick behalten werden wie Zeitpläne. Und wenn Pausen anstehen, wird auch das oft schwierig, weil  es viel zu wenige Stellplätze für LKW gibt. Bis zum Jahr 2023 sollen laut einer Studie der Kravag-Versicherung in Deutschland pro Nacht 40000 LKW-Parkplätze fehlen. Wenn die FahrerInnen keinen freien Platz für die Nacht finden, müssen sie auf nicht gekennzeichneten Freiflächen parken oder weiterfahren und die Lenkzeit überschreiten. 

Die Gefahr von schlimmen Unfällen steigt bei Übermüdung erheblich und abgestellte LKW auf Seitenstreifen stellen ebenfalls ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Apps wie Truckparking Europe oder LKW-Parken TransParking helfen beim Finden von freien Flächen. 

Auch Netzwerken mit anderen Firmen kann Engpässe beheben: Stellplätze, die am eigenen Unternehmen zeitweilig nicht benötigt werden, können FahrerInnen anderer Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Das erfordert zwar noch mehr Planung, ist aber eventuell ein gangbarer Weg, wenn viele Speditionen, Busbetriebshöfe und Logistikunternehmen mitmachen.

GPS im Lkw

Digitale Unterstützung

Technik macht vieles möglich. Ohne Navigationsgerät ist kaum noch ein Fahrzeug unterwegs. Aber auch dort gibt es große Unterschiede, denn die bestmögliche Route für einen PKW ist selten auch die optimale Lösung für LKW oder Bus. Ein auf das Kfz abgestimmtes System berücksichtigt unter anderem die sichersten Wege für große Fahrzeuge. 

Die Digitalisierung des Flottenmanagements verschafft nicht nur FuhrparkmanagerInnen einen viel besseren Überblick, sie hilft gleichzeitig, FahrerInnen zu entlasten. So lassen sich anhand der Route flexibel Änderungen durchführen: Kommt ein spontaner Auftrag oder Termin hinzu, kann er demjenigen zugeteilt werden, der dem Zielort zum passenden Zeitpunkt am nächsten ist. GPS-Systeme und Fuhrparksoftware sorgen dafür, dass Routen vorausschauend geplant und doppelte Wegstrecken vermieden werden. Mit einer Text-zu-Sprache-Funktion besteht die Möglichkeit, sich die erforderlichen Benachrichtigungen vorlesen zu lassen. Damit bleibt der Blick auf der Straße, Ablenkungen werden minimiert und das Stresslevel sinkt. Zusätzlich schaffen regelmäßige Fahrsicherheitstrainings die Routine, die es braucht, um in chaotischen Verkehrsverhältnissen nicht in Stress zu geraten.

Hier finden Sie den Ratgeber zum Thema Fahrverhalten:

Unser Guide zum Fahrverhalten während der Arbeitszeit hilft dabei, das Unfallrisiko zu verringern und Ihre FahrerInnen vor Stress zu schützen.

Ratgeber zum Fahrverhalten

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Mit Bewegung gegen Stress

Auch eine Anti-Stress-Schulung kann Ihren FahrerInnen helfen. Dort lernen sie, wie sie in besonders aufreibenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und welche Möglichkeiten es gibt, die Pausenzeiten so zu gestalten, dass echte Entspannung möglich ist. Selbsthilfetricks wie progressive Muskelentspannung am Lenkrad klingen esoterischer als sie sind. Tatsächlich sind es oft einfache Kniffe, die schnelle Wirkung zeigen.

Gesundheitsförderung ist ohnehin ein wichtiger Faktor: Statistiken zeigen, dass viele FahrerInnen durch langes Sitzen und Bewegungsarmut gesundheitliche Probleme bekommen, die durch Stress, ungesunde Ernährung und Tabakkonsum noch verstärkt werden. Natürlich kann man FahrerInnen nicht zwingen, an betrieblich organisierten Gesundheitsprogrammen oder Sportangeboten teilzunehmen, und vieles lässt sich in der Hektik des Verkehrsalltags nur mit Mühe umsetzen. Aber die Möglichkeiten zu bieten zeigt den FahrerInnen Wertschätzung. Mit externen Anbietern lässt sich zumeist kostengünstig etwas auf die Beine stellen, oft gibt es für diese Maßnahmen auch Zuschüsse. Der Einsatz lohnt sich. Denn wer fitter ist, dem fällt es leichter, Stress zu kompensieren – und fällt dadurch seltener aus. Bei Rückenbeschwerden, die zu den Standardleiden von VielfahrerInnen gehören, kann ein ergonomischer, individuell einstellbarer Sitz eine große Entlastung sein.

Doch neben allen technischen Möglichkeiten und Angeboten zur Stressminimierung: Miteinander sprechen bleibt einer der wichtigsten Parameter zur Unterstützung der FahrerInnen. Denn nur wenn Sie wissen, ob Ihre FahrerInnen das Tagespensum gut bewältigen oder Hilfe bei der Parkplatzsuche benötigen, können Sie zielgerichtet Stolperfallen beseitigen und Probleme angehen.

Welche Maßnahmen schützen und stärken meine Fahrer in der Pandemie?

Die Pandemie sorgt für erschwerte Bedingungen auch für Berufsfahrer/-innen. Wichtig also, jetzt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit Ihrer Angestellten zu schützen und die Motivation aufrecht zu erhalten. Ein Fünf-Punkte-Plan hilft.

1. Gut planen

Gerade jetzt ist es für Fahrer/-innen wichtig, dass Fuhrparkverantwortliche potenzielle Probleme vorausschauend aus dem Weg räumen. Fuhrparkleiter/-innen sollten möglichst viele Arbeitsabläufe so organisieren, dass sie kontaktarm erledigt werden können. Um zum Beispiel beim Be- und Entladen Abstand zu halten, sind Eingangs- und Ausgangskörbe für Frachtpapiere eine gute Maßnahme. Wenn Waren persönlich übergeben werden, ist es am sichersten, wenn der/die Empfänger/-in mit einem eigenen Stift unterschreibt und der Bote die Unterschrift und die abgelegte Sendung fotografiert.
Am besten recherchieren Fuhrparkleiter/-innen vorab, welche Versorgungsmöglichkeiten und sanitären Anlagen auf der Strecke zur Verfügung stehen. Noch immer sind viele sonst genutzte Raststätten in eingeschränktem Betrieb und einige Kunden stellen aus Sicherheitsgründen ihre sanitären Anlagen nur noch dem eigenen Personal zur Verfügung. Eine Liste mit den Versorgungspunkten sollte für die Fahrer immer verfügbar sein und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Im Fernverkehr gehören eigene Handtücher, Laken und Decken an Bord, die nach Gebrauch bei 60 Grad gewaschen und anschließend gebügelt werden. Bei Übernachtung ist es am sichersten, für Fahrer/-innen ein Einzelzimmer zu buchen. Ist das nicht möglich, sollten für Sammelunterkünfte kleine, feste Teams gebildet werden.

2. Aufklären

Fuhrparkleiter/-innen müssen sicherstellen, dass alle Fahrer/-innen wissen, wie sie sich und andere schützen. So sollte nach dem Tanken das Händewaschen nicht vergessen und so oft wie möglich Türen und Fenster geöffnet werden. Der Umluftbetrieb ist in Anbetracht der Viren leider keine gute Idee, wenn Lüftungsanlagen keine HEPA-Filter haben. Aber auch bei aller Vorsicht kann es passieren, dass Fahrer/-innen sich infizieren. Bei der Hotline des Vereins DocStop erfahren Berufskraftfahrer, die bei sich Krankheitssymptome feststellen, welcher Arzt in der Nähe ist – europaweit: 00800 03627867.

Konversation Fahrer und Fuhrparkleiter

3. Care-Paket für die Fahrer/-innen

Eine persönliche, möglichst handliche Kiste mit Handdesinfektionsmittel, Wasserkanister, Handseife, Einmalhandtücher, Müllbeutel und FFP2-Masken sorgt dafür, dass die Fahrer/-innen ihre Hygienestation immer dabei haben. Und etwas Nervennahrung – Müsliriegel zum Beispiel – schadet darin auch nicht.

4. Saubere Sache

Desinfizierung

Die Fahrzeuge müssen vor jedem Wechsel gereinigt werden, damit Schmierinfektionen keine Chance haben. Für den Arbeitsbereich im Fahrzeuginneren bedeutet das, die Oberflächen gründlich mit fettlösenden Haushaltsreinigern zu säubern. Es ist zwar nicht sehr umweltfreundlich – aber am sichersten sind dabei Einmaltücher statt Putzlappen. Die werden anschließend sofort entsorgt. Und: Wischdesinfektion ist immer besser als Sprühdesinfektion, letztere kann nur Notlösung sein. Auf Chlor sollte dabei verzichtet werden. Auch reines Ethanol oder Isopropanol sind wegen der Brandgefahr ungeeignet. Eine Liste der vom RKI empfohlenen Desinfektionsmittel zeigt die geprüften Alternativen.

5. Offenes Ohr

Und nicht zuletzt ist vor allem eines wichtig: Erreichbar zu sein und ein offenes Ohr zu haben für die Sorgen und Schwierigkeiten der Fahrer/-innen. Fuhrparkleiter/-innen sollten Verbesserungsvorschläge möglichst schnell umsetzen  – denn erst in der Praxis zeigen sich oft die Stellschrauben, an denen man noch drehen könnte, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten. Vielleicht besprechen Fuhrparkleiter/-innen mit den Fahrern auch, welches Proviant diese ihnen mitgeben können, damit die Mitarbeiter/-innen gefährdende Außenkontakte gering halten können. Nicht vergessen: Lob und Unterstützung sind jetzt wichtiger denn je.

Jetzt Ratgeber zum Fahrverhalten für Fahrer/-innen herunterladen

Der Ratgeber enthält Tipps zum sicheren Fahrverhalten und hilft so Fuhrparkleiter/-innen sowie Fahrern im Alltag. Der Ratgeber kann entweder digital mit den Fahrern geteilt oder ausgedruckt und im Handschuhfach sicher verstaut werden. 

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Ratgeber zum Fahrverhalten auf Smartphone geöffnet

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