Kosten sparen bei der Fahrzeugbeschaffung im Fuhrpark

Beim Kauf oder Leasing von Fahrzeugen profitieren Kunden schon vom Händlerrabatt. Da geht aber noch mehr: Mit wenigen lassen sich die die Kosten der Fahrzeugbeschaffung um bis zu 30 Prozent senken. Die Beschaffung im Fuhrpark ermöglicht Einsparpotential in den folgenden Bereichen.

So sparen Sie viele Kosten bei der Fahrzeugbeschaffung im Fuhrpark

Hersteller- und Flottenrabatte sind das Fundament, auf dem alle weiteren Vergünstigungen aufbauen. Dabei umgehen Fahrzeughersteller die Händler und können sich so direkt an die Flottenkunden richten. In der Regel mit zwei Arten von Sparmodellen – dem Mengenrabatt oder die Business-Pakete.

Mengenrabatt und Business-Pakete

Wer viel kauft und das noch über einen längeren Zeitraum, dem gewähren Hersteller auch beachtliche Mengenrabatte auf den Kauf seiner Flotte. Die Vergünstigungen sind normalerweise eher für Großkunden mit 1000 Dienstwagen gedacht – aber auch hier lohnt sich bei kleineren Bestellungen eine Preisverhandlung. Business-Pakete wiederum gewähren die Hersteller auf eine Premiumausstattung. Die wertet den Wagen auf und erhöht gleichzeitig den Wiederverkaufswert. Zu den Sonderausstattungen zählen häufig aktive Park-Assistenten, die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, Navigationsgeräte und weitere Features, die in der regulären Ausstattung nicht inbegriffen sind – und das zu einem günstigen Preis.

Flottenrabatte vom Händler nutzen

Ob nun Leasinggeber oder Fahrzeughändler: beide bieten Flottenrabatte an. Hersteller locken Betreiber von kleinen Flotten mit Standardpaketen an Rabatten. Je exklusiver die Ausstattung, desto besser der Verhandlungsspielraum für individuelle Konditionen. Die besten Bedingungen beim Ausstattungsstandard erzielen Kunden, wenn sie sich auf wenige Standardkonfigurationen bei Fahrzeugtypen festlegen.

Händlerrabatte auf Werkstattleistungen

Auch Autohäuser oder die Leasinggesellschaften können Kunden bei Flottenverträge durch weitere Rabatte entgegenkommen. Etwa bei Reparaturen: Denn Händler oder Leasinggesellschaften organisieren häufig auch Reparaturen. Sie können Kunden attraktive Vergünstigungen anbieten, da sie bei Werkstattleistungen große Spielräume genießen. Das gleich gilt für Versicherungen, für deren Vertrieb sie Kommissionen erhalten. Dies kann bei der Beschaffung im Fuhrpark beachtet werden.

Fahrzeug aus dem Fuhrpark
Ein Fuhrpark besteht meist aus verschiedenen Fahrzeugen.

Sparen mit Kick-backs für Händler

Um Händler bei der Stange zu halten, versuchen Fahrzeughersteller diese mit finanziellen persönlichen Boni zu belohnen, die im Branchendurchschnitt bei knapp unter vier Prozent des Listenpreises liegen. Sie belohnen den Händlern mit diesen Kick-back Zahlungen für das Erreichen von Verkaufszielen. Als gute Kunde mit großer Flotte bietet es sich an, mit den Händlern über eine Weitergabe der Kick-back Zahlungen zu verhandeln. Mit etwas Geschick lässt sich hier auch noch ein wenig sparen.

Vergleichen und Verhandeln lohnt sich bei der Beschaffung im Fuhrpark

Wie im Leben gilt auch beim Flottenkauf oder Leasing: Nicht das erste Angebot nehmen, sondern immer verhandeln. Der Händler ist daran interessiert, gute und vor allem langfristige Flottengeschäfte abzuschließen. Händler hoffen nicht nur auf Folgeaufträge, sondern auch auf Werkstattleistungen, die über sie vermittelt werden. Dank dieser Ausgangssituation kann der Kunde souverän über Rabatte auf Zusatzleistungen verhandeln. Zur Verhandlungsstrategie gehört ebenfalls das man sich über Gegenangebote von anderen Vertragshändlern regelmäßig informieren sollte. So tritt der Kunde bei den Vertragsverhandlungen gut informiert auf. Wer jedoch bislang stets mit dem Service seines Händlers zufrieden war, sollte keineswegs wegen ein paar Euro Rabatt seinen Vertragspartner wechseln. Der Preis alleine ist nicht alles – es kommt auf Transparenz und guten Service ebenso an. Ein Wechsel des Händlers will also immer gut durchdacht sein.

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Beschaffung von Reifen im Fuhrpark

Ob vom Leasinggeber, dem professionellen Dienstleister oder doch in der eigenen Werkstatt – beim Reifenmanagement hat jeder einzelne Fuhrparkleiter ein eigenes Konzept. Was gilt es über die Beschaffung von Reifen zu wissen und lohnt sich das Outsourcing des Reifenmanagements?

So optimieren Sie ihre Reifenkosten

Um die fünf Prozent der gesamten Fahrzeugkosten entfallen laut Experten auf den Posten Reifen. Klar, dass darin ein enormes Einsparpotenzial steckt. Lager- und Reparaturkosten, Umrüstzeiten sowie die Kontrolle der Reifen beanspruchen Zeit sowie Geld. Aber auch die Sicherheit spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Um gefahrlos durch die Straßen zu rollen, muss regelmäßig auf den Zustand der Reifen und deren Profiltiefe geachtet werden. Außerdem sollten die Reifen einen ausreichenden Druck vorweisen, der viel Sprit sparen kann. Je nach Größe des Fuhrparks ist das eine Aufgabe, die mit einfachen Bordmitteln nicht immer zu schaffen ist. 

Und dann gibt es für Fuhrparkleiter einige Optionen, die zwischen eigener Werkstatt bis hin zum Outsourcing des Reifenmanagements reichen. Bei der Entscheidung, ob das Reifenmanagement outgesourct werden soll, spielt die Größe des Fuhrparks eine bedeutende Rolle. Kleinere Fuhrparks können mit einer Vertragswerkstatt zusammenarbeiten. Große Fuhrparks fahren womöglich mit einem Rundum-Service-Paket besser.

Wichtig bei der Beschaffung von Reifen: Zuerst den Bedarf ermitteln

Nur wer sich einen Überblick verschafft, sammelt wichtige Informationen. Denn erst, wenn der Fuhrparkmanager alle relevanten Kosten kennt, ist eine fundierte Entscheidung möglich.

Welche Reifen und Felgen habe ich im Fuhrpark – welche und wie viele werden künftig benötigt? Im nächsten Schritt sollte man alle Laufzeit- und Laufleistungskombinationen berücksichtigen, sowie Services und Reportings. So bieten Leasinggeber in der Regel Einlagerung, die Entsorgung, Vor-Ort- sowie Hol- und Bringservice an. Schwieriger wird es bei der Einschätzung, ab welcher Profiltiefe Reifen als abgefahren gelten. Die Spannbreite bewegt sich zwischen der gesetzlichen Mindestvorgabe und drei Millimetern bei Sommerreifen.

Freiheit nach Wahl

Es lohnt sich immer, bei Service, Konditionen und Gebühren genau hinzuschauen. In vielen Situationen können kleinere und mittlere Fuhrparks von den Einkaufskonditionen der Leasinggesellschaften profitieren – häufig bieten die attraktive Gesamtpakete an. Es kann sich aber auch lohnen, die Reifenmontage oder Einlagerung an das Autohaus zu vergeben oder in Eigenregie zu managen. Reifenhandelsketten wiederum bieten ebenfalls Servicepakete mit fundierten Fuhrparkanalysen: 24-Stunden-Service, Reportings oder Reifenreparaturen gehören zum Standard. Je nach Größe und Einsatzart der Flotte sollte man die Kosten sorgfältig abwägen.

Selbstbeschaffung

Bei einem kleinen Unternehmen, das sich für die Selbstbeschaffung der Reifen entscheidet, sind die ersten Anlaufstellen für die Reifenbesorgung der Hersteller, Händler um die Ecke oder das Internet. Handelsketten oder Händler ködern Kunden teilweise mit preiswerten Rahmenverträgen, die sich aber eher an Fuhrparkmanager größere Flotten richtet. Eine gewisse Personaldecke ist bei Selbstbeschaffung je nach Fuhrparkgröße vonnöten, ebenfalls eine gute Verwaltungssoftware für Effizienz und Transparenz. Als gute Alternative hat sich auch die Auslagerung an einen Anbieter für Reifenmanagement bewährt. Als Bestandteil eines Full-Service-Leasing Angebotes kann der Service vor allem sinnvoll für komplette Leasingflotten sein. Dazu später mehr.

Reifenmanagement im Leasingpaket

Für viele gibt es keine Alternative zum Baustein Reifenmanagement innerhalb eines Leasingpakets. Besonders dann, wenn Kollegen mit den Autos in ganz Deutschland unterwegs sind. Reifenwechsel und -kontrollen müssen so nicht zentral gesteuert werden, sondern Mitarbeiter regeln das in Eigenregie. Für das Wechseln der Räder und die Kontrolle der Reifen sind die Fahrer selbst verantwortlich. Meist schließen sich weitere Dienstleistungen an, wie Montage, Auswuchten und Einlagerung, die über die im Leasingvertrag eingeschlossenen Händler ablaufen.

Outsourcing an externe Dienstleister

Externe Dienstleister bieten hoch spezialisiert Wissen, dass dem Unternehmen helfen kann, relevante Einsparungen zu realisieren. Für das Outsourcing spricht der geringere Verwaltungsaufwand, bessere Konditionen beim Einkauf und die Möglichkeit, den Fokus auf die Kernkompetenzen zu legen. Die Spezialisten übernehmen die Fakturierung der Reifen sowie die Dienstleistungen und können dabei über ein deutschlandweites Stationsnetz bundesweit Fuhrparks bedienen. Die Dienstleister bieten einen speziellen Flottenservice mit festem Ansprechpartner, bargeldloser Zentralrechnung, Rahmenverträgen und kundenindividuellen Reportings.

Geschlossene oder offene Rate?

ReifenFuhrparkmanager müssen bei Leasingverträgen eine Entscheidung zwischen offener oder geschlossener Reifenrate treffen. Grundsätzlich wird bei der offenen Rate die Differenz zwischen der monatlichen Vorauszahlung und den realen Reifenkosten abgerechnet. Bei niedriger Laufleistung und wenig Reparaturen kann sich das rechnen. Die geschlossene Rate ist risikoreicher, denn hier bezahlt man womöglich mehr als tatsächlich verbraucht wurde. Wer hohe Laufleistungen hat und damit außergewöhnlich starken Reifenverschleiß könnte davon profitieren. Denn das Risiko höherer Ausgaben trägt der Leasinggeber mit – unter Vorbehalt einer Beteiligung des Leasingnehmers bei bestimmten Beschädigungen.

Für wen sich welche Modelle rechnen, muss jeder Fuhrparkleiter individuell für seine Flotte entscheiden. Denn so unterschiedlicher Flotten aufgebaut sind, desto individueller sieht auch die Lösung des Reifenbedarfs aus. Alle Prozessschritte des Reifenmanagements sollten immer erst nach grundsätzlicher Analyse erfolgen – erst danach kann die Richtung entschieden werden: Das gilt für die Selbstbeschaffung wie auch für die Wahl eines externen Dienstleisters. Aber auch eine Sonderlösung bietet sich hier an. Dafür muss sich der Fuhrparkmanager einen guten Einblick verschaffen.

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Diensträder im Fuhrpark: Leasing vs. Kauf

Viele Betriebe stehen vor der Frage, ob Sie Dienstfahrräder lieber leasen oder kaufen sollten. Welchen Unterschied es gibt und was Unternehmer beachten sollten – wir wissen es.

Soll ich leasen oder besser kaufen? Ähnlich wie beim Dienstwagen stellt sich auch beim Dienstfahrrad die zentrale Frage, was sich mehr lohnt. Vor allem deshalb, weil sich in kürzester Zeit ein beachtlicher Markt an Leasingfirmen für Fahrräder etablieren konnte: JobRad, Bike-leasing, Mein-Dienstrad.de oder Company Bike Solutions sind einige der größeren Player am Markt. Was jedoch nun die bessere Alternative ist, hängt auch mit persönlichen Vorlieben zusammen. Es gibt drei Möglichkeiten, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein Dienstrad zur Verfügung stellt:

  • Der Kauf eines Dienstfahrrads.
  • Das Leasing mit Übernahme der kompletten Leasingraten durch den Arbeitgeber.
  • Das Leasing mit Übernahme der kompletten Leasingraten durch den Arbeitnehmer.

Der Kauf eines Dienstfahrrads

Hier kauft der Arbeitgeber das Fahrrad und überlässt es seinem Mitarbeiter zusätzlich zum Gehalt. Den Nettopreis des Fahrrads kann der Arbeitgeber über sieben Jahre abschreiben – und erhält die Mehrwertsteuer zurück. Der Arbeitnehmer radelt dadurch kostenlos. So weit, so gut. Wer als Arbeitgeber vielen Beschäftigten Diensträder kauft, sollte mit Investitionen im fünfstelligen Eurobereich rechnen. Nicht jeder kann das einfach stemmen. Zusätzlich muss sich die Firma um Versicherung, Wartung, und die vertragliche Regelung eines Überlassungsvertrags kümmern. Dafür ist das Unternehmen Eigentümer. Sollte man nach einiger Zeit merken, dass ein E-Bike nicht gefällt, dann wird man es schnell wieder verkaufen können.

Leasing des Fahrrads durch den Arbeitgeber

Wer sich für die Variante des Leasings entscheidet, hat zuerst mal einen entscheidenden Vorteil: Sofortige hohe Ausgaben entstehen nicht. Das Kapital bleibt in der Firma und lässt sich für andere notwendige Investitionen nutzen. Das kann gerade für Start-ups interessant sein. Nach Berechnungen von Jobrad soll eine Dienstrad-Finanzierung bis zu 40 Prozent günstiger sein als ein normaler Kauf. Und es gibt noch weitere Pluspunkte. Verwaltung, Versicherung und Wartung übernimmt der Anbieter der Leasingfahrräder. Hat sich der Angestellte für ein Modell entschieden, least der Arbeitgeber das Rad in der Regel für einen Zeitraum von 36 Monaten und überlässt es dem Mitarbeiter zur beruflichen und privaten Nutzung. Und er übernimmt die Leasingkosten. Details zur Nutzung sollten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Überlassungsvertrag, den die Anbieter aufsetzen, geregelt werden. Da der Chef allein die Kosten für das Dienstfahrrad trägt, muss der geldwerte Vorteil, den der Arbeitnehmer durch die private Nutzung hat, nicht versteuert werden.

Leasing mit Gehaltsumwandlung

Eine weitere Möglichkeit ist das Dienstradleasing per Gehaltsumwandlung. Bei einer Gehaltsumwandlung oder Barlohnumwandlung entscheidet sich der Arbeitnehmer, einen Teil des vertraglichen Arbeitsentgelts nicht in bar, sondern als Sachbezug zu erhalten. Der Arbeitgeber behält monatlich einen Betrag des Bruttogehalts vom Mitarbeiter ein und bedient damit die Leasingrate. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Einkommen sowohl für den Arbeitnehmer als auch den Arbeitgeber. Da man das Dienstrad auch in der Freizeit nutzt, ist der geldwerte Vorteil zu versteuern. Seit 2020 ist dieser für E-Bikes bis 25 km/h und Fahrräder auf 0,25 Prozent festgesetzt.

Bike leasen: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Je nach Fahrradpreis, Arbeitgeberanteil, Höhe des Einkommens und Steuerklasse, sparen Unternehmen 15 bis 40 Prozent sparen im Vergleich zum Kauf.
  • Viele Leasinggeber bieten zum Leasingvertrag auch die Wartung an.
  • Am Ende der Vertragslaufzeit kann man das Rad für wenig Geld kaufen oder bekommt neues. 

Nachteile:

  •  Langfristige Zahlungsverpflichtungen sowie Vertragsbindung.
  • Mögliche eingeschränkte Auswahl an Fahrrädern

Artikel zum Thema Dienstrad und Firmenwagen

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Die Versteuerung vom Dienstrad

Dienstfahrräder sind voll im Trend: Sie sind umweltfreundlich, überall zu parken und zusätzlich winken steuerliche Vorteile. Was es zu beachten gilt und wo Unterschiede zum E-Bike liegen, lesen Sie hier. Außerdem erfahren Sie, wie die Versteuerung Diensträder umso attratktiver werden lässt.

Im privaten Bereich erlebt das Fahrrad schon lange einen Boom. Seit 2019 ist der Bestand an Fahrrädern in Deutschland laut Statista mit rund 75,9 Millionen so hoch wie nie zuvor. Enthalten sind dabei auch E-Fahrräder, deren Absatz in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig angestiegen ist. Kein Wunder, dass auch immer mehr Firmen und das Finanzamt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter reagieren: Seit 2012 ist das Dienstrad dem Dienstauto steuerlich gleichgestellt. Das bedeutet: Als Arbeitnehmer darf man sowohl mit dem Rad wie auch Elektrofahrrad zur Arbeit fahren und es nach Feierabend privat benutzen. 

Mit Entfernungspauschale sparen

Mit dem Dienstfahrrad dürfen Pendler für jeden Entfernungskilometer 30 Cent als Werbungskosten in der Steuererklärung ansetzen. Das ist lukrativ: Schon bei einer Distanz von nur fünf Kilometern und 220 Arbeitstagen kommen im Jahr so 330 Euro als Entfernungspauschale zusammen. Egal, ob mit dem privaten Rad oder dem Dienstfahrrad zur Arbeit gefahren wird.

Steuerbefreiung

Für die Besteuerung von Dienstfahrrädern und dienstlichen E-Bikes galt bisher die sogenannte Ein-Prozent-Regelung. Das ist vorbei. Ein neues Gesetz führt zu einer Steuerbefreiung des geldwerten Vorteils aus der arbeitgeberseitigen Überlassung eines betrieblichen Fahrrads an den Arbeitnehmer. Zunächst waren die unterschiedlichen Steuervergünstigungen für Firmenradnutzer auf drei Jahre befristet. Mittlerweile hat der Gesetzgeber sie verlängert, wenn das Dienstfahrrad von 2019 bis Ende 2030 erstmals vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Übrigens können von der Regelung auch Selbstständige mit Betriebsrad profitieren. Sie müssen für die private Nutzung keine Privatentnahme versteuern, was wiederum Einkommen- und Umsatzsteuer reduziert.

Gehaltsumwandlung kann sich lohnen

Dienstrad
Mit dem Dienstrad zur Arbeit.

In der Praxis least der Arbeitgeber das Dienstfahrrad und beteiligt sich an den Kosten. Das kann sich selbst dann lohnen, wenn der Arbeitnehmer den größten Teil der monatlichen Nutzungsrate per Gehaltsumwandlung tragen muss. Stellt der Arbeitgeber das Rad ab jetzt bis Ende 2030 zur Verfügung, greift auch bei einer Entgeltumwandlung eine Steuervergünstigung. Dann müssen Arbeitnehmer nur ein Viertel des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge wird geviertelt – dementsprechend niedriger fallen Ihre Abgaben aus. Konkret bedeutet das:

  • Wer jetzt erstmals ein betriebliches Fahrrad für 3.000 Euro bekommt, muss als geldwerten Vorteil nur 7 Euro monatlich versteuern (0,25 Prozent).
  • Am Ende der Laufzeit kann der Arbeitnehmer entscheiden, ob er das Fahrrad kaufen möchte oder sich ein neues Rad zu den gleichen oder ähnlichen Konditionen aussucht. Die Leasingraten werden vom Unternehmen indes als Betriebsausgaben abgesetzt.

Vorsicht bei S-Pedelcs

Aber Achtung: Sobald ein Elektrofahrrad verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzustufen ist, weil der Motor Geschwindigkeiten von über 25 km/h unterstützt (sogenannten S-Pedelecs), gelten die allgemeinen Bewertungsgrundsätze zum geldwerten Vorteil nach den Regelungen für die allgemeine Dienstwagenbesteuerung. Und die bietet keinen so großzügigen Spielraum für Steuereinsparungen.

Mehr Infos zur Firmenwagenversteuerung

Umrüstung bei kleinen Flotten

Auch eine Umrüstung von alten, nicht elektrisierten Fahrrädern kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein. Normale Fahrräder können so mit einem elektrischen Motor ausgestattet werden. Eine Umrüstung ist in der Regel günstiger und unkompliziert, weshalb diese insbesondere für kleinere Flotten sinnvoll sein kann.

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Auswirkungen von Corona auf den Fuhrpark

Die Corona Pandemie bestimmt bereits seit einigen Monaten nicht nur unser Privatleben, sondern auch den Fuhrpark. Fuhrparkleiter müssen plötzlich Kosten einsparen, die zuvor unbeachtet blieben. Fahrer müssen bei der Übergabe von Poolfahrzeugen auf Hygienerichtlinien achten und Firmenwagenfahrer steigen teilweise sogar auf das Fahrrad um. Der Fuhrparkalltag und die Mobilität sind langfristig verändert.

Infografik zu den Auswirkungen von Corona auf den Fuhrpark

55 % der Befragten haben neue Hygienevorschriften im Fuhrpark eingeführt, doch nur 18 % dieser dokumentieren die Vorschriften: 13 % handschriftlich und 5 % in digitaler Form.

Die Anzahl der Flottenfahrzeuge bleibt jedoch unverändert: 60 % möchten Fahrzeuge weder an- noch abschaffen. Nur 21 % haben die Bestellung von neuen Fahrzeugen verschoben, wobei 19 % die Fahrzeugbestellung eingeleitet haben. 

Bei der Anzahl an Dienstreisen ist eine große Auswirkung zu erkennen: 59% der Befragten haben eine deutliche Reduktion der Geschäftsreisen angegeben. Das ist nicht überraschend, so blieben bisher Reisen verboten und Kontaktbeschränkungen erhalten.

Schlussfolgerungen für den Fuhrpark

Fuhrparkleiter nutzt Laptop und telefoniert
Fuhrparkleiter telefoniert, während er eine Fuhrparksoftware am Laptop nutzt.

Die Unsicherheit darüber wie sich die Pandemie in Zukunft entwickeln wird, ist noch groß. Daher sind unüberlegte Kurzschlussreaktionen im Fuhrpark keine Lösung. Gerade wenn es um die Fahrzeugbeschaffung geht, dürfen Fuhrparkleiter nicht den Fahrzeugbedarf, den die Mitarbeiter nach einem Abklingen der Kontaktbeschränkungen haben könnten, unterschätzten. Sind die Fahrzeuge für das Aufrechterhalten des Alltagsgeschäfts essentiell, ist eine flexible Planung notwendig. Gleichzeitig ist es wichtig, dass keine unnötigen Kosten verursacht werden. Geld sparen ist gerade jetzt notwendig. 

Hilfe bieten digitale Lösungen, die den Fahrzeugbestand aufzeigen und bei der Koordination von Mitarbeitern und Fahrzeugen hilft. So hilft sie dabei die Fahrzeugauslastung zu optimieren. Nicht genutzte Fahrzeuge können so umfunktioniert, wie z. B. für Carsharing angeboten, und bestmöglich auf die Mitarbeiter verteilt werden. Gleichzeitig kann der Fuhrparkleiter mit einer digitalen Software die Tourenplanung optimieren und Aufträge flexibel verteilen. Das spart nicht nur Zeit im Alltag, sondern auch Kosten. Gleichzeitig helfen GPS-Funktionen einer Fuhrparksoftware dabei, Fahrzeuge vor einem Diebstahl zu schützen sowie bei kurzfristigen Terminänderungen, Autopannen oder Lieferungen zu helfen. Wer ist gerade am nächsten zu der Zieladresse? Wo befindet sich das Auto? Eine GPS basierte Fuhrparksoftware deckt auf. Die Prozessoptimierung schafft langfristig unnötige Kosten ab und hilft dabei, das Alltagsgeschäft schneller zu absolvieren. 

Vorteile und Anwendungen einer Fuhrparksoftware:

Übrigens: Die Fahrzeugreinigung und Desinfektion kann auch in einer Fuhrparksoftware hinterlegt werden. So hat der Fuhrparkleiter einen Überblick, wann welche Fahrzeuge gereinigt wurden. Für Mitarbeiter ist das hilfreich, um zu wissen, ob mehrheitlich genutzte Fahrzeuge sauber und bereit für den Einsatz sind.

Infobroschüre zur Fuhrparksoftware Fleet Pro


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Mehr tipps

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Mobilität nach der Krise: Was wird Corona ändern?

Nahezu alle Bereiche des Lebens werden durch die Corona-Pandemie beeinflusst – besonders im Bereich des Verkehrs. Bereits jetzt hat sich das Mobilitätsverhalten stark verändert. Das gilt auch für unsere Zukunft.

Ein winziger Virus hat das gesamte Leben auf den Kopf gestellt und wird auch unsere zukünftige Mobilität ein Stück weit verändern. Das meint jedenfalls das Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). In einer aktuellen Studie haben sie untersucht, wie sich die Corona Krise auf das Mobilitätsverhalten der deutschen Bevölkerung auswirkt. Die Forscher interessierten sich dafür, welche Verkehrsmittel die Befragten in der Krise nutzen und wie wohl sie sich dabei fühlten. „Es ist eindeutig, dass die Corona-Pandemie unser Mobilitätsverhalten grundlegend verändert. Insbesondere die öffentlichen Verkehrsmittel müssen eine Durststrecke überbrücken und brauchen Unterstützung. Vieles weist darauf hin, dass Auto und auch Fahrrad als Gewinner aus der Krise hervorgehen werden“, erklärt Prof. Barbara Lenz, Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung.

Personennahverkehr verliert dramatisch

Während des kompletten Corona-Lockdowns hat sich das Kfz-Verkehrsaufkommen stark reduziert. Je nach Region ist die Auslastung des öffentlichen Personennahverkehrs um 50 bis 80 Prozent geschrumpft, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Auch die E-Scooter-Anbieter Lime und Bird haben ihre Dienste in Europa komplett eingestellt, nachdem die Nutzerzahlen um bis zu 80 Prozent zurückgegangen sind. 2020 könnte ein Jahr werden, in dem Lime, Bird und andere Anbieter kaum Geld verdienen. Einige Firmen werden deshalb vermutlich vom Markt verschwinden.

Pkw ist Gewinner beim Wohlfühlfaktor

Wenn es um den Wohlfühlfaktor geht, weist der privat genutzte PKW gegenüber anderen Verkehrsmitteln in der jetzigen Zeit einen deutlichen Vorteil auf. Fast alle Befragten gaben an, sich im Auto wohler oder genauso wohl zu fühlen wie vor der Krise. Das ist bei keinem anderen Verkehrsmittel der Fall. Auch der Bundesverband des Fuhrparkmanagements prophezeit eine Veränderung im Mobilitätsverhalten – allerdings in den Fahrzeugflotten von Firmen. Der Verband vertritt die Meinung, dass die Bedeutung von Elektroautos in Firmenflotten zunehmend wachsen wird. 

Das Thema alternative Antriebe ist in den Fuhrparks angekommen und wird auch ernsthaft verfolgt

Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement Tweet

Schritt für Schritt zur E-Mobilität

Der Weg zur E-Mobilität in Unternehmen ist noch lang. Laut einer aktuellen Erhebung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) verfügen gerade mal vier Prozent aller Firmen über Elektrofahrzeuge – das sind genauso viele wie vor einem Jahr. 

Ich glaube, dass wir in den nächsten ein, zwei Jahren eine deutliche Entwicklung sehen werden.

Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement Tweet

Von heute auf moregn ließen sich die Flotten nicht umstellen. Warum der Weg zu Elektroautos in den Fuhrparks noch lang sein wird, sei auch eine Frage der Psychologie. Weil das nötigste Fachwissen fehlt, sind Betreiber von Fuhrparks eher skeptisch gegenüber E-Autos eingestellt. Besonders Themen wie Handhabbarkeit, Planbarkeit und Reichweite spielen eine große Rolle und stellen gleichzeitig Hürden dar.

E-Autos sind wirtschaftlich

LadestationStärkere Batterien, längere Reichweiten und bessere Wartung: Elektroautos können mittlerweile auch unter wirtschaftlichen Aspekten beim Einsatz in Firmenflotten mithalten. Trotzdem werden Verbrennungsmotoren weiterhin Bestandteil von Flotten sein. Noch gelten sie als unumgänglich, wenn es um längeren Strecken geht. Kein Wunder, dass laut Deutscher Automobil Treuhand die Diesel-Quote in Firmenflotten aktuell bei 80 Prozent liegt. Im Gegensatz zu reinen Elektrofahrzeugen sind Hybrid-Autos stärker in Firmenflotten vertreten. Weil diese vor allem im Verbrenner-Modus genutzt werden, rechnet sich ein Hybrid-Fahrzeug kaum – und das trotz steuerliche Vorteile.

Neue Trends durch Corona

Die Krise begünstigt Trends, etwa die breitflächige Etablierung von Home-Office-Arbeit, die zukünftig Bestandteil jeder Unternehmenskultur wird. Zusätzlich entstehen viele weitere Trends:

Individuelle Mobilität statt ÖPNV

Vor der Krise galt der ÖPNV als Heilsbringer, nicht zuletzt wegen des geringen CO2-Ausstoßes. Mittlerweile gehen viele Verkehrsexperten davon aus, dass das ÖPNV-Angebot in Deutschland sich verkleinern wird. Viele nicht kommunale Bus- und Bahnunternehmen werden vermutlich ihren Betrieb einstellen müssen. Der Zulauf für Shared Mobility-Angebote könnte sich ebenso verringern, weil Menschen es vermeiden in nicht desinfizierte Fahrzeuge zu steigen. Das eigene Auto bleibt die Nummer eins. Auch Anbieter wie Moia oder Clevershuttle werden die Krise selbst nach dem Shutdown noch deutlich spüren.

Fahrräder mit Nutzungszuwachs

Elektrofahrrad steht auf Straße vor roter Tram
Elektrofahrräder sind voll im Trend.

Viele Menschen mit und vor allem ohne Auto sind auf das Fahrrad umgestiegen. Unter anderem deshalb, weil der öffentliche Nahverkehr in einigen Regionen fast vollkommen eingestellt wurde. Professor Stefan Gössling, Gründer des Mobilitätsforschungsinstituts „Transportation Think Tank“ (T3), sieht in der Corona-Krise sogar die Chance, das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel zu etablieren. So sehen das auch Vertreter der Zweirad-Branche: „Wir erleben derzeit einen enormen Run auf die Fahrradläden. Ohne von einem Gewinner der Krise reden zu wollen, muss man festhalten, dass das Fahrrad gerade einen besonderen Moment erlebt”, bestätigt David Eisenberger, Leiter Marketing und Kommunikation beim Zweirad-Industrie-Verband, der etwa 100 Unternehmen der Fahrradindustrie vertritt. Neben denen, die ohnehin eine Neuanschaffung geplant hätten, gebe es auch viele Kunden, die das Rad für sich wieder entdeckten.

Großer Umsatz mit E-Bikes

Freiheit ohne Maskenpflicht bietet das Fahrrad. Man kommt virenfrei zur Arbeit und das Dauertreten stärkt Immunsystem sowie Lungen. Ein Grund, warum der Markt boomt. Im vergangenen Jahr erzielten Fahrräder und vor allem die immer beliebteren E-Bikes gut 4,2 Milliarden Euro Umsatz – 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Plus ging vor allem auf die hochpreisigen E-Bikes zurück, deren Verkäufe um rund dreißig Prozent zugenommen haben. Vielleicht ein Zeichen für die Zukunft.

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Firmenwagenwechsel: was ist zu beachten?

Ein neuer Dienstwagen ist für viele Arbeitnehmer ein Grund zur Freude. Egal, ob die ausgefeilte Technik, der typische Neuwagengeruch oder die höhere Leistung des Motors,  die Augen zum Leuchten bringt, eines ist sicher: Soll die Freude über den neuen Dienstwagen auch langfristig anhalten, gibt es einiges zu beachten.

1. Machen Sie sich Gedanken zur Ausstattung des Fahrzeugs

Die Neuanschaffung eines oder mehrerer Fahrzeuge, egal ob die Dienstfahrzeuge gekauft oder geleast werden, ist mit hohen Kosten verbunden. Deshalb sollten Sie sich vor der Anschaffung einmal darauf besinnen, welche Funktionen Sie an Ihrem alten Dienstwagen zu schätzen gelernt und welche Sie eigentlich nie genutzt haben. Herr Müller, Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs, möchte beispielsweise nicht auf das Navigationsgerät verzichten, da es ihm die Arbeit ungemein vereinfacht. Die Sitzheizung, die der Fuhrparkleiter beim alten Dienstwagen mitbestellt hat, nutzt er dagegen nie. Darauf kann er beim neuen Wagen gerne verzichten. Ein Navigationsgerät mit einem größeren Display hingegen würde seine Arbeitsleistung sogar noch verbessern.

2. Wählen Sie die richtige Versteuerungsmethode

Steht der Dienstwagen dem Fahrzeugführer auch für private Zwecke zur Verfügung, entsteht ein geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss. Dies kann auf zwei Wegen geschehen. Zum einen durch die pauschale 1-Prozent-Regelung, zum anderen durch das Führen eines Fahrtenbuches.

Achtung:

Generell ist der Wechsel zum Fahrtenbuch nur am Anfang eines neuen Jahres möglich. So soll vermieden werden, dass der Fahrzeugführer zwischen der pauschalen Versteuerung und dem Fahrtenbuch in und her wechselt, je nachdem welche Methode ihm in bestimmten Zeiträumen den größten finanziellen Vorteil bietet könnte. Doch es gibt eine Ausnahme: Wechseln Sie Ihren Firmenwagen, können Sie auch unterjährig ein Fahrtenbuch beginnen.

Wann lohnt sich ein Fahrtenbuch?

Ob sich der Wechsel hin zum Fahrtenbuch lohnt, ist einzelfallabhängig. Faktoren, wie der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs und der Anteil der privaten Nutzung, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Bei einem teuren Dienstwagen, der nur selten für private Zwecke genutzt wird, lohnt sich beispielsweise das Führen eines Fahrtenbuches definitiv. Im Durchschnitt profitiert ein Fahrzeugführer, der sich für ein Fahrtenbuch entscheidet, von rund  2.758 € Steuerersparnis jährlich. Finden Sie heraus, ob auch Sie vom Fahrtenbuch profitieren können – mit dem Firmenwagenrechner.

3. Machen Sie sich mit Ihren Pflichten vertraut

Wird ein Firmenwagen in Ihre Hände übergeben, haben Sie, wie bei einem eigenen Fahrzeug auch,  einige Pflichten bzgl. der Instandhaltung zu erfüllen. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Betriebsmittel des Wagens wie beispielsweise das Motorenöl und füllen Sie dieses gegebenenfalls nach. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie zudem den Druck und die Profiltiefe der Reifen prüfen und den Dienstwagen, falls erforderlich, in die Werkstatt bringen. Kommt es zu einem Unfall oder wird Ihr Fahrzeug anderweitig beschädigt, teilen Sie dies umgehend dem Fuhrparkleiter mit. Zusätzlich ist der Fuhrparkleiter, durch die gesetzlich vorgeschriebenen Unfallverhütungsvorschriften, dazu verpflichtet mit Ihnen eine Erstunterweisung des Fahrzeuges durchzuführen und diese auch zu protokollieren.

4. Leasingfahrzeuge - Denken Sie einen Schritt voraus

Auch wenn die Vorfreude überwiegt, empfiehlt es sich, sich kurz mit der späteren Rückgabe des Wagens auseinanderzusetzen. Neu und glänzend wird das Fahrzeug nach Ende der Leasingzeit nicht mehr sein. Kratzer und Dellen bestimmen das Erscheinungsbild. Um lange Diskussionen mit dem Vertragspartner aus dem Weg zu gehen und hohe Nachzahlungen zu vermeiden, können Sie sich auf zwei verschiedene Arten vorbereiten. Schadenskataloge listen detailliert auf, welche Schäden am Wagen als Gebrauchsspuren und welche als handfeste Mängel eingestuft werden. Diese Kategorisierung richtet sich nach der Laufleistung und dem Alter des Wagens. Oder gehen Sie auf Nummer sicher und vereinbaren Sie eine Pauschale für Rücknahmeschäden. Alle Mängel sind damit bereits abgegolten und einer reibungslosen Übergabe steht nichts mehr im Weg.

Zusatz für Selbstständige: Scheuen Sie sich nicht davor zu verhandeln

Bei der Anschaffung eines Dienstwagens lohnt es sich mit dem Autohaus zu verhandeln. Dies betrifft vor allem Selbstständige, oder auch den Fuhrparkleiter bzw. die Geschäftsführung, also den Personenkreis, der tatsächlich für die Anschaffung der neuen Firmenfahrzeuge zuständig ist. Oftmals können Rabatte oder gewünschte Zusatzleistungen, wie beispielsweise Navigationsgeräte, dabei herausspringen. Bedenken Sie jedoch: Die Sachzuwendung, hier der Dienstwagen, muss bei der 1-Prozent-Methode nach dem Bruttolistenpreis versteuert werden. Rabatte oder gratis zur Verfügung gestellte Upgrades, die nicht schon werkseitig eingebaut wurden.

Die Checkliste zum Firmenwagenwechsel

  • Machen Sie sich Gedanken über die optimalen Ausstattung Ihres neuen Firmenwagens
  • Wählen Sie, die für sich, günstigste Versteuerungsmethode aus 
  • Informieren Sie sich über Ihre Pflichten und lassen Sie sich eine Erstunterweisung geben 
  • Überlegen Sie sich, ob eine pauschale für Rücknahmeschäden für Sie infrage kommt 
  • Für Selbstständige: Scheuen Sie sich nicht mit dem Anbieter der Fahrzeuge zu handeln 

Vertreiben Sie sich die Wartezeit bis zum neuen Firmenwagen mit folgenden Artikeln:

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Firmenwagenversteuerung von Elektroautos

Alle Informationen zur Versteuerung von Elektrofahrzeugen finden Sie übersichtlich in unserer Broschüre zu diesem Thema. Diese können Sie sich im PDF-Format kostenlos herunterladen: Broschüre zur Firmenwagenversteuerung.

Der Umstieg auf einen elektrisch betriebenen Firmenwagen ist aus Umweltschutzgründen immer häufiger ein Thema. Da die Fahrzeuge oftmals in der Anschaffung teurer sind als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, zögern Firmen häufig beim Kauf. Finanzielle Anreize für E-Autos bietet der Gesetzgeber viele: Aktuell etwa durch eine Bezuschussung durch das Corona Konjunkturpaket (siehe im Text weiter unten). Oder indem der Gesetzgeber bei der Versteuerung des Firmenwagens Vorteile für die Nutzer schafft. Den geldwerten Vorteil von Elektrofahrzeugen können Sie entweder über die 1-Prozent-Methode (für Modelle ab 2019 nur 0,5 Prozent) oder über das Fahrtenbuch versteuern. Zum Ausgleich für die höheren Anschaffungskosten kommt es jedoch bei der Berechnung des geldwerten Vorteils und damit der zu zahlenden Steuerlast bei beiden Varianten zu einer Minderung.

Inhaltsverzeichnis

Regelung für E-Autos bis 31.12.2018

Möchte der Fahrzeugnutzer den tatsächlichen und individuellen Nutzungswert seines Fahrzeugs per Fahrtenbuch berechnen, muss er bei der Anschaffung eines Elektroautos die Anschaffungskosten des Batteriesystems bei der Ermittlung der Gesamtkosten herausrechnen. Dadurch entsteht ein reduzierter geldwerter Vorteil und folglich eine geminderte Steuerlast.

Beispielrechnung bei Fahrtenbuch

Frau Otto hat sich 2016 ein Elektroauto als Firmenwagen angeschafft, den sie auch privat nutzt. Die Anschaffungskosten liegen bei 37.000€. Sie entscheidet sich für die Fahrtenbuchmethode. Der Anteil der Privatfahrten beträgt 20%. Die gesamte Fahrleistung beläuft sich auf 40.000km. Der einfache Arbeitsweg beträgt 20km. Ihr Steuersatz beträgt 40%.

Schritt 1:

16 (kwH) x 350 Euro (Minderung pro kHw) = 5.600 Euro Minderung durch die Anschaffungskosten der Batterie

Schritt 2:

37.000 Euro (auf glatte Hunderter abgerundeter Bruttolistenpreis) – 5.600 Euro (errechnete Minderung) = 31.400 Euro → gesamte Minderung des geldwerten Vorteils

Schritt 3:

31.400 Euro (Gesamtminderung): 6 Jahre (erwartete Nutzungsdauer) = 5.233,33 Euro (jährlicher Abschreibungsbetrag)

Schritt 4: Verrechnung mit zusätzlichen Kosten, wie beispielsweise Versicherungen:

1.100 Euro (Versicherungskosten) + 900 Euro (Stromkosten) + 5.233,33 Euro (errechneter jährlicher Abschreibungsbetrag)= 7.233,33 Euro (Gesamtkosten)

Schritt 5: Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten:

7.233,33 Euro : 40.000 km = 0,18 Euro/km

Schritt 6: Berechnung des geldwerten Vorteils:

(20% x 40.000 km x 0,18 Euro) + (220 Arbeitstage x 2 x 20km Arbeitsweg x 0,18 Euro) = 3.024 Euro

Schritt 7: Berechnung der Steuerlast:

3.024 Euro x 40% = 1.209,6 Euro

Ergebnis: Jährliche Steuerlast: 1.210 Euro

Minderung des Bruttolistenpreises bei der 1-Prozent-Methode

ein Taschenrechner liegt auf einem Notizblock
Wer einen Firmenwagen nutzt, sollte die Versteuerung nach der 1-%-Methode und dem Fahrtenbuch vergleichen.

Entscheidet sich der Fahrzeugnutzer für die Versteuerung über die 1-Prozent-Methode, erfolgt die Berechnung des geldwerten Vorteils über den Bruttolistenpreis. Im Falle eines Elektroautos können Sie den Bruttolistenpreis um die Kosten für das Batteriesystem mindern. Bei einer Anschaffung des Autos bis 2013 wird pro kWH der Betrag von 500 Euro multipliziert und vom Bruttolistenpreis abgezogen. Allerdings gibt es einen Höchstbetrag – die Minderung darf maximal 10.000 Euro betragen. Bei allen E-Autos, die ab 2014 angeschafft wurden, wird die Minderung pro kWH jährlich um 50 Euro gekürzt und der Höchstbetrag verringert sich jährlich um 500 Euro. Im Kalenderjahr 2016 beträgt die Minderung pro kWH folglich noch 350 Euro bei einem Höchstwert von 8.500 Euro, im Jahr 2017 wären es 300 Euro bei einem Höchstwert von 8.000 Euro und so weiter.

Bitte beachten Sie: Eine Minderung kann grundsätzlich nur dann erfolgen, wenn die Kosten für das Batteriesystem im Bruttolistenpreis enthalten sind.

Beispielrechnung mit der 1-%-Methode

Sabine hat sich 2016 ein Elektroauto als Firmenwagen angeschafft, den sie auch privat nutzt. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs liegt bei 46.320 Euro und der Batterieverbrauch bei 16 kwH. Die Minderung des Listenpreises berechnet sich wie folgt:

Schritt 1: 

16 (kwH) x 350 Euro (Minderung pro kHw)= 5.600 Euro Minderung durch die Anschaffungskosten der Batterie

Schritt 2: 

46.300 Euro (auf glatte Hunderter abgerundeter Bruttolistenpreis) – 5.600 Euro (errechnete Minderung) = 40.700 Euro

Schritt 3:

1% von 46.300 Euro sind 407 Euro → das Ergebnis sind 407 Euro, die als geldwerter Vorteil monatlich versteuert werden müssen

Wer einen Firmenwagen nutzt, sollte die Versteuerung nach der 1-%-Methode und dem Fahrtenbuch vergleichen.

Fazit – welche Methode lohnt sich?

Das Führen eines Fahrtenbuchs bei Elektroautos lohnt sich immer dann, wenn Sie Ihren Dienstwagen überwiegend betrieblich nutzen. Da gibt es keinen Unterschied zu einem benzin- oder dieselbetriebenen Auto. Die höheren Anschaffungskosten des batteriebetriebenen Fahrzeugs werden pauschal gemindert und ein finanzieller Nachteil ausgeschlossen. 

Wann lohnt sich die Pauschalversteuerung?

Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs ist die Basis für die Berechnung des geldwerten Vorteils. Die pauschale Versteuerung kann sich also für Sie rechnen, wenn Sie ein günstiges Modell fahren. Auch wenn Sie Ihren Wagen häufig privat nutzen, kann es sein, dass sich diese Methode für Sie rechnet. Denn: Grundlage für die Fahrtenbuchmethode ist die tatsächliche private Nutzung. Sind Sie also häufig privat mit dem Dienstwagen unterwegs, kann diese Versteuerungsmethode teurer werden.

Tipp: Bevor Sie sich für die Pauschalversteuerung entscheiden, sollten Sie unbedingt nachrechnen – Ein nachträglich ausgefülltes Fahrtenbuch akzeptiert das Finanzamt nämlich nicht.

Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?

Bei der Versteuerung über die Fahrtenbuchmethode werden nur die tatsächlich gefahrenen Privatfahrten zugrunde gelegt. Sind Sie also überwiegend beruflich mit dem Firmenwagen unterwegs, lohnt sich ein Fahrtenbuch fast immer. Das Gleiche gilt für Fahrzeuge mit einem relativ hohen Bruttolistenpreis oder einer hochwertigen, werkseitig eingebauten Sonderausstattung.

Tipp: Auch, wenn Sie Fahrtenbuch führen, können Sie sich bis zur Abgabe der Steuererklärung für die Pauschalversteuerung entscheiden. Das ergibt zum Beispiel Sinn, wenn Sie doch mehr Privatkilometer als geplant gefahren sind und die 1% Methode deshalb für Sie günstiger ist.

Regelung für E-Autos ab 2019 bis 2022

Umweltfreundliche Dienstwagen werden von der Bundesregierung mit einer Steuersenkung belohnt. Der geldwerte Vorteil beläuft sich somit auf 0,5 % des Bruttolisten- oder Anschaffungspreises. Zuvor bekamen Elektrofahrzeuge nur eine minimale Steuerminderung. Nach der alten Regelung wird der Bruttolistenpreis für bis zum 31.12.2018 angeschaffte Firmenwagen um 500 Euro pro Kilowattstunde (kWh) der Batteriekapazität gemindert. Die Minderung erhöht sich bei den in Folgejahren angeschafften Kraftfahrzeugen um jeweils 50 Euro pro kWh.

Mit der neuen Regelung ändert sich jetzt die Bemessungsgrundlage. Wird der Dienstwagen gemäß der 1-%-Methode versteuert, muss nur noch 0,5 % des Listenpreises versteuert werden. Ähnliches gilt für das Führen eines Fahrtenbuches. Für die Berechnung der Abschreibung wird der halbierte Anschaffungspreis verwendet.

Voraussetzungen für die Steuersenkung

ein Elektroauto wird geladen
Elektroautos bieten sich auch als Poolfahrzeuge an.

Um die Steuersenkung für ein Elektroauto zu erhalten, müssen Sie folgende Richtlinien erfüllen:

  • Das Elektro- oder Hybridauto wird in dem Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft, gemietet oder geleast.
  • Hybridfahrzeuge müssen extern aufladbar sein und dürfen keine Mild-Hybrid-Fahrzeuge sein.
  • Hybridwagen dürfen nicht mehr als 50 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro gefahrenen Kilometer ausstoßen oder die Reichweite bei einem rein elektrischen Antrieb muss mindestens 40 Kilometer betragen. 

Achtung: Haben Sie Ihr Fahrzeug vor dem 1. Januar 2019 angeschafft, gilt die alte Regelung bezüglich der Versteuerung von Elektroautos. Wie die Berechnung des geldwerten Vorteils erfolgt, erfahren Sie im oberen Teil des Artikels.

E-Autos

Elektrofahrzeuge werden entweder ausschließlich durch Elektromotoren, aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern oder aus mechanischen beziehungsweise elektrochemischen Energiespeichern gespeist.

Plug-In-Hybride

Plug-In-Hybride können ihren Akkumulator extern über das Stromnetz oder über den eingebauten Verbrennungsmotor laden. Sie werden auch Steckdosenhybrid genannt.

Versteuerung nach der 1-%-Regelung

Die pauschale 1-%-Methode schreckte Firmenwagenfahrer in der Vergangenheit davon ab, auf ein Elektroauto umzusteigen. Da die elektrischen Fahrzeuge bisher einen hohen Bruttolistenpreis hatten, fiel der geldwerte Vorteil groß aus. Bei Fahrzeugen, die zwischen 2019 und 2022 angeschafft werden, halbiert sich nun automatisch der Bruttolistenpreis bei der Berechnung. Gleiches gilt auch bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils für Fahrten zwischen der Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte sowie Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung. Jedoch bleibt die Richtlinie weiterhin gleich, dass bei der pauschalen Methode der tatsächliche Anschaffungspreis keine Rolle spielt. Haben Sie Ihr Fahrzeug mit einem erheblichen Rabatt erhalten oder gebraucht gekauft, hat das keine Auswirkung auf die Berechnung. Anders verläuft hierbei die Ermittlung nach der Fahrtenbuchmethode. Mehr Informationen hierzu finden Sie im unteren Bereich des Artikels.

Beispielrechnung bei der 1-%-Regelung

Herr Müller hat sich Anfang des Jahres 2019 ein neues Elektroauto gekauft. Der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs beträgt 68.600 Euro. Der Arbeitsweg von Herr Müller beträgt bei einfacher Strecke 20 km. Regulär ist 1 % des Bruttolistenpreises und 0,03 % des Bruttolistenpreises pro Kilometer der einfachen Strecke zum Betrieb (Arbeitsweg) fällig. Durch die neue Regel, ändert sich die Steuerlast nun auf 0,5 % des Bruttolistenpreises, wodurch dieser 34.300 € beträgt. Auch für die Berechnung des Nutzungswertes zwischen Wohnung und Arbeitsplatz verwendet Herr Müller jetzt den halbierten Listenpreis. Daraus ergibt sich folgende Rechnung gemäß der pauschalen Methode:

Schritt 1: Berechnung des pauschalen jährlichen Nutzungswerts:

12 Monate x 0.5 % x 68.600 € = 4.116 €

Schritt 2: Berechnung des jährlichen Nutzungswert der Fahrten von Wohnung zu Arbeitsplatz:

12 Monate x 0,03 % x 34.300 € x 20 km = 2469.6 €

Schritt 3: Ergebnis pauschaler Nutzungswert:

4.116 € + 2469.6 € = 6585.6 €

Schritt 4: Berechnung Steuerlast:

Bei einem Steuersatz von 40 % zahlt Herr Müller weitere 2634.24 Euro Steuern im Jahr.

Hinweis

Sofern Unternehmer zwischen 2019 und Ende 2030 einen E-Dienstwagen ganz ohne Kohlendioxidemission anschaffen und dessen Bruttolistenpreis nicht mehr als 40.000€ beträgt, müssen sie für die Berechnung des geldwerten Vorteils sogar nur noch ein Viertel des Bruttolistenpreises zugrunde legen. Dafür sorgt ein neues Gesetz. Dieses verlängert im Übrigen unter bestimmten Voraussetzungen auch die genannte Förderung von E-Autos über das Jahr 2022 hinaus bis zum Ende des Jahres 2030.

Versteuerung durch das Fahrtenbuch

Die neue Regelung bezieht sich auch auf das Führen eines Fahrtenbuches. Obwohl sich der Bruttolistenpreis für Elektro- und Hybridfahrzeuge bei der Berechnung halbiert, kann sich für viele weiterhin das Fahrtenbuch lohnen. Anders als bei der pauschalen Methode wird nämlich nicht der Listenpreis, sondern die tatsächlichen Anschaffungskosten berücksichtigt. Somit werden ab sofort die Kauf-, Leasing– oder Mietaufwendungen halbiert. Dadurch verringern sich die Kosten für die Abschreibung des Fahrzeugs immens.

Beispielrechnung bei dem Fahrtenbuch

Herr Müller hat sich mit dem Kauf des Elektroautos im Januar 2019 zugleich für das Führen eines Fahrtenbuches entschieden. Der tatsächliche Anschaffungspreis des Fahrzeugs beruht sich auf 55.000 Euro. Für die Berechnung dürfen Sie den Preis nun halbieren, sodass der Anschaffungspreis auf 27.500 Euro sinkt. Der Anteil der privat gefahrenen Kilometer an den Gesamtkilometern beträgt sich bei Herrn Müller jährlich auf 20 %. Die gesamte Fahrleistung umfasst 40.000 Kilometer, die jährlichen Arbeitstage 220 und der einfache Arbeitsweg ist weiterhin 20 km. Der Steuersatz beträgt 40 %. Aus den Informationen ergibt sich folgende Ermittlung des geldwerten Vorteils:

Schritt 1: Berechnung der Fahrzeugkosten:

Die Berechnung der jährlichen Fahrzeugkosten setzt sich aus der Summe der Abschreibung, des hälftigen Anschaffungswerts, der Betriebskosten, Fixkosten und Werkstattkosten zusammen.

Abschreibung: 4.584,25 (16.67 % des hälftigen Anschaffungswerts)

Betriebskosten: 967 Euro (z. B. Kraftstoff)

Fixkosten: 1.204 Euro (z. B. Versicherungen)

Werkstattkosten: 630 Euro (z.B. Reparaturen)

Summe: 7.385,25 Euro

Schritt 2: Berechnung der tatsächlichen Kilometerkosten:

7.385,25 Euro / 40.000 km Fahrtleistung = 0,18 €/km

Schritt 3: Berechnung des geldwerten Vorteils:

(20 % x 40.000 km x 0,18 €) + (220 Arbeitstage x 2 x 20 km Arbeitsweg x 0,18 €)

= 3.024 €

Schritt 4: Berechnung der Steuerlast:

3.024 € x 40 % = 1209.6 €

Bei der Fahrtenbuchmethode fällt eine Steuerlast von 1209.6 Euro im Jahr an.



Wem das manuelle Führen eines Fahrtenbuches zu aufwendig ist, kann auf ein elektronisches Fahrtenbuch umsteigen. Hier ändert sich trotz Elektrofahrzeug nichts an den Vorgaben. Wichtig ist, dass Sie sich bei dem Anbieter informieren, ob das digitale Fahrtenbuch mit dem Elektro- oder Hybridfahrzeug kompatibel ist.

Weitere Vorteile bei Elektroautos als Firmenwagen

Befreiung der Kfz-Steuer​

Um die Nachfrage anzukurbeln, hat sich die Regierung weitere Vorteile ausgedacht. So werden reine Elektroautos bei der Erstzulassung bis Ende 2020 außerdem für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Regel gilt auch rückwirkend für Erstzulassungen ab dem 18. Mai 2011 und umgerüstete Altfahrzeuge.

Umweltprämie für E-Autos

Außerdem gab es einen Umweltbonus bis zum 30. Juni 2019, der von der Bundesregierung und Industrie finanziert wurde. Eine Kaufprämie von 4.000 Euro für Elektroautos und eine Prämie von 3.000 Euro für Plug-In-Hybride wurden bei einem Bruttolistenpreis von bis zu 60.000 Euro gewährt. Aktuell sieht es durch das Corona Konjunkturpaket noch besser aus: Bis Ende 2021 verdoppelt der Bund seinen Anteil am bestehenden Umweltbonus, der eigentlich zur Hälfte aus Steuergeldern und zur Hälfte von den Herstellern gezahlt wird. Wer ein reines E-Auto kauft, kann bis zu 9000 Euro Prämie bekommen, für Plug-in-Hybride sind es bis zu 6750 Euro. Hinzu kommt noch eine Ersparnis wegen der Senkung der Mehrwertsteuer bis zum 31.12.2020.

Profitieren können von der höheren Kaufprämie nach Angaben des Ministeriums nicht nur Käufer von Neuwagen, sondern auch von relativ neuen Gebrauchtwagen, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt.

Die Prämie wirkt sich jedoch nicht auf die Firmenwagenversteuerung aus. Lesen Sie mehr zu den Voraussetzungen und der Förderung auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Das hat sich konkret geändert

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge unter 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 9.000 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 6.750 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge über 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 7.500 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 5.625 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Anreize für Arbeitgeber

Arbeitgeber können nun die Nutzung von Elektroautos steuerfrei fördern. Hier gilt das Aufladen von Privatfahrzeugen oder Firmenautos, die auch privat genutzt werden dürfen. Außerdem ist es wichtig, dass der Arbeitnehmer den geldwerten Vorteil des Firmenwagens nicht nach der 1-%-Regelung sondern nach dem Fahrtenbuch versteuert. 

Achtung: Seit dem Klimapaket hat sich diese Regel geändert.

Für das Laden des Dienstwagens im Unternehmen fallen weiterhin weder Lohnsteuer- noch Sozialversicherungsbeiträge an. Der Gesetzgeber hat diesen Vorteil nun bis einschließlich 2030 verlängert. Lädt der Mitarbeiter das Fahrzeug zuhause oder trägt die Kosten dafür, kann der Arbeitgeber die Kosten steuer- und sozialversicherungsfrei über einen Pauschalbetrag erstatten. Hier gilt: Gibt es eine Lademöglichkeit im Unternehmen, darf der Arbeitgeber 20 € für E-Autos und 10€ für Hybride zuschießen. Kann der Mitarbeiter nur zuhause laden, dürfen 50€ beziehungsweise 25€ dazu bezahlt werden. Leistet der Arbeitgeber keinen Beitrag, darf der geldwerte Vorteil gemindert werden.

Weitere Senkung der Firmenwagensteuer

Die Regierung hat zudem eine weitere Senkung der Firmenwagensteuer für E-Autos ohne CO2-Ausstoß mit einem Bruttolistenpreis von unter 40.000 € verabschiedet. Für die Pauschalversteuerung bedeutet das, dass bis 2030 nur 25% des Bruttolistenpreises versteuert werden müssen. Mit einem Fahrtenbuch muss dann nur ein Viertel der Kauf-, Leasing- oder Mietaufwendungen versteuert werden. Ferner hat die Bundesregierung die Regelungen für die Förderung von Plug-In-Hybriden angepasst. Ab 2022 müssen Hybride, um in den Genuss der halbierten Bemessungsgrundlage zu kommen, mindestens 60 km (ab 2025: 80km) elektrisch fahren können. Alternativ gilt die Halbierung der Bemessungsgrundlage weiterhin, sofern der Hybrid maximal 50 Gramm CO2 pro km ausstößt.

ACHTUNG: Im Juni 2020 wurde die Regel angepasst – es dürfen nun Fahrzeuge mit bis zu 60.000 Euro Bruttolistenpreis mit nur 25% des Bruttolistenpreises versteuert werden.

Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Lieferfahrzeuge

Zusätzlich dürfte auch die Senkung von Stromkosten und die Verteuerung von Benzin und Diesel die Stromer attraktiver machen. Mit dem Jahressteuergesetz 2019 hat die Bundesregierung für den Zeitraum (2020 bis Ende 2030) eine Sonderabschreibungsmöglichkeit im Jahr der Anschaffung für rein elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge beschlossen. Sie gilt auch für bestimmte E Lastenfahrräder.

Und was ist mit Elektrofahrrädern?

ein E-Bike
E-Bikes können von verschiedenen Anbietern wie z. B. Uber gemietet werden.

Betriebliche Fahrräder und Elektrofahrräder sollen ebenfalls in den Jahren 2019 bis 2022 gefördert werden. Wichtig ist hierbei, dass das Fahrrad verkehrsrechtlich nicht als Kraftfahrzeug eingestuft wird. Dies erfolgt beispielsweise, wenn das Elektrofahrrad schneller als 25 Kilometer pro Stunde fährt. Ab sofort sieht das Einkommensteuergesetz die Steuerfreiheit für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrads vom Arbeitgeber vor.

Das bedeutet: Nutzen Sie Ihr Arbeitsfahrrad auch privat, entsteht hierfür kein geldwerter Vorteil.

Die Broschüre zum kostenlosen Download

Hier finden Sie alle relevanten Informationen zur Versteuerung von E-Dienstwagen zusammengefasst im PDF-Format. So können Sie jederzeit darauf zurückgreifen und sie bei Bedarf mit Ihren Kollegen teilen.

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Kauf des Fuhrparks

Neben Leasing und Mieten können Fuhrparkleiter sich auch zum Kauf von Fahrzeugen entscheiden. Vor allem kleinere Unternehmen mit wenig Pkws gehen diesen Weg, weil sie beim Kauf kräftige Rabatte einstreichen. Doch nicht für alle ist das die beste Wahl. Welche Hürden auf Sie warten, erfahren Sie hier.

Große Investitionen sollten gut durchdacht sein. Wer heute neue Wagen für den Fuhrpark anschaffen will, hat die Wahl zwischen Kauf oder Leasing. Aus finanzieller Sicht spricht vieles fürs Leasing. Unter bestimmten Umständen kann aber auch der Kauf finanzielle Vorteile bringen. Besonders dann, wenn Händler mit teils hohen Rabatten locken. Um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, rückt natürlich der Blick auf die Gesamtbetriebskosten in den Fokus. Wie hoch sind Prozesskosten bei der Beschaffung, Wartung und Betrieb? Welche indirekten Kosten wie Verschleiß kommen hinzu? Welche Argumente sprechen dafür, Eigentümer eines Fahrzeugs zu sein – und welche Gründe für andere Beschaffungsformen?

Kauf bringt mehr Flexibilität

Händler werben häufig mit höheren Rabatten und Angeboten für gewerbliche Kunden. Dabei sind Rabatte von 20 Prozent und mehr drin. Hinzu kommen weitere Preisnachlässe von Barzahlern. Viele Autobauer heizen die Verkäufe derzeit noch mit zusätzlichen Händlerprämien an. „Die Rabatte befinden sich nahe den historischen Höchstständen“, sagt Autoexperte Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Das spiegelt sich in den Preisen wider. Den Kleintransporter Ducato von Fiat gibt es als Sondermodell „Easy“ zum Kampfreis von teilweise unter 14.000 Euro netto bei den Händlern. Gewerbliche Kunden genießen damit einige Tausend Euro Preisvorteil gegenüber dem Prospektpreis. Selbst Premium-Anbieter wie VW versuchen, Gewerbekunden mit Sonderkonditionen ins Autohaus zu locken.

 

Doch bei aller Freude über Rabatte: Fahrzeuge eines Unternehmens sind in der Regel ein hoher Kostenfaktor. Nur wenn das Unternehmen über ausreichende Liquidität verfügt, kann es Sinn machen zu kaufen. Wer eine hohe Flexibilität in seinem Fuhrpark benötigt, profitiert durch den Kauf der Flottenfahrzeuge. Autos lassen sich dann jederzeit verkaufen. Allerdings ist zu beachten, dass bei dem Verkauf des Fahrzeugs auch Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Bei einem Kauf eines Dienstwagens besteht die Möglichkeit, die Betriebskosten abzusetzen. Allerdings nicht sofort, sondern über die Nutzungsdauer von sechs Jahren verteilt. Ebenfalls absetzbar sind die Zinsen bei Krediten sowie die laufenden Betriebskosten durch z. B. Sprit und Versicherungen.

Finanzierung durch Kredit

Ob ein günstiger Kredit gewährt wird, hängt maßgeblich von der Bonität des Unternehmens ab. Bei einer Kreditfinanzierung können Unternehmen den Gesamtbetrag zum Beispiel in gleich hohen Monatsraten über mehrere Jahre zurückzahlen. Dabei ist der effektive Jahreszins über die gesamte Laufzeit konstant. Anzahlung, Vertragslaufzeit, die Höhe der Monatsrate sowie die Art der Begleichung einer eventuell Schluss- oder Zielrate lassen sich individuell vereinbaren. Häufig wählen die Kunden eher kleine Monatsraten und begleichen den ausstehenden Restbetrag in einer einmaligen höheren Schlussrate. Für die Zahlung der Schlussrate bieten Banken ihren Geschäftskunden mehrere Möglichkeiten an. So kann das Unternehmen dann die Schlussrate auf einmal zahlen oder es wird eine Anschlussfinanzierung aufgesetzt.

Nachteile beim Kauf

Risiken tragen Unternehmen mit gekauften Fuhrparks auf zwei Ebenen: Zum einen ist es durchaus möglich, dass die Wagen zu einem niedrigeren Preis als kalkuliert verkauft werden müssen. Der Verkäufer fährt somit einen Verlust ein. Denn die Restwerte können den zuvor angenommenen Wert gegebenenfalls nicht erzielen. All das hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von steuerlichen Subventionen bei Elektrofahrzeugen, schwankender Nachfrage oder Rabattaktionen der Hersteller. Zum anderen muss der Wert des Wagens in der Bilanz aktiviert werden. Dazu kommt die Belastung der Liquidität bei einem Kauf: Etwa durch Abschreibungen der Nutzungsdauer und Verschlechterung der Eigenkapitalquote durch Kreditfinanzierung. Was Sie immer im Blick behalten sollten: Ein Fuhrpark ist ein Aushängeschild für das Unternehmen – die Flotte muss immer tadellos funktionieren. Nur wenn man das garantieren kann, dürfte der Kauf ein sinnvoller Schritt sein.

Total Cost of Ownership Rechner hilft bei der Besschaffungswahl

Die Total Cost of Ownership, kurz TCO genannt, betrachtet die Gesamtkosten eines Fahrzeugs. Diese beinhalten neben den Anschaffungskosten auch die Betriebskosten. Anhand der TCO Analyse fällt es Ihnen einfacher zu entscheiden, ob das Fahrzeug für Sie kostengünstig ist oder

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