Tankkarte Privatkunden: Welche Möglichkeiten gibt es?

Gibt es Tankkarten für Privatkunden? Tankkarten für Privatpersonen sind nicht so weit verbreitet wie Tankkarten für Firmen, dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, beim Tanken zu sparen. Viele Kreditkartenanbieter gewähren einen Rabatt, wenn Ihre Karte als Zahlungsmittel nach dem Tankvorgang verwendet wird und fungieren somit wie eine Tankkarte für Privatpersonen. Namhafte Anbieter von Kreditkarten mit Tankrabatt sind beispielsweise der ADAC, die Santander Bank oder BMW.

Auch Privatpersonen können beim Tanken sparen

Oftmals ist der Tankrabatt einer Tankrabatt-Kreditkarte durch einen maximalen monatlichen oder jährlichen Betrag begrenzt, zusätzlich kann eine Jahresgebühr für die Kreditkarte anfallen. Als Tankkarte für Privatpersonen lohnt sich eine Kreditkarte deshalb in der Regel nur, wenn diese auch für andere Zwecke genutzt wird und weitere Sonderleistungen in Anspruch genommen werden. Neben dem Tankrabatt beinhaltet die ADAC Goldkarte z. B. eine Reiserücktrittsversicherung, Rechtschutz und Haftpflicht für Mietwagen. Mit der Santander 1 Plus Visa Card ist es möglich, weltweit gebührenfrei zu bezahlen und Bargeld abzuheben. 

Wenn nicht auf eine Tankkarte für Firmen zurückgegriffen werden kann und sich eine Tankrabatt-Kreditkarte für Privatkunden finanziell nicht lohnt, gibt es noch die Möglichkeit beim Tanken Punkte zu sammeln. Ein Beispiel hierfür ist Payback. Durch ein Bonussystem wird ein Tankrabatt von einem Punkt pro 2 Liter gewährt. Wurden genug Punkte gesammelt, können diese in Prämien oder Geld umgewandelt werden.

→ Einen Überblick zum Thema Tankkarten finden Sie hier.

Tankkarte für Privatkunden – was sind die Vorteile?

Eine Tankkarte für Privatkunden ist eine Art „Kreditkarte“ für Benzin, Diesel und andere Kraftstoffe, die an einer Tankstelle verkauft werden. Die Bezahlung erfolgt per Karte und wird einmal monatlich, meist am Monatsende, gesamt abgerechnet.

Unternehmen profitieren schon seit vielen Jahren von Flottentankkarten. Die Vorteile sind mannigfaltig. Zum einen fällt das lästige Aufheben und Abheften von Tankbelegen flach. Viele Tankkartenanbieter haben interessante Rabattaktionen und in den meisten Fällen geht das Bezahlen mit der Tankkarte für Firmen besonders schnell, das spart Zeit und Geld.

Tankkarte Privatperson: Wachsende Auswahl

Lange Zeit gab es wenige Anbieter von Tankkarten für Privatkunden. Das hat sich in jüngster Zeit jedoch verändert. Immer mehr Mineralölunternehmen bieten Tankkarten für Privatpersonen an. Das Angebot reicht von kostenlosen Kreditkarten mit Tankrabatt bis hin zu teuren Tankkarten für Privatkunden, die im Jahr bis zu 100 Euro kosten können.

→ Einen Tankkarten Vergleich für Flottenkarten finden Sie hier.

Super tanken an Tankstelle

Welche Anbieter für die Tankkarte für Privatkunden gibt es?

Nicht nur Mineralölkonzerne bieten Tankkarten für Privatkunden an auch andere Unternehmer sind im Bereich Tankkarten für Privatpersonen tätig. Hier zunächst einmal die Tankkarten für Privatkunden verschiedener Mineralölkonzerne:

Shell Tankkarte Privat

Mit der Shell ClubSmart Tankkarte für Privatpersonen erhalten Sie verschiedene Vorteile beim Tanken und Shoppen an teilnehmenden Shell Stationen und bei Kooperationspartnern. Die Shell Card ist ein gutes Mittel zur Kundenbindung und kann auch als Mitarbeitermotivation im Rahmen der 44,00 Euro Sachbezugsregelung eingesetzt werden.

Raiffeisen Tankkarte Privat

Mit der Raiffeisen Tankkarte Privatkunden können Privatpersonen Tag und Nach bargeldlos im Tankstellenverbund RWO tanken. Es gibt keinen Mindestumsatz und auch keine monatlichen Kosten. Stattdessen gibt es einen Tankrabatt und kostenloses Rechnungsversand.

Aral Tankkarte für Privatkunden

Die Aral Supercart ist eine vielfältige Tankkarte mit individualisiertem Design, QR-Code fürs Handy und inklusive PayPal Punkten. Wer diese Tankkarte privat nutzt, der kann Benzingutscheine verschenken, sich an Sammelkarten erfreuen und an Gewinnspielen teilnehmen.

Total Club Card Privatkunden

Mit dem TOTAL Club Bonusprogramm können Sie an allen teilnehmenden TotalEnergies Tankstellen Punkte sammeln. Diese Punkte können Sie für verschiedene Prämien wie Waschprämien, Autopflegeprodukte oder Tankgutscheine  an teilnehmenden Tankstellen einlösen.

Weitere Anbieter der Tankkarte für Privatkunden

Santander Tankkarte Privatperson

Im Verbund mit der Visa Card kommt die Santander 1Plus Visa daher. Die kostenlose Tankkreditkarte hat keine monatlichen Gebühren, braucht aber einen monatlichen Umsatz von 400 Euro. Die Kredit- und Tankkarte für Privatkunden bietet einen weltweiten Rabatt von 1% pro Tankrechnung, maximal 48,00 Euro pro Jahr, kostenlose weltweite Bargeld Abhebung und der Wegfall von Wechselgebühren für Fremdwährungen.

BMW American Express Karte

Die BMW American Express Tankkarte für Privatkunden ist vor allem für Vielfahrer interessant. Sie bietet einen Rabatt von 1% auf allen Tankstellenumsätze, kostet jedoch 20 Euro pro Jahr. Ab 4000 Jahresumsatz entfällt die Jahresgebühr. Bei der BMW American Express Tankkarte für Privatpersonen ist eine Auslandskrankenversicherung mit dabei.

ADAC Kreditkarten

Auch vom ADAC gibt es verschiedene Tankkarten für Privatkunden. Allen gemeinsam ist der Tankrabatt und die Jahresgebühr. Außerdem gibt es zwei Karten mit Rabatten für Mietwagen im Ausland. Die ADAC Tankkarte Privatkunden setzt jedoch eine Mitgliedschaft beim ADAC voraus. Die Nutzung der ADAC Tankkarte Privatkunden ist somit an eine Jahresgebühr von 99 Euro gebunden.

Tankkarten für Privatpersonen – wissenswertes zum Thema

Es ist unter bestimmten Bedingungen durchaus möglich die Firmentankkarte, wie die beliebte DKV Tankkarte privat zu nutzen. Hierbei ist es jedoch wichtig zu wissen, dass der Unternehmensrabatt als geldwerter Vorteil versteuert werden muss. 

Dies ist unabhängig davon, ob die Tankkarte mit eigenem Auto oder mit dem Firmenwagen genutzt wird. Im Rahmen der Sachbezugsregelung können Arbeitnehmer die Tankkarten der Firma bis zu 44,00 Euro Sachbezugsfreigrenze steuerfrei nutzen.

Die beste Tankkarte für Privatkunden

Welches die beste Tankkarte für Privatkunden ist, liegt bei aller Diversität der Tankkartenanbieter vor allem im Nutzungsverhalten des Einzelnen. Die Shell- oder Aral-Tankkarten sind typische Kundenbindungsinstrumente im Klein- und Mittelstädtischen Bereich. Wer jedoch viel auf Reisen ist und überall innerhalb Deutschlands und Europa tanken muss, für den bieten sich eine Tankkarte für Privatkunden mit einem großen Akzeptanznetz an.

Tankkarte Privatperson
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Tankkarten Vergleich – Die beliebtesten Tankkarten im Überblick

Da die Auswahl der Tankkartenanbietern groß ist, sollten Betriebe die Vorteile der verschiedenen Anbieter im Voraus anfragen und einen Tankkarten Vergleich anstellen. Dadurch erhalten Fuhrparkverantwortliche einen Überblick über die möglichen Zeit- und Kosteneinsparungen. Im Tankarten Vergleich zeigen wir Ihnen die populärsten Anbieter im Überblick.

Qual der Wahl: Der Tankkarten Vergleich 2020

Nicht jede Tankkarte eignet sich für jeden Fuhrpark. Bei der Entscheidung für eine Karte spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Größe des Fuhrparks, die eingesetzten Antriebstechniken und die Reichweite der Flotte. Ein entscheidendes Kriterium ist auch, ob die Flotte international unterwegs ist und entsprechend auch an ausländischen Tankstellen tanken wird. Je nachdem, welche Bedarfe Sie in Ihrem Fuhrpark haben, kommen also verschiedene Kartenanbieter infrage, denn eine Tankkarte für alle Tankstellen gibt es nicht. Im Tankkarten Vergleich haben wir die gängigsten Tankkarten für Sie verglichen. 

In der folgenden Übersicht haben wir diese Tankkarten miteinander verglichen: die UTA Tankkarte, Total Tankkarte, Shell Tankkarte, Raiffeisen Tankkarte, DKV Tankkarte, Agip Tankkarte, Aral Tankkarte, Avia Tankkarte, Jet Tankkarte, Euroshell Tankkarte, OMV Tankkarte, Routex Tankkarte, Hoyer Tankkarte, Novofleet Tankkarte, HEM Tankkarte, ADAC Tankkarte, Westfalen Tankkarte, star Tankkarte, die Logpay Tankkarte und die EDC Tankkarte.

→ Einen Überblick zu Tankkarten für Privatkunden finden Sie hier.

TOTAL Tankkarte

Die Fleet Card von TotalEnergies (TOTAL Card) gilt im Tankkarten Vergleich als Rundum-Sorglos-Paket unter den Tankkarten. Die TOTAL Card wartet mit einem Rabatt von 1,5 Cent Nachlass inkl. Mwst pro Liter auf Otto- und Dieselkaftstoffe an allen TOTAL Stationen auf. 

Wer akzeptiert TOTAL Tankkarten? Die Abdeckung der Total Tankkarte ist europaweit sehr gut: rund 18.000 Tankstellen akzeptieren die Total Tankkarte als Zahlungsmittel. Für individuelle Ansprüche bietet die Total Card verschiedene Service- und Produktoptionen, zum Beispiel für Shop-Einkäufe.

Weitere Services der TOTAL Tankkarte

Neben der Bezahlung von Kraftstoffen sind TOTAL Tankkarten für zahlreiche weitere Transaktionen und Services nutzbar. Dazu gehört insbesondere der grenzübergreifende Maut-Service PASSango Europa, der die Abrechnung von Straßennutzungsgebühren vereinfacht. Die Daten sind im TOTAL Tankkarten Account abrufbar und lassen sich von dort mit wenig Aufwand exportieren, zum Beispiel in die Abrechnungssoftware. Zettelwirtschaften mit Tankquittungen und die Suche nach Bargeld für Gebühren werden mit der TOTAL Card obsolet. 

Die Transaktionen lassen sich in Echtzeit überwachen. Es gibt zwei Arten von TOTAL Tankkarten: Für kleine bis mittelgroße Betriebe, die weniger als 1.500 Liter im Monat tanken sowie für mittelgroße bis große Unternehmen oder solche mit vielen Straßenkilometern. Letztere richtet sich speziell an KundInnen, die monatlich mehr als 1.500 Liter Kraftstoff benötigen. Darüber hinaus wählen Interessenten zwischen der Fleet Card von TotalEnergies Deutschland und der Eurotrafic Card von TotalEnergies.

Shell Tankkarte

Das Mineralöl-Unternehmen Shell integriert in seine Shell Card umfangreiche Service-Optionen. Die Shell Tankkarte vereinfacht im Fuhrpark das Abrechnungsmanagement, die Organisation der Kraftstoffbeschaffung sowie die Mautabrechnung. So lässt sich jeder Einkauf mit der Shell Tankkarte im Account nachvollziehen und exportieren. Da es für alle im Unternehmen aktiven Shell Tankkarten ein Konto gibt, ist die Übersicht stets gewährt. Die Verwaltung erfolgt direkt im Onlineportal der Shell Tankkarte.

In der Shell Card inklusive sind Berichte über alle angefallenen Transaktionen. BetreiberInnen von Car-Pools mit Dieselfahrzeugen profitieren darüber hinaus von regionalen Festpreisen. Damit spielt es keine Rolle mehr, zu welcher Uhrzeit und an welcher Shell-Station getankt wird.

Shell Tankstelle

Details zur Shell Tankkarte

Die Shell Tankkarte wird in 31 europäischen Ländern akzeptiert. Das sind europaweit 20 000 Tankstellen. Das deutsche bundesweite Netz umfasst 5000 Tankstellen. 

Welche Tankstellen gehören zum Akzeptanznetz der Shell Tankkarte? Die Shell Card kann an allen Shell Stationen sowie den Stationen der Partner AVIA, Eni/Agip, Esso, OMV und Westfalen verwendet werden. Zudem bietet die Shell Tankkarte regionale Festpreise für Diesel in Deutschland. Zusätzlich gibt es individuelle Rabatte der Filialnetze. Die Shell Tankkarte kann zum Bezahlen aller in der Tankstelle erhältlichen Produkte und Services eingesetzt werden. Zusätzlich können NutzerInnen mit der Shell Tankkarte bargeldlos Kraftstoff tanken. 

euroShell Tankkarte

Die euroShell Tankkarte ist an über 25.000 Tankstellen in Europa einsetzbar – 3.800 davon in Deutschland. Laut Anbieter ermöglicht die Karte Rabatte von bis zu drei Cent pro Liter Diesel und Benzin. Ein Self-Service-Portal bietet außerdem viele Möglichkeiten zur Verwaltung des Kartenkontos. Dazu zählen auch detaillierte Berichte zu den einzelnen Kartentransaktionen, die mit der Euroshell Tankkarte getätigt wurden.

UTA Tankkarte

Die UTA Full Service Card ist die markenübergreifende UTA Tankkarte, die in 37 Ländern an mehr als 54 000 Stationen akzeptiert wird. Die UTA Tankkarte ist nicht an eine Mindestabnahme gekoppelt und kann daher auch für nur ein Fahrzeug genutzt werden. Mauten und Gebühren lassen sich mit der UTA Tankkarte ebenfalls abwickeln. Weitere Serviceleistungen der UTA Tankkarte sind: Pannennotdienst-, Abschlepp-, und Reifen-Services, Mineralölsteuererstattung oder Mehrwertsteuerrückerstattung. 

Der Anbieter Vimcar hat gemeinsam mit UTA eine Tankkarte entwickelt, die für Unternehmen mit Fuhrpark erstellt wurde. Die Vimcar UTA Tankkarte löst das Papierchaos ab und schickt eine automatische Sammelrechnung per E-Mail. NutzerInnen erhalten einen Rabatt auf Dieselkraftstoff und können die UTA Tankkarte bei bis zu 12.000 Tankstellen in Deutschland anwenden. Welche Funktionen und Vorteile NutzerInnen erhalten, erfahren Sie in folgendem Flyer:

Hier Flyer zur Vimcar UTA Tankkarte herunterladen und erfahren, welche Vorteile Sie im Fuhrpark hat!

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Tankkarten Flyer auf Laptop geöffnet
Erfahren Sie wie Sie mit der Tankkarte Geld und Zeit im Fuhrpark sparen können.

Details zur UTA Tankkarte

Die UTA Tankkarte ist im Tankkarten Vergleich der Allrounder unter den bargeldlosen Zahlungsmitteln an Kraftstoffstationen. Sie gilt markenübergreifend: Es gibt somit nicht die eine UTA Tankstelle, die Tankkarte wird von vielen Marken angenommen. Eine UTA Karte kann bereits für ein Fahrzeug beantragt werden und ist damit auch für Kleinunternehmen und Freiberufler interessant. Neben der Rechnung an der Tankstelle begleichen FahrerInnen mit der UTA Karte auch Maut- und andere Gebühren, die unterwegs anfallen. 

Dazu kommen Autowäschen, der Kauf von Zubehör, Ersatzteilen, Reifen und die Begleichung von Reparaturrechnungen sowie Pannenservices. Damit ist die UTA Karte ein nützliches Hilfsmittel für komfortable Fahrten und vereinfacht die Abrechnung deutlich. Zahlen FahrerInnen per UTA Tankkarte an der Tankstelle, fließen die Daten in das Flottenmanagementsystem ein. Dafür stellt der Tankkartenanbieter digitale Rechnungen aus. Im Kundenkonto der UTA Karte lassen sich darüber hinaus Auswertungen und Berichte sämtlicher Transaktionen exportieren.

DKV Tankkarte

DKV Tankkarte (DKV Card) gehört im Tankkarten Vergleich zu den Klassikern unter den bargeldlosen Tankmöglichkeiten. BesitzerInnen der DKV Tankkarte nutzen zahlreiche Leistungen und können bargeldlos europaweit Mobilitätsdienstleistungen abrechnen. Außer der Versorgung mit Kraftstoff können mit der DKV Tankkarte auch Maut-Gebühren in zahlreichen europäischen Ländern, Pannenhilfe, Parkgebühren und die Autowäsche bezahlt werden. FahrerInnen von Firmenwagen – nur für diese ist die DKV Tankkarte gültig – profitieren damit von einem Rundum-Leistungspaket für unterwegs. An Maut-Stationen gehören die Suche nach Bargeld und eine anschließende zeitraubende Abrechnung mit DKV Card der Vergangenheit an. Dasselbe gilt für Parkgebühren und Waschstraßen. Die DKV Tankkarte vereinfacht damit die Gebührenorganisation im Fuhrpark.

Details zur DKV Tankkarte

Die DKV Tankkarte wirbt damit, das größte und engmaschigste Versorgungsnetz der Transportbranche anzubieten. Mehr als 66.000 Tankstellen in 45 Ländern akzeptieren die DKV Tankkarte zum Bezahlen der Tankrechnung. Deutschlandweit kann mit der DKV Karte an über 13.500 Tankstellen getankt werden, konkrete Rabatte sind jedoch auch hier nicht vorgesehen. Fortschrittlich ist dagegen die Möglichkeit, mit der sogenannten DKV CARD + CHARGE neben Kraftstoff auch Strom zu tanken. 200.000 Ladestationen stehen dafür bereit. Zu den DKV Tankkarte Erfahrungen gehört auch die Betreuung bei Unfällen. Denn ein weiterer Pluspunkt der DKV Tankkarte ist ein Pannenservice, der rund um die Uhr erreichbar ist.

Agip Tankkarte

Die Agip Tankkarte multicard verfügt mit rund 18.000 Tankstellen über ein sehr gutes Akzeptanznetz. Die Agip multicard wird außerdem in 29 Ländern angenommen. Zum Leistungsumfang der Agip Tankkarte gehören außerdem ein Pannendienst inklusive Bergungs- und Abschleppservice, Glasbruch- und Havarie-Service, Tunnel- und Mautservice sowie die Abwicklung von Fähr- und Brückengebühren. Um die Leistungen der Agip Tankkarte in Anspruch zu nehmen, müssen Sie Teil eines gewerblichen Unternehmens sein und mehr als 700 Liter im Monat tanken.

Raiffeisen Tankkarte

Die Raiffeisen Tankkarte (Raiffeisen Card) gilt gleichzeitig als Kundenkarte in den niedersächsischen Raiffeisen-Märkten. Mit der Raiffeisen Tankkarte werden die gesamten Tankkosten nur einmal monatlich abgebucht. Das bedeutet einen erheblichen Zinsvorteil. Die Raiffeisen Card gilt in Niedersachsen, während die Raiffeisen Tank-Card 24  in Hessen und Thüringen einsetzbar ist. Die Raiffeisen Tankkarte ist ein regionaler Service und gilt nur an den Raiffeisen Tankstellen und Tankpunkten.

Aral Tankkarte

Die Aral Plus Tankkarte gehört zu den am häufigsten genutzten Karten im Tankkarten Vergleich. Die Akzeptanz an deutschen Tankstellen ist mit rund 2.500 nicht die beste, dafür können mit der Karte auch Schmierstoffe, Kfz-Dienstleistungen und Waren aus dem Shop und Restaurant bezahlt werden. 

Einen Pluspunkt erhält die Aral Tankkarte auch beim Thema Treibstoffkosten: Es sind Einsparungen von bis zu zwei Cent pro Liter (brutto) an einer ausgewählten Wunschtankstelle sowie bis zu einem Cent pro Liter an jeder Aral-Tankstelle möglich. Zudem bietet der Aral Tankstellenfinder die Möglichkeit nachzusehen, wo mit der Aral Tankkarte welche Tankstellen genutzt werden können.

Aral Tankstelle

Avia Tankkarte

Mit der AVIACARD, der Avia Tankkarte, ist bargeldloses Bezahlen an rund 2.400 Tankstellen in Deutschland möglich. An den Automatenstationen Avia Express gibt es zusätzlich Nachlässe. Die einzelnen Leistungsstufen sind hier flexibel wählbar. Zusätzlich sind Verbrauchsanalysen und Serviceleistungen im Bereich Fuhrparkverwaltung auf Anfrage möglich. Die Avia Tankkarte ermöglicht eine detaillierte 14-tägige Abrechnung und hat eine hohe Kostentransparenz.

JET Tankkarte

JET Card, die Jet Tankkarte, fällt im Tankkarten Vergleich positiv auf, da sie nicht an eine bestimmte Abnahmemenge gekoppelt ist und somit auch für kleine Fuhrparks interessant. Allerdings gibt es mit der Jet Tankkarte auch keine Rabatte auf Kraftstoffe. Akzeptiert wird die Karte an rund 682 Jet Tankstellen in Deutschland. Der Einsatz der Jet Tankkarte erfolgt über ein Stufensystem, das regelt, was genau an Tankstellen bezahlt werden kann, also zum Beispiel nur Dieselkraftstoff oder das komplette Sortiment. Mit der Abwicklung über das JET Card Online Portal haben KartennutzerInnen unkompliziert Online-Zugriff auf alle JET Card Rechnungen.

EDC Tankkarte

Die EDC Tankkarte überzeugt im Tankkarten Vergleich mit einem festen, wöchentlichen Diesel-Preissystem und einer wöchentlichen Einzelpostenaufstellung für alle Fahrzeuge. Die EDC Tankkarte hat keinen Mindestumsatz, keine Vertragsbindung und eine All-in-one Maut-Lösung. Das Besondere an der EDC Tankkarte: Sie gilt europaweit an über 9.000 Lkw-Tankstationen, mit einer sehr guten Standortabdeckung an Häfen und Grenzübergängen.

OMV Tankkarte

Im Tankkarten Vergleich gibt es 2 OMV Tankkarten: Die OMV Stationskarte Plus, die sich an Unternehmen mit einem kleinen Fuhrpark und einem Treibstoffverbrauch bis zu 10.000 Liter jährlich richtet. Und die OMV Card mit ROUTEX Funktion, die sich an Unternehmen mit einem größeren Fuhrpark und einem jährlichen Treibstoffverbrauch über 10.000 Liter richtet.

Mit der OMV Tankkarte für kleinere Fuhrparks lässt sich 1,0 Cent pro Liter Kraftstoff bei einer ausgewählten OMV Tankstelle sparen. Die OMV Tankkarte mit ROUTEX-Funktion bietet einen 2 Cent Nachlass pro Liter Kraftstoff bei allen OMV Tankstellen und zusätzlichen Rabatt auf Schmiermittel und Autowäschen. Diese OMV Tankkarte ist ebenfalls für Unternehmen interessant, die europaweit agieren.

Routex Tankkarte

Die Routex Tankkarte ist an den meisten Mautstationen und elektronischen Mautsystemen einsetzbar. Der Vorteil im Tankkarten Vergleich:  Das ROUTEX for TRUCKS Netzwerk besteht aus einem Netz an rund 7000 Tankstellen, die auf die Anforderungen von Trucks ausgerichtet sind. Diese sind unter anderem mit Hochleistungszapfsäulen für schnelles Tanken ausgestattet und bieten weitere Services für die Fahrer. Mehr als 1.700 ROUTEX for TRUCKS Standorte in 29 europäischen Ländern akzeptieren die ROUTEX Tankkarte.

Wo kann ich mit Routex tanken? Die Routex Tankkarte wird von folgenden Tankstellen-Ketten akzeptiert: Aral, BP, Circle K Europe, Eni, OMV. Sie gilt in 33 Ländern an rund 20 000 Routex Tankstellen. 

Hoyer Tankkarte

Die gebührenfreie Hoyer Tankkarte (HoyerCard) gilt nur an Hoyer Tankstellen. Das sind fast 2000 Stationen in Europa. Die Hoyer Tankkarte bietet an Hoyer-Autohöfen kostenlose Parkplätze, Duschen- und Handtuch-Service. Es ist möglich weitere Services in Anspruch zu nehmen wie das Bezahlen der Mautgebühren, Pannen-Service, Rückerstattung oder Dieselinspektor. Für Kraftstoffe an Hoyer Tankstellen gilt ein Festpreis-Vertrag.

Novofleet Tankkarte

Die Novofleet Tankkarte basiert auf einem markenübergreifenden Netzwerk von mehr als 30 Partnern. Die Novofleet Tankkarte akzeptieren Jet, Star, Oil!, Q1, Hem, Hoyer, ED, BayWa, GO, Bft, Benzinkontor. Das sind in Summe rund 5000 Tankstellen in Deutschland, Luxemburg und Österreich. Tendenziell gelten die aufgeführten Tankstellen-Marken als günstiger im Vergleich zu den großen Konzernen. 300 Tankstellen liegen in Autobahnnähe, d.h. weniger als 2 km von der Autobahn entfernt. Novofleet Tankstellen sind generell deutlich günstiger als BAB-Tankstellen.

HEM Tankkarte

Die HEM Tankkarte (mycard HEM) gilt an allen Tamoil-Tankstellen. Sie ist nicht an eine Mindestabnahme von Kraftstoff gebunden. Die HEM Tankkarte richtet sich an FuhrparkbetreiberInnen mit einer dreistufigen Berechtigungsklassifizierung. Stufe 1 berechtigt FahrerIInnen zum bargeldlosen Tanken und Kauf von Schmierstoffen; mit Stufe 2 sind Kfz-bezogene Services möglich wie Autowäsche; mit Stufe 3 können FahrerInnen mit der HEM Tankkarte auch im Shop einkaufen. Zusätzlich zur HEM Tankstellen Karte für Unternehmen gibt es eine HEM Tankkarte für Privatpersonen. Die “Cool-Driver-Card” ist eine kostenlose Tankkarte von HEM für FahranfängerInnen, mit der 2 Cent pro Liter gespart werden können.

ADAC Tankkarte

Die ADAC Tankkarte setzt eine Mitgliedschaft beim ADAC voraus. Die Nutzung der ADAC Tankkarte ist somit an eine Jahresgebühr von 99 Euro gebunden. Die ADAC Tankkarte richtet sich überwiegend an Privatkunden. Ein großer Vorteil im Tankkarten Vergleich ist auch der Tankrabatt: ADaC Mitglieder sparen 1 Ct./Liter Kraftstoff Benzin und Diesel an allen teilnehmenden Agip/Eni, Shell und star Stationen. Der Tankrabatt vom ADAC ist jedoch beschränkt auf ein Volumen von 1500 Litern. Im Tankkarten Vergleich sparen ADAC Mitglied hier nicht nur beim Tanken, sondern auch an Raststätten, in Hotels, beim Reifenkauf und vielem mehr!

Westfalen Tankkarte

Die Westfalen Tankkarte (Westfalen Service Card + eCharge) ist eine Tank- und Ladekarte für betriebliche Fahrzeugflotten und gilt deutschlandweit an den Stationen folgender Marken: Westfalen Gruppe – Westfalen und Markant, Aral, Agip, Avia, OMW und Total. Bundesweit kann man mit der Westfalen Tankkarte an über 5.500 Tankstellen in Deutschland tanken. Interessant im Tankkarten Vergleich ist auch die Westfalen Tankkarte Compact-Card 44, mit der monatlich 44 Euro als steuerfreier Sachbezug in Form von Tankgutscheinen an MitarbeiterInnen ausgezahlt werden kann.

star Tankkarte

Die star Flottenkarte gilt in Deutschland an allen star-Tankstellen und 70 BayWa-Tankautomaten. Die star Tankkarte setzt eine monatliche Mindestabnahme von 500 Litern voraus. Die star Flottenkarte wirbt mit einer Ersparnis von 4 Cent pro Liter. Diese Ersparnis setze sich aus bis zu 3 Cent Rabatt von der jeweils an der Zapfsäule ausgewiesenen Preis zusammen.

SVG Tankkarte

Die SVG Tankservicekarten werden europaweit von rund 60 000 Tankstellen akzeptiert. Services wie das Abrechnen der Mautgebühren, Pannenhilfe oder Dienstleistungen sind ebenfalls in den SVG Tankkarten enthalten. Die SVG Tankkarte gibt es in den Varianten SVG-Esso-Tankkarte, SVH-Euroshell-Card, SVG-Total-Card oder SVG-DKV-Card. SVG empfiehlt, sich mehrere SVG Tankkarten zuzulegen, um so die jeweils besten Rabatte zu nutzen. 

Tankanzeige

Logpay Tankkarte

Die Logpay Tankkarte gilt deutschlandweit an 6000 Aral- und BP-Filialen sowie europaweit an rund 12 000 Tankstellen, unter anderem In Polen, Portugal, Österreich, Niederlande und Luxemburg. Die Logpay Tankkarte wird von der Logpay Transport Services GmbH herausgegeben. Das Unternehmen gehört mehrheitlich der Volkswagen GmbH. Es versteht sich als markenübergreifender Anbieter von Tank- und Mautservices.

Fazit zum Tankstellen Vergleich

Unser Tankkarten Vergleich zeigt es: Es gibt viele Anbieter, die jeweils ganz andere Bedürfnisse abdecken. Bevor Sie sich für eine Tankkarte entscheiden, müssen Sie sich also über die Anforderungen in Ihrem Unternehmen bewusst werden. 

Wir hoffe, dass der Tankkarten Vergleich Ihnen dabei weiterhelfen konnte.

Die 20 wichtigsten Tankkarten

Einen Einblick in die verschiedenen Tankkarten auf dem Markt erhalten Sie hier:

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EU-Reifenlabel: Was Sie jetzt wissen müssen

Das EU-Reifenlabel wurde aktualisiert. AutofahrerInnen erfahren alles über Rollwiderstand, Nassbremseigenschaft und Außenfahrgeräusch. Das soll sie beim Kauf dazu ermutigen, sich für nachhaltige und energiesparende Reifen zu entscheiden.

Ähnlich wie bei Waschmaschinen oder Kühlschränken prangen auf Reifen Labels mit den ausgewählten Informationen. Sie kennzeichnen die wichtigsten Eigenschaften der Räder und sollen KäuferInnen eine Vergleichsmöglichkeit bieten. Das EU-Reifenlabel existiert zwar bereits seit 2012, wurde aber zum 1. Mai 2021 überarbeitet und erweitert. Das bedeutet: Alle neuen Reifen, für Pkw (C1), Leicht-Lkw (C2) und schwere Lkw und Busse (C3), die nach Mai 2021 auf den Markt gekommen sind, müssen das neue EU-Reifenlabel tragen. Der Verkauf von älteren Reifen ist aber nach wie vor erlaubt.

Orientierung für AutofahrerInnen

In erster Linie versammelt das Reifenlabel übersichtlich die rudimentären Eigenschaften des Reifens. Dazu zählen Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand), Nasshaftung (Bremsen auf nasser Fahrbahn), externes Rollgeräusch und Wintertauglichkeit. 

Die neuen EU-Vorgaben sollen unter anderem die CO2-Emissionen im Straßenverkehr drastisch verringern. Bislang werden alle Prüfungen sowie die Klasseneinteilung von der Reifenindustrie selbst festgelegt. Unabhängige Institute sollen laut ADAC zukünftig die Klassifizierungen überprüfen.

Auto mit Reifenlabel

Von A bis E – das sind die Klassifizierungen

Eine Zapfsäule, eine Regenwolke, Lautsprecher mit Schallwellen und ein „Schneeflockensymbol“ kennzeichnen die vier zu bewertenden Kriterien. Angaben für den Rollwiderstand sowie die Nasshaftung erfolgen von A bis E. Das Abrollgeräusch wiederum wird in Dezibel angegeben, die Klassifizierung erfolgt von A bis C. Ein „Schneeflockensymbol“ zeigt dagegen, dass der Pneu winterfest ist.

Geringer Rollwiderstand, weniger Spritverbrauch

Der Rollwiderstand, der die Energieeffizienz der Reifen maßgeblich prägt, wird nun in den Klassen A bis E eingeteilt – anstatt von A bis G. Doch der Unterschied beim Spritverbrauch zwischen dem besten A-Reifen zum E-Reifen hat sich gegenüber dem älteren Label nicht verändert. Er beträgt etwa 0,5 l/100 km Kraftstoffersparnis. E-Reifen spielen jedoch auf dem Markt kaum eine Rolle. Das Gros der angebotenen Reifen fällt beim Rollwiderstand in die Klassen B und C. Deshalb ist die Kraftstoffersparnis deutlich geringer.

Nasshaftung: Auf die Reifen kommt’s an

Als Beurteilungsgrundlage für den Bremsvergleich des getesteten Reifenmodells auf nasser Fahrbahn dient ein Referenzreifen, dessen Eigenschaften bekannt sind. Je größer der Faktor ist, mit dem der Testreifen über dem Referenzreifen steht, umso besser fällt die Klasseneinordnung aus. Wie damals reicht sie jetzt von A bis E. Ein gravierender Unterschied von bis zu 30 Prozent besteht allerdings beim Bremsweg, bemerkt der ADAC. Bei einer Vollbremsung mit einem Pkw auf nasser Fahrbahn ausgehend von 100 km/h verlängert sich der Bremsweg bei Fahrzeugen mit den schlechtesten Reifen um bis zu 28 Metern gegenüber der A-Klasse.

Externes Rollgeräusch: Auf den Reifendruck achten

Label auf Reifen

Das externe Rollgeräusch des Reifens wird wie beim alten Label in Dezibel angegeben. Das neue EU-Label setzt jetzt aber auf Buchstaben. Rollgeräusche mit der Einstufung „A“ unterschreiten das externe Rollgeräusch bei den bis 2016 geltenden EU-Grenzwert um mehr als 3 dB. Bei „B“ wird der Grenzwert um bis zu 3 dB unterschritten. Die Kategorie „C“ wird nicht vergeben. Diese Reifen würden die gültigen Vorschriften nicht erfüllen. 

Kleiner Tipp: Durch die regelmäßige Überprüfung des Reifenluftdrucks kann der Fahrer maßgeblich Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch und den Bremsweg nehmen.

QR-Code: Schnelle Infos aufs Handy

Neu, und auf der ersten Zeile des Labels zu finden, ist ein QR-Code. Mit einem Smartphone gescannt, führt er auf die Seite der Europäischen Produktdatenbank für Energiekennzeichnung (EPREL). Hier bekommen Kunden wichtige Auskünfte über das Reifenmodell. Unter anderem: Der Name des Herstellers, die genaue Artikelnummer des Reifens, Geschwindigkeits- und Lastindex und die Reifenklasse (z.B. C1 für Pkw, Wohnmobile, Busse).

Auskunft beim Händler einholen

Der ADAC rät auf jeden Fall, sich nicht nur auf das Label zu verlassen. Laut dem Automobilclub bildet er zwar wichtige, aber eben nicht alle Eigenschaften ab. Viele relevante Informationen wie Bremsweg auf trockener Fahrbahn oder Aquaplaning-Verhalten finden jedoch keine Berücksichtigung. Gute Beratung bei der Wahl von Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen bietet neben dem Reifenhändler auch Tests der seriösen Verbrauchermagazine wie etwa denen von Stiftung Warentest.

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3G Abschaltung: Was Fuhrparkverantwortliche wissen müssen

Im Sommer 2021 kommt das endgültige Aus für UMTS, auch 3G-Netz genannt. Mobilfunkanbieter mehrerer Länder stellen die Versorgung ein und geben so Frequenzbereiche für die Nachfolgetechnologien LTE (4G) und 5G frei. Wer sich bisher auf ältere Datendienste und Telematik-Endgeräte verlassen hat, steht nun vor einem Problem: Veraltete Technologien, die auf das UMTS-Netz angewiesen sind, funktionieren nach der Abschaltung nicht mehr. Fuhrparkverantwortliche und Telematik-NutzerInnen müssen jetzt handeln, um auch nach der 3G Abschaltung noch Connected-Car-Services, digitale Fahrtenbücher und Echtzeit-Navigation nutzen zu können.

Warum die Abschaltung des 3G Netzes?

Mit der Einführung des 3G-Netzes im Jahre 2000 wurde der Grundstein für eine schnelle Datenübertragung und mobiles Internet gelegt. Seitdem hat sich unser Nutzungsverhalten  jedoch grundlegend geändert: Mit dem Siegeszug des Smartphones ist das 3G-Netz an seine Grenzen gestoßen und eine größere Bandbreite wurde erforderlich. Obwohl UMTS in den 2010er Jahren ständig ausgebaut und weiterentwickelt wurde, konnte es mit seiner geringen Datenübertragungsrate von maximal 42 Megabit pro Sekunde den steigenden technischen Anforderungen nicht gerecht werden.

Seit 2010 gibt es daher das 4G-Netz (LTE). Es ist dem 3G-Netz mit einer Datenrate von bis zu 300 Megabit pro Sekunde weit überlegen. Der neueste Mobilfunkstandard, das 5G-Netz, schafft in der Theorie sogar eine Internet-Geschwindigkeit von bis zu 10.000 Megabit pro Sekunde. Um eine schnellere und effizientere Datenübertragung bundesweit sicherzustellen, sollen die bisher vom UMTS-Netz belegten Frequenzen künftig für den Ausbau der 4G- und der 5G-Netze verwendet werden. 

Smartphone Navigation

Die Bundesnetzagentur plant, bis Ende 2022 eine Mobilfunkgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde für 98 Prozent der deutschen Haushalte zu gewährleisten. Will Deutschland dieses Ziel erreichen, muss es die digitale Infrastruktur im Land verbessern und kommt daher an der 3G Abschaltung nicht vorbei.

Warum wird nicht das ältere 2G Netz abgeschaltet?

Das 2G-Netz, oder auch GSM-Netz genannt, wird in Deutschland vorrangig für Telefonie, SMS und und einfache M2M Kommunikation genutzt. Es bietet eine Flächenabdeckung von nahezu 100% und stellt somit eine Art Grundversorgung dar. Denn in vielen Teilen Deutschlands muss nach wie vor auf das GSM-Netz zurückgegriffen werden, da es noch keine flächendeckende Abdeckung mit schnelleren Standards gibt. 

Aus diesem Grund ist seitens der Mobilfunkanbieter auch nicht geplant, das 2G-Netz in absehbarer Zukunft abzuschalten. Besonders ältere Endgeräte nutzen dieses Netz, da sie häufig nicht LTE kompatibel sind. Der eCall – der seit 2018 von der Europäischen Union vorgeschriebene, automatische Notruf für Kraftfahrzeug – benö­tigt ebenfalls den älteren 2G-Netz­stan­dard.

In einigen anderen Ländern verhält es sich jedoch anders: Hier gibt es durchaus Überlegungen, das 2G-Netz abzuschalten. Die Swisscom, der größte Mobilfunkbetreiber der Schweiz, hat ihr GSM-Netz beispielsweise bereits im April 2021 abgestellt.

Person ohne Netzverbindung

Wann erfolgt die UMTS Abschaltung?

Die 3 größten Mobilfunkanbieter Deutschlands planen die 3G Abschaltung bis spätestens Ende 2021. Vodafone- und Telekom-KundInnen können bereits seit dem 30. Juni 2021 nicht mehr auf das 3G-Netz zugreifen. Auch die Telefónica (O2) will den Mobilfunkstandard bis zum 31.12.2021 auslaufen lassen. Dies geschieht schrittweise und ist über einen längeren Zeitraum geplant: Bereits zum 1. Juli erfolgte die 3G Abschaltung für die ersten 500 Standorte, ab 14. Juli folgten weitere 1.000.

Was bedeutet die 3G Abschaltung für Telematik-NutzerInnen?

Von der 3G Abschaltung sind alle Menschen betroffen, die ein nicht LTE-fähiges Endgerät nutzen, welches bei der Ausführung von Diensten auf eine schnelle Datenverbindung angewiesen ist. Das kann beispielsweise ein Smartphone sein, auf dem Social Media oder ein Instant-Messaging-Dienst wie WhatsApp genutzt wird – aber die UMTS Abschaltung betrifft eben auch viele Telematik-Endgeräte.

Beherrscht die im Pkw oder Lkw verbaute Funktechnik nur 3G, funktionieren Remote- und Telematik-Dienste nach der Abschaltung nicht mehr, da keine Internetverbindung hergestellt werden kann. Dies kann sogar in jüngeren Fahrzeugmodellen der Fall sein, da auch hier noch häufig ein UMTS-Modem verbaut wurde.

Pkws und Lkws, welche Connected Services nutzen und noch nicht mit 4G-Funkmodulen arbeiten, müssen aufgerüstet werden oder weichen je nach Hersteller und Dienst auf das 2G/GSM-Netz aus.

Was Fuhrparkverantwortliche beachten müssen

Besonders im Fuhrpark kann die 3G Netz Abschaltung eine Herausforderung darstellen: Das digitale Fuhrparkmanagement funktioniert häufig mittels einer Management-Software oder einer App-Lösung. Diese ermittelt per GPS die technischen Daten der Flotten-Fahrzeuge sowie deren Zustand. Häufig kann die Software auch die zurückgelegte Route tracken und mittels Algorithmus Vorschläge zur Auftragserteilung geben.

Viele dieser Softwarelösungen und Endgeräte, die die Fuhrparkverwaltung durch Automatisierungsprozesse vereinfachen, funktionieren noch über das UMTS-Netz. Wer also die Vorteile des digitalen Fuhrparkmanagements weiterhin nutzen will, sollte seine Telematik-Dienste beizeiten überprüfen und gegebenenfalls an den Stand der Technik anpassen. Gerade veraltete Geräte können von der 3G Abschaltung betroffen sein und müssen im schlimmsten Fall komplett ausgetauscht werden.

3G für Connected Car Services

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Die Software-Lösungen und Geräte von Vimcar arbeiten über das 2G/GSM-Netz und sind somit nicht von der UMTS Abschaltung betroffen. Das 2G/GMS-Netz verfügt über eine vollständige Netzabdeckung von nahezu 100 Prozent und ist somit sehr zuverlässig. Die Fuhrparksoftware Vimcar Fleet nutzt GPS-Funktionen, um die tägliche Fahrzeugverwaltung zu vereinfachen und die Abläufe im Fuhrpark zu optimieren. Sie wollen mehr erfahren? Laden Sie jetzt die Broschüre herunter!

Vimcar Fleet Broschüre


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Kleinlaster werden wieder wie Lkw besteuert

Gute Nachricht für viele Gewerbetreibende: Dank einer Änderung des Gesetzes gibt es nun Steuererleichterungen für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Das ist Teil der neuen Kfz-Verordnung, die Pkw jetzt wie Lkw besteuert und erhebliche Steuern spart. Was Sie nun wissen müssen, lesen Sie hier.

Für viele Handwerker sowie Transport- und Kurierunternehmen waren geänderte Kfz-Steuerbescheide in den letzten zwei Jahren ein großes Ärgernis. Der Fiskus verlangte zum Teil erhebliche Mehrkosten pro Fahrzeug – in einigen Fällen mehrere Hunderte Euro. Der Grund: Eine Sonderregelung im Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG). Diese sah vor, leichte Nutzfahrzeuge unter bestimmten Bedingungen wie Pkws zu besteuern. Das hat sich, zum Glück für alle Betroffenen, mit der Streichung des Paragraph § 18 Abs. 12 KraftStG verändert. Der Kleintransporter bis 3,5 Tonnen gilt seitdem 23. Oktober 2020 wieder als Lkw. Unternehmer müssen durch diese Regelung weniger Kfz-Steuer für ihre Lieferfahrzeuge bezahlen.

Rückwirkende Steuererstattung

Die gute Nachricht vorweg: Alle erhöhten Kfz-Steuerbescheide sollen nun automatisch und rückwirkend auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes geändert werden. So lautet eine aktuelle Mitteilung des Zolls. Anders als vorher müssen Betroffene keinen Einspruch mehr einlegen. 

Das ist selbst dann der Fall, wenn der Bescheid noch nicht bei HalterInnen eingetroffen sein sollte. So kann es wegen einer Softwareumstellung immer noch Verzögerungen bei der Ausstellung der Papiere geben. Fakt ist, dass die Besteuerung nun nach den geltenden Regelungen für die Zulassung des Fahrzeugs als Lkw erfolgen wird. Zum Vorteil für alle UnternehmerInnen.

Kleintransporter unterwegs

Rückblick: Deshalb gab es die Sonderregelung

Seit 2012 bestand die Sonderregelung, die Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen und mit mehr als drei Sitzen steuerrechtlich als Pkw einstufte. So wollten die Behörden die steuerlichen Begünstigungen von Pick-ups und großen Geländewagen einschränken. Waren die Fahrzeuge überwiegend zur Personenbeförderung angeschafft worden, wurde automatisch der höhere Steuersatz fällig. 

Dabei kam es insbesondere auf das Verhältnis von Ladefläche zum restlichen Fahrzeug an. Doch es zeichnete sich ein Problem ab, weil der Zoll die Regelung häufig ignorierte. Das hat sich 2018 schlagartig geändert. Die Behörde glich die Angaben der Straßenverkehrsbehörden mit einer Filtersoftware ab. Die Folge: es kam zu massenhaft korrigierten und teils auch fehlerhaften Steuerbescheiden – zum Nachteil der Gewerbetreibenden.

Nachzahlungen und Einsprüche

Taschenrechner für Steuern

Mit den fehlerhaften Steuerbescheiden hatten viele Fachkräfte plötzlich unerfreuliche Post im Briefkasten mit Forderungen der Nachzahlung. Wer den Zahlungen entgehen wollte, musste daraufhin Einspruch einlegen. 

Das gipfelte in der behördlichen Anweisung, entweder Fahrzeuge aufwändig umzubauen oder Gutachten einzuholen. Beides mit war mit hohem finanziellen Aufwand verbunden. Die Fahrzeuge sollten beim Zoll vorgeführt werden, um nachzuweisen, dass das Flächenverhältnis des Fahrzeugs eine Besteuerung als Lkw zulässt. 

In den meisten Fällen wurden die Voraussetzungen für die Einstufung als Pkw überhaupt nicht erfüllt. In langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen mussten sich die Betroffenen gegen die Bescheide zur Wehr setzen. Dieser Zustand sorgte für Unmut und Ärger bei vielen Unternehmen.

Einspruch adé – Unternehmen profitieren von der niedrigeren Besteuerung

Dank der neuesten Gesetzesänderung ist nicht mehr mit Stress seitens der Behörden zu rechnen. Im Gegenteil: Mitarbeitende mit leichten Nutzfahrzeugen sparen künftig nicht nur einiges an Steuern für ihren Kleinlaster – sondern diesmal auch ganz mühelos. Künftig soll die Kfz-Steuer für diese Fahrzeuge nach den günstigeren Lkw-Steuersätzen berechnet werden. Ganz ohne Vorführung beim Zoll.

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Mobilitätspauschale: Was ist das?

Die Mobilitätspauschale kann statt Firmenwagen vom Arbeitgeber gewährt werden. Lesen Sie, was zu beachten ist, um diese Sonderleistung richtig bei der Steuer geltend zu machen und wertvolle Tipps & Tricks zur Mobilitätspauschale für Arbeitgeber.

Was ist die Mobilitätspauschale?

Auto-Versicherungen gewähren eine Mobilitätspauschale, sodass im Fall eines Diebstahls des Fahrzeugs dennoch mobil geblieben werden kann. Anders verhält es sich bei der Sonderzahlung eines Arbeitgebers zur Mobilität der Angestellten. Diese Mobilitätspauschale ist ein nicht ganz so einfach zu berechnender Trick, um Steuern zu sparen. Eingeführt wurde diese Mobilitätspauschale zum 1. Januar 2021 und kann somit erstmalig im Folgejahr bei der Steuer geltend gemacht werden. Um die Mobilitätspauschale vom Arbeitgeber korrekt berechnen zu können, muss zunächst die neu geregelte Entfernungspauschale kalkuliert werden.

Bei der Steuererklärung gibt es bei der Mobilitätspauschale vom Arbeitgeber einen Freibetrag von 1.000 Euro pro Geschäftsjahr. Berechnet werden kann nur der Geldbetrag, der unter Berücksichtigung der Entfernungspauschale darüber liegt. Außerdem wird der Grundfreibetrag der Werbungskosten mitberücksichtigt, sodass die Mobilitätspauschale bei der Steuer nicht doppelt rückerstattet wird. Erst der Betrag, der nach diesen Berechnungen noch übrig bleibt, wird mit einem Prozentsatz von 14 als Mobilitätspauschale steuerlich erstattet. Für Geringverdienende und Auszubildende lohnt sich diese Neuerung im Steuergesetz besonders, denn sie können die Entfernungspauschale meist nicht geltend machen.

Autobahn im Dunkeln

Gemeinsamkeiten & Unterschiede von Mobilitätspauschale und Car Allowance

Auf deutschen Straßen sind jährlich mehr als fünf Millionen Dienstfahrzeuge unterwegs. In einigen Fällen macht es jedoch für alle Beteiligten mehr Sinn, wenn Mitarbeitende mit dem eigenen Fahrzeug zur Dienststelle kommen und dafür eine monatliche Aufwandspauschale erhalten. Dieses Firmenwagen-Modell wird als “Car Allowance” bezeichnet. Eine Mobilitätspauschale vom Arbeitgeber wird in der Regel unabhängig vom Fahrzeugtyp oder der Ausstattung gezahlt. Bei einer Car Allowance beteiligen sich Arbeitgeber aber nicht nur an den tatsächlichen Fahrtkosten, sondern auch Unfallschäden sind durch die Car Allowance Zahlungen abgegolten. Bei dieser Alternative zum Dienstwagen steht dem Arbeitgeber ein Mitspracherecht zu bei:

  • Fahrzeugtyp & Ausstattung
  • Wahl der passenden Autoversicherung (z. B. Teilkasko oder Vollkasko)
  • Pflege des dienstlich genutzten Privat-Pkw
  • regelmäßige Wartung bzw. Inspektionen

Häufig werden die Gesamtkosten eines dienstlich genutzten Privatfahrzeugs mit etwa 1 – 15 Prozent vom Arbeitgeber mitgetragen. Die Berechnung der Mobilitätspauschale ist steuerlich gesehen etwas komplizierter, lässt sich aber von einem breiteren Mitarbeiterkreis steuerlich geltend machen.

Für wen lohnt sich die Mobilitätspauschale bei der Steuer besonders?

Ubahn Treppen

Die Finanzbehörden halten eine Menge an steuerlichen Vergünstigungen für berufliche Vielfahrer bereit wie die Pendlerpauschale oder eine Steuererleichterung bei Zuschüssen zu den regelmäßigen Fahrtkosten. Dienstwagenberechtigte und FirmeninhaberInnen profitieren gleichermaßen bei der Steuerrückerstattung wie beispielsweise auch FuhrparkmanagerInnen, welche die steuerlichen Vorteile ausnutzen, die die alternative Mobilität mit sich bringt.

Was muss steuerrechtlich bei der Mobilitätspauschale beachtet werden?

Eine Mobilitätspauschale statt Firmenwagen kann sich für viele Arbeitgeber und -nehmer steuerlich lohnen. Dabei richtet sich die Mobilitätspauschale auch an VielfahrerInnen, die aufgrund von einem Jahreseinkommen unterhalb der Grundfreibetragsgrenze keine Steuern zahlen. Aktuell ist die neue Mobilitätspauschale bei der Steuer auf fünf Jahre befristet und läuft demnach im Jahr 2026 aus. Anders als bei einer variablen Mobilitätspauschale vom Arbeitgeber können Berufspendler auch dieses Jahr einen maximalen Höchstbetrag von 4.500 Euro bei der Einkommenssteuer geltend machen. 

Voraussetzung ist dabei, dass der Weg zur Arbeitsstelle nicht mit dem eigenen Fahrzeug zurückgelegt wird. Für einen im eigenen Pkw zurückgelegten Kilometer lassen sich im Rahmen der Entfernungspauschale jedoch unverändert 30 Cent geltend machen, was für den täglichen Arbeitsweg mit einer maximalen Distanz von 20 Kilometern gilt. Wer mit dem eigenen Pkw auf Dienstreisen geht oder mehr als 20 Kilometer weit fahren muss, kann ab 2021 5 Cent mehr bei der Steuer absetzen.

Geld auf Boden

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Fahrtkostenzuschuss – Ein Überblick

Wenn es um Lohn und Gehalt geht, hört man immer wieder von Pendlerpauschale, Jobticket und Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber. Doch wie kann man den Fahrtkostenzuschuss berechnen, und wie unterscheidet er sich von der Pendlerpauschale oder dem Jobtickets? Welche Vor- und Nachteile entstehen dem Unternehmen und den Beschäftigten? Wie erhält man einen Mobilitätszuschuss vom Arbeitgeber, und für wen ist ein Fahrtkostenzuschuss überhaupt sinnvoll?

Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber - wie funktioniert das?

Der Fahrtkostenzuschuss ist eine freiwillige Leistung, die der Arbeitgeber seinen Beschäftigten zukommen lassen kann – beispielsweise als kostengünstige Alternative zu einer Gehaltserhöhung. Der Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber wird den Beschäftigten zusätzlich zum Gehalt bezahlt. Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und etwaige Kirchensteuer zahlt der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer erhält folglich mehr Nettogehalt von seinem Brutto, da der Fahrtkostenzuschuss steuerfrei ist.

Ein Beispiel:

Geldschein Euro

Wim Carport arbeitet als Bürofachangestellter in einem Unternehmen und muss täglich 32 km mit dem Auto zur Arbeit pendeln. Um den Fahrtkostenzuschuss berechnen zu können, multipliziert man die einfache Strecke mit der Pauschale von 0,30 Euro und erhält somit 9,60 Euro pro Tag. Bei 20 angenommenen Arbeitstagen im Monat erhält man einen Fahrtkostenzuschuss von 192 Euro monatlich. Hiervon zahlt das Unternehmen eine Pauschale von 15% Lohnsteuer, 5,5% Solidaritätszuschlag und eventuell anfallende Kirchensteuer. Der Arbeitnehmer bezahlt nichts und bekommt ein höheres Nettogehalt.

Für den Beschäftigten ist der Fahrtkostenzuschuss steuerfrei, und der Arbeitgeber muss hierfür keine Sozialabgaben entrichten. Allerdings ist die Höhe des Fahrtkostenzuschusses bei 4.500 Euro jährlich gedeckelt. Was darüber hinausgeht, muss individuell versteuert werden.

Was unterscheidet nun den Fahrtkostenzuschuss von der Pendlerpauschale und dem Jobticket?

Landkarte steckt in Rücksitztasche

Der Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber ist nicht zweckgebunden, daher kann der Empfänger frei über das Geld verfügen. Das Jobticket gilt nur für den öffentlichen Personennahverkehr (OPNV). Die Pendlerpauschale erhält man erst mit der Einkommenssteuererklärung nach Ablauf des Kalenderjahres. Diese kann man zusätzlich zum Fahrtkostenzuschuss geltend machen, muss den erhaltenen Fahrtkostenzuschuss bei der Lohnabrechnung jedoch mit angeben, damit dieser verrechnet werden kann.

Wie sehen beim Fahrtkostenzuschuss konkret die Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber aus?

Vorteile für den Arbeitnehmer:

  • Bei Gehaltsverhandlungen eine gängige Option: Der Zuschuss ist eine freiwillige Leistung und muss daher individuell ausgehandelt werden
  • Da der Fahrtkostenzuschuss steuerfrei ist, erhält man mehr Netto vom Brutto
  • Der Zuschuss kann individuell genutzt werden und ist nicht zweckgebunden

Vorteile für den Arbeitgeber:

  • Günstige Alternative zur Gehaltserhöhung, da nur 15% Pauschalsteuer und Wegfall der Sozialabgaben
  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit
  • Kein Bestandteil des regulären Gehalts, wird bei prozentualer Gehaltserhöhung nicht mit berücksichtigt

Für wen ist der Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber sinnvoll?

Frau fährt Pkw und guckt aus dem Fenster

Wenn man nicht gerade im Homeoffice arbeitet oder die Arbeitsstätte in fußläufiger Entfernung ist, fallen Kosten für die Transportmittel zur Arbeit an – dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Auto, Bus, Nahverkehrszug oder Motorrad handelt. Selbst bei Entfernungen von nur wenigen Kilometern kommen im Jahr schnell mehrere hundert Euro zusammen. Daher lohnt sich der Fahrtkostenzuschuss vom Arbeitgeber praktisch immer und bietet beiden Seiten Vorteile.

Das Beste für den Beschäftigen ist jedoch, dass man das Geld sofort hat und nicht bis zur Einkommenssteuerabrechnung warten muss – und es ist nicht zweckgebunden, man kann daher frei darüber verfügen.

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Organisationsverschulden im Fuhrpark

Werden in einem Unternehmen Verkehrssicherungspflichten nicht erfüllt, Organisationspflichten verletzt oder erforderliche Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Organisation nicht erfüllt, haftet nicht unbedingt die Einzelperson, die den Schaden verursacht hat, sondern es liegt Organisationsverschulden vor. Und das kann in einem Unternehmen bedeuten, dass auch die Fuhrparkleitung haftbar gemacht werden kann, sofern die Aufgaben von der Betriebsleitung an sie delegiert wurden.

Aller schlechten Dinge sind drei beim Organisationsverschulden im Betrieb: Ein Selektionsverschulden liegt dann vor, wenn ein Unternehmen die Verantwortung an ungeeignete MitarbeiterInnen delegiert (z.B. Einsetzen von alkoholkranken FahrerInnen). Fehler- oder lückenhafte Anweisungen (z.B. nicht ordnungsgemäß durchgeführte FahrerInnen-Einweisungen) führen zum Anweisungsverschulden. Und ein Überwachungsverschulden ist es, wenn Kontrollen unzureichend oder gar nicht durchgeführt werden (z.B. Versäumnis von Führerscheinkontrollen).

Wann liegt ein Organisationsverschulden vor?

Auch wenn zunächst die Geschäftsleitung eines Unternehmens organisatorisch verantwortlich ist und in erster Linie haftet, sind FuhrparkmanagerInnen leider selten aus dem Schneider. Sie tragen die Mitverantwortung, wenn die Halteraufgaben auf sie übertragen wurden, hier gelten § 14, Abs. 2, Nr. 2 StGB und § 9 Abs. 2, Nr. 2 OWiG. Diese Übertragung wird im Normalfall – auch aus Nachweisgründen – schriftlich festgehalten. Je nachdem kann die Geschäftsleitung ihre Halterverantwortlichkeit somit weitergeben und ihre Haftung einschränken.

Es obliegt also der Unternehmensführung und der durch sie bestimmten Fuhrparkleitung, den verkehrssicheren Zustand der Flotte und deren Wartung zu garantieren. Führerscheine müssen regelmäßig kontrolliert werden, die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten überwacht sowie die Aufzeichnungspflicht der Fahrtenschreiber eingehalten werden. Damit alle FahrerInnen die Vorschriften kennen und umsetzen, müssen sie eingewiesen und geschult werden. 

All das muss nicht nur organisiert, sondern auch dokumentiert werden. Jede Lücke in der Dokumentation kann im Falle eines Schadens zu rechtlichen Konsequenzen führen. Kurzum: Fahren ArbeitnehmerInnen ohne gültigen Führerschein oder sichern sie die Ladung nicht vorschriftsgemäß, liegt im Schadensfall ein Organisationsverschulden vor, wenn nicht nicht nachgewiesen werden kann, dass Führerscheine kontrolliert und Unfallverhütungsvorschriften ordnungsgemäß vermittelt wurden. 

Organisation Verschulden

Organisation schützt vor Verschulden

Da hilft also nur, wirklich alles penibel schriftlich festzuhalten oder mit einer entsprechenden Software zu organisieren, um im Falle eines Unfalls einen Nachweis zu haben. Wurde etwa eine FahrerInnenunterweisung nicht oder nicht vollständig durchgeführt, kann es sein, dass ein Mitverschulden der ArbeitgeberInnen oder der Fuhrparkleitung festgestellt wird und eine ArbeitnehmerInnenhaftung reduziert wird oder enfällt.

Denn damit wäre dann schon §823, BGB erfüllt: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, das Eigentum (…) eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, der gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.“

Grundsätzlich prüfen Versicherungen, ob ein grob fahrlässiges Organisationsverschulden vorliegt und die Versicherungsleistung des Versicherungsnehmers gekürzt werden kann. Das wird meist teuer. Und auch eine verhaltensbedingte Kündigung kann nicht so leicht ausgesprochen werden, wenn ein Organisationsverschulden im Raum steht. Es betrifft eben nicht nur den Bereich von Geldbußen oder Versicherungsleistungen im Schadensfall, sondern noch häufiger Haftungsfragen im Zivil-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht.

Organisationsverschulden

Um Organisationsverschulden zu vermeiden, genügt es leider nicht, sich redlich nach bestem Wissen und Gewissen an Gesetze zu halten. Es ist alternativlos, dass die Fuhrparkleitung ihre Aufgaben genau kennt, gesetzeskonforme Abläufe festlegt und alle Maßnahmen von Kontrolle bis Schulung dokumentiert. Vertrauen ist gut, aber nur Kontrolle und durchdachte Organisation schützen vor Verschulden.

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Branchenreport: Fuhrparkverantwortliche im Bauhandwerk

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist die Verwaltung des eigenen Fuhrparks eine zeit- und ressourcenintensive Angelegenheit. Schadenmanagement, Fahrtenbuchführung, Routenplanung – Fuhrparkverantwortliche werden im Alltag mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. 

Als Connected-Car-Spezialist haben wir im Rahmen einer Studie mit mehr als 100 Fuhrparkverantwortlichen der Baubranche analysiert, mit welchen Schwierigkeiten KMU im Bauhandwerk zu kämpfen haben und welche digitalen Lösungen die Fuhrparkverwaltung in diesem Bereich erleichtern können.

Schadenmanagement: Der größte Zeitfresser im Fuhrpark

Die Verwaltung des firmeneigenen Fuhrparks kostet die Verantwortlichen einiges an Zeit: 73 Prozent der Befragten investieren jede Woche über 3 Stunden in die Verwaltung der Fahrzeugflotte, 37 Prozent bringen sogar 10 Wochenstunden für den Fuhrpark auf. Aufgrund des hohen Zeitaufwands obliegt die Fuhrparkverwaltung häufig nicht nur einer einzelnen Person: In über 60 Prozent aller Fälle teilen sich mehrere KollegInnen diese Aufgabe.

Die Teilbereiche des Fuhrparkmanagements nehmen dabei unterschiedlich viel Zeit in Anspruch: Knapp die Hälfte der FuhrparkmanagerInnen benennt als aufwändigsten Aufgabenbereich das Schadenmanagement, gefolgt von der Fahrtenbuchführung mit 45 Prozent. Ebenfalls werden Routendokumentation und -planung, Live-Ortung von Fahrzeugen, die Verwaltung des Kraftstoffverbrauchs und das Dokumentenmanagement von den befragten Personen als größte Zeitfresser identifiziert. Die einzelnen Aspekte der Fuhrparkverwaltung stellen viele KMU vor Probleme: So gibt die Hälfte aller StudienteilnehmerInnen an, dass Fahrtenbücher im Alltag die größten Schwierigkeiten bereiten, 43 Prozent berichten außerdem von gehäuften Komplikationen bei der Kostenverwaltung und 38 Prozent nennen das Schadenmanagement. Jede dritte Person hat zudem Probleme, die Übersicht über die Standorte von Fahrzeugen und Mitarbeitenden zu behalten.

Fahrtenbuchführung oft lückenhaft

Darüber hinaus steht jeder zweite Betrieb vor dem Problem unvollständiger Tankbelege und fast die Hälfte aller FuhrparkleiterInnen hat mit der Gesamtkostenanalyse der Fahrzeugflotte zu kämpfen. Außerdem stimmen über 60 Prozent der Aussage zu, dass die analogen Fahrtenbücher unsauber geführt werden.

Eine praktikable Lösung, um hier eine effiziente Fahrtenbuchführung zu ermöglichen, ist die Digitalisierung der Fahrzeugverwaltung: Eine zentrale Fuhrparksoftware vereinfacht die Fahrtendokumentationund minimiert den Verwaltungsaufwand erheblich. 

Stress Fuhrparkmanagement

Excel dominiert die Fuhrparkverwaltung

Aus dem Alltag der FuhrparkleiterInnen nicht wegzudenken: Excel. 81 Prozent der Befragten gaben an, bei der Bewältigung von Verwaltungsaufgaben vorrangig auf Excel-Tabellen zu setzen, entweder als alleinige Lösung oder in Kombination mit anderen Tools. Ebenso verdeutlicht die Studie, dass sich immer weniger KMU bei dem Flottenmanagement ausschließlich auf analoge Lösungen verlassen: Nur jede zehnte Person gab an, bei der Verwaltung mit manuell ausgefüllten Dokumenten zu arbeiten. 

Aber auch die digitale Transformation ist in der Fuhrparkverwaltung der Baubranche spürbar: Immerhin 9 Prozent der Betriebe setzen bereits ausschließlich auf eine Fuhrparksoftware zur Verwaltung der Fahrzeugflotte. Einzelne Teilaufgaben, wie beispielsweise die Fahrzeugbuchung, laufen schon häufiger digital ab: 43 Prozent der befragten KMU setzen für solche Aufgaben bereits digitale Hilfsmittel ein.

Digitalisierung entlastet Fuhrparkverantwortliche

Der Branchenreport verdeutlicht: Excel und manuelles Dokumentenmanagement befeuern die Problemstellen in der Fuhrparkverwaltung. Moderne Software-Lösungen können hier Abhilfe schaffen, indem sie den Zeitaufwand für Teilaufgaben deutlich reduzieren und die Verwaltung erheblich erleichtern.

Auch FuhrparkmanagerInnen und Unternehmen haben diese Vorteile bereits erkannt: Lediglich 12 Prozent glauben, dass ihre Geschäftsführung den Kauf einer geeigneten Fuhrparksoftware grundsätzlich ablehnen würde. Und nur 14 Prozent meinen, dass die FahrerInnen selbst der Nutzung einer digitalen Lösung, z. B. zur Fahrzeugortung, skeptisch gegenüberstehen. Tatsächlich ist die Digitalisierung der Fuhrparkverwaltung in vielen KMUs bereits in greifbarer Nähe: 43 Prozent der Befragten planen den Einsatz einer Fuhrparksoftware in den kommenden 6 Monaten.

Digitalisierung Baubranche

Fuhrparksoftware als effiziente Lösung

Die Entwicklung hin zum digitalisierten Fuhrpark bringt für kleine und mittelständische Unternehmen bereits heute eine erhebliche finanzielle Entlastung bei der Fuhrparkverwaltung mit sich: Wie Vimcar ermittelt hat, können durch den Einsatz einer Fuhrparksoftware pro Jahr bis zu 10.000 Euro und 25 Prozent Zeitaufwand gespart werden. Und schon die Digitalisierung einzelner Teilaufgaben wirkt sich spürbar positiv auf den Verwaltungsprozess aus: So reduziert digitalisiertes Schadenmanagement den dafür nötigen Zeitaufwand um 43 Prozent und kann die Ausfallzeit der eigenen Fahrzeuge um bis zu 35 Prozent vermindern. Eine geeignete Fuhrparksoftware trägt also nachweislich zur effizienten Organisation der Fahrzeugflotte bei.

Infobroschüre zur Fuhrparksoftware Vimcar Fleet

Die Fuhrparksoftware Vimcar Fleet hilft KMU, ihr Fuhrparkmanagement ökonomisch und effizient zu gestalten und dabei den Überblick über sämtliche Kosten zu behalten. Um eine bessere Vorstellung zu bekommen, wie Sie mit der Fuhrparksoftware Prozesse optimieren und Ressourcen einsparen können, lesen Sie die Infobroschüre zu der Fuhrparksoftware Vimcar Fleet.

Broschüre Vimcar Fleet


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