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THG im Fuhrpark: Von Vorteilen bis hin zur Versteuerung

Dank der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) lässt sich mit dem E-Fuhrpark und Ladepunkten einfach Geld verdienen. Halter von reinen Batterieautos können so finanzielle Mittel für die eingesparten CO2-Emissionen erhalten.

Gute Nachrichten für Fuhrparks mit E-Firmenwagen: Während Mitarbeitende von den Steuervorteilen profitieren, kann ein Unternehmen je nach Größe des E-Fuhrparks mehrere Tausende Euro im Jahr zusätzlich generieren. Möglich ist das durch die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Hiesige Firmen, die CO2-emittierende Kraftstoffe verkaufen, müssen die beim Verbrennen von fossilen Kraftstoffen entstehenden Treibhausgasemissionen kompensieren. Das geht über den Kauf von THG-Quotenmengen von Dritten, die nur emissionsarme oder -freie Kraftstoffe anbieten: Etwa Ladesäulenbetreiber. Das hat der Gesetzgeber erlaubt. THG-Quoten gibt es für Biomethan, Wasserstoff und Elektromobilität. Allerdings müssen FuhrparkmanagerInnen beim Handel mit den Umweltzertifikaten auf vieles achten. Unter anderem sind Einnahmen zu versteuern – trotzdem profitieren Firmen aber auch von den Vorteilen.

So verkaufen Sie Emissionen

Emissionen

Unbedingt zu prüfen gilt es, für welche der zahlreichen Plattformen für THG-Quoten-Handel man sich entscheidet. Sie alle bieten ähnliche, aber dennoch unterschiedliche Angebote an. Die Unternehmen finanzieren ihre Dienstleistung durch eine anteilige Provision am Verkaufserlös, die bei den Auszahlungsbeträgen bereits abgezogen ist. Weitere Gebühren sollte es deshalb nicht geben. Danach muss man sich bei der Plattform registrieren. Benötigt werden Name, Anschrift und Kontodaten und ein Foto des Fahrzeugscheins. Der Plattformbetreiber kümmert sich um alles Weitere, etwa die Bestätigung der THG-Quote durch das Umweltbundesamt und den Verkauf an ein Mineralölunternehmen.

FAQ zur THQ Quote

Welche Fahrzeuge dürfen am Handel mitwirken?

Für den THG-Quotenhandel qualifiziert sind sämtliche Elektroautos, bei denen das Unternehmen als Fahrzeughalter eingetragen ist – und zwar ausschließlich reine Batterieelektrofahrzeuge und kein Hybrid. Umfasst sind danach die Fahrzeugklassen M1, N1 und teilweise N2. Später sollen noch Busse (N3) folgen.

Sind die THQ-Quoten berechtigt?

Diesen Umstand checkt das Umweltbundesamt – die Prüfung dauert aktuell sechs bis acht Wochen. In der Regel übernimmt der THG-Quoten-Händler die Antragstellung. Dabei kann die THG-Quoten-Prämie für ein Elektrofahrzeug einmal pro Jahr beantragt und ausgezahlt werden. Vonseiten des Gesetzgebers wurde die Anmeldefrist für ein Kalenderjahr auf den 28. Februar des folgenden Jahres gesetzt.

Was, wenn die E-Fuhrparkfahrzeuge geleast sind?

Derjenige, der in der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem ehemaligen Fahrzeugschein, eingetragen ist. Der Halter des Fahrzeugs erhält dann den Erlös aus dem Verkauf der THG-Quoten. Das gilt auch für mehrere Fahrzeuge.

Aussteuerung der E-Autos aus dem Fuhrpark – was dann?

In diesem Fall endet die THG-Berechtigung für dieses Fuhrparkfahrzeug zum Ende des jeweiligen Jahres. Die Prämie muss nicht zurückgezahlt werden, da es sich um eine Pauschale handelt, die vom Umweltbundesamt jährlich vollständig an den ersten Antragsteller vergeben wird. Die neuen HalterInnen kann sich dann ab dem nächsten Kalenderjahr für die THG-Quote anmelden.

Ist die THG-Prämie für FlottenbetreiberInnen steuerpflichtig?

Das ist vielleicht die wichtigste Frage von allen. Denn die Prämienzahlungen, die die HalterInnen von Elektrofahrzeugen aus dem Verkauf der THG-Quote erhalten, können steuerpflichtig sein. Entscheidend für die Steuerpflicht ist der Umstand, ob es sich um ein Fahrzeug im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen handelt. Das muss man wissen, um Einkünfte aus der THG-Quote korrekt zu verbuchen.

Bisher war nicht klar geregelt, wie die Einkünfte steuerlich eingeordnet werden müssen. Jetzt hat sich die Finanzverwaltung zum Thema geäußert. Die steuerliche Handhabung der mit der THG-Quote erzielten Einnahmen hängt davon ab, wie das Fahrzeug im Unternehmen geführt wird. Drei konkrete Möglichkeiten mit drei Auswirkungen:

Fahrzeuge im Privatvermögen

Zahlungen aus dem Verkauf der THG-Quote bei Privatleuten mit Ihren Privatfahrzeugen unterliegen nach Auffassung der Finanzverwaltung als nicht steuerbare Leistung nicht der Einkommensteuer. Ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG sei zwar möglich, wenn ein An- und Verkauf innerhalb eines Jahres stattfindet. Die Mengen sind aber in der Regel so gering, dass mangels Anschaffungsvorgang, auch kein Veräußerungsgeschäft stattfinden wird – Quotenhändler spezialisieren sich auf große Unternehmen mit Volumen. Da der Verkauf grundsätzlich nicht nachhaltig ist bei Privatpersonen, unterliegt dieser hier nicht der Umsatzsteuer.

Fahrzeug als Dienstwagen

ArbeitgeberInnen sind die HalterInnen des Fahrzeugs (Dienstwagen), ihm stehen die Zahlungen aus der THG-Quote also auch zu. Für ArbeitnehmerInnen hat das keine lohnsteuerlichen Konsequenzen.

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THG Quote Emissionen

CO2 Reporting im Überblick

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in großen, sowie auch in kleineren Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Nicht nur intern werden die Ziele zur Erreichung der Steigerung der Nachhaltigkeit in der Organisation dokumentiert. Auch nach außen kommunizieren Betriebe ihre Ziele und Maßnahmen, um z. B. den Markt darüber zu informieren. Die folgende Übersicht zeigt, welche Reports es gibt, wie sie erstellt werden und welche Berichte für einige Unternehmen zur Pflicht gehören.

CO2 Reporting für Unternehmen

Das Erstellen eines Reports im Bezug auf die Ziele zur Verringerung von CO2 Emissionen im Unternehmen dient vor allem der Kommunikation nach außen. Ein Unternehmen weist mit einem Report oder Bericht auf die Umsetzung der gesetzten Ziele zur Steigerung des Nachhaltigkeitsfaktors hin. So ist es beispielsweise für andere Unternehmen oder auch die Zielgruppe möglich, einen Einblick in das Handeln des Unternehmens bezüglich der Nachhaltigkeit zu erhalten.

Besteht die Pflicht zu einem Bericht? Wer muss einen Bericht oder Report erstellen? Diese und weitere Fragen werden im Artikel CO2 Reporting für Unternehmen behandelt.

Nachhaltigkeitsbericht

Größere Unternehmen mit einem hohen Umsatz pro Geschäftsjahr und einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern sind dazu verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Dieser zeigt die Unternehmensziele im Bezug auf die Nachhaltigkeit auf und informiert über deren Erreichung sowie der Strategie dazu.

Alle Informationen dazu sind im Beitrag Nachhaltigkeitsbericht zu finden. 

Emissionsbericht

Unternehmen, die Brennstoffe und Treibhausgase in die Umwelt abgeben sind dazu verpflichtet, einen Emissionsbericht zu erstellen. Dieser Bericht ist schlussendlich die Grundlage für die Berechnung der Abgaben, die das Unternehmen leisten muss, um einen CO2 Ausgleich zu schaffen. 

Wie der Report erstellt wird und was besonders zu beachten ist, erklärt der Artikel Emissionsbericht.

Nachhaltigkeitsreport

Ein solcher Report kann von Unternehmen erstellt werden, die nicht dazu verpflichtet sind einen Nachhaltigkeitsbericht anzufertigen. Stehen die Unternehmen nicht in der Pflicht, würden aber dennoch gerne ihre Ziele präsentieren, können sie dies mit Hilfe eines Nachhaltigkeitsreports tun. Genau wie beim Bericht werden hier die Ziele, deren Umsetzung und die Strategie dahinter dargestellt. Anders als beim Bericht sind hier allerdings die Vorschriften bei der Erstellung etwas lockerer.

Der Artikel Nachhaltigkeitsreport bietet neben wichtigen Informationen zum Begriff einen Musterreport zum herunterladen.

Alles zum Thema Nachhaltigkeit

CO2 Reporting für Unternehmen: So setzen Sie sich Klimaziele

Unternehmen sollten ihre Klimastrategie klar kommunizieren. Dazu zählt, sich bei CO2-Effizienz und Klimarisiken messbare Ziele zu setzen – und sie in Strategie und Reportings zu integrieren.

Bedeutung von CO2 Reporting für Betriebe

Selbst das Fernsehen möchte sich einen grünen Anstrich geben. Die ARD hatte kürzlich betont, wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiger zu werden. In Bezug auf ökologisch nachhaltige Filmdrehs verweist der Bericht unter anderem auf den Tatort „Maleficius“, bei dem ressourcenschonende Methoden 43 Prozent CO2-Emissionen gespart haben. Was sich in der Unterhaltungsindustrie etwas wunderlich anhört, ist längst fester Bestandteil in den meisten Unternehmen.

So nutzt die französische Transportfirma Fraikin die Veröffentlichung seines Corporate Social Responsibility (CSR) Reports 2019, um auf die Veränderung von Lieferketten aufmerksam zu machen und seine eigenen Nachhaltigkeitsstrategien weiter auszubauen. Laut eigenen Angaben möchte Fraikin seine CO2-Emissionen bis 2030 um 31 Prozent reduzieren.

Unternehmen die Brennstoffe und Treibhausgabe in Umlauf geben, sind verpflichtet einen Emissionsbericht zu erstellen. Auf Basis dieses Berichts werden die Abgaben berechnet, die das Unternehmen für den CO2 Ausstoß zahlen müssen. Neben dem Emissionsbericht gibt es weitere Berichte und Dokumentationspflichten, die in folgender Übersicht aufgelistet werden: CO2 Übersicht.

CO2 Reporting immer wichtiger

Zur Einhaltung der Ziele des Klimaschutzes hat die Bundesregierung längst strengere Klimagesetze verabschiedet. Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen? Für die eigene CO2-Effizienz sollten sich Firmen messbare, konkrete Ziele setzen, damit sie über die Erfolge später kommunizieren können. Die Politik macht es mit der angestrebten Klimaneutralität bis 2050 vor – und das ist für Unternehmen am Markt bereits seit einigen Jahren zunehmend spürbar geworden.

Kunden fordern grünes Unternehmen

Mittlerweile verlangen Kunden genauso wie Investoren konkrete CO2-Reduktionsziele und Bekenntnisse zum Klimaschutz. Es geht besonders darum, welche Auswirkungen Gesetze und Verpflichtungen auf das Geschäftsmodell sowie den Unternehmenswert haben werden. Die Zeiten, in denen sich Investoren noch mit bloßen Lippenbekenntnissen abspeisen ließen, sind endgültig vorbei. Die Bundesregierung fordert bestimmte Unternehmen bereits jetzt auf zu handeln – und zwar mit ESG-Informationen: Environmental, Social and Governance bezieht sich auf die drei zentralen Faktoren bei der Messung der Nachhaltigkeit und der ethischen Auswirkungen einer Investition in ein Unternehmen.

Über 500 Unternehmen müssen berichten

Von der Richtlinie betroffen sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften sowie Banken und Versicherungen mit mehr als 500 Beschäftigten. In Zukunft könnte ein entsprechendes Monitoring in Bezug auf die Zielerreichung auch für KMU zur Pflicht werden – inklusive möglicher Strafzahlungen bei Nichterreichung der Minderungsziele. Ein Handlungsbedarf ist also gerade für Betreiber von Fuhrparks durchaus da.

Handlungsbedarf nach CO2-Reporting wächst

Viele Unternehmen haben bislang jedoch zu wenig in Sachen Klimastrategie getan. Anstatt passiv darauf zu warten, bis Gesetzesinitiativen gelten, sollten man CO2-Effizienz und klimaneutrales Wirtschaften aktiv angehen. Dazu müssen sich Unternehmen gezielte Fragen stellen:

  • Wo lassen sich konkrete Reduktionsziele definieren und entsprechende Maßnahmen umsetzen?
  • In welchen Bereichen gibt es die größten Einsparpotenziale?
  • Wie lässt sich der Unternehmenswert langfristig sichern?
  • Wie zahlt sich das Umweltengagement auf nicht finanzielle Zielstellungen und den unternehmerischen Zweck aus?

Das gehört ins Reporting

Ökologische Verantwortung gehört zum Kerngeschäft wie die unternehmerischen Risiken und Chancen. Das sollte im Reporting deutlich werden. Um das zu dokumentieren, müssen CO2-Äquivalente aber auch Steuerungsgrößen implementiert werden. Und das möglichst in allen Publikationen – denn Klima-Kennzahlen fließen in sämtliche Reporting-Bereiche: Monatliche Berichterstattung, Investitionsrechnungen bis hin zum Jahresabschluss. So könnte man dem Fuhrpark entsprechende CO2-Budgets vorgeben. Ziel einer solchen Maßnahme muss es sein, den Ansporn zu entwickeln, den höchst möglichen Reduktionseffekt zu erzielen.

Investitionen in grüne Technologie fördern

Der Fuhrpark bietet eine der größten Möglichkeiten, direkt auf die CO2-Effizienz einzuwirken. Etwa mit einem auf die Zukunft ausgerichteten E-Fuhrpark, oder der Umrüstung bestehender Fahrzeuge auf alternative Energiequellen wie Bio-Gas. Das ist dringend notwendig. Denn nur dadurch machen sich die Unternehmen weniger anfällig für die Auswirkungen zu erwartender gesetzlicher Rahmenbedingungen der Klimapolitik. Zusätzlich sichern sie sich eine nachhaltige Finanzierung und stellen durchs Reporting Ansprüchen von Kunden, Geschäftspartnern und Investoren nach mehr Transparenz zufrieden. Eine Fuhrparksoftware hilft dabei, die CO2 Emissionen im Fuhrpark zu messen. Dadurch erhalten Betriebe einen Überblick über den tatsächlichen Verbrauch und können Maßnahmen zur Umrüstung festlegen. Gleichzeitig hilft die Software dabei, den Papierverbrauch und durch z. B. Carsharing und Tourenkoordinationen den CO2 Ausstoß zu reduzieren. 

Elektroauto

Broschüre zur Förderung der Nachhaltigkeit mit einer Fuhrparksoftware

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Alles zum Thema Nachhaltigkeit

CO2 Emissionen in Deutschland

Endlich mal gute Nachrichten: Die CO2 Emissionen in Deutschland in 2019 waren rund 35,7 Prozent weniger als noch 1990. In diesem Jahr könnte das 40-Prozent-Ziel erreicht werden. Welche Sektoren den größten Einfluss auf die CO2 Emissionen haben, lesen Sie hier.

CO2 Emissionen Deutschland 2019 und 2020

Auf dem Weg zum Null-Emissionen-Land sind die ersten Hürden genommen. Zwar wurden 2019 in Deutschland etwa 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Das sind aber 54 Millionen Tonnen oder 6,3 Prozent weniger als 2018, wie die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes zeigt. Das Ziel, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 bis heute um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, liegt in greifbarer Nähe. Dank des Corona-Lockdowns könnten wir das große CO2-Etappenziel für 2020 nämlich noch erreichen. Voraussetzung dafür: die Emissionen im Jahr 2020 müssten noch einmal um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Ab 2050 sieht der europäische Klimaschutzplan eine Reduktion der Treibhausgase um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 vor.

Produziert ein Unternehmen Treibhausgase und bringt diese in Umlauf, muss es einen Emissionsbericht anfertigen. Dieser muss geprüft werden und ist die Basis der Berechnung der Abgaben, die das Unternehmen zahlen muss. In der CO2 Übersicht können Unternehmen nachschauen, welchen Bericht sie erstellen müssen und welche Daten dokumentiert werden müssen. 

Klimaschutz-Index: CO2 Emissionen weltweit in 2020

58 Staaten sind für 90 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Sie werden im Klimaschutz-Index von einem internationalen Team bewertet. Dabei zeigen sich große Lücken zwischen den Ländern: Schweden ist Musterschüler beim Ankurbeln der Energiewende. Laut dem aktuellen Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch könnte das Land bereits 2030 klimaneutral werden. Deutschland liegt abgeschlagen auf Platz 19, weil besonders beim Verkehr keine Trendwende zu alternativen Antrieben zu erkennen sei. Deutschland liegt auch deshalb noch hinter Staaten wie Indien, Chile und Marokko.

CO2 Emissionen in Deutschland nach Sektoren

Entwicklung der CO2 Emissionen in Deutschland

Der CO2 Ausstoß nach Branchen: Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland verläuft auf fast allen Sektoren rückläufig: Die größten Minderungen gab es im Energiesektor, allerdings auch einen Anstieg im Gebäudesektor und Verkehr. Der positive Trend des Vorjahres setzt sich also auch 2019 fort. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren so stark zu reduzieren, dass sie im Jahr 2050 eine Treibhausgas-Neutralität erreicht. 

Kraftwerke als Umweltsünder

Wir haben es bereits geahnt: Am meisten CO2 pusten im Vergleich der unterschiedlichen Sektoren laut Umweltbundesamt 2019 immer noch Kraftwerke in die Atmosphäre. Die Energiewirtschaft ist mit 254 Millionen Tonnen CO2-Emissionen Klimasünder Nummer Eins.

CO2 Emissionen Kraftwerk

Industrie auf zweitem Platz

Der CO2 Ausstoß der Industrie in Deutschland: Die Industrie liegt auf dem zweiten Platz der Verursacher schädlicher Gase. Kein Wunder, denn die meisten Großunternehmen verfügen über eigene Kraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung. Zudem erzeugen sie nicht unerhebliche Emissionen bei der Herstellung von Produkten für den Handel.

Immer mehr Verkehr, immer mehr CO2

Unsere Mobilität scheint sich nicht mehr bremsen zu lassen. Aber anstatt auf E-Autos zu setzen, kaufen wir gerne SUVs mit Verbrennungsmotor, die für den Stadtverkehr wenig taugen. Und natürlich fliegen wir auch viel – zweimal Urlaub im Ausland pro Jahr muss schon sein. Aus diesem Grund ist der Verkehr der einzige Sektor, in dem die Emissionen seit 1990 nicht gesunken sind. Im letzten Jahr lag der Anteil an den CO2-Emissionen in Deutschlands bei 163 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Gerade hier lässt durch massive Förderung und den Ausbau von alternativen Antriebsformen eine radikale Senkung erreichen.

Landwirtschaft

Gebäude und Landwirtschaft

Die ausgestoßenen Treibhausgase im Gebäudesektor sind laut dem Bericht von 2018 auf 2019 um 4,4 Prozent angestiegen. Im Langzeitvergleich haben sich die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor seit 1990 jedoch deutlich reduziert. Ende 2020 werden 85 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente weniger ausgestoßen als vor 30 Jahren. Immerhin eine Verringerung von knapp 40 Prozent. Im letzten Jahr entfielen 122 Millionen Tonnen CO2-Emissionen auf das den Betrieb von Gebäuden. Neue Baustoffe und eine bessere Dämmung könnten zur Reduktion aller Emissionen der produzierenden Industrie einen wertvollen Teil beitragen. Und zu guter Letzt die Landwirtschaft, die 68 Millionen Tonnen CO2-Emissionen der Treibhausgase ausmacht. Dort entstehen durch die Haltung von Rindern sowie Schweinen, aber auch beim Düngen, vor allem Methan und Lachgas. 

Alles zum Thema CO2 und Nachhaltigkeit

CO2 Einsparungen: Nachhaltigkeit im Fuhrpark realisieren

CO2 Einsparungen zu verzeichnen heißt Geld sparen – und nicht nur das. Stetig strengere Emissionsgrenzwerte seitens des Gesetzgebers machen es notwendig, einen kritischen Blick auf den CO2-Verbrauch der Fahrzeuge zu legen. Eine kurzfristige CO2 Reduzierung senkt auch die Steuerlast: Ab 2021 werden die Pkw-Abgaben auch anhand des CO2-Ausstoßes berechnet. CO2 Einsparungen im Unternehmen umzusetzen schont mittel- und langfristig die Umwelt, verbessert das Image und senkt zahlreiche Kosten.

CO2 Einsparungen und weitere Maßnahmen, um die CO2 Bilanzierung zu optimieren

CO2 Einsparungen sind in Unternehmen nicht nur eine Empfehlung, sondern notwendig. Die Bundesregierung hat sich bis zum Jahr 2050 ehrgeizige Klimaziele gesetzt. In rund 30 Jahren soll der gesamte Verkehrssektor klimaneutral arbeiten. Das erfordert Maßnahmen zur CO2 Einsparung in Unternehmen – darunter auch im Fuhrpark. Mit der größte CO2 Verursacher in Deutschland ist der Verkehr. Mit rund 18 Prozent aller Emissionen liegt er auf Platz 3 vor der Industrie und dem Energiesektor. Das bedeutet auch, dass der Verkehr hohes Potential für CO2 Einsparungen birgt.

Unternehmen sind dazu verpflichtet einen Emissionsbericht zu erstellen, wenn sie Treibhausgase in Umlauf bringen. Dieser Bericht muss geprüft werden und stellt die Basis für die Höhe der Abgabe dar. Diese muss vom Unternehmen getragen werden. 

Notwendige CO2 Kompensation von Autos

Immer strengere Grenzwerte machen es notwendig, ein kritisches Auge auf die Fahrzeugflotte, die zum größten CO2 Verursacher beiträgt, zu werfen. Besonders hier sind CO2 Einsparungen möglich. Noch liegen die CO2-Werte zum Teil weit über den aktuell geltenden. So ist bei einem Kleinwagen mit einem Verbrauch von durchschnittlich 6 Litern mit rund 180 Gramm CO2 im Stadtverkehr, 130 Gramm auf Landstraßen und 170 Gramm bei Autobahnfahrten zu rechnen. Ein Mittelklassewagen schlägt mit 250, 140 und 190 Gramm pro Kilometer zu Buche. Zum Vergleich: Der Grenzwert liegt 2021 bei 95 Gramm CO2 auf einen Kilometer. Bei Nichterreichen drohen empfindliche Strafen.

Derzeit zahlen die Autohersteller. Jedes Gramm CO2, das über dem erlaubten Grenzwert ausgestoßen wird, kostet diese 95 Euro – und zwar pro Fahrzeug. Allerdings ist anzumerken, dass der individuelle Grenzwert eines Neuwagens sich am Gewicht orientiert. Autos, die höhere Gewichte auf die Waage bringen, dürfen folglich mehr CO2 ausstoßen.

E-Auto Ladestation

Für den Fuhrpark bedeuten niedrige Werte vor allem, dass die Fahrzeuge auch weniger Sprit benötigen: je sparsamer sie unterwegs sind, desto geringer fällt der CO2 Ausstoß des Unternehmens aus. Dabei spielen nicht allein das Gewicht und die Motorisierung eine wichtige Rolle. Mit einigen Maßnahmen lassen sich CO2 Einsparungen im Unternehmen umsetzen.

Jetzt CO2 im Fuhrpark einsparen mit der Fuhrparksoftare Vimcar Fleet!

CO2 reduzieren ist für Unternehmen von zunehmender Wichtigkeit, viel Potenzial zur Förderung der Nachhaltigkeit und für CO2 Einsparungen liegt im Fuhrpark. Mit einer Fuhrparksoftware können Betriebe ihre Fahrzeuge digital verwalten. Dies ermöglicht eine genaue Übersicht über Ressourcenverbrauch und Einsparmöglichkeiten. In folgender Broschüre erfahren Sie, die Fuhrparksoftware Vimcar Fleet helfen kann, CO2 Einsparungen vorzunehmen und die Nachhaltigkeit im Fuhrpark zu fördern.

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Broschüre auf Laptop geöffnet

Nachhaltigkeit im Unternehmen: Maßnahmen, die den CO2 Ausstoß verringern

Auf CO2 Effizienzklasse im Fahrzeugschein achten

Einen Nachweis über den CO2 Ausstoß eines Fahrzeugs findet man im Fahrzeugschein. Hier gibt die sogenannte CO2 Effizienzklasse Auskunft über die tatsächliche CO2 Emission eines Pkws. Sie zeigt an, wie ein Fahrzeug im Vergleich zu anderen Fahrzeugen der gleichen Gewichtsklasse abschneidet. Es gibt insgesamt acht CO2 Effizienzklassen. Sie reichen von A+ bis G und markieren den jeweiligen CO2 Ausstoß im Fahrzeugschein. Die CO2 Effizienzklasse wird im Feld V.7 vermerkt.

Mit der CO2 Effizienzklasse im Fahrzeugschein lässt sich eine Aussage darüber treffen, wie sparsam und nachhaltig ein Pkw ist. Seit 2011 müssen alle Neuwagen entsprechend gekennzeichnet sein. Fahrzeuge mit der höchsten Effizienzklasse A+ benötigen zwischen 85 und 96 Gramm CO2 auf einen Kilometer. Es kann sich folglich lohnen, zumindest Teile der Flotte auf solche sparsamen Fahrzeuge umzustellen, um CO2 Einsparungen zu erzielen.

So funktioniert eine CO2 Kompensation mit dem Auto

Im Fuhrpark lassen sich CO2-Emissionen nicht vollständig vermeiden. Selbst wenn sämtliche Autos mit Elektroantrieb fahren, reduziert sich zwar der reale Ausstoß der Fahrzeuge auf null, für die Produktion der Batterie und die Stromerzeugung entstehen aber dennoch Treibhausgase. Die CO2 Bilanzierung fällt allerdings immer noch geringer aus als bei einer Flotte mit Benzin- und / oder Dieselfahrzeugen. Elektroautos bieten das Potenzial, hohe CO2 Einsparungen zu erzielen. Sie sind nicht für alle Einsatzgebiete gleichermaßen geeignet – so gibt es etwa keine Elektro-Lkw. Firmenwagen für Außendienstler und / oder kürzere Strecken lassen sich jedoch ohne praktische Einbußen mit Elektroantrieb nutzen.

Elektroauto wird geladen

Durch Ausgleich CO2 Ausstoß verringern

Wo sich der CO2 Ausstoß nicht verringern lässt, besteht die Möglichkeit, ihn auszugleichen. Für jedes Gramm beziehungsweise Kilogramm CO2 erfolgt dann eine sogenannte Emissionsminderungsgutschrift, mit der exakt diese Emissionsmenge durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen wird. Wichtig: Bei dem unterstützten Projekt muss es sich um eine neue Maßnahme zur CO2 Einsparung handeln, die es ohne die Abgabe nicht gegeben hätte. Wo CO2 ausgestoßen wird, macht für den Klimawandel keinen Unterschied. Eine CO2 Kompensation fürs Auto trägt damit einen wichtigen Teil zum Umweltschutz bei.

Darüber hinaus können kleine Veränderungen an der Flotte eine große Wirkung haben. Leichtlaufreifen sind umweltschonend, da sie weniger Abrieb und einen geringeren Kraftstoffverbrauch verursachen. Mittels GPS-gesteuerter Routenplanung lässt sich die optimale Strecke zum Kunden ermitteln: Staus werden umfahren, kurze Wege bevorzugt und das spart letztendlich Sprit und resultiert in CO2 Einsparungen.

Maßnahmen zur CO2 Einsparungen im Unternehmen

Verkehr CO2 Ausstoß

Nachhaltigkeitsziele im Unternehmen haben sowohl Auswirkungen auf die Umwelt als auch auf weitere Faktoren. So lassen sich durch Umstellung der Flotte und eine optimierte Wegeführung immense Kraftstoffeinsparungen erzielen. Über die Fahrzeugflotte hinaus stehen für die Optimierung der Nachhaltigkeit im Unternehmen weitere Maßnahmen zur CO2 Einsparung zur Verfügung. So können etwa Reisetätigkeiten an sich kritisch unter die Lupe genommen werden: Ist die Fahrt zum Kunden wirklich notwendig oder lässt sich das Meeting auch per Videokonferenz absolvieren? Können innerdeutsche Flüge zugunsten von Zugfahrten ersetzt werden? Ist eine tägliche Anwesenheit im Büro notwendig oder lassen sich Fahrzeiten und durch zeitweise Arbeit im Home Office der CO2 Ausstoß verringern?

CO2 Einsparungen zu erzielen, ist ein vielschichtiges Projekt, das gut geplant und auf zahlreichen Ebenen realisiert werden sollte. So reduzieren Betriebe ihre CO2 Emissionen und Kosten ohne Einbußen – im Gegenteil. Die Arbeitsbedingungen lassen sich für die Mitarbeiter sogar in ihrem Sinne verbessern, etwa durch weniger Reisetätigkeiten und flexible Arbeitsmodelle. Auch so sind CO2 Einsparungen möglich.

Alles zum Thema Nachhaltigkeit

Die neue CO2 Steuer 2021

Seit Beginn des Jahres 2021 gibt es eine neue CO2 Steuer in Deutschland. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die Benzinpreise. Für Unternehmen mit Fuhrpark bedeutet das zum Teil deutlich höhere Kosten. Was hat es mit der CO2 Abgabe auf sich und was sollten Fuhrparkmanager jetzt wissen? Hier gibt es alle Informationen über Hintergründe, Kosten und Ziele der neuen CO2 Besteuerung.

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CO2 Steuer: Alles, was man über die neue Abgabe wissen muss

Waren bisher nur emissionsintensive Industriekonzerne oder Fluglinien von Steuern für CO2 betroffen, so muss in Zukunft jeder zahlen, der CO2 verursacht. Im Januar 2021 wurde in Deutschland eine CO2 Abgabe eingeführt. Die Spritpreise werden dadurch teurer und in den Folgejahren immer weiter angehoben. Gleichzeitig werden Anreize für klimafreundliche Mobilität und Energieeffizienz geschaffen.

Brennstoffemissionshandelgesetz

Der Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen unterliegt in Deutschland dem BEHG (Brennstoffemissionshandelsgesetz). Dieses regelt die Ausgabe von Zertifikaten für die Sektoren Wärme und Verkehr ab 2021. Damit müssen Unternehmen, die fossile Energieträger wie Heizöl oder Treibstoffe auf den Markt bringen, eine Art Genehmigung für den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen erwerben. CO2 bekommt damit einen Preis, der laut der CO2 Steuer 2021 25,- Euro pro Tonne betragen wird und bis 2025 kontinuierlich auf 55,- Euro angehoben werden soll. Da die Energielieferanten diese Kosten auf die Endverbraucher umwälzen werden, bedeutet das für Autofahrer konkret, dass mit der neuen Besteuerung von CO2 das Tanken teurer wird. Damit zahlt man für den Ausstoß von CO2 schon bei der Tankstelle, und zwar im Jahr 2021 umgerechnet sechs Cent pro Liter Benzin und sieben Cent pro Liter Diesel. Bis 2025 wird die CO2 Abgabe um weitere sieben bzw. acht Cent pro Liter angehoben.

Was soll mit der CO2 Steuer bezweckt werden?

Die höheren Preise der CO2 Steuer sollen vor allem das Spar- und Umweltbewusstsein anregen. Der Gedanke dahinter: Es soll weniger Auto gefahren und sparsamer geheizt werden. Idealerweise soll auf alternative Energien umgestiegen werden – denn auf diese fällt keine CO2 Besteuerung an.

Die Abgaben, die das Unternehmen zahlen muss, wenn es Treibhausgase in Umlauf bringt, basieren auf einem sogenannten Emissionsbericht. Dieser muss von Unternehmen, die Brennstoffe verwenden, erstellt werden und anschließend geprüft werden. Ob Unternehmen einen solchen Bericht erstellen müssen und welche Daten dazu dokumentiert werden müssen, ist in der CO2 Übersicht zu finden. Außerdem sind hier alle weiteren Berichte aufgelistet, die alternativ erstellt werden müssen oder können.

Die Details zur neuen CO2 Steuer

Was ist die CO2 Steuer?

Im Januar 2021 erlebten Autofahrer und Fuhrparkbetreiber eine Überraschung an der Tankstelle: Die Spritpreise stiegen über Nacht an. Auch Heizöl wurde teurer. Die CO2 Steuer trat in Kraft. Hierbei handelt es sich um eine Umweltsteuer, die auf die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) erhoben wird. Mit den zusätzlichen Einnahmen der CO2 Steuer sollen die negativen Auswirkungen durch höhere Kosten für Unternehmen und Verbraucher abgemildert werden. Sie sollen in Umweltförderprogramme fließen und so mittel- bis langfristig Mobilitäts- und Energiekosten senken. In Zukunft werden nach Willen der Regierung etwa Fahrzeuge mit klimafreundlichen Antriebstechniken stärker gefördert. Der Staat gewährt Privatpersonen an anderer Stelle Entlastungen bei der CO2 Abgabe. Darunter fällt unter anderem die Erhöhung der Pendlerpauschale. Unternehmen werden dagegen weniger entlastet.

Welche Mehrkosten kommen nun auf Unternehmen durch die CO2 Abgabe zu?

Die neue CO2 Steuer regelt einen Mehrpreis von 25 Euro pro Tonne CO2, die bei der Verbrennung von Benzin, Diesel, Erdgas, Flüssiggas und Heizöl entsteht. Das ergibt für Dieselkraftstoff ein Plus von circa 8 Cent pro Liter, für Benzin sind es circa 7 Cent pro Liter, für Erdgas werden 0,5 Cent pro Kilowattstunde fällig.

CO2 Steuer: Auswirkungen auf Strom

Im Gegenzug wird Strom billiger. Denn die Erlöse aus dem Brennstoffemissionshandel sollen in die Umlage aus dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) fließen. Diese macht rund ein Viertel des Strompreises aus und wird jährlich für das folgende Jahr festgesetzt. Die Erhöhung der CO2 Steuer 2021 führt also zu einer Reduktion der EEG-Umlage und damit zu einer Senkung des Strompreises 2022. Haushalte bekommen damit einen Teil der bezahlten CO2 Abgabe wieder zurück. Auch für Unternehmen kommt es durch die CO2 Steuer 2021 ausgabenseitig zu einer Verschiebung der Kosten. Der höhere Treibstoffaufwand durch die CO2 Abgabe wird im Unternehmen durch geringere Stromkosten abgefangen. Dieser Effekt wirkt sich bei Umstieg auf Elektromobilität umso günstiger aus. Wer in E-Autos investiert, kann also doppelt sparen.

Wie wird die CO2 Steuer erhoben?

Die CO2 Steuer wird in Deutschland wie eine Energiesteuer erhoben. Das bedeutet in der Praxis: Sobald ein von der Abgabe betroffener Brennstoff in den Warenverkehr gelangt, muss der Händler oder der Produzent ein Emissionszertifikat bei einer bestimmten Stelle des Umweltbundesamtes kaufen. Diese Preise schlägt er letztendlich am Verkaufsort auf. Die CO2 Abgabe fällt folglich überall dort an, wo Kraftstoffe und fossiles Heizmaterial gekauft werden. Die Schlussfolgerung: Jeder, der CO2 ausstößt, zahlt die Steuer.

Wie wird sich die CO2 Abgabe entwickeln?

Das Gesetz sieht eine sukzessive Erhöhung bis zum Jahr 2025 vor. Von heute 25 Euro pro Tonne CO2 sollen 50 Euro pro Tonne werden. Im Einzelnen sehen die geplanten Preisstaffelungen wie folgt aus:

  • ab 2022: 30 Euro pro Tonne CO2
  • ab 2023: 35 Euro pro Tonne CO2
  • ab 2024: 45 Euro pro Tonne CO2
  • ab 2025: 50 Euro pro Tonne CO2

Das bedeutet auch: Die Mehrkosten für Benzin und Diesel werden sich bis zum Jahr 2025 mindestens verdoppeln – und in dieser Rechnung sind eventuelle weitere Steuererhöhungen und vor allem steigende Rohstoffpreise noch nicht berücksichtigt. Diese sind angesichts der Marktlage und der Tatsache, dass fossile Brennstoffe endlich sind, mehr als wahrscheinlich.

Ab 2026 sollen Emissionszertifikate versteigert werden, die einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 umfassen. Ab 2027 ist geplant, dass der Preis sich frei am Markt entwickeln kann.

Was können Unternehmen mit Fuhrpark bei der CO2 Steuer nun tun?

Elektroauto laden

Die CO2 Besteuerung wird für Unternehmen mit Fuhrpark an verschiedenen Stellen sichtbar. Zum einen ist die CO2 Steuer an der Tankstelle spürbar: Die Preise für Diesel und Benzin steigen bis 2025 deutlich an. Wer eine Flotte mit Erd- oder Flüssiggas-Fahrzeugen unterhält zahlt zwar ebenfalls mehr, der Anstieg ist allerdings deutlich moderater. Die Erfahrung zeigt jedoch dass die wenigsten Flotten mit diesem Antrieb ausgestattet sind. Sie sind im Vergleich wartungsintensiv und das Tankstellennetz ist in Deutschland noch immer dünn. Es bleiben also nur noch Elektrofahrzeuge. Auf diese werden keine Mehrkosten erhoben.

 

Umstieg auf die Elektroflotte

So kann es sich für Unternehmen mit Fuhrpark unter Umständen lohnen, nach und nach auf eine Flotte mit Elektroantrieb umzusteigen – sofern möglich. Eine Lkw-Flotte mit Elektrofahrzeugen ist noch Zukunftsmusik. Wann sich diese Ausgabe rechnet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Alter der Fahrzeuge im Eigenbesitz ist nur eine davon. Handelt es sich um Leasingwagen, kann ein Umstieg je nach Vertragsdauer eine mittelfristige Möglichkeit sein. Da Elektrofahrzeuge vom Staat im Zuge der neuen CO2 Steuer stärker bezuschusst werden sollen, sind unter Umständen auch Neuanschaffungen eine probate Möglichkeit, in Zukunft steuern zu sparen.

Weitere Möglichkeiten, der CO2 Steuer entgegenzuwirken

Tankverbrauch regulieren

Die CO2 steuer wirkt sich unmittelbar auf die Kraftstoffpreise aus. Wer unnötig viel Benzin braucht, spürt es jetzt besonders stark. Umso wichtiger ist es für denn Fuhrparkleiter, die Fahrer zu einem umweltschonenden Fahren zu schulen. Es gibt zahlreiche Tipps, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren: Reifendruck regelmäßig überprüfen, Energiesparreifen nutzen, Analyse des Fahrverhaltens, Einsatz einer Tankkarte uvm. Alle Tipps sind in folgendem eBook aufgelistet:

eBook Tankkosten sparen

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eBook Kraftstoff sparen auf Computer geöffnet

Umstieg zu alternativen Fortbewegungsmitteln

Emissionsarme Fahrzeuge wie Elektro- oder Hybridfahrzeuge haben längst Einzug in die Flotten vieler Unternehmen genommen. Nun spricht auch die zu erwartende Kostenentwicklung für nachhaltige Strategien im Fuhrparkmanagement. Denn mit der CO2 Abgabe wird auch der Benzinpreis in den kommenden Jahren immer weiter steigen, was die Betriebskosten emissionsintensiver Fahrzeuge kontinuierlich nach oben drückt. Ist es im Unternehmen möglich, Fahrzeuge gemeinschaftlich (Carsharing) zu nutzen, können teure Stillstandzeiten eingespart werden. Schließlich benötigen diese Poolfahrzeuge auch weniger Parkplätze. Flexible und platzsparende Fortbewegungsmittel sind vor allem in Städten gefragt. Dort geht der Trend hin zu Mikromobilität. Wenn es um kurze Distanzen geht, werden Kleinstfahrzeuge, wie beispielsweise Elektrofahrräder, E-Scooter oder Segways, immer beliebter.

Mikromobilität als Lösung

Auch für die Mitarbeiter können Mikrofahrzeuge eine attraktive Alternative zum Firmenwagen darstellen. Denn sie bringen steuerliche Vorteile. Zwar wird durch die Einführung der CO2 Steuer 2021 in Deutschland die Höhe der Enfernungspauschale für Autofahrten zum Arbeitsplatz angehoben, was Berufspendler entlastet. Wer also für seinen Weg zum Arbeitsplatz mehr als 20 km zurücklegen muss, kann künftig 35 statt bisher 30 Cent pro Kilometer steuerlich geltend machen. Ab 2024 wird die Pendlerpauschale nochmals um drei Cent auf 38 Cent pro Kilometer angehoben. Die Pauschale gilt aber unabhängig vom Fortbewegungsmittel, also beispielsweise auch für Fahrräder oder E-Bikes, und in diesem Fall schon ab dem ersten Kilometer. Und noch einen weiteren Steuervorteil gibt es für Diensträder. Denn anders als beim Dienstauto muss bei Überlassung durch den Arbeitgeber der sogenannte geldwerte Vorteil nicht versteuert werden. Das Dienstrad kann also als ein steuerfreies Gehaltsextra angesehen werden. Entsprechend müssen auch selbständige Unternehmer für private Fahrten mit dem Betriebsrad keinen Eigenverbrauch versteuern.

Alles zum Thema Diensträder und Mikromobilität:

Einsatz einer Fuhrparksoftware

Eine Möglichkeit für Betriebe, den CO2 Ausstoß im Fuhrpark zu ermitteln, ist der Einsatz einer Fuhrparksoftware. Die Software zeigt CO2 Emissionen pro Flotte und Fahrzeug auf, sodass ein sofortiger Überblick über die CO2 Abgase möglich ist. Unternehmen erkennen so, welche Fahrzeuge die größten Verursacher sind und gegebenenfalls durch CO2-armere Fahrzeuge ausgetauscht oder durch andere Maßnahmen optimiert werden müssen. Welche Möglichkeiten der Einsatz einer Fuhrparksoftware zur Reduzierung der CO2 Emissionen und Förderung der Nachhaltigkeit bietet, zeigt folgende Broschüre auf.  

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Alles zum Thema Nachhaltigkeit im Fuhrpark

CO2 Neutralität von Betrieben

ExpertInnen sind sich sicher: Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Einer der gefährlichsten Faktoren, die dazu führen, ist der CO2 Fußabdruck von Unternehmen. In den letzten Jahren ist ein Umdenken erfolgt: Immer mehr Firmenchefs entscheiden sich dafür ihren Betrieb innerhalb der nächsten Jahrzehnte klimaneutral zu führen und zu einem CO2 neutralen Unternehmen zu werden.

Bedeutung einer CO2 Neutralität von Betrieben

Was heißt CO2 neutral? Man spricht von CO2 Neutralität, wenn ein Unternehmen ein Produkt (oder eine Dienstleistung) anbietet, welches keinen Einfluss auf die Kohlendioxid-Konzentration der Luft hat und somit den Anteil der klimaschädlichen Gase in der Atmosphäre nicht erhöht. Man kann deshalb auch von Klimaneutralität sprechen. Die Auswirkungen des Klimawandels und dem CO2 Fußabdruck von Unternehmen sind im Privatleben und in der Wirtschaft zu spüren. Die damit verbundene Erderwärmung hat bedeutende Auswirkungen. Berechnungen haben ergeben, dass eine Erwärmung um vier Grad im Durchschnitt den Meeresspiegel wegen des Schmelzens der Pole um einen halben Meter steigen lassen würde. Millionenstädte in Meeresnähe wie Hamburg, Shanghai oder Rotterdam wären massiv davon betroffen. Aus diesem Grund hat die Europäische Union bereits Ende 2019 beschlossen, die Netto-Treibhausemissionen bis zum Jahr 2050 auf Null zu senken. In Deutschland wurde die Regierung bereits drei Jahre davor aktiv und stellte den Klimaschutzplan 2050 vor. Der Fahrplan gibt vor, bis 2030 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 55 Prozent zu senken. Als Sektorziel sieht der Klimaschutzplan vor, die CO2 Bilanz von Unternehmen in der Industrie auf 72 Millionen Tonnen zu senken (2014 waren es 119 Millionen Tonnen).

Ein Emissionsbericht muss von den Unternehmen erstellt werden, die Treibhausgase in den Umlauf bringen. Dieser Bericht ist, wenn er geprüft worden ist, die Grundlage für die Abgaben, die das Unternehmen leisten muss. Ob das Unternehmen einen solchen Bericht erstellen muss, oder ggf. einen alternativen Bericht einzureichen hat, kann der CO2 Übersicht entnommen werden. Hier werden verschiedene Berichte aufgeführt, die von Unternehmen im Bezug auf die Dokumentation der Emissionen erstellt werden müssen. 

Schritt in Richtung klimaneutrales Unternehmen

Der erste Schritt in Richtung CO2 Neutralität führt an einer Analyse des Ist-Zustandes nicht vorbei. Dabei werden sämtliche Emissionen erfasst, die unter anderem durch Heizung und Strom, aber auch durch den Papierverbrauch und die Anfahrt der Mitarbeiter zu ihrem Arbeitsplatz verursacht werden. Anhand der Detailanalyse werden Maßnahmen entwickelt, um die CO2 Bilanz von Unternehmen zu senken. Zu einem klimaneutralen Unternehmen zählen zum Beispiel der Umstieg auf einen Ökostromanbieter, die Motivation des Personals mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Büro zu fahren oder vermehrt auf Videokonferenzen zu setzen. 

CO2 Neutralität
öffentliche Verkehrsmittel

Überblick über CO2 Ausstoß schaffen

Um den Weg zu einem klimaneutralen Unternehmen zu schaffen, hilft der Einsatz einer Fuhrparksoftware. Die Software hilft dabei, den Unternehmensfuhrpark zu optimieren und so die CO2 Emissionen zu verringern. Durch verschiedene Funktionen wie eine GPS-Tourenkoordination sowie einem CO2 Report kann der CO2 Ausstoß beobachtet und gleichzeitig verringert werden. Folgende Broschüre zeigt die Möglichkeiten zur Förderung der Nachhaltigkeit mit einer Fuhrparksoftware auf. 

Beispiele von klimaneutralen Unternehmen

Prominente Unternehmen machen vor wie der Schritt in Richtung CO2 Neutralität geht: Schneider Electric mit Firmensitz in Frankreich kündigte an, im Jahr 2025 ein klimaneutrales Unternehmen zu sein. Ein ambitioniertes Ziel ist der Aufbau der Netto-Null Lieferkette bis 2050: Demnach möchte Schneider Electric zu diesem Zeitpunkt nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die sich an die Klimapläne der Firma halten. Die renommierte Bosch AG aus Hamburg hat schon früh mit Maßnahmen begonnen, was den CO2 Fußabdruck des Unternehmens betrifft. Seit 2007 hat das Unternehmen seinen CO2 Ausstoß um 35 Prozent reduziert. So kauft Bosch Ökostrom zu und hat intensiv an der Verbesserung der Energieeffizienz gearbeitet, um einer CO2 Neutralität näher zu kommen. Gleich doppelt in der Pflicht sieht sich die Volkswagen AG: Sie möchte durch die Entwicklung moderner E-Fahrzeuge zum Klimaschutz beitragen. Um das ambitionierte Ziel bis Ende 2024 zum Marktführer in diesem Bereich zu werden zu erreichen, investiert die Volkswagen AG 33 Milliarden Euro. Außerdem arbeitet VW intensiv an der Energieeffizienz des eigenen Unternehmens. Die CO2 Emissionen sollen bis 2025 pro erzeugtem Fahrzeug im Vergleich zu 2010 um 45 Prozent reduziert werden. Vorreiter ist das Werk in Zwickau: Es bezieht nur mehr Volkswagen Naturstrom des Tochterunternehmens Elli aus zu 100 Prozent erneuerbaren Quellen.

CO2 neutrales Unternehmen: Die Vorteile

Manche Unternehmer scheuen sich davor, jetzt bereits Maßnahmen zu setzen um ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur CO2 Neutralität zu leisten. Sie befürchten finanzielle Einbußen wegen der dafür notwendigen Investitionen. Wie die Erfahrung zeigt, amortisieren sich die Ausgaben aufgrund der Einsparungen bei den Strom- und Heizungskosten von klimaneutralen Unternehmen bereits nach einigen Jahren. Deutschland weist laut Statistik im Vergleich zu anderen europäischen Staaten eine ausgezeichnete Bilanz auf: Im Jahr 2019 investierten 900 an der Börse notierte Unternehmen 124 Milliarden Euro um die CO2 Emissionen zu verringern. Der Anteil der 69 deutschen Unternehmen, die in der Statistik erfasst wurden, betrug 36 Prozent davon. Am meisten profitiert die Umwelt von den Maßnahmen, die den CO2 Fußabdruck von Unternehmen verbessern. Somit helfen klimaneutrale Unternehmen mit ihren Schritten dabei, die Umwelt auch für nachkommende Generationen intakt zu halten. Doch Investitionen in den Klimaschutz verursachen für Firmen einen positiven Synergieeffekt: Sie verbessern das Firmenimage in der Gesellschaft. Studien ergeben, dass dieses Thema immer wichtiger wird. Während 2016 nur die Hälfte der Deutschen Klimaschutz als besonders wichtige Herausforderung einstuften, waren es 2019 bereits 2018 Prozent. Klimaneutrale Unternehmen nehmen potentielle Kunden als fortschrittlich und verantwortungsbewusst wahr. Zertifikate zur Nachhaltigkeit helfen dabei, die Botschaft nach außen zu tragen. Damit belegen Unternehmer ihr Engagement in Sachen Klimaschutz.

Nachhaltigkeit im Fuhrpark mit Vimcar Fleet

In unserer Broschüre zum Thema Nachhaltigkeit im Fuhrpark erfahren Sie, wie Sie den CO2 Fußabdruck Ihrer Fahrzeugflotte reduzieren und mit der Fuhrparksoftware Vimcar Fleet gleichzeitig Prozesse optimieren können.

Broschüre Nachhaltigkeit mit Vimcar Fleet
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Alles zum Thema Nachhaltigkeit im Betrieb

CO2 Richtlinien in Österreich

Österreich will sauber werden: Deshalb wird für die Berechnung des Steuersatzes der CO2-Emissionswert des Fahrzeugs in g/km herangezogen.

Im Jahr 2019 stieß ein in Österreich neu zugelassener Pkw mit Dieselmotor laut Statista durchschnittlich 133 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer aus. Im Rahmen der gesteckten europäischen Klimaziele müssen Automobilkonzerne diese Emissionen senken – auf 95 g CO2/km in 2021. Wie das geht, hat die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt in Österreich bereits vorgemacht. Mit 125 umweltfreundlichen Autos spart das Unternehmen in den nächsten vier Jahren rund 1.000 Tonnen CO2. Der Umstieg auf Elektromobilität hat sich als starker Hebel gegen den Klimawandel bewährt. Nun gilt es, diese Entwicklung positiv fortzusetzen, und den ökologischen Weg mit Infrastrukturprojekten zu beschleunigen.

Wenig Emissionen, wenig Steuern

Die sogenannte Normverbrauchsabgabe (NoVA) regelt die Berechnung des Steuersatzes durch den CO2-Emissionswert des Fahrzeugs in g/km. Bei der erstmaligen Zulassung im ergibt sich eine Abgabe, deren Höhe sich am CO2-Emissionswert orientiert. Ein Steuerbonus winkt bei umweltfreundlichen Motoren, etwa mit Biogas. Elektrisch oder elektrohydraulisch betriebene Fahrzeuge sind dagegen von der Normverbrauchsabgabe befreit. Auch bei Hybridfahrzeuge verringert sich die KFZ-Steuer – hier wird die Motorleistung des elektrischen Antriebs nicht versteuert.

Förderungen für den Fuhrpark

Prinzipiell fördert der Staat die Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe. Die staatlichen Förderungen sind breit gestreut: Elektrofahrzeuge, Plug-In Hybridfahrzeuge und Erdgas/Biogas-Fahrzeuge erhalten großzügige Unterstützung. Das ist auch notwendig, denn die EU-Mitgliedstaaten sind laut Beschluss verpflichtet, jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen von Pkw an die EU zu schicken. Es lohnt sich also immer, ein möglichst effizientes Auto zu kaufen, raten die Experten des Österreichischen Mobilitätsclubs.

Versteuerung von Privatnutzung nach Grenzwerten

Arbeitnehmer zahlen für die Privatnutzung von Firmenautos Lohnsteuer, den sogenannten Sachbezug. Als Privatnutzung zählt bereits der Weg nach Hause und zur Arbeit. Der monatlich zu zahlende Betrag richtet sich dabei nach den Anschaffungskosten und CO2-Emissionen des Fahrzeugs. Für Fahrzeuge mit einer aktuellen Neuzulassung ist der CO2-Grenzwert nach WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) mit 141 Gramm pro Kilometer festgesetzt. Bis 2025 reduziert sich Grenzwert pro Jahr um drei Gramm. 

Das sind die Anschaffungskosten

In Österreich gelten als Anschaffungskosten bei Neufahrzeugen:

  • die tatsächlichen Anschaffungskosten, inkl. Sonderausstattung 
  • die Umsatzsteuer und die Normverbrauchsabgabe 
  • Bei neuen Leasingfahrzeugen sind die für die Berechnung der Leasingrate relevanten Anschaffungskosten maßgeblich. 

Bei Gebrauchtfahrzeugen gelten ebenfalls die Anschaffungskosten. Lassen die sich nicht nachweisen, dann tritt der damalige Listenpreis an diese Stelle. Wichtig: Für Gebrauchtfahrzeuge ist der CO2-Grenzwert im Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs maßgeblich.

Berechnung der KFZ-Steuern

Völlig Steuerfrei, weil ohne Emissionen, sind neben E-Autos neuerdings auch Krafträder mit einem CO2-Ausstoß von 0 Gramm sowie E-Bikes. Übrigens ist kein Sachbezug anzusetzen, falls Mitarbeiter Null-Emissionsfahrzeuge privat nutzen können.

  • Für Fahrzeuge mit Erstzulassungsdatum ab 1. April 2020 beträgt der CO2-Grenzwert 141 g/km. 
  • Bei einem CO2-Ausstoß über 141 g/km (WLTP) sind 2 % der Anschaffungskosten pro Monat fällig 
  • Bis 141 g/km nur 1,5 %. Der maximale Höchstbetrag fällt somit von 960 Euro auf 720 Euro pro Monat.
    • Bei 0 g/km Emissionen entfällt der Sachbezug 

 

Alles zur Nachhaltigkeit im Fuhrpark

CO2 Richtlinien in der Schweiz

Die EU hat der Automobilindustrie vorgeschrieben, wie hoch heute die maximalen CO2-Emissionen bei Neuwagen sein dürfen. Bei Überschreiten der CO2-Grenzwerte drohen Herstellern Strafzahlungen. Welche Regelungen gibt es in der Schweiz? 

In Umweltfragen zeigt die Schweiz ein vorbildliches Verhalten. Dort dient die CO2-Bepreisung als Abgabe auf fossile Brennstoffe dazu, umweltfreundlicher zu agieren und sparsame Verbraucher mit einer Rückerstattung zu belohnen. Eine Tonne CO2 kostete 2019 in der Schweiz 96 Franken, davon fließen ein Drittel der Einnahmen in einen Innovationsfonds zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Zwei Drittel werden an die Bevölkerung und an die Unternehmen zurückgezahlt – und das lohnt sich: 76,80 Franken erhielt jeder Bürger zurück. Durch das Modell hat sich der CO2-Verbrauch der privaten Haushalte vermindert. Das lässt sich auf den Fuhrpark übertragen: Wer Fahrzeuge mit wenig CO2-Emissionen bewegt, kann sparen. Für verbrauchsstarke Autos im Fuhrpark werden bei der Anschaffung als auch beim Betrieb höhere Kosten fällig.

Schweizer Emissionsvorschriften

Um die Klimaziele der EU zu erreichen, gelten seit Juli 2012 CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen (PW). Sie dürfen jetzt im Durchschnitt maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen – für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper (LNF) gilt ein Zielwert von 147 Gramm CO2 pro Kilometer einhalten. Überschreitet die Flotte eines Importeurs diese Zielvorgabe, werden Sanktionen fällig. Dabei wird unterschieden zwischen Großimporteuren und Kleinimporteuren. Weitere Informationen zum Vorgehen bei Fahrzeugimport und -zulassung finden sich auf der Webseite des ASTRA.

Energieetikette am Auto

Ähnlich wie bei uns an Elektrogeräten informiert die Energieetikette an Schweizer Pkw über den Treibstoffverbrauch in Liter/100 km, den CO2-Ausstoss in g/km und die Energieeffizienz. Sie unterstützt die angestrebte Absenkung des durchschnittlichen Treibstoffverbrauchs neuer Personenwagen. Die Energieetikette soll beim Kauf die Transparenz erleichtern und das Bewusstsein für die Umwelt schärfen.

Einfluss auf das Fuhrparkmanagement

Da die Ziele der EU in Sachen CO2-Grenzwert eindeutig sind, hat das auch direkte Auswirkungen auf den Fuhrpark. Automobilhersteller ersetzen Pkw mit hohem Co2-Ausstoß durch Niedrigemissionsfahrzeuge. Denn sollten Hersteller 2025 mehr als 15 Prozent und 2030 mehr als 35 Prozent emissionsfreie oder -arme Fahrzeuge verkaufen, profitieren sie direkt. Ihre CO2-Vorgaben werden abgemildert. Doch was bedeutet das für Fuhrparkbetreiber? Durch die Produktionsverlagerung und Erhöhung der Mengen könnten E-Autos und andere emissionsfreie oder -arme Fahrzeuge mit hohen Rabatten angeboten werden. Das ist gut für den Einkauf oder die Beschaffung von Fahrzeugen. Und wer also niedrige CO2-Werte einhält, bekommt zusätzlich eine steuerliche Erstattung. Wer hingegen viel Dreck in die Luft pustet, wird zur Kasse gebeten.

Kreditvergabe nur an grüne Unternehmen

Grün ist gut. Das umweltfreundliche Image eines Unternehmens rückt immer mehr in den Fokus – jetzt sogar bei der Vergabe von Krediten, wie eine Befragung des Bundesverbandes deutscher Banken zeigt. Bereits 27 Prozent der Finanzinstitute schränken die Kreditvergabe in CO2-intensiven Branchen deutlich ein. So kann es in manchen Fällen durchaus zu Schwierigkeiten kommen, wenn Investoren von Unternehmen eine transparente Darstellung von Nachhaltigkeitsrisiken verlangen. Wer für die Zukunft gut gerüstet sein möchte, sollte seinen Fuhrpark also auf Nachhaltigkeit trimmen.

Nachhaltigkeit im Fuhrpark

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