Theorie für die Praxis: Wie Sie Ihre Belegschaft motivieren, dauerhaft wirtschaftlich zu fahren

Seine Angestellten anzuhalten, wirtschaftlich zu fahren und dabei Kraftstoff zu sparen, senkt nicht nur die Betriebskosten: Es schont die Umwelt und ist daher schlichtweg zeitgemäß. Damit diese Grundsätze nicht nur theoretisch bekannt sind, sondern auch praktisch umgesetzt werden, muss die Schulung zum Kraftstoffmanagement gut vorbereitet und ausgewählt werden. Wenn die Parameter stimmen und sich die Arbeitskräfte angesprochen fühlen, wird sie zum Erfolg.

Seminare führen zum Erfolg

Eigentlich ist es schon aus der Fahrschule bekannt: Stundenlang im Stau zu warten, kostet nicht nur Nerven, sondern auch Sprit – vor allem, wenn trotz Stillstand auf der Straße der Motor läuft. Auch Sprints beim Stop and Go verschleißen Bremsen und Reifen. Unnötige Schaltvorgänge sind zu vermeiden und immer der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeugs am besten ausnutzt. Soweit die Theorie. In der Praxis vergessen das allerdings viele.

Und genau da sollte man ansetzen: Eine gute Schulung optimiert nicht nur im besten Fall das Fahrverhalten im Firmenfahrzeug, sondern hilft auch im Privatbereich, bares Geld einzusparen. Sollte die Schulung zum wirtschaftlichen Fahren eine Pflichtveranstaltung für die Belegschaft sein, darf nicht der Eindruck entstehen, dass hier Kritik am Fahrstil geübt werden soll. Denn das schmälert automatisch den Lerneffekt. Besonders dann, wenn es um BerufsfahrerInnen geht, ist es gut, den Job-Aspekt möglichst zu reduzieren. Besser ist es, das Ziel in den Vordergrund zu stellen: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Umweltbewusstsein fördern – CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch minimieren und damit Geld und vorzeitige Reparaturen sparen.

Seminarteilnehmende sitzen an einem Tisch und machen sich Notizen.
Eine Schulung trägt zum wirtschaftlichen Fahren bei.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Setzen Sie die Schulung nicht an einem freien Wochenende oder nach Feierabend an, wenn Sie möchten, dass die Belegschaft motiviert erscheint. Ein Seminar während der Arbeitszeit ist hingegen eine willkommene Abwechslung. Wer die Teilnehmenden im Vorfeld gut informiert, hat am Schulungstag eine aufmerksame Zuhörerschaft. Es muss klar sein, dass es sich nicht um Kritik am Fahrstil handelt, sondern alle Tipps sowohl für Pool- und Dienstfahrzeuge als auch im Privatauto von Nutzen sind – und nebenbei auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen.

Für Abwechslung sorgen

Die Schulung sollte aus unterschiedlichen Modulen bestehen. Monologe nerven und bleiben nicht im Gedächtnis haften. Nach Möglichkeit wählen Sie mehrere Lehrende, die jeweils maximal 45-60 Minuten einen bestimmten Bereich erklären, möglichst mit vielen Beispielen aus der Praxis (aber bitte dabei die betrieblichen nicht überrepräsentieren). Ein Fahrtraining, bei dem eine Gruppe von MitarbeiterInnen mit der Übungsleitung unterwegs ist, lässt das Erlernte gleich auf der Straße ausprobieren. Praktisches Üben prägt sich erwiesenermaßen wesentlich besser ein als Zuhören und Zusehen. Im Anschluss an das theoretische und praktische Seminar kann eine softwaregestützte Fahrstilanalyse helfen: Während der „Beobachtungsphase“ werden Fehler, die sich im Laufe der Fahrpraxis eingeschlichen haben, korrigiert. Auch hier geht es nicht darum, den Fahrzeugführenden zu maßregeln, sondern um die Verbesserung des Fahrstils im Sinne von Umweltaspekten und Sicherheit. Darüber hinaus hilfreich für alle Beteiligten ist regelmäßiges Feedback! Am besten ein erstes direkt nach der Veranstaltung, zwei weitere vier Wochen, bzw. drei Monate später. So wird das Gelernte immer wieder ins Gedächtnis geholt und hat Gelegenheit, zur Gewohnheit zu werden.

Einspartipp: Tankkarte

Neben einem Seminar, das zum wirtschaftlichen Fahren anleitet, ist auch eine Tankkarte ein kostenminimierender Faktor. Mit der lässt sich zusätzlich sparen – nämlich bis zu 3 Cent pro Liter an den Stammtankstellen, an jeder anderen 1 Cent. Alle mit dem Logo UTA versehenen Tankstellen akzeptieren die Karten – mittlerweile über 12000 in Deutschland. Damit hat die Zettelwirtschaft ein Ende und alle Tankvorgänge können z. B. für eine Ausreißeranalyse genutzt werden. 

Um die Umsetzung des wirtschaftlichen Fahrens langfristig zu sichern, kann ein Bonussystem helfen: Es schafft einen Anreiz, die Regeln einzuhalten. Tankgutscheine für das Privatfahrzeug wären denkbar, zusätzlicher Freizeitausgleich oder auch die bevorzugte Auswahl des Poolfahrzeuges für diejenigen, denen die Fahrstilanalyse gutes Können bescheinigt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wissen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird und sie nicht nur beruflich von der betrieblichen Weiterbildung profitieren, werden das Gelernte auch in Zukunft erfolgreich umsetzen.

Tankstelle bei Nacht.
Tankkarten können das wirtschaftliche Fahren begünstigen.
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Total Cost of Ownership bei Elektrofahrzeugen – wie wird er ermittelt?

Elektroautos sind gefragt. Aber lohnt sich die teure Anschaffung oder sollte man besser beim Verbrenner bleiben? Die TCO (Total Cost of Ownership) hilft, einen Überblick zu gewinnen – denn es kann durchaus sein, dass ein E-Auto trotz eines höheren Preises durch geringere Kosten bei Wartung, Steuern und Kraftstoff am Ende günstiger ist.

Elektroauto oder Verbrenner – welches Fahrzeug ist auf Dauer günstiger?

Immer mehr Unternehmen stehen vor der Frage: Elektroautos, ja oder nein? Die teuren Anschaffungskosten sprechen oft erstmal dagegen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind jedoch die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, die TCO (Total Cost of Ownership). Hierbei werden alle Aspekte der späteren Nutzung betrachtet (wie Energiekosten, Reparatur und Wartung). Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Ausgaben bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Kann also sein, dass ein Stromer trotz eines höheren Preises unter dem Strich günstiger ist als ein Verbrenner. Welche Faktoren bei der Ermittlung der TCO eine Rolle spielen, erklären wir hier.

Anschaffungskosten

Je nach Modell muss man bei einem E-Fahrzeug im Vergleich zum Verbrenner rund 5000 bis 10.000 Euro Aufpreis einplanen. Das kann sich aber schon bald ändern: Wesentlicher Kostentreiber beim Elektroauto ist die im Unterboden verbaute Batterie des Fahrzeugs. 2010 lagen die Batteriekosten noch bei rund 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh), 2015 waren es gut 300 Euro, heute kostet ein Akku pro kWh nur noch gut 100 Euro. Für die Jahre zwischen 2022 und 2024 erwarten mehrere Studien und Experten dank abermals gesunkener Akkupreise sogar, dass die Preise von Elektroautos und Verbrennern gleichziehen — sogar ohne staatliche Unterstützung. 

Förderungen für den Kauf von E-Autos

Die Politik unterstützt schon länger den Kauf von Stromern, bereits seit 2016 gibt es die bundesweite Förderung bei der Anschaffung eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. Mit diesem „Umweltbonus“ können bis zu 9000 Euro vom Listenpreis vieler Elektroauto-Modelle abgezogen werden. Bei vielen E-Auto-Modellen gleicht die staatliche Förderung sogar den Aufpreis zu einem vergleichbaren Verbrenner aus. Auch bei der Steuer kann gespart werden: Bei einem Dienstwagen muss der Fahrer private Fahrten mit dem Wagen als sogenannten „geldwerten Vorteil“ versteuern. Bei Elektrofahrzeugen gilt seit 2020 ein verminderter Steuersatz von nur noch 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises. Benziner oder Diesel-Fahrzeuge werden steuerlich dagegen weiterhin mit 1 Prozent belastet. Je nach Fahrzeugmodell liegt die jährliche Ersparnis beim Stromfahrzeug im mittleren dreistelligen bis deutlich vierstelligen Bereich. Erfahren Sie hier mehr zu der Firmenwagenversteuerung von Elektroautos.

Kraftstoff- und Energieverbrauch

Was den Verbrauch und die Kosten für den Treibstoff bzw. Strom angeht, so fahren Elektroautos günstiger: Ein gängiges E-Fahrzeug verbraucht auf 100 km gut 15 kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent je kWh. Ein vergleichbarer Benziner braucht 5,5 Liter auf 100 km (ausgehend von einem durchschnittlichen Benzinpreis von rund 1,30 Euro). Das ergibt bei einer Fahrtstrecke von 15.000 Kilometern im Jahr: 675 Euro Verbrauchskosten für das Elektroauto und 1072 Euro für den Benziner. Bei größeren und schwereren Fahrzeugen fällt die Ersparnis des E-Autos sogar noch höher aus. 

Ladestation

Die Kraftfahrzeugsteuer

Für die Berechnung der KFZ-Steuer spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Die Motorart, der Hubraum und auch der CO2-Ausstoß. Für E-Autos gilt das nicht: Bis zum Jahr 2030 sind neu zugelassene Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit.  

Das neue Klimapaket der Bundesregierung sorgt in den kommenden Jahren sogar für noch höhere Kfz-Steuern und Spritpreise. Die Steuerbelastung wird deutlich steigen, vor allem dann, wenn der Verbrenner mehr als 95 g/km CO2 ausstößt. Je mehr Emissionen, desto teurer. Für große und schwere SUV oder PS-starke Sportwagen etwa steigt die Steuer auf deutlich mehr als 500 Euro pro Jahr. Auch das Tanken wird in Zukunft teurer werden, da die CO2-Bepreisung schrittweise erhöht werden soll (CO2-Steuer). 

Wartung und Service

Regelmäßige Wartung und Pflege sind wichtig, damit man lange Freude an seinem Fahrzeug hat. Beim Benziner fallen darunter z.B. der Motorölwechsel oder die Erneuerung der Bremsflüssigkeit. Da Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor deutlich mehr Verschleißteile haben als solche mit Elektromotor, fallen die Reparatur- und Wartungskosten höher aus.

Insgesamt liegen die Wartungskosten für E-Mobile laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen um rund 35 Prozent unter denen von Autos mit Verbrennungsmotor. Nach acht Jahren summiert sich der Kostenvorteil den Experten zufolge etwa bei einem Kleinwagen auf rund 1.300 Euro.  

Der Restwert

Am Ende stellt sich natürlich die Frage nach dem Restwert. Um diesen zu bestimmen, braucht man eine gute Fahrzeug- und Marktkenntnis, um alle relevanten Informationen zu berücksichtigen. Privatpersonen können hierzu sachkundige Quellen wie z.B. den ADAC, DAT oder Schwacke befragen. Der zunehmend durch staatliche Subventionen unterstützte Boom der Elektromobilität lässt den Wiederverkaufswert laut Experten etwas sinken.  

Hier Leasingrechner herunterladen & Kosten für Autos vergleichen!

Mit dem folgenden Leasingrechner können Sie die Gesamtkosten sowie Leasing-, Betriebs- und Wartungskosten von verschiedenen Fahrzeugen vergleichen. Der Rechner hilft Ihnen dabei zu ermitteln, ob ein Elektro- oder Verbrenner-Fahrzeug günstiger für Sie wäre.

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Fazit

Dass ein Großteil der Elektroauto-Modelle preislich mit Verbrennern mithalten kann, liegt in erster Linie an den staatlichen Förderungen. Bei manchen aktuellen Modellen mag es zwar ein paar Jährchen dauern, bis sie die Preisdifferenz zum Verbrenner aufgeholt haben. Andere Modelle allerdings rechnen sich (vor allem mit dem noch bis Ende 2021 gültigen, 9000 Euro schweren Umweltbonus) sogar schon ab dem ersten Tag.  

Wer es ganz genau wissen will und vielleicht schon ein konkretes Modell im Blick hat, findet im Autokosten-Rechner des ADAC eine ergiebige Informations- und Kostenübersicht. In etlichen Fällen geht das Elektroauto als Kostensieger hervor. Der ADAC kommt übrigens zu folgendem Fazit: „Damit die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch ohne Subventionen noch besser ausfällt, müssen die Kaufpreise weiter sinken und dürfen nur geringfügig über denen eines vergleichbaren konventionellen Modells liegen.“

Alles zum Thema E-Mobilität

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Laden oder Tanken? Warum sich ein E-Auto finanziell lohnen kann

Schon seit einiger Zeit lautet die Königsfrage nicht mehr Diesel oder Benziner, sondern E-Fahrzeug oder Brenner? Trotzdem sind E-Autos noch immer nicht in der Diskussion angekommen. Das liegt hauptsächlich am Anschaffungspreis, der trotz staatlichem Umweltbonus noch immer deutlich höher als der von Autos mit Verbrennungsmotoren ist. Aber abgerechnet wird zum Schluss: Im Fünfjahresvergleich können die Stecker-Modelle punkten. Bei Haltung und Wartung haben Elektromobile nämlich durch geringere Kosten die Nase vorn.

Elektromobilität – nur etwas für grüne Besserverdiener?

Bis Ende 2025 profitieren Neuwagenkäufer noch von der Elektro-Kaufprämie (bis zu 9000 Euro) und einer Vergünstigung bei der Mehrwertsteuer. Dass der Kauf noch immer ungleich teurer ist, liegt unter anderem an den geringeren Stückzahlen in der Produktion und den Kosten der Batterie.

Weniger Aufwand bei der Wartung

Der Akku ist das teuerste Bauteil im E-Auto, hat aber je nach Hersteller einen Garantiezeitraum von bis zu acht Jahren. Wer zusätzlich darauf achtet, ein Fabrikat zu erwerben, bei dem defekte Zellmodule einzeln ausgetauscht werden können, tut auch nach Ablauf der Garantie was fürs Portemonnaie und die Umwelt. Denn dann ist es nicht nötig, die Batterie komplett zu ersetzen. Weiterer Pluspunkt unter der Haube: Im Elektromotor stecken weniger verschleißanfällige Teile als in einem Verbrenner. 

Kein Getriebe, keine Keil- oder Zahnriemen, kein Kühler oder Kraftstofffilter – Reparaturen sind deswegen viel seltener nötig und damit ist die Wartung im Schnitt 35 Prozent günstiger als beim Diesel oder Benziner. Die Bremsen verschleißen langsamer, da der Elektromotor zusätzlich zu den mechanischen Bremsen auch vom Elektromotor gedrosselt wird – das schont die Beläge. Ein ausgeklügeltes und effizientes System: Die vom Motor dabei erzeugte Energie lädt gleichzeitig den Akku auf. 

Ölwechsel, Auffüllen der Kühlflüssigkeit und Abgasuntersuchung fallen ebenfalls weg. Auf Service kann aber auch ein E-Auto nicht verzichten. Je nach Hersteller wird jährlich oder alle zwei Jahre eine Inspektion zur Erhaltung des Garantieanspruchs fällig. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf  der Elektronik. Die Ladezyklen der Batterie werden ausgelesen, um die Lebensdauer einschätzen und Spontanausfälle vermeiden zu können.

Geringere Betriebskosten

Vergleicht man die Betriebskosten, die durch Tanken und Aufladen entstehen, liegt die Elektrovariante mit durchschnittlich 6 Euro pro 150 Kilometer weit unter dem Verbrauch eines Verbrennungsmotors, der im Schnitt 12 Liter Kraftstoff auf dieser Strecke verlangt – je nach Spritvariante kommen dann mindestens 15 bis 17 Euro zusammen.

Auch bei der Kfz-Steuer sind E-Auto-Besitzer auf der Sonnenseite. Bis zu zehn Jahre lang sind die Neuzulassungen, die bis 2025 auf die Straße kommen, von der Abgabe befreit. Anschließend lockt noch immer eine Ermäßigung um die Hälfte. Beides gilt sowohl für gekaufte als auch für geleaste Wagen. Und bei Dienstwagen fallen bei Privatnutzung nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil bei der Steuererklärung an, bei E-Autos mit einem Wert von über 60000 Euro sind es 0,5 Prozent. Wenn der Arbeitgeber auf seinem Gelände Gratisaufladungen anbietet, sind diese steuerfrei.

Lediglich bei den Beiträgen für die in Deutschland für alle Autos vorgeschriebene Haftpflichtversicherung herrscht Gleichheit zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb, denn die richtet sich nach Typ und Schadensfreiheitsklasse und der Region, in der das Auto angemeldet ist. Ein Vergleich der Angebote ist trotzdem ratsam: Einige Versicherer bieten Sonderkonditionen für Elektrofans, die Batterieschäden nach Ablauf des Garantiezeitraums absichern.

Broschüre zur Versteuerung von E-Dienstwagen herunterladen & mehr erfahren!

Zusätzlich zu der Elektro-Kaufprämie gibt es steuerliche Vorteile, die E-Dienstwagenfahrer/-innen erhalten. Wie die Firmenwagenversteuerung von Elektroautos funktioniert und was Fahrer/-innen dabei beachten müssen, erfahren Sie hier. 

Broschüre auf Smartphone geöffnet

Fazit

Die Wartungs- und Betriebskosten amortisieren also tatsächlich auf längere Sicht die erhöhten Anschaffungskosten, zumindest so lange Kaufpreis und Nutzung staatlich gefördert werden. Der leise Konkurrent der Verbrennungsmotoren ist eine Überlegung wert für diejenigen, die mit einer Reichweite von im Schnitt 300 bis maximal 600 Kilometern pro Ladezyklus gut auskommen – und das sollte wohl für einen Großteil der Autofahrer genügen.

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Nachhaltigkeit im Fuhrpark – Was Fuhrparkleiter 2021 angehen sollten

Wer seine Flotte für die Zukunft rüsten möchte, kommt nicht um das Thema Umweltschutz herum. Welche neuen, klimafreundlichen Alternativen gibt, was für Maßnahmen aktuell gefördert werden und wie wichtig es ist, auch die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen – erklären wir hier.

Trend in Richtung nachhaltiger Fuhrpark

Rund ein Viertel aller Treibhausgasemission in Deutschland werden vom Verkehr verursacht. Um die Erderhitzung zu stoppen, müssen diese Werte schnellstmöglich auf null sinken – bis spätestens 2050 lautet das Ziel der Bundesregierung. Klimaschutz ist also das Gebot der Stunde, doch nicht nur die Umwelt profitiert davon: Ökologisches Wirtschaften verbessert auch das Image einer Firma, senkt die Kosten und optimiert das Ergebnis. Natürlich spielt der Fuhrpark hier eine wichtige Rolle, da er die CO2-Bilanz eines Unternehmens nach wie vor massiv beeinflusst. Das Gute ist: Das Bewusstsein für die Situation ist da, viele Fuhrparkmanager/-innen haben ihre Flotte bereits umweltfreundlich aufgestellt. Was kann man noch tun, um 2021 so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften? 

Auf E-Mobilität umsteigen

Der Fördertopf für den Kauf oder das Leasen eines neuen Elektrofahrzeugs oder eines jungen gebrauchten Stromers ist auch für 2021 gut gefüllt. Für Fahrzeuge, die Unternehmen bis zum 31. Dezember 2021 erstmalig zulassen, gibt es die bekannte Innovationsprämie mit dem verdoppelten Bundesanteil. Liegt beispielsweise beim Kauf eines Stromers der Nettolistenpreis des Wunschautos unter 40.000 Euro, beträgt der staatliche Förderanteil jetzt 6.000 Euro. Der Herstelleranteil von 3.000 Euro bleibt bei der Innovationsprämie unverändert.

Diesen staatlichen Umweltbonus kann man auch mit anderen Fördermaßnahmen kombinieren. Zum Beispiel gibt es eine neue Richtlinie, bei der beim Leasing die Höhe der Förderung abhängig von der Leasingdauer gestaffelt wird. Leasingverträge mit einer Laufzeit ab 23 Monaten erhalten weiterhin die volle Förderung. Bei kürzeren Vertragslaufzeiten wird die Förderung entsprechend angepasst.

Neuanschaffungen auf den Prüfstand stellen

Autos mit hohem Spritverbrauch sind nicht nur schlecht für die Luft, sondern auch für die Brieftasche: So gelten seit dem 1. Januar 2021 für erstmals zugelassene Pkw neue Kfz-Steuertarife, die den CO2-bemessenen Teil der Steuer betreffen. Damit will das Bundesfinanzministerium deutliche Anreize für innovative klimaschonende Mobilität schaffen. Nicht betroffen von der Änderung sind bereits zugelassene Fahrzeuge. 

Ab 2021 sind die Autohersteller außerdem verpflichtet, den Realverbrauch der Fahrzeuge an die EU-Kommission zu übermitteln. Deshalb ist die Software „On-Board Fuel Consumption Meter” (OBFCM) ab 2021 für alle erstmals zugelassenen Pkw Pflicht (leichte Nutzfahrzeuge ab Anfang 2022). OBFCM misst beim klassischen Verbrenner den Spritverbrauch, beim Stromer hält es den Energieverbrauch fest und beim Hybrid-Fahrzeug beide Werte.

Offen für Alternativen sein

Je flexibler eine Flotte aufgestellt ist, umso besser für die Umwelt und die Stimmung der Mitarbeiter. Neben Bahn oder E-Roller kommt jetzt ein neues klimafreundliches Verkehrsmittel ins Spiel: das E-Lastenfahrrad. Am 1. März startete das Bundesumweltministerium (BMU) ein Förderprogramm speziell für eine saubere City-Logistik mit E-Lastenbikes und Mikro-Depots. Letztere dienen zur Zwischenlagerung und zum Umschlag von Sendungen auf Lastenräder, mit denen die Zustellung „auf der letzten Meile“ emissionsfrei erfolgt. Insbesondere große Logistik-Unternehmen, Baumärkte, Möbelhäuser, mittelständische Unternehmen und Lieferdienste sollen sich angesprochen fühlen.   

Auch die Mitarbeiter überzeugen

Am Anfang ist es natürlich für alle spannend, neue E-Fahrzeuge auszuprobieren. Wenn sie kurz darauf aber schon nicht mehr genutzt werden, bringt das dem Fuhrpark keinen Bonus in Sachen Nachhaltigkeit. Schulungen (wie diese von der DEKRA) können helfen, die neuen Techniken richtig anwenden zu lernen. Ein weiterer Anreiz wären Belohnungen für Mitarbeiter, die Fahrgemeinschaften bilden, Autos gemeinsam nutzen oder auf alternative Transportmittel wie öffentliche Verkehrsmittel oder das Dienstrad zurückgreifen. Und immer daran denken: Wenn der Vorgesetzte selber mit einem Spritfresser vorfährt, während die Mitarbeiter für Green-Fleet, Nachhaltigkeit und Downsizing begeistert werden sollen, ist das nicht gerade ein leuchtendes Vorbild. 

Jetzt Broschüre zu der Förderung von Nachhaltigkeit mit einer Fuhrparksoftware herunterladen!

Eine Möglichkeit, im Fuhrpark die Nachhaltigkeit zu fördern und z. B. den CO2-Verbrauch zu reduzieren, ist der Einsatz einer Fuhrparksoftware. Die Software deckt den Kraftstoffverbrauch für einzelne Fahrzeuge und die gesamte Flotte auf. Gleichzeitig zeigt ein automatisches CO2-Reporting die Auswirkungen von nachhaltigen Maßnahmen auf. 

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Mit Klimaschutzprojekten CO2-Emissionen ausgleichen

Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge auszugleichen. Die von Dekra Business Assurance unterstützte Initiative „Project Climate“ errechnet zum Beispiel die Luftverunreinigung auf Grundlage des jährlichen Spritverbrauchs, der im Fuhrparkmanagement-System des Unternehmens festgehalten ist. Diese Emissionen werden dann durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen, die den Ausbau regenerativer Energien fördern und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Eine offizielle Klimaplakette bescheinigt den Teilnehmern Klimaneutralität – was sich wiederum imagemäßig auszahlt. Zahlreiche Unternehmen sind bereits Klimapartner des Projekts, darunter der Tiefkühlproduktehersteller Frosta, das Chemieunternehmen Dr.  Schnell, das Umwelt-Taxi München oder die Verkehrsgesellschaft Belzig.

Auf dem neuesten Stand bleiben

Ist der Reifendruck optimal? Wird der Luftfilter regelmäßig gereinigt? Ist das Navi auf dem aktuellsten Stand? Auch wenn für Wartung und Check-ups manchmal ein bisschen Geld investiert werden muss, zahlt sich das am Ende aus. Sie sparen beim Spritverbrauch, haben länger Freunde an Ihren Fahrzeugen – und die Umwelt freut es auch. 

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Backend-Anbindung für Ladestationen: Fernwartung & Abrechnung

Immer mehr Unternehmen elektrifizieren ihren Fuhrpark und statten sich mit einer E-Ladeinfrastruktur aus. Resultierend daraus steigt bei Fuhrparkmanagern der Wunsch nach Kontrolle der Ladestationen und Ladevorgänge, nach einer unkomplizierten Fernwartung sowie einer gesetzeskonformen Kostenabrechnung. Eine sogenannte Backend-Anbindung für eine Ladestation macht eine ganzheitliche Verwaltung möglich.

Was ist eine Backend Anbindung für die Ladestation?

Der Begriff „Backend“ stammt aus der Informationstechnik und bezeichnet die Datenverarbeitung und -speicherung im Hintergrund von Software, Apps und Webseiten. Bezogen auf E-Ladestationen ist damit die Software-Anbindung der Ladestation an das Internet gemeint – zum Zwecke der Fernsteuerung, Datenverarbeitung und -speicherung. Das Backend ermöglicht die Kontrolle, die Fernwartung und die Stromabrechnung der Ladestation und kann somit die Funktionalität einer Ladestation enorm erweitern. 

Wozu braucht man eine solche Integration?

Es gibt drei typische Anwendungsfälle für Fuhrparks, für die man als Unternehmen ein Backend benötigt:

  1. den Überblick über die Ladestationen und die Ladevorgänge an Ihren Ladestationen behalten (Monitoring)
  2. Ladestationen aus der Ferne oder durch Externe warten  (Fernwartung)
  3. Der Strom rechtskonform und somit gesetzeskonform an Mitarbeiter, Kunden oder andere E-Autofahrer weiterberechnen werden (Kostenabrechnung)

Monitoring

Mit einer Backend-Anbindung für die Ladestation kann man alle Ladestationen und deren aktuellen Status in Echtzeit überwachen, z. B. ob alle Ladestationen gerade einwandfrei laufen oder es irgendwo eine Fehlermeldung gibt. Alle Ladevorgänge werden aufgezeichnet und können im Anschluss statistisch ausgewertet werden. Durch diese Auswertungen kann die Nutzung der Ladestationen genau analysiert und Verbesserungspotenziale identifiziert werden. Ladekarten und deren Zugangsmöglichkeiten können zudem zentral verwaltet werden. Das Monitoring ermöglicht also einen guten Gesamtüberblick über Echtzeitdaten von Ladestationen.

Monitoring Grafik Backend Ladestation

Fernwartung

Zum Zweiten ermöglicht eine Backend Anbindung für eine Ladestation die Fernwartung der gesamten Ladesäulen. Diese Steuerung aus der Ferne ist hilfreich, um auftauchende Probleme schnell zu identifizieren und teils direkt zu beheben. So können beispielsweise zwecks Fernwartung neue Firmware-Updates installiert werden. Oft ist auch ein Neustart bereits die richtige Lösung bei vielen Problemen. Somit können durch Fernwartung Fehler schneller erkannt und die richtigen Schritte zur Lösung dieser eingeleitet werden. Dies erhöht langfristig die Betriebsdauer, da geringere Ausfallzeiten entstehen.

Kostenabrechnung

Die wahrscheinlich wichtigste Aufgabe einer Softwareintegration ist die transparente und rechtskonforme (und somit gesetzeskonforme) Abrechnung des geladenen Stroms gegenüber Mitarbeitern und eigenen Kunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, durch die ein sogenanntes Backend eine Abrechnung des geladenen Stroms ermöglichen kann:

  1. Zum einen mit Hilfe von RFID-Karten oder Apps für das Handy, bei dem sich die Elektroautofahrer vor dem Ladevorgang bei einem Ladeanbieter (Provider) erst registrieren müssen.
  2. Alternativ gibt es die Ad-hoc Lademöglichkeit per QR-Code. Dabei kann der Fahrer einen QR-Code direkt an der Ladestation scannen und nach Eingabe der Zahlungsdaten laden. Mittlerweile werden auch viele andere Bezahlmöglichkeiten, wie zum Beispiel das Bezahlen mit Girokarten (Giro-e) oder per Google und Apple Pay, angeboten. Auch bei diesen Bezahlmethoden ist keine vorherige Registrierung notwendig.

Damit möglichst viele Kunden problemlos an den Ladestationen laden können, schließen sich viele Anbieter (Provider) zu einem sogenannten Roamingnetzwerk zusammen. So können die Kunden des einen Anbieters auch ganz einfach bei allen Ladestationen der anderen Anbieter laden. Dadurch entsteht ein großes Ladenetzwerk. Da nicht jedes Backend mit jedem Roamingnetzwerk kompatibel ist, sollte das Backend gut gewählt sein.

Tipps zur Auswahl des richtigen Backends

Bei der richtigen Wahl des Backends sind einige Faktoren zu beachten. Die Benutzungsoberfläche sollte ansprechend gestaltet sein und das Backend verschiedene Möglichkeiten der Auswertung anbieten. Die Fernsteuerung der Ladestation sollte so einfach wie möglich gestaltet sein. Manche Backend-Anbieter bieten hier vorgefertigte statistische Auswertungen an. Andere Anbieter stellen den Ladestationsbetreibern die Rohdaten zur Verfügung. Welches Backend schlussendlich ausgewählt werden sollte, hängt ganz vomAnwendungsfall ab. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle. Wer es sich leisten kann, kann einen 24 Stunden Support-Service für seine Ladestation bekommen. Für Ladestationen am Arbeitsplatz ist dies jedoch nicht notwendig. Weiterhin sind bei der Wahl des richtigen Backend-Anbieters die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten zu beachten. 

Backend für Ladestation

Dabei sollte das Zahlen an der Ladestation möglichst einfach gestaltet sein. Zu bedenken ist daher, ob die eingesetzte Ladetechnik die gewünschten Zahlungsmöglichkeiten unterstützt.

Wer sich die Zeit nimmt, die Funktionalitäten eines Backends zu vergleichen und mit seinen Bedürfnissen abzustimmen, ist für alle Anwendungsfälle gewappnet und kann langfristig profitieren.

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Über den Autor

Logo Amperio
Die amperio blickt zurück auf neun Jahre Erfahrung auf dem E-Mobilitätsmarkt. Dabei betreuen sie Mandate beim Aufbau ganzer Ladenetzwerke mittels Standortgenerierung sowie anschließender Standortanalysen und zeichnen sich als Fachplanungsbüro für Ladeinfrastruktur aus. Mehr Infos gibt es hier

Das Hybrid Fahrzeug im Fuhrpark – Zukunftsmodell oder Mogelpackung?

Hybrid-Fahrzeuge boomen und gelten als umweltfreundliche Alternative zum reinen Verbrenner – vorausgesetzt der Elektromodus wird auch genutzt. Wenn nicht, ist das nicht nur schlecht für das Klima, sondern auch für die Geldbörse.

„Das Beste aus beiden Welten“ – mit diesem Satz schwärmt die Autoindustrie gerne über Plug-In-Hybride (PHEV). Klingt ja auch nach einer guten Idee: Hybride fahren elektrisch und auch per Verbrennermotor und verbinden so die emissionsfreie Stromwelt mit der gewohnten Benzinwelt. Dazu kommt, dass die höheren Anschaffungskosten seit Juli 2020 mit einer staatlichen Förderung bis zu 6.750 Euro subventioniert werden. Doch nur, weil diese Fahrzeuge steuerliche Vorteile mit sich bringen, sollte man nicht überstürzt den Fuhrpark neu ausrichten Damit sich ein Plug-in Hybride rechnet, müssen mehrere Faktoren zusammenspielen. Denn sonst wird aus dem vermeintlich umweltfreundlichen Auto ein Klimasünder – und kommt dem Unternehmen teuer zu stehen.

Hybrid Fahrzeuge boomen

Zwischen Januar und September 2020 wurden in Deutschland 105 882 Wagen mit Plug-In-Hybrid-Technik zugelassen, im gesamten Vorjahr waren es nur 45 348. Kein Wunder, neben dem Steuer-Bonus profitiert ein Hybrid-Fahrer von den gleichen Privilegien im Straßenverkehr wie reine Elektroautos: Er darf Umweltspuren oder Sonderparkplätze nutzen und während des Ladevorgangs kostenlos parken. Überlässt der Arbeitgeber den Dienstwagen seinem Mitarbeiter auch zur privaten Nutzung, muss dieser dafür nur 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil an das Finanzamt abführen. Für Firmenwagen-Fahrer ergibt sich allein dadurch eine Steuerersparnis im drei- bis vierstelligen Bereich pro Jahr.

Vom Klimaretter zum Umweltsünder

Das Problem dabei ist: Nur etwa 2,5 Prozent aller im letzten Jahr zugelassenen Hybrid-Wagen schaffen es, eine Strecke von 80 Kilometer elektrisch und ohne Nachladen zu fahren. Alle anderen machen – vor allem bei kühler Witterung – vorher schlapp. Das macht die Handhabung umständlich, zumal es keinen Anreiz für die Fahrer gibt, auf Strombetrieb umzuschalten. 

Dabei ist es wichtig, dass die Autos tatsächlich geladen und im E-Modus gefahren werden. In der Praxis sieht es aber ganz anders aus. Eine Studie der Fraunhofer-Gesellschaft und des „International Council on Clean Transportation“ fand heraus, dass private Fahrer ihr Hybridfahrzeug nur an drei von vier Tagen laden – deshalb ist nur 43 Prozent der Fahrleistung elektrisch und der CO2-Ausstoß dadurch doppelt so hoch wie auf dem Papier. Werden solche Autos jedoch als Dienstwagen gefahren, dann vervierfacht sich der reale CO2-Ausstoß sogar: Sie werden nur zu 18 Prozent im E-Modus bewegt.

Stromerzeugung

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam der europäische Umwelt-Dachverband „Transport & Environment“ (T&E), der drei beliebte Plug-in-Hybride im Realbetrieb hat untersuchen lassen. Laut T&E lagen die CO2-Emissionen der drei Wagen selbst bei voller Batterie und unter optimalen Testbedingungen um 28 bis 89 Prozent über den offiziellen Werten.

Keine typischen Flottenfahrzeuge

Also alles nur Etikettenschwindel? Auch der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) zeigt sich kritisch. BVF-Geschäftsführer Axel Schäfer moniert, dass Plug-In-Hybride die Nachfrage nach echten umweltschonenden Alternativen wie vollelektrischen Fahrzeugen ausbremsen. Laut Schäfer seien Plug-in Hybride keine typischen Flottenfahrzeuge. Gerade bei häufigen Langstreckeneinsätzen und einem vermehrten Einsatz des Verbrenners liege der Kraftstoffverbrauch eines Hybridautos höher als bei einem konventionell angetriebenen Verbrenner-Fahrzeug. Was nicht nur für eine schlechtere CO2-Bilanz sorgt, sondern dem Unternehmen am Ende auch noch teuer zu stehen kommt.

Ist die richtige Infrastruktur vorhanden?

Wer Plug-in-Hybride einsetzen möchte, sollte den zunächst einige Fakten checken. Legt ein Fahrer regelmäßig lange Strecken mit dem Dienstwagen zurück? Oder hat er zu Hause keine Lademöglichkeit? Dann wird er mit dem Stecker-Fahrzeug wahrscheinlich wenig glücklich. Auch auf dem Firmengelände sollte es genug Ladestationen für alle geben – immerhin dauert es bis zu vier Stunden, bis um eine leer gefahrene Batterie wieder voll zu laden.    

Das Problem bleibt trotzdem: Wie stellt man sicher, dass die Fahrzeuge auch tatsächlich geladen und im Elektromodus gefahren werden? Ein regelmäßiges Reporting kann helfen, dazu eignen sich sowohl die Car Policy als auch die Nutzervereinbarung. Der Dienstwagennutzer muss sich verpflichten, den Plug-in-Hybrid regelmäßig zu laden und dies nachzuweisen.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Limitierung der Benzinkosten. Auch die Richtlinie, dass die PHEV-Fahrer eine Lademöglichkeit zu Hause schaffen müssen, ist sinnvoll. Der Staat hilft dabei: Aktuell gibt es für private Wallboxen von der KfW-Bank 900 Euro Zuschuss. Der Fuhrparkverband hat sich zudem dafür eingesetzt, die Innovationsprämie an den Stromanteil zu koppeln und den halbierten Satz des geldwerten Vorteils von einer Mindestnutzung des E-Motors abhängig zu machen. 

Fast alle dieser Kontroll-Maßnahmen bedeuten Mehrarbeit für den Fuhrparkmanager, für die mitunter neue digitale Abrechnungssysteme gebraucht werden. Auch das sollte man bedenken, bevor man sich für den Erwerb eines Plug-In-Hybriden entscheidet.

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Elektroautos 2021 – Was sind die Trends?

Elektromobilität ist seit dem letzten Jahr auf der Überholspur. Üppige finanzielle Förderungen werden diesen Trend noch weiter pushen. Wir haben einen ausgewählten Überblick über die wichtigsten Neuerscheinungen 2021.

Diese E-Autos kommen 2021 auf den Markt

Die Zahlen sprechen für sich: 2020 lagen die Zulassungen reiner Elektroautos laut Kraftfahrtbundesamt bei 194.000. Das ist ein Zuwachs von 206 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist klar – das E-Auto ist auf dem Weg, den Markt zu erobern. Das zeigt alleine die Bandbreite der Fahrzeuge: sie reicht vom Kleinstwagen über Luxus-SUV bis hin zu Nutzfahrzeugen. Für jedes Budget gibt es das passende Fahrzeug, wie der Dacia Spring im untersten Preissegment beweist. Wir präsentieren die wichtigsten kommenden Neuerscheinungen.

Top Modelle

BWW iX

Elektro-SUV mit einer enormen Reichweite von 600 Kilometern. Sein futuristisches Aussehen ist gepaart mit zweckmäßiger Geräumigkeit. Der BMW iX besitzt zudem ein 5G-Mobilfunkmodul, um Daten und Sensorik-Informationen in die BMW-Cloud zu übertragen. Preis ab 66.300 Euro.

Audi Q4 E-Tron

Die neue E-Tron-Version zählt zum Kompakt-Segment und wird als SUV sowie mit lang abfallender Dachlinie als Sportback angeboten. Mit Allradantrieb schafft er 450 km, mit Heckantrieb über 500 km. Preise sollen etwa bei 45.000 Euro liegen.

Porsche Taycan Cross Turismo

Mit vermutlich über 100.000 Euro ist der Porsche kein Schnäppchen, beglückt den Fahrer aber mit über 600 PS und Allradantrieb. Damit beschleunigt der viertürige Kombi in 3,5 Sekunden auf 100 km/h und in weniger als zwölf Sekunden auf 200 km/h.

Tesla Model Y

Als Basis für den Kompakt-SUV dient das Model 3 – er bietet aber deutlich mehr Platz im Innenraum. Der schicke E-Flitzer lässt sich als Fünf- oder Siebensitzer konfigurieren. Reichweite: ca. 500 km. Preis: ab 55.000 Euro.

Mercedes EQS

Der EQS gilt als vollelektrische Pendant zur S-Klasse von Mercedes-Benz. Raumschiff-Gefühl verleiht die „Hyperscreen.“ Das Cockpit wirkt wie aus einem Guss, Übergänge zwischen Bildschirmen und Bedienelementen sind verschwunden. Die Reichweite soll bei erstaunlichen 700 km liegen.

Nissan Ariya

Der flüssiggekühlte Akku sorgt bis zu 500 km Reichweite und lässt sich mit einem CCS-Stecker mit bis zu 300 Kilowatt Ladeleistung schnell laden. Innerhalb von 7-10 Minuten lädt der Ariya rund 100 Kilometer Reichweite nach.

Ford Mustang Mach-E

Diese Melange aus Sportwagen und SUV bietet fünf Türen und schafft gut 600 km mit einer Akkuladung. Preis: ab 46.900 Euro.

Hyundai Ioniq 5

Ein Auto mit Schnellaufladung, denn die Batterien haben anstatt 400 nun 800 Volt Spannung. Neben höhere Ladeleistungen soll der Ioniq 5 so in fünf Minuten 100 km Reichweite nachladen können. Die Reichweite liegt bei rund 500 km, der Preis um 45.000 Euro.

Ladestation Elektroauto

Preiswerte Modelle

Dacia Spring

Den preiswertesten SUV gibt es jetzt auch in der Elektro-Version. Mit einer Reichweite von 225 km taugt er eher für die Stadt oder Kurzstrecken in der Umgebung. Preis: ca. 18.000 Euro.

Fiat 500

Fiat bietet gleich drei neue Versionen an: den Action, Passion und Icon. Die Reichweiten liegen bei zwischen 200 und 320 km. Preise schwanken zwischen 24.000 und 30.000 Euro.

VW ID.4

Als kompakter SUV präsentiert sich VWs zweites Elektroauto. Die Leistung liegt zwischen 148 und 204 PS, der größere Akku soll für bis zu 520 Kilometer reichen. Preis: unter 37.000 Euro.

Hybrid- und alternative Antriebe

Ferrari SF90 Spider

Stecker raus, anschnallen und losdüsen: mit dem Hybrid-Car des Nobel-Italieners. Der Steckbrief des kann sich sehen lassen: Der 574 kW / 780 PS starke Turbobenziner kann gleichzeitig drei Elektromotoren mit einer Leistung von 156 kW / 220 PS nutzen, die die Gesamtleistung auf 730 kW / 1.000 PS drücken. Die Geschwindigkeit mit über 300 km/h ist spitze, der Preis sicherlich auch.

Toyota Mirai

Das Brennstoffzellen-Fahrzeug ist ein komfortables Familienauto. Drei Tanks für Wasserstoff und eine kompaktere Brennstoffzelle bescheren eine Reichweite von 650 km. Der Preis: etwa 79.000 Euro.

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Elektrische Dienstwagen – zuhause laden, zentral abrechnen und von Förderung profitieren

Die Herausforderung einen Fuhrpark mit elektrischen Dienstwagen zentral und einfach abrechnen zu können, besteht in vielen Unternehmen, die diese Fahrzeuge in den Fuhrpark integrieren wollen. Wie funktioniert das Laden und die Abrechnung des Stroms für die Mitarbeiter? Welche Vorteile gibt es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Integration? Damit die Umsetzung durchgeführt werden kann und nicht aufgrund von Kostenfragen auf der Strecke bleibt, gibt es passende Förderungen.

Das Elektroauto als Dienstwagen

Die Nachfrage nach Elektroautos und Ladeinfrastruktur hat in den vergangenen Monaten wortwörtlich an Fahrt aufgenommen. Ein wichtiger Grund dafür: Förderprogramme machen die Anschaffung von Elektroautos und Ladeinfrastruktur attraktiver denn je. Nicht nur Privatpersonen haben dies erkannt, sondern auch Unternehmen profitieren von den Fördergeldern und elektrifizieren ihren Fuhrpark oder einzelne Dienstwagen. Größte Herausforderung für Unternehmen ist hierbei der Mangel an Ladepunkten und die Komplexität bei der rechtssicheren Stromabrechnung.

Firmenwagen Zuhause laden - Abrechnung ohne Stress

Viele Mitarbeiter, die ein Elektrofahrzeug als Firmenwagen besitzen stehen nach der Übergabe vor einem Problem – wie wird das Fahrzeug Zuhause geladen? Was bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor die Tankkarte geregelt hat, muss nun auch für die Elektrofahrzeuge geregelt werden. Hier muss es für den Mitarbeiter die Möglichkeit geben, das Fahrzeug überall laden zu können und die dadurch entstehenden Kosten ordnungsgemäß abzurechnen.

Eine Lösung für das Problem ist die Möglichkeit, Dienstwagen mit Hilfe einer Ladekarte immer und überall laden zu können. So kann der Firmenwagen sowohl Zuhause, als auch unterwegs oder am Arbeitsplatz geladen werden.

Elektroauto kann zuhause geladen werden

Die Kosten des zuhause geladenen Stroms werden dabei automatisch vom Arbeitgeber erstattet. Diese Komplettlösung bietet nicht nur für die Mitarbeiter viele Vorteile, sondern auch für Arbeitgeber, insbesondere für die zuständigen Fuhrparkmanager.

Für das Unternehmen und die Mitarbeiter bietet eine solche Ladekarte die Lösung für das Problem der Abrechnung des zuhause geladenen Stroms. Im Hinblick auf die Steigerung der Nachhaltigkeit im Unternehmen ist die Einführung von Elektrofahrzeugen und der dazugehörigen Maßnahmen (Ausbau der Ladeinfrastruktur, Abrechnung des Ladevorgangs usw.) empfehlenswert.

Vorteile für Arbeitgeber

  • Der Arbeitgeber zahlt nur für Strom, der tatsächlich von dem Firmenfahrzeug verbraucht wurde
  • Unternehmen erhalten einen Überblick über die CO2-Einsparung und können diese im Nachhaltigkeitsbericht ausweisen
  •  Der Abrechnungsprozess erfolgt automatisch über ein zentrales Backend. Der Fuhrparkmanager muss sich um nichts mehr kümmern
  • Ein eigener Ladepunkt (Wallbox) motiviert elektrisch zu fahren: Bei Plug-in Hybriden spart das Unternehmen dabei Geld. Außerdem wird so die Ladetechnik am Arbeitsplatz nicht mehr zwangsläufig notwendig
  • Die Lösung ist rechtssicher gegenüber dem Finanzamt

Vorteile für Arbeitnehmer

  • Das Laden ist mit nur einer Ladekarte und überall möglich – zuhause, bei der Arbeit sowie an öffentlichen Ladepunkten
  • Arbeitnehmer mit einem elektrischen Dienstwagen erhalten einen eigenen Ladepunkt (Wallbox) bei sich zuhause
  • Mitarbeiter können Freunde und Bekannte problemlos zuhause laden lassen ohne dabei Geld zu verschenken
  • Wenn der Mitarbeiter den Dienstwagen zuhause lädt, werden ihm die Kosten vollautomatisch erstattet
  • Die Nutzung von Mitarbeiter-Strom ist für den Arbeitnehmer einfach und komfortabel

Wer auf eine Komplettlösung wie Mitarbeiter-Strom setzt, dem werden die Kosten für den zuhause geladenen Stroms automatisch vom Arbeitgeber erstattet. Diese Lösung bietet nicht nur für die Mitarbeiter viele Vorteile, sondern auch für Arbeitgeber, insbesondere für die zuständigen Fuhrparkmanager.  

Ladekarte für Mitarbeiter

Förderprogramme für elektrische Dienstwagen

Neben der einfachen Handhabung durch eine Ladekarte für alles, können Unternehmen und Mitarbeiter noch von zahlreichen Förderprogrammen für Elektroautos und Ladeinfrastruktur profitieren. Allerdings sind diese Fördertöpfe aufgrund der hohen Nachfragen auch schnell ausgeschöpft. So war zum Beispiel das seit dem 24. November 2020 aktive Förderprogramm 440 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das den Kauf und die Installation einer privaten Wallbox zuhause mit bis zu 900 € fördert, bereits nach vier Wochen zu zwei Dritteln ausgeschöpft: Anträge für knapp 122.000 von etwa 244.000 möglichen Ladepunkte wurden bereits eingereicht. Rein rechnerisch entspricht dies rund 135 Millionen Euro – zwei Drittel der 200 Millionen Euro, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Budget zur Verfügung gestellt hat.

KfW 440 Förderung für private Ladepunkte an Wohngebäuden

Für die Beantragung der KfW 440 Förderung muss lediglich die Anzahl der gewünschten Förderpunkte angeben werden und die geplante Wallbox innerhalb von neun Monaten installiert sein, um den Anspruch geltend zu machen. 

  • Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt
  • Für Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden
  • Für Eigentümer und Wohnungs­eigentümer­gemein­schaften, für Mieter und Vermieter

Weitere Informationen zur Förderung allgemein und den Voraussetzungen, gibt es hier. Außerdem ist eine Übersicht über alle aktuelle Förderprogramme auf Bundes- und Länderebene hier zu finden. 

Öffentliche Ladesäulen mit Reservierfunktion

Mitarbeiter, die privat keine Wallbox installieren können, weil sie z.B. keine eigene Garage oder Stellplatz haben, können bei Fachplanungsbüros wie amperio die Errichtung einer Ladesäule in ihrer Wohngegend anfragen. Diese lassen sich bei manchen Anbietern sogar per App reservieren. In der Regel werden für solche Projekte Fördermöglichkeiten für öffentliche Ladeinfrastruktur genutzt und Sponsoren eingebunden.

Fazit: Elektrische Dienstwagen im Alltag

Die Elektrifizierung des Fuhrparks, die Beantragung von Fördergeldern für private Wallboxen zuhause und das zentrale Abrechnen der entstandenen Stromkosten muss nicht schwierig sein. Mit Hilfe verschiedener Förderungen können Unternehmen die Umsetzung der Integration von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark umsetzen. Hierbei ist es wichtig, die sowohl unternehmerische Vorteile als auch die Vorteile für Mitarbeiter zu betrachten, um mit der Integration von Elektrofahrzeugen die Nachhaltigkeit im Unternehmen langfristig steigern zu können.

Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur kann eine Backend Anbindung für die Ladestation genutzt werden. Dadurch wird das Organisieren der Ladezyklen vereinfacht und die Struktur verbessert.

Über das Unternehmen

Logo Amperio

Die amperio blickt zurück auf neun Jahre Erfahrung auf dem E-Mobilitätsmarkt. Dabei betreuen sie Mandate beim Aufbau ganzer Ladenetzwerke mittels Standortgenerierung sowie anschließender Standortanalysen und zeichnen sich als Fachplanungsbüro für Ladeinfrastruktur aus. Mehr Infos gibt es hier

Kraftfahrzeugsteuergesetz – Das ändert sich 2021

Die Kraftfahrzeugsteuer für Pkw berechnet sich aus dem CO2-Prüfwert und dem Hubraum des Fahrzeugs. Liegt der CO2-Wert eines Pkw oberhalb von 95 g/km, ist ein einheitlicher Steuersatz von 2 Euro je g/km fällig. Diese Regelung ändert sich mit dem aktualisierten Kraftfahrzeugsteuergesetz für erstzugelassene Pkw, außerdem werden durch den Entfall einer bisherigen Sonderregelung vor allem Handwerksbetriebe entlastet.

Steuererleichterung für Handwerksbetriebe

Bisher wurde in § 18 Abs. 12 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes eine Sonderregelung für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht definiert. Verfügten diese Fahrzeuge über vier bis neun Sitzplätze, wurden sie, aufgrund ihrer Beschaffenheit, vorrangig als Mittel zur Personenbeförderung angesehen. Eine deutlich höhere Kfz-Steuer war die Folge, da die Fahrzeuge nicht nach den gewichtsbezogenen Steuersätzen, sondern nach den CO2- und hubraumbezogenen Tarifen für Pkw besteuert wurden. Vor allem Handwerksbetriebe waren von der Sonderregelung betroffen.

Mit Inkrafttreten des 7. Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes am 23.10.2020 wurde die Sonderregelung aufgehoben. Die Besteuerung erfolgt nun gewichtsbezogen, nach der Einstufung der Kfz-Zulassungsbehörde.

Gut zu wissen: Betroffen sind hiervon circa 390.000 Fahrzeuge. Die Aufhebung der Sonderregelung muss vom Fahrzeughalter nicht beantragt werden. Dieser erhält automatisch einen geänderten Steuerbescheid und die zu viel erhobene Steuer wird zurückerstattet.

VW Bus steht auf einem Feld.
Die Sonderregelung für Nutzfahrzeuge unter 3,5 t wurde abgeschafft.

Anstieg der Kfz-Steuer

Seit dem Beginn des neuen Jahres sollte bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren die Kfz-Steuer nicht außer Acht gelassen werden. Für Pkw, die ab Januar 2021 erstzugelassen  werden, gelten steigende Steuersätze: 

  • über 95 g/km bis zu 115 g/km 2,00 Euro,
  • über 115 g/km bis zu 135 g/km 2,20 Euro,
  • über 135 g/km bis zu 155 g/km 2,50 Euro,
  • über 155 g/km bis zu 175 g/km 2,90 Euro,
  • über 175 g/km bis zu 195 g/km 3,40 Euro,
  • über 195 g/km 4,00 Euro.

Emissionsarme Pkw werden bevorzugt

Der Anstieg der Kraftfahrzeugsteuer für Fahrzeuge mit hohem CO2 Ausstoß ist eng mit den 2020 gesteckten Klimazielen verbunden. In Zukunft sollen umweltfreundlichere Alternativen zu Verbrennungsmotoren und emissionsarme Pkw im Allgemeinen stärker gefördert werden.  

Aus diesem Grund reduziert sich die jeweilige Jahressteuer für fünf Jahre um jeweils 30 Euro für alle Pkw, die bis zum 31. Dezember 2024 erstmalig zugelassen werden.

Verlängerung der Steuerbefreiung

Elektrofahrzeug laden

Seit Januar 2021 verlängert sich außerdem die 10 jährige Steuerbefreiung für E-Autos. Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, die zwischen 17. Mai 2011 und 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, profitieren vom Entfall der Kraftfahrzeugsteuer. Diese wird bis zu 10 Jahren, maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2030, gewährt. Fahrzeughalter von E-Autos können sich nach Ablauf dieser Steuerbefreiung jedoch weiterhin über eine Ermäßigung von 50 % freuen.

Broschüre zur Versteuerung von E-Dienstwagen

Möchten Sie mehr über die Besteuerung von Elektrofahrzeugen erfahren? Informieren Sie sich mithilfe der kostenlosen Broschüre zur Firmenwagenversteuerung von E-Fahrzeugen.

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