Ladeinfrastruktur in Deutschland: So können Sie profitieren

Jetzt soll es fix gehen: Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) plant die öffentliche Ladenetzinfrastruktur in ganz Deutschland flächendeckend auszubauen und zu fördern. Dafür entstehen im ersten Schritt 1.000 neue Ladeparks. Besonders Schnelllader stehen im Fokus – sie sollen in maximal zehn Minuten zu erreichen sein.

Wenn man dem Klimawandel effektiv begegnen möchte, kommen wir an E-Mobilität und der dazugehörigen Infrastruktur nicht vorbei. Bislang sind die Bemühungen des Bundes kaum sichtbar. So waren zum 1.August 2021 laut Bundesnetzagentur 46.174 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland registriert, davon 6.750 Schnellladepunkte. Ein elementares Problem: Viele von ihnen verstoßen gegen das Eichrecht. Ursprünglich sollten schon Ende März 2019 alle Ladesäulen in Deutschland dem Eichrecht entsprechen. Anders als bei Normalladesäulen war es technisch aber noch nicht möglich Schnellladesäulen so exakt zu justieren, um dem Eichrecht zu entsprechen. 

Für die Umrüstung auf moderne Lösungen müssten Betreiber tief in die Tasche greifen. Nach Informationen des Handelsblatts entstehen Kosten von bis zu 6000 Euro pro besonders schnellem DC-Gerät, bei langsameren AC-Ladesäulen sind es etwa 500 Euro. Teilweise müssen Ladesäulen auch komplett ausgewechselt werden.

Schnelle Förderung der Ladeinfrastruktur

Die Bundesregierung zündet nun den Turbo, damit alle E-Auto-FahrerInnen von einer leistungsstarken Ladeinfrastruktur profitieren können. Mit dem „Deutschlandnetz“ aus bundesweit 1.000 DC-Ladeparks soll bis 2023 der nächste Schnelllader von jedem Ort in Deutschland in maximal zehn Minuten Fahrtzeit zu erreichen sein.

 Neben DC-Schnellladestationen mit mindestens 200 kW Ladeleistung fördert der Bund weitere öffentliche Modelle. Hier muss die Ladeleistung bis zu 22kW oder mehr als 22kW betragen. 

E-Ladestation

Fördergelder – so läuft’s

Um die Förderung von Stationen mit 200 bis 300 kW Ladeleistung können sich neben Konzernen auch kleine oder mittelständische Betreiber bewerben. In den ausgeschriebenen Losen sind mehrere Standorte gebündelt, darunter besonders attraktive und weniger gewinnversprechende. Mit dieser Streuung soll verhindert werden, dass Infrastruktur nur an einträglichen Orten entsteht. 

Zusätzlich unterscheiden sich die Lose auch in ihrer Größe. Das soll kleine Betreiber motivieren, sich zu bewerben. Aufbau und Betrieb der Stationen übernehmen die Unternehmen – der Bund finanziert den Bau und erhält den Großteil der Einnahmen. Nach acht Jahren Laufzeit darf der Betreiber den Standort komplett übernehmen.

Ladeleistung ist definiert

Allerdings läuft der Deal nicht ohne technische Bestimmungen. Maßgeblich ist eine maximale Ladeleistung eines einzelnen Ladepunkts von 300 kW, auch bei geteilter Nutzung eines Anschlusses müssen noch 200 kW fließen. Ebenso ist der Steckertyp definiert: nur der in Europa verbreitete CCS-Anschluss ist vorgesehen. Zudem wird die Nachrüstung bereits vorhandener öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur unter bestimmten Umständen gefördert. Alte Modelle sollen „mit Blick auf eine höhere Ladeleistung und mehr Ladekomfort“ modernisiert werden. Oder bereits bestehende, private Ladeinfrastrukturen müssen für alle öffentlich zugänglich gemacht werden. 

Weitere Anforderungen der Förderung:

  • Zugang entweder per RFID-Chip, per App oder über Plug-and-Charge.
  • Bezahlung erfolgt mit Giro- oder Kreditkarte, per NFC-Funktion oder Zahlenpad. 
  • Getankt wird Ökostrom.

Preisgrenze für Strom

Um E-Mobilität zu forcieren, will der Bund die Preise für den Fahrstrom regulieren – das Tanken ohne Vertrag liegt bei maximal 44 Cent brutto pro Kilowattstunde. So soll der Wettbewerb ausgeglichen werden. Denn die geförderten Lade-Parks dürfen nicht viel billiger sein, als die freien Anbieter. 

Die Standorte verteilen sich je zur Hälfte auf den ländlichen und den urbanen Raum – genauer gesagt in sechs Regionen: Nord-West, Nord-Ost, Mitteldeutschland, Süd-Ost, Süd-West und West. Insgesamt sind 8.800 Ladepunkte vorgesehen, plus zusätzlich 200 Standorte an den Autobahnen.

Parkplatz E-Laden

Noch mehr Förderung fürs öffentliche Laden

Bis Ende 2025 hat das Bundeministerium für Verkehr und Infrastruktur außerdem ein zusätzliches Förderprogramm für öffentliche Ladeinfrastruktur aufgelegt. Es geht darum, 50.000 Ladepunkte – davon 20.000 Schnellladepunkte – zu errichten. Wie bei der ersten Förderung können Unternehmen, Städte und Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen Anträge stellen. 

Etwa 9.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit bis zu 22 kW sowie rund 9.000 Ladepunkte mit mehr als 22 kW und ausschließlichem DC-Schnellladen gehören zu dem Programm. Außerdem fördert das BMVI den zu einem geförderten Ladepunkt gehörenden Netzanschluss – oder die Kombination aus Netzanschluss und Pufferspeicher. Bis zu 60 Prozent der Kosten trägt der Bund, wenn der Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien erfolgt. Anträge für diesen Förderaufruf können bis zum 18. Januar 2022 gestellt werden. 

Gut zu wissen: Die Wallbox-Förderung von privaten Ladepunkten findet immer noch außerhalb der Förderrichtlinien für den Aufbau öffentlicher Ladepunkte statt.

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Mobilitätswende im Fuhrpark: Neue Chancen, einige Hürden

Geht es nach dem Bundesverband Fuhrparkmanagement könnten die nächsten Jahre den Mobilitätswandel endgültig beschleunigen. Dazu benötigen Flottenbetreiber jedoch die Rückendeckung aus der Politik – und ein Leitbild für die Mobilität der Zukunft. Vor welchen Herausforderungen die Branche steht und was der Fachverband von der künftigen Regierung erwartet – hier lesen sie es.

Eine ausgewogene Balance zwischen ökologisch sowie ökonomisch ist für Unternehmen zukünftig nötig, um wettbewerbsfähig zu sein. Die Weichen dafür müssen jetzt mit einem detaillierten Plan gestellt werden. Während die Politik noch keine klare Positionierung bezieht, weiß der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF), wie sich der Mobilitätswandel in Unternehmen effizient und nachhaltig gestalten lässt. 

Um die Herausforderungen der Zukunft zu schultern, setzt der Fachverband auf drei Maßnahmen: einen Masterplan für den Mobilitätswandel, die Bündelung von Verantwortlichkeiten und sinnvolle Investitionen und Fördermaßnahmen. Entscheidenden Einfluss auf die Mobilitätswende haben die Fuhrparks ohnehin: Rund 4,5 Millionen Fahrzeuge (Pkw und Kleintransporter) sollen laut Angaben des BVF als Flottenfahrzeuge in rund 1,6 Millionen Firmenfuhrparks unterwegs sein.

Chancen nutzen

Die Gestaltung der Mobilitätswende wird bisher unzureichend wahrgenommen, da „ein bundesweiter Konsens über Ziele einer Mobilitätspolitik und ein hieraus folgender Gestaltungsrahmen fehlen“, sagte der BVF. So mangele es etwa an einheitlicher Leitlinien und Gestaltungsvorgaben. Das wiederum bremst die Anlagesicherheit für Unternehmen bei Investitionen in neue Antriebsarten. 

Auf der anderen Seite sieht der Verband aber auch Lichtblicke. „Die sich abzeichnenden Chancen bieten Unternehmen viel Raum für Erneuerung und Neugestaltung von Mobilitätskonzepten.“ Bei der Organisation der Mobilitätsanforderungen müssen Handelnde jedoch viele Details berücksichtigen. Als Haupttreiber auf dem Weg zum Wandel gilt die Dekarbonisierung bis 2050, aber auch die rasende Geschwindigkeit der Digitalisierung. 

Emissionen vermeiden durch Mobilitätswende

Mobilität für alle

Neben der Unterstützung vom Bund benötigen natürlich auch die Unternehmen eine Strategie, wie der Fuhrpark der Zukunft für alle Mitarbeitenden optimal nutzbar ist. Flexible Lösungen müssen her, damit der Wandel in Richtung ökologische Alternativen in kleinen Schritten gelingt. Vorhandene und bewährte Technologien wie Erdgas (CNG) und Elektroantrieb sollten als Übergangstechnologien zum Mix im Fuhrpark dazugehören. 

Daneben haben sich konventionelle jüngere Fahrzeuge bewährt, die den neuesten Stand der Abgasnormen einhalten – und nach spätestens vier Jahren erneuert werden. Die Förderung von Plug-in-Hybriden stößt beim Verband dagegen auf Unverständnis. Sie sei nicht zielführend, da in der Praxis kein nennenswerter Nachhaltigkeitseffekt sichtbar sei. Zum benötigten Umbruch gehören ebenso Modelle wie Mobilitätsbudgets für Mitarbeitende oder Mobility as a Service (MaaS).

Unterschiedliche Tarife als eine Hürde

Eines der größten Probleme bei der Umsetzung der gewünschten Ziele ist die unzureichende Ladeinfrastruktur samt ihrer Tarife. Etwa 230 verschiedene Tarife in Deutschland bescheren den Unternehmen einen erheblichen Mehraufwand im Management ihrer Fuhrparks. Ein verbindliches Roaming-System für Ladestromtarife? Fehlanzeige. Im Moment besteht ein Wirrwarr aus Tarifen, Zahlungsmitteln und Konditionen.

 Der Verband plädiert für die „Vorgabe eines einheitlichen Zahlungsmittels, das immer an Ladestationen nutzbar sein sollte – vergleichbar mit Tankkarten großer Mineralölgesellschaften für Fuhrparks.“ Auch der Aufbau von Ladeinfrastruktur an Unternehmensstandorten sollte unterstützt und gezielt gefördert werden.

Datenrechte gehören den FahrerInnen

Datenschutz trotz Mobilitätswende

Durch die fortschreitende Digitalisierung steht auch die Sicherung der ermittelten Daten im Fokus. Der Bordcomputer speichert und sendet viele dieser sensiblen Informationen. Deshalb muss das Recht auf die eigenen Daten gewährleistet sein. 

Die Hersteller der Fahrzeuge dürfen nicht Verfügungsberechtigte über Daten der FahrzeugnutzerInnen sein. Angebotene Services von Drittanbietern zur Verbesserung der Mobilität könnten dadurch beschränkt werden.

Zuständigkeiten bündeln

Da aktuell die Kompetenzen über das Verkehrs- und Umweltministerium bis hin zum Finanz- und Wirtschaftsministerium verteilt sind, ist eine Bündelung der Zuständigkeiten für alle Mobilitätsmittel zwingend notwendig. Der Bund sei dazu aufgefordert, die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

„Das Bundesverkehrsministerium sollte sich zum Bundesministerium für Mobilität wandeln und (…) die zentrale Rolle einnehmen“, findet der Bundesverband Fuhrparkmanagement. „Mit klaren Zuständigkeiten im heutigen BMVI muss aber zwingend der politische Wille gegeben sein, betriebliche Mobilität und Mobilität in ihre Gesamtheit zu betrachten und diese Funktion mit den entsprechenden Entscheidungs- und Umsetzungskompetenzen und Personal auszustatten und sie nicht auf eine koordinierende Funktion zu beschränken.“

Zukunft der Flotten gestalten

Trotz vieler Kritikpunkte fordert der BVF ausdrücklich dazu auf, die Potenziale des Mobilitätswandels positiv zu sehen: „Die sich abzeichnenden Chancen bieten Unternehmen viel Raum für Erneuerung und Neugestaltung von Mobilitätskonzepten.“ Die Covid-19-Krise sei obendrein eine Chance, um „einen großen Schritt in Richtung Mobilitätswandel zu machen“, so der Verband. Jetzt sei aktives Handeln der Politik gefragt, um ein sinnvolles Leitbild für die Mobilität der Zukunft definieren. Nur eine strategisch ausgerichtete Umsetzung der Forderungen wird uns ans Ziel führen: den Mobilitätswandel für alle schnell und gut umzusetzen.

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Verbrenner-Ausstieg: Was planen die Hersteller?

Bis zum Jahr 2035 soll nach Vorschlägen der EU-Kommission Schluss mit herkömmlichen Fahrzeugantrieben sein. Der Ausstieg vom Verbrennungsmotor rückt näher. Noch ist kein endgültiger Beschluss gefasst, doch viele Länder begrüßen das Verbrennungsmotor-Verbot und propagieren den Umstieg auf E-Antriebe. Höchste Zeit für die Automobilhersteller wie Audi und VW den Verbrenner-Ausstieg vorzubereiten. Auch für den Fuhrpark sind die Pläne interessant.

Verbrenner-Verbot: Was ist geplant?

Ab 2035 sollen nach Willen der EU-Kommission keine Verbrennermotoren mehr verkauft werden dürfen. Die Pläne für mehr Klimaschutz sind umfangreich und umfassen auch andere Bereiche, beispielsweise die Flugmobilität: Unter anderem soll eine Kerosinsteuer für innereuropäische Flüge eingeführt werden. Das entsprechende Gesetzespaket mit dem Titel „Fit for 55“ soll die europäische Wirtschaft darauf vorbereiten, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 55 Prozent zu verringern. Nicht nur die EU leitet solche Vorhaben in die Wege, auch die USA bringt bereits Maßnahmen auf den Weg, um Mobilität klimafreundlicher zu gestalten. So kündigte der Bundesstaat Kalifornien bereits im September 2020 an, herkömmliche Fahrzeugantriebe bis 2035 zu verbieten.

Ende des Verbrenners

Folgen für die Automobilindustrie

Das Verbrennungsmotor-Verbot hat weitreichende Folgen für die Automobilindustrie: Konkret bedeutet es nämlich, dass Fahrzeuge kein Gramm CO₂ mehr ausstoßen dürfen. Das gelingt heute auf dem breiten Markt ausschließlich mit E-Autos. Diese gehören zwar für die meisten Hersteller bereits zum Portfolio, nehmen vielfach jedoch noch eine Nischenposition ein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Noch sind die wenigsten Batterien auf längere Strecken ausgelegt, zumal es an flächendeckenden Ladesäulen fehlt, insbesondere auf Autobahnen. Alternative Antriebstechniken sind jedoch bislang nicht ausgereift genug, um Vollelektrofahrzeugen ernsthaft Konkurrenz machen zu können. Das E-Auto ist damit nach aktuellem Stand der Zukunftsträger der Autobauer.

Wie bereiten die Hersteller den Verbrenner-Ausstieg vor?

Obwohl bisher weder in Europa noch in den USA der Ausstieg vom Verbrennungsmotor vollkommen realisiert wurde, deutet vieles darauf hin, dass er Wirklichkeit wird. Zahlreiche EU-Länder, unter anderem Dänemark und die Niederlande, fordern dies seit Jahren. Und die Hersteller reagieren.

Die Vorhaben der Hersteller im Überblick

  • VW plant einen schrittweisen Übergang: Im Jahr 2030 soll jeder zweite Neuwagen mit elektrischem Antrieb ausgeliefert, bis 2035 die letzten Verbrenner für den europäischen Markt gebaut werden. 
  • Auch Audi hat zum Verbrenner-Ausstieg konkrete Pläne: Die Entwicklung von Benzin- und Dieselantrieben sowie Hybriden soll ab 2026 gestoppt werden.
  • BMW war 2013 der erste deutsche Autobauer, der ein Vollelektrofahrzeug vorstellte. Der Umstieg hin zu CO2-Neutralität soll in München bereits 2023 beginnen. Bis 2030 besteht nach Willen der Unternehmensführung die Hälfte der Flotte aus E-Autos.
  • Mercedes ist nach Unternehmensangaben bereit, bis 2030 in allen Marktbereichen Elektrofahrzeuge anzubieten.
  • Ford geht schrittweise vor: Ab 2026 sollen zunächst alle Modelle als Plug-in-Hybride oder Vollelektro-Variante angeboten werden, vier Jahre später als rein elektrisch angetriebene.
  • Mini bringt nach heutigem Stand bereits 2025 den letzten Verbrenner auf den Markt. Ab Anfang der 2030er Jahre bietet die BMW-Tochter dann ausschließlich E-Fahrzeuge an, wie ein Unternehmenssprecher verlauten ließ.
  • Opel teilt mit, dass bereits 2021 neun Vollelektroautos auf den Markt kommen sollen. Ab 2028 plant der Hersteller das endgültige Aus für den Verbrenner.
  • Renault, ebenfalls ein Pionier in Sachen E-Mobilität, will den Verkaufsanteil von Vollelektromodellen bis 2030 auf 90 Prozent steigern.
  • Porsche will bis Ende der 2020er-Jahre auf 80 Prozent E-Antrieb-Quote kommen. Eine Ausnahme ist der Kult-Sportwagen Porsche 911, der nach wie vor konventionell betrieben werden soll, und zwar mit synthetischem Treibstoff.

Was bedeutet der Verbrenner-Ausstieg für Fuhrparks und Flottenfahrzeuge?

Die Pläne der EU-Kommission braucht dem Fuhrparkmanagement nach heutigem Stand keine Sorge zu bereiten: Erstens, weil bislang noch keine festen Beschlüsse gefasst wurden, und zweitens, weil ältere Fahrzeuge Bestandsschutz genießen. Das Verbrenner-Verbot gilt nur für Neuwagen – bereits zugelassene Wagen sind nicht betroffen und dürfen weiterhin im Verkehr bleiben.

Chancen der E-Mobilität

Es kann für Unternehmen mit Fuhrpark dennoch sinnvoll sein, den Verbrenner-Ausstieg zum Anlass zu nehmen, die Flotte sukzessive auf E-Antrieb umzustellen, nicht nur aus Gründen der Klimaneutralität: Elektrofahrzeuge verursachen im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen weniger Kosten. Die mitunter höheren Anschaffungsaufwendungen – die letztendlich stark vom Modell und den zu erwartenden Subventionen abhängen –, amortisieren sich durch geringere Antriebskosten. Insbesondere für große Betriebe kann es interessant sein, in selbst erzeugte Stromanlagen zu investieren, etwa in Form von Solartechnik. Kosten für Reparaturen und Wartungen fallen vielfach ebenfalls geringer aus. Die bislang bestehenden Nachteile, wie geringere Reichweiten, dürften bis zum Verbots-Stichtag weniger relevant sein. Schon heute gibt es Akkus, die mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern aufwarten – und bereits jetzt sind Fahrzeuge angekündigt, die es auf die doppelte Reichweite bringen sollen.

Fahrerraum eines Elektrofahrzeug.

Mit Leasingrechner zu mehr Klarheit

Ob Elektrofahrzeuge kostengünstiger für den Fuhrpark sind, lässt sich am besten über einen Kostenvergleich ermitteln. Mithilfe des TCO-Leasingrechners geschieht der Vergleich in wenigen Minuten. Nachdem die Felder ausgefüllt sind, zeigt dieser an, welches Fahrzeuge – ob Verbrenner oder E-Auto – kostengünstiger ist. 

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Emobilität – FahrerInnen frühzeitig mit einbeziehen

Unternehmen, die ihre Fuhrparks elektrifizieren, werden häufig mit Attributen wie innovativ, modern und nachhaltig in Verbindung gebracht. Damit die Umstellung auf Elektromobilität reibungslos gelingt, sollten auch die FahrerInnen von der neuen Technik überzeugt – und im besten Fall auch gleich geschult werden, mit den E-Fahrzeugen richtig umzugehen. Wir haben die besten Argumente, Vorteile und Tipps zusammengestellt. 

Keine Frage, die Automobilbranche steht vor einem Umbruch. Mit der aufgestockten Förderung beim Kauf von Elektrofahrzeugen soll in Deutschland die Verkehrswende angeschoben werden: Weg vom Verbrenner, hin zu klimafreundlichen Alternativen. Richard Damm, Präsident des Kraftfahrtbundesamts (KBA), stellt die Prognose auf, dass spätestens im Jahr 2030 ungefähr sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeugen zugelassen sein werden. Auch Fuhrparks sammeln bereits seit einiger Zeit Erfahrungen mit E-Fahrzeugen in ihrer Flotte. Das ist gut für die Umwelt und für das Image des Unternehmens. Doch bevor so eine weitreichende Umstellung ins Haus steht, sollten bezüglich Emobilität FahrerInnen mit ins Boot geholt werden. Wie man sie am besten von der neuen Technik überzeugt und auch schult, erklären wir hier.

Einordung und Aufklärung über Emobilität bei FahrerInnen

Beziehen Sie Ihre Belegschaft von Anfang an mit in die Planung ein. Erklären Sie Ihre Beweggründe, fragen Sie sie nach Ideen und Wünschen. SkeptikerInnen, die Vorbehalte gegen das Thema Elektromobilität haben, laden Sie zu einer Probefahrt ein. Das Fahrerlebnis, die Beschleunigung, die unglaubliche Ruhe im Innenraum, all das sind ganz neue Erfahrungen, die Ihre FahrerInnen neugierig machen und vielleicht sogar überzeugen werden.

E-Mobilität ist komplex, denn sie umfasst eine Vielzahl von Systemen, die es zu neu zu koordinieren gilt. Angefangen von der Disposition, über das Reichweitenmanagement, bis hin zum Ladezustand – eine verlässliche Software kann hier für eine Entlastung sorgen. 

Ein Vorteil, den man unbedingt unterstreichen sollte: Das lästige Sammeln und Zuordnen von Tank-Quittungen entfällt. Eine vollautomatische Abrechnungslösung für sämtliche Ladevorgänge der E-Fahrzeuge reduziert Bürokratie- und Papierkram.

Einordnung Emobilität FahrerInnen

Nachhaltigkeit und Angebotssteigerung

„Ja, aber wie klimafreundlich sind Elektrofahrzeuge wirklich?“ Diese Frage fällt früher oder später in jedem Gespräch zum Thema E-Mobilität. Die Antwort: Tatsächlich kann die Produktion eines Elektroautos doppelt so viel Energie benötigen wie die eines Verbrenners. Werden die Auto- und Zellfabriken mit Ökostrom betrieben, schrumpft diese Zahl jedoch erheblich. Laut einer aktuellen Studie der Universität Eindhoven weisen Elektroautos – je nach Batteriegröße – nach 30000 bis 60000 Kilometern eine bessere Ökobilanz auf als Verbrenner. Werden die Energiespeicher künftig recycelt, können die Stromer ihren Vorsprung noch ausbauen.

Darüber werden sich Ihre FahrerInnen freuen: Die Auswahl an Elektro- und Hybridfahrzeugen nimmt schnell zu. Früher hatten viele Marken nur einen einzigen Stromer im Programm, mittlerweile wird meist die gesamte Modellpalette elektrifiziert. Bis 2025 investiert allein die deutsche Automobilindustrie insgesamt 150 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien, vor allem Elektromobilität und Digitalisierung. Und dann wird es optisch bald kaum einen Unterschied mehr zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen geben. 

Schulungen Emobiliät FahrerInnen

Schulungen zur Emobilität für FahrerInnen

Elektrofahrzeuge und Elektrohybride werden teils mit sehr hohen elektrischen Spannungen betrieben. Personen, die an sogenannten Hochvolt-Fahrzeugen arbeiten, setzen sich dabei größeren Gefahren aus. Unternehmen sollten daher ihre Mitarbeitenden entsprechend schulen lassen. Sie sollten in Lage sein, anfallende elektrotechnische Arbeiten zu beurteilen, mögliche Gefährdungen zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Dafür gibt es eine Reihe von Weiterbildungs-Angebote von Dekra, TÜV und dem VDI.

Ladeinfrastruktur schaffen

Reichweitenangst ist noch immer die größte Sorge bei Elektro-Einsteigern. Beim Umstieg auf eine elektrische Flotte ist vor allem eine Frage entscheidend für die Praktikabilität: Wie, wo und wann werden die Elektroautos geladen? Stellen Sie auf dem Gelände genug Lademöglichkeiten zur Verfügung und informieren Sie Ihre Mitarbeitenden, dass es derzeit einen Zuschuss für private Wallboxen in Höhe von 900 Euro gibt. Besteht ein Mietverhältnis, muss der Hauseigentümer der Installation zustimmen. Zum Jahresende soll aber eine Reform des Wohnungseigentumsgesetzes in Kraft treten, die klärt, dass Eigentümer kein Veto mehr gegen eine Wallbox einlegen können. Zusätzlich läuft bereits der „Masterplan Ladeinfrastruktur“, demzufolge die Bundesregierung bis 2030 eine Million öffentlicher Zapfstellen für Strom schaffen will.

Hier finden Sie einen Checkliste zur Erstellung einer Ladeinfrastruktur in Ihrem Fuhrpark:

Checkliste Ladeinfrastruktur

Geben Sie hier Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse an und erhalten die Checkliste zugeschickt:

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E-Auto Batterie – Darauf sollten Fuhrparkleiter achten

Was der Tank für ein gewöhnliches Auto ist, stellt der Akku für ein Elektroauto dar: Er ist die Komponente, die den Motor mit der erforderlichen Energie versorgt. Damit spielt der Akku die wichtigste Rolle im Bereich der Elektromobilität, denn die Kapazität bestimmt die Reichweite eines Elektroautos. Worauf man bei der Anschaffung, Pflege und Nutzung eines Akkus achten muss? Erklären wir hier. 

E-Auto Batterie oder Akku?

Wie heißt es denn nun? Mal wird bei E-Fahrzeugen von Akku gesprochen, dann wieder von Batterie. Richtig ist beides. Jeder Akku ist eine Batterie, aber nicht jede E-Auto Batterie ist auch ein Akku. „Batterie“ ist der Oberbegriff für Energiespeicher. Kann dieser wieder aufgeladen werden handelt es sich nicht nur um eine Batterie, sondern auch um einen Akku. Warum Akkus bei Elektrofahrzeugen so einen wichtigen Stellenwert haben? Sie sorgen zusammen mit dem Stromverbrauch für die so wichtige Reichweite.

Warum ist die E-Auto-Batterie so teuer?

Der Akku ist noch immer die teuerste Komponente eines E-Autos, der Kaufpreis liegt im Durchschnitt zwischen 5000 und 10000 Euro. Grund dafür sind die relativ aufwendigen Produktionsprozesse. Zudem entsteht bei Akkus mit Lithium-Ionen eine höhere Brandgefahr, daher werden beim Verbauen eines solchen Akkus entsprechende Sicherheitsmaßnahmen benötigt.

Lithium-Ionen Elektroauto Akku

Stichwort Lithium-Ionen-Akkus: An ihnen führt derzeit im Bereich E-Autos kein Weg vorbei. In den Neunziger Jahren wurden sie erstmals für Digitalkameras, Handys und Notebooks verwendet. Auch heute noch verwendet Tesla für seine Autos Lithium-Ionen-Akkus, die ähnlich auch in Laptops verbaut werden. Warum ist Lithium so begehrt? Es ist das leichteste Metall von allen und erlaubt das Speichern von sehr hohen Energiemengen. Darüber hinaus zeigen Lithium-Ionen-Akkus von allen vorhandenen Technologien mit 90 bis 95 Prozent den höchsten Wirkungsgrad und damit den geringsten Energieverlust.

Weitere E-Auto Batterie Alternativen

Aber auch das kann sich schnell ändern, denn derzeit werden diverse Elektroauto Batterie-Alternativen entwickelt: So arbeitet Samsung an Feststoff-Akkus. Die neuartige SALD-Technologie der deutschen Fraunhofer-Institute und der staatlichen niederländischen Forschungseinrichtung The Netherlands Organisation (TNO) soll mithilfe spezieller Atom-Beschichtungen Reichweiten jenseits der 1000 Kilometer in greifbare Nähe rücken. Ein Forschungsinstitut aus Taiwan hat einen intelligenten Akku entwickelt, der vom Fahrverhalten lernt und seine Kapazität so deutlich besser ausnutzen kann. Die chinesische Great-Wall-Motors-Tochter SVOLT und General Motors (GM) arbeiten an einer kobaltfreien E-Auto-Batterie.

E-Auto Akku – mieten oder kaufen?

Händler bieten beim Kauf eines E-Fahrzeugs häufig an, das Auto ohne Akku zu kaufen und die zugehörige Batterie mittels Leasing-Vertrag zu mieten. Dadurch verringert sich der oft hohe Anschaffungsbetrag, hat jedoch eine monatliche Rate für den Akku zur Folge.

Bei der Miete werden oft Leistungsfähigkeit (also Speicherkapazität), Pannenservice und ein Austausch bei einem Defekt garantiert. Beim Kauf gibt es eine Haltbarkeitsgarantie über mehrere Jahre oder eine gewisse Anzahl gefahrener Kilometer. Bei einem möglichen kostenlosen Austausch während einer Miete bleibt der Wiederverkaufswert des E-Autos höher. Doch gilt: Je höher also die jährliche Laufleistung, desto höher der Preis für die Batteriemiete. Fazit: Wer die finanzielle Rate verkraften kann, sollte die Elektroauto Batterie leasen. Soll das Fahrzeug lange Zeit fahren oder irgendwann gebraucht verkaufen werden, ist eine Anschaffung inklusive Elektroauto Akku sinnvoll.

E-Auto Batterie

Richtige Handhabung für E-Auto Batterie

Auf die Lebensdauer des Akkus bei einem E-Auto haben verschiedene Faktoren Einfluss. Darauf sollten Sie achten:

1) Regelmäßige Wartung des E-Auto Akkus

Der Akku sollte einmal im Jahr von geschulten Kfz-Mechatronikern geprüft und gereinigt werden. Dazu gehört, den Akku von Staub, Schmutz und Korrosion zu befreien.

2) Keine extremen Temperaturen 

Die Akkumulatoren sind in einem E-Auto thermisch isoliert verpackt. Trotzdem können extreme Bedingungen wie Kälte (unter -20°C) oder extreme Hitze (über +40°C) die Leistung und Lebensdauer eines Akkus verringern. Im Sommer sollte ein schattiger Parkplatz und im Winter eine Garage zur Verfügung stehen.  

Laden E-Auto Akkus

3) Richtiges laden der E-Auto Batterie

Bekannt ist die Faustregel, dass der Ladezustand des Akkus bei einem E-Auto zwischen 20 und 80 Prozent liegen sollte. Extreme Ladestände setzen unterdessen die Lebensdauer des Energiespeichers herab. An der Autobahn den Wagen mal schnell an einer Supercharger-Station laden? Perfekt für Langstrecken. Jedoch sind diese Schnellladevorgänge für den Akku auch schädlich und sollten deshalb nicht ausschließlich genutzt werden. Der Wagen sollte so oft wie möglich über Nacht an einer Wechselstrom-Wallbox geladen werden. Diese sogenannte „Schnarchladung“ dauert zwar länger, ist aber schonender.

4) Bewusstes und vorausschauendes Fahren

Genau wie auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gibt es Fahrweisen, die einem E-Auto schaden können. Dauerhaftes Fahren mit Höchstgeschwindigkeit oder häufiges extremes Beschleunigen verkürzen die Lebensdauer des Akkus.

Entsorgung alter E-Auto Akkus

Im Durchschnitt hält der Akku eines E-Autos acht bis zehn Jahre. Wenn das Ende naht, ist der Elektroauto Akku keinesfalls gänzlich unbrauchbar. Es bedeutet nur, dass die Kapazität herabgesetzt ist. Der zugeführte Strom kann dann nur noch zu 70 bis 80 Prozent gespeichert werden, was häufiges Laden erfordert. Da die Energiespeicher noch anderweitig verwendbar sind, gibt es für ausgediente E-Auto Batterien inzwischen einen großen Markt. Immer mehr Akkus landen nach ihrem Einsatz in Elektroautos im „Second Life“, also als stationärer Speicher für Privathaushalte, aber auch zusammengeschaltet als Großspeicher in Gebäuden und Fabriken. Das „zweite Leben“ kann durchaus zehn weitere Jahre lang dauern. 

Erst danach werden Akkus recycelt. Dabei werden derzeit vor allem Aluminium, Stahl und Kunststoffe aus Gehäusen und Komponenten der Akkus zurückgewonnen. Das Recyceln der weitaus wichtigeren Rohstoffe im Akku ist derzeit noch sehr teuer.  

Gut zu wissen: Bis 2030 sollen nach Berechnungen der Denkfabrik „Agora Energiewende“ rund zehn Prozent des Batterie-Rohstoffbedarfs durch Recycling gedeckt werden.

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BAFA Förderung für Elektroautos – diese Zuschüsse für E-Autos gibt es

Der Kauf von Elektroautos kann die Liquidität von Unternehmen belasten. Zu vergleichsweise hohen Kaufpreisen kommen Aufwendungen für Ladesäulen und deren Einbau. Mit der staatlichen Förderung für Elektroautos lassen sich diese Kosten signifikant senken. Vor dem Hintergrund geringerer Folgekosten wird die Anschaffung von E-Autos so auch für den Fuhrpark interessant. Welche Zuschüsse für E-Autos gibt es und wie lassen sie sich geschickt kombinieren?

Förderung für E-Autos: So holen sich Unternehmen den Umweltbonus

Fahrzeug steht in einem Autohaus.

Elektroautos sind teuer: Der Listenpreis von Neufahrzeugen ist in der Regel höher als der von vergleichbaren Benzinern und Dieselautos. Um Kaufanreize zu setzen und die Verbreitung von E-Autos zu fördern, winken Subventionen. Zum einen verspricht sie der Staat in Form der Umweltprämie, zum anderen leisten die Hersteller einen Teil der Förderung für ein E-Auto.

Die Umweltprämie war in der ursprünglichen Fassung bis 31. Dezember 2021 begrenzt. Die Bundesregierung hat sie mit Beschluss vom 17. November 2020 verlängert und verdoppelt. Sie gilt nun bis Ende 2025. Für Käufer und Käuferinnen von E-Autos bedeutet das: Sie können den Antrag für die Förderung des Elektroautos auch über das Jahr 2021 hinaus beantragen.

Für Elektrofahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von weniger als 40.000 Euro beträgt die Förderung der Regierung bis zu 6.000 Euro. Dazu kommt der Herstelleranteil von weiteren 3.000 Euro. Insgesamt winken so 9.000 Euro Kaufprämie als Maximalwert.

Die staatliche Förderung für das Elektroauto reduziert sich bei steigendem Nettolistenpreis. Beträgt dieser zwischen 40.000 und 65.000 Euro, winken 5.000 Euro Bundesanteil und 2.500 Euro Herstelleranteil – insgesamt also 7.500 Euro.

Auch Hybridfahrzeuge sind in der Bundes- beziehungsweise BAFA E-Auto-Förderung inkludiert. Der Zuschuss für diese E-Autos beträgt maximal 6.750 Euro bei Fahrzeugen mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro: 4.500 vom Staat, 2.250 vom Hersteller. Hybridautos mit einem Nettolistenpreis von maximal 65.000 Euro erhalten 3.750 plus 1.875 Euro und damit im Ganzen 5.625 Euro.

Die BAFA E-Auto Förderung kann von Privatpersonen ebenso wie von Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereinen beantragt werden. Dasselbe gilt für die Herstellerförderung.

Förderungen für Ladesäulen

Weitere Kosten fallen für die Ladesäule an. Sie können mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche schlagen. KäuferInnen von E-Autos sollten diese mit einplanen – allerdings auch eine entsprechende Förderung. Diese hat der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) im Oktober 2020 beschlossen. KäuferInnen einer privaten Ladestation auf dem eigenen oder gemieteten Grundstück erhalten einen Zuschuss für ein E-Auto in Höhe von 900 Euro. Interessant für Fuhrparkverantwortliche kann unter Umständen auch das Förderprogramm “Ladeinfrastruktur vor Ort” der Bundesregierung sein. Unter anderem erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu 4.000 Euro für den Kauf und die Montage einer öffentlich zugänglichen Ladesäule mit bis zu 22 kW Kapazität.

Außerdem könnte es hilfreich sein, E-Auto Batterien als Mietmodell zu nutzen anstatt diese zu kaufen. 

Nahaufnahme einer Ladesäule.

Der Antrag für die staatliche Förderung von Elektroautos: So funktioniert's

Für Fuhrparkverantwortliche besonders interessant ist allerdings die Umwelt- beziehungsweise Innovationsprämie. Der Antrag für die Förderung von Elektroautos – auch als “Innovationsprämie” bekannt – erfolgt über das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Wichtig: Das Fahrzeug muss zuvor erworben und zugelassen worden sein. Der Zuschuss für das E-Auto kann dann innerhalb eines Jahres beantragt werden. Dieser erfolgt in einem vollelektronischen Verfahren, sprich, ausschließlich online.

Die staatliche Förderung für Elektroautos wird für bis zu 500 modellgleiche Fahrzeuge erteilt werden – was für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark interessante finanzielle Anreize bietet. In diesem Fall ist ein Sammelantrag zu stellen. Die Daten werden dann automatisch per FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) abgerufen. Das vereinfacht den Vorgang erheblich und senkt die Hürde für die Beantragung der BAFA Förderung für Elektroautos.

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Theorie für die Praxis: Wie Sie Ihre Belegschaft motivieren, dauerhaft wirtschaftlich zu fahren

Seine Angestellten anzuhalten, wirtschaftlich zu fahren und dabei Kraftstoff zu sparen, senkt nicht nur die Betriebskosten: Es schont die Umwelt und ist daher schlichtweg zeitgemäß. Damit diese Grundsätze nicht nur theoretisch bekannt sind, sondern auch praktisch umgesetzt werden, muss die Schulung zum Kraftstoffmanagement gut vorbereitet und ausgewählt werden. Wenn die Parameter stimmen und sich die Arbeitskräfte angesprochen fühlen, wird sie zum Erfolg.

Seminare führen zum Erfolg

Eigentlich ist es schon aus der Fahrschule bekannt: Stundenlang im Stau zu warten, kostet nicht nur Nerven, sondern auch Sprit – vor allem, wenn trotz Stillstand auf der Straße der Motor läuft. Auch Sprints beim Stop and Go verschleißen Bremsen und Reifen. Unnötige Schaltvorgänge sind zu vermeiden und immer der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeugs am besten ausnutzt. Soweit die Theorie. In der Praxis vergessen das allerdings viele.

Und genau da sollte man ansetzen: Eine gute Schulung optimiert nicht nur im besten Fall das Fahrverhalten im Firmenfahrzeug, sondern hilft auch im Privatbereich, bares Geld einzusparen. Sollte die Schulung zum wirtschaftlichen Fahren eine Pflichtveranstaltung für die Belegschaft sein, darf nicht der Eindruck entstehen, dass hier Kritik am Fahrstil geübt werden soll. Denn das schmälert automatisch den Lerneffekt. Besonders dann, wenn es um BerufsfahrerInnen geht, ist es gut, den Job-Aspekt möglichst zu reduzieren. Besser ist es, das Ziel in den Vordergrund zu stellen: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Umweltbewusstsein fördern – CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch minimieren und damit Geld und vorzeitige Reparaturen sparen.

Seminarteilnehmende sitzen an einem Tisch und machen sich Notizen.
Eine Schulung trägt zum wirtschaftlichen Fahren bei.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Setzen Sie die Schulung nicht an einem freien Wochenende oder nach Feierabend an, wenn Sie möchten, dass die Belegschaft motiviert erscheint. Ein Seminar während der Arbeitszeit ist hingegen eine willkommene Abwechslung. Wer die Teilnehmenden im Vorfeld gut informiert, hat am Schulungstag eine aufmerksame Zuhörerschaft. Es muss klar sein, dass es sich nicht um Kritik am Fahrstil handelt, sondern alle Tipps sowohl für Pool- und Dienstfahrzeuge als auch im Privatauto von Nutzen sind – und nebenbei auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen.

Für Abwechslung sorgen

Die Schulung sollte aus unterschiedlichen Modulen bestehen. Monologe nerven und bleiben nicht im Gedächtnis haften. Nach Möglichkeit wählen Sie mehrere Lehrende, die jeweils maximal 45-60 Minuten einen bestimmten Bereich erklären, möglichst mit vielen Beispielen aus der Praxis (aber bitte dabei die betrieblichen nicht überrepräsentieren). Ein Fahrtraining, bei dem eine Gruppe von MitarbeiterInnen mit der Übungsleitung unterwegs ist, lässt das Erlernte gleich auf der Straße ausprobieren. Praktisches Üben prägt sich erwiesenermaßen wesentlich besser ein als Zuhören und Zusehen. Im Anschluss an das theoretische und praktische Seminar kann eine softwaregestützte Fahrstilanalyse helfen: Während der „Beobachtungsphase“ werden Fehler, die sich im Laufe der Fahrpraxis eingeschlichen haben, korrigiert. Auch hier geht es nicht darum, den Fahrzeugführenden zu maßregeln, sondern um die Verbesserung des Fahrstils im Sinne von Umweltaspekten und Sicherheit. Darüber hinaus hilfreich für alle Beteiligten ist regelmäßiges Feedback! Am besten ein erstes direkt nach der Veranstaltung, zwei weitere vier Wochen, bzw. drei Monate später. So wird das Gelernte immer wieder ins Gedächtnis geholt und hat Gelegenheit, zur Gewohnheit zu werden.

Einspartipp: Tankkarte

Neben einem Seminar, das zum wirtschaftlichen Fahren anleitet, ist auch eine Tankkarte ein kostenminimierender Faktor. Mit der lässt sich zusätzlich sparen – nämlich bis zu 3 Cent pro Liter an den Stammtankstellen, an jeder anderen 1 Cent. Alle mit dem Logo UTA versehenen Tankstellen akzeptieren die Karten – mittlerweile über 12000 in Deutschland. Damit hat die Zettelwirtschaft ein Ende und alle Tankvorgänge können z. B. für eine Ausreißeranalyse genutzt werden. 

Um die Umsetzung des wirtschaftlichen Fahrens langfristig zu sichern, kann ein Bonussystem helfen: Es schafft einen Anreiz, die Regeln einzuhalten. Tankgutscheine für das Privatfahrzeug wären denkbar, zusätzlicher Freizeitausgleich oder auch die bevorzugte Auswahl des Poolfahrzeuges für diejenigen, denen die Fahrstilanalyse gutes Können bescheinigt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wissen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird und sie nicht nur beruflich von der betrieblichen Weiterbildung profitieren, werden das Gelernte auch in Zukunft erfolgreich umsetzen.

Tankstelle bei Nacht.
Tankkarten können das wirtschaftliche Fahren begünstigen.
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Total Cost of Ownership bei Elektrofahrzeugen – wie wird er ermittelt?

Elektroautos sind gefragt. Aber lohnt sich die teure Anschaffung oder sollte man besser beim Verbrenner bleiben? Die TCO (Total Cost of Ownership) hilft, einen Überblick zu gewinnen – denn es kann durchaus sein, dass ein E-Auto trotz eines höheren Preises durch geringere Kosten bei Wartung, Steuern und Kraftstoff am Ende günstiger ist.

Elektroauto oder Verbrenner – welches Fahrzeug ist auf Dauer günstiger?

Immer mehr Unternehmen stehen vor der Frage: Elektroautos, ja oder nein? Die teuren Anschaffungskosten sprechen oft erstmal dagegen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind jedoch die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, die TCO (Total Cost of Ownership). Hierbei werden alle Aspekte der späteren Nutzung betrachtet (wie Energiekosten, Reparatur und Wartung). Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Ausgaben bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Kann also sein, dass ein Stromer trotz eines höheren Preises unter dem Strich günstiger ist als ein Verbrenner. Welche Faktoren bei der Ermittlung der TCO eine Rolle spielen, erklären wir hier.

Anschaffungskosten

Je nach Modell muss man bei einem E-Fahrzeug im Vergleich zum Verbrenner rund 5000 bis 10.000 Euro Aufpreis einplanen. Das kann sich aber schon bald ändern: Wesentlicher Kostentreiber beim Elektroauto ist die im Unterboden verbaute Batterie des Fahrzeugs. 2010 lagen die Batteriekosten noch bei rund 600 Euro pro Kilowattstunde (kWh), 2015 waren es gut 300 Euro, heute kostet ein Akku pro kWh nur noch gut 100 Euro. Für die Jahre zwischen 2022 und 2024 erwarten mehrere Studien und Experten dank abermals gesunkener Akkupreise sogar, dass die Preise von Elektroautos und Verbrennern gleichziehen — sogar ohne staatliche Unterstützung. 

Förderungen für den Kauf von E-Autos

Die Politik unterstützt schon länger den Kauf von Stromern, bereits seit 2016 gibt es die bundesweite Förderung bei der Anschaffung eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. Mit diesem „Umweltbonus“ können bis zu 9000 Euro vom Listenpreis vieler Elektroauto-Modelle abgezogen werden. Bei vielen E-Auto-Modellen gleicht die staatliche Förderung sogar den Aufpreis zu einem vergleichbaren Verbrenner aus. Auch bei der Steuer kann gespart werden: Bei einem Dienstwagen muss der Fahrer private Fahrten mit dem Wagen als sogenannten „geldwerten Vorteil“ versteuern. Bei Elektrofahrzeugen gilt seit 2020 ein verminderter Steuersatz von nur noch 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises. Benziner oder Diesel-Fahrzeuge werden steuerlich dagegen weiterhin mit 1 Prozent belastet. Je nach Fahrzeugmodell liegt die jährliche Ersparnis beim Stromfahrzeug im mittleren dreistelligen bis deutlich vierstelligen Bereich. Erfahren Sie hier mehr zu der Firmenwagenversteuerung von Elektroautos.

Kraftstoff- und Energieverbrauch

Was den Verbrauch und die Kosten für den Treibstoff bzw. Strom angeht, so fahren Elektroautos günstiger: Ein gängiges E-Fahrzeug verbraucht auf 100 km gut 15 kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent je kWh. Ein vergleichbarer Benziner braucht 5,5 Liter auf 100 km (ausgehend von einem durchschnittlichen Benzinpreis von rund 1,30 Euro). Das ergibt bei einer Fahrtstrecke von 15.000 Kilometern im Jahr: 675 Euro Verbrauchskosten für das Elektroauto und 1072 Euro für den Benziner. Bei größeren und schwereren Fahrzeugen fällt die Ersparnis des E-Autos sogar noch höher aus. 

Ladestation

Die Kraftfahrzeugsteuer

Für die Berechnung der KFZ-Steuer spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Die Motorart, der Hubraum und auch der CO2-Ausstoß. Für E-Autos gilt das nicht: Bis zum Jahr 2030 sind neu zugelassene Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit.  

Das neue Klimapaket der Bundesregierung sorgt in den kommenden Jahren sogar für noch höhere Kfz-Steuern und Spritpreise. Die Steuerbelastung wird deutlich steigen, vor allem dann, wenn der Verbrenner mehr als 95 g/km CO2 ausstößt. Je mehr Emissionen, desto teurer. Für große und schwere SUV oder PS-starke Sportwagen etwa steigt die Steuer auf deutlich mehr als 500 Euro pro Jahr. Auch das Tanken wird in Zukunft teurer werden, da die CO2-Bepreisung schrittweise erhöht werden soll (CO2-Steuer). 

Wartung und Service

Regelmäßige Wartung und Pflege sind wichtig, damit man lange Freude an seinem Fahrzeug hat. Beim Benziner fallen darunter z.B. der Motorölwechsel oder die Erneuerung der Bremsflüssigkeit. Da Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor deutlich mehr Verschleißteile haben als solche mit Elektromotor, fallen die Reparatur- und Wartungskosten höher aus.

Insgesamt liegen die Wartungskosten für E-Mobile laut einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen um rund 35 Prozent unter denen von Autos mit Verbrennungsmotor. Nach acht Jahren summiert sich der Kostenvorteil den Experten zufolge etwa bei einem Kleinwagen auf rund 1.300 Euro.  

Der Restwert

Am Ende stellt sich natürlich die Frage nach dem Restwert. Um diesen zu bestimmen, braucht man eine gute Fahrzeug- und Marktkenntnis, um alle relevanten Informationen zu berücksichtigen. Privatpersonen können hierzu sachkundige Quellen wie z.B. den ADAC, DAT oder Schwacke befragen. Der zunehmend durch staatliche Subventionen unterstützte Boom der Elektromobilität lässt den Wiederverkaufswert laut Experten etwas sinken.  

Hier Leasingrechner herunterladen & Kosten für Autos vergleichen!

Mit dem folgenden Leasingrechner können Sie die Gesamtkosten sowie Leasing-, Betriebs- und Wartungskosten von verschiedenen Fahrzeugen vergleichen. Der Rechner hilft Ihnen dabei zu ermitteln, ob ein Elektro- oder Verbrenner-Fahrzeug günstiger für Sie wäre.

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Leasingrechner auf PC geöffnet

Fazit

Dass ein Großteil der Elektroauto-Modelle preislich mit Verbrennern mithalten kann, liegt in erster Linie an den staatlichen Förderungen. Bei manchen aktuellen Modellen mag es zwar ein paar Jährchen dauern, bis sie die Preisdifferenz zum Verbrenner aufgeholt haben. Andere Modelle allerdings rechnen sich (vor allem mit dem noch bis Ende 2021 gültigen, 9000 Euro schweren Umweltbonus) sogar schon ab dem ersten Tag.  

Wer es ganz genau wissen will und vielleicht schon ein konkretes Modell im Blick hat, findet im Autokosten-Rechner des ADAC eine ergiebige Informations- und Kostenübersicht. In etlichen Fällen geht das Elektroauto als Kostensieger hervor. Der ADAC kommt übrigens zu folgendem Fazit: „Damit die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch ohne Subventionen noch besser ausfällt, müssen die Kaufpreise weiter sinken und dürfen nur geringfügig über denen eines vergleichbaren konventionellen Modells liegen.“

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Laden oder Tanken? Warum sich ein E-Auto finanziell lohnen kann

Schon seit einiger Zeit lautet die Königsfrage nicht mehr Diesel oder Benziner, sondern E-Fahrzeug oder Brenner? Trotzdem sind E-Autos noch immer nicht in der Diskussion angekommen. Das liegt hauptsächlich am Anschaffungspreis, der trotz staatlichem Umweltbonus noch immer deutlich höher als der von Autos mit Verbrennungsmotoren ist. Aber abgerechnet wird zum Schluss: Im Fünfjahresvergleich können die Stecker-Modelle punkten. Bei Haltung und Wartung haben Elektromobile nämlich durch geringere Kosten die Nase vorn.

Elektromobilität – nur etwas für grüne Besserverdiener?

Bis Ende 2025 profitieren Neuwagenkäufer noch von der Elektro-Kaufprämie (bis zu 9000 Euro) und einer Vergünstigung bei der Mehrwertsteuer. Dass der Kauf noch immer ungleich teurer ist, liegt unter anderem an den geringeren Stückzahlen in der Produktion und den Kosten der Batterie.

Weniger Aufwand bei der Wartung

Der Akku ist das teuerste Bauteil im E-Auto, hat aber je nach Hersteller einen Garantiezeitraum von bis zu acht Jahren. Wer zusätzlich darauf achtet, ein Fabrikat zu erwerben, bei dem defekte Zellmodule einzeln ausgetauscht werden können, tut auch nach Ablauf der Garantie was fürs Portemonnaie und die Umwelt. Denn dann ist es nicht nötig, die Batterie komplett zu ersetzen. Weiterer Pluspunkt unter der Haube: Im Elektromotor stecken weniger verschleißanfällige Teile als in einem Verbrenner. 

Kein Getriebe, keine Keil- oder Zahnriemen, kein Kühler oder Kraftstofffilter – Reparaturen sind deswegen viel seltener nötig und damit ist die Wartung im Schnitt 35 Prozent günstiger als beim Diesel oder Benziner. Die Bremsen verschleißen langsamer, da der Elektromotor zusätzlich zu den mechanischen Bremsen auch vom Elektromotor gedrosselt wird – das schont die Beläge. Ein ausgeklügeltes und effizientes System: Die vom Motor dabei erzeugte Energie lädt gleichzeitig den Akku auf. 

Ölwechsel, Auffüllen der Kühlflüssigkeit und Abgasuntersuchung fallen ebenfalls weg. Auf Service kann aber auch ein E-Auto nicht verzichten. Je nach Hersteller wird jährlich oder alle zwei Jahre eine Inspektion zur Erhaltung des Garantieanspruchs fällig. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf  der Elektronik. Die Ladezyklen der Batterie werden ausgelesen, um die Lebensdauer einschätzen und Spontanausfälle vermeiden zu können.

Geringere Betriebskosten

Vergleicht man die Betriebskosten, die durch Tanken und Aufladen entstehen, liegt die Elektrovariante mit durchschnittlich 6 Euro pro 150 Kilometer weit unter dem Verbrauch eines Verbrennungsmotors, der im Schnitt 12 Liter Kraftstoff auf dieser Strecke verlangt – je nach Spritvariante kommen dann mindestens 15 bis 17 Euro zusammen.

Auch bei der Kfz-Steuer sind E-Auto-Besitzer auf der Sonnenseite. Bis zu zehn Jahre lang sind die Neuzulassungen, die bis 2025 auf die Straße kommen, von der Abgabe befreit. Anschließend lockt noch immer eine Ermäßigung um die Hälfte. Beides gilt sowohl für gekaufte als auch für geleaste Wagen. Und bei Dienstwagen fallen bei Privatnutzung nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil bei der Steuererklärung an, bei E-Autos mit einem Wert von über 60000 Euro sind es 0,5 Prozent. Wenn der Arbeitgeber auf seinem Gelände Gratisaufladungen anbietet, sind diese steuerfrei.

Lediglich bei den Beiträgen für die in Deutschland für alle Autos vorgeschriebene Haftpflichtversicherung herrscht Gleichheit zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb, denn die richtet sich nach Typ und Schadensfreiheitsklasse und der Region, in der das Auto angemeldet ist. Ein Vergleich der Angebote ist trotzdem ratsam: Einige Versicherer bieten Sonderkonditionen für Elektrofans, die Batterieschäden nach Ablauf des Garantiezeitraums absichern.

Broschüre zur Versteuerung von E-Dienstwagen herunterladen & mehr erfahren!

Zusätzlich zu der Elektro-Kaufprämie gibt es steuerliche Vorteile, die E-Dienstwagenfahrer/-innen erhalten. Wie die Firmenwagenversteuerung von Elektroautos funktioniert und was Fahrer/-innen dabei beachten müssen, erfahren Sie hier. 

Broschüre auf Smartphone geöffnet

Fazit

Die Wartungs- und Betriebskosten amortisieren also tatsächlich auf längere Sicht die erhöhten Anschaffungskosten, zumindest so lange Kaufpreis und Nutzung staatlich gefördert werden. Der leise Konkurrent der Verbrennungsmotoren ist eine Überlegung wert für diejenigen, die mit einer Reichweite von im Schnitt 300 bis maximal 600 Kilometern pro Ladezyklus gut auskommen – und das sollte wohl für einen Großteil der Autofahrer genügen.

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