Kraftfahrzeugsteuergesetz – Das ändert sich 2021

Die Kraftfahrzeugsteuer für Pkw berechnet sich aus dem CO2-Prüfwert und dem Hubraum des Fahrzeugs. Liegt der CO2-Wert eines Pkw oberhalb von 95 g/km, ist ein einheitlicher Steuersatz von 2 Euro je g/km fällig. Diese Regelung ändert sich mit dem aktualisierten Kraftfahrzeugsteuergesetz für erstzugelassene Pkw, außerdem werden durch den Entfall einer bisherigen Sonderregelung vor allem Handwerksbetriebe entlastet.

Steuererleichterung für Handwerksbetriebe

Bisher wurde in § 18 Abs. 12 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes eine Sonderregelung für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht definiert. Verfügten diese Fahrzeuge über vier bis neun Sitzplätze, wurden sie, aufgrund ihrer Beschaffenheit, vorrangig als Mittel zur Personenbeförderung angesehen. Eine deutlich höhere Kfz-Steuer war die Folge, da die Fahrzeuge nicht nach den gewichtsbezogenen Steuersätzen, sondern nach den CO2- und hubraumbezogenen Tarifen für Pkw besteuert wurden. Vor allem Handwerksbetriebe waren von der Sonderregelung betroffen.

Mit Inkrafttreten des 7. Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes am 23.10.2020 wurde die Sonderregelung aufgehoben. Die Besteuerung erfolgt nun gewichtsbezogen, nach der Einstufung der Kfz-Zulassungsbehörde.

Gut zu wissen: Betroffen sind hiervon circa 390.000 Fahrzeuge. Die Aufhebung der Sonderregelung muss vom Fahrzeughalter nicht beantragt werden. Dieser erhält automatisch einen geänderten Steuerbescheid und die zu viel erhobene Steuer wird zurückerstattet.

VW Bus steht auf einem Feld.
Die Sonderregelung für Nutzfahrzeuge unter 3,5 t wurde abgeschafft.

Anstieg der Kfz-Steuer

Seit dem Beginn des neuen Jahres sollte bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren die Kfz-Steuer nicht außer Acht gelassen werden. Für Pkw, die ab Januar 2021 erstzugelassen  werden, gelten steigende Steuersätze: 

  • über 95 g/km bis zu 115 g/km 2,00 Euro,
  • über 115 g/km bis zu 135 g/km 2,20 Euro,
  • über 135 g/km bis zu 155 g/km 2,50 Euro,
  • über 155 g/km bis zu 175 g/km 2,90 Euro,
  • über 175 g/km bis zu 195 g/km 3,40 Euro,
  • über 195 g/km 4,00 Euro.

Emissionsarme Pkw werden bevorzugt

Der Anstieg der Kraftfahrzeugsteuer für Fahrzeuge mit hohem CO2 Ausstoß ist eng mit den 2020 gesteckten Klimazielen verbunden. In Zukunft sollen umweltfreundlichere Alternativen zu Verbrennungsmotoren und emissionsarme Pkw im Allgemeinen stärker gefördert werden.  

Aus diesem Grund reduziert sich die jeweilige Jahressteuer für fünf Jahre um jeweils 30 Euro für alle Pkw, die bis zum 31. Dezember 2024 erstmalig zugelassen werden.

Verlängerung der Steuerbefreiung

Seit Januar 2021 verlängert sich außerdem die 10 jährige Steuerbefreiung für E-Autos. Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, die zwischen 17. Mai 2011 und 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden, profitieren vom Entfall der Kraftfahrzeugsteuer. Diese wird bis zu 10 Jahren, maximal jedoch bis zum 31. Dezember 2030, gewährt. Fahrzeughalter von E-Autos können sich nach Ablauf dieser Steuerbefreiung jedoch weiterhin über eine Ermäßigung von 50 % freuen.

Broschüre zur Versteuerung von E-Dienstwagen

Möchten Sie mehr über die Besteuerung von Elektrofahrzeugen erfahren? Informieren Sie sich mithilfe der kostenlosen Broschüre zur Firmenwagenversteuerung von E-Fahrzeugen.

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CO2 Reporting im Überblick

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in großen, sowie auch in kleineren Unternehmen eine immer wichtigereRolle. Nicht nur intern werden die Ziele zur Erreichung der Steigerung der Nachhaltigkeit in der Organisation dokumentiert. Auch nach außen kommunizieren Betriebe ihre Ziele und Maßnahmen, um z. B. den Markt darüber zu informieren. Die folgende Übersicht zeigt, welche Reports es gibt, wie sie erstellt werden und welche Berichte für einige Unternehmen zur Pflicht gehören.

CO2 Reporting für Unternehmen

Das Erstellen eines Reports im Bezug auf die Ziele zur Verringerung von CO2 Emissionen im Unternehmen dient vor allem der Kommunikation nach außen. Ein Unternehmen weist mit einem Report oder Bericht auf die Umsetzung der gesetzten Ziele zur Steigerung des Nachhaltigkeitsfaktors hin. So ist es beispielsweise für andere Unternehmen oder auch die Zielgruppe möglich, einen Einblick in das Handeln des Unternehmens bezüglich der Nachhaltigkeit zu erhalten.

Besteht die Pflicht zu einem Bericht? Wer muss einen Bericht oder Report erstellen? Diese und weitere Fragen werden im Artikel CO2 Reporting für Unternehmen behandelt.

Nachhaltigkeitsbericht

Größere Unternehmen mit einem hohen Umsatz pro Geschäftsjahr und einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern sind dazu verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Dieser zeigt die Unternehmensziele im Bezug auf die Nachhaltigkeit auf und informiert über deren Erreichung sowie der Strategie dazu.

Alle Informationen dazu sind im Beitrag Nachhaltigkeitsbericht zu finden. 

Emissionsbericht

Unternehmen, die Brennstoffe und Treibhausgase in die Umwelt abgeben sind dazu verpflichtet, einen Emissionsbericht zu erstellen. Dieser Bericht ist schlussendlich die Grundlage für die Berechnung der Abgaben, die das Unternehmen leisten muss, um einen CO2 Ausgleich zu schaffen. 

Wie der Report erstellt wird und was besonders zu beachten ist, erklärt der Artikel Emissionsbericht.

Nachhaltigkeitsreport

Ein solcher Report kann von Unternehmen erstellt werden, die nicht dazu verpflichtet sind einen Nachhaltigkeitsbericht anzufertigen. Stehen die Unternehmen nicht in der Pflicht, würden aber dennoch gerne ihre Ziele präsentieren, können sie dies mit Hilfe eines Nachhaltigkeitsreports tun. Genau wie beim Bericht werden hier die Ziele, deren Umsetzung und die Strategie dahinter dargestellt. Anders als beim Bericht sind hier allerdings die Vorschriften bei der Erstellung etwas lockerer.

Der Artikel Nachhaltigkeitsreport bietet neben wichtigen Informationen zum Begriff einen Musterreport zum herunterladen.

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Wallbox & Co: Das sollte bei einem E-Auto-Lader beachtet werden

Bei der Anschaffung eines E-Autos gibt es einiges zu beachten. Ganz besonders geht es um die richtige Ladetechnik. Wer dabei nicht aufpasst, ärgert sich über lange Ladezeiten.

Strom statt Sprit

E-Autos liegen voll im Trend: Laut Kraftfahrtbundesamts wurden im ersten Halbjahr 2020 rund 94.000 Batteriefahrzeuge und Plug-in-Hybride verkauft. Das sind immerhin doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2019. Der Anteil an den Neuzulassungen stieg damit auf knapp neun Prozent. Der Umweltbonus vom Staat plus satte Rabatte vom Hersteller machen es möglich. Bei durchschnittlichen Listenpreise von 20.000 bis 40.000 Euro fast ein Schnäppchen – denn die Prämien gehen ja noch davon runter. Um die Gunst der Käufer werben neben den Verkaufsrennern Renault ZOE und BMW i3 auch der Smart EQ Fortwo, der VW E-Up, der Skoda Citigo iV, der Opel Corsa e oder der Mini Cooper SE. Bei den deutschen Herstellern darf man zwischen mehr als 20 Batteriemodelle wählen.

Weite Distanzen sind kein Problem

Durchschnittlich beträgt der Arbeitsweg hierzulande weniger als 40 Kilometer am Tag. Laut ADAC sind aber 300 bis 400 Kilometer Distanz für neue Elektroautos absolut machbar. Zumal man die Reichweite durch die Wahl der Akkugröße beeinflussen kann. Um überhaupt zu starten, müssen die Akkus natürlich geladen werden. Wie lange das Tanken mit Strom dauert, hängt dabei maßgeblich davon ab, mit welchen Ladesystemen man arbeitet. Das Spektrum liegt zwischen 30 Minuten und vielen Stunden.

Wie lange lädt man ein E-Auto?

Am schnellsten geht es dann, wenn das Auto Gleichstrom (DC) tankt, über ein CCS-Schnellladesystem verfügt und der Ladepunkt sowie das Auto einen entsprechenden Anschluss hat. Damit kann man in 30 Minuten für die nächste größere Reiseetappe nachladen. Das „Combined Charging System“ (CCS) kombiniert dabei zwei Gleichstrom-Kontakte mit einem Wechselstrom-Stecker, der das Laden zu Hause ermöglicht. Eine zusätzliche Hürde stellt das Ladegerät im Auto dar, dass das Tanktempo begrenzt. Auf jeden Fall sollte man eine Variante mit dem höheren Kilowattwert kaufen. Lädt das E-Auto hingegen mit Wechselstrom (AC), dauert der Ladevorgang länger.

Ein Elektroauto wird geladen

Wallbox – sicher und schnell laden

Absolut gängig sind heute Wallboxen, Wandladestationen die zwischen 500 und 2.000 Euro kosten. Sie sind bei fachgerechter Installation sicher, weil sie über Schutzeinrichtungen gegen Gleich- und Wechselstromfehler verfügen. Sie verhindern, dass der Halter beim Laden einen Stromschlag bekommt, falls die Leitung defekt sein sollte. Wallboxen verfügen über ein fest installiertes Ladekabel und bieten Ladeleistungen von bis zu 22 kW möglich. Damit ist Volltanken in zwei Stunden möglich. Ob man eine Wallbox in der Tiefgarage anbringen darf, muss vom Fachmann geklärt werden.

Laden per WLAN steuern

Es gibt auch Wallboxen, die sich über Internet, Bluetooth oder WLAN steuern lassen. Diese intelligenten Wallboxen können die Stromstärke verändern, aber auch die Ladezeiten so programmieren, das zu in günstige Tarifzeiten getankt werden kann.

Der Clou: Einige intelligente Wallboxen können auch den Überschuss einer Photovoltaikanlage ins Fahrzeug laden. Dieser schöne Schnickschnack hat natürlich seinen Preis und ist nicht wirklich notwendig.

Wallbox und Auto müssen zusammenpassen

Es ist fast wie im richtigen Leben: Wallbox und das zu ladende Fahrzeug müssen zueinander passen – nur dann funkt es. Sie können also nicht irgendeine gut designte Wallbox kaufen – wichtig sind die technischen Details. Dabei entscheidend ist das im E-Auto integrierte Bordladegerät. Und das ist entweder einphasig, zwei- oder sogar dreiphasig ausgelegt. Einphasig Laden heißt, dass das E-Auto nur an einen der drei unter Spannung stehenden Stränge des dicken Stromkabels angeschlossen wird. Es nutz deshalb auch nur ein Drittel der maximalen Leistung von rund 22 Kilowatt (kW).

Mobile Charger als Alternative

Wer sich gegen eine Wallbox entscheidet, für den bieten sich Mobile Charger an, die an Steckdosen angeschlossen werden. Interessant sind die Ladegeräte für E-Autofahrer, die Zugang zu einer Starkstromsteckdose haben. Größter Vorteil: Man kann Mobile Charger mitnehmen und auch unterwegs anschließen. Der ADAC rät zu Geräten mit einer Ladeleistung von 11 kW, weil sie keine Genehmigung des Netzbetreibers benötigen.

Leitfaden zur Implementierung einer Ladeinfrastruktur

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CO2 Reporting für Unternehmen: So setzten Sie sich Klimaziele

Unternehmen sollten ihre Klimastrategie klar kommunizieren. Dazu zählt, sich bei CO2-Effizienz und Klimarisiken messbare Ziele zu setzen – und sie in Strategie und Reportings zu integrieren.

Bedeutung von CO2 Reporting für Betriebe

Selbst das Fernsehen möchte sich einen grünen Anstrich geben. Die ARD hatte kürzlich betont, wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiger zu werden. In Bezug auf ökologisch nachhaltige Filmdrehs verweist der Bericht unter anderem auf den Tatort „Maleficius“, bei dem ressourcenschonende Methoden 43 Prozent CO2-Emissionen gespart haben. Was sich in der Unterhaltungsindustrie etwas wunderlich anhört, ist längst fester Bestandteil in den meisten Unternehmen.

So nutzt die französische Transportfirma Fraikin die Veröffentlichung seines Corporate Social Responsibility (CSR) Reports 2019, um auf die Veränderung von Lieferketten aufmerksam zu machen und seine eigenen Nachhaltigkeitsstrategien weiter auszubauen. Laut eigenen Angaben möchte Fraikin seine CO2-Emissionen bis 2030 um 31 Prozent reduzieren.

Unternehmen die Brennstoffe und Treibhausgabe in Umlauf geben, sind verpflichtet einen Emissionsbericht zu erstellen. Auf Basis dieses Berichts werden die Abgaben berechnet, die das Unternehmen für den CO2 Ausstoß zahlen müssen. Neben dem Emissionsbericht gibt es weitere Berichte und Dokumentationspflichten, die in der CO2 Übersicht aufgelistet werden.

CO2 Reporting immer wichtiger

Zur Einhaltung der Ziele des Klimaschutzes hat die Bundesregierung längst strengere Klimagesetze verabschiedet. Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen? Für die eigene CO2-Effizienz sollten sich Firmen messbare, konkrete Ziele setzen, damit sie über die Erfolge später kommunizieren können. Die Politik macht es mit der angestrebten Klimaneutralität bis 2050 vor – und das ist für Unternehmen am Markt bereits seit einigen Jahren zunehmend spürbar geworden.

Kunden fordern grünes Unternehmen

Mittlerweile verlangen Kunden genauso wie Investoren konkrete CO2-Reduktionsziele und Bekenntnisse zum Klimaschutz. Es geht besonders darum, welche Auswirkungen Gesetze und Verpflichtungen auf das Geschäftsmodell sowie den Unternehmenswert haben werden. Die Zeiten, in denen sich Investoren noch mit bloßen Lippenbekenntnissen abspeisen ließen, sind endgültig vorbei. Die Bundesregierung fordert bestimmte Unternehmen bereits jetzt auf zu handeln – und zwar mit ESG-Informationen: Environmental, Social and Governance bezieht sich auf die drei zentralen Faktoren bei der Messung der Nachhaltigkeit und der ethischen Auswirkungen einer Investition in ein Unternehmen.

Über 500 Unternehmen müssen berichten

Von der Richtlinie betroffen sind kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften sowie Banken und Versicherungen mit mehr als 500 Beschäftigten. In Zukunft könnte ein entsprechendes Monitoring in Bezug auf die Zielerreichung auch für KMU zur Pflicht werden – inklusive möglicher Strafzahlungen bei Nichterreichung der Minderungsziele. Ein Handlungsbedarf ist also gerade für Betreiber von Fuhrparks durchaus da.

Handlungsbedarf nach CO2-Reporting wächst

Viele Unternehmen haben bislang jedoch zu wenig in Sachen Klimastrategie getan. Anstatt passiv darauf zu warten, bis Gesetzesinitiativen gelten, sollten man CO2-Effizienz und klimaneutrales Wirtschaften aktiv angehen. Dazu müssen sich Unternehmen gezielte Fragen stellen:

  • Wo lassen sich konkrete Reduktionsziele definieren und entsprechende Maßnahmen umsetzen?
  • In welchen Bereichen gibt es die größten Einsparpotenziale?
  • Wie lässt sich der Unternehmenswert langfristig sichern?
  • Wie zahlt sich das Umweltengagement auf nicht finanzielle Zielstellungen und den unternehmerischen Zweck aus?

Das gehört ins Reporting

Ökologische Verantwortung gehört zum Kerngeschäft wie die unternehmerischen Risiken und Chancen. Das sollte im Reporting deutlich werden. Um das zu dokumentieren, müssen CO2-Äquivalente aber auch Steuerungsgrößen implementiert werden. Und das möglichst in allen Publikationen – denn Klima-Kennzahlen fließen in sämtliche Reporting-Bereiche: Monatliche Berichterstattung, Investitionsrechnungen bis hin zum Jahresabschluss. So könnte man dem Fuhrpark entsprechende CO2-Budgets vorgeben. Ziel einer solchen Maßnahme muss es sein, den Ansporn zu entwickeln, den höchst möglichen Reduktionseffekt zu erzielen.

Investitionen in grüne Technologie fördern

Der Fuhrpark bietet eine der größten Möglichkeiten, direkt auf die CO2-Effizienz einzuwirken. Etwa mit einem auf die Zukunft ausgerichteten E-Fuhrpark, oder der Umrüstung bestehender Fahrzeuge auf alternative Energiequellen wie Bio-Gas. Das ist dringend notwendig. Denn nur dadurch machen sich die Unternehmen weniger anfällig für die Auswirkungen zu erwartender gesetzlicher Rahmenbedingungen der Klimapolitik. Zusätzlich sichern sie sich eine nachhaltige Finanzierung und stellen durchs Reporting Ansprüchen von Kunden, Geschäftspartnern und Investoren nach mehr Transparenz zufrieden. Eine Fuhrparksoftware hilft dabei, die CO2 Emissionen im Fuhrpark zu messen. Dadurch erhalten Betriebe einen Überblick über den tatsächlichen Verbrauch und können Maßnahmen zur Umrüstung festlegen. Gleichzeitig hilft die Software dabei, den Papierverbrauch und durch z. B. Carsharing und Tourenkoordinationen den CO2 Ausstoß zu reduzieren. 

Elektroauto

Broschüre zur Förderung der Nachhaltigkeit mit einer Fuhrparksoftware

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CO2 Obergrenze im europäischen Ausland

Nur durch die Senkung vom CO2 Ausstoß im Straßenverkehr lässt sich Klimaschutz erfolgreich umsetzen. Aus diesem Grund hat die Europäische Union eine CO2 Obergrenze ins Leben gerufen. Zusätzlich gibt es in einigen Staaten aber auch Steuern auf CO2-Emissionen.

Diese Regeln gelten in der EU

Ein Vergleich der Länder innerhalb der Europäische Union zeigt jährlich die Treibhausgas-Emissionen für die 27 Mitgliedstaaten auf. Bezieht man die Treibhausgas-Emissionen 2018 auf die jeweiligen Bevölkerungen, so liegen die großen Emittenten gefächert zwischen Malta mit nur 4,5 Tonnen (t) Kohlendioxid (CO2)-Äquivalenten pro Kopf und Luxemburg mit 17,3 t CO2-Äquivalenten pro Kopf. Während die EU-27 als Ganzes mit 8,4 t im Mittelfeld liegen, stehen Polen mit 10,9 t und Deutschland mit 10,4 t CO2-Äquivalenten pro Kopf im Mittelfeld. Auf dem Weg zur Klimaneutralität noch immer zu viel Emissionen. Deswegen gelten in der gesamten EU neue CO2-Grenzwerte für Pkw von 95-Gramm pro Kilometer.

Wird in einem Unternehmen Treibhausgas produziert und ausgestoßen ist dieses dazu verpflichtet, einen Emissionsbericht zu erstellen und diesen prüfen zu lassen. Je nach Unternehmensgröße und Umsatz müssen verschiedene Berichte erstellt werden und Kennzahlen dokumentiert werden. Die CO2 Übersicht zeigt, welche Daten von Unternehmen übermittelt werden müssen.

CO2-Grenzwerte dürfen überschritten werden

Konkret bedeutet der Grenzwert, dass jetzt nur noch 4,1 Liter Benzin oder 3,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer erlaubt sind. Die 95 Gramm dürfen aber durchaus überschritten werden – die Hersteller müssen das dann aber durch Fahrzeuge mit niedrigeren Werten ausgleichen. Etwa durch die Weiterentwicklung neuer und alternativer Antriebstechnologien wie Hybridfahrzeugen. Analog darf der durchschnittliche Ausstoß leichter Nutzfahrzeuge (Transporter bis 3,5 Tonnen) 147 Gramm nicht überschreiten. Das von der EU gesetzte CO2-Ziel für Pkw von 95 Gramm gilt als schärfstes weltweit. In den USA sind bis 2020 121 Gramm CO2 je Kilometer vorgeschrieben, in China 117 Gramm, in Japan 105 Gramm.

Empfindliche Strafen drohen

Die Kontrollen bei den CO2 Grenzwerten nimmt die EU ernst. Dem jeweiligen Staat drohen bei Verstößen empfindliche Strafen. Auch Hersteller von Fahrzeugen müssen in die Tasche greifen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Pro Gramm CO2, das über der festgelegten Grenze liegt, sind 95 Euro pro zugelassenem Fahrzeug innerhalb der EU fällig. Da kommt im Falle einer Überschreitung einiges zusammen. Doch welche zusätzlichen Regeln haben die anderen europäischen Länder? Hier gibt es eine kleine Übersicht.

Bilanz ausgewählter EU Länder

Schweiz

Seit 2008 erheben die Eidgenossen eine Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe: Seit zwei Jahren beträgt sie 96 Franken je Tonne CO2 und wird auf allen Rechnungen beim Kauf von Brennstoffen ausgewiesen. Zu zwei Dritteln fließt das Geld an Bürger und Unternehmen zurück. Ein Drittel geht in die Förderung von CO2-vermindernden Maßnahmen an Gebäuden wie Sanierungen oder den Austausch von Heizkesseln.

Schweden

Schweden ist der Musterschüler im Umweltschutz: Bereits seit 1991 haben die Nordeuropäer eine CO2-Steuer eingeführt. Für eine Tonne CO2-Ausstoß sind umgerechnet etwa 115 Euro fällig. Multinationale Konzerne zahlen teilweise bis zu 60 Prozent weniger auf CO2, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Frankreich

In Frankreich kostet die Tonne Kohlendioxid aus Brennstoffen aktuell 44,60 Euro und wird über Stromkosten und Spritverbrauch abgerechnet. Präsident Emmanuel Macron musste kürzlich eine geplante Erhöhung der Steuer aufgrund vehementer Proteste verschieben. Für 2022 sollte ein CO2-Preis von 86,20 Euro gelten. Mit den Einnahmen werden Haushalte mit geringem Einkommen unterstützt, aber auch der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben.

Großbritannien

Die britische Regierung geht etwas moderater mit der Besteuerung von CO2-Emissionen um. Den europäischen Emissionshandel, nach dessen Regeln Energieerzeuger und große Industriebetriebe Zertifikate zum CO2-Ausstoß kaufen müssen, haben die Briten durch einen Mindestpreis für CO2 ergänzt. Erdgas, Kohle, Flüssiggas und Elektrizität fallen unter diese Art von Steuer. Immerhin hat der Mindestpreis positive Auswirkungen auf fossile Kraftwerke: Kohlekraftwerke gehen vom Netz und werden durch klimafreundlichere Gaskraftwerke ersetzt. Der Mindestpreis liegt bei 18 Pfund (mehr als 20 Euro) je Tonne. Der Emissionshandel für die Energiebranche bringt inzwischen aber einen höheren Preis von zuletzt fast 25 Euro je Tonne. Wie es nach 2020 weitergeht, bleibt durch den schwierigen Brexit bislang unklar.

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Alternative Antriebe: Welcher Antrieb hat die beste Öko-Bilanz?

Was tanken Sie? Strom, Wasserstoff, Erdgas oder doch Benzin und Diesel? Viele fragen sich, welche Motoren die beste CO2-Bilanz liefern. Hier lesen Sie die Antworten.

Geht es um die beste CO2-Bilanz von PKW lässt sich die Frage – wie häufig – nicht sofort beantworten. Dazu muss man viele unterschiedliche Aspekte bei der Produktion, Entsorgung und darüber hinaus beleuchten. Genau das hat der ADAC im letzten Jahr getan. Die Experten des Automobilclubs prüften die Sauberkeit verschiedener Antriebskonzepte für Autos. Zur Berechnung veranschlagten sie eine jährliche Fahrleistung von 15.000 Kilometern und eine Gesamtlebensdauer von 15 Jahren für den PKW. Ein zentrales Ergebnis: die CO2-Bilanz von Elektroautos verbessert sich erst, wenn Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt.

Klima-Check: Welche Antriebsart liefert die beste CO2-Bilanz?

Momentan besitzt ein Erdgasfahrzeug mit 15 Prozent Biomethananteil die beste Treibhausgas-Bilanz der mit konventioneller Energie betriebenen Fahrzeuge. Die Überraschungen: Elektroautos, die den hiesigen Strommix tanken, schneiden schlechter ab. Während Plug-in-Hybride sogar nur auf dem Niveau eines Benziners liegen. Sowohl E-Autos wie auch das Brennstoffzellenfahrzeug fahren lediglich mit regenerativer Energieerzeugung klimafreundlicher. Die Entsorgung und das Recycling spielen ebenfalls eine maßgebliche Rolle bei der Ermittlung der Klimaneutralität.

E-Autos (normaler Strommix)

Erst nach ca. 127.500 km oder 8,5 Betriebsjahren (Benzin) bzw. ca. 219.000 km oder 14,6 Betriebsjahren (Diesel) kann das Elektroauto seine Vorteile im Vergleich zu Benzin und Diesel ausspielen. Das liegt an der aufwendigen Produktion der Batterien, die bereits einen großen “Treibhausgas-Rucksack” mit sich bringt. Dieser muss laut ADAC über die Zeit der Fahrzeugnutzung erst amortisiert werden. Durch die hohen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix mit immer noch großem Kohleanteil dauert das jedoch sehr lang.

Fahrzeuge
Auch die Entsorgung der Fahrzeuge ist für die Ermittlung der Klimaneutralität wichtig.

E-Autos (regenerativer Strommix)

Anders sieht es aus, wenn ein Elektrofahrzeug regenerativ erzeugten Strom tankt – dann verfügen E-Autos über eine deutlich bessere Bilanz auf als alle anderen Antriebsarten. Bei 100 Prozent regenerativem Anteil erfolgt die Amortisation der hohen Treibhausgas-Emissionen aus der Produktion bereits nach ca. 37.500 km gegenüber dem Benziner bzw. ca. 40.500 km gegenüber dem Diesel. Auch das beste Erdgasfahrzeug (mit 15 Prozent Biomethan) ist dann chancenlos: Das Elektroauto hat es schon bei ca. 48.000 km eingeholt.

Plug-in-Hybrid

Die große Antriebsbatterie und der schmutzige Strommix sind schuld daran, dass der Plug-in-Hybrid mit einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 2,95 l Super und 11 kWh pro 100 Kilometer gegenüber einem ganz normalen Benziner keinen Vorteil hat. Ein Schlag für alle die gedacht haben, etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Hybrid-Fahrzeug wird mit Strom aufgeladen.

Brennstoffzellenfahrzeug

Mit erneuerbarem Strom wäre auch das Brennstoffzellenfahrzeug konkurrenzfähig. Die aktuelle Lage sieht aber anders aus. Wasserstoff wird momentan noch energieintensiv per sogenannter Dampfreformierung aus Erdgas hergestellt, weshalb der Wasserstoff noch keine wirkliche Alternative ist.

Ab wann fahren Elektroautos in der Kompaktklasse klimafreundlicher?

  • Mit 100% regenerativen Strom im Vergleich zu Benzin (mit 5 % Bioethanol) ab 37.500 km
  • Im Vergleich zu Diesel (mit 7 % Biodiesel) ab 40.500 km
  • Im Vergleich zu Erdgas CNG (mit 15 % Biomethan) ab 48.000 km
  • Im Vergleich zu Plug-in-Hybrid ab 46.500 km
  • Im Vergleich zu Brennstoffzelle 15.000 km (H aus Erdgas), bei Brennstoffzelle (H 100 % regenerativ) ab 115.000 km

Erneuerbare Energien verbessern CO2-Bilanz

Was die Untersuchungen eindeutig zeigen: die Treibhausgas-Bilanz eines Fahrzeuges kann durch die Verwendung erneuerbarer Energien bei deren Herstellung in der Regel verbessert werden. Allerdings müssten in jedem Fall zusätzliche regenerative Quellen erschlossen werden. Ähnliches gilt für den Strom der Elektromobilität – er muss sauberer werden. Denn die Treibhausgas-Bilanz eines Elektrofahrzeuges wird besonders durch die hohen Treibhausgas-Emissionen der Batterieherstellung sowie durch die Treibhausgas-Emissionen der Strombereitstellung bestimmt.

Verbesserung konventioneller Antriebe hilft

Auch konventionelle Antriebe können in der Treibhausgas-Bilanz gut sein. Ein Beispiel ist das positive Abschneiden des Erdgasfahrzeuges mit 15 Prozent Biomethan. Die Erhöhung des Anteils von Biomethan aus Abfall- und Reststoffen wäre eine sinnvolle Verbesserung.

CO2 Ausstoß im Fuhrpark ermitteln

Um den CO2 Ausstoß im Fuhrpark zu ermitteln, können Betriebe eine Fuhrparksoftware einsetzen. Die Software zeichnet automatisch die CO2 Emissionen der Flotte auf. Der Fuhrparkleiter sieht auf einen Blick, welche Fahrzeuge den höchsten CO2 Ausstoß verursachen. Zusätzlich kann eine Fuhrparksoftware dabei helfen, Prozesse im Fuhrpark zu optimieren und so die Nachhaltigkeit zu fördern. In folgender Broschüre werden die Möglichkeiten zur Förderung der Nachhaltigkeit mit der Software Vimcar Fleet aufgezeichnet. 

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Klimabilanz Elektroautos: Sind sie eine klimafreundliche Alternative?

Zwischen den KFZ-Herstellern verschiedenen Antriebsformen herrscht Streit. Wer kann die beste Ökobilanz aufweisen? Das lässt sich nicht pauschal beantworten – genauso wie die Frage, ob sich die Umrüstung auf E-Autos für Unternehmen immer lohnt. Wir haben die Fakten.

Das Image für Elektroautos könnte nicht besser sein. Sie sind im Betrieb emissionsfrei und stehen für eine grüne Verkehrswende in Deutschland. So weit, so gut. Wenn man sich den gesamten Prozess der Herstellung genauer ansieht, schaut die ökologische Bilanz anders aus. Und auch das Tanken mit Strom ist nicht immer so sauber wie es von einigen suggeriert wird. Die Freiheit von Emissionen hängt maßgeblich davon ab, welcher Strommix der Wagen tankt. Der Mix enthält aktuell immer noch etwa 20 Prozent aus Braun- und Steinkohlekraftwerken. Um den Strom zu gewinnen, wird so viel klimaschädliches CO2 freigesetzt wie bei keinem anderen Rohstoff. Nur mit der Nutzung von 100 Prozent regenerativem Strom, so eine Studie des ADAC, zeige sich eine deutliche Verbesserung der CO2-Bilanz von Elektrofahrzeugen.

Klimabilanz von E-Autos

Die Ökobilanz von Elektroautos wurde in vielen früheren Studien immer wieder kritisch durchleuchtet. Eine neue Studie der Technischen Universität Eindhoven zeigt, dass heutige E-Autos im Vergleich zu Diesel oder Benzin deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen. Das liegt vor allem am Ökostrom-Anstieg, also der Energie, die aus Windkraft oder der Sonne gewonnen wird. Aber in die Ökobilanz von Elektroautos fließen neben dem Strommix auch die Rohstoffe ein, die für die Produktion benötigt werden. 

Problem Rohstoffe

Manchmal benötigen Elektromotoren eines E-Autos Seltene Erden, die sich nur unter einem hohen Energieaufwand abbauen lassen. Ein großes Problem, denn bei der Produktion fallen giftige und radioaktive Rückstände an. Mittlerweile wissen das auch die Hersteller und lenken um auf umweltfreundlichere Materialien. Modelle wie Tesla S und X, der Renault Zoe und der Audi e-tron quattro verzichten auf die giftigen Komponenten.

Recycling von Batterien

Spezialisierte Recycling-Unternehmen für Batterien glänzen heute mit einer Recyclingquote von rund 80 Prozent. Die Akkus des Elektroautos lassen sich nach dem Recycling als stationärer Stromspeicher wiederverwerten. Zusätzlich kann der giftige Abbau von seltenen Erden, Lithium und anderen Rohstoffe vermieden werden – sie lassen sich praktischerweise aus den alten Batterien gewinnen. 

Neue Studie bestätigt gute CO2-Bilanz

Elektroauto wird geladen

Die bereits zitierte Studie der Technischen Universität Eindhoven bestätigt die gute CO2-Bilanz von Elektroautos. So fallen etwa bei der Produktion einer Kilowattstunde Batteriekapazität viel weniger CO2-Äquivalente an als frühere Studien annahmen. Auch die Lebensdauer der E-Autos liegt nicht bei 150.000 Kilometern – sondern bei etwa 250.000 Kilometern. Tenor der Studie: Insgesamt stoßen E-Autos deutlich weniger Treibhausgase aus als Verbrenner. Zudem Ergebnis kommt auch das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg mit ihrer Studie zur Klimabilanz von E-Autos. 2030 könnte ein E-Auto, so die Forscher, nach 150.000 Kilometern einen Klimavorteil von etwa 40 Prozent gegenüber Verbrennern haben.

Modelle im Vergleich

Konkret haben die Forscher einen CO2-Vergleich von Verbrennern zu E-Autos aufgestellt. So verursacht ein Tesla Model 3 pro Kilometer 91 Gramm CO2-Äquivalent. Ein Mercedes C 220d pustet pro Kilometer 260 Gramm CO2-Äquivalente in die Luft. Nach nur 30.000 gefahrenen Kilometern hat der Tesla seine höheren CO2-Emissionen in der Produktion wettgemacht. Ein Toyota Prius wiederum verursacht mit 168 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer mehr als doppelt so viel Emissionen wie ein VW eGolf.

Lohnt sich die Umrüstung auf E-Autos?

Der ADAC ist in einem seiner Tests zu dem Fazit gelangt, dass manchmal sogar Diesel besser abschneiden als schwere E-Autos. Jedoch nur dann, wenn E-Auto-Besitzer keinen Ökostrom tanken. Eine Umrüstung des Fuhrparks auf E-Autos ist zwar noch mit einigen Kosten verbunden. Sie kann sich aber durchaus lohnen. Etwa dann, wenn Unternehmen vorwiegend im Kurzstreckengewerbe tätig sind. Fehlende Ladestationen und die geringe Kapazität der Batterie machen den Einsatz auf längeren Strecken zurzeit noch unrentabel. Als grünes Aushängeschild wirkt sich E-Mobilität immer positiv aufs Image aus.

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Nachhaltigkeitsbericht: warum er für Unternehmen wichtig ist

Das Thema Nachhaltigkeit spielt vermehrt für Unternehmen eine wichtige Rolle. Die ökologischen Bemühungen und Fortschritte können in einem jährlichen Bericht kommuniziert werden. Das stärkt nicht nur das Unternehmensimage – sondern hilft auch bei der Zielumsetzung.

CO2 Reporting mit dem Nachhaltigkeitsbericht

Es gibt Unternehmen, deren Nachhaltigkeitsengagement auch extern große Anerkennung findet. So konnte z. B. Siemens im weltweiten „Dow Jones Sustainability Index“ in zahlreichen Bereichen Bestnoten erreichen. So hat das Unternehmen sein persönliches Ziel, die eigenen weltweiten CO2-Emissionen bis 2020 zu halbieren, um vier Prozentpunkte übertroffen. Der CO2-Ausstoß reduzierte sich um rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 gegenüber dem Jahr 2014. Für manche KMU scheint dies nur eine Randnotiz zu sein. Dabei dürften sich kleinere Unternehmen Siemens durchaus zum Vorbild nehmen. Nachhaltigkeit spielt für das Image und für die Entscheidung, ob man als Kunde einer Firma Vertrauen schenkt, eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Was steht in einem Nachhaltigkeitsbericht?

In erster Linie stellen Nachhaltigkeitsberichte die Tätigkeiten einer Organisation im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung dar. Ökonomie, Ökologie und Soziales bilden den Dreiklang eines Nachhaltigkeitsberichtes, der neben dem Geschäftsbericht ein wichtiger Bestandteil der Informationspolitik des Unternehmens darstellt. Die Außenwahrnehmung ist das eine – die Politik das andere. Seit die Europäische Kommission den „Green Deal“ verabschiedet hat, existiert ein Fahrplan für eine nachhaltige Wirtschaft in der EU, die damit bis ins Jahr 2050 Klimaneutralität erreichen will. Deshalb gewinnt Nachhaltigkeit und deren Kommunikation in der Wirtschaft eine immer größere Bedeutung. Seit 2005 werden in Deutschland in einem Ranking durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen verglichen und bewertet. Seit 2017 wiederum besteht für Unternehmen, abhängig von der Größe, bereits eine Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (vgl. §289b Abs. 1 HGB).

Gesellschaftsfaktor Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist auf allen Ebenen zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema geworden. Besonderes Interesse daran haben Stakeholder. Darunter fallen Personen sowie Institutionen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens direkt oder indirekt betroffen sind oder ein Interesse an diesen Aktivitäten haben. Kunden, Mitarbeiter, Handelspartner und Eigentümer zählen unter anderem zu dieser Gruppe. Stakeholder möchten über das ökologische Engagement im Unternehmen informiert werden – in einem umfassenden Nachhaltigkeitsbericht. Immer mehr Unternehmen nehmen aus diesem Grund Informationen zu ihrer Nachhaltigkeitsstrategie in das Reporting auf. Das hat mehrere Gründe. Besonders aber, um positive mediale Aufmerksamkeit zu erzielen, bleibt Nachhaltigkeitskommunikation ein elementarer Bestandteil der Unternehmenskommunikation.

Infografik Nachhaltigkeitsbericht vs Nachhaltigkeitsreport
Infografik Nachhaltigkeitsbericht vs Nachhaltigkeitsreport

Transparenz und Vertrauen schaffen

Rund 70 Prozent der 100 größten Unternehmen in Deutschland haben einen Nachhaltigkeitsbericht. Allerdings besteht bei der Gestaltung durchaus noch viel Spielraum. Die Unternehmen kommen den Informationspflichten bislang meist nur im Sinne von Mindestanforderungen nach. Hinsichtlich Tiefe und Variationsbreite der Informationen, die Unternehmen preisgeben, gibt es laut Institut für ökologische Wirtschaftsforschung große Unterschiede. Erkannt haben alle zumindest einen wichtigen Fakt: Durch ein transparentes Berichtswesen über ihren ökologischen Fußabdruck sowie der sozialen Verantwortung schaffen Firmen für Kunden und Geschäftspartner eine vertrauensvolle Partnerschaft.

Nachhaltigkeitsbericht: Kunden überzeugen und binden

In allen Bevölkerungsschichten – und damit auch bei den Kunden – wächst das soziale Bewusstsein. Ein glaubhaftes positives Image von Unternehmen schafft eine emotionale Bindung und wird so für Kunden attraktiv. Besonders die unter 40-Jährigen identifizieren sich mit Marken, die für sozial verantwortungsvolle Handeln stehen. Dafür informieren Unternehmen im Nachhaltigkeitsbericht beispielsweise über Umweltaspekte mithilfe verschiedener Kennzahlen, wie Treibhausemissionen, CO2-Einsparungen, Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Abfallaufkommen und Wiederverwertungsraten. Damit lässt sich exakt messen, wie die ökologischen Fortschritte eines Unternehmens verlaufen.

Nachhaltigkeitsbericht
Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeitskodex anwenden

Um ein Gerüst für die Dokumentation zu haben, können Firmen den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) anwenden. Er ist das auf das Unternehmen zugeschnittene Instrument zur Berichterstattung, das Orientierung verleiht. Mit seinen 20 Kriterien bietet er für nachhaltiges Wirtschaften einen konkreten Leitfaden. Er lenkt den Blick auf das Wesentliche und unterstützt Firmen dabei, ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft wirksamer und ehrgeiziger wahrzunehmen.

Nachhaltigkeit im Unternehmen mit einer Fuhrparksoftware fördern

Eine Fuhrparksoftware hilft dabei, die Nachhaltigkeit im Unternehmen zu fördern. Dank GPS gestützter Funktionen werden doppelte Wegstrecken vermieden. Gleichzeitig helfen Carsharing-Optionen dabei, den CO2 Ausstoß zu verringern. Der Einsatz einer Fuhrparksoftware kann so als Maßnahme und Reporting-Funktion für den Nachhaltigkeitsbericht genutzt werden. Welche Funktionen es gibt und wie diese die Nachhaltigkeit fördern, zeigt folgende Broschüre. 

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CO2 Emissionen in Deutschland

Endlich mal gute Nachrichten: Die CO2 Emissionen in Deutschland in 2019 waren rund 35,7 Prozent weniger als noch 1990. In diesem Jahr könnte das 40-Prozent-Ziel erreicht werden. Welche Sektoren den größten Einfluss auf die CO2 Emissionen haben, lesen Sie hier.

CO2 Emissionen Deutschland 2019 und 2020

Auf dem Weg zum Null-Emissionen-Land sind die ersten Hürden genommen. Zwar wurden 2019 in Deutschland etwa 805 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Das sind aber 54 Millionen Tonnen oder 6,3 Prozent weniger als 2018, wie die vorläufige Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes zeigt. Das Ziel, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 bis heute um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, liegt in greifbarer Nähe. Dank des zwischenzeitlichen Corona-Lockdowns könnten wir das große CO2-Etappenziel für 2020 nämlich noch erreichen. Voraussetzung dafür: die Emissionen im Jahr 2020 müssten noch einmal um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Ab 2050 sieht der europäische Klimaschutzplan eine Reduktion der Treibhausgase um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 vor.

Produziert ein Unternehmen Treibhausgase und bringt diese in Umlauf, muss es einen Emissionsbericht anfertigen. Dieser muss geprüft werden und ist die Basis der Berechnung der Abgaben, die das Unternehmen zahlen muss. In der CO2 Übersicht können Unternehmen nachschauen, welchen Bericht sie erstellen müssen und welche Daten dokumentiert werden müssen. 

Klimaschutz-Index: CO2 Emissionen weltweit in 2020

58 Staaten sind für 90 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Sie werden im Klimaschutz-Index von einem internationalen Team bewertet. Dabei zeigen sich große Lücken zwischen den Ländern: Schweden ist Musterschüler beim Ankurbeln der Energiewende. Laut dem aktuellen Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch könnte das Land bereits 2030 klimaneutral werden. Deutschland liegt abgeschlagen auf Platz 19, weil besonders beim Verkehr keine Trendwende zu alternativen Antrieben zu erkennen sei. Deutschland liegt auch deshalb noch hinter Staaten wie Indien, Chile und Marokko.

CO2 Emissionen nach Sektoren

Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland verläuft auf fast allen Sektoren rückläufig: Die größten Minderungen gab es im Energiesektor, allerdings auch einen Anstieg im Gebäudesektor und Verkehr. Der positive Trend des Vorjahres setzt sich also auch 2019 fort. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren so stark zu reduzieren, dass sie im Jahr 2050 eine Treibhausgas-Neutralität erreicht.

Kraftwerke als Umweltsünder

Wir haben es bereits geahnt: Am meisten CO2 pusten im Vergleich der unterschiedlichen Sektoren laut Umweltbundesamt 2019 immer noch Kraftwerke in die Atmosphäre. Die Energiewirtschaft ist mit 254 Millionen Tonnen CO2-Emissionen Klimasünder Nummer Eins.

CO2 Emissionen Kraftwerk

Industrie auf zweitem Platz

Verursacher der schädlichen Gase. Kein Wunder, denn die meisten Großunternehmen verfügen über eigene Kraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung. Zudem erzeugen sie nicht unerhebliche Emissionen bei der Herstellung von Produkten für den Handel.

Immer mehr Verkehr, immer mehr CO2

Unsere Mobilität scheint sich nicht mehr bremsen zu lassen. Aber anstatt auf E-Autos zu setzen, kaufen wir gerne SUVs mit Verbrennungsmotor, die für den Stadtverkehr wenig taugen. Und natürlich fliegen wir auch viel – zweimal Urlaub im Ausland pro Jahr muss schon sein. Aus diesem Grund ist der Verkehr der einzige Sektor, in dem die Emissionen seit 1990 nicht gesunken sind. Im letzten Jahr lag der Anteil an den CO2-Emissionen in Deutschlands bei 163 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Gerade hier lässt durch massive Förderung und den Ausbau von alternativen Antriebsformen eine radikale Senkung erreichen.

Gebäude und Landwirtschaft

Die ausgestoßenen Treibhausgase im Gebäudesektor sind laut dem Bericht von 2018 auf 2019 um 4,4 Prozent angestiegen. Im Langzeitvergleich haben sich die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor seit 1990 jedoch deutlich reduziert. Ende 2020 werden 85 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente weniger ausgestoßen als vor 30 Jahren. Immerhin eine Verringerung von knapp 40 Prozent. Im letzten Jahr entfielen 122 Millionen Tonnen CO2-Emissionen auf das den Betrieb von Gebäuden. Neue Baustoffe und eine bessere Dämmung könnten zur Reduktion aller Emissionen der produzierenden Industrie einen wertvollen Teil beitragen. Und zu guter Letzt die Landwirtschaft, die 68 Millionen Tonnen CO2-Emissionen der Treibhausgase ausmacht. Dort entstehen durch die Haltung von Rindern sowie Schweinen, aber auch beim Düngen, vor allem Methan und Lachgas. 

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