Wahl des Schadenmanagements – ein Überblick

Ein gutes Schadenmanagement spart den Fuhrparkverantwortlichen viel Zeit und Geld. Hier lohnt es sich jedoch genau hinzuschauen, denn auch bei vermeintlich guten Angeboten lauern versteckte Fallen. Welche Möglichkeiten es gibt und wie die Vor-und Nachteile aussehen, erklären wir hier.

Auch wenn die FahrerInnen top geschult sind und alle sich an die Regeln halten – manchmal knallt’s trotzdem. Was tun im Falle eines Unfalls? Hier greift das Schadenmanagement, das in jedem Fuhrpark ein wichtiges Thema ist. Denn eine effiziente Abwicklung mit schnellen, unkomplizierten Prozessen ist Voraussetzung, um unnötige Kosten zu vermeiden und die Mobilität der Mitarbeitenden zu garantieren.

Schadenmanagement auslagern

Klingt zunächst nach einer unkomplizierten Lösung: Die Fuhrparkleitung gibt die Aufgabe komplett an einen externen Dienstleister ab. Die FahrerInnen rufen bei Unfällen eine Hotline an, die den Schaden aufnimmt und ihn komplett bearbeitet.

Das Problem: Schadenssteuerer finanzieren sich oft durch Kickbacks auf den Reparaturpreis. Diese versteckten Provisionen führen aber dazu, dass Schäden sofort repariert werden. Das ist häufig ineffizient, denn gerade bei kleineren Schrammen lohnt es sich zu warten und zu einem anderen Zeitpunkt (oder vor der Leasingrückgabe) gleich mehrere Schäden gleichzeitig zu beheben. Das spart nicht nur den Mitarbeitenden Zeit, sondern auch Reparaturkosten, weil Werkstätten bei jeder Reparatur natürlich auch Arbeitszeit für die Vor- und Nachbereitung des Autos berechnen. Sammelt man mehrere Reparaturen, spart man allein schon diese Kosten. 

Dazu kommt, dass den externen Schadensverwaltern natürlich nicht daran gelegen ist, den Reparaturpreis möglichst niedrig zu halten – das würde die Provision schmälern. Alternative und umweltgerechte Instandsetzungs-Methoden wie Smart RepairFix oder „Reparieren vor Ersetzen“ stehen daher eher nicht zur Wahl. Folglich sind höhere Reparaturkosten zu erwarten. 

Weiterer Nachteil: Die Fuhrparkleitung hat oft wenig Einblick in diese Prozesse. Die meisten Anbieter liefern zwar ein monatliches Reporting – aber eben erst am Ende des Monats, Fehlentscheidungen lassen sich so nicht mehr rückgängig machen. Häufig fehlt auch eine Dokumentation, was es schwierig macht, die Zusammenarbeit transparent zu gestalten: Schäden werden nicht fotografiert, so dass im Nachhinein niemand kontrollieren kann, ob es nicht auch eine günstigere Reparatur-Möglichkeit gegeben hätte.

schadensmanagement

Schäden in Eigenregie managen

Klar, dass Fuhrparkverantwortliche im Schadensfall am liebsten selbst entscheiden möchten. Allerdings ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten: Schadenmeldungen landen meist auf unterschiedlichsten Wegen beim Flottenmanagement, mal telefonisch, mal als E-Mail, WhatsApp oder als Zettel auf dem Schreibtisch. Wichtige Informationen können so verloren gehen. Hier braucht es eine Struktur, doch die zu schaffen, bedeutet Extra-Arbeit. Und: Aufgrund des schnellen digitalen Wandels und der Umstellung auf neue Mobilitätsformen kann es sein, dass man sich morgen schon wieder neu aufstellen muss. 

Wer die Aufträge nicht bündelt, kann zudem in der Werkstatt keine guten Konditionen aushandeln. Außerdem kostet jeder Unfall Zeit: Im Normalfall muss ein Fahrer mit einem schadhaften Fahrzeug dreimal in die Werkstatt – zur Besichtigung und Erstellung des KVAs, dann für die Reparatur und ein letztes Mal zur Abholung.

Digitales Schadensmanagement

Die Digitalisierung bietet viele Chancen für das das Schadenmanagement im Fuhrpark. Sie hilft, Prozesse weiter zu optimieren und die Durchlaufzeit in der Schadenabwicklung zu verringern. Die Flottenleitung behält mit der Fuhrparkmanagement-Software Vimcar Fleet problemlos die Übersicht über den Fuhrpark und alle Schäden. Und die FahrerInnen können Schäden sehr einfach melden.  

Weiterer Bonus: Es gibt ein qualitativ geprüftes Werkstatt-Netzwerk mit gut verhandelten Konditionen, auf die kleinere Fuhrparks vielleicht sonst keinen Zugriff hätten. Man kann auch bestehende Partnerwerkstätten, mit vielleicht schon länger gearbeitet wird, weiter nutzen – was zum Beispiel bei einer Zusammenarbeit mit einem klassischen Schadenssteuerer oft nicht möglich ist.   

Das zertifizierte Netzwerk ist sehr wichtig – vor allem bei Leasingfahrzeugen, weil die Leasingfirmen natürlich die Qualität der Reparaturen kontrollieren und verlangen, dass nach Herstellervorgaben repariert wird. So muss sich die Fuhrparkleitung keine Sorgen um Zusatzkosten bei Leasingrückgabe machen. 

Einen Schaden telefonisch bei einer Hotline zu melden, empfinden viele FahrerInnen als nervig. Daher werden kleinere Schrammen oft gar nicht erst gemeldet. Über die Web-App von Vimcar Fleet können auch kleinere Schäden, Kratzer, Beschädigungen im Innenraum und ähnliches mit ein paar Klicks ganz einfach gemeldet werden. So gibt es keine bösen Überraschungen bei der Leasingrückgabe, die dann schnell teuer werden können.

Transparenz wird bei Vimcar Fleet großgeschrieben: Der Verlauf der Schadensfälle sowie die genaue Beschädigung wird mit Hilfe von Fotos dokumentiert und ist jederzeit einsehbar. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Durch die digitale Meldung und sehr gute Fotoqualität können die Werkstätten die Oberflächenschäden in 80 Prozent der Fälle einschätzen und einen KVA erstellen, ohne dass der Wagen direkt bei ihnen vorfahren muss. Das spart allen Zeit.   

Fazit: Alle Vorgänge bei einem digitalen Schadenmanagement sind datenbasiert und können langfristig noch weiter optimiert und angepasst werden. Die Prozesszeiten nehmen extrem ab, das Fahrzeug ist schneller wieder fahrbereit.

Vimcar Fleet Produkte

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Die Softwarelösung von Vimcar vereinfacht das Schadenmanagement und sorgt für mehr Kontrolle und Transparenz im Fuhrpark. Die schriftliche Schadensaufnahme sowie die Kommunikation mit Versicherungen, Werkstätten & Co. entfällt und wird durch die zentrale und digitale Verwaltung in Vimcar Fleet abgelöst. Jetzt informieren!

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Theorie für die Praxis: Wie Sie Ihre Belegschaft motivieren, dauerhaft wirtschaftlich zu fahren

Seine Angestellten anzuhalten, wirtschaftlich zu fahren und dabei Kraftstoff zu sparen, senkt nicht nur die Betriebskosten: Es schont die Umwelt und ist daher schlichtweg zeitgemäß. Damit diese Grundsätze nicht nur theoretisch bekannt sind, sondern auch praktisch umgesetzt werden, muss die Schulung zum Kraftstoffmanagement gut vorbereitet und ausgewählt werden. Wenn die Parameter stimmen und sich die Arbeitskräfte angesprochen fühlen, wird sie zum Erfolg.

Seminare führen zum Erfolg

Eigentlich ist es schon aus der Fahrschule bekannt: Stundenlang im Stau zu warten, kostet nicht nur Nerven, sondern auch Sprit – vor allem, wenn trotz Stillstand auf der Straße der Motor läuft. Auch Sprints beim Stop and Go verschleißen Bremsen und Reifen. Unnötige Schaltvorgänge sind zu vermeiden und immer der Gang zu wählen, der den Drehmomentbereich des Fahrzeugs am besten ausnutzt. Soweit die Theorie. In der Praxis vergessen das allerdings viele.

Und genau da sollte man ansetzen: Eine gute Schulung optimiert nicht nur im besten Fall das Fahrverhalten im Firmenfahrzeug, sondern hilft auch im Privatbereich, bares Geld einzusparen. Sollte die Schulung zum wirtschaftlichen Fahren eine Pflichtveranstaltung für die Belegschaft sein, darf nicht der Eindruck entstehen, dass hier Kritik am Fahrstil geübt werden soll. Denn das schmälert automatisch den Lerneffekt. Besonders dann, wenn es um BerufsfahrerInnen geht, ist es gut, den Job-Aspekt möglichst zu reduzieren. Besser ist es, das Ziel in den Vordergrund zu stellen: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Umweltbewusstsein fördern – CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch minimieren und damit Geld und vorzeitige Reparaturen sparen.

Seminarteilnehmende sitzen an einem Tisch und machen sich Notizen.
Eine Schulung trägt zum wirtschaftlichen Fahren bei.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Setzen Sie die Schulung nicht an einem freien Wochenende oder nach Feierabend an, wenn Sie möchten, dass die Belegschaft motiviert erscheint. Ein Seminar während der Arbeitszeit ist hingegen eine willkommene Abwechslung. Wer die Teilnehmenden im Vorfeld gut informiert, hat am Schulungstag eine aufmerksame Zuhörerschaft. Es muss klar sein, dass es sich nicht um Kritik am Fahrstil handelt, sondern alle Tipps sowohl für Pool- und Dienstfahrzeuge als auch im Privatauto von Nutzen sind – und nebenbei auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen.

Für Abwechslung sorgen

Die Schulung sollte aus unterschiedlichen Modulen bestehen. Monologe nerven und bleiben nicht im Gedächtnis haften. Nach Möglichkeit wählen Sie mehrere Lehrende, die jeweils maximal 45-60 Minuten einen bestimmten Bereich erklären, möglichst mit vielen Beispielen aus der Praxis (aber bitte dabei die betrieblichen nicht überrepräsentieren). Ein Fahrtraining, bei dem eine Gruppe von MitarbeiterInnen mit der Übungsleitung unterwegs ist, lässt das Erlernte gleich auf der Straße ausprobieren. Praktisches Üben prägt sich erwiesenermaßen wesentlich besser ein als Zuhören und Zusehen. Im Anschluss an das theoretische und praktische Seminar kann eine softwaregestützte Fahrstilanalyse helfen: Während der „Beobachtungsphase“ werden Fehler, die sich im Laufe der Fahrpraxis eingeschlichen haben, korrigiert. Auch hier geht es nicht darum, den Fahrzeugführenden zu maßregeln, sondern um die Verbesserung des Fahrstils im Sinne von Umweltaspekten und Sicherheit. Darüber hinaus hilfreich für alle Beteiligten ist regelmäßiges Feedback! Am besten ein erstes direkt nach der Veranstaltung, zwei weitere vier Wochen, bzw. drei Monate später. So wird das Gelernte immer wieder ins Gedächtnis geholt und hat Gelegenheit, zur Gewohnheit zu werden.

Einspartipp: Tankkarte

Neben einem Seminar, das zum wirtschaftlichen Fahren anleitet, ist auch eine Tankkarte ein kostenminimierender Faktor. Mit der lässt sich zusätzlich sparen – nämlich bis zu 3 Cent pro Liter an den Stammtankstellen, an jeder anderen 1 Cent. Alle mit dem Logo UTA versehenen Tankstellen akzeptieren die Karten – mittlerweile über 12000 in Deutschland. Damit hat die Zettelwirtschaft ein Ende und alle Tankvorgänge können z. B. für eine Ausreißeranalyse genutzt werden. 

Um die Umsetzung des wirtschaftlichen Fahrens langfristig zu sichern, kann ein Bonussystem helfen: Es schafft einen Anreiz, die Regeln einzuhalten. Tankgutscheine für das Privatfahrzeug wären denkbar, zusätzlicher Freizeitausgleich oder auch die bevorzugte Auswahl des Poolfahrzeuges für diejenigen, denen die Fahrstilanalyse gutes Können bescheinigt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wissen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird und sie nicht nur beruflich von der betrieblichen Weiterbildung profitieren, werden das Gelernte auch in Zukunft erfolgreich umsetzen.

Tankstelle bei Nacht.
Tankkarten können das wirtschaftliche Fahren begünstigen.
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Auf Nummer Sicher – Rechtsschutzversicherung für Fuhrparkmanager

Eltern haften für ihre Kinder – und Fuhrparkleiter für ihre Fahrer. Zwar haftet generell das Unternehmen, das den Fuhrpark betreibt, doch im Regelfall wird die Halterhaftung an den Fuhrparkverantwortlichen übertragen. Dann gelten Fuhrparkmanager rechtlich als Fahrzeughalter  – und sind somit diejenigen, die für Vergehen der Dienstwagenfahrer, Poolnutzer und LKW-Fahrer haftbar gemacht werden können. Je größer der Fuhrpark, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, in Rechtsstreitigkeiten zu geraten. Eine Rechtschutzversicherung sorgt für ein überschaubares Risiko, die Tarife richten sich nach der Größe des Fuhrparks.

Je größer, desto höher das Risiko: Wann Fuhrparkmanager an Rechtsschutz denken müssen

Die Leistungen der Versicherungen sind ein Backup im Bedarfsfall –  idealerweise haben Fuhrparkleiter alles im Blick und stets alles unter Kontrolle. Aber da, wo Menschen zusammenarbeiten, passieren nun auch einmal Fehler. Damit diese nicht zu einem existenzbedrohenden Risiko werden, ist es wichtig, sich vorausschauend beraten zu lassen – und einmal durchzurechnen, ob eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll ist. Für kleine Fuhrparks ist das Risiko wesentlich geringer und der Kostenfaktor „Rechtsschutz für Fuhrparkmanager“ kann eventuell eingespart werden. 

Ist die Flotte groß und die Anzahl der Fahrer hoch, wäre es jedoch ein Sparen am falschen Ende. Strafrechtliche Verantwortung ist das Stichwort, über das man sich leider rechtzeitig Gedanken machen muss als Fuhrparkleiter. Denn entgeht ihm, dass ein Fahrer keine Fahrerlaubnis hat, oder entspricht die Fahrerunterweisung nach den Unfallverhütungsvorschriften nicht den gesetzlichen Anforderungen, drohen Geld- und schlimmstenfalls sogar Freiheitsstrafen. Was im ersten Moment durch gewissenhaftes Arbeiten und Kontrollieren gut vermeidbar scheint, erweist sich in der Praxis leider oft als schwieriger. Nicht jeder Mitarbeiter meldet ordnungsgemäß einen Führerscheinentzug aus Angst vor dem Jobverlust. Geschieht ein Unfall – etwa durch Sekundenschlaf– wird nicht nur der Fahrer, sondern auch der Halter zur Verantwortung gezogen. Besonders schwierig wird es, wenn ein Fuhrparkleiter für mehrere Standorte zuständig ist. So sorgfältig er auch arbeitet – es kann ihm trotzdem noch etwas entgehen. Und mit der Zunahme des Güterverkehrs auf den Straßen steigen leider auch die Unfallzahlen – und die der Gerichtsverfahren.

Rechtsschutzpakete für Fuhrparkleiter

Aus diesem Grund haben etliche Versicherungen passende Rechtsschutzpakete entwickelt, mit denen sich einzelne Bereiche, für die sonst der Fuhrparkverantwortliche haftbar wäre, absichern lassen. Der Fuhrparkleiter erhält damit Rechtsbeistand bei Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren – egal, ob eine Mautgebühr nicht korrekt bezahlt wurde oder gar der Vorwurf der fahrlässigen Tötung nach einem Unfall im Raum steht. Für die Verteidigung bei Verfahren im Verkehrsrecht gibt es spezialisierte Rechtsanwälte, deren Stundensätze bei bis zu 700 Euro liegen können. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Gerichts- und Anwaltskosten in voller Höhe. Aber nicht nur die Absicherung der Haftungsfragen ist wichtig. Arbeitsrechtsschutz ist ggf. miteinzubeziehen: Wenn es wegen der Rechtsstreitigkeiten zur Kündigung kommt, ist es von Vorteil, wenn der Fuhrparkverantwortliche auch hier Unterstützung erfährt. Achten Sie darauf, dass die Versicherung auch beim Vorwurf des vorsätzlichen Handelns greift. Die Kosten für die oftmals teuren Sachverständigengutachten und die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen sowie Nebenklagekosten sollten mit abgesichert sein. Je nachdem, wo die Fahrer unterwegs sind, ist auch an Dolmetscher- oder Übersetzungskosten zu denken.

Fazit

Die Versicherung sollte möglichst auf den eigenen Bedarf zugeschnitten sein – ein Vergleich der Angebote lohnt sich, denn nicht jedes Paket lohnt sich für jeden Fuhrpark. Eine kostenlose Servicehotline, bei der man im Bedarfsfall schnell ersten Rat zur weiteren Vorgehensweise erhält, ist eine gute Hilfe. Und bei aller Absicherung: Oberste Priorität hat natürlich immer die Einhaltung aller obliegenden Pflichten. Das sorgt für ein ruhiges Gewissen – und das ist unbezahlbar.

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Welche Maßnahmen schützen und stärken meine Fahrer in der Pandemie?

Die Pandemie sorgt für erschwerte Bedingungen auch für Berufsfahrer/-innen. Wichtig also, jetzt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit Ihrer Angestellten zu schützen und die Motivation aufrecht zu erhalten. Ein Fünf-Punkte-Plan hilft.

1. Gut planen

Gerade jetzt ist es für Fahrer/-innen wichtig, dass Fuhrparkverantwortliche potenzielle Probleme vorausschauend aus dem Weg räumen. Fuhrparkleiter/-innen sollten möglichst viele Arbeitsabläufe so organisieren, dass sie kontaktarm erledigt werden können. Um zum Beispiel beim Be- und Entladen Abstand zu halten, sind Eingangs- und Ausgangskörbe für Frachtpapiere eine gute Maßnahme. Wenn Waren persönlich übergeben werden, ist es am sichersten, wenn der/die Empfänger/-in mit einem eigenen Stift unterschreibt und der Bote die Unterschrift und die abgelegte Sendung fotografiert.
Am besten recherchieren Fuhrparkleiter/-innen vorab, welche Versorgungsmöglichkeiten und sanitären Anlagen auf der Strecke zur Verfügung stehen. Noch immer sind viele sonst genutzte Raststätten in eingeschränktem Betrieb und einige Kunden stellen aus Sicherheitsgründen ihre sanitären Anlagen nur noch dem eigenen Personal zur Verfügung. Eine Liste mit den Versorgungspunkten sollte für die Fahrer immer verfügbar sein und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Im Fernverkehr gehören eigene Handtücher, Laken und Decken an Bord, die nach Gebrauch bei 60 Grad gewaschen und anschließend gebügelt werden. Bei Übernachtung ist es am sichersten, für Fahrer/-innen ein Einzelzimmer zu buchen. Ist das nicht möglich, sollten für Sammelunterkünfte kleine, feste Teams gebildet werden.

2. Aufklären

Fuhrparkleiter/-innen müssen sicherstellen, dass alle Fahrer/-innen wissen, wie sie sich und andere schützen. So sollte nach dem Tanken das Händewaschen nicht vergessen und so oft wie möglich Türen und Fenster geöffnet werden. Der Umluftbetrieb ist in Anbetracht der Viren leider keine gute Idee, wenn Lüftungsanlagen keine HEPA-Filter haben. Aber auch bei aller Vorsicht kann es passieren, dass Fahrer/-innen sich infizieren. Bei der Hotline des Vereins DocStop erfahren Berufskraftfahrer, die bei sich Krankheitssymptome feststellen, welcher Arzt in der Nähe ist – europaweit: 00800 03627867.

Konversation Fahrer und Fuhrparkleiter

3. Care-Paket für die Fahrer/-innen

Eine persönliche, möglichst handliche Kiste mit Handdesinfektionsmittel, Wasserkanister, Handseife, Einmalhandtücher, Müllbeutel und FFP2-Masken sorgt dafür, dass die Fahrer/-innen ihre Hygienestation immer dabei haben. Und etwas Nervennahrung – Müsliriegel zum Beispiel – schadet darin auch nicht.

4. Saubere Sache

Desinfizierung

Die Fahrzeuge müssen vor jedem Wechsel gereinigt werden, damit Schmierinfektionen keine Chance haben. Für den Arbeitsbereich im Fahrzeuginneren bedeutet das, die Oberflächen gründlich mit fettlösenden Haushaltsreinigern zu säubern. Es ist zwar nicht sehr umweltfreundlich – aber am sichersten sind dabei Einmaltücher statt Putzlappen. Die werden anschließend sofort entsorgt. Und: Wischdesinfektion ist immer besser als Sprühdesinfektion, letztere kann nur Notlösung sein. Auf Chlor sollte dabei verzichtet werden. Auch reines Ethanol oder Isopropanol sind wegen der Brandgefahr ungeeignet. Eine Liste der vom RKI empfohlenen Desinfektionsmittel zeigt die geprüften Alternativen.

5. Offenes Ohr

Und nicht zuletzt ist vor allem eines wichtig: Erreichbar zu sein und ein offenes Ohr zu haben für die Sorgen und Schwierigkeiten der Fahrer/-innen. Fuhrparkleiter/-innen sollten Verbesserungsvorschläge möglichst schnell umsetzen  – denn erst in der Praxis zeigen sich oft die Stellschrauben, an denen man noch drehen könnte, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten. Vielleicht besprechen Fuhrparkleiter/-innen mit den Fahrern auch, welches Proviant diese ihnen mitgeben können, damit die Mitarbeiter/-innen gefährdende Außenkontakte gering halten können. Nicht vergessen: Lob und Unterstützung sind jetzt wichtiger denn je.

Jetzt Ratgeber zum Fahrverhalten für Fahrer/-innen herunterladen

Der Ratgeber enthält Tipps zum sicheren Fahrverhalten und hilft so Fuhrparkleiter/-innen sowie Fahrern im Alltag. Der Ratgeber kann entweder digital mit den Fahrern geteilt oder ausgedruckt und im Handschuhfach sicher verstaut werden. 

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Weitere Artikel zur Fuhrparkverwaltung

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Kfz Teilkasko vs. Vollkasko: Wann ist welcher Schutz sinnvoll?

Weder die Vollkaskoversicherung für das Kfz noch die Teilkasko sind gesetzlich vorgeschrieben – anders als die Haftpflichtversicherung. Fahrer beziehungsweise Halter entscheiden folglich selber, ob sie einen entsprechenden Schutzbrief abschließen. So fragt sich, in welchen Fällen die Teilkasko zur Autoversicherung gehören sollte und wann die Vollkasko. Und wann kann man darauf verzichten? Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr zu: Vollkasko / Teilkasko – Wann ist was sinnvoll?

Voll- und Teilkasko Autoversicherung: Welche Leistungen bieten sie?

Voll- sowie Teilkaskoversicherungen begleichen grundsätzlich Schäden am eigenen Fahrzeug. Die gesetztlich vorgeschriebene Haftplichtversicherung ist dagegen für Fremdschäden gedacht, übernimmt folglich auch Unfallfolgen am eigenen Fahrzeug die von Dritten verursacht wurde. Wofür also braucht man eine Vollkaskoversicherung für das Auto? Und wann hat die Teilkasko Vorteile? Zunächst gilt: Die Leistungen beider Schutzbriefe sind in vielen Punkten gleich. So zahlt sowohl die Kfz Teilkasko als auch die Vollkaskoversicherung am Auto folgende Schäden:

  • Sturm, Hagel- und Überschwemmungsschäden
  • durch Tierbisse verursachte Schäden
  • zersprungene Windschutzscheiben nach Steinschlag
  • Schäden nach einem Wildunfall
  • durch Brand oder Explosion entstandene Schäden
  • Kabelschäden nach einem Kurzschluss
  • Raub und Unterschlagung

Kfz Versicherung Teilkasko

Die genannten Versicherungsleistungen der Teilkasko sind nicht selbst verschuldet. Sollen auch vom Halter beziehungsweise Fahrer verursache Risiken abgesichert sein, kommt die Vollkasko Autoversicherung ins Spiel. Diese übernimmt neben den genannten Leistungen in der Regel auch folgende Fälle:

  • Kratzer, Dellen und Co., die beim Einparken entstanden sind
  • Schäden nach einem selbstverschuldeten Unfall
  • Vandalimusschäden durch Unbekannte
  • Schäden nach Fahrerflucht Dritter am eigenen Fahrzeug
  • Schäden durch Dachlawinen, Erdeben oder Vulkanausbrüche

Bei beiden Versicherungstypen sind Verträge mit Selbstbeteiligung möglich. So lassen sich unter Umständen Kosten sparen. Wann die Kfz Teilkasko sinnvoll ist hängt dementsprechend von der Schadensart ab.

Wichtig: Die tatsächlichen Leistungen der jeweiligen Auto Kfz Versicherung variieren je nach Police und Versicherungsgesellschaft. Ein Blick in den Vertrag klärt, welche Schäden tatsächlich übernommen werden. Dies ist vor dem Abschluss der Pkw Teilkasko sinnvoll.

Wann genügt eine ausreichende Kfz Versicherung Teilkasko – und wann ist Vollkasko für das Kfz besser?

Grundsätzlich sind bei beiden Versicherungstypen verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. So ist vor allem das Alter und damit der Wert des Autos zu berücksichtigen. Von Dritten verursachte Schäden, etwa nach einem Unfall, begleicht dessen Haftpflichtversicherung. Für ein älteres Fahrzeug, das üblicherweise in der Garage steht, lohnt sich die Kaskoversicherung in der Regel nicht mehr. Ausnahmen sind wertvolle Old- und Youngtimer. Achtung: Nicht alle Versicherungen übernehmen Policen für diese Fahrzeugtypen oder die Prämien sind höher als für herkömmliche Kfz.

Eine Vollkasko Autoversicherung kommt vor allem für neue und wertvolle Fahrzeuge infrage, bei denen bereits Blechschäden hohe Kosten verursachen. Auch für Leasingwagen muss in der Regel zwingend eine Kfz Vollkasko abgeschlossen werden. Ratsam, mitunter auch von der Bank beziehungsweise dem Autohaus vorgeschrieben, ist die Police ebenfalls im Rahmen einer Finanzierung.

Oldtimer

Kosten Kaskoversicherung

Vollkasko, Teilkasko – Wann ist es sinnvoll? Die Kosten für die Kaskoversicherung variieren, da sie sowohl vom Fahrzeugtyp als auch von subjektiven Merkmalen abhängen. Dazu zählt die Typklasse des Wagens. Für alle Fahrzeugtypen gelten versicherungsübergreifend bestimmte Unfallklassen. Die Daten werden vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft anhand von offziellen Unfall- und Schadenstatistiken ermittelt. Es kann sich lohnen, direkt beim Kauf auf eine vorteilhafte Klasse zu achten. Insbesondere wenn – etwa im Fuhrpark – viele Fahrzeuge versichert werden, lassen sich so hohe Kosten vermeiden.

Auch die Regionalklasse, ein weiterer zur Berechnung der Versicherungsprämie hinzugezogener Wert, lässt sich unter Umständen beeinflussen. Hier gilt der Ort, an dem das Fahrzeug angemeldet ist. Unternehmen mit mehreren Niederlassungen sollten sich informieren, ob die Regionalklasse an einem Standort gegebenenfalls günstiger ist.

Einfluss auf Prämienberechnung

Schließlich wird das Einsatzgebiet des Fahrzeugs in die Prämienberechnung miteinbezogen. Für Dienst- und Poolfahrzeuge sind üblicherweise höhere Prämien fällig, da die Unfallanfälligkeit aufgrund eines häufigen Einsatzes höher ist.

Darüber hinaus spielen folgende Daten des Versicherungsnehmers eine Rolle:

  • Schadenfreiheitsklasse
  • ggf. Beruf (Vielfahrer zahlen oftmals mehr)
  • Wohn- beziehungsweise Zulassungsort des Fahrzeugs
  • Dauer des Führerscheinbesitzes

Der Schadenfreiheitsrabatt ist ein individueller Wert, der mit jedem unfallfreien Jahr steigt. So wird die Versicherung mit jedem schadensfreien Jahr immer günstiger. Das gilt jedenfalls für die Vollkasko. In der Teilkasko gibt es dagegen keinen Schadenfreiheitsrabatt – die Kosten bleiben folglich über den gesamten Versicherungszeitraum gleich hoch. Die tatsächlichen Zahlungen variieren wiederum abhängig von der Versicherungsgesellschaft. Jede legt einen unterschiedlichen Wert zugrunde. Ein Versicherungsvergleich für Kfz Vollkasko und Teilkasko kann sich daher lohnen.

 

Grundsätzlich gilt: Eine Vollkasko für das Auto lohnt sich für Neufahrzeuge bis zu einem Alter von maximal fünf Jahren. Anschließend ist es in der Regel ratsam, in die Teilkasko zu wechseln. Es lohnt sich jedoch immer ein Blick in die Police.

Vollkasko und Teilkasko - Wann ist was sinnvoll?

Wann ist für einen Fuhrpark eine Vollkasko Teilkasko sinnvoll? Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Versicherung der Fahrzeuge im Fuhrpark vom Fuhrparkleiter abgeschlossen werden muss. FahrerInnen können in manchen Fällen bei der Entscheidung von Vollkasko-Versicherung oder Teilkasko entscheiden. Die Haftpflichtversicherung sichert im Falle von Personen- und Sachschäden, die durch FahrerInnen entstehen, ab.

Ist die Kaskoversicherung Auto sinnvoll? Ist eine Teilkasko sinnvoll? Sollen die Fahrzeuge weiter abgesichert werden, sollten diese Fragen im Fuhrpark geklärt werden. Es kann wahlweise entweder eine Teilkasko- oder eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen werden. Da beide Versicherungen freiwillig abgeschlossen werden können, gilt hier abzuwägen: Wann ist die Kaskoversicherung Auto sinnvoll? Der Fuhrparkleiter sollte unter Berücksichtigung aller vorhandenen potenziellen Risikofaktoren und Konditionen vorab eine Risikobewertung vornehmen, um die Entscheidung zu treffen. Die Risikobewertung kann zwischen Fuhrparks unterschiedlich ausfallen.

Besprechung Vollkasko oder Teilkasko

Wann ist eine Teilkasko, wann eine Vollkasko Versicherung sinnvoll?

Die Teilkasko Versicherung deckt Schäden ab, auf die FahrerInnen keinen Einfluss haben. Hier kann es daher hilfreich sein, die Wahrscheinlichkeit von wetterbedingten Schäden abzuschätzen (Hagel, Blitz, Wind, Sturm, Überschwemmung etc.). Das kann firmenintern unter anderem durch das Risikomanagement erfolgen. 

Eine Teilkasko ist ebenso sinnvoll, wenn es zunehmend zu Schäden durch Wildunfälle kommt. Hier sollte ebenfalls die Häufigkeit der Bruchschäden an der Verglasung einbezogen werden. Bei einem selbstverursachten Unfall greift hingegen die Vollkasko. Da die Vollkaskoversicherung alle Leistungen der Teilkaskoversicherung beinhaltet, ist es für einen Fuhrpark oft sinnvoll, für alle Fahrzeuge eine Vollkasko abzuschließen. Außerdem greift die Vollkasko bei Unfallschäden am eigenen Fahrzeug, inklusive böswilliger Beschädigungen und Vandalismusschäden.

Ebenfalls kann die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls der Fahrzeuge identifiziert werden? Stehen die Fahrzeuge nicht immer auf dem Firmengelände oder wurden in der Vergangenheit besonders häufig entwendet, kann eine Teilkasko oder Vollkasko Versicherung sinnvoll sein. 

Fahrzeugalter - Neben der Kaskoversicherung Auto sinnvoll

Wann eine Vollkasko sinnvoll ist und wann Teilkasko als sinnvoll erachtet werden sollte hängt ebenfalls vom Alter des Fahrzeugs ab. Handelt es sich um einen Fuhrpark mit vielen neuen Fahrzeugen erübrigt sich für viele die Frage ob eine Teilkasko oder Vollkasko sinnvoll ist, da hier in den meisten Fällen eine Vollkasko Versicherung eine sichere Variante ist. Sollten die Fahrzeuge durch ein Leasing finanziert sein, ist ebenfalls die Option Vollkasko zu empfehlen. Will der Fuhrparkleiter die Prämien für ältere Fahrzeuge geringer halten, so ist eine Teilkasko die bessere Lösung.

Altes Fahrzeug Kaskoversicherung

Regelmäßiger Tarifvergleich

Versicherungstarife können untereinander stark abweichen und hängen sehr davon ab, wie die einzelnen Versicherungen die verschiedenen Risikokriterien berechnen und bewerten. Ein Check der diversen Angebote lohnt sich also immer, da es zum Teil große Unterschiede geben kann. Bei diesen Berechnungen ist zusätzlich die Typklasse der Fahrzeuge ein Berechnungsfaktor, der unbedingt mitberücksichtigt werden muss.

Alles zum Thema Schadenmanagement im Fuhrpark

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Fahrzeugunfall – Vorsicht bei der Versicherung

Wer schuldlos in einen Autounfall gerät, kommt schnell in Kontakt mit der gegnerischen Versicherung. Doch die versuchen in der Regel mit Tricks, ihre möglichen Kosten zu drücken. Wir wissen, worauf Sie in der Kommunikation mit der Versicherung achten müssen.

Ein kleiner Rempler, ein kurzes touchieren – und schon sind Tausende von Euros weg. Wer an einem Unfall schuldlos ist, der wird meist umgehend von der gegnerischen Versicherung kontaktiert. Der Tenor: Man müsse sich keine Gedanken machen, alles wird reibungslos und zur vollen Zufriedenheit des Geschädigten erledigt. Was sich so gut anhört, stimmt fast nie. Viele Versicherer kürzen nämlich dreist die Erstattung um hohe Beträge. Wie Sie im Falle eines Unfalls vorgehen sollten, haben wir hier zusammengefasst.

Anwalt beauftragen

Auf keinen Fall sollte man blauäugig auf die Wünsche der gegnerischen Versicherung eingehen. Fachanwälte kennen alle Tricks der Versicherer und holen das heraus, was dem Geschädigten zusteht. Jeder Geschädigte hat das Recht, sich auf Kosten des Gegners einen Anwalt zu nehmen – auch bei minimaler Schadenhöhe. 

Jeder Geschädigte ist gut beraten, selbst bei kleinen Schäden einen Anwalt zu nehmen

Es ging um 645 Euro (Az. 431 C 2044/09). Der Anwalt kostet den Geschädigten nichts, sofern ihn keine Teilschuld trifft.

Eigenen Gutachter nehmen

Der Geschädigte sollte immer den Sachverständigen beauftragen. Lediglich bei Schäden unter 1.000 Euro rät die „Stiftung Warentest“ zum Verzicht auf den eigenen Experten. Wer einen eigenen Experten beauftragt, sollte einen Sachverständigen des Bundesverbands BVSK nehmen. Dessen Mitglieder sind Ingenieure oder Kfz-Meister. Auch den Gutachter muss die Versicherung der Gegenseite zahlen – wenn es sich nicht um einen Bagatellschaden handelt. Wichtig: Will die gegnerische Versicherung gern ihren Sachverständigen zur Nachbesichtigung schicken, geht das nur, wenn sie einen konkreten Grund hat, sagt das Landgericht (LG) Berlin (Az. 42 0 22/10).

Hier kürzen Versicherungen häufig

Abschleppen

Auch wenn sich der Geschädigte nicht den preiswertesten Abschlepper beauftragt, muss die Versicherung alle Kosten tragen. Liegt die Heimatwerkstatt gut 120 Kilometer entfernt, darf er den Wagen dorthin bringen (Amts­gericht Rosenheim, Az. 8 C 90/17).

Werkstatt

Markenwerkstätten vs preiswerte freie Werkstätten. Die teurere Variante müssen Versicherer nur dann zahlen, wenn der Wagen nicht älter als drei Jahre ist (BGH, Az. VI ZR 267/14). Aber auch dann, wenn der Geschädigte sein Auto immer in eine Markenwerkstatt brachte – und dort auch Wartungen durchführen ließ (BGH, Az. VI ZR 182/16). Verlangt der Versicherer die Reparatur in einer freien Werkstatt, muss sie nah genug sein.

Haushaltsführungsschaden

Bei einer Verletzung benötigt der Geschädigte im Haushalt Hilfe. Hier muss selbst dann die Versicherung für den Dienst zahlen – wenn Familienmitglieder oder Freunde aushelfen (BGH, Az. VI ZR 183/08).

Merkantiler Minderwert

In der Regel ist ein repariertes Fahrzeug weniger wert als ein unfallfreies. Die Versicherung muss den Wertverlust ausgleichen.

Restwert

Kommt es zu einem Totalschaden, muss der Geschädigte nicht an den meistbietenden Aufkäufer suchen. Er darf den Schrott zu dem vereinbarten Preis im Gutachten verkaufen (BGH, Az. VI ZR 132/04) und muss nicht auf ein Gegenangebot des Versicherers warten.

Standgeld

Häufig bestehen Werkstätten auf ein Standgeld für ein schrottreifes Auto. Dies muss die Versicherung selbst bei langfristigem Parken ersetzen (Amtsgericht Cuxhaven, Az. 5 C 538/16).

Überführungskosten

Muss die Werkstatt den Wagen zum Lackierer überführen, hat der Versicherer die Transportkosten zu erstatten (OLG Düssel­dorf, Az. I-1 U 140/09).

Mietwagen

Grundsätzlich darf – wenn man es tatsächlich benötigt – ein dem Unfallfahrzeug gleichwertiges Auto angemietet werden. Selbst dann, wenn man ein Mietfahrzeug der Luxusklasse anmietet (OLG Dresden, Urteil vom 31. Juli 2013, Aktenzeichen 7 U 1952/12).

Feuerwehrrechnung

Ein Feuerwehreinsatz zur sogenannten Gefahrenabwehr muss in aller Regel der eigene Versicherer zahlen. Der ist nötig, wenn die Feuerwehr Öl abbinden muss oder die Verkehrslenkung übernimmt, urteilte der Bundes­gerichts­hof (Az. IV ZR 325/05).

Versicherung für den Fuhrpark

In Unternehmen, die einen Fuhrpark besitzen ist es besonders wichtig, auch hier die richtige Versicherung für die vorhandenen Fahrzeuge abzuschließen. Was hierbei beachtet werden muss und welche Punkte besonders wichtig sind, zeigt diese Checkliste:

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Alles zum Schadenmanagement im Fuhrpark

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Welchen Einfluss haben die Fahrer auf die Schadenquote?

Das Herzstück im Fuhrpark sind die Fahrer. Ohne sie gibt es keine Bewegung, mit ihnen aber häufig teure Unfälle. Um die Kosten zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen, ist eine gute Schulung umso wichtiger für alle Mitarbeiter am Lenkrad.

Von Januar bis November 2020 erfasste die Polizei insgesamt 2,1 Millionen Straßenverkehrsunfälle – und damit 15,5 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank um 14% auf 305 900, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Dieser Trend hört sich gut an, ist aber auch auf das durch die Corona-Pandemie bedingte geringere Verkehrsaufkommen zurückzuführen. 

Besonders Pflegedienste, Taxis und Lieferdienste gehören dabei zu den Risikogruppen, die vermehrt in Unfälle geraten. Kein Wunder, dass sie bei den Versicherungen einen ganz schweren Stand haben. In manchen Fällen müssen Versicherer horrende Versicherungsbeiträge aufbringen, die teilweise dreimal so hoch liegen wie die Leasingrate der Fahrzeuge.

28 Milliarden Euro für KFZ-Versicherung

Mit Beitragseinnahmen von über 28 Milliarden Euro im Jahr 2019 ist die Kraftfahrtversicherung die größte Sparte in der Schaden- und Unfallversicherung. Sieht man sich die Zahlen von Statista an, dann zählen in der Vollkaskoversicherung Park- und Rangierschäden mit über 30 Prozent Anteil zu den häufigsten Schadenursachen. Zur Vermeidung helfen manchmal einfache technische oder psychologische Tricks. Rückfahrkameras, Einparkhelfer oder Abstandhalter kosten im Verhältnis zum Unfall wenig – beugen aber effektiv gegen Schäden vor.

Schadenursachen – von Stress bis Ablenkung

Neben Ursachen für Schäden, die am technischen Zustand des Dienstwagens liegen, führen auch verhaltensbedingte Fehler zu Unfällen. In der Regel kann das an Stress, Ablenkung, negativen Einstellungen oder am Alkohol liegen. Besonders Stress zeichnet sich als Kostentreiber aus. Ob nun unachtsames Öffnen der Türen, Drängler auf der Autobahn, blindes Vertrauen in Fahrerassistenzsysteme oder Zeitdruck. Geht es um Ablenkungsquellen, dann rangiert das Smartphone ganz weit oben. All diese Szenarien beeinflussen die Schadenquote des Fuhrparks negativ.

Ratgeber zum Fahrverhalten

In dem folgenden Ratgeber erhalten Sie Tipps zu der Schulung und Kommunikation mit Ihren Fahrer. Der Ratgeber kann sowohl digital als auch ausgedruckt genutzt werden. 

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Mit dem Fahrer sprechen – Schäden reduzieren

Wenn es um die Reduzierung der Schadenquote geht, führt der erste Weg zum Fahrer. Das zeigt auch der Fall eines Verleihers von Flottenfahrzeugen. Bei einem Kunden lag die Schadenfrequenz für Scheibenaustausch in den vergangenen Jahren mit über 25 Prozent weit über den Benchmark-Werten anderer Flottenbetreiber.

Daraufhin wurden Mailings mit Glaspflaster für die beschädigte Stelle nach einem Steinschlag an die Fahrer geschickt. Das sollte die Fahrer über die Kosten eines Scheibenaustauschs im Vergleich zu einer Scheibenreparatur informieren – und sensibilisieren. Zusätzlich wurden sie aufgefordert, in der Werkstatt nach einer Scheibenreparatur anstatt nach einem Austausch zu fragen. Mit Erfolg: 2018 konnte das Unternehmen die Schadenfrequenz in der Kategorie Scheibenaustausch um fast zehn Prozentpunkte reduzieren. Ersparnis: etwa 10.000 Euro.

Seminar

Mehr Fahrtraining, weniger Schäden

Neben der Sensibilisierung aller Fahrer für das Firmenfahrzeug gibt es noch eine andere effektive Methode, um langfristig positive Ergebnisse im Schadenmanagement zu erzielen: das Fahrtraining. Wetterverhältnisse oder Unsicherheiten beim Fahren begünstigen das Unfallrisiko enorm. Ein Fahrsicherheitstraining durch den Arbeitgeber für Mitarbeiter kann eine sinnvolle Maßnahme zur Unfallprävention sein. Wenn Mitarbeiter defensiv fahren, spart das laut Experte bis zu 30 % an Kosten ein. Ein weiterer Effekt: Das Unternehmen spart im Fuhrpark Sprit, schont zusätzlich auch noch die Umwelt und sichert bei manchen Versicherungsanbietern satte Prämien-Rabatte. Angeboten werden die Kurse über große Autoclubs wie ADAC, ACE oder AvD sowie von Dekra, Deutsche Verkehrswacht oder TÜV. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Blog.

Alles zum Thema Schadenmanagement

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Diese 7 Fuhrpark Versicherungen sind wichtig

Eine Kfz Fuhrpark Versicherung für die Flotte ist unverzichtbar. Versicherungsunternehmen bieten eine Vielzahl an Schutzbriefen für den gewerblichen Fahrzeuggebrauch an. Daraus ergeben sich zahlreiche Fragen: Welche Fuhrpark Versicherungen sind notwendig und welchen Nutzen haben die einzelnen Bausteine für den Fuhrpark? Wann lohnt sich eine Fuhrparkversicherung, in welchen Fällen greift sie – und in welchen nicht? Wann sollte unbedingt eine Versicherung im Fuhrpark abgeschlossen werden?

Kfz-Versicherungen im Fuhrpark: Welcher Schutzbrief für die Flotte?

Firmenwagen und Poolfahrzeuge gehören in vielen Betrieben zum existenzsichernden Inventar. Sie sollten dementsprechend ausreichend versichert sein, damit im Schadenfall keine finanziellen Ausfälle zu erwarten sind. Welche Versicherungen im Fuhrpark notwendig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Anzahl der Fahrzeuge sowie der Branche und Tätigkeit des Unternehmens.

Versicherungsgesellschaften bieten üblicherweise Tarife abhängig von einer bestimmten Pool-Größe an. So gibt es etwa bestimmte Beitragssätze ab zehn oder 20 Fahrzeugen. Der Schutzbrief der Versicherung umfasst eine Reihe von Einzelbausteinen: Pflichtversicherungen werden durch optionale Verträge ergänzt, die je nach Bedarf ausgewählt werden können.

Haftpflichtversicherung für Kfz

Die Autoversicherung Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und damit fester Bestandteil der Fuhrparkversicherung. Sie begleicht Schäden an fremden Fahrzeugen und Personen, sprich, wenn das Firmenfahrzeug schuldhaft in einen Unfall verwickelt ist. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Deckungssumme beträgt 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,22 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden. Unter Umständen reichen diese Deckungssummen nicht aus – das kann etwa der Fall sein, wenn mehrere oder sehr kostspielige Fremd-Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt sind. Es ist daher gegebenenfalls ratsam, die Deckungssumme zu erhöhen. Das hat üblicherweise höhere Versicherungskosten zur Folge – die sich bei einem Schaden schnell amortisieren.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Unternehmen wichtig, die (auch) Kundenfahrzeuge bewegen. Sie greift bei einem vom Mitarbeiter verschuldeten Schaden am Kundenauto, sofern dieser sich aus der geschäftlichen Tätigkeit ergibt. Wichtig: Liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor, kann die Betriebshaftpflichtversicherung auf die private Haftpflicht des Mitarbeiters verweisen. Diese Fuhrpark Versicherung denkt dies dementsprechend nicht ab.

Kfz Rechtsschutzversicherung

Rechtliche Streitigkeiten rund um das Fahrzeug sind durch die Kfz Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Das gilt etwa bei gerichtlichen Auseinandersetzungen nach einem Unfall, mit gegnerischen Versicherungen, Kfz-Werkstätten oder dem Ordnungsamt. Sie ist auch unter den Bezeichnungen Verkehrsrechtsschutz oder Fahrerrechtsschutz bekannt. Üblicherweise umfasst sie die Kostenübernahme einer anwaltlichen Vertretung und Kostenschutz vor Gericht.

Fuhrparkleiter-Rechtsschutz

Der Fuhrparkmanager trägt Verantwortung für weit reichende Entscheidungen. Darüber hinaus fungieren sie in vielen Fällen als Fahrzeughalter und sind aus diesem Grund für Vergehen von Fahrern und Poolnutzern (mit)verantwortlich. Eine Rechtsschutzversicherung für den Fuhrparkleiter bewahrt diesen vor teuren Haftungen. Die Policen umfassen etwa die Kostenübernahme der Verteidigung bei Strafrecht- und Ordnungswidrigkeitsverfahren. Sinnvoll ist auch ein Arbeitsrechtsschutz, falls es im Zuge von Rechtsstreitigkeiten zu einer Kündigung kommt.

Kfz-Kaskoversicherung

Schäden am eigenen Fahrzeug deckt unter den Fuhrpark Versicherungen die Kaskoversicherung ab. Sie zählt damit neben der Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Policen im Fuhrpark. Es wird zwischen Voll- und Teilkasko unterschieden. Die Teilkasko springt bei Beschädigungen durch äußere Einflüsse ein wie Diebstahl, Marderschäden, Wildunfälle, Sturm- und Hagelschäden oder Steinschlag. Die Vollkasko übernimmt zusätzlich die Kosten für vom Mitarbeiter selber verursachte Schäden nach einem Unfall oder einem Parkschaden. Auch Vandalismusfolgen sind ein Fall für die Vollkaskoversicherung. Diese Versicherung im Fuhrpark abzuschließend ist für Unternehmen sehr relevant.

Fuhrpark Versicherungen Kasko

Brems-, Bruch- und Betriebsschäden-Versicherung

Als Zusatz der Vollkaskoversicherung deckt diese Versicherungsart Schäden ab, die nicht Folge eines Unfalls sind. In Unternehmen ist sie etwa für Nutzfahrzeuge interessant. Sie greift ein, wenn etwa durch einen plötzlichen Bremsvorgang die Ladung verrutscht und Schäden am Fahrzeug verursacht. Betriebsschäden umfassen unter anderem Bedienfehler, fahrtechnisches Fehlverhalten oder Folgen plötzlicher Ereignisse wie einer aufspringenden Motorhaube. Bruchschäden können etwa ein Achsenbruch sein, der durch Überladung oder Fahrten durch unwegsames Gelände auftritt. Insbesondere wenn Firmenfahrzeuge oft Transportgut an Board haben sollte diese Fuhrpark Versicherung abgeschlossen werden.

Kfz Schutzbrief Versicherung

Auch der Kfz Schutzbrief ist eine Zusatzleistung der Versicherungen, die unter bestimmten Umständen sinnvoll sein kann. Er sichert das Unternehmen bei Pannen ab und umfasst in vielen Fällen weitere Leistungen. So kann zum Beispiel ein Diebstahlschutz in den Schutzbrief integriert sein, die Übernahme der Kosten eines Abschleppdienstes, Krankenrücktransporte oder die Bereitstellung und Organisation eines Mietwagens.

Unter welchen Umständen gilt die Kfz Versicherung für Unternehmen?

Insbesondere Unternehmen mit internationalem Fahrzeugverkehr sollten darauf achten, dass die Fuhrpark Versicherungen der Flotte in allen relevanten Ländern gültig sind. In der Regel gilt eine Firmen Kfz Versicherung innerhalb Europas beziehungsweise innerhalb der EU. Weitere Länder müssen je nach Versicherungsgesellschaft und Vertrag womöglich separat versichert werden. Unter Umständen richtet sich der tatsächliche Versicherungsschutz nach dem jeweiligen Land vorgeschriebenen Versicherungsumfang, mindestens jedoch nach den im Vertrag vereinbarten Leistungen.

Über das Schadenmanagement und weitere Themen wurde bereits im Boxenstopp Lernplattform Newsletter berichtet. Alle bisherigen Newsletter sind im Ressourcenbereich verfügbar. 

Fuhrpark Versicherungen abdecken

Im Fuhrpark ist es besonders wichtig, dass alle Fahrzeuge ausreichend mit den richtigen Fuhrpark Versicherungen abgedeckt sind. Diese Checkliste führt die wichtigsten Punkte bei der Suche nach der passenden Versicherung für den individuellen Fuhrpark. So können Sie schnell und unkompliziert Versicherungen Fuhrpark gerecht abschließen.

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Weitere Artikel zum Schadenmanagement

Alle Tipps zur Schadenabwicklung

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle passierten allein im Jahr 2019 in Deutschland. Bei den meisten davon blieb es bei Sachschäden – doch auch die ziehen oftmals hohen bürokratischen Aufwand bei der Schadenabwicklung mit sich. Wird ein Fahrzeug aus dem Fuhrpark in einen Unfall verwickelt, kommen auf den Fuhrparkleiter im Rahmen der Kfz Schadenabwicklung des Kfz zahlreiche Aufgaben zu. 

Schadenabwicklung im Fuhrpark: Was tun nach einem Unfall?

Schadenmanagement

Ob Bagatell- oder (wirtschaftlicher) Totalschaden: Nach einem Unfall ist es oberstes Gebot, das Fahrzeug so schnell wie möglich wieder einsatzbereit zu machen und die Schadenabwicklung schnell zu erledigen. So lassen sich teure Ausfallzeiten vermeiden. Ein durchdachtes Schadenmanagement reduziert den Aufwand und beschleunigt den Vorgang. Aus einer konsequenten Schadenregulierung für ein Kfz lassen sich zudem Maßnahmen für die Unfallverhütung treffen. Wer weiß, aus welchen Gründen es zu Unfällen kommt, kann effektiv dagegen steuern. Das hat letztendlich positive Auswirkungen auf die Versicherungsprämie: Ein durchdachtes Schadenmanagement belohnen Versicherungsgeber meist mit besseren Konditionen. Die Schadenabwicklung bei einem Kfz Unfall kann dementsprechend schnell und unkompliziert durchgeführt werden, wenn sie bereits im Vorfeld gut organisiert ist.

 

Hat es gekracht, ist es für alle Beteiligten wichtig, rasch zu handeln. Das gilt für den Fahrer ebenso wie für den Fuhrparkmanager. Die Schadenregulierung umfasst zahlreiche Punkte, über die der Fuhrparkleiter Kenntnis haben sollte – oder er gibt sie in die Hände eines Schadenregulierers. Die Schadenabwicklung für Kfz kann hier also vom Fuhrparkverantwortlichen oder Schadenregulierer übernommen werden.

Das muss bei der Schadenregulierung beachtet werden

Bereits am Unfallort sind Maßnahmen für eine effektive Abwicklung zu treffen. Im ersten Schritt der Kfz Schadenabwicklung meldet der Fahrer den Schaden an das Unternehmen – gegebenenfalls ergänzt durch Fotos und / oder Skizzen. Bei unklaren Schuldverhältnissen und Personenschäden sollte zwingend eine Unfallaufnahme durch die Polizei erfolgen. Diese kann später den Vorgang wesentlich vereinfachen, zum Beispiel bei der Meldung an die Versicherung. Die Schadenaufnahme erfolgt in der Regel durch den Fuhrparkleiter. Schadenabwicklung nach dem Kfz Unfall sollte im Fuhrpark gut organisiert sein. Dadurch lässt sich wertvolle Zeit einsparen. 

Dieser – oder ein externer Schadenregulierer – übernimmt alle folgenden Schritte:
  • Schadenmeldung an die gegnerische Versicherung sowie gegebenenfalls Meldung bei der eigenen Versicherung
  • Beauftragung eines Sachverständigen – bei Bagatellschäden genügt unter Umständen ein Kostenvoranschlag oder ein Kurzgutachten
  • Beauftragung der Werkstatt und Organisation der Reparatur
  • Bereitstellung eines Ersatzfahrzeuges für die Dauer des Werkstattaufenthalts
  • Reparaturfreigabe nach erfolgter Instandsetzung
  • Abwicklung des Unfallschadens mit der gegnerischen Versicherung
Autounfall
Darüber hinaus gehören Controlling und Buchhaltung zu einem vollständigen Schadenmanagement. So sind etwa die Reparaturrechnungen mit dem Gutachten beziehungsweise dem Kostenvoranschlag abzugleichen, Zahlungseingänge zu kontrollieren und falls notwendig ein Mahnwesen einzuleiten.

Ein ausführliches Reporting dient der Unfallprävention. Es umfasst unter anderem die Aufnahme des beteiligten Fahrers, den Fahrzeugtyp, die Umstände, die zum Unfall geführt haben sowie die Höhe des Schadens. So lassen sich im besten Falle Muster erkennen, die im Rahmen einer Unfallnachsorge relevant sein können. Das Reporting wird zur Schadenabwicklung bei Kfz Unfall gezählt. 

Laden Sie hier den Leitfaden herunter und vereinfachen die Schadenabwicklung in Ihrem Fuhrpark!

Um die Schadenabwicklung Kfz korrekt abwicklen zu können, empfehlen wir Ihnen die Nutzung von unserem Leitfaden. Die Schadenabwicklung kann mit Hilfe des Leitfadens strukturiert und organisiert durchgeführt werden. So kann wertvolle Zeit eingespart werden. Der Leitfaden kann für verschiedene Fahrzeuge im Fuhrpark verwendet werden. 

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Leitfaden Schadenabwicklung

Schadenpositionen nach Verkehrsunfall: Welche Rechtsansprüche lassen sich im Fuhrpark geltend machen?

Ist der Fahrer unverschuldet in einen Unfall verwickelt, übernimmt die gegnerische Versicherung grundsätzlich die Kosten. Um die Schadenersatzansprüche in vollem Umfang durchzusetzen, sollte der Fuhrparkleiter die folgenden Anspruchsgrundlagen kennen:

  • Halterhaftung nach 7 StVG
  • Schadenersatzanspruch nach 823 Abs. 1 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB
  • Ersatzpflicht des Fahrzeugführers nach 18 StVG
  • Direktanspruch gegen die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners nach § 115 VVG

Die Schadenpositionen

Zu wissen, welche Schadensposition geltend gemacht werden kann, bewahrt das Unternehmen vor Verlusten, zum Beispiel hinsichtlich des Nutzungsausfalls im Rahmen der notwendigen Reparatur. Relevante Schadenpositionen im Fuhrpark betreffen zahlreiche Positionen, die individuell bewertet werden. So spielen die Höhe des Schadens eine Rolle, die Dauer der Reparatur und ob es sich um einen (wirtschaftlichen) Totalschaden handelt. Ziel der Regulierung ist es grundsätzlich, den Geschädigten so zu stellen, als sei der Unfall nie passiert. Dafür sind folgende Positionen in der Abwicklung heranzuziehen:

Schadenabwicklung
  • Aufwandsentschädigung (allgemeine Unfallpauschale)
  • Abschleppkosten inklusive Standgebühren
  • Instandhaltungskosten laut Gutachten oder Kostenvoranschlag
  • Gutachterkosten
  • Wertminderung des Fahrzeugs
  • Nutzungsausfall 
  • Kosten für Miet- oder Ersatzwagen
  • Gebühren für die Fahrzeugabmeldung bei Totalschaden

Die vollständige Schadenregulierung zieht häufig Versicherungsstreitfragen nach sich. Rechtliche Grundlagenkenntnisse sind für den Fuhrparkleiter daher unverzichtbar. Darüber hinaus ist anwaltlicher Beistand bei unvollständigen Zahlungen seitens der Versicherung ratsam.

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