Diese 7 Fuhrparkversicherungen sind wichtig

Eine Kfz Versicherung für die Flotte ist unverzichtbar. Versicherungsunternehmen bieten eine Vielzahl an Schutzbriefen für den gewerblichen Fahrzeuggebrauch an. Daraus ergeben sich zahlreiche Fragen: Welche Versicherungen sind notwendig und welchen Nutzen haben die einzelnen Bausteine für den Fuhrpark? Wann lohnt sich eine Fuhrparkversicherung, in welchen Fällen greift sie – und in welchen nicht?

Kfz-Versicherungen im Fuhrpark: Welcher Schutzbrief für die Flotte?

Firmenwagen und Poolfahrzeuge gehören in vielen Betrieben zum existenzsichernden Inventar. Sie sollten dementsprechend ausreichend versichert sein, damit im Schadenfall keine finanziellen Ausfälle zu erwarten sind. Welche Versicherungen im Fuhrpark notwendig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Anzahl der Fahrzeuge sowie der Branche und Tätigkeit des Unternehmens.

Versicherungsgesellschaften bieten üblicherweise Tarife abhängig von einer bestimmten Pool-Größe an. So gibt es etwa bestimmte Beitragssätze ab zehn oder 20 Fahrzeugen. Der Schutzbrief der Versicherung umfasst eine Reihe von Einzelbausteinen: Pflichtversicherungen werden durch optionale Verträge ergänzt, die je nach Bedarf ausgewählt werden können.

Haftpflichtversicherung für Kfz

Die Autoversicherung Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und damit fester Bestandteil der Fuhrparkversicherung. Sie begleicht Schäden an fremden Fahrzeugen und Personen, sprich, wenn das Firmenfahrzeug schuldhaft in einen Unfall verwickelt ist. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Deckungssumme beträgt 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,22 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden. Unter Umständen reichen diese Deckungssummen nicht aus – das kann etwa der Fall sein, wenn mehrere oder sehr kostspielige Fremd-Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt sind. Es ist daher gegebenenfalls ratsam, die Deckungssumme zu erhöhen. Das hat üblicherweise höhere Versicherungskosten zur Folge – die sich bei einem Schaden schnell amortisieren.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Unternehmen wichtig, die (auch) Kundenfahrzeuge bewegen. Sie greift bei einem vom Mitarbeiter verschuldeten Schaden am Kundenauto, sofern dieser sich aus der geschäftlichen Tätigkeit ergibt. Wichtig: Liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor, kann die Betriebshaftpflichtversicherung auf die private Haftpflicht des Mitarbeiters verweisen.

Kfz Rechtsschutzversicherung

Rechtliche Streitigkeiten rund um das Fahrzeug sind durch die Kfz Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Das gilt etwa bei gerichtlichen Auseinandersetzungen nach einem Unfall, mit gegnerischen Versicherungen, Kfz-Werkstätten oder dem Ordnungsamt. Sie ist auch unter den Bezeichnungen Verkehrsrechtsschutz oder Fahrerrechtsschutz bekannt. Üblicherweise umfasst sie die Kostenübernahme einer anwaltlichen Vertretung und Kostenschutz vor Gericht.

Fuhrparkleiter-Rechtsschutz

Der Fuhrparkmanager trägt Verantwortung für weit reichende Entscheidungen. Darüber hinaus fungieren sie in vielen Fällen als Fahrzeughalter und sind aus diesem Grund für Vergehen von Fahrern und Poolnutzern (mit)verantwortlich. Eine Rechtsschutzversicherung für den Fuhrparkleiter bewahrt diesen vor teuren Haftungen. Die Policen umfassen etwa die Kostenübernahme der Verteidigung bei Strafrecht- und Ordnungswidrigkeitsverfahren. Sinnvoll ist auch ein Arbeitsrechtsschutz, falls es im Zuge von Rechtsstreitigkeiten zu einer Kündigung kommt.

Kfz-Kaskoversicherung

Schäden am eigenen Fahrzeug deckt die Kaskoversicherung ab. Sie zählt damit neben der Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Policen im Fuhrpark. Es wird zwischen Voll- und Teilkasko unterschieden. Die Teilkasko springt bei Beschädigungen durch äußere Einflüsse ein wie Diebstahl, Marderschäden, Wildunfälle, Sturm- und Hagelschäden oder Steinschlag. Die Vollkasko übernimmt zusätzlich die Kosten für vom Mitarbeiter selber verursachte Schäden nach einem Unfall oder einem Parkschaden. Auch Vandalismusfolgen sind ein Fall für die Vollkaskoversicherung.

Brems-, Bruch- und Betriebsschäden-Versicherung

Als Zusatz der Vollkaskoversicherung deckt diese Versicherungsart Schäden ab, die nicht Folge eines Unfalls sind. In Unternehmen ist sie etwa für Nutzfahrzeuge interessant. Sie greift ein, wenn etwa durch einen plötzlichen Bremsvorgang die Ladung verrutscht und Schäden am Fahrzeug verursacht. Betriebsschäden umfassen unter anderem Bedienfehler, fahrtechnisches Fehlverhalten oder Folgen plötzlicher Ereignisse wie einer aufspringenden Motorhaube. Bruchschäden können etwa ein Achsenbruch sein, der durch Überladung oder Fahrten durch unwegsames Gelände auftritt.

Kfz Schutzbrief Versicherung

Auch der Kfz Schutzbrief ist eine Zusatzleistung der Versicherungen, die unter bestimmten Umständen sinnvoll sein kann. Er sichert das Unternehmen bei Pannen ab und umfasst in vielen Fällen weitere Leistungen. So kann zum Beispiel ein Diebstahlschutz in den Schutzbrief integriert sein, die Übernahme der Kosten eines Abschleppdienstes, Krankenrücktransporte oder die Bereitstellung und Organisation eines Mietwagens.

Unter welchen Umständen gilt die Kfz Versicherung für Unternehmen?

Insbesondere Unternehmen mit internationalem Fahrzeugverkehr sollten darauf achten, dass die Kfz Versicherung der Flotte in allen relevanten Ländern gültig ist. In der Regel gilt eine Firmen Kfz Versicherung innerhalb Europas beziehungsweise innerhalb der EU. Weitere Länder müssen je nach Versicherungsgesellschaft und Vertrag womöglich separat versichert werden. Unter Umständen richtet sich der tatsächliche Versicherungsschutz nach dem jeweiligen Land vorgeschriebenen Versicherungsumfang, mindestens jedoch nach den im Vertrag vereinbarten Leistungen.

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Alle Tipps zur Schadenabwicklung

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle passierten allein im Jahr 2019 in Deutschland. Bei den meisten davon blieb es bei Sachschäden – doch auch die ziehen oftmals hohen bürokratischen Aufwand mit sich. Wird ein Fahrzeug aus dem Fuhrpark in einen Unfall verwickelt, kommen auf den Fuhrparkleiter im Rahmen der Schadenabwicklung des Kfz zahlreiche Aufgaben zu.

Schadenabwicklung im Fuhrpark: Was tun nach einem Unfall?

Ob Bagatell- oder (wirtschaftlicher) Totalschaden: Nach einem Unfall ist es oberstes Gebot, das Fahrzeug so schnell wie möglich wieder einsatzbereit zu machen. So lassen sich teure Ausfallzeiten vermeiden. Ein durchdachtes Schadenmanagement reduziert den Aufwand und beschleunigt den Vorgang. Aus einer konsequenten Schadenregulierung für ein Kfz lassen sich zudem Maßnahmen für die Unfallverhütung treffen. Wer weiß, aus welchen Gründen es zu Unfällen kommt, kann effektiv dagegen steuern. Das hat letztendlich positive Auswirkungen auf die Versicherungsprämie: Ein durchdachtes Schadenmanagement belohnen Versicherungsgeber meist mit besseren Konditionen.

Hat es gekracht, ist es für alle Beteiligten wichtig, rasch zu handeln. Das gilt für den Fahrer ebenso wie für den Fuhrparkmanager. Die Schadenregulierung umfasst zahlreiche Punkte, über die der Fuhrparkleiter Kenntnis haben sollte – oder er gibt sie in die Hände eines Schadenregulierers.

Das muss bei der Schadenregulierung beachtet werden

Bereits am Unfallort sind Maßnahmen für eine effektive Abwicklung zu treffen. Im ersten Schritt meldet der Fahrer den Schaden an das Unternehmen – gegebenenfalls ergänzt durch Fotos und / oder Skizzen. Bei unklaren Schuldverhältnissen und Personenschäden sollte zwingend eine Unfallaufnahme durch die Polizei erfolgen. Diese kann später den Vorgang wesentlich vereinfachen, zum Beispiel bei der Meldung an die Versicherung. Die Schadenaufnahme erfolgt in der Regel durch den Fuhrparkleiter. Dieser – oder ein externer Schadenregulierer – übernimmt alle folgenden Schritte:

  • Schadenmeldung an die gegnerische Versicherung sowie gegebenenfalls Meldung bei der eigenen Versicherung
  • Beauftragung eines Sachverständigen – bei Bagatellschäden genügt unter Umständen ein Kostenvoranschlag oder ein Kurzgutachten
  • Beauftragung der Werkstatt und Organisation der Reparatur
  • Bereitstellung eines Ersatzfahrzeuges für die Dauer des Werkstattaufenthalts
  • Reparaturfreigabe nach erfolgter Instandsetzung
  • Abwicklung des Unfallschadens mit der gegnerischen Versicherung

Darüber hinaus gehören Controlling und Buchhaltung zu einem vollständigen Schadenmanagement. So sind etwa die Reparaturrechnungen mit dem Gutachten beziehungsweise dem Kostenvoranschlag abzugleichen, Zahlungseingänge zu kontrollieren und falls notwendig ein Mahnwesen einzuleiten.

Ein ausführliches Reporting dient der Unfallprävention. Es umfasst unter anderem die Aufnahme des beteiligten Fahrers, den Fahrzeugtyp, die Umstände, die zum Unfall geführt haben sowie die Höhe des Schadens. So lassen sich im besten Falle Muster erkennen, die im Rahmen einer Unfallnachsorge relevant sein können.

Leitfaden zur Schadenabwicklung

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Schadenpositionen nach Verkehrsunfall: Welche Rechtsansprüche lassen sich im Fuhrpark geltend machen?

Ist der Fahrer unverschuldet in einen Unfall verwickelt, übernimmt die gegnerische Versicherung grundsätzlich die Kosten. Um die Schadenersatzansprüche in vollem Umfang durchzusetzen, sollte der Fuhrparkleiter die folgenden Anspruchsgrundlagen kennen:

  • Halterhaftung nach 7 StVG
  • Schadenersatzanspruch nach 823 Abs. 1 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB
  • Ersatzpflicht des Fahrzeugführers nach 18 StVG
  • Direktanspruch gegen die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners nach § 115 VVG

Die Schadenpositionen

Zu wissen, welche Schadensposition geltend gemacht werden kann, bewahrt das Unternehmen vor Verlusten, zum Beispiel hinsichtlich des Nutzungsausfalls im Rahmen der notwendigen Reparatur. Relevante Schadenpositionen im Fuhrpark betreffen zahlreiche Positionen, die individuell bewertet werden. So spielen die Höhe des Schadens eine Rolle, die Dauer der Reparatur und ob es sich um einen (wirtschaftlichen) Totalschaden handelt. Ziel der Regulierung ist es grundsätzlich, den Geschädigten so zu stellen, als sei der Unfall nie passiert. Dafür sind folgende Positionen in der Abwicklung heranzuziehen:

  • Aufwandsentschädigung (allgemeine Unfallpauschale)
  • Abschleppkosten inklusive Standgebühren
  • Instandhaltungskosten laut Gutachten oder Kostenvoranschlag
  • Gutachterkosten
  • Wertminderung des Fahrzeugs
  • Nutzungsausfall 
  • Kosten für Miet- oder Ersatzwagen
  • Gebühren für die Fahrzeugabmeldung bei Totalschaden

Die vollständige Schadenregulierung zieht häufig Versicherungsstreitfragen nach sich. Rechtliche Grundlagenkenntnisse sind für den Fuhrparkleiter daher unverzichtbar. Darüber hinaus ist anwaltlicher Beistand bei unvollständigen Zahlungen seitens der Versicherung ratsam.

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Das Unfallgutachten: die Hilfe zur Schadenabwicklung

Ist ein Flottenfahrzeug ohne Schuld des Fahrers in einen Unfall verwickelt, kommt oftmals ein hoher Verwaltungsaufwand auf das Unternehmen zu. Einer der ersten Schritte ist es, den Schaden bei der gegnerischen Versicherung anzuzeigen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Beauftragung eines Sachverständigengutachten für das Kfz notwendig ist und ob ein Kfz Sachverständiger Kosten für das Unternehmen verursacht. Insbesondere wenn der Schaden nicht sofort behoben wird, die Kosten aber dennoch dem Unfallverursacher aufgelegt werden sollen, sind eine Reihe von Faktoren zu beachten.

Unfallgutachter beauftragen: Wann ist ein Kfz Unfallgutachten notwendig?

Ein Unfall ist schnell passiert – doch was geschieht danach? Ist die Schuldfrage eindeutig, kann theoretisch ohne Zeitverzögerung mit der Regulierung begonnen werden. Dafür sind im ersten Schritt Art, Umfang und Höhe des Schadens zu ermitteln. Ein professionelles Unfallgutachten verhindert unnötige Restwertverluste und deckt die tatsächliche Schadenhöhe auf. Sie werden üblicherweise von einem unabhängigen Kfz Sachverständigen vorgenommen. Neben dem klassischen Unfallgutachten gibt es eine Reihe von weiteren Möglichkeiten, Unfallschäden nachzuweisen:

  • Kurzgutachten
  • Kostenvoranschläge (in der Regel von einer Kfz-Werkstatt ausgestellt)
  • Reparaturkalkulationen

Auch die Reparaturrechnung dient als Schadennachweis. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für Versicherungen sind die voraussichtlichen Reparaturkosten maßgeblich. Ihr Argument: Bei sogenannte Bagatellschäden unter 1.000 Euro sei es nicht verhältnismäßig, einen Unfallgutachter einzuschalten. Das gilt jedoch nicht zwingend.

Ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken aus dem Jahr 2017 bemerkt, dass dem Geschädigten die tatsächliche Schadenhöhe vor dem Gutachten schließlich nicht bekannt sei. Maßgeblich sei vielmehr, ob der Geschädigte ein Unfallgutachten für erforderlich halte – sofern es nicht deutlich sichtbar sei, dass es sich um einen Bagatellschaden handele. Dies ist üblicherweise bei kleineren Kratzern und Dellen oder Schrammen am Stoßdämpfer der Fall.

Gründe für den Einsatz eines Kfz Sachverständigen

Im Fuhrpark kommen weitere Gründe für ein Gutachten trotz geringer Schadenhöhe dazu. Sollen Ausfälle aufgrund von Reparaturzeiten in die Auszahlung einfließen, ist ein Sachverständigengutachten des Kfz ebenfalls sinnvoll. Ein Kostenvoranschlag oder die Reparaturrechnung führen diese Aufwendungen in aller Regel nicht mit auf. Das Kurzgutachten erhebt zwar grundsätzlich dieselben Daten wie das vollständige Kfz Unfallgutachten, nimmt jedoch ebenfalls den Nutzungsausfall sowie die Wertminderung aus.

Fuhrparkleiter sind aus diesen Gründen gut beraten, auf ein Gutachten zu bestehen. Vorgenommen wird dies von einem öffentlich bestellten, vereidigtem Kfz Sachverständigen. Er arbeitet unabhängig und objektiv. Versicherungen empfehlen in vielen Fällen einen Gutachter. Betroffene sind an diesen jedoch nicht gebunden. Das Unternehmen beziehungsweise der Fuhrparkmanager sind bei der Wahl des Kfz Sachverständigen frei.

Wichtig: Es ist zwingend notwendig, die Erhebung von einem solchen „offiziellen“ Gutachter vorzunehmen, damit es, falls notwendig, vor Gericht Bestand hat.

Kosten eines Kfz Sachverständigen

Zwar verursacht ein Kfz Sachverständiger Kosten, diese werden jedoch von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Verursachers übernommen. Trägt der Fahrer keine Schuld an dem Unfall, brauchen sich Fuhrparkleiter beziehungsweise Unternehmen keine Gedanken über die Rechnung zu machen. Dazu kommt: Die im Gutachten erhobenen Summen sind für die spätere Zahlung bindend. Selbst wenn die tatsächliche Reparatur geringere Kosten als aufgeführt verursacht, zahlt die Versicherung die volle Höhe. Anders bei einem Kostenvoranschlag: Hier kann es passieren, dass den Geschädigten Mehraufwand erwartet – zumal die Ausfallkosten nicht berücksichtigt werden.

Was umfasst das Sachverständigengutachten für das Kfz?

Das Sachverständigengutachten eines Kfz ist die umfangreichste Form für die Beurteilung der Unfallfolgen. Ein ausführliches Gutachten nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch, da es sämtliche Fahrzeugdetails aufführt, sowie unter anderem auch Erfahrungssätze aufführt, die Rückschlüsse auf den Unfallhergang zulassen.

Kfz Unfallgutachten

Das Unfallgutachten

Die folgenden Punkte nimmt ein Sachverständiger für Kfz als feste Bestandteile des Unfallgutachtens auf:

  • technische Daten des Fahrzeugs
  • technischer Zustand
  • Ausstattungsmerkmale
  • Zustand der Lackierung (ggf. Aufführung von Sonderlackierungen)
  • Zustand der Karosserie
  • Serien- und Sonderausstattung
  • ggf. Aufführung von Spezialeinbauten
  • Neupreis des Fahrzeugs
  • Angaben zu nicht reparierten Vorschäden
  • Angaben zu bereits erfolgten Reparaturen
  • Dokumentation der Unfallschäden
  • Prüfung der Plausibilität des Schadens
  • Reparaturwürdigkeit
  • Wiederbeschaffungswert
  • Restwert
  • Wertminderungen
  • Kosten des Nutzungsausfalls
  • Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit
  • Reparaturzeit
  • Feststellung eines wirtschaftlichen Totalschadens (sofern die Reparatur unwirtschaftlich ist)
  • Dokumentation durch Fotos

Ein ausführliches Kfz Gutachten dient als Grundlage der Schadenbegleichung für die gegnerische Versicherung. So ist nicht nur der Geschädigte auf der sicheren Seite, dass sämtliche durch den Unfall verursachte Folgen behoben werden. Auch die Versicherung erhält Gewissheit, dass sie ausschließlich diese Kosten ersetzt – und nicht etwa ältere, bislang nicht reparierte Schäden.

Ob ein Sachverständiger für das Kfz Gutachten eingeholt wird, obliegt in der Regel dem Fuhrparkleiter. Beauftragt er einen Schadenregulierer für die Abwicklung des Unfalls, entscheidet dieser in der Regel darüber. Mitarbeiter sollten stets dazu angehalten werden, selbst scheinbare Bagatellschäden anzuzeigen. Unter bestimmten Umständen kann auch bei kleineren Schäden ein Gutachten sinnvoll sein.

Leitfaden zur Schadenabwicklung

Was alles bei der Schadenabwicklung im Fuhrpark beachtet werden muss, erklärt folgender Leitfaden. Neben einer Liste für den Fuhrparkleiter erhält dieser außerdem eine Anleitung für die Fahrer für die Unfallaufnahme. 

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Mehr zum Thema Schadenmanagement

Kosten senken durch Schadenmanagement

Es gibt viele Möglichkeiten, Kosten im Schadenfall deutlich zu senken. Im Mittelpunkt steht ein dynamisches Wechselspiel zwischen Schaden- und Risk-Management. Wir wissen, worauf es beim Schadenmanagement ankommt.

Im Idealfall würden Unfälle gar nicht erst passieren, weil Firmen alles unternehmen würden, um mögliche Crashs bereits vorher zu verhindern. Die Realität sieht aber so aus: Es kommt zu einem Unfall – dann ist der erste Schritt das Schadenmanagement, welches der Senkung bereits entstandener Kosten dient. Erst danach wird über Riskmanagement-Maßnahmen diskutiert, die das Risiko zukünftiger Schadenentstehung minimieren soll. Denn nur durch ausgiebiges Zusammentragen der Schadendaten lassen sich präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden entwickeln.

Schnelles Schadenmanagement

Optimales Schadenmanagement besteht stets aus umfassender Dokumentation und Prozessoptimierung. Zwei unterschiedliche Kostenarten beherrschen das Schadenmanagement: direkte und indirekte Kosten. Direkte Kosten sind versicherbare Kosten wie etwa Reparaturkosten oder Selbstbeteiligungen. 

Unter indirekte Kosten wiederum fallen Arbeitszeitverluste beteiligter Mitarbeiter, aber auch Umsatzverluste durch den Ausfall des Fahrzeugs. Beides hängt direkt zusammen. Die indirekten Kosten können nur durch die Senkung der direkten Kosten minimiert werden. Erst nach der Analyse sollten Verantwortliche die Probleme des Fahrverhaltens kommunizieren und nach Lösungen suchen.

Liste im Smartphone

Wichtige Schritte im Schadenfall

Ruhe bewahren und überlegte Schritte einleiten – das ist die Formel für erfolgreiches Handeln.

  • Im Schadenfall hilft eine lückenlose Dokumentation des Schadenhergangs. Dazu zählen Namen und Versicherungsdaten der Beteiligten, Unfallort, Datum und Uhrzeit.
  • Nach der Übermittlung aller relevanten Daten an die eigene Versicherung und die des Unfallgegners können auch andere Dienstleister mit eingebunden werden. Abschleppdienst, Anwalt und Sachverständige müssen möglicherweise ebenfalls informiert werden. 
  • Mobilitätsgarantie: Schnelle Mobilität genießt oberste Priorität. Ein kostenloser Ersatzwagen sollte selbst im Kaskofall für sofortige Mobilität sorgen. Von Vorteil ist ein Hol- und Bringservice der Werkstatt.
  • Qualität und Kosten von Reparaturen sollten durch klare Vereinbarungen bereits vor dem Ernstfall geklärt werden. Das heißt aber auch: Fuhrparkleiter müssen Kostenvoranschläge detailliert prüfen. 
  • Die Nachbearbeitung, also das Reporting, ist ein Herzstück im Schadenmanagement. Digitale Reporting-Tools, die alle Schäden und wichtige Informationen erfassen, haben sich hier bewährt. Das Reporting deckt Schadenursachen und -häufigkeit auf – dadurch lassen sich dann Präventivmaßnahmen vornehmen, um die Schadenkosten im Fuhrpark zu senken.

Richtiges Riskmanagement

Mit dem Riskmanagement zündet die zweite Stufe, um Schäden bereits im Vorfeld zu vermeiden. Sowohl technische wie auch organisatorische Maßnahmen sind dabei notwendig, um erfolgreich zu arbeiten. 

  • Fahren Mitarbeiter beim Einparken häufig gegen Hindernisse, so können sich elektronische Einparkhilfen oder Abstandswarner lohnen. 
  • Das Reifenmanagement: Niederquerschnittreifen wiederum erhöhen Felgenschäden und erzeugen dadurch erhebliche Kosten. Man sollte lieber auf sie verzichten.
  • Telematiksysteme verbessern die Fahrweise dank direktem Feedback.
Autounfall

Organisatorische Maßnahmen beim Schadenmanagement

Hier kommt der Mensch mit seinen Fähigkeiten ins Spiel – und ganz besonders die Weiterbildung der Mitarbeiter. Denn das ist immer noch die günstigste und wirkungsvollste Maßnahme, um Schäden von Anfang an auszuschließen. Besonders Gespräche mit den Mitarbeitern helfen, die Sensibilität für das Fahrzeug und den Verkehr zu schärfen. Das Ergebnis: Eine geringere Schadenquote und passives Fahrverhalten. Auch Boni für gutes Fahren schaffen Anreize, damit sich Angestellte vorausschauender im Verkehr bewegen. Eine Nachbesprechung bei entstandener Schäden mit betroffenen Fahrer sollte ebenfalls erfolgen, um das Sicherheitsverhalten zu schärfen.

Schadenregulierer können bei der Verwaltung der Unfälle helfen. Dies entlastet den Fuhrparkleiter und kann zu einer besseren und organisierteren Unfallverwaltung führen. 

Leitfaden zur Schadenabwicklung

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Infografik zum Diebstahlschutz im Fuhrpark

Der Fuhrpark ist das Herzstück vieler Unternehmen: Ohne die Fahrzeuge kann das Alltagsgeschäft nicht durchgeführt werden. Fallen die Fahrzeuge kurzfristig aus, kann das eine finanzielle Belastung für das Unternehmen bedeuten. Wichtig ist daher die Diebstahlsicherung der Flotte.

Fahrzeugdiebstahl - keine Seltenheit

Bei unserer Umfrage haben wir uns auf eine Branche konzentriert, die auf Fahrzeuge im Alltag angewiesen ist. Wir wollten herausfinden, wie oft Betriebe aus dem Elektrohandwerk von einem Autodiebstahl betroffen sind. Die schockierende Erkenntnis: In 1 von 3 Betrieben wird ein Fahrzeug gestohlen. 

Ein Fahrzeugdiebstahl ist für Betriebe eine enorme finanzielle Belastung. Das Fahrzeug entfällt für das Alltagsgeschäft. Ist kein Ersatzauto vorhanden,  kann der Mitarbeiter seine Termine nicht antreten und hinterlässt bei den Kunden einen unprofessionellen Eindruck. Das Tagesgeschäft wird bis zu mehrere Tagen unterbrochen und der Fuhrparkleiter muss schnellstmöglich ein neues Fahrzeug organisieren. Die Neuanschaffung ist oft kostspielig, denn der Fuhrparkleiter hat nicht viel Zeit zum Angebotsvergleich. Rabatte beim Autohändler können womöglich nicht genutzt werden, da diese nur zu bestimmten Zeiten gelten.

Mit Telematiksystem Diebstahl verhindern

Eine Möglichkeit, einen Diebstahl zu verhindern oder aufzudecken, stellen Systeme wie z. B. Fahrzeug Tracker, GPS Systeme oder Telematiksysteme dar. Bereits die Hälfte aller Betriebe (48.6  %) setzen Systeme zur Diebstahlsicherung ein. Davon nutzen bereits 35.1 % ein Telematiksystem und 32.4 % würden eine Telematiklösung kaufen. 

Doch warum ist eine Telematiklösung die bessere Option gegenüber einem reinen GPS Tracker? Bei einem Telematiksystem stehen mindestens zwei Datenverarbeitungssysteme mit einem Telekommunikationssystem im Austausch. Anders als bei einem GPS Tracker, der nur über die GPS Funktion mit einer Software verbunden ist, werden bei Telematikgeräten auch über das Mobilfunknetz z. B. anhand einer integrierten SIM-Karte mit dem System kommuniziert. Das bietet eine doppelte Sicherheit bei der Datenübertragung.

Das können Telematiksysteme

Telematiksysteme senden Informationen zu Fahrzeugstandort und -bewegungen an eine Software und ggf. App. Der Fuhrparkleiter sieht so, wo sich die Fahrzeuge befinden und ob sie genutzt werden. Verfügt die Software über Geofencing, ist es außerdem möglich, Zeit- und Gebietsfenster zu erstellen. Der Fuhrparkleiter kann so definieren, zu welchen Zeiten und/oder in welchen Gebieten die Fahrzeuge nicht bewegt werden dürfen. 

Beispiel: Mitarbeiter dürfen den Kleintransporter nur von 07:00 Uhr morgens bis 20:00 Uhr nutzen. Nach 20:00 Uhr darf das Fahrzeug maximal 5 Meter von dem Betriebsparkplatz bewegt werden. Verlässt das Fahrzeug den festgelegten Bereich nachts, erhält der Fuhrparkleiter eine Benachrichtigung per Smartphone mit einer Warnung. Der Fuhrparkleiter kann jetzt schnell handeln und die Fahrzeugdaten an die Polizei übermitteln. Da das Telematiksystem genau anzeigt, wo sich das Fahrzeug befindet und welche Strecke es fährt, kann die Polizei den Täter fassen.

Mehr zu der Funktionsweise:

Telematiklösung von dem Anbieter Vimcar

Vimcar bietet eine Telematiklösung an, bei welcher der Fuhrparkleiter gebiets- und zeitbasierte Bewegungsmelder zum Diebstahlschutz einstellen kann. Die Hardware besitzt eine im Gerät verbaute SIM-Karte, die Fahrzeugdaten an die Software und App übermittelt. Der Fuhrparkleiter hat so immer einen Überblick über seine Flottenfahrzeuge. Neben dem Bewegungsmelder beinhaltet die Software auch eine Fahrzeugortung und Routenplanung.

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Alle Infos zur Fuhrparkverwaltung:

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Fahrsicherheitstraining schützt den Fuhrpark und spart Geld

Im Straßenverkehr gibt es einige Situationen, die Fahrer im Alltag nicht üben können. Damit sie immer sicher ans Ziel kommen, bietet sich ein Fahrsicherheitstraining an. Geschult wird, wie man seinen Wagen auch unter schwierigen Bedingungen steuert. Hier wird ebenfalls geschult, welche Regeln sich hinter der Straßenverkehrsordnung verbergen.

Klar, fast jeder hält sich für den perfekten Autofahrer. Falls mal etwas schiefläuft oder der Verkehr stockt sind natürlich immer die anderen Schuld. Welche Rolle das eigene Auto im Leben spielt, dokumentiert eine große Umfrage der „Auto Bild“ aus dem letzten Jahr. Ohne ein eigenes Auto könnte ich nicht leben, sagten immerhin 65,4 Prozent. Ebenso kurios ist die Aussage, dass 41,9 Prozent behaupten, sie fahren lieber mit dem Auto in die Waschstraße, als dass sie zum Friseur gehen. Das Auto ist also ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Ein Grund, warum die Sicherheit an erster Stelle stehen sollte. Auch wenn es manch routinierter Autofahrer nicht hören möchte: Fahrsicherheitstraining ist nicht nur etwas für Fahranfänger. Nur hier lässt sich die richtige Reaktion in Gefahrensituationen trainieren – für die man im Alltag dann gerüstet ist. Und das gilt grundsätzlich für alle Fahrer, die beruflich unterwegs sein müssen.

Gefahrensituationen erlernen

Schon Mal eine Vollbremsung auf nasser Fahrbahn gemacht? Oder bei hoher Geschwindigkeit Slalom gefahren? Vermutlich nicht. Denn dafür gibt es im öffentlichen Raum kaum Möglichkeiten. Bei einem Fahrsicherheitstraining übt man genau diese Situationen und kann auf einem Übungsgelände auch Grenze überschreiten. Angeboten werden die Kurse über große Autoclubs wie ADAC, ACE oder AvD sowie von Dekra, Deutsche Verkehrswacht oder TÜV. Das Training wird nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) durchgeführt und hat damit bei allen Anbietern einen identischen Lehrplan. Laut DVR unterstützen die meisten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Arbeitgeber bei der Durchführung von Sicherheitstrainings. Durch das Training können Sie zusätzlich sparen: Einige Versicherungsunternehmen gewähren Kunden Rabatte, wenn Sie an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen haben.

Von Vollbremsung bis Lenktechnik

Beim Fahrtraining wird das Bewusstsein dafür geschärft, Gefahren frühzeitig zu erkennen und durch vorausschauende Fahrweise zu vermeiden. Zu den Bestandteilen eines Fahrsicherheitstrainings gehören:

  • Lenktechnik
  • Slalomfahren
  • Gefahren- und Zielbremsung
  • Kurven fahren
  • Restgeschwindigkeitsermittlung und Bremswegschätzung 
  • Ein theoretischer Teil über die Fahrzeugphysik und die Unterstützung durch Fahrhilfen wie ABS, ESP und weitere Fahrassistenzsysteme

Im Fahrsicherheitstraining simulieren die Lehrer dann verschiedener Gefahrensituationen, die auch im Straßenverkehr auftreten können. Steigungen und Gefälle gehören ebenso dazu wie Wasser auf der Fahrbahn, um bei Aquaplaning und beim Ausbrechen des Fahrzeugs richtig zu handeln. Ebenso zählen sogenannte Eco-Trainings dazu, die Tipps zum energiesparenden Fahren enthalten. Dafür wird das Fahrverhalten des Fahrers analysiert.

Fahrsicherheitstraining ist steuerlich absetzbar

Wenn ein Unternehmer seine eigenen Mitarbeiter die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining ermöglicht, darf er die Kosten in unbegrenzter Höhe als Betriebsausgaben verbuchen. Ob das Fahrsicherheitstraining jedoch bei den Mitarbeitern zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führt, hängt vom Einzelfall ab:

  • Sofern ein direkter Bezug zur beruflichen Tätigkeit besteht – etwa bei Außendienstmitarbeitern – ist das Fahrsicherheitstraining in voller Höhe steuerfrei. Hier unterstellt der Gesetzgeber, dass das eigenbetriebliche Interesse im Vordergrund steht – der Arbeitnehmer also keinen persönlichen Vorteil und somit keinen Arbeitslohn erlangt.
  • Besteht dieser Bezug nicht und es besteht lediglich privates Interesse, muss alles über der Freigrenze von 44 Euro pro Monat versteuert werden. In diesen Fällen kann der Arbeitgeber allerdings eine pauschale Steuer in Höhe von 30% übernehmen (§ 37b EstG).

Schadenquote im Fuhrpark wird reduziert

Neben der Erhöhung der Fahrersicherheit ergeben sich auch für das Unternehmen Vorteile. So kommt nach dem Fahrsicherheitstraining seltener zu Schäden oder Unfällen an den Fahrzeugen. Sinkt die Schadenquote sinken langfristig auch die Kosten des Fuhrparks. Denn dadurch lassen sich Versicherungssummen einsparen, da diese im Flottenbereich in Teilen auf Basis der Schadenquote berechnet werden. Zusätzlich trägt das Training zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei. Trotz anfänglicher Investitionen ist das Fahrsicherheitstraining also eine sinnvolle Maßnahme.

Erfahren Sie im folgenden Video mehr zum Thema Fahrersicherheitstraining

Alles zum Thema Schadenmanagement

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So maximieren Sie die Sicherheit Ihrer Fahrer

Für jeden Verantwortlichen hat die Sicherheit von Fahrern und Fahrzeugen oberste Priorität. Doch wie lässt sich Einfluss auf die Fahrersicherheit nehmen? Welche Faktoren spielen die größte Rolle? Und welche Maßnahmen kann man treffen?

Über 46 Millionen Pkw fahren auf unseren Straßen herum. Rund 2,6 Millionen Unfälle gab es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 bei denen 3.285 Menschen ums Leben kamen. Dass es manchmal kracht, ist zum Teil allerdings unnötig. Viele Unfälle passieren durch Ablenkung, zu schnelles Fahren oder Missachten der Verkehrsregeln und sind daher vermeidbar.

 

Für Fuhrparks bedeutet Sicherheit mehr als nur die Reduzierung von Fahrzeug- und Personenschäden. Das richtige Fahrtraining etwa sensibilisiert und motiviert Fahrer gleichermaßen. So profitiert das Unternehmen langfristig von einem gut geschützten Fuhrpark und reduziert das Risiko von Unfällen deutlich. Deshalb lohnt es sich immer, das umsichtige Fahrverhalten der Fahrer zu fördern. Das verdeutlichen die Zahlen: Die Health and Safety Executive (HSE) schätzt, dass mehr als ein Viertel aller Verkehrsunfälle die Menschen betreffen, die beruflich mit dem Auto unterwegs sind. Besonders wer beruflich mit dem Auto unterwegs ist, fährt unvorsichtiger. Laut einer Umfrage von AXA Prevention aus dem Jahr 2017 nutzen 80 Prozent der Fahrer, die geschäftlich unterwegs sind, während der Fahrt ihr Handy. Privat würden sich lediglich 59 Prozent während der Fahrt mit dem Handy beschäftigen.

Verantwortung für Sicherheitskultur

Nur wer als Verantwortlicher des Fuhrparks auf Unfallprävention und Sicherheitskultur setzt, geht den effektivsten Weg, um Kollisionskosten und Folgekosten im Fuhrparkmanagement zu minimieren. Im Falle eines Unfalls im Fuhrpark schlagen nicht nur die Kollisionsschäden zu Buche. Mit weiteren Kosten wie Erhöhungen der Versicherungsprämien, Schadensersatzzahlungen oder Ausfällen aufgrund von Krankschreibungen muss der Unternehmer rechnen. Aus diesen Gründen sollten neue Fahrer bereits bei der Einarbeitung für die Sicherheitsbelange sensibilisiert werden. So lässt sich eine Kultur der Sicherheit fast spielerisch verinnerlichen.

Auto mit Dellen

Optimierung von Fahrten

Eine weitreichende Planung der effektivsten Routen spart unnötige Fahrten mit dem Dienstfahrzeug. Gerade bei einer Fahrzeugflotte bedeuten zusätzliche Kilometer auch ein erhöhtes Unfallrisiko für Fahrer. Dank digitaler Helfer lässt sich das Risiko von Unfällen bereits in der Vorbereitung minimieren. So können Sie mit Telematik-Daten Ihre Firmenfahrzeuge orten und Strecken optimieren. Professionelle GPS Fahrzeugortungssysteme geben eine vollständige Übersicht über Fahrzeugflotte und Fahrer. Die Leistung eines Ortungssystems auf einen Blick:

  • Nutzung der Fahrzeugflotte optimieren
  • Sicherheit erhöhen
  • Effizienz steigern
  • Risiken senken
  • Vertraut machen mit der Straßenverkehrsordnung

Fahrbedingungen definieren

Als Verantwortlicher für die Fahrzeuge stellen Sie die Regeln auf – und haben damit auch einen positiven Einfluss auf die Vermeidung von Unfällen. Dazu gehört unter anderem die regelmäßige Überprüfung des Betriebszustandes der Firmenfahrzeuge. So sollten Sie Rundumchecks der Fahrzeuge durchzuführen, auf Wartungsanforderungen aufmerksam machen und Fehler dokumentieren. Noch wichtiger sind Verhaltensregeln während der Fahrt. Handy-Nutzung auf der Straße darf höchstens über eine entsprechende Freisprechanlage möglich sein. Wer mit Telematik-Technik unterwegs ist, braucht sowieso nicht zum Mobiltelefon zu greifen. Ein kurzer Blick auf die Telematik Plattform genügt, um zu orten, wo sich die Mitarbeiter aktuell befinden und den Kunden über die Position des Mitarbeiters zu informieren. So können sich die Fahrer voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren. Zusätzlich helfen Kollisionsvermeidungssysteme, Unfälle zu vermeiden. Aber das System kann noch mehr: So gibt es Ihnen einen Einblick in die Leistung jedes Fahrers und weiß, wer zur Optimierung Fahrtraining benötigt. Zusätzlich kann eine Gefährdungsbeurteilung im Unternehmen durchgeführt werden, um mögliche Gefahren zu identifizieren. 

Sitzposition und Reifenwahl

Die meisten Menschen wissen meist noch nicht, wie sie richtig sitzen: Nämlich mit zwei Händen am Lenkrad und noch Restbeugewinkel an Armen und Beinen sowie mit gutem Rückenhalt zu fahren. Die Kopfstütze des Sitzes schließt dabei auf gleicher Höhe mit dem Kopf ab. Auch die richtige Reifenwahl entscheidet maßgeblich über die Sicherheit. Neben der richtigen Profiltiefe – gesetzlich sind 1,6 Millimeter vorgeschrieben, der ADAC empfiehlt jedoch mindestens 4 Millimeter – auch immer auf den Wechsel von Sommer- und Winterreifen achten. Eine Vollbremsung sollte im Fahrtraining übrigens regelmäßig geübt werden. In einem Notfall kann sie Leben retten und Unfälle mildern oder ganz verhindern.

Ratgeber zum richtigen Fahrverhalten

Neben der jährlichen und Erstunterweisung in den Dienstwagen helfen Ratgeber zum richtigen Fahrverhalten dabei, die Fahrer zu einem sicherheitsorientierten Fahrverhalten zu sensibilisieren. Der folgende Ratgeber beinhaltet mögliche Richtlinien, die den Fahrern dabei helfen sollen, sicher zu fahren. Der Ratgeber kann bei der Erstunterweisung mit den Fahrern besprochen und ggf. im Handschuhfach hinterlegt werden. 

Ich stimme den AGB & Datenschutzbedingungen der Vimcar GmbH zu.

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Ordnungswidrigkeiten im Fuhrpark

2020 ist nicht nur der Beginn eines neuen Jahrzehnts, sondern auch das Jahr der schärferen Bußgeldregelungen. Die neu veröffentlichte Straßenverkehrsordnung setzt den Fokus u. a.  auf Temposünden, das Parken auf Rad- und Gehwegen, und Verstöße im Zusammenhang mit Rettungsgassen. Doch auf welche Änderungen müssen sich Verkehrsteilnehmer seit diesem Jahr einstellen und wer haftet für begangenen Ordnungswidrigkeiten an Dienstfahrzeugen?

Auszug der grundlegenden Änderungen 2020 in der Übersicht

Rettungsgassen

In den Medien wurde das Thema Rettungsgasse in letzter Zeit öfters aufgegriffen. Aufgrund des Fehlverhaltens mancher Fahrzeugführer kommt es immer wieder dazu, dass keine Rettungsgasse gebildet wird. Die Folge: Rettungswagen treffen mit Verspätungen am Unfallort ein. Der überarbeitete Bußgeldkatalog 2020 verschärft aus diesem Grund die Strafen im Bezug auf Rettungsgassen. Wer keine bildet muss weiterhin ein Bußgeld in Höhe von 200 € bezahlen und erhält zwei Punkte in Flensburg. Ab sofort muss der Fahrer zusätzlich mit einem Monat Fahrverbot rechnen. Wer sich eine gebildete Rettungsgasse selbst zu nutzen macht und diese durchfährt, wird künftig auch härter bestraft. Es drohen mindestens Strafzahlungen in Höhe von 240 €, zwei Punkte in Flensburg und ebenfalls ein Monat Fahrverbot.

Abstellen von Fahrzeugen

Fahrzeuge, die in der zweiten Reihe halten oder einen Radweg zuparken, treten oftmals im Stadtbild in Erscheinung. Um dies zu verhindern, werden die Bußgelder für diese Ordnungswidrigkeit auf je 55 € angehoben.

Schrittgeschwindigkeit beim Abbiegen

Um Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden, müssen alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, wie Busse oder LKWs, ab 2020 beim Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit fahren. Missachtet ein Fahrzeugführer diese neue Regelung, kassiert er ein Bußgeld in Höhe von
70 € und einen Punkt in Flensburg.

Geschwindigkeitsüberschreitungen

Auf härtere Konsequenzen im Bezug auf Überschreitungen des Tempolimits müssen sich die Verkehrsteilnehmer fortan auch einstellen. Hier gibt es sowohl Erhöhungen im Bereich des Regelsatzes, als auch der Punkte und des Entzugs der Fahrerlaubnis. Die Tabelle stellt einen Auszug aus der Straßenverkehrsordnung 2020 dar, rot markiert sind die Strafen, die sich erhöht haben.

Auszug aus der Straßenverkehrsordnung 2020

Innerorts

Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem PKW 

bis 10km/h

16 bis 20 km/h

21 bis 25 km/h

Regelsatz 

30 €

70 €

80 €

Punkte 

1

2

Fahrverbot 

1 Monat

Außerorts

Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem PKW 

bis 10km/h

16 bis 20 km/h

21 bis 25 km/h

Regelsatz 

20 €

60 €

70 €

Punkte 

1

1

Fahrverbot 

Wer muss für das Bußgeld aufkommen?

In Deutschland gilt generell die Fahrerhaftung. Das bedeutet, dass bei einem Vergehen im Straßenverkehr der Fahrer für die Verkehrssünde haftet. Allerdings muss das Unternehmen, als Fahrzeughalter, zur Identifikation des Fahrers beitragen. Im Falle einer Überschreitung des Tempolimits erhält der Halter des Fahrzeuges, in diesem Fall der Betrieb, einen Anhörungs- bzw. Zeugenfragebogen. In diesem Fragebogen kann der Fuhrparkleiter den verantwortlichen Mitarbeiter nennen. Erkennt er den Fahrer mithilfe des Blitzerfotos nicht oder ist sich, bei Poolfahrzeugen, unsicher wer zum angegebenen Zeitpunkt im Besitz des Autos war, kann er den Mitarbeiterkreis zumindest eingrenzen. Die Weitergabe dieser Daten ist in diesem Fall klar durch die Datenschutzverordnung geregelt. Die zuständige Verwaltungsbehörde hat ein berechtigtes Interesse, jedoch muss der Fuhrparkleiter die betreffenden Mitarbeiter über die Weitergabe seiner Daten an Dritte informieren. Stellt sich der Fuhrparkleiter bei den Ermittlungen quer und weigert sich mitzuwirken, muss er mit Konsequenzen rechnen. Die Polizei hat die Möglichkeit auf dem Firmengelände selbst nach dem verantwortlichen Fahrer zu suchen. Bleibt diese Suche erfolglos besteht die Gefahr einer verpflichtenden Fahrtenbuchauflage.

Ob ein Dienstwagen oder ein Privatfahrzeug in eine Radarkontrolle gerät, macht übrigens keinen Unterschied. Die Höhe des Bußgeldes und der Punkte, wie auch ein mögliches Fahrverbot richten sich nach der Schwere der Ordnungswidrigkeit. Auch die Verjährungsfrist bei Geschwindigkeitsüberschreitungen bleibt gleich. Die zuständige Verwaltungsbehörde hat drei Monate Zeit den Bescheid zuzustellen, jedoch ist eine Verlängerung der Frist durch den vorangehenden Versand von Anhörungs- bzw. Zeugenbefragungsbogen möglich. Der Halter des Fahrzeugs kann innerhalb von 14 Tagen gegen den Bescheid Einspruch erheben.

Mehr Rechtssicherheit im Fuhrpark

Um Unannehmlichkeiten bei Auftreten eines Bußgeldbescheides zu vermeiden, sollte der Fuhrparkleiter schon vorab im Dienstwagenüberlassungsvertrag vermerken was im konkreten Fall einer Geschwindigkeitsüberschreitung passiert. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass eine Verweigerung der Aussage des Fahrers zu einer Abmahnung führen kann. Dies ist besonders wichtig, wenn der Dienstwagen für Privatfahrten genutzt und auch Angehörigen des Fahrers zur Verfügung gestellt wird. Generell gilt: der Fuhrparkleiter muss die Fristen des Bescheids im Blick einhalten und darf den Anhörungs- bzw. Zeugenbefragungsbogen keinesfalls ignorieren.

Gut zu wissen

Selbstverständlich sind Bußgelder kein Grund zur Freude. Dennoch ist das Fahreignungs-Bewertungssystem wichtig, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu garantieren bzw. zu verbessern.  Zudem hat jeder Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit die Auskunft aus dem Fahreignungsregister anzufragen und so seine Punkte im Blick zu behalten. Dies ist u. a. online auf der Webseite des Kraftfahrt Bundesamtes möglich. Das eigene Fehlverhalten im Straßenverkehr zu beobachten ist ein wichtiger Schritt zur Besserung. Zusätzlich besteht mit der freiwilligen Teilnahme an einem  Fahreignungsseminar die Chance einen Punkt abzubauen. Der Fahreignungsseminar kann alle fünf Jahre absolviert werden.

Der Fuhrparkleiter kann darüber hinaus zur Verkehrssicherheit beitragen. Durch zusätzliche Fahrtrainings besteht die Möglichkeit die Mitarbeiter des Unternehmens zu schulen und so Ordnungswidrigkeiten vorzubeugen. Außerdem kann eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden, die Gefahren im Fuhrpark identifiziert. 

Ratgeber zum sicherheitsorientierten Fahrverhalten

Eine Hilfe ist ein Ratgeber mit Richtlinien und Verhaltensregeln für die Fahrer. Der Ratgeber kann z. B. vorgeben, wie oft Fahrer Pausen durchführen sollen. Das hilft den Fahrern im Alltag, Stress zu vermeiden und sicherheitsorientiert zu fahren. Für den Fuhrpark bedeutet das mehr Sicherheit und die Unfallvermeidung.

Ich stimme den AGB & Datenschutzbedingungen der Vimcar GmbH zu.

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Tipps für die Fuhrpark Hygiene

Keime wie Viren, Bakterien oder Pilze befinden sich auf fast allen Gegenständen. Die meisten Keime sind für den Menschen allerdings harmlos und rufen keine Krankheiten hervor. Es gibt aber auch Keime, die den Menschen gesundheitlich angreifen und schon durch einen einfachen Händedruck oder gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden können. So können auch die Fahrzeuge im Fuhrpark schnell zu Krankheitsbeschleunigern werden. Durch die gemeinsame Fahrzeugnutzung werden die Krankheitserreger einfachen und schnell übertragen. Vor allem bei gemeinschaftlich genutzten Firmenwagen, wie den im Corporate Carsharing eingesetzten Poolfahrzeugen, ist es wichtig, Hygienemaßnahmen zu ergreifen und so die Mitarbeiter vor Krankheitserregern zu schützen. Welche Hygienemaßnahmen ergriffen werden können und welche Konsequenzen das für den Fuhrpark und die Fahrer hat, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Warum ist Hygiene im Fuhrpark wichtig?​

Firmenwagen tragen dazu bei, Krankheitserreger zwischen den Mitarbeitern zu verbreiten. Bei einem zeitgleichen Ausfall von mehreren Mitarbeitern können die krankheitsbedingten Kosten dadurch exponentiell ansteigen. Pro Jahr kostet die krankheitsbedingte Abwesenheit der eigenen Mitarbeiter deutsche Unternehmen durchschnittlich eine Summe von rund 130 Milliarden Euro. Das entspricht jährlichen Kosten von 3.600 Euro pro Arbeitnehmer. Davon sind 2.400 Euro allein darauf zurückzuführen, dass die Mitarbeiter trotz Krankheitsfall am Arbeitsplatz erscheinen. Umso wichtiger ist es, dass sich Arbeitnehmer bei einem Krankheitsfall zuhause auskurieren und soziale Kontakte meiden. Es ist daher wichtig, die Firmenwagen mit den richtigen Methoden und Reinigern sauber zu halten und so für eine keimfreie Fahrt zu sorgen. Was gilt es also bei der Fahrzeugreinigung zu beachten?

Zum einen ist es wichtig, vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein regelmäßiges Waschen der Hände sowie das Husten und Niesen in die Armbeuge sind Pflicht. Bei der Nutzung einer Zapfsäule an der Tankstelle ist es ratsam, die ausliegenden Schutzhandschuhe zu verwenden. Diese schützen sowohl vor Keimen als auch vor dem giftigen Kraftstoff. Zudem sollte der Dienstwagen regelmäßig gelüftet und desinfiziert werden, um Krankheitserreger abzutöten.
Bei der Desinfektion des Dienstwagens sollte darauf geachtet werden, dass sämtliche Oberflächen im Wagen großflächig eingesprüht werden und dem Desinfektionsmittel Zeit zum Einwirken gegeben wird. Vor allem die Oberflächen, die häufig mit den Händen berührt oder angehustet werden könnten, sollten gründlich gereinigt werden. Dazu zählen natürlich das Lenkrad inklusive aller Knöpfe, der Touchscreen, der Schaltknauf, die Mittelkonsole, die Handbremse, die Sonnenblenden, das Handschuhfach, die äußeren und inneren Türgriffe sowie die Gurte. Auch die Entriegelungen für die Motorhaube und der Tankdeckel sollten regelmäßig desinfiziert werden. Zum Abwischen des Mittels empfiehlt es sich, ein Mikrofasertuch zu benutzen, da diese materialschonend agieren und so das Wagen-Interieur nicht beschädigt wird.

Welche Desinfektions- oder Reinigungsmittel genau benutzt werden sollten, hängt von der Art des Erregers ab. Das Robert-Koch-Institut rät zum Beispiel in Bezug auf das Virus Covid-19 auf Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsgrad “begrenzt viruzid” oder auch “begrenzt viruzid plus” – also gegen behüllte Viren – zurückzugreifen. Im Normalfall reicht es aber auch aus, haushaltsübliche Reinigungsmittel oder gängige Cockpitreiniger zu verwenden.

Broschüre zur Fuhrparksoftware Fleet Admin​

Um die Hygiene im Fuhrpark zu garantieren und regelmäßige Reinigungen zu dokumentieren, hilft eine Fuhrparksoftware. In der Software kann der Fahrzeugverwalter oder Mitarbeiter alle durchgeführten Reinigungen in der digitalen Fahrzeugakte festhalten. Die nächsten Termine werden einfach als Aufgaben hinterlegt, sodass der Fahrzeugverwalter rechtzeitig an diese erinnert wird. Eine integrierte Fahrzeugbuchung hilft außerdem dabei, die Fahrzeuge und Mitarbeiter einfach zu koordinieren. Fällt ein Fahrer krankheitsbedingt aus, kann das Fahrzeug einfach über das Tool an einen anderen Mitarbeiter übergeben werden. Gleichzeitig hilft das dabei, nachzuvollziehen ob ein Fahrzeug vor der Weitergabe desinfiziert werden muss. Eine Fuhrparksoftware hat weitere hilfreiche Funktionen z. B. zur Kostenkontrolle und Stammdatenverwaltung.

Fahrzeugreinigung


Was gilt es bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen zu beachten?

PoolfahrzeugeWer regelmäßig mehrheitlich genutzte Fahrzeuge, wie zum Beispiel Poolfahrzeuge nutzt, weiß über den häufig schlechten Zustand dieser Fahrzeuge Bescheid. Da es sich um keine personengebundenen Fahrzeuge handelt, gehen die Mitarbeiter relativ unsorgsam mit diesen Fahrzeugen um. Vermüllte und verdreckte Innenräume sind keine Seltenheit. Es ist daher ratsam, seine Mitarbeiter dazu aufzufordern die Poolfahrzeuge sauber zu halten und alle unnötigen Gegenstände aus dem Auto zu entfernen. Das minimiert nicht nur den Putzaufwand, sondern reduziert auch die 

Oberflächen, auf denen sich potentielle Krankheitserreger festsetzen könnten. Darüber hinaus ist vor allem bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen eine regelmäßige Desinfektion der Oberflächen absolut notwendig. Studien zeigen, dass zum Beispiel ein Virus wie Covid-19 bis zu 3 Tage auf Kunststoffflächen überleben kann. Es empfiehlt sich, dass der Fuhrparkleiter für Poolfahrzeuge Desinfektionsmittel bereitstellt und die Mitarbeiter dazu anhält, die kritischen Stellen vor und nach der Fahrt zu desinfizieren. Nur so kann eine Virenübertragung verhindert und die bestmögliche Fuhrpark-Hygiene ermöglicht werden.

Interview mit dem Unternehmen clean protect

Um mehr zu dem Thema “Fuhrpark-Hygiene” und einer professionellen Umsetzung zu erfahren, haben wir den Geschäftsführer Julian Janzen des Hamburger Unternehmens clean protect interviewt. Das Unternehmen ist seit 2012 in der Beratung zum Hygienemanagement tätig. Zu den Kernaufgaben- und leistungen von clean protect fallen: Hygienedienstleister, Hygienemanagement, Schulungen, Beprobungen,  Desinfektions- und Reinigungsdienstleistung sowie Fachhandel.

Inwiefern spielt das Thema Hygiene für Unternehmen mit Fuhrpark eine Rolle?

Zunächst ist es natürlich davon abhängig inwieweit Hygiene und im weitesten Sinne auch Sauberkeit eine Rolle spielt. Als Dienstleister im Bereich Hygiene ist uns das natürlich sehr wichtig, um auch in der Öffentlichkeit und beim Kunden einen entsprechenden Eindruck zu hinterlassen. Unsere Mitarbeiter sind angehalten ein sauberes Fahrzeug zu führen – nicht nur von außen, sondern auch von innen.

Welche Unternehmen beraten Sie zu dem Thema Fahrzeughygiene?

Hauptsächlich sind das Rettungsdienste und Krankentransportunternehmen, aber auch ambulante Pflegedienste, Bestatter und Kundenbetreuer aus dem Vendingbereich zählen dazu. Bei einigen Rettungsdiensten sind unsere Mitarbeiter in der routinemäßigen Fahrzeugdesinfektion eingesetzt, welche einmal in der Woche durchgeführt werden muss.

Was sind die größten Herausforderungen von Unternehmen, diese Hygienevorschriften einzuhalten?

In den meisten Fällen steht und fällt das Umsetzen mit dem eingesetzten Personal. Bei einigen unserer Kunden findet aber derzeit auch ein Generationswechsel statt, wo man merkt, dass ein Umdenken da ist. Ein Umdenken insofern, dass „haben wir schon immer so gemacht“ überdacht und hinterfragt wird. Dann kommen meist wir ins Spiel, da wir als Hygienedienstleister dem Kunden alles aus einer Hand bieten können.

Wie können Unternehmen die Hygiene in den Fahrzeugen garantieren?

Durch professionelle Unterstützung und Umsetzung des Hygienemanagementsystems. Nicht nur das Vorhalten der Vorschriften ist wichtig (Hygieneordner), sondern gerade die Umsetzung der, durch den Gesetzgeber vorgeschriebenen, Maßnahmen muss gewährleistet sein. Wir schulen die Mitarbeiter vor Ort und setzen das theoretisch Gelernte direkt in die Praxis um.

Gibt es bestimmte Maßnahmen, die Mitarbeiter selbst bei der gemeinsamen Fahrzeugnutzung treffen sollten?

Im besten Fall hinterlässt ein Mitarbeiter das Fahrzeug sauber und ordentlich. Man kann natürlich sagen, dass man das Fahrzeug so hinterlassen sollte wie man es gerne vorfinden möchte, jedoch gibt es davon aber auch unterschiedliche Auffassungen. Bei regelmäßigen Kundenkontakt ist eine Händedesinfektion des Mitarbeiters zu empfehlen und gegebenenfalls ein Flowpack zur Kontaktflächendesinfektion für z. B. Lenkrad, Türgriffe etc.

Was sollten Fahrer bei mehrheitlich genutzten Fahrzeugen beachten, um die Verbreitung von COVID einzudämmen und wie kann das Unternehmen hierbei unterstützen? Gibt es Vorschriften vom Gesetzgeber, die dabei eingehalten werden müssen?

Um das Risiko einer Infektion zu minimieren ist im nicht medizinischen Bereich gründliches Händewaschen schon oftmals ausreichend. Regelmäßiges reinigen der sogenannten Kontaktflächen kann man hier empfehlen, da durch die Mechanik schon viele Keime von den Flächen gewischt werden. In kritischeren Bereichen wie z. B. bei Rettungsdiensten oder in der ambulanten Pflege gibt es regelmäßige Desinfektionen, welche in betrieblichen Hygieneplänen geregelt werden müssen. Diese Unternehmen müssen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes einen Hygieneplan vorweisen.

Können Unternehmen bereits bei der Vergabe von Dienstwagen bestimmte Hygiene-Maßnahmen durchführen?
Es macht Sinn bei der Beschaffung von Neufahrzeugen dem Mitarbeiter klare Regeln an die Hand zu geben. Ein ordentlicher, sauberer Umgang ist nicht für jeden Mitarbeiter selbstverständlich, bzw. jeder hat eine andere Auffassung davon, was genau sauber bedeutet. 
 
Welche praktischen Tipps helfen dem Fuhrparkleiter dabei, die Sauberkeit bei den Fahrern durchzusetzen?
Wie eben schon drauf eingegangen sind Regeln ein guter Weg zu einem sauberen Fuhrpark. In der jetzigen Zeit kann man nur mit ständigen Kontrollen, Vorleben von Regularien und dem Gespräch mit dem Mitarbeiter ein angemessenes Ergebnis erzielen.
 

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