UVV Prüfung von Firmenwagen

Für die Betriebsfahrzeuge reichen Reifenwechsel und regelmäßige TÜV-Hauptuntersuchungen nicht aus: Für sie sind darüber hinaus Überprüfungen der im Gesetz verankerten Unfallverhütungsvorschriften (UVV) vorgesehen. Damit weisen Verantwortliche die Betriebssicherheit ihrer Flotte an und sichern sich rechtlich ab. Dabei geht es bei den UVV weniger um die Funktionstüchtigkeit der Fahrzeuge, sondern vielmehr um den Arbeitsschutz der Mitarbeiter und die Betriebssicherheit.

UVV Prüfung von Firmenwagen

Zwar betreffen viele Unfallverhütungsvorschriften (UVV) den Fuhrpark, dennoch entspringen sie nicht aus dem Verkehrsrecht. Vielmehr geht es aus dem staatlichen Arbeitsschutzgesetz hervor. Bereits im Jahr 1884 wurde das erste Unfallversicherungsgesetz erlassen, das Berufsgenossenschaften dazu berechtigte, Vorschriften zu erlassen und von Experten kontrollieren zu lassen. Während sich die Hauptuntersuchung, die vom TÜV und anderen technischen Prüfstellen durchgeführt ist, sich auf die Umweltverträglichkeit, Vorschriftsmäßigkeit und Verkehrssicherheit von Fahrzeugen bezieht, geht es bei den UVV um Themen der Verkehrssicherheit.

UVV Prüfung des Firmenwagens durch Fahrer

Die UVV Prüfungen für Firmenfahrzeuge sind in der DGUV Vorschrift 70 geregelt. Ausgenommen sind zum Beispiel maschinell betriebene Fahrzeuge, die eine Spitzengeschwindigkeit von weniger als 8 Stundenkilometer erreichen, Straßenwalzen, Bagger und ähnliches. Ansonsten gilt sie für alle Fahrzeuge, die eine Firma ihren Beschäftigten zur Verfügung stellt. Ob der Mitarbeiter das Fahrzeug nur während der Arbeitszeit oder auch privat nutzt, ist nicht relevant.

Tägliche UVV Prüfung des Pkws

 § 36 Abs 1 der DGUV Vorschrift 70 verpflichtet jeden Nutzer eines Firmenfahrzeugs, das Fahrzeug beim Arbeitsantritt zu kontrollieren. Bewährt haben sich dafür Checklisten, die im Handschuhfach des Fahrzeuges deponiert werden. Bei jeder Übergabe sind zum Beispiel die Funktionsfähigkeit der Beleuchtungsanlage, Füllstände von Motoröl, Kühlflüssigkeit, Kraftstoff und die ordnungsgemäße Sicherung von Ladungen zu überprüfen. Auch ein Blick auf die Reifen und die Kennzeichen sollte standardmäßig erfolgen. Kontrolliert werden muss außerdem, ob Warnwesten, Verbandskasten und Warndreiecke vorhanden und intakt sind.

zur Checkliste zur täglichen Fahrzeugkontrolle durch die Mitarbeiter 

UVV Prüfung Pkw durch Fahrer

Merkblatt zu allen UVV Prüfungen bei Firmenwagen

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Merkblatt zur UVV im Fuhrpark
Merkblatt zur UVV im Fuhrpark

Die UVV Auto Prüfung durch einen Sachverständigen

UVV Prüfung Pkw

Der Spitzenverband gewerblicher Berufsgenossenschaften DGUV sieht außerdem vor, dass alle gewerblich genutzten Fahrzeuge einmal pro Jahr einem Sachverständigen vorgestellt werden müssen. Diese Untersuchung kann in vielen Autohäusern oder gleich im Rahmen der Hauptuntersuchung durchgeführt werden. Die UVV Prüfung bei Neuwagen muss jedoch schon ein Jahr nach der Zulassung stattfinden, während für die erste Hauptuntersuchung erst nach drei Jahren ansteht. Um Zeit zu sparen kann die UVV Auto auch im Rahmen von Wartungsarbeiten oder dem Reifenwechseln erfolgten. Wichtig ist darauf zu achten dass die UVV Inspektion auf der Rechnung angeführt und ein Prüfprotokoll ausgehändigt wird.

zum Protokoll zur Fahrzeugkontrolle durch Sachverständige

Regelmäßige UVV Auto Fahrerunterweisungen

Als dritte Säule sehen die UVV regelmäßige Fahrerunterweisungen vor. Laut 335 Abs. 1 Nr 3 DGUV Vorschrift 1 muss der Arbeitgeber den Mitarbeiter bei der ersten Übernahme des Fahrzeugs über die sichere Nutzung informieren. Themen der Schulung sind Schutzmaßnahmen, Vorschriften und mögliche Gefahrenquellen. Zum Beispiel werden das richtige Verhalten bei schlechter Witterung, das richtige Verhalten bei Unfällen und der Umgang mit Ablenkungen im Straßenverkehr angesprochen. Die Fahrerschulung muss jährlich wiederholt und entsprechend dokumentiert werden.

zum Protokoll für die jährliche Fahrerunterweisung

zum Protokoll für die Erstunterweisung

UVV im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung ist auch an der UVV nicht spurlos vorübergegangen: Praktisch sind elektronische Fahrerunterweisungen, die per E-Learning abgewickelt werden. Großer Vorteil dabei ist, dass die online Variante immer auf dem neuesten Stand der Gesetze und Vorschriften ist. Außerdem wird der Zeitaufwand für den Fuhrparkmanager und den Mitarbeiter in Grenzen gehalten. Im Rahmen der elektronischen Fahrerunterweisung werden die Teilnehmer automatisch erfasst und werden rechtzeitig über den nächsten Termin informiert. Abgerufen werden kann die Schulung über jedes internetfähige Endgerät. Unter Umständen kann sich der Mitarbeiter den Zeitpunkt der Einweisung über das Online Tool selbst aussuchen. Manche System sehen einen kurzen Abschlusstest vor, bei dem die Teilnehmer ihren Wissenstand überprüfen können. Praktisch sind Varianten, die automatisch eine Bestätigung über die Durchführung der Unterweisung ausstellen.

Laptop auf Schreibtisch

Broschüre zur digitalen Fahrerunterweisung mit Fleet Admin

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Alles zum Thema UVV im Fuhrpark

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Kosten der UVV Prüfungen im Fuhrpark

Die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften sehen regelmäßige Prüfungen vor. Diese Prüfungen sind für alle Betriebe verpflichtend. Die bei den Prüfungen zur Unfallverhütung entstehenden Kosten sind vergleichbar gering, der Nutzen ist dafür umso höher. In folgendem Artikel erhalten Betriebsinhaber und Fuhrparkleiter Informationen zu den Chancen und Risiken im Bereich der UVV und einen Überblick über die Kosten einer UVV Prüfung.

UVV Prüfungen Kosten und Chancen

Jeder Gewerbetreibende hat die Pflicht seine gewerblich genutzten Fahrzeuge nach § 57 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Fahrzeuge“, ehemals BGV D 29, durch einen Sachverständigen auf den betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.

Als Sachverständiger zählt in diesem Zusammenhang derjenige der durch seine Berufsausbildung, die entsprechende Berufserfahrung sowie die zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel, Maschinen oder Fahrzeuge verfügt Arbeitsmitteln verfügt.

Zur Prüfung sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Bedienungsanleitung
  • Technische Unterlagen
  • Prüfbuch
  • Aufbauanleitung

Merkblatt zu UVV Richtlinien

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Prüfzeitpunkte

Geprüft werden muss laut §10 der BetrSichV zu verschiedenen klar definierten Zeitpunkten. Diese sind:

  • direkt nach der Montage
  • unmittelbar vor der ersten Inbetriebnahme
  • bei Neumontage oder Ortswechsel von Maschinen
  • nach besonderen Ereignissen, wie Unfall, größeren Reparaturen
  • nach längerem Stillstand
  • jährliche Prüfung nach DGUV 100-500

Darüber hinaus ist es vorgeschrieben, dass Maschinen oder Fahrzeuge mit einem Typenschild zur eindeutigen Identifikation ausgestattet sind.

Kosten UVV Prüfung durch Sachkundigen
Ein Sachkundiger prüft das Fahrzeug gemäß der UVV.

UVV Prüfung die Kosten

Wie hoch genau die Kosten der UVV Prüfung liegen, hängt von den zu untersuchenden Fahrzeugen oder Maschinen ab. Entsprechend umfänglich ist die Preisliste der UVV Prüfungen, die von der Hebebühne bis zum Sattelschlepper alle möglichen Maschinen und Fahrzeuge abdecken muss.

Beispiele für die UVV Kosten in verschiedenen Bereichen:

  • Stabler zwischen 30 und 80 Euro
  • Hebe- & Arbeitsbühnen zwischen 30 und 120Euro
  • Fahrzeuge zwischen 15 und 110 Euro
  • Kran zwischen 30 und 120 Euro
  • Hebezeuge & Lastaufnahmemittel zwischen 25 und 70 Euro
  • Baumaschinen zwischen 40 und 80 Euro

Für Fuhrparkleiter empfiehlt es sich die UVV der Fahrzeuge gleich mit der Hauptuntersuchung und, wenn angesagt, mit der Inspektion zu verbinden. Die HU und UVV Prüfung Pkw Kosten liegen in dem Zusammenhang ca. zwischen 30 bis 50 Euro pro Kraftfahrzeug.

UVV Kosten der Fahrerunterweisung

Neben der Fahrzeugkontrolle durch einen Sachkundigen, gibt es die UVV Erstunterweisung und jährliche Fahrerunterweisung. Bei der Erstunterweisung muss der Fahrer vor der Fahrzeugübergabe in die Gefahren des Fahrzeugs unterwiesen werden. Zusätzlich müssen die Fahrer mindestens einmal jährlich zu den Gefahren geschult werden. 

Achtung: Der Fuhrparkleiter oder Arbeitgeber muss die Unterweisungen protokollieren. Geschieht ein Unfall, muss nachgewiesen werden, dass die Fahrer zu den Gefahren aufgeklärt wurden. 

Die Fahrerunterweisung ist relativ aufwendig, da die Fahrer umfangreich zu den verschiedenen Gefahren und Situationen zum Fahrzeug geschult werden müssen. Daher gibt es die Möglichkeit, die Fahrerunterweisung durch einen Anbieter digital durchzuführen. Die Fahrer werden automatisch an die Prüftermine erinnert und können die Schulung online absolvieren. Dadurch garantiert der Fuhrparkleiter, dass alle wichtigen Informationen übermittelt wurden. Gleichzeitig kann er im System nachvollziehen, welcher Mitarbeiter seine Prüfung schon durchgeführt hat und bei wem diese aussteht. Der Vorteil einer digitalen Fahrerunterweisung: Nach erfolgreich durchgeführten Prüfung werden automatische Protokolle erstellt. Dadurch sichert das Unternehmen sich bestmöglich ab. Welche UVV Kosten hierbei auf den Betrieb zukommen, ist abhängig von der eingesetzten Lösung. Eine Möglichkeit bietet der Einsatz einer Fuhrparksoftware an. 

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Inhalte der UVV Prüfung

Es handelt sich bei den Prüfungen um von den Berufsgenossenschaften, in Rücksprache mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, festgelegte Standards die sowohl dem Gesundheits-, als auch dem Arbeitsschutz dienen. Sie sind analog zu den ehemaligen BG-Vorschriften zu betrachten.

Die Unfallverhütungsvorschriften beinhalten

  • Maßnahmen und Einrichtung, die ein Unternehmer zur Unfallverhütung durchzuführen hat, sowie die Art und Weise, wie die Einhaltung dieser Maßnahmen innerbetrieblich sichergestellt werden.
  • Arbeitsmedizinische Maßnahmen und Untersuchungen, insbesondere wenn die auszuführenden Tätigkeiten mit arbeitsbedingten Gefahren für Leben und Gesundheit von Versicherten oder Dritter verbunden sind, sowie die Anforderungen an den durchführenden Mediziner.
  • Die Sicherstellung von Erste Hilfe Einrichtungen und deren Überwachung.
  • Maßnahmen, die ein Unternehmer zur Erfüllung der sich aus dem Gesetz über Sicherheit am Arbeitsplatz ergebenden Pflichten zu ergreifen hat.
  • Die Festlegung der Zahl von Sicherheitsbeauftragen, die nach § 22 SGB VII bereitzustellen sind.

UVV Prüfungen und Kosten – mehr als nur eine lästige Pflicht

Die UVV Prüfungen sind dabei deutlich mehr als lästige Pflichten. Sie gewährleisten die Arbeitssicherheit und erhöhen die Einsatzbereitschaft der zu prüfenden Maschinen. Darüber hinaus ist derjenige, der seine Fahrzeuge regelmäßiger Kontrollen unterzieht auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Wer seine gewerblichen Fahrzeuge jedoch keiner UVV Prüfung unterzieht begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 209 Abs. 3 SGB VII, die sowohl als fahrlässig wie sogar als vorsätzlich geahndet werden kann. Der Bußgeld Katalog sieht in diesem Fall Bußgelder zwischen 2.500 Euro und bis zu 10.000 Euro.

Alles zu den Unfallverhütungsvorschriften

In ein paar Schritten zum winterfesten Fuhrpark

Der Beginn der kalten Jahreszeit läutet die Umstellung des Fuhrparks ein. Wir wissen, was jetzt zu tun ist, um mit dem Fuhrpark sicher durch den Winter zu kommen.

Um nicht vom plötzlichen Kälteeinbruch überrascht zu werden, sollte der Fuhrpark bereits in der Übergangszeit fit für den Winter gemacht werden. Ein winterfester Fuhrpark bildet den Grundpfeiler für die uneingeschränkte Mobilität bei Schnee und Eis. Zusätzlich erhöht er aber auch die Sicherheit aller Fahrer während der schwierigsten Witterungsphase. Wer seinen Firmenwagen hingegen nicht umrüstet, kann möglicherweise keine Kunden mehr besuchen und schwächt sein Geschäft. 

Rechtzeitig auf Winterreifen umstellen

Das wichtigste dürfte deshalb die vorgeschriebene Umstellung von Sommer- auf Winterreifen sein. Am besten handeln Fuhrparkmanager nicht erst dann, wenn die Witterung umschlägt, sondern bereits vorausschauend. Vorteil: Die Werkstätten sind nicht überlastet – so werden Wartezeiten verhindert. Da es keine konkrete Winterreifenpflicht gibt, empfiehlt sich hier grob der Zeitraum von Oktober bis Ostern für eine Winterbereifung. Für Lkws mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist einer Winterbereifung auf der Antriebs- und Lenkachse verpflichtend.

Die richtigen Reifen für den Winter

WinterreifenWer Sparen möchte, der sollte schnell sein bei der Auswahl seiner Winterreifen. Günstige Angebote finden sich im Sommer, da die Händler noch ein Überangebot vorrätig haben und Platz im Lager schaffen wollen. Sind noch Winterreifen im Bestand, müssen diese auf jeden Fall überprüft werden. Sie sollten nicht älter als sechs Jahre sein, weil das Material sonst ermüdet und seine Funktionsfähigkeit einbüßt. Außerdem sollten Winterreifen die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern aufweisen, besser wäre sogar eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern.

→ alles zum Thema Reifenmanagement und Beschaffung von Reifen

 Formular für die Reifeneinlagerung

Bei Unfall Mitschuld

Seit zweieinhalb Jahren gilt das sogenannte Alpine-Symbol als Vorschrift für Winterreifen. Vorher prangte auf den Reifen meist ein Zeichen wie M+S. Bis 2024 darf man mit dieser Kennzeichnung auch noch weiterfahren, danach müssen Winterreifen jedoch das Alpine-Symbol aufweisen. Fehlt dieser Standard, dann gehen Gerichte von einer mangelhaften Bereifung auf. Die Konsequenz: Führer des Fahrzeugs kann bei einem Unfall eine Mitschuld zugesprochen werden. Zusätzlich drohen dann noch Bußgelder.

Frostschutz- und Reinigungsmittel auffüllen

Gerade im Winter muss die Scheibenwaschanlage einwandfrei funktionieren. Viele vergessen im Herbst zu überprüfen, ob genügend Frostschutz- und Reinigungsmittel an Bord ist. Deshalb stets vor Abfahrt den Füllstand checken. Für Notfälle empfiehlt es sich, zusätzlich

Enteiser-Spray im Wagen zu haben, um Scheiben kurzfristig von Vereisung zu befreien. Zur Standardausrüstung im Firmenfahrzeug gehört aber auch ein Eiskratzer und in bergigen Gebieten natürlich Schneeketten

Batterie checken

Je älter eine Batterie ist, desto höher ist die Gefahr, dass sie bei Kälte streikt. Auch hier gilt vor dem Start in den Winter: Batterien prüfen und bei Bedarf rechtzeitig auswechseln. Ein passendes Starthilfekabel sollten Fahrer ohnehin stets im Auto zu haben. Übrigens: Die mittlerweile verbreitete und bequeme Start-Stopp-Funktion hat ihre Tücken. Denn die spezielle Batterie kann am Ende der Lebensdauer ohne Vorwarnung ausfallen. 

Licht an

Ein professioneller Licht-Test in der Werkstatt ist nicht teuer, bringt dafür aber eine sichtbare Erhellung. Denn hier überprüfen Fachmänner die korrekte Einstellung der Scheinwerfer. Nur wer mit guter Beleuchtung fährt, sorgt für ein ausreichend großes Sichtfeld und verhindert, dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden.

Vorsicht Glatteis: Schulung von Mitarbeitern

Fahrer in Auto im WinterEiner der größten Unsicherheitsfaktoren bleibt der Mensch. Umso wichtiger ist eine defensive und den Witterungsbedingungen angepasste Fahrweise bei Eis und Schnee. Als Verantwortlicher für den Fuhrpark besteht die Pflicht, auf eine vorsichtige Fahrweise hinzuweisen. Hier bietet sich besonders ein auf die Jahreszeit angepasstes Fahrtraining an. TÜV, DEKRA und andere Spezialisten für Sicherheit bieten regelmäßig Kurse an, die Fahrer sicher durch den Winter bringen.

alles zu Fahrsicherheitstrainings 

UVV bei Carsharing – was Fuhrparkmanager wissen müssen

Auch für Mietwagen und fürs Carsharing gelten die Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Wir verraten, was Unternehmen dabei zu beachten haben.

Auf Geschäftsreisen kommt es immer wieder vor, dass sich Mitarbeiter kurzfristig Fahrzeuge ausleihen, ohne vorherige Einweisung. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt jedoch zwingend die Einweisung von Mitarbeitern, um Unfälle zu vermeiden. Im eigenen Fuhrpark übernimmt das der Verantwortliche für die Flotte. Bei Mietstationen weisen im besten Fall die Angestellten den Kunden ein. Falls nicht, sollten die Fahrer darauf bestehen. Noch schlechter sieht es beim Carsharing aus. Hier leihen sich Mitarbeiter die Fahrzeuge meist an der Straße aus, ohne sich über die Eigenarten der Modelle zu informieren. Sie müssen sich entweder selbst einweisen oder der Arbeitgeber sollte die Auswahl per Anweisung einschränken.

Einschränkung der Fahrzeuge hilft

Einige Carsharing-Anbieter bieten ihren Kunden bereits eine Einschränkung der Fahrzeuge samt Einweisung an. Dazu zählen Share Now von Daimler und BMW. Wenn gängige Modelle angeboten werden, bei denen sich der Fahrer bereits in der Firma eine Einweisung unterzogen hat, dann kann diese entfallen. Das Unternehmen muss sich jedoch darum kümmern, dass die Wagen vor jeder Fahrt auf Mängel kontrolliert werden. Hier stehen die Fahrer allerdings genauso in der Pflicht.

Klare Regeln bestimmen

Flotten- oder Mobilitätsmanager sollten für Mitarbeiter glasklare Regeln aufstellen, um die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) einzuhalten. Das Carsharing-Auto muss technisch einwandfrei sein. Aber auch auf Signale aus dem Cockpit während der Fahrt gilt es ausreichend zu reagieren. Etwa dann, wenn es Hinweise auf gravierende Störungen von wesentlichen technischen Hilfsmitteln geht. Denn bei grobem Fehlverhalten nimmt die Berufsgenossenschaft entweder den Fahrer oder den Verantwortlichen im Unternehmen in Regress.

Personen schreiben auf Dokumente

Nicht vergessen: Einweisung und Unterweisung nach UVV

Jede Übergabe eines Firmenfahrzeugs an Mitarbeiter muss im Rahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes und der Sicherheit stattfinden. Dazu zählen unter anderem die Fahrzeugeinweisung sowie die Fahrerunterweisung, die man nicht verwechseln sollte. Die Einweisung hat einmalig und bei jedem unbekannten Fahrzeug zu erfolgen. Gerade beim Carsharing ein wichtiges Detail. Die Unterweisung hingegen ist jährlich zu wiederholen und beinhaltet unterschiedliche Themen. Aktuell etwa die Gefahren im Umgang mit E-Autos, weil es in letzter Zeit häufiger Unfälle mit erhitzen Batterien gegeben hat.

Rechtliche Konsequenzen drohen

Richterhammer

Unternehmen müssen die Fahrerunterweisungen stets in ihrer Gesamtheit dokumentieren. Anschließend muss der Fahrer das Dokument unterschreiben – erst dann wird alles in der Fahrerakte abgelegt. Besonders E-Autos stehen aufgrund der technischen Komponenten und den daraus resultierenden Gefahren im Fokus. Wer die Unterweisung unterlässt oder sie nicht delegiert, riskiert Geldbußen bis zu einer Million Euro oder Haftstrafen. Das gilt übrigens auch für die Fuhrparkleiter. Sicher sind Fuhrparkmanager, wenn Sie Mitarbeiter verpflichten, die gängigen Reiserichtlinien einzuhalten und sich bei der Übernahme des Autos einweisen zu lassen. Beim Carsharing sollten Unternehmen Ihre Mitarbeiter selbst einweisen und einzelne Modelle ausschließen.

Alles zu den Unfallverhütungsvorschriften

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Gefährdungsbeurteilung und Fahrerunterweisung bei E-Mobilität

Wer Elektrofahrzeuge im Fuhrpark nutzt, benötigt für die Nutzer auch eine Überprüfung der bisherigen Gefährdungsbeurteilung – und eine Anpassung der Fahrerunterweisung. Was Fuhrparkmanager darüber unbedingt wissen sollten und ob Schulungen notwendig sind, lesen Sie hier.

Gefährdungsbeurteilung und Fahrerunterweisung bei E-Mobilität: So geht’s

Elektrofahrzeuge sind im Straßenbild teilweise immer noch ein ungewohntes Bild. Weniger wegen ihres Aussehens, sondern deshalb, weil sie so leise sind, dass wir E-Autos nicht heranrauschen hören. Das ist aber nur ein Teilaspekt im Umgang mit den umweltfreundlichen Flitzern. Gerade in einem Fuhrpark ergeben sich durch die Anschaffung von Elektrofahrzeugen neue Aufgaben für die Verantwortlichen. Dazu zählen das Aufladen der Elektrofahrzeuge und die Installation geeigneter Ladeinfrastruktur auf dem Betriebsgelände. Zusätzlich erfordert die Nutzung von Elektrofahrzeugen eine Überprüfung und Anpassung der Gefährdungsbeurteilung für den Fuhrpark. Dieser Aspekt wiederum führt zu einer entsprechenden Anpassung der Fahrerunterweisung der Dienstwagennutzer von Elektromobilen.

Arbeitsschutz für Elektrofahrzeuge

Bislang gibt es keine Vorschrift, dass Lenker von Elektrofahrzeugen anders zu unterweisen wären als die Nutzer herkömmlicher Fahrzeuge. Deshalb gilt hier zunächst die allgemein gültigen Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes und der Betriebssicherheitsverordnung zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung fließen – wie gewohnt –in die Fahrerunterweisung ein.

Die Gefährdungsbeurteilung

Gibt es bei E-Fahrzeugen spezifische Gefährdungen, die bei konventionellen Antriebsformen nicht auftreten? Das kommt ganz auf die Umstände an – und die hat der Fuhrparkleiter zu ermitteln. Nach § 3 DGUV Vorschrift 1 muss der Unternehmer herausfinden, welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind bezüglich der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen entsprechend § 5 Abs. 2 und 3 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Im Klartext: Gefährdungsbeurteilungen sind zu überprüfen und anzupassen, falls sich die betrieblichen Gegebenheiten durch das neue Risiko Elektromobilität gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren verändert haben. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung fließen in die Fahrerunterweisung ein und bestimmen deren Inhalte.

Die Risiken sollten Sie kennen

  • Ladestation Zeichen
    Parkplatz für Elektroautos
    Fast geräuschlos: Wie bereits in der Einleitung beschrieben sind Elektrofahrzeuge aufgrund des lautlosen Elektroantriebs gar nicht oder nur spät zu hören. Fahrer sollten sich deshalb auf unerwartete Reaktionen von Fußgängern und Verkehrsteilnehmern einstellen. Seit dem 1. Juli 2019 müssen E-Fahrzeuge zum Schutz von Fußgängern bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h Geräusche von sich geben. Das sogenannte AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) produziert die Geräusche, die unterschiedlich ausfallen können.
  • Gewichtsverteilung: Die im Unterboden verbauten Batterien der Fahrzeuge können das Verhalten des Fahrzeugs maßgeblich verändern. Bremswegen können länger, Kurvenfahrten schwieriger werden. Die meisten aktuellen E-Autos schaffen zwischen 150 und 350 Kilometer mit einer Batterieladung. Das macht sie bislang ideal für den Stadtverkehr. Mehr als 500 Kilometer erreichen derzeit nur Modelle von Premiummarken. Das deutsche Öko-Institut hat eine Beispielrechnung aufgestellt: Bei 9.000 Kilometern im Jahr und einer Nutzungsdauer von acht Jahren können die Gesamtkosten beim E-Auto günstiger sein als bei einem Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb.
  • Vorsicht bei Eco Modus: Die meisten Elektrofahrzeuge verfügen über einen stromsparenden „Eco“-Knopf. Das Problem: Beim Druck auf den Knopf wird das Elektrofahrzeug plötzlich langsamer. Nachfolgende Fahrzeuge könnten auffahren. Beim Einschalten des Eco-Modus beschleunigt der Wagen wiederum, und das Fahrzeug könnte mit dem Vordermann kollidieren.
  • Achtung Spannung: E-Fahrzeuge haben Spannungen bis zu 800 Volt. Fahrer sollten keineswegs an den orangefarbenen Leitungen des Hochvoltsystems herumfummeln und nur geprüfte Ladekabel benutzen. Sonst riskieren sie einen elektrischen Schlag. Zusätzlich sollte jeder Kontakt zu ausgelaufenem Elektrolyt vermeiden werden.
  • Unfälle können riskant sein: Erste Pflicht ist Unfallhelfer und Rettungskräfte auf den Elektroantrieb hinzuweisen. Die verbauten Lithium-Ionen-Batterien enthalten Materialien mit hochentzündlichen Elektrolyten. Es kann bei Deformation der Batterie zu Erhitzung und einem „thermal runaway“ mit Ausgasen und Brand der Zellen führen. 
  • Lichtbogen und Stromschlag: Kommt man nach einem Unfall mit Hochvoltsystemen in Berührung kann dies durch Lichtbogeneinwirkung zum Stromschlag am menschlichen Körper führen. Lichtbögen entstehen z. B. bei Kurzschlüssen. Typische Unfallfolgen sind das Verblitzen der Augen durch starke UV-Strahlung sowie Verbrennungen 1. und 2. Grades der Haut. Deshalb sofort das Fahrzeug verlassen. Unter normalen Bedingungen geht bei Serienfahrzeugen von den verbauten Hochvolt-Komponenten keine elektrische Gefahr aus.
  • Im Brandfall: Lithium-Ionen-Energiespeicher sollten im Brandfall nur unter Atemschutz mit Spezialschaum gelöscht werden, wenn dies seitens der Herstellerfirmen nicht anders vorgegeben ist.
  • Sichtprüfung und richtige Schutzschalter: Auch Ladeeinrichtungen für Plug-in-Fahrzeuge müssen entweder mit einem FI-Schutzschalter (RCD) Typ B oder einem FI-Schutzschalter Typ A mit zusätzlicher Maßnahme zur Abschaltung bei DC-Gleichfehlerströmen geschützt sein. Ladestation sowie Ladekabel sollten keine erkennbaren Schäden aufweisen und in den Steckverbindungen darf sich kein Regenwasser befinden. Laufen beim Ladevorgang Elektroadapter heiß oder erhitzen sich Ladekabel stark, weist das auf einen Defekt hin und der Ladevorgang sollte unterbrochen werden.
  • Richtlinie einhalten: Beim Einsatz von Elektrofahrzeugen müssen Fuhrparkmanager beachten, dass die Ladekabel nebst Elektroadapter als bewegliche Arbeitsmittel durch Elektrofachkräfte auf Betriebssicherheit, Arbeitssicherheit und Verkehrssicherheit geprüft werden (Prüfungsgrundlage „ECE R 100“). Dem Nutzer eines Elektrofahrzeugs ist als technischem Laien ausschließlich eine Sichtprüfung auf eventuelle Defekte von E-Ladekabeln möglich.

Dokumentation

Entsprechend § 6 Abs. 1 ArbSchG werden das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die festgelegten Maßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung dokumentiert. Weiterführende Informationen bieten die DGUV Information 200-005 „Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen“ sowie die FAQ-Liste der AG „Handlungsrahmen Elektromobilität“.

Rechtliche Anpassung der Fahrerunterweisung an die Gefährdungsbeurteilung

Die eigentliche Fahrerunterweisung hat dann nach den folgenden Regeln zu erfolgen:

Ganz wichtig: Jeder Fahrer eines Dienstwagens sollte grundsätzlich nur nach einer zusätzlichen Unterweisung auf den Elektroantrieb umsteigen dürfen. Alle Besonderheiten und Eigenheiten des Fahrverhaltens lernen Fahrer nur im Rahmen einer technischen Unterweisung kennen. Die Überprüfung der standardisierten Arbeitsanweisungen auf fachliche Richtigkeit obliegt dabei immer einer fachlich qualifizierten Person.

 

Alles zum Thema Nachhaltigkeit im Fuhrpark

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Das richtige Verhalten am Unfallort

Mit einfachen Handlungen und Grundregeln können Ersthelfer Leben retten. 

Wenn Sie als Erster die Unfallstelle erreichen und erste Hilfe leisten, sollten auf keinen Fall falsche Ängste und falsches Handeln der Grund sein, nicht zu helfen. 

Bewahren Sie Ruhe und sichern als erstes die Unfallstelle ab, denken Sie dabei immer zuerst an ihre eigene Sicherheit und vergessen dabei nicht ihre Warnweste zu tragen und die Warnblinkanlage ihres Fahrzeugs einzuschalten. 

Stellen Sie zudem sicher, dass Sie nicht auf die Fahrbahn gelangen um sich und andere nicht zusätzlich in Gefahr zu bringen.

Das Warndreieck sollte ungefähr 100 Meter vom Unfallort entfernt platziert werden. Eine kleine Orientierungshilfe, der Abstand von zirka 2 – 3 Leitpfosten entspricht dieser Entfernung. Somit ist sicher gestellt, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig gewarnt werden und ihre Geschwindigkeit dementsprechend reduzieren. 

Im nächsten Schritt sollten die Rettungskräfte informiert werden, diese erreichen Sie unter 110 für die Polizei und 112 für die Feuerwehr und Rettungswägen. Falls Sie kein Mobiltelefon bei sich  haben, folgen sie bitte den schwarzen Pfeilmarkierungen auf den weißen Leitpfosten bis die nächste Notrufsäule erreicht ist. Sobald die Rettungsleitstelle antwortet gehen sie wie folgt vor.

Die Wichtigkeit der W-Fragen:

  • Wo ist der Unfall passiert? 
  • Was ist geschehen? 
  • Wie viele Verletzte sind zu versorgen? 
  • Welche erkenntlichen Verletzungen haben die Unfallopfer? 
  • Wer meldet den Unfall?

Nachdem dies erledigt wurde, kehren Sie zum Unfallgeschehen zurück und versuchen, sofern es möglich ist, die Verletzten hinter die Schutzplanke bzw. an den Fahrbahnrand zu bringen. Vergessen Sie dabei nie ihre eigene Sicherheit. 

Autounfall

Schnell handeln und richtig dokumentieren

Betreut werden sollten die Unfallopfer, eine Versorgung durch erste Hilfe Maßnahmen, wie Wiederbelebungsversuche und seelische Betreuung, der unter Schock stehenden Opfer ist unabdingbar und notwendig. Dies bitte unbedingt durchführen, bis die Rettungskräfte eintreffen und  ihnen unter Umständen weitere Anweisungen geben. 

Sind Sie selbst am Unfall beteiligt, sollten darüber hinaus die wichtigsten Daten aller Beteiligten aufgenommen werden. Das kann später hilfreich sein, wenn der Schaden der Versicherung gemeldet werden muss. Außerdem ist es sinnvoll, zusätzlich eine Skizze des Unfallhergangs anzufertigen und diese auch von allen Unfallbeteiligten unterschreiben zulassen. Bedacht werden sollte auch,  den Schaden binnen einer Woche bei der Versicherung zu melden.

Wenn vor Ort durch die Polizei alles geklärt wurde kann die Unfallstelle geräumt werden. Achten Sie bitte auf die Fahrtüchtigkeit des Fahrzeuges und lassen den Wagen  notfalls abschleppen falls dies nicht der Fall sein sollte. Das Warndreieck nicht vergessen. 

Denken Sie immer daran, so können Leben gerettet werden, frischen Sie ihr Wissen und ihre Erste Hilfe Kenntnisse regelmäßig auf, um im Ernstfall schnell, professionell und richtig handeln zu können. 

Protokoll zur Erstunterweisung von Fahrern

Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) schreiben vor, dass Mitarbeiter in neue Firmenwagen eingewiesen werden. Die Unterweisung muss die Gefahren der Nutzung des Firmenwagens beinhalten. Gleichzeitig sollten Sie den Fahrern das richtige Verhalten bei Unfällen erklären. Laden Sie das Protokoll zur Fahrererstunterweisung herunter, um die Unterweisung ordnungsgemäß zu dokumentieren. Nur so sichern Sie sich als Fahrzeugverwalter im Unternehmen ab und halten die UVV ein.

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