Unfallberichte schreiben – Anleitung für den Fuhrpark

Unfallbericht schreiben

Pro Tag ereignen sich auf deutschen Straßen über 8.000 Unfälle. Im Ernstfall erleichtert eine sachliche Dokumentierung des Unfallgeschehens die rasche Schadensregulierung und Ursachenanalyse. Besonders hilfreich sind Unfallbericht Mustervorlagen, die bei der Erstellung eines Unfallberichts unterstützen und die Effizienz des Schadenmanagements durch effektive Kommunikation optimieren. Einen Mehrwert bieten darüber hinaus Softwarelösungen für die Fuhrparkleitung, mit der sich laufende Kosten minimieren lassen.

So klappt das Unfallberichte schreiben

Ein Unfall mit dem Wagen der Firmenflotte ist schnell passiert. Als FahrerIn gilt es vorerst, am Unfallort Ruhe zu bewahren. Das richtige Verhalten ermöglicht die Erstellung eines sachlichen Unfallberichtes. Nach dem Aktivieren des Warnblinkers und dem Überstreifen der Warnweste sorgt das Warndreieck etwa 200 Meter vom Fahrzeug entfernt für mehr Sicherheit auf der Unfallstelle.

Grundsätzlich ist die Polizei für die Aufnahme der Unfalldetails vor Ort und Stelle erforderlich. Damit die Schadensabwicklung für alle Beteiligten so schnell wie nur möglich über die Runden geht, ist eine sachliche Erfassung sämtlicher W-Fragen für eine umfassende Unfalldokumentation wichtig.

Unfallbericht Schreiben

Kritische W-Fragen im Unfallbericht

Selbst bei kleinen Bagatellschäden ist eine neutrale und möglichst objektive Berichterstattung des Unfallgeschehens wichtig. Selbst nach langer Fahrerfahrung liegen die Nerven hier vermutlich blank. Mithilfe eines genormten Unfallfragebogens fällt es Beteiligten und Mitarbeitenden in der Regel leichter, einen roten Faden im Bericht zu finden. 

Damit dieser Fragebogen jedoch seinen Zweck erfüllt, müssen sämtliche kritische W-Fragen im Unfallbericht vorhanden sein:

  1. Wann und Wo: Datum, Uhrzeit und Unfallort
  2. Was: Geschehen
  3. Wer: Unfallbeteiligte und Personenanzahl
  4. Wie: Unfallhergang
  5. Welche: Unfallfolgen, Schäden und Verletzungen

Neben den W-Fragen sollte ein Unfallbericht folgende weiterführende Informationen zwingend enthalten:

  • Fotos und Unfallskizze
  • Fahrzeugskizze mit markierten Schäden
  • Führerscheindaten
  • Personenbezogene Informationen zu Fahrzeugführern
  • Personenbezogene Informationen zu Beteiligten und Zeugen
  • Versicherungsnummern der Beteiligten
  • Kennzeichen und Fahrzeugtypen
 

Grundsätzlich sollte die Anfertigung eines Unfallberichts direkt nach dem Geschehen erfolgen, da die Erinnerungen an den Hergang noch frisch sind und eine sachliche Neutralität gewährleistet ist. Damit dies für Mitarbeitende realisierbar ist, sollte jeder Wagen mit einem Schreibblock und einem Stift ausgestattet sein.

Sichere Abwicklung mit Unfallbericht Beispielen

Unfallbericht schreiben

Egal wie viele Straßenkilometer sich bereits angesammelt haben, ein Unfall wirft alle Beteiligten vorerst aus der Bahn. Allerdings kommt es gerade in den ersten Momenten nach einem Unfall auf eine sorgfältige Vorgehensweise an. Ist der Unfall noch genau im Gedächtnis, lässt sich der Schaden präzise ohne Abweichungen skizzieren. Ein Musterbericht hilft Mitarbeitenden vehement bei der Bearbeitung und Erstellung eines solchen Unfallberichts.

Durch die sofortige und genaue Dokumentation fällt die Schadensabwicklung für die Fuhrparkleitung deutlich einfacher. Ein solcher genormter Unfallbericht gehört zum Standardrepertoire eines jeden Firmenwagens der Flotte. Besonders praktisch sind dabei digitale Unfallberichte, mithilfe derer sich ein Bericht binnen weniger Sekunden auf dem Smartphone erstellen lässt. Per PDF lässt sich das Dokument unkompliziert an den Unfallgegner sowie die Flottenleitung des Unternehmens übermitteln, elektronisch erfassen und einfach weiterverarbeiten.

Für die Schadensabwicklung ist ein digitaler Bericht ein deutlicher Gewinn, da sich die Daten schneller einpflegen und an Versicherungen übermitteln lassen. Mit der richtigen Software ist gar eine völlig automatisierte Abwicklung kostensparend und effizient möglich.

Sensibilisierung von Mitarbeitenden zum schreiben von Unfallberichten

Es ist ratsam, Mitarbeitende in der richtigen Handhabung zu schulen. Eine Fahrzeugunterweisung gehört zu den elementaren Aufgaben einer Fuhrparkleitung. Hier lernen Mitarbeitende den ordentlichen Umgang mit einem Fahrzeug sowie das richtige Verhalten im Schadensfall. Unternehmen sind zu einer solchen Schulung rechtlich durch das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet.

Tipp: Anhand von Praxisbeispielen besteht die Möglichkeit, fehlerhafte Unfallberichte mit Mitarbeitenden zu analysieren und auszuwerten. Auf diese Weise steigt das Verständnis für zu vermeidende Fehler im Unfallbericht.

Eine Schulung ist dabei stets auf dem aktuellen Stand abzuhalten. Lerninhalte, wie etwa die Erstellung eines digitalen Unfallberichts, müssen einfach und verständlich weitergegeben werden. Um Ressourcen zu sparen und anderweitig gewinnbringend einzusetzen, helfen E-Learning-Systeme bei der automatischen Unterweisung von Mitarbeitenden.

Darüber hinaus können die Sensibilisierungen bezüglich hoher finanzieller Belastungen des Unternehmens aufgrund Schadensregulierung zielführend sein. Grundsätzlich liegt das größte Potential nach wie vor bei den Mitarbeitenden selbst. Durch entsprechende Anreize wie Bonussystemen bei schadensfreiem Fahren oder regelmäßige Fahrsicherheitstrainings lässt sich die Unfallquote deutlich reduzieren.

Optimiertes Schadensmanagement mit digitalem Tool

Das Ziel des Schadenmanagements besteht in der Instandhaltung der Flotte durch die Reparatur von Schäden und Abwicklung mit der Versicherung. Für ein erfolgreiches Schadensmanagement sind folgende Aspekte unerlässlich.

  1. Dokumentation: Mithilfe einer guten Fuhrparkverwaltungssoftware ist eine schnelle Auswertung sowie ein rasches Reporting der Schäden möglich. So lassen sich Kostentreiber identifizieren und Risikopotentiale minimieren.

     

  2. Abwicklung: Eine schnelle Abwicklung mit der Versicherung und Beauftragung von Gutachtern beschleunigt den Prozess.

  3. Unterstützung: Notfallkontakte für Mitarbeitende sollten jederzeit unterstützend zur Seite stehen und im Falle eines Unfalls als erste AnsprechpartnerIn fungieren.

  4. Reparatur: Ein weitreichendes Netz an Werkstätten und Abschleppdiensten beschleunigt die Reparatur. Mit Sonderkonditionen wie einer kostenlosen Fahrzeugabholung und einer professionellen Kostenkontrolle lassen sich anfallende Kosten senken.
 

Besonders hilfreich für das Schadensmanagement sind digitale Softwarelösungen. Sie ermöglichen eine ständige Überwachung der Fahrzeuge innerhalb eines Fuhrparks. Neben einer An- und Abfahrtskontrolle lassen sich Schäden am Smartphone oder Tablet erfassen. Einem Schadensbericht lassen sich direkt Bilder oder weiterführende Informationen beifügen, um die Schadensregulierung zu beschleunigen. Neben anfallenden Schäden sind innovative Tools zum digitalen Schadenmanagement in der Lage, auftretende Schäden und Kosten anzuzeigen.

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