Antrag auf die Korrektur der Besteuerung des geldwerten Vorteils

Firmenwagen werden in vielen Branchen immer beliebter und für Arbeitnehmer in Positionen wie dem Außendienst unentbehrlich. Der einzige Nachteil: Jede private Nutzung des Fahrzeugs gilt als sogenannter “geldwerter Vorteil” und muss wie ein Lohnzuschuss versteuert werden. Arbeitgeber wählen für Arbeitnehmer dabei oft die teurere Methode. Entwischen Sie jetzt der ‚Steuerfalle Firmenwagen‘ – mit dem Antrag auf Korrektur der Besteuerung des geldwerten Vorteils. Sie geben diesen einfach mit der Steuererklärung ab.

hier geht es zum Antrag zur Korrektur des geldwerten Vorteils

So versteuern Sie trotz Vorgabe vom Arbeitgeber mit dem Fahrtenbuch

Bei der Erstellung der Lohnsteuererklärung ist lediglich eine Beantragung gefragt: die Bitte um die Korrektur des geldwerten Vorteils. Dazu muss der Arbeitnehmer während des Jahres ein Fahrtenbuch ordnungsgemäß führen und dieses mitsamt der Berechnung des geldwerten Vorteils der Steuererklärung beifügen. Einen Musterantrag mit der Berechnungsvorlage können Sie hier herunterladen.

Noch ein Tipp: Mit einem elektronischen Fahrtenbuch ist der immense Schreibaufwand eines handschriftlichen Fahrtenbuchs kinderleicht vermieden. Die Kosten für das elektronische Fahrtenbuch kann der Arbeitnehmer außerdem als Werbungskosten geltend machen und damit bis zu 42 % der entstehenden Kosten sparen.

Hier Antrag zur Korrektur des geldwerten Vorteils herunterladen und Steuern sparen!

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Mehr zum digitalen Fahrtenbuch

Anstatt ein handschriftliches Fahrtenbuch zu führen, gibt es digitale Varianten wie von Vimcar. Das elektronische Fahrtenbuch zeichnet alle Fahrten automatisch auf. Der Nutzer muss die Fahrten im Nachhinein nur noch per Smartphone- oder Desktop-App kategorisieren. Dadurch spart er viel Zeit und verhindert Fehler. Das hilft bei der Anerkennung beim Finanzamt. 

Den geldwerten Vorteil von der Steuer zurückholen

Wer seinen Dienstwagen auch privat nutzt, muss ihn als geldwerten Vorteil versteuern. Die meisten Unternehmen wählen dafür die 1-Prozent-Regelung. Wer das Firmenfahrzeug nur selten privat verwendet, für den kann es aber sinnvoll sein, ein Fahrtenbuch für den geldwerten Vorteil zu führen. 

Will man seinen Dienstwagen lediglich dienstlich nutzen, sollte der Arbeitsvertrag die private Nutzung ausschließen. Dann muss man den geldwerten Vorteil nicht versteuern. Zum Ausgleich der Besteuerung von Sachbezügen kann man Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit der Entfernungspauschale als Werbungskosten abziehen.

Die 1-Prozent-Regelung ist für Arbeitnehmer oft überteuert

Bei der Firmenwagenversteuerung hat der Arbeitnehmer die Qual der Wahl zwischen zwei Methoden: der 1-Prozent-Regelung und dem Fahrtenbuch. Die 1-Prozent-Regelung berechnet die monatliche Steuerlast pauschal nach einem Prozent des Bruttolistenpreises. Je höher der Bruttolistenpreis, desto höher also auch die monatlich anfallende Lohnsteuer. Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kommen mit weiteren 0,03% des Bruttolistenpreises pro Kilometer hinzu.

Bei einem Firmenwagen mit einem Bruttolistenpreis von 40.000 Euro und einem täglichen Arbeitsweg von 15 Kilometer liegt der zusätzlich zu versteuernde geldwerte Vorteil also bei ganzen 580 Euro jeden Monat bzw. 6.960 Euro im Jahr.

Was ist die 1-Regelung in der Steuererklärung?

Bei der 1-Prozent-Regelung – auch Listenpreismethode genannt, wird bei der Berechnung der Einkommensteuer 1 Prozent des vollen Listenpreises eines Dienstwagens auf das Monatsgehalt aufgeschlagen. Dieser sogenannte geldwerte Vorteil erhöht das Bruttogehalt und dank der Steuerprogression auch den Steuersatz. Dadurch wird jeden Monat mehr Einkommensteuer gezahlt, was zu niedrigeren Nettolöhnen führt.

Das bedeutet, dass bei einem Bruttolistenpreis von beispielsweise 30.000 Euro pro Auto monatlich 300 Euro „mehr“ Lohn versteuert werden. Hinzu kommt eine Steuer von 0,03 Prozent des Bruttoinlandslistenpreises eines Pkws pro Kilometer zwischen Arbeits- und Wohnort.

Wer beispielsweise 20 Kilometer zum Büro fährt, muss monatlich 0,60 Prozent des Bruttolistenpreises als Einkommen versteuern. Dies gilt für alle privaten Reisen, wie zum Beispiel Urlaubsreisen oder Heimfahrten zum Mittagessen.

Einheitlicher Steuersatz nach der 1-Prozent-Regelung

Bei der Pauschalbesteuerung wird ein Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs der Steuer angerechnet. Daher wird die Pauschalbesteuerung auch als 1-Prozent-Regelung bezeichnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen handelt – in beiden Fällen wird der Listenpreis des Autos berücksichtigt.

Bei Gebrauchtwagen kann die 1-Prozent-Regelung deshalb teuer werden, weil der Berechnung nicht der tatsächliche Kaufpreis zugrunde liegt. Wenn beispielsweise ein Gebrauchtwagen für 21.000 Euro gekauft wird, sein Listenpreis aber 30.000 Euro brutto beträgt, beträgt die monatliche Steuerbelastung 300 Euro, nicht die offensichtlichen 210 Euro.

Die Pauschalbesteuerung ist bei besonders intensiver Nutzung ebenso nachteilig. Die Pauschalberechnung kann eine weitergehende private Nutzung implizieren, als dies tatsächlich der Fall ist. Dabei gilt: Je geringer der private Nutzen, desto eher ist die Fahrtenbuchbesteuerung die günstigere Variante.

Geldwerten Vorteil mit der Steuer zurückholen

Mit dem Fahrtenbuch können Fahrzeugnutzer den geldwerten Vorteil bei der Steuer zurückholen. Im Fahrtenbuch wird kilometergenau die tatsächliche Eigennutzung des Fahrzeugs erfasst und anschließend die exakte Steuerbelastung anteilig berechnet. Diese Methode ist besonders bei häufigen Geschäftsreisen sinnvoll, da der Nutzer nur für den tatsächlichen persönlichen Gebrauch bezahlt. Das Einsparpotenzial wird hier oft im vierstelligen Bereich gemessen.

Um Manipulationen vorzubeugen, stellen die Finanzbehörden jedoch bestimmte Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch für die Steuererklärung. Sind die Angaben gefälscht oder unvollständig, kann das Fahrtenbuch im schlimmsten Fall von den Behörden zurückgewiesen werden. Dadurch muss der Steuerzahler das Fahrzeug nach der 1-Prozent-Regelung bei der Steuerklärung nachsteuern und oft hohe Nachzahlungen leisten.

Alternative Fahrtenbuch: Zahlen Sie nur, was Sie tatsächlich fahren

ein handschriftliches Fahrtenbuch

Die Alternative ist das Dokumentieren jeder einzelnen Fahrt in einem Fahrtenbuch. Da Sie hier nicht pauschal, sondern nur die tatsächlichen Privatkilometer versteuern, fahren Sie mit dem Fahrtenbuch meist um einiges günstiger – mit einer potentiellen Ersparnis im vierstelligen Bereich. Trotzdem geben Arbeitgeber oft die 1-Prozent-Regelung vor. Denn diese spart im Vergleich mit dem Fahrtenbuch zwar keine Steuern, aber Bürokratie.

Ist die 1-Prozent-Methode vorgegeben, entsteht schnell der Irrtum, dass Sie nur mit einem möglichst günstigen Fahrzeugmodell Steuern sparen können. Doch dem ist nicht so. Jeder Arbeitnehmer hat das Wahlrecht im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung die Besteuerung anhand eines Fahrtenbuches zu beantragen. So kann er den zu hoch angesetzten geldwerten Vorteil korrigieren lassen. Somit ist die Fahrtenbuchmethode für Arbeitnehmer auch in diesem Fall mit dazugehörigen Vorschriften mögli

Die elektronische Fahrtenbuchmethode für Arbeitnehmer

Vergleicht man die 1-Prozent-Methode mit dem Fahrtenbuch, fällt schnell auf, dass letzteres mit einem deutlich höheren Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden ist. Das Fahrtenbuch muss lückenlos geführt werden, d. h. nach jeder Fahrt ist es notwendig relevante Daten wie die gefahrenen Kilometer und die Start- und Zieladresse einzutragen. Im Arbeitsalltag ist das oftmals unpraktisch, da es viel Zeit kostet. Die Fahrtenbuchmethode für Arbeitnehmer muss jedoch nicht mit einem hohen Aufwand verbunden sein. Abhilfe kann hier das Führen eines digitalen Fahrtenbuches schaffen. Dieses zeichnet alle für das Finanzamt relevanten Daten automatisch auf. Selbstständig durchzuführen ist nur noch die Kategorisierung der Fahrten, was mit wenigen Klicks erledigt werden kann.

Der geldwerte Vorteil nach dem Fahrtenbuch

Mit dem Fahrtenbuch lässt sich der tatsächliche geldwerte Vorteil genau und fair ermitteln, sodass Arbeitnehmer nicht für Privatfahrten draufzahlen, die sie nie getätigt haben. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer nach Ablauf des Jahres, die angefallenen Gesamtkosten des Betrieb-Fahrzeuges bescheinigen – von der Abschreibung bis hin zu Instandhaltung und Kraftstoffkosten.

Strecken Fahrtenbuch

Heruntergebrochen auf die Kilometerleistung des Fahrzeuges im Jahr und schließlich berechnet auf die gefahrenen Privatkilometer, ergibt sich der geldwerte Vorteil, der zu versteuern ist. Eine Anleitung zur Berechnung des geldwerten Vorteils nach der Fahrtenbuchmethode ist im Download enthalten. So kann statt mit der 1 Prozent Methode ebenfalls mit der Fahrtenbuchmethode als Arbeitnehmer versteuert werden. 

Was ist bei dem Fahrtenbuch und dem geldwerten Vorteil zu beachten?

Anstelle eines pauschalen Satzes von einem Prozent kann der Fahrzeugnutzer auch die tatsächlichen Aufwendungen als Sachbezüge ansetzen (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 EStG). Wer ein Fahrtenbuch verwendet, kann alle fahrzeugbezogenen Ausgaben steuerlich absetzen, einschließlich der jährlichen Fahrzeugabschreibung ohne Sonderabschreibung.

Grundlage der Bewertung ist nicht der Listenpreis, sondern die tatsächlichen Anschaffungskosten inklusive Umsatzsteuer. Bei einem Neuwagen kann von einer Nutzungsdauer von sechs Jahren ausgegangen werden. Bei Gebrauchtfahrzeugen ist die Restnutzungsdauer unter Berücksichtigung von Alter und Zustand des Fahrzeugs abzuschätzen.

Die Fahrzeugnutzer haben die Wahlfreiheit zwischen Fahrtenbuch und der Ein-Prozent-Regelung. Sie haben die Möglichkeit, zunächst mit ihrem Arbeitgeber zu vereinbaren, dass er die private Nutzung nach der Ein-Prozent-Abrechnungsmethode besteuert. Dann können die Fahrzeugnutzer dennoch die tatsächlichen Ausgaben in der Einkommensteuererklärung auf der Grundlage eines ordnungsgemäß geführten Fahrtenbuchs und Einzelbelegen melden. Dieses Fahrtenbuch müssen die Fahrzeugnutzer jedoch von Anfang an führen.

Fazit: Ohne großen Aufwand geldwerten Vorteil von Steuer zurückholen

Ein elektronisches Fahrtenbuch empfiehlt sich für alle, die Zeit beim Fahrtenbuchführen sparen möchten. Digitale Fahrtenbücher nehmen die Mühe des Notierens ab und erinnern die Nutzer, wenn eine Fahrtenkategorisierung fehlt. Vimcar ist ein Beispiel für ein Programm, das mit einer optionalen mobilen Komponente wie einer App auf einem Smartphone kombiniert werden kann. Die Anwendung registriert einzelne Fahrten und überträgt sie an die Software. Am Ende erstellt es selbstständig ein Fahrtenbuch für die Steuererklärung. Soft- und Hardware von Vimcar sind auf alle steuerlichen Anforderungen abgestimmte inklusive zehnjähriger Archivierungspflicht.

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