Mobilitätsmanager

Ein Mobilitätsmanager beschäftigt sich eingehend mit den Bewegungen von Personen in einem betrieblichen System bzw. im öffentlichen Raum. Hieraus errechnet er wichtige Daten, die schließlich bei der Verkehrs-, Infrastruktur- und Logistikplanung Anwendung finden. Die Aufgabe ist angesichts der vielen Parameter sehr anspruchsvoll. Mittlerweile sorgen aber computer- und GPS-gestützte Verfahren für eine Vereinfachung. Moderne Programme erkennen schneller, wo es Verbesserungspotenzial gibt.

Der Job der Mobilitätsmanager im kommunalen Raum

Beim Mobilitätsmanagement unterscheidet man zwischen den Städteplanern und den betrieblichen Mitarbeitern. Im kommunalen Bereich sind die Aufgaben extrem komplex. Man muss sich tiefgründig mit den Bewegungen in einer Stadt, u. a. von öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Fahrzeugen, Logistikern, Taxis und Fußgängern auskennen. Deren Verhalten wird tageszeitabhängig analysiert, um bspw. die Ampelschaltungen anzupassen und die Verkehrs- und Straßenplanung zu verändern. Viele Kommunen setzen für diese Zwecke auf GPS-Daten, die sich zumindest in den Bussen und Bahnen einbauen lassen. Die Verkehrsströme werden insgesamt erfasst und auf dem Bildschirm übersichtlich dargestellt. Nun kann ein professionelles Managementprogramm errechnen, wo es eher zu Stauungen kommt und wie diese am einfachsten aufgelöst werden.

Das betriebliche Mobilitätsmanagement: Fuhrparks organisieren

In Unternehmen mit einem großen Fuhrpark ist ein Mobilitätsmanager ebenfalls unverzichtbar. Er schaut sich die Wege und Nutzung der betriebseigenen Fahrzeuge an, wirft aber auch einen Blick auf Lieferketten. Ein besonders gern verwendetes Hilfsmittel für solche Berufsgruppen sind die Fahrtenschreiber. Diese halten fest, welcher Mitarbeiter ein Kfz wann genutzt und welche Strecken er zurückgelegt hat. Dadurch wird erkenntlich, wo Verbesserungen möglich sind. Bspw. kann es sein, dass nicht jeder Angestellte einen eigenen Dienstwagen benötigt. Durch das Sharing-Konzept lassen sich u. a. Anschaffungs- und Wartungskosten ebenso verringern wie die Miete für Parkflächen. Zudem sorgt eine konsequente Vernetzung der einzelnen Mobilitätsfaktoren für eine effizientere Planung, z. B. können bei genauem Hinsehen auf dem Rückweg von einem Lieferpunkt zurück zur Basis verschiedene Dinge erledigt werden. Zu den wichtigsten Zielen des Mobilitätsmanagements in einem Unternehmen gehören entsprechend:

  • Die Einsparung von Kosten
  • Die Motivation der Mitarbeiter zu steigern
  • Schaffung eines modernen Images
  • Arbeitswege kostengünstiger zu machen
  • Logistikwege effizienter zu gestalten

Welche Trends und Möglichkeiten eröffnen sich im Mobilitätsmanagement?

Bereits heutzutage werden Mobilitätsmanager zunehmend von technischen Systemen unterstützt. Was früher weitgehend per Hand oder zumindest ohne technologisch hochwertige Computerprogramme erledigt wurde, geht dank der Algorithmen wesentlich schneller. Nehmen wir das Beispiel des Fuhrparks und der Fahrzeugbewegungen. Die dort vorhandenen Poolfahrzeuge werden mittlerweile meist mit einem GPS-Sender versehen. Dieser teilt dem Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement in Echtzeit mit, wo sich das Auto befindet. Die Daten werden sofort ins System eingespeist und können nun verarbeitet werden. Die tiefgründige Analyse der Wege wird nun von einem smarten Programm vorgenommen. Es zeigt z. B. auf, wann die betriebsreichsten Zeiten für die Nutzung der Fahrzeuge sind und ob es Potenzial bei der Wegeplanung gibt. So lassen sich eventuell unnötige Wartezeiten vermeiden, indem man Touren außerhalb der Rushhour plant oder Erledigungen auf dem Rückweg abschließt. Auch die reine Zuteilung der Fahrzeuge lässt sich mit Hilfe der Technik einfacher gestalten. Ein „Buchungssystem“ kann so vom Mobilitätsmanagement in das Unternehmen eingeführt werden. Dieses ist von allen Mitarbeitern per App zugänglich. Diese können nun ein Fahrzeug ganz bequem über das Smartphone buchen. Dadurch entfallen viele aufwendige Schritte, die ein Mehr an Zeit, Arbeit und Kosten erfordern würden. Dazu gehören die Erstellung des Übergabeprotokolls und die händische Aufnahme der Daten in das System durch einen Fuhrparkverwalter. Ein guter Mobilitätsmanager kann des Weiteren auch progressive, umweltschonende Maßnahmen initiieren. So sind Dienstfahrräder für den Verkehr auf dem Unternehmensgelände oder kostenlose Shuttlebusse auf E-Basis sinnvolle Ideen, um die Prozesse in einer Firma maßgeblich zu verbessern.

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