Fahrermanagement

Alles rund ums Thema Fahrsicherheit und Fahrermanagement wird prinzipiell unterschätzt. Obwohl Fahrermanagement wenig kostet, hat es erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Das gilt auch für kleinere und mittlere Betriebe. Warum das Thema für den Fuhrpark so wichtig ist, erfahren Sie bei uns.

Mit den Mitarbeitern steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens. Sie garantieren mit ihrem Engagement und ihrer Mobilität Wachstum und Stabilität. Umso wichtiger ist es, dass die Fahrer auch schwierige Situationen meistern, wenn sie unterwegs sind. Nur mit einem regelmäßigen Fahrsicherheitstraining für die Fahrer leistet das Unternehmen die Grundlage für unfallfreies Fahren. In diesen Trainingseinheiten wird geschult, wie man sein Auto unter schwierigen Bedingungen steuert und in der Hektik des Verkehrs unbeschadet nach Hause kommt. Doch welche Vorteile bringen diese Maßnahmen aus Sicht des Fuhrparkmanagements mit sich? Und lohnt es sich auch für kleine Unternehmen? Die klare Antwort lautet ja!

Fahrsicherheitstraining – ein wichtiger Teil des Fahrermanagements

Fahrsicherheitstraining
Beim Fahrsicherheitstraining werden unter anderem Fahrmanöver getestet.

Wer weiß, wie sein Fahrzeug reagiert, der gleitet sicherer durch die Straßen. Denn im Fahrsicherheitstrainings lernt man neben Gefahren- und Zielbremsung, Kurven fahren, und der Bremswegschätzung viel über Fahrzeugphysik und die Unterstützung durch Fahrassistenzsysteme. Der Nutzen für den Fuhrpark ist eindeutig und eine sinnvolle Investition in die eigene Sicherheit. So kommt es seltener zu Schäden oder Unfällen an den Fahrzeugen. Reduziert sich die Schadenquote, sinken langfristig die Kosten des Fuhrparks und die Wirtschaftlichkeit steigt. Versicherungssummen können so eingespart werden, da diese im Flottenbereich in Teilen auf Basis der Schadenquote berechnet werden. Dabei lässt sich Fahrsicherheitstrainings für Mitarbeiter unbegrenzt als Betriebsausgaben verbuchen. Da in diesen Fällen ein direkter Bezug zur beruflichen Tätigkeit besteht, ist das Fahrsicherheitstraining zudem komplett steuerfrei.

Lesen Sie in folgendem Artikel, wie ein Training Ihren Fuhrpark schützt und Geld spart: Fahrsicherheitstraining 

Wirtschaftlichkeit erhöhen

Zusätzlich führt ein gutes Fahrsicherheitstraining zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und kann dazu beitragen, die Verschleißkosten für Reifen oder Bremsen zu reduzieren. Selbst für kleine Firmen dürfte damit klar sein, dass ein Fahrsicherheitstraining eine sinnvolle Maßnahme darstellt. Wenn die Fahrer nach dem Training in der Lage sind, zukünftig den Verbrauch nur um einen Liter pro 100 Kilometer zu senken, kommt viel zusammen. Bei einer Fahrleistung von 100.000 Kilometer pro Jahr sind das schon 1.000 Liter weniger Verbrauch, deren Ersparnis dem Unternehmen zugute kommt. Doch Wirtschaftlichkeit ist auch an anderen Faktoren messbar. Verschleiß- und Wartungskosten, Reparaturkosten und Schäden stellen ebenfalls wichtige Faktoren mit großem Einfluss auf das Betriebsergebnis dar. Zusätzlich wird die Wirtschaftlichkeit eines Fuhrparks auch durch seine Standzeiten definiert. Übermäßiger Verschleiß aufgrund einer nicht wirtschaftlichen Fahrweise führt in der Praxis stets zu hohen Ausfallkosten.

Erfahren Sie mehr zu dem Thema in folgendem Artikel: Wirtschaftliches Fahren

Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung

Die Margen im Transportbereich sinken, der Wettbewerb wird härter. Wer langfristig Erfolg haben möchte, sollte an allen Stellschrauben drehen, um die laufenden Kosten möglichst niedrig zu halten. Eine große Rolle spielt der individuelle Fahrstil bei der Optimierung des Fuhrparks sowie moderne Telematik-Lösungen, die bislang versteckte Einsparungspotenziale voll ausschöpfen. Eine große wirtschaftliche Stellschraube sind Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung. Mit ihr erhalten Fuhrparkmanager eine Möglichkeit, einzelne Fahrer objektiv zu vergleichen und zu bewerten. Das Ergebnis: Eine Vielzahl an Vorteilen für Unternehmen. Insgesamt fahren Mitarbeiter vorausschauender, gehen bewusster mit dem Firmenwagen um und tragen zum positiven Image der Firma bei.

Alles Informationen zur Analyse finden Sie in folgendem Artikel: Fahrstilanalyse

Wie eine Fahrerbewertung funktioniert, erfahren Sie hier: Fahrerbewertung

Fahrerkommunikation- und Motivation

Fahrer in Auto
Motivierte Fahrer sind wichtig für ein gutes Arbeitsklima.

Wer erfolgreich einen Fuhrpark verantworten will, muss auch professionell kommunizieren können. Nur so lässt sich Knowhow zwischen Vorgesetzten und Fahrzeugnutzern teilen. Damit alle wissen, was vermittelt werden soll, ist Transparenz von Anfang an wichtig. Das sollte sowohl über die direkte Ansprache wie auch über professionelle Online- und Offline-Tools passieren, wie etwa E-Learning-Angebote oder Tutorials. Generell gilt: Nur wer gut informiert, schult, motiviert und um Verständnis wirbt, wird erfolgreich sein. Gibt es einmal dicke Luft, hilft Verständnis und Empathie weiter. Die Motivation, die von der Fahrerkommunikation ausgeht, sorgt für positive Effekte. Nicht nur bei den Kollegen, sondern im gesamten Unternehmen. Belohnungskriterien für motivierte und gute Fahrer können völlig unterschiedlich sein. Boni, Urlaubstage oder finanzielle Zuwendungen: Die Aussicht auf einen Bonus und ein regelmäßig veröffentlichtes Fahrerranking führen zu geringerem Kraftstoffverbrauch und damit zu spürbaren Kostensenkungen im Fuhrpark. Der Reifen- und Bremsabrieb nimmt ab und der mittelfristig geringere Fahrzeugverschleiß erhöht den Leasingrestwert der Flotte. Das sollte Anreiz genug sein, um diese kleinen Maßnahmen des Fahrermanagements durchzuführen, die am Ende große Ersparnis für das Unternehmen bedeuten. 

Informieren Sie sich zu den Themen noch ausführlicher in diesen Artikeln: Fahrerkommunikation Fahrermotivation

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