Werbungskosten bei gemischt genutzten Fahrzeugen

Wird der Privatwagen für dienstliche Zwecke genutzt, kann der Arbeitgeber für die Dienstfahrten einen pauschalen Betrag erstatten. Wird anderenfalls der Dienstwagen auch für Privatfahrten genutzt, kann der Arbeitgeber eine pauschale Zuzahlung verlangen. Da die gemischte Nutzung eines Fahrzeugs häufig Grund für Reibereien zwischen dem Finanzamt und dem Steuerzahl ist, sei es als Arbeitgeber oder als Arbeitnehmer, erläutern wir im Folgenden die Möglichkeiten, geleistete oder empfangene Zuzahlungspauschalen steuerlich geltend zu machen.

Leistung einer Zuzahlung für die private Nutzung des Dienstfahrzeugs durch den Arbeitnehmer

Der Arbeitgeber stellt ein Dienstfahrzeug zur Verfügung, das auch für private Zwecke genutzt wird? Manchmal wird in diesem Fall eine betriebliche Zuzahlung vom Arbeitnehmer erhoben. Die anfallenden Zuzahlungen können vom Arbeitnehmer dann als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Berechnung der Nettolistenpreis zugrunde gelegt wird und das dieser über dem durch das Fahrtenbuch ermittelten Nutzungswert liegt.

Beispiel: Arbeitnehmer Schmidt leistet an Arbeitnehmer Meyer eine Zuzahlung in Höhe von 150 € zur privaten Nutzung des Dienstwagens. Insgesamt wird der Wagen zu 85 % für Dienstfahrten verwendet. Die 1%-Regel entspricht meist einer Privatnutzung von 30-35 %, deshalb kann Arbeitnehmer Schmidt Zuzahlungen  in Höhe von 150 € beim Finanzamt geltend machen.

Darüber hinaus gibt es auch individuelle Abmachungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, z.B. solche, dass der Arbeitnehmer nur für Tankgebühren aufkommt, während der Arbeitgeber die Anschaffung, die Versicherung und die Steuer bezahlt.

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Erstattung von Fahrtkosten mit dem Privatfahrzeug durch den Arbeitgeber

Nutzt der Arbeitnehmer sein privates Fahrzeug für dienstliche Fahrten, kann der Arbeitgeber ihm die entstandenen Aufwendungen in Form einer Pauschalvergütung steuerfrei erstatten. Hierbei handelt es sich stets um steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn. Dies gilt insbesondere, wenn bei der Erstattung weder die Anzahl noch die Fahrtstrecken der tatsächlich aufgeführten Fahrten berücksichtigt werden.

Beispiel: Arbeitgeber Meyer erstattet seinem Arbeitnehmer Schmidt einen pauschalen Betrag in Höhe von 150 € pro Monat für die Nutzung des privaten KFZ für betriebliche Fahrten. Schmidt fertigt keinerlei Aufzeichnungen über die tatsächlich durchgeführten Fahrten für betriebliche Zwecke, die er mit seinem Privatwagen unternimmt, an. Da die monatlich erstatteten 150 € steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn darstellen, könnte Arbeitnehmer Schmidt in seiner privaten Einkommensteuererklärung die einzelnen durchgeführten betrieblichen Fahrten nachweisen und mit 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer als Werbungskosten absetzen.

Keine Streitigkeiten dank Fahrtenbuch!

Pauschalzahlungen rund um den Dienstwagen sind noch immer Alltag in zahlreichen Unternehmen. Um den Verhandlungen und Streitigkeiten bzgl. Zuzahlungen und Erstattungen entgegen zu wirken, empfiehlt Vimcar den sicheren Nachweis über privat und dienstlich getätigte Fahrten mit dem Fahrtenbuch.

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