Fuhrpark Bilanz – soll oder haben?

Im Rechnungswesen wird zwischen beweglichem und unbeweglichem Anlagevermögen, materiellen und immateriellen Wirtschaftsgütern unterschieden. Die Berechnung aller Anlagengüter in der Bilanz hat Auswirkungen auf zahlreiche Faktoren: Die Handels- und Steuerbilanz dient Anlegern, Kreditgebern, Kunden und Lieferanten zur Information über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Die Steuerbilanz wird ausschließlich für das Finanzamt erstellt, damit dieses die Steuerlast berechnen kann. Doch welche Rolle der Fuhrpark in der Bilanz spielt, ist vielen nicht klar. Wie wird er darin aufgeführt, ist der Fuhrpark Anlage oder Umlaufvermögen – und was sollte man außerdem zum Thema Bilanz und Fuhrpark wissen?

Fuhrpark und Bilanz: Wo steht der Fuhrpark in der Bilanzposition?

Die Bilanz ist das Herzstück der firmeninternen Buchhaltung. Sie stellt Vermögensgegenstände dar und bildet so die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens ab. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung ist sie integraler Bestandteil der doppelten Buchführung. Das Fuhrpark Konto wirft dabei oftmals Fragen auf: Wo steht der Fuhrpark im Anlagevermögen, ist der Fuhrpark aktiv oder passiv?

Unter einem Fuhrpark wird die Gesamtheit alle Fahrzeuge gezählt, die im Besitz des Unternehmens sind, finanziert oder geleast wurden. Dazu gehören Pkw und Lkw für den Transport von Personen, Waren und Gütern, aber auch Nutzfahrzeuge wie Gabelstapler oder Landmaschinen. Auch das für den Betrieb der Flotte erforderliche Personal fließt mit in die Fuhrpark Bilanz ein.

Damit gehört der Fuhrpark in der Bilanz zum Anlagevermögen. Bei diesem handelt es sich per Definition um Wirtschaftsgüter, die dauerhaft im Betrieb verbleiben und das Geschäft aufrechterhalten. Auf der anderen Seite steht das Umlaufvermögen, zum Beispiel Waren, die mit dem Zweck angeschafft werden, sie zu verarbeiten und / oder weiterzuverkaufen.

Fuhrpark als Teil des Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird wiederum in verschiedene Kategorien aufgeteilt: Man unterscheidet zwischen beweglichem und unbeweglichem, abnutzbarem und nicht abnutzbarem sowie materiellen und immateriellen Wirtschaftsgütern. Hier kann es in der Buchhaltung zu Unklarheiten kommen: Wo steht der Fuhrpark im Rechnungswesen?

Die Unterscheidung zwischen beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögen ist vergleichsweise einfach: Mit ersterem sind in erster Linie Immobilien gemeint, mit letzterem unter anderem die Büroeinrichtung, Produktionsmaschinen und Fahrzeuge – und damit auch die Flotte. Die Fahrzeuge unterliegen einer Abnutzung, die in der Bilanz des Fuhrpark berücksichtigt wird. Bei Pkw beträgt sie sechs Jahre. Zugleich zählt der Fuhrpark zu den materiellen Wirtschaftsgütern: Damit sind alle physischen Gegenstände gemeint, während immaterielle Güter beispielsweise aus Lizenzen, Patenten oder Beteiligungen bestehen.

Bilanzreport auf Schreibtisch

Ist der Fuhrpark aktiv oder passiv?

In der Fuhrpark Buchhaltung ist außerdem die Unterscheidung zwischen Aktiv- und Passiv-Bestandskonto wichtig. Ein Bestandskonto geht aus der Bilanz hervor, umfasst folglich die Gegenüberstellung aller Vermögenswerte und Einnahmequellen. Wo steht der Fuhrpark im Konto und welche Auswirkungen hat das auf die Bilanz?

Aktiv- und Passivkonten lassen sich prinzipiell mit materiellem und immateriellem Anlagevermögen vergleichen. Passivkonten fassen zum Beispiel das Eigenkapital, Verbindlichkeiten aus Lieferungen oder Leistungen sowie Hypotheken zusammen.

Aktivkonten beinhalten alle materiellen Güter wie Gebäude, Maschinen, Inventar und eben den Fuhrpark. Dabei wird der Verkauf eines Fahrzeugs als Haben (Abgang), der Ankauf als Soll (Zugang) gebucht. Ein Beispiel: Der Buchungsposten „Fuhrpark an Bank“ umfasst einen Betrag X auf der Soll-Seite des Unternehmens sowie eben diesen Betrag auf der Haben-Seite der Bank. Er taucht etwa dann auf, wenn ein Fahrzeug gekauft und per Überweisung bezahlt wird.

Rechnung auf Notizblatt

Wie setzen sich die buchhalterischen Kosten im Fuhrpark zusammen?

Die Kosten des Fuhrparks setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dazu gehören die Beschaffung durch Kauf oder Leasing, die Nutzung (Wertverlust), Kraftstoffkosten, Aufwendungen für Unfallschäden inklusive Nutzungsausfall, Inspektion und Wartung sowie eventuellen Rückgabekosten. Hier spielt insbesondere die Wertminderung von Leasingfahrzeugen eine Rolle. Im Fuhrpark Rechnungswesen werden die verschiedenen Kostenkomponenten jeweils unterschiedlich gewichtet. So obliegt die Bilanzierung von Leasingfahrzeugen dem Leasinggeber. Lediglich eigene Flottenfahrzeugen fließen in die Fuhrpark Bilanzposition ein.

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