Ein Diebstahlschutz ist bei Fahrzeugen von großer Wichtigkeit. Jedes Jahr verschwinden in Deutschland tausende Autos, von denen die wenigsten wieder aufgefunden werden. Allein 15.037 kaskoversicherte Autos wurden dem ADAC zufolge 2018 in Deutschland gestohlen. Nicht nur private Fahrzeuge sondern, gerade auch Poolfahrzeuge und Firmenwagen sind vor Diebstahl nicht gefeit. Ein Fuhrpark ist nur schwer zu jeder Uhrzeit vor jedem unerlaubten Zugriff zu bewahren. Dass ein Dieb ein Fahrzeug entwendet, ist aus diesem Grund leider nicht selten. Ärgerlich ist dann nicht nur der Verlust, sondern die durch den Diebstahl entstehenden Verzögerungen im Betriebsablauf. Viele Fahrzeuge werden unmittelbar nach dem Diebstahl ins Ausland verbracht. Wenn die Autos als Ersatzteilspender dienen, bleiben sie verschwunden. Ein effektiver Diebstahlschutz bietet keine absolute Sicherheit. Dennoch handelt es sich um ein Hindernis, welches das Diebstahlvorhaben hemmen kann.

Kfz Diebstahlschutz

Hinter dem Begriff Diebstahlschutz verbergen sich verschiedene Maßnahmen, die eine unrechtmäßige Entwendung der Flottenfahrzeuge verhindern sollen. Es gibt dabei Schutzmaßnahmen, die fest in das Fahrzeug integriert sind. Andere werden vom Fahrer unmittelbar vor dem Verlassen des Autos angebracht oder aktiviert. Vor der Weiterfahrt erfolgt dann die Deaktivierung des Diebstahlschutzes.

Im Falle eines Diebstahls zahlt die Kaskoversicherung des Fahrzeughalters den Zeitwert, der durch einen Gutachter ermittelt wird. Um die Zahlung zu erhalten, sind verschiedene Maßnahmen für den Fahrzeugdiebstahlschutz vorgeschrieben. So können seit Jahren nur noch die Fahrzeuge gegen Diebstahl versichert werden, die mit einer Wegfahrsperre ausgestattet sind. Fehlt die Wegfahrsperre oder ist diese nicht aktiviert, dürfen die Versicherungen die Regulierung des Diebstahls ablehnen. Gleichermaßen muss das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Diebstahls verschlossen gewesen sein. Stellt sich heraus, dass der Fahrer oder der Halter nachlässig mit seinen Verpflichtungen rund um die Maßnahmen des Diebstahlschutzes umgegangen ist, kann die Versicherung die Zahlung ebenfalls verweigern. Es gibt in diesem Zusammenhang eine Vielzahl gerichtlicher Auseinandersetzungen, von denen die Urteile veröffentlicht wurden. In vielen Fällen bekommen die Versicherungen Recht, wenn der Halter oder der Fahrer mit seiner Pflicht, für einen ordnungsgemäßen Diebstahlschutz zu sorgen, grob fahrlässig umgegangen ist.

Maßnahmen zum Diebstahlschutz

Wegfahrsperre
Eine Wegfahrsperre ist am Reifen montiert.

Ein Fahrzeug kann mit verschiedenen Maßnahmen vor einem Diebstahl gesichert werden. Unterschieden werden Maßnahmen, die fest im Fahrzeug verbaut sind. Andere können zusätzlich angebracht werden. Während bei fest verbauten Elementen zum Kfz Diebstahlschutz darauf geachtet wird, dass diese im Fahrzeug unsichtbar sind, sollten manuelle Maßnahmen eine abschreckende Wirkung zeigen. Sie schützen das Fahrzeug, aber sie signalisieren auch, dass ein Diebstahl wirkungslos ist. Von Vorteil ist es, wenn verschiedene Maßnahmen parallel zueinander installiert werden. Mit jedem kleinen Detail, das dem Schutz vor Fahrzeugdiebstahl dient, wird die Fahrzeugsicherheit vor einem unrechtmäßigen Zugriff erhöht. Zwar zahlen die Versicherungen, wenn keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Doch der Halter des Fahrzeugs bekommt nur den Zeitwert erstattet. Im Fuhrpark bedeutet ein Diebstahl einen Fahrzeugausfall, der den Arbeitsablauf unterbricht. Da ein Fahrzeugdiebstahl in den meisten Fällen ein großes Ärgernis darstellt, gilt es, diesen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern. Die verschiedenen Maßnahmen können miteinander kombiniert oder einzeln eingesetzt werden.

Wegfahrsperre

Die Wegfahrsperre ist seit Jahren serienmäßig in allen Fahrzeugen integriert. Nur sehr alte Autos und Transportfahrzeuge verfügen nicht über eine Wegfahrsperre. Diese ist unsichtbar im Fahrzeug eingebaut. Sie wird mit dem Schlüssel über ein Signal entriegelt. Wird ein Zweitschlüssel verwendet oder die Zündung überbrückt, fährt das Fahrzeug nicht los. Mittlerweile gibt es jedoch Methoden, die Wegfahrsperre zu entsichern, sodass weitere Maßnahmen zum Schutz vor Diebstahl empfehlenswert sind.

Lenkradkralle

Die Lenkradkralle besteht aus einem schweren Metall. Das Material ist so hart, dass es nur mit schwerem Werkzeug zerteilt werden kann. Wie es der Name bereits sagt, wird die Lenkradkralle über das Lenkrad gelegt und angeschlossen. Es gibt verschiedene Varianten, die allesamt verhindern, dass ein aufgebrochenes und überbrücktes Fahrzeug gelenkt werden kann. Die Lenkradkralle dient auch der Abschreckung, denn sie wird deutlich sichtbar im Fahrzeug installiert.

Parkkralle

Die Anbindung der Parkkralle erfolgt an einem Rad des Fahrzeugs. Wird dieses bewegt, wird Luft aus dem Ventil abgelassen. Eine Fortbewegung des Fahrzeugs ist nicht mehr möglich.

Elektronische Möglichkeiten der Diebstahlsicherung

Eine klassische Alarmanlage, die mit der Hupe verbunden ist, kann eine effektive Diebstahlsicherung gewährleisten. Bei Berührungen oder Erschütterungen des Fahrzeugs wird die Alarmanlage ausgelöst. Das laute Geräusch erregt die Aufmerksamkeit der Umgebung. Ein möglicher Täter, der das Fahrzeug stehlen wollte, wird in den meisten Fällen in die Flucht geschlagen, weil er kein Aufsehen erregen möchte. Alarmanlagen können zur Ausstattung des Fahrzeugs zählen oder nachträglich integriert werden. 

Moderne Überwachungssysteme erlauben, ein Fahrzeug zu orten oder seine Bewegung zu verfolgen. So können GPS-Tracker unsichtbar in dem Auto installiert werden. Sie werden mit einem virtuellen Zaun (Geofencing) programmiert. Wird dieser Zaun verlassen, schlägt das Fahrzeug Alarm. Die Fahrzeugortung ist eine nützliche Hilfe für die Sicherheit des Fuhrparks. Mithilfe von genauen Koordinaten, weiß der Fuhrparkleiter über den Verbleib der Fahrzeuge jederzeit Bescheid.

So funktioniert der GPS Diebstahlschutz

Ein digitaler Bewegungsmelder dient als Diebstahlschutz indem er eine Benachrichtigung heraus schickt, wenn ein Fahrzeug aus einem Gebiet entwendet wurde.
Einblick in einen digitalen Bewegungsmelder.

Mithilfe von Satelliten- und Mobilfunksignalen, mit denen das GPS-Modul des Diebstahlschutzes ausgestattet ist, kann der Fuhrparkleiter die Standorte der Flottenfahrzeuge ermitteln Dieses Modul für den GPS-Diebstahlschutz ist unauffällig im Fahrzeug eingebaut – häufig als Teil eines OBD-Steckers oder einer Telematik-Box, die beide im Idealfall mit einer eigenen SIM-Karte ausgestattet sind. Die doppelte Absicherung hilft bei der bestmöglichen Dokumentation des Standorts Ihres Fahrzeugs. 

Zu der Hardware gehört eine Software, eine Mobil- oder Web-App, in der der Fuhrparkleiter die Koordinaten der Fahrzeuge abrufen kann. Der Diebstahlschutz kann dort genau eingerichtet werden. Ein bestimmtes Gebiet oder eine Zone, beispielsweise der Firmenparkplatz, wird als sogenannter Geofence festgelegt. Wird ein Fahrzeug aus dieser Begrenzung hinaus bewegt, erhält der Fuhrparkleiter innerhalb weniger Minuten von einem Bewegungsmelder eine Warnung und kann reagieren. Bei einem GPS Diebstahlschutz ist es meist auch möglich einen Zeitrahmen festzulegen, in dem gewarnt werden soll – beispielsweise außerhalb der regulären Geschäftszeiten. Wenn das Unglück dann tatsächlich einmal eintritt und ein Fahrzeug gestohlen wird, kann es mithilfe der Fahrzeugortung ausfindig gemacht werden. Die gefundenen Koordinaten können dann an die Polizei weitergeleitet werden. Da der GPS-Diebstahlschutz mit dem Stecker gut getarnt und unauffällig eingebaut ist, fällt dem Dieb nicht auf, dass er entlarvt wurde – bis es zu spät ist.

Broschüre zum Diebstahlschutz mit Fleet Geo

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Diebstahlsicherung von Autos und Maschinen auf der Baustelle

GPS Diebstahlschutz einer Baumaschine
Auch Baumaschinen können durch Bewegungsmelder vor Diebstahl geschützt werden.

Ein Fallbeispiel der Diebstahlsicherung: Bauunternehmen haben teure Spezialmaschinen oder Fahrzeuge auf Baustellen über Nacht stehen. Es lohnt sich nicht, diese nach der absolvierten Arbeitszeit auf das Betriebsgelände zurück zu bringen. Oft ist der Weg zu weit und es lässt sich so Sprit- und Zeit sparen. Deswegen ist die Diebstahlsicherung der Autos und Maschinen besonders wichtig. Es kann nur so verhindert werden, dass diese über Nacht nicht entwendet werden. Um Autos vor Diebstahl zu schützen, lässt sich Software mit Bewegungsmeldern einfach einsetzen. Der Fuhrparkleiter installiert die Geräte an den zu sichernden Fahrzeugen und erstellt dann Zeit- und Gebietsfenster. Auf einer Baustelle könnte z. B. ein Zeitfenster von 18:00 bis 07:00 sinnvoll sein. Als Gebietsfenster wird ein Radius angegeben, der die Baustelle beinhaltet. Wird das Fahrzeug nun unerlaubt nach 18 Uhr bewegt, erhält der Fahrzeugverwalter sofort eine Benachrichtigung per E-Mail oder Push-Nachricht auf sein Handy. Er kann jetzt unverzüglich handeln und die Polizei alarmieren. Der gleiche Prozess des Kfz Diebstahlschutzes gilt auch für Baumaschinen. Oftmals reicht schon eine Batterie oder ein Motor in der Maschine, um ein Gerät mit Bewegungsmeldern anzuschließen.

Video zum Diebstahlschutz im Fuhrpark

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