UVV Prüfung von Lkw

Neben der Hauptuntersuchung eines Fahrzeuges ist die UVV Prüfung bei Lkw relevant. Im Rahmen der UVV Prüfung bei Lkw sollen typischerweise auftretende Gefährdungen minimiert, idealerweise vollständig vermieden werden. Sie ist damit eine wesentliche und wichtige Aufgabe des Fuhrparkmanagers in Unternehmen und Logistikbetrieben. Die Unterweisung ist einmal im Jahr vorgeschrieben und sollte eine Reihe von Inhalten vermitteln. Im Sinne einer effektiven und effizienten UVV Prüfung werden dafür häufig weitere Bereiche hinzugezogen.

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Inhaltsverzeichnis

UVV bei Lkw: Hintergründe und Gesetzeslage

Die Fahrzeugprüfung und Unterweisung für Lkw Fahrer ist für die Sicherheit wesentlich. Sie soll sicherstellen, dass das Fahrzeug technisch in Ordnung ist und niemanden gefährdet. Das Ziel der Unterweisung für den Lkw Fahrer ist es, dass er die Lkw-spezifischen Besonderheiten des Fahrzeugs kennt und dieses betriebssicher beherrscht. Dabei gilt: Je größer der Fuhrpark und je mehr unterschiedliche Fahrzeuge zur Verfügung stehen, desto komplexer ist die UVV Prüfung für Lkw.

Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) ist in der DGUV-Vorschrift 70 eindeutig definiert. Sie schreibt die Führerscheinkontrolle, die Fahrerunterweisung und die Fahrzeugprüfung vor – letztere wird in Paragraf 57 DGUV Vorschrift 70 ausführlich beschrieben.

Demnach müssen Fahrzeuge mindestens einmal im Jahr durch einen Sachkundigen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden. Dabei ist es unerheblich, ob das Fahrzeug als Service- oder Poolfahrzeuge ausschließlich dienstlich eingesetzt wird oder die Nutzung als Privatfahrzeug erlaubt ist. Lediglich reine Privatfahrzeuge sind von der Regelung ausgenommen.

Vorschriften für die UVV für Lkws

Die Unterweisung für den Lkw Fahrer basiert auf verschiedenen rechtlichen Grundlagen:

Der Arbeitgeber muss demnach die Sicherheit und Gesundheit des Fahrers sicherstellen und diesen ausreichend sowie umfangreich unterweisen. Dafür müssen die Informationen stets auf dem aktuellsten Stand sein. Es ist außerdem notwendig, die Unterweisung zu dokumentieren und regelmäßig zu wiederholen.

UVV Prüfung Lkw

Unterbleibt sie, drohen empfindliche Strafen. Es können Bußgelder in Höhen von bis zu 10.000 Euro verhängt werden. Im Falle eines Unfalls gibt es zudem keine Übernahme von Schäden durch die gesetzliche Unfallversicherung. Bei Auswahl- oder Aufsichtsverschulden sind Bußgelder von bis zu einer Million Euro möglich.

UVV Lkw: Warum sollte die Unterweisung protokolliert werden?

Die jährliche Fahrerunterweisung und Fahrzeugprüfung sind zu dokumentieren – und das hat gute Gründe. Nur mit einer vollständigen Dokumentation lässt sich im Falle eines Unfalls oder einer Überprüfung nachweisen, dass der Fuhrpark beziehungsweise das Unternehmen seine Pflicht der UVV Prüfung beim Lkw erfüllt hat. Das hat nicht zuletzt Folgen für Versicherungszahlungen. Das Protokoll kann in Form eines Prüfberichts, einer -kartei oder eines -buchs erstellt werden. Unbedingt umfassen muss es den Namen des Prüfers, das Datum der Unterweisung und deren Umfang. Schäden, Mängel oder eine anstehende weitere (Teil)prüfung werden ebenfalls festgehalten. Der Prüfbericht muss nach Erstellung von einem Sachverständigen oder dem Fahrzeugverwalter abgenommen werden.

Vorlagen für die UVV für Lkw

Um die UVV Prüfungen für Lwks sowie Mitarbeiter Schulungen und die Erstunterweisung der Fahrer richtig zu dokumentieren, gibt es Vorlagen und Formulare. Sie helfen dabei, die UVV Vorschriften richtig für die Unterlagen zu protokollieren. Unter anderem erhalten Sie Protokolle für die Erstunterweisung Ihrer Fahrer, tägliche und jährliche Fahrzeugkontrolle, einen Ladungssicherungsrechner und viele mehr. 

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Die UVV-Prüfungen im Überblick

Im Fuhrpark stehen regelmäßig zahlreiche Prüfungen an: zur Hauptuntersuchung (TÜV) kommen Inspektionen und Reifenwechsel. Und das ist nicht alles. Die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie verpflichten zu Kontrollen, die über TÜV, Inspektionen und Co. hinausgehen. Unterbleiben sie, drohen Bußgelder in empfindlichen Höhen, im schlimmsten Fall geht der Versicherungsschutz verloren. Was steckt hinter der UVV Prüfung und warum sollte zusätzlich eine jährliche Unterweisung für Lkw Fahrer erfolgen?

Was ist eine UVV Prüfung? Begriffsdefinition und Hintergründe

Regelmäßige UVV-Prüfungen haben das Ziel, Unfälle zu verhüten und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu verbessern. Die Unfallverhütungsvorschriften werden unter dem offiziellen Kürzel DGUV Vorschrift 70 sowie DGUV1 durch die Berufsgenossenschaften veröffentlicht. Sie besagen, dass gewerblich genutzte Fahrzeuge einer regelmäßigen Prüfungspflicht durch einen Sachverständigen unterliegen. Ausgenommen sind Privatwagen, die (auch) zu dienstlichen Zwecken eingesetzt werden.

Welche Maßnahmen umfasst die Prüfung?

Die UVV für Fahrzeuge ist einmal jährlich vorgeschrieben. Hierbei wird der betriebssichere Zustand unter die Lupe genommen. Für die Einhaltung der UVV Prüfung ist der Fahrzeughalter verantwortlich; im Fuhrpark ist das in aller Regel das Unternehmen selbst. Erhoben werden alle Faktoren, die für das sichere Führen des Fahrzeugs relevant sind. Dazu zählen die folgenden Aspekte:

  • Prüfung von Bremsen und tragenden Komponenten
  • Prüfung von Lenkung und Hydraulik
  • Kontrolle des Innenraums auf lose oder fehlende Teile
  • Außenkontrolle (Beleuchtung und Beschilderung)
  • UVV Prüfung der Bereifung
  • Kontrolle der Vorrichtungen zur Ladungssicherung
  • Vorhandensein von Schutzkleidung wie Warnwesten
  • Prüfung der Funktionsfähigkeit von Gurten, Signalgebern und Anzeigen

Das erfolgreiche Abschneiden der UVV Prüfung wird durch eine Plakette dokumentiert. Darüber hinaus erstellt der Sachverständige einen Prüfbericht, in dem sämtliche Ergebnisse aufgelistet sind. Er dient als Nachweis über die erfolgte UVV des Fahrzeugs.

UVV Prüfung der Fahrzeuge vor & während der Fahrt

Ebenfalls zur Prüfung gehört nach der DGUV Vorschrift 70 die Kontrolle durch das Fahrpersonal vor und während jeder Fahrt. Hier sollten folgende Punkte abgedeckt werden:

  • Sicherstellung des schadenfreien Zustands des Fahrzeugs
  • Vorhandensein von Sicherheitsstandards wie Warnweste, Erste-Hilfe-Kasten, ggf. notwendige Schutzkleidung
  • Funktionsprüfung von Bremsen und Beleuchtung
  • Überprüfung des Reifenzustands
  • Überprüfung des Tankinhalts
  • korrekte Sicherung der Ladung

Wer darf die UVV Prüfung durchführen?

Die jährliche UVV Prüfung im Rahmen der Unfallverhütungsvorschrift ist von einem geprüften Sachverständigen durchzuführen. Dazu kommt die tägliche Pflicht des Fahrers, sich über den ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeugs vor Arbeitsantritt – und gegebenenfalls im Laufe des Tages – zu vergewissern. Der Halter ist darüber hinaus ebenfalls in der Pflicht, regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfungen vorzunehmen.

UVV Lkw Fahrzeuge

Sachverständige

In großen Betrieben kann es sich lohnen, einen hauseigenen Sachverständigen selber auszubilden oder zu beschäftigen. Das ist in der Regel nur dann vorteilhaft, wenn große Flotten zu verwalten sind. Für kleinere Carpools, kleine und mittelständische Unternehmen ist die Prüfung mit weniger Aufwand verbunden, wenn sie im Zuge der ohnehin fälligen Hauptuntersuchung / und oder im Rahmen der jährlichen Inspektionen mit erledigt wird. So entfallen insbesondere längere beziehungsweise doppelte Ausfallzeiten – und die kosten schließlich letztendlich Geld. Dabei ist zu beachten, dass die Hauptuntersuchung nicht wie die UVV Prüfung jährlich, sondern nach Erstzulassung im Turnus von drei, anschließend von zwei Jahren fällig ist. Die UVV-Vorstellung sollte daher auch im Rahmen der Inspektion erledigt werden.

Welche Pflichten hat der Fahrzeughalter über die UVV Prüfung hinaus?

Die Betriebssicherheit ist für Flotten- und Poolfahrzeuge essenziell. Regelmäßige Kontrollen bewahren nicht nur vor hohen Bußgeldern, sondern sorgen auch für die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden. Neben der UVV Prüfung seitens des Sachverständigen ist auch eine jährliche Unterweisung für Lkw Fahrer von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben. Sie stellt den versierten Umgang mit dem Fahrzeug sicher und zeigt potenzielle Gefahren auf. Auch hier gilt: Das Unterlassen kann mit Geldbußen und dem Verlust des Versicherungsschutzes einhergehen. Obwohl die Unterweisung seitens der Fuhrparkleitung verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt, sollte sie keinesfalls unterbleiben – schließlich steht die Sicherheit der Mitarbeiter dabei im Fokus.

Lkws

UVV für Lkw: wo liegen die Besonderheiten?

Unterschiedliche Fahrzeuge erfordern eine jeweils unterschiedliche Fahrerunterweisung. Bei der UVV für Lkw Fahrer spielt beispielsweise die Ladung eine wichtige Rolle. Die Art der transportierten Waren und das Gewicht haben Einfluss auf das Fahrverhalten, gegebenenfalls auch auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit, auf die Straßennutzung oder die gefahrene Strecke. So gelten beispielsweise für Gefahr- und Schwerguttransporter besondere Regeln. Und zur Ladung gehören nicht nur die Gegenstände auf dem oder im Anhänger. Etwa eine im Fahrerhaus gelagerte Werkzeugkiste zählt ebenfalls dazu. Sie kann im Zweifelsfall zu einer Überladung führen.

 

Teil der UVV Prüfung: Anhänger & Ortungssysteme

Auch das An- und Abkoppeln von Anhängern erfordert spezielles Wissen, ebenso wie das Einparken. Die Lkw Unterweisung unterscheidet sich daher in zahlreichen Punkten von den Pkw-UVV.

Zu einer ordnungsgemäßen und vollständigen UVV Prüfung für Lkw gehört auch die Einweisung in die Nutzung von GPS-Ortungssystemen für Lkw beziehungsweise digitalen Tachografen. Diese zeichnen Lenk- und Ruhezeiten auf – und der Fahrer sollte mit den entsprechenden Vorschriften vertraut sein.

Neuerung zum Schutz von Radfahrern

Transportiert werden müssen bei einer UVV Prüfung beim Lkw aktuelles Wissen sowie Änderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO). So wurde etwa im Frühjahr 2020 eine Neuerung eingeführt, die Unfälle zwischen Lkw und Radfahrern minimieren soll. Laut Paragraf 9 Absatz 6 StVO muss ein Kraftfahrzeug mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 Tonnen beim Rechtsabbiegen Schritt fahren, sofern mit geradeaus fahrendem Radverkehr zu rechnen ist – eine Information, die im Zweifelsfall Leben rettet und zumindest den Fahrer vor Bußgeldern schützt. Dazu kommt: Unterblieb die Einweisung und es kommt zu einem Unfall mit Personenschaden oder gar Todesfolge, bleiben Schadenersatzzahlungen am Fahrer hängen, da die Unfallversicherung sich weigern kann, diese zu übernehmen.

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