Antrag zur Förderung der Digitalisierung der Pflege

Das Pflegestärkungsgesetz (PpSG) ist zum 01.01.2019 in Kraft getreten mit dem Ziel, die Pflegebranche zu entlasten und zu unterstützen. Das Gesetz wird auch als Sofortprogramm Pflege bezeichnet. Pflegekräfte sollen bessere Arbeitsbedingungen und Einrichtungen mehr Personal bekommen. Teil des Gesetzes ist die Möglichkeit für Betriebe, Fördermittel zur Digitalisierung zu erhalten.

→ zum Antrag für die Fördermittel zur Digitalisierung

Inhaltsverzeichnis

Das Pflegestärkungsgesetz im Überblick​

Justitia StatueDas Pflegestärkungsgesetz hat das Ziel, die Gesamtsituation in der Pflege zu verbessern. Nachdem die Bundesregierung im Jahre 1995 erstmals die Pflegeversicherung eingeführt hatte, gab es aufgrund der angespannten Situation in allen Bereichen der Pflege dringenden Handlungsbedarf. Die Gesamtsituation kann in vielen Regionen Deutschlands als schwierig bezeichnet werden. Es gibt häufig zu wenig Pflegepersonal. Die Bezahlung ist oftmals schlecht, die Arbeitszeiten ungünstig. Darunter leidet die Qualität der Pflege. Dies betrifft vor allem die Pflegeheime, von denen viele unterbesetzt sind. 

Bevor eine professionelle Pflege gewährt und von der Pflegekasse bezahlt wird, ist die Anerkennung eines Pflegestatus notwendig. Auch hier gibt es große Defizite, weil das Prozedere der Anerkennung eine lange Zeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus beklagen viele Betroffene, dass die Gesetze zu streng ausgelegt sind und dass eine Pflegestufe sehr zurückhaltend erteilt wird. Alle Probleme rund um die Organisation und die Durchführung der Pflege werden im Pflegestärkungsgesetz aufgegriffen. Es gilt, mit einem Sofortprogramm für die Pflege die Situation für alle Betroffenen kurzfristig zu verbessern.

Der Antrag zur Förderung der Digitalisierung​​

Antrag Förderung Digitalisierung Pflege
Das Merkblatt zum Antrag erhalten Sie beim Download.

Um mehr Informationen zu dem Pflegepersonalstärkungsgesetz zu erhalten, laden Sie folgendes Merkblatt herunter. Das Merkblatt beantwortet Ihnen wichtige Fragen zu dem Antrag des Fördermittels. Gleichzeitig erhalten Sie hier eine Checkliste, die Ihnen dabei hilft an alle Aspekte der Beantragung zu denken.

Außerdem mit dabei: ein vorgefertigter Antrag auf Fördermittel von einem elektronischen Fahrtenbuch und von einer Fuhrparksoftware. Sie können die Vorlagen nutzen, um das elektronische Fahrtenbuch oder die Fuhrparksoftware von Vimcar zu beantragen. Oder Sie füllen den Antrag neu aus, um für eine andere Lösung Fördermittel zu erhalten.

Vor dem Einreichen des Antrags sollten Sie unbedingt prüfen, ob Sie noch weitere förderungsfähige Produkte in den Antrag einbeziehen können oder wollen. Wir empfehlen Ihnen außerdem, sich die Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes zur Förderung der Digitalisierung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen durchzulesen, um einen detaillierten Eindruck des Programms zu erhalten.

Maßnahmen des Sofortprogramm Pflege

Förderung von Digitalisierung in Pflegebetrieben​

Ein besonderer Punkt des Sofortprogramms Pflege ist die Förderung der Digitalisierung der Pflege. Die Pflegeversicherung unterstützt Pflegeeinrichtungen über die anteilige Finanzierung einer technischen oder digitalen Ausrüstung. Egal ob ambulant oder stationär – eine digitale Lösung kann Pflegeinrichtungen enorm unterstützen. Pro Einrichtung kann eine 40-prozentige Finanzierung von 12.000 Euro bis zu 30.000 Euro erfolgen. 

Routendokumentation in Vimcar Fleet
Tourenplanung mit der Fuhrparksoftware Vimcar Fleet

Eine digitale Lösung unterstützt Einrichtungen in den alltäglichen Aufgaben und optimiert die Prozesse. Neben der Verwaltung und Personalplanung kann Software bei automatischen Kostenanalysen sowie Dienst- und Tourenplanung helfen. Ein Beispiel ist das Einsetzen einer Fuhrparkmanagement Software. Diese hilft Pflegeeinrichtungen dabei, Fahrzeuge zu koordinieren. Firmenfahrzeuge sind im Alltag unentbehrlich, denn nur mit ihnen kann das Personal Patienten flexibel und schnell erreichen, sei es auf im Voraus geplanten Touren oder bei kurzfristigen Einsätzen. Gleichzeitig stellen die Fahrzeuge aber einen großen Kostenfaktor dar. Ausgaben wie der Kraftstoff, Reparatur und die Wartung sind kostspielig, können aber durch eine Fuhrparksoftware überschaut und optimiert werden. Entscheiden Sie sich dazu, eine Fuhrparksoftware für Ihre Einrichtung anzuschaffen, sollten Sie einen Antrag auf Fördermittel einreichen. So stellen Sie sicher, dass Sie die Möglichkeit auf die anteilige Finanzierung bekommen.

Bessere Betreuung von pflegebedürftigen Menschen​

Im Mittelpunkt der drei bislang auf den Weg gebrachten Pflegestärkungsgesetze steht die bessere Betreuung aller Menschen, die einen Pflegebedarf haben. Dabei handelt es sich nicht nur um ältere und kranke Menschen. Auch Pflegebedürftige, die von einer Behinderung betroffen sind, werden in die Leistungsgesetze einbezogen. Im Mittelpunkt steht der Patient. Er soll im Idealfall selbst entscheiden können, ob er die notwendige Pflege zu Hause oder in einer Einrichtung in Anspruch nehmen möchte. Mit dem Sofortprogramm Pflege soll außerdem erreicht werden, dass der Aufwand für die Beantragung von Pflegeleistungen nicht mehr so hoch ist. Leistungen sollen für die Menschen, die einen akuten Bedarf haben, schnell und ohne viel Aufwand auf den Weg gebracht werden. Ziel ist es, dass jeder Pflegebedürftige die für seinen Bedarf beste Betreuung bekommt.

Ausbau der häuslichen Pflege​

Viele Menschen wünschen sich im hohen Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu Hause. Da Heimplätze knapp sind, gilt es, die häusliche Pflege zu optimieren und auszubauen. Dieses Ziel wurde im Sofortprogramm für die Pflege fest verankert. Darüber hinaus sollen mehr Heimplätze geschaffen werden. Im Hinblick auf den demographischen Wandel steht die Gesellschaft vor Voraussetzungen. Es wird immer mehr ältere Menschen geben, die einen Pflegebedarf haben. 

Weitere Neuerungen des Sofortprogramm Pflege

Krankenschwester

1. Neue Pflegestellen: Das Sofortprogramm Pflege unterstützt den Pflegebereich durch die Erschaffung von 13.000 neuen Pflegesetellen in stationären Pflegeinrichtungen. So soll der akute Mangel an Pflegekräften bekämpft werden. Die Belastung des bestehenden Personals ist hoch – oft bleibt nicht die notwendige Zeit für die Pflege einzelner Patienten. Dank des Gesetzes werden neue Stellen zur Unterstützung geschaffen.

2. Neue Personaluntergrenzen: Das Gesetz soll dem Personal mehr Zeit für die Versorgung einzelner Patienten sicherstellen. Krankenhäuser müssen daher ein Mindestpersonal einsetzen. Das verhindert, dass sich zu wenig Personal um eine hohe Anzahl an Kranken kümmern muss.

3. Vergütung von Personal: Die Vergütung von Pflegekräften in Krankenhäusern soll anders gehandhabt werden. Dementsprechend müssen Krankenhäuser das Personal unabhängig von der Fallpauschale der Krankenversicherung vergüten. Es wird nun auf das individuelle Personal und die Personalkosten der Einrichtung eingegangen.

4. Unterstützung pflegender Angehöriger: Pflegende Angehörige, die sich um ihre erkrankten Verwandten kümmern, sollen unterstützt werden. Sie haben nun die Möglichkeit, einfache stationäre Rehabilitationsmaßnahmen zu nutzen, um sich vor einer psychischen oder physischen Belastung aufgrund der Krankenpflege zu erholen. Gleichzeitig sollen die Pflegebedürftigten in der Einrichtung mitversorgt werden.

5. Krankenfahrten: Pflegebedürftigte können nun einfacher eine Krankenfahrt zu einer Behandlung bei Ihrer Krankenversicherung anfragen. Bisher war der Prozess aufwendig, doch soll das neue Gesetz diesen Aufwand nun minimieren.

Alle Neuregelungen finden Sie auch auf der offiziellen Seite des Bundesministerium für Gesundheit.

Die Geschichte des Sofortprogramm Pflege

Bislang tragen die Pflegestärkungsgesetze in den Jahren 2015, 2016 und 2017 in Kraft. Im ersten Gesetz wurden die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet. Außerdem erfolgte eine Erhöhung der Anzahl der Pflegekräfte. Dazu wurden auch Kräfte aus dem Ausland angeworben. Um die Leistungen finanzieren zu können, musste der Beitrag zur Pflegeversicherung um einen halben Prozentpunkt angehoben werden. Die Leistungen werden von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen finanziert.

Das zweite Pflegestärkungsgesetz trat zum 1. Januar 2016 in Kraft. In dem Gesetz wurde der Pflegebegriff neu definiert. Die drei Pflegestufen wurden in fünf Pflegegrade aufgespalten. Zusätzlich wurden für die Pflege von Patienten mit Demenz Erleichterungen eingeführt. So gibt es für diese Patientengruppe nunmehr einen eigenen Pflegegrad. Bislang war es schwierig, demenzkranke Patienten in die Pflegestufen einzuordnen. Oftmals kam es zu einer Benachteiligung, unter denen nicht nur der Patient selbst, sondern auch die Angehörigen gelitten haben.

Das dritte Pflegestärkungsgesetz wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf den Weg gebracht. In diesem Gesetz geht es um den einfacheren Bezug von Pflegeleistungen in Kombination mit dem Bezug von Sozialleistungen. Außerdem wurde eine weitere Verbesserung der Situation des Pflegepersonals beschlossen.

*Das vorliegende Merkblatt  und die Anträge dienen lediglich Ihrer Orientierung. Vor der Verwendung sollten Sie sich von einem rechtskundigen Dritten beraten lassen und diese Ihren Anforderungen anpassen. Vimcar kann keine verbindliche Aussage über die tatsächliche Förderfähigkeit der eigenen Produkte geben. Gleiches gilt auch für die Garantie der Gestattung des Antrages.

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